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Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Motorrad nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Handelsübliche Motorräder weisen einen Fahrtrichtungsanzeiger mit Rechts-/Linksschalter und Quittierung auf. Vor dem Beginn einer Kurvenfahrt betätigt der Fahrer den Rechts-/Linksschalter in die gewählte, der Kurvenrichtung entsprechende Stellung und der entsprechende seitliche Blinker fängt zu blinken an. Der Fahrtrichtungsanzeiger blinkt während der gesamten Kurvendurchfahrt und schaltet auch nach dem Durchfahren der Kurve und wieder aufgenommener Geradeausfahrt des Motorrades nicht automatisch aus. Um den Blinker auszuschalten, ist eine Quittierung vorgesehen, der den Stromfluss durch Betätigen kurz unterbricht. Das Quittieren kann jedoch leicht vergessen werden.

In der GE 9408020.8 ist ein Neigungsschalter vorgesehen, der zusammen mit einer Lichtquelle am Arm eines Radfahrers befestigt werden kann. Je nach Winkelstellung schaltet der Neigungsschalter die Lichtquelle an und automatisch aus, so dass der Radfahrer durch Ausstrecken des Armes seine Richtungsänderung anzeigen kann.

In der PA 170604 ist eine Leuchtfahrtrichtungsanzeige für Motorräder oder Fahrräder beschrieben, mit der eine elektrische Leuchte an der rechten und linken Hand des Fahrers befestigt wird. Der Stromkreis wird beim Ausstrecken des Armes automatisch geschlossen und die Blinkleuchte angeschaltet. Beim Anziehen des Armes wird der Stromkreis wiederum geöffnet und die Blinkleuchte automatisch ausgeschaltet.

Darüber hinausgehend ist es bekannt, Vorrichtungen vorzusehen, die den Fahrer an die Quittierung erinnern. In der DE 10 20004 001 981 A1 ist ein Blinkeranzeiger für ein Motorrad zur Anzeige des Betriebszustandes eines Fahrtrichtungsanzeigers beschrieben. Dabei ist ein Funksignalempfänger im Helm des Motorradfahrers untergebracht, der Signale von einem Signalgeber, der im Chassis des Motorrades untergebracht ist, aufnimmt. Über eine entsprechende Lautsprechereinrichtung wird der Motorradfahrer über den Zustand des Blinkers informiert.

In der DE 299 22 789 U1 ist hingegen eine Blinkerkontrolle offenbart, bei der nach Vergessen des Zurücksetzten des Blinkers nach dem Abbiegevorgang ein Peepsignal ertönt. Das Peepsignal ertönt erst nach einer gewissen Zeit, oder nach einer vorgegebenen Anzahl von Blinkvorgängen, so dass die Störung für Dritte minimiert ist.

Es ist auch bekannt, Messsensoren am Motorrad vorzusehen, die die unterschiedlichen Kräfteverhältnisse bei Geradeausfahrt und Kurvenfahrt detektieren und deren Veränderung zum automatischen Rücksetzten des Blinkers verwenden.

In der DE 198 44 588 A1 ist eine automatische Rückstelleinrichtung mittels eines pietzoelektrischen Gyrosensors beschrieben. Der Gyrosensor detektiert die Winkelgeschwindigkeit beim Durchfahren der Kurve und ändert darüber seine Ausgangsspannung. Die Änderung der Ausgangsspannung wird ausgewertet.

In der DE 199 51 195 A1 ist eine automatische Rückstelleinrichtung des Fahrtrichtungsanzeigers für Motorräder offenbart, die einen Beschleunigungssensor verwendet. Der Beschleunigungssensor ist entlang der Längsachse des Motorrades angeordnet und detektiert während der Kurvenfahrt eine Zentrifugalkraft.

Die beschriebenen Maßnahmen sind aufwendig und teuer.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine einfache Rückstellautomatik für den Fahrtrichtungsanzeiger eines Motorrades zur Verfügung zu stellen.

