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Dokumentenidentifikation DE102006027189A1 13.12.2007
Titel Kopfspulenanordnung für ein Magnetresonanzgerät
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Driemel, Daniel, 09569 Oederan, DE
DE-Anmeldedatum 12.06.2006
DE-Aktenzeichen 102006027189
Offenlegungstag 13.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.12.2007
IPC-Hauptklasse A61B 5/055(2006.01)A, F, I, 20060612, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G01R 33/341(2006.01)A, L, I, 20060612, B, H, DE   G01R 33/3415(2006.01)A, L, I, 20060612, B, H, DE   
Zusammenfassung Kopfspulenanordnung für ein Magnetresonanzgerät, umfassend ein Gehäuse (29), auf oder in dem mehrere Spulen (4, 28) angeordnet sind, wobei das Gehäuse wenigstens zwei zur Anpassung an verschiedene Kopfgrößen gegeneinander bewegbare Gehäuseteile (2, 3; 15, 16; 19; 24, 25) umfasst.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kopfspulenanordnung für ein Magnetresonanzgerät, umfassend ein Gehäuse, auf oder in dem mehrere Spulen angeordnet sind.

Kopfspulenanordnungen dieser Art sind grundsätzlich bekannt und werden in Magnetresonanzgeräten als Hochfrequenzsende- und -empfangsspulen eingesetzt. Arbeiten die Spulen in einem Empfangsmodus, so spielt die Größe der Spulen im Verhältnis zur Größe des Messobjektes eine bestimmende Rolle für das resultierende Signal/Rauschverhältnis. Das Signal/Rauschverhältnis ist optimal, wenn die Spulen möglichst nahe an der Oberfläche des Messobjekts, hier des Kopfes, anliegen.

Im Stand der Technik sind verschiedene Kopfspulenanordnungen bekannt, die so konstruiert sind, dass sie für mindestens 95 % aller Kopfgrößen geeignet sind. Unter Berücksichtigung von Patientenkomfort und Lärmschutz, insbesondere durch Raum für Kopfhörer, ergibt sich dabei ein relativ großer Innendurchmesser der Kopfspulenanordnung. Dies gilt insbesondere, wenn auch Köpfe mit einem Stereotaxierahmen von der Spule umschlossen werden sollen. Nachteiligerweise ist die Kopfspulenanordnung daher für einige der zu untersuchenden Köpfe zu groß, woraus ein großer Abstand der einzelnen Spulen zum Messobjekt, also dem Kopf, und damit ein schlechtes Signal/Rauschverhältnis folgt.

Insbesondere bei der Entwicklung neuer Kopfspulenanordnungen mit einer größeren Anzahl einzelner Spulen steht der bekannte Aufbau einer weiteren Vervielfachung der Empfangskanäle entgegen, da die benötigten einzelnen Spulen kleiner werden und daher ein besseres Signal/Rauschverhältnis zur Erlangung einer hinreichend guten Signalqualität unabdingbar ist.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Kopfspulenanordnung anzugeben, die für eine Vielzahl von Kopfgrößen geeignet ist und dennoch ein verbessertes Signal/Rauschverhältnis aufweist.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einer Kopfspulenanordnung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß vorgesehen, dass das Gehäuse wenigstens zwei zur Anpassung an verschiedene Kopfgrößen gegeneinander bewegbare Gehäuseteile umfasst.

Erfindungsgemäß ist das Gehäuse der Kopfspulenanordnung entlang mindestens einer Linie geteilt. Dann entstehen im einfachsten Fall als Gehäuseteile zwei Hälften des auf einer Seite als offener Hohlkörper ausgebildeten Gehäuses, die gegeneinander bewegbar sind. Dadurch wird das Volumen innerhalb des Gehäuses, in das ein Kopf aufgenommen werden kann, verkleinert, die Spulen können folglich näher an das Messobjekt, den Kopf, herangebracht werden. Mit besonderem Vorteil können die wenigstens zwei Gehäuseteile stufenlos gegeneinander bewegbar sein. Dann lässt sich die Kopfspulenanordnung individuell an den aufzunehmenden Kopf anpassen, sodass auch der Abstand der einzelnen Spulen zum Kopf optimiert wird.