Die Aufgabe wird durch ein eingangs genanntes Motorrad mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Hauptanspruchs gelöst. Ein Motorrad ist herkömmlicherweise mit einem Fahrtrichtungsanzeiger mit einem Rechts-/Linksschalter, der ein Blinkerrelais schaltet, ausgestattet, das entsprechend der Betätigung des Rechts-/Linksschalters einen rechten Blinkerstromkreis, mit wenigstens einem in einer Längsrichtung des Motorrades gesehen rechten Blinker und einen linken Blinkerstromkreis, mit wenigstens einem linken Blinker durchschaltet und mit einem Quittierschalter, der das Blinkerrelais schaltet und die geschlossenen Stromkreise wieder unterbricht. Erfindungsgemäß ist im linken Blinkerstromkreis ein linkes und im rechten Blinkerstromkreis ein rechtes Neigungsschalterpaar vorgesehen, wobei die Kippachsen der vier Neigungsschalter entlang einer Längsachse des Motorrades angeordnet sind und eine Längsachse eines ersten rechten Neigungsschalters in einem rechten Winkel zur Längsachse eines zweiten rechten Neigungsschalter angeordnet ist und der rechte Winkel höchstens dem Kippwinkel des ersten rechten Neigungsschalters entspricht und eine Längsachse eines ersten linken Neigungsschalters in einem linken Winkel zu einer Längsachse des zweiten linken Neigungsschalter angeordnet ist und der linke Winkel mindestens dem negativen Kippwinkel des ersten linken Neigungsschalters entspricht.

Vorteilhafterweise ist der erfindungsgemäße Blinkrücksetzer sehr einfach und damit auch kostengünstig aufgebaut.

Der rechte und linke Winkel liegen günstigenfalls im Bereich der normalen Neigung eines Motorrades während der Kurvenfahrt, zischen 0° und 45°, vorzugsweise bei etwa 40°.

Vorteilhafterweise sind der erste und der zweite Neigungsschalter jedes Neigungsschalterpaares parallel zueinander geschaltet. Dadurch ist gewährleistet, dass der vorzugsweise Plusanschluss des Blinkers vor und während der Kurvenfahrt über zuerst den ersten und dann den zweiten Neigungsschalter durchgeschaltete ist.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, ist in jedem Neigungsschalterpaar eine erste Diode zwischen dem jeweiligen Blinker und wenigstens einem Neigungsschalter in Reihe in Stromrichtung geschaltet. Somit wird der Stromfluss des jeweiligen Blinkerstromkreises nach der Kurvenfahrt und dem sich anschließenden Wiederaufrichten des Motorrades unterbrochen und das Blinkrelais dadurch quittiert.

Günstigenfalls ist in jedem Neigungsschalterpaar eine zweite Diode zwischen dem Blinkerrelais und dem wenigstens einen Neigungsschalter in Reihe in Stromrichtung geschaltet.

In weiteren bevorzugten Ausführungsformen sind in jedem Neigungsschalterpaar dem ersten Neigungsschalter eine erste Diode und dem zweiten Neigungsschalter eine vierte Diode in Reihe zwischen Neigungsschalter und Blinker in Stromrichtung nachgeschaltet.

Besonders bevorzugt ist in jedem Neigungsschalterpaar, jedem zweiten Neigungsschalter eine Reihenschaltung einer in Stromrichtung orientierten zweiten und dritten Diode zwischen Blinkerrelais und zweitem Neigungsschalter vorgeschaltet. Durch die Diodendopplung entsteht eine größere Sicherheit.

Während der Geradeausfahrt ist der erste Neigungsschalter geschlossen und der zweite Neigungsschalter geöffnet. Vor der Kurvenfahrt, die sich zwangsläufig dem Abbiegevorgang anschließt, wird der Rechts-/Linksschalter betätigt. Nachdem der Rechts-/Linksschalter in der entsprechenden Richtung betätigt wurde, und über das Blinkerrelais der rechte bzw. linke Blinkerkreis geschlossen ist, blinkt der rechte bzw. linke Blinker aufgrund des Stromflusses durch den ersten, bzw. in der Kurvenfahrt durch den zweiten Neigungsschalter. Durch die Betätigung ist der erste Neigungsschalter aktiviert. Während der Kurvenfahrt des Abbiegevorgangs ist der erste Neigungsschalter geöffnet und deaktiviert, der zweite Neigungsschalter wird geschlossen und aktiviert. Beim Rückkippen des Motorrades in die Geradeausfahrt, also in die senkrechte Stellung, wird der Stromfluss durch die erfindungsgemäße Diodenschaltung unterbrochen. Der erste Neigungsschalter wird zwar wieder geschlossen, jedoch bleibt er inaktiv. Er kann erst wieder durch nochmaliges Betätigen des Rechts-/Linksschalters in die rechte Richtung aktiviert werden. Diese Unterbrechung übernimmt die Funktion der bisherigen Quittierung und schaltet den Stromfluss über das Blinkerrelais aus. Entsprechendes gilt für die Kurvendurchfahrt einer Linkskurve.

Vorteilhafterweise sind die beiden ersten Neigungsschalter in ihrer Längsrichtung quer zur horizontalen Längsachse des Motorrades angeordnet. Vorzugsweise sind die Längsrichtungen der beiden ersten Neigungsschalter senkrecht zur vertikalen Längsrichtung des Motorrades angeordnet. Es ist denkbar, die beiden rechten bzw. linken Neigungsschalter hintereinander oder nebeneinander vorzusehen. Vorzugsweise sollten die beiden Neigungsschalter möglichst weit über dem Boden angeordnet sein.

In einer besonders kostengünstig herzustellenden Ausführungsform der Erfindung, sind die vier Neigungsschalter auf einem zweifach abgewinkelten Block vorgesehen. Dabei sind die beiden ersten Neigungsschalter in einen waagerechten Bereich des Blocks eingelassen, während die beiden zweiten Neigungsschalter auf einer rechts und links von der waagerechten Fläche abgewinkelten seitlichen Fläche vorgesehen sind. Die gesamte Anordnung kann mit den o. g. Dioden verschaltet sein, und vorzugsweise in Resin eingegossen sein. Dadurch ist die Schaltung besonders gegen Steinschlag und Stöße unempfindlich.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, sind die beiden zweiten Neigungsschalter in Ihrer Winkelstellung gegenüber den beiden ersten Neigungsschaltern verstellbar. Die beiden abgewinkelten Flächen können dazu verschwenkbar sein.

Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels in drei Figuren beschrieben. Dabei zeigen:

1 eine Grundschaltung des erfindungsgemäßen Fahrtrichtungsanzeigers,

2 ein erfindungsgemäßes Neigungsschalterpaar,

3 ein Neigungsschalterbauteil mit zwei Neigungsschalterpaaren.

Herkömmliche Motorräder weisen einen Fahrtrichtungsanzeiger mit Blinkerrelais 1 auf. Das Blinkerrelais 1 wird durch einen Rechts-/Linksschalter 2 geschaltet. Der Rechts-/Linksschalter 2 ist mittels eines Federmechanismus selbsttätig zurücksetzend ausgebildet. Bei der Betätigung nach rechts, schaltet der Rechts-/Linksschalter 2 über das Blinkerrelais 1 einen rechten Blinkerstromkreis 3 durch und wenigstens ein rechter Blinker 4 blinkt. Bei einer Betätigung des Rechts-/Linksschalters 2 nach links, schaltet das Blinkerrelais 2 einen linken Blinkerstromkreis 6 durch und wenigstens ein linker Blinker 7 blinkt. Nach dem Setzten des Rechts-/Linksschalters 2 blinkt der geschaltete Blinker 4, 7 bis der Fahrer einen Quittierschalter 8 betätigt, der vorzugsweise als Teil des Rechts-/Linksschalter 2 ausgebildet ist. Der Quittierschalter 8 schaltet ebenfalls das Blinkerrelais 1. Üblicherweise ist sowohl im rechten als auch linken Blinkerstromkreis jeweils vordere und hintere Blinker 4, 7 am Motorrad vorgesehen.

Erfindungsgemäß ist in der Grundschaltung gemäß 1 in den rechten Blinkerstromkreis 3 zwischen einem Pluspol des Blinkerrelais 1 und dem rechten Blinker 4 ein rechtes Neigungsschalterpaar 9 in der Stromleitung vorgesehen. In dem linken Blinkerstromkreis 6 ist zwischen einem Pluspol des Blinkerrelais 1 und den linken Blinker 7 das linke Neigungsschalterpaar 11 angeordnet. Die Neigungsschalterpaare 9, 11 sind dabei in Reihe mit dem jeweiligen Blinker 4, 7 geschaltet. Beide Blinkerstromkreise 3, 6 sind an einen Minuspol des Blinkerrelais 1 angeschlossen.

2 zeigt eine Ausführungsform des rechten Neigungsschalterpaares 9. Das Neigungsschalterpaar 9 weist einen ersten rechten Neigungsschalter 12 und einen zweiten rechten Neigungsschalter 13 auf, die in einem Winkel &agr; gegeneinander geneigt sind.