Durch die optimale Anpassung an die jeweilige Kopfgröße wird ein verbessertes Signal/Rauschverhältnis erzielt, da aufgrund der Nähe zum Kopf eine höhere Signalintensität ermöglicht wird. Dies ist insbesondere bei funktioneller Bildgebung vorteilhaft, da auf diesem Gebiet mit sehr geringen Signalintensitäten gearbeitet wird. Signalverluste werden durch die erfindungsgemäße Kopfspulenanordnung somit minimiert.

Die Ausgestaltung der Bewegbarkeit ist dabei erfindungsgemäß auf verschiedene Arten denkbar. So können die Gehäuseteile linear gegeneinander bewegbar sein. Aufgrund der Symmetriegegebenheiten ist eine solche Linearbewegung insbesondere in Längs- und/oder Querrichtung eines aufzunehmenden Kopfes zweckmäßig. Dabei können die Gehäuseteile jeweils mithilfe einer Linearführung geführt sein.

Eine alternative Ausgestaltung sieht vor, dass die Gehäuseteile gegeneinander verschwenkbar sind. Dann kann beispielsweise ein Scharnier vorgesehen sein, sodass die Kopfspulenanordnung für ein gröberes Innenvolumen aufklappbar und für ein kleineres Innenvolumen weiter schließbar ist.

In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform kann bei vier jeweils im Wesentlichen ein Viertel des Kopfes abdeckenden Gehäuseteilen jedes Gehäuseteil in zwei senkrechten Richtungen, insbesondere in Kopflängsrichtung und Kopfquerrichtung, gegenüber jeweils einem benachbarten Gehäuseteil linear bewegbar sein. Das Gehäuse ist hierbei in vier Viertel aufgeteilt, und jedes Gehäuseteil ist linear in zwei Richtungen bewegbar. Diese Bewegbarkeit bietet sich entlang der gedachten Teilungsachsen eines Gesamtgehäuses an, die insbesondere in Kopflängsrichtung und Kopfquerrichtung verlaufen. Letztendlich ist dadurch eine noch genauere Anpassung als bei lediglich zwei Gehäuseteilen möglich, nämlich eine Anpassung in zwei zueinander senkrechten Richtungen. Dabei können insbesondere auch unsymmetrische Messobjektformen, insbesondere Kopfformen, besser berücksichtigt werden. Die Gehäuseteile können in dieser Ausführungsform jeweils durch zwei Linearführungen geführt sein. Hierbei kann beispielsweise eine Linearführung in der anderen geführt sein.

Werden die Gehäuseteile gegeneinander bewegt, so sollte eine Kollision der Gehäuseteile möglichst ausgeschlossen werden. Es kann vorgesehen sein, dass die Gehäuseteile in zusammengeschobenem Zustand ineinander eingreifen oder einander überlappend ausgebildet sind. Bei der überlappenden Ausbildung bewegen sich die Oberflächen der Gehäuseteile bei der Bewegung gegeneinander nahe aneinander vorbei. Bei ineinander eingreifend ausgebildeten Gehäuseteilen bildet beispielsweise ein Gehäuseteil jeweils eine Aufnahme, in die das andere Gehäuseteil sozusagen einfährt.