Die Funktionsweise eines Neigungsschalters wird zunächst anhand des ersten rechten Neigungsschalters 12 erörtert. Ein Neigungsschalter 12 zeichnet sich grundsätzlich dadurch aus, dass er in einer gegenüber dem Erdboden waagerechten Position leitet und ab einem durch die Bauart bestimmten Kippwinkel um eine Kippachse öffnet. Eine Drehbewegung um die Kippachse mit positivem Kippwinkel &agr; öffnet den Neigungsschalter 12 genauso wie eine negative Drehbewegung um den dann negativen Kippwinkel –&agr;. Die Kippachse ist senkrecht zur Längsachse L des Neigungsschalters 12 ausgebildet. Der Neigungsschalter 12 ist hier ein Quecksilberneigungsschalter. Eine Quecksilberflüssigkeit verbindet im waagerechten Zustand zwei in einem Hohlraum befindliche Elektroden 12a, 12b miteinander leitend. Jedem Neigungsschalter ist ein individueller Kippwinkel um ein Kippachse zugeordnet, bei dessen Überschreiten die Quecksilberverbindung zwischen den beiden Elektroden 12a, 12b unterbrochen wird.

In 2 ist der erste rechte Neigungsschalter 12 während der Geradeausfahrt des Motorrades waagerecht zum Erdboden angeordnet, insbesondere sind sowohl die Längsachse L1 des ersten rechten Neigungsschalters 12 als auch seine Kippachse parallel zum Boden ausgerichtet. Der erste Neigungsschalter 12 ist während der Geradeausfahrt geschlossen aber inaktiv, d.h. es fließt kein Strom durch ihn hindurch. Die Kippachse des ersten rechten Neigungsschalters 12 ist parallel zur Längsrichtung des Motorrades vorgesehen. Während der Geradeausfahrt des Motorrades ist der zweite rechte Neigungsschalter 13 um mehr als seinen Kippwinkel gekippt und damit geöffnet. Die Längsachse L2 des zweiten rechten Neigungsschalters 13 ist gegenüber der Längsachse L1 des ersten rechten Neigungsschalters 12 um den Winkel &agr; gekippt, der hier etwa 40 Grad beträgt. Die Kippachse des zweiten rechten Neigungsschalters 13 ist ebenfalls parallel zum Boden und parallel zur Längsrichtung des Motorrades angeordnet. Der Kippwinkel des ersten rechten Neigungsschalters beträgt ebenfalls den Winkel &agr; und der Kippwinkel des zweiten rechten Neigungsschalters beträgt ebenfalls den Winkel des ersten rechten Neigungsschalters, also hier etwa 40°. Die Kippachsen des ersten und zweiten rechten Neigungsschalters 12, 13 sind parallel zur Längsachse des Motorrades und das heißt auch parallel zur Strasse ausgerichtet.

Der erste rechte Neigungsschalter 12 und der zweite rechet Neigungsschalter 13 sind parallel zueinander geschaltet. Ein äußerer Anschluss des ersten rechten Neigungsschalters 12 ist direkt mit dem Pluspol des Blinkerrelais 1 elektrisch verbunden. Ein anderer äußerer Anschluss des ersten Neigungsschalters 12 ist über eine in Stromrichtung geschaltete erste Diode 14 mit dem rechten Blinker 4 verbunden. Der zweite rechte Neigungsschalter 13 ist mit einem äußeren Anschluss über eine in Stromrichtung geschaltete Diodenreihenschaltung einer zweiten Diode 16 und einer dritten Diode 17 mit dem Pluspol des Blinkerrelais 1 elektrisch verbunden. Der andere äußere Anschluss des zweiten Neigungsschalters 13 ist über eine in Stromrichtung geschaltete Diode 18 mit dem rechten Blinker 4 elektrisch verbunden. Während der Geradeausfahrt ist der Pluspol über den ersten rechten Neigungsschalter 12 durchgeschaltet. Der erste rechte Neigungsschalter 12 ist aber inaktiv. Bei Betätigung des Rechts-/Linksschalters 2 nach rechts, wird der rechte Blinkerstromkreis 3 über den ersten rechten Neigungsschalter 12 geschlossen. Das betätigen geschieht kurz vor dem Abbiegevorgang. Während des Durchfahrens der Kurve zum Abbiegen, kippen sowohl der erste als auch in gleichem Maße der zweite rechte Neigungsschalter 12, 13 in 2 im Uhrzeigersinn. Kurz bevor der Kippwinkel des ersten rechten Neigungsschalters 12 erreicht wird, wird der Kippwinkel des zweiten rechten Neigungsschalters 13 unterschritten und der zweite rechte Neigungsschalter 13 schließt. Der zweite rechet Neigungsschalter 13 ist jetzt auch aktiv. Während der normalen rechten Kurvendurchfahrt kippt das Motorrad noch stärker und der Kippwinkel des ersten rechten Neigungsschalters 12 wird überschritten, so dass der erste Neigungsschalter 12 öffnet, während der zweite Neigungsschalter 13 weiterhin geschlossen bleibt. Durch das Öffnen wird der erste Neigungsschalter 12 inaktiv. Er kann erst durch naochmaliges Betätigen des Rechts-/Linksschalter 2 in geschlossenem Zustand aktiviert werden. Während der Kurvendurchfahrt ist die Plusleitung des rechten Blinkers über die zweite und dritte in Reihe geschaltete Diode 16, 17, sowie über die vierte Diode 18 über den zweiten rechten Neigungsschalter 13 geschlossen.

Nach dem Durchfahren der Kurve und nach dem Abbiegevorgang richtet sich das Motorrad langsam wieder auf und der zweite rechte Neigungsschalter 13 überschreitet seinen Kippwinkel und der zweite rechte Neigungsschalter 13 öffnet sich. Er wird inaktiv. Der erste Neigungsschalter bleibt auch inaktiv. Der rechte Stromkreis 3 wird kurz unterbrochen und das Blinkerrelais 1 schaltet dadurch den Strom im rechten Stromkreis 3 aus. Während der nachfolgenden Geradeausfahrt ist der erste rechte Neigungsschalter 12 wieder geschlossen. Jedoch bleibt der Stromfluss unterbrochen. Der Stromfluss kann nur durch nochmaliges Setzen des Blinkers durch den Rechts-/Linksschalter 2 erneut ausgelöst werden.

In 3 ist die Anordnung der vier Neigungsschalter 12, 13, 19, 21 dargestellt. Das rechte Neigungsschalterpaar 12, 13 ist in 3 links, und das linke Neigungsschalterpaar 19, 21 ist in 3 rechts vorgesehen. Die Diodenschaltung ist in 3 nicht eingezeichnet. Die beiden ersten Neigungsschalter 12, 19 sind in einen Block 22 eingelassen, der zwei seitliche, schräg gestellte Auflageflächen 23, 24 aufweist, auf die jeweils einer der zweiten Neigungsschalter 13, 21 aufgebracht ist. Die vier Neigungsschalter 12, 13, 19, 21 zzgl. der Diodenschaltung sind in Resin 26 zu deren Schutz eingegossen. Die Neigungsschalter 12, 13, 19, 21 sind als Bauteil gemäß 3 in ein Motorrad einbaubar. In 3 steht die Längsrichtung des Motorrads, also beispielsweise die Verbindungslinie zwischen den beiden Radnaben, senkrecht zur Zeichenebene.

Die Kippachsen der vier Neigungsschalter 12, 13, 19, 21 sind parallel zum Boden und parallel zur Längsrichtung des Motorrades vorgesehen. Das rechte Neigungsschalterpaar 9 ist in 3 links vorgesehen. Es schaltet aber das Blinkerrelais 1 während der Rechtskurve. Das linke Neigungsschalterpaar 11 ist in 3 rechts angeordnet, und es schaltet das Blinkerrelais 1 während der Linkskurve.

Das linke Neigungsschalterpaar 11 weist einen ersten linken Neigungsschalter 19 und einen zweiten linken Neigungsschalter 21 auf. Die Längsachse des zweiten linken Neigungsschalters 21 ist um etwas mehr als –&agr; gegen die Längsachse des ersten Linken Neigungsschalters 19 gekippt. Die Längsachsen der beiden ersten Neigungsschalter 12, 19 sind parallel zueinander angeordnet.