In besonders vorteilhafter Ausgestaltung können die Gehäuseteile zumindest teilweise flexibel ausgebildet sein. Flexible Gehäuseteile können zu einer weiteren Verbesserung der Anpassung an den jeweils aufgenommenen Kopf dienen. Dazu kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die flexiblen Bereiche durch Andrückmittel, insbesondere pneumatisch, durch ein Luftkissen oder durch eine Feder, an einen Kopf andrückbar sind. Ist demnach ein Kopf in die Lokalspulenanordnung eingebracht, so kann durch das Andrückmittel der flexible Bereich oder das vollständig flexible Gehäuseteil nah an diesen speziellen Kopf angedrückt werden. Dies führt zu einer weiteren Verbesserung der Anpassung, mithin zu einem verbesserten Signal/Rauschverhältnis. Alternativ zu Andrückmitteln können die flexiblen Bereiche auch aus Viscoschaum, also einem viskoelastischen Schaum, ausgebildet sein. Viscoschaum tendiert dazu, eine bestimmte Form jeweils wieder anzunehmen. Dies kann dazu genutzt werden, eine sozusagen automatische Andrückung und damit Anpassung an das entsprechende Messobjekt zu erreichen.

Zweckmäßigerweise können wenigstens ein Teil der Gehäuseteile Fixierungskomponenten, insbesondere Fixierkissen und/oder Klemmbacken, zur Fixierung eines Kopfes in der Kopfspulenanordnung umfassen. In einer solchen Ausgestaltungsform dient vorteilhafterweise die an verschiedene Kopfgrößen anpassbare Kopfspule auch zur Fixierung des Kopfes, wozu früher ein separates Fixierungsmittel benötigt wurde. Beispielsweise können in einer Ausführungsform, in der das Gehäuse aus einem rechten und einem linken Gehäuseteil besteht, die gegeneinander in Kopfquerrichtung linear verschiebbar sind, im Bereich, in dem sich bei aufgenommenem Kopf die Ohren befinden, Fixierkissen angebracht werden. Dann wird durch die Bewegbarkeit der Gehäuseteile gegeneinander nicht nur eine Anpassung an die Kopfgröße vorgenommen, der Kopf kann zusätzlich durch die Fixierungskomponenten fixiert werden.

Genauso ist es möglich, dass das oder die die Ohren eines Kopfes abdeckenden Gehäuseteile Lärmschutz- und/oder Kommunikationskomponenten umfassen. Insbesondere können diese Lärmschutz- und/oder Kommunikationskomponenten eine Einheit mit den zuvor erwähnten Fixierungskomponenten bilden. Vorteilhafterweise ist in diese Ausgestaltung eine weitere, grundsätzlich separat vorgesehene Komponente, nämlich Kopfhörer zum Lärmschutz und/oder zur Kommunikation ebenso mit in die Kopfspulenanordnung integriert. Dies wird durch die Bewegbarkeit der Gehäuseteile gegeneinander erst ermöglicht, da nur so die Lärmschutz- und/oder Kommunikationskomponenten hinreichend nahe an das Ohr eines aufgenommenen Patientenkopfes herangebracht werden können.

Zur besseren Zugänglichkeit des Inneren der Kopfspulenanordnung kann vorgesehen sein, dass wenigstens ein Gehäuseteil von der Anordnung entfernbar ist. So können beispielsweise ein oberes Gehäuseteil oder zwei obere Gehäuseteile entfernt werden, um es einem Patienten zu erlauben, seinen Kopf mit dem nötigen Komfort in die Kopfspulenanordnung einzubringen.

Zur Erzeugung der Bewegbarkeit der Gehäuseteile gegeneinander bzw. zur Bedienung sind mehrere Varianten denkbar. Dabei sind grundsätzlich, da die Kopfspulenanordnung in einer Magnetresonanzanlage eingesetzt werden soll, Mittel zu bevorzugen, die ohne Elektrizität und störende Materialien auskommen.

Zunächst ist es möglich, dass die Bewegbarkeit rein mechanisch realisiert ist und die Ansteuerung der die Bewegbarkeit ermöglichenden Mittel manuell erfolgt. Ein Vorteil der manuellen Bedienung ist, dass die Bedienperson unmittelbar beurteilen kann, ob die Kopfspulenanordnung sich gegebenenfalls zu eng um den Kopf des Patienten schließt und dann beispielsweise drückt oder ein unangenehmes Gefühl hervorruft.

So kann im Falle von in Linearführungen geführten Gehäuseteilen vorgesehen sein, dass die Gehäuseteile über ein als Schieber ausgebildetes Bedienelement bewegbar sind.

Alternativ kann vorgesehen sein, dass die Gehäuseteile durch ein Zahnradgetriebe oder ein Schraubengetriebe bewegbar sind. Dann ist ein beispielsweise seitlich an der Kopfspulenanordnung leicht erreichbar angebrachtes Handrad als Bedienelement für die bewegbaren Gehäuseteile zweckmäßig.

In einer weiteren Alternative kann als Antrieb zur Bewegung der Gehäuseteile ein pneumatisches Mittel vorgesehen sein. Dabei ist beispielsweise an einen Kolben zu denken, der die in Linearführungen geführten Gehäuseteile antreibt. Ein solcher pneumatischer Antrieb könnte auch aus einer Distanz erfolgen.

Alternativ kann als Antrieb zur Bewegung der Gehäuseteile auch ein Motor vorgesehen sein. Damit es zu keiner Störung der bildgebenden Signale kommt, ist es hierbei jedoch zweckmäßig, den Motor entfernt von der eigentlichen Lokalspulenanordnung anzuordnen. Die Antriebskraft des Motors kann dabei beispielsweise über Riemen oder dergleichen übertragen werden.

Insbesondere bei Verwendung eines Motors, aber auch bei der Verwendung eines pneumatischen Antriebes, kann es zweckmäßig sein, wenn Sensormittel vorgesehen sind, über die der Druck der Gehäuseteile an einen Kopf oder der Abstand von Gehäuseteilen zu einem Kopf messbar ist, und das der Motor bzw. die pneumatischen Mittel anhand des Signals des Sensormittels steuerbar sind. Damit wird verhindert, dass das Gehäuse sich zu eng um den Kopf des Patienten herum schließt. Als Sensormittel sind beispielsweise Infrarot- oder Ultraschall-Abstandssensoren denkbar. Auch Piezodrucksensoren können verwendet werden.

Insbesondere ist bei der Konstruktion einer solche Kopfspulenanordnung auch auf die Aufrechterhaltung der Verbindungen innerhalb der einzelnen Spulen und der Entkopplungsbedingungen zu achten. So ist es zweckmäßig, dass an oder in unterschiedlichen Gehäuseteilen angeordnete Teile einer Spule durch vorzugsweise flexible Verbindungsmittel elektrisch leitend verbunden seien. Im einfachsten Falle kann dies eine elektrische Drahtverbindung sein, die getrennt angeordnete Teile einer einzelnen Spule verbindet. Auch Schleifkontakte sind als Verbindungsmittel jedoch denkbar. Da die Verschiebung der Gehäuseteile gegeneinander meist im Bereich von ca. 1,5 bis 2 cm liegt, können, beispielsweise bei der Verwendung von Schleifkontakten, im Überlappbereich der Gehäuseteile gerade Stücke eingesetzt werden.

Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, dass die Überlappfläche der einzelnen Spulen im Wesentlichen konstant bleibt. Diese Überlappfläche dient der Entkopplung der einzelnen Spulen.

Zur Befestigung der Spulen auf den Gehäuseteilen kann vorgesehen sein, dass zunächst die Spulen auf einem flexiblen Leiterplattenmaterial ausgebildet werden. Die Anordnung von Spulen auf Leiterplattenmaterial hat dabei üblicherweise eine Dicke von etwa 0,1 bis 0,2 mm. Die Leiterplatten mit den Spulen darauf können auf verschiedene Art und Weise an den Gehäuseteilen angebracht werden, beispielsweise durch einen Steckverbinder. Natürlich kann auch vorgesehen sein, dass die Spulen unmittelbar im oder am Gehäuseteil ausgebildet werden.

Insbesondere können bei der erfindungsgemäßen Kopfspulenanordnung zweiunddreißig oder mehr einzelne Spulenelemente, folglich zweiunddreißig oder mehr Empfangskanäle, realisiert werden.

Weitere Vorteile und Einzelheiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen sowie anhand der Zeichnungen. Dabei zeigen:

1 einen Vertikalschnitt durch eine Kopfspulenanordnung gemäß einer ersten Ausführungsform;

2 einen Horizontalschnitt durch die Kopfspulenanordnung von 1 entlang der Linie II-II;

3 einen Vertikalschnitt durch eine Kopfspulenanordnung gemäß einer zweiten Ausführungsform;

4 einen Vertikalschnitt durch eine Kopfspulenanordnung gemäß einer dritten Ausführungsform;

5 einen Vertikalschnitt durch eine Kopfspulenanordnung gemäß einer vierten Ausführungsform; und

6 eine Anordnung von Spulen am Gehäuse einer Kopfspulenanordnung.

1 zeigt einen Vertikalschnitt durch eine Kopfspulenanordnung 1 gemäß einer ersten Ausführungsform. Sie weist ein Gehäuse auf, das aus einem linken Gehäuseteil 2 und einem rechten Gehäuseteil 3 besteht. Die Gehäuseteile 2 und 3 sind in einer nicht näher gezeigten Linearführung geführt und daher in Kopfquerrichtung gegeneinander linear bewegbar, wie durch die Pfeile A angedeutet ist. Die Verschiebung der Gehäuseteile 2 und 3 gegeneinander ist über nicht näher gezeigte manuelle Bedienmittel, beispielsweise einen Schieber oder ein über ein Zahnradgetriebe oder Schraubengetriebe angekoppeltes Handrad möglich. Es sind einzelne, in die Gehäuseteile 2 und 3 integrierte Spulen 4 vorgesehen, die in 1 nur teilweise angedeutet sind.

Das rechte Gehäuseteil 3 ist in das linke Gehäuseteil 2 einfahrbar ausgebildet, wodurch ein Überlappungsbereich 5 entsteht. Um diesen Überlappungsbereich 5 wird das Innenvolumen der Lokalspulenanordnung 1 kleiner. Dadurch ist es möglich, die Lokalspulenanordnung auf die Größe eines hier nur andeutungsweise dargestellten Kopfes 6 anzupassen.

Zusätzlich weisen das linke und das rechte Gehäuseteil 2 und 3 im Bereich der Ohren des Kopfes 6 angeordnete Komponenten 7auf, die mehreren Zwecken dienen. Fixierkissen 8 dienen zum einen der Fixierung des Kopfes, da der Kopf während einer gegebenenfalls länger andauernden Magnetresonanzaufnahme unbeweglich bleiben muss. Die Fixierkissen 8 dienen zugleich als Polster eines Kopfhörers, sodass eine Lärmschutzfunktion wie auch eine Kommunikationsfunktion realisiert ist. Die Komponenten 7 wirken also sowohl als Fixierungskomponenten wie auch als Lärmschutz- und Kommunikationskomponenten.

Bei einigen Anordnungen der einzelnen Spulen 4 kann es notwendig sein, Teile 9 eines einzigen solche Spulenelements 4 auf verschiedenen Gehäuseteilen 2, 3 anzuordnen. Dann muss eine leitende Verbindung zwischen den Teilen 9 sichergestellt sein. Im vorliegenden Beispiel verlaufen die Oberflächen der Gehäuseteile 2 und 3 im Überlappungsbereich parallel. Am linken Gehäuseteil 2 sind daher Schleifkontakte 10 vorgesehen, die die Spulenteile 9 verbinden. Alternativ wäre auch beispielsweise eine flexible Drahtverbindung als Verbindungselement denkbar.

2 zeigt einen Horizontalschnitt der Spulenanordnung 1 entlang der Linie II-II der 1. Darin ist zu erkennen, dass die linken und rechten Gehäuseteile 2 und 3 auch oberhalb des Kopfes 6 überlappen, um den Überlappungsbereich 5 zu bilden. Die Gehäuseteile 2 und 3 sind in nur andeutungsweise dargestellten Linearführungen 11 geführt, worin sie durch einen ebenfalls nur andeutungsweise dargestellten Schieber 12 entlang der Pfeile A bewegbar sind. Die Bewegbarkeit erstreckt sich hierbei beispielsweise im Zentimeterbereich, sodass aufgrund der kleineren Verschiebung die Entkopplung der einzelnen Spulen 4 nicht beeinträchtigt wird.

Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Gehäuseteile 2 und 3 im Nackenbereich 13 des Patienten ersichtlich nicht auf den Nacken angepasst. Hier wäre jedoch auch eine Anpassung der Form der Gehäuseteile 2, 3 denkbar, um auch bei Aufnahmen beispielsweise des Kleinhirns eine möglichst große Annäherung an den Kopf 6 zu erzielen.

3 zeigt einen Vertikalschnitt durch eine Kopfspulenanordnung 14 gemäß einer zweiten Ausführungsform. Dabei ist das Gehäuse in ein oberes Gehäuseteil 15 und ein untere Gehäuseteil 16 aufgeteilt. Die Gehäuseteile 15, 16 sind, wie durch die Pfeile B angedeutet, in Längsrichtung des Kopfes gegeneinander bewegbar. Dazu sind die Gehäuseteile 15, 16 auch hier mittels nicht näher dargestellter Linearführungen geführt. Abermals entsteht bei Bewegung der Gehäuseteile 15, 16 gegeneinander ein Überlappungsbereich 17, um den das Innenvolumen der Kopfspulenanordnung 14 verkleinert wird, sodass die Anpassung auf einen nur schematisch dargestellten Kopf 6 ermöglicht wird.

Einen Vertikalschnitt durch eine Kopfspulenanordnung 18 gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel zeigt 4. Dabei sind vier jeweils im Wesentlichen ein Viertel des Kopfes 6 abdeckende Gehäuseteile 19 vorgesehen, die jeweils in Querrichtung des Kopfes 6, wie durch die Pfeile C angedeutet, und in Längsrichtung des Kopfes 6, wie durch die Pfeile D angedeutet, folglich in zwei zueinander senkrechten Richtungen, bewegbar sind. In beiden Richtungen entstehen somit Überlappungsbereiche 20 und 21, sodass eine sehr flexible Anpassung der Kopfspulenanordnung 18 an verschiedene Größen des Kopfes 6 ermöglicht wird. An zwei der Gehäuseteile 19 sind wiederum im Bereich der Ohren des Kopfes 6 Komponenten 22 vorgesehen, die wie im ersten Ausführungsbeispiel Fixierungs-, Lärmschutz- und Kommunikationsaufgaben erfüllen.

Die Gehäuseteile 19 sind mittels jeweils zwei nicht näher gezeigten Linearführungen geführt, welche beispielsweise über einen Schieber oder ein Handrad manuell von außen bedienbar sein können.

5 zeigt schließlich einen Vertikalschnitt durch eine vierte Ausführungsform einer Kopfspulenanordnung 23. Hierbei ist wiederum ein oberes Gehäuseteil 24 und ein unteres Gehäuseteil 25 vorgesehen, wobei die Gehäuseteile 24, 25, wie durch die Pfeile E symbolisiert, in Längsrichtung des Kopfes 6 gegeneinander bewegbar sind. Die Gehäuseteile 24 und 25 umfassen dabei in dieser Ausführungsform im Wesentlichen starre Gehäuseteilbereiche 24a, 25a und flexible Gehäuseteilbereiche 24b und 25b. Die flexiblen Bereiche 24b und 25b sind dabei beispielsweise aus einem flexiblen Kunststoff hergestellt. Es ist jedoch auch denkbar, einen Viscoschaum zu verwenden, durch den die flexiblen Bereiche 24b und 25b sich selbsttätig an die Form