1
Blinkerrelais
2
Rechts-/Linksschalter
3
rechter Blinkerstromkreis
4
rechter Blinker
5
6
linker Blinkerstromkreis
7
linker Blinker
8
Quittierschalter
9
rechtes Neigungsschalterpaar
10
11
linkes Neigungsschalterpaar
12
erster rechter Neigungsschalter
12a
Elektrode
12b
Elektrode
13
zweiter rechter Neigungsschalter
14
erste Diode
15
16
zweite Diode
17
dritte Diode
18
vierte Diode
19
erster linker Neigungsschalter
20
21
zweiter linker Neigungsschalter
22
Block
23
linke Auflagefläche
24
rechte Auflagefläche
25
26
Resin
L1
Längsachse
L2
Längsachse
&agr;
Winkel


Anspruch[de]
Motorrad mit einem Fahrtrichtungsanzeiger mit einem Rechts-/Linksschalter (2), der ein Blinkerrelais (1) schaltet, das entsprechend der Betätigung des Rechts-/Linksschalters (2) einen rechten Blinkerstromkreis (3) mit wenigstens einem in einer Längsrichtung des Motorrades gesehen rechten Blinker (4) und einen linken Blinkerstromkreis (6) mit wenigstens einem linken Blinker (7) durchschaltet und einem Quittierschalter (8), der das Blinkerrelais (1) schaltet, die die geschlossenen Stromkreise (3, 6) wieder unterbricht, gekennzeichnet durch ein im linken Blinkerstromkreis (6) vorgesehenes linkes und ein im rechten Blinkerstromkreis (3) vorgesehenes rechtes Neigungsschalterpaar (12, 13, 19, 21) und dadurch, dass Kippachsen der vier Neigungsschalter entlang einer Längsachse des Motorrades angeordnet sind und eine Längsachse (L1) eines ersten rechten Neigungsschalters (12) in einem rechten Winkel (&agr;) zur Längsachse (L2) eines zweiten rechten Neigungsschalter (13) angeordnet ist und der rechte Winkel (&agr;) höchstens dem Kippwinkel des ersten rechten Neigungsschalters (12) entspricht und eine Längsachse eines ersten linken Neigungsschalters (19) in einem linken Winkel (–&agr;) zu einer Längsachse des zweiten linken Neigungsschalter (21) angeordnet ist und der linke Winkel (–&agr;) mindestens dem negativen Kippwinkel des ersten linken Neigungsschalters (19) entspricht. Motorrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und der zweite Neigungsschalter (12, 13, 19, 21) jedes Neigungsschalterpaares (9, 11) parallel zueinander geschaltet sind. Motorrad nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in jedem Neigungsschalterpaar (9, 11) eine erste Diode (14) zwischen dem jeweiligen Blinker (4, 7) und wenigstens einem Neigungsschalter (12, 13, 19, 21) in Reihe in Stromrichtung geschaltet ist. Motorrad nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass in jedem Neigungsschalterpaar (9, 11) eine zweite Diode (16) zwischen dem Blinkerrelais (1) und wenigstens einem Neigungsschalter (12, 13, 19, 21) in Reihe in Stromrichtung geschaltet ist. Motorrad nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in jedem Neigungsschalterpaar (9, 11) dem ersten Neigungsschalter (12) eine erste Diode (14) und dem zweiten Neigungsschalter (13) eine vierte Diode (18) in Reihe zwischen Neigungsschalter (12, 13) und Blinker (4) in Stromrichtung nachgeschaltet sind. Motorrad nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in jedem Neigungsschalterpaar (9, 11) jedem zweiten Neigungsschalter (21, 23) eine Reihenschaltung einer in Stromrichtung orientierten zweiten (16) und dritten Diode (17) zwischen Blinkerrelais (1) und zweitem Neigungsschalter (13) vorgeschaltet ist. Motorrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Neigungeschalter (12, 19) während der Geradeausfahrt schließen und während einer Kurvenfahrt öffnen und der zweite recht Neigungshalter (13) während einer rechten Kurvenfahrt schlisst und der zweite linke Neigungsschalter (21) während einer linken Kurvendurchfahrt schließt. Motorrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Winkel (&agr;) zwischen 0° und 45° und der zweite Winkel (&agr;) zwischen –45° und 0° liegt. Motorrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden zweiten Neigungsschalter (13, 21) auf schrägen Auflageflächen (23, 24) eines Blocks (22) vorgesehen sind und die beiden ersten Neigungsschalter (12, 19) in dem Block (22) eingelassen sind. Motorrad nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Neigungsschalter (12, 13, 19, 21) und die Dioden (14, 16, 17, 19) mit Resin (26) übergossen sind. Motorrad nach Anspruch 9 oder 10, gekennzeichnet durch wenigstens einen Schwingungsdämpfer zwischen dem Block (22) und einem Motorradrahmen.






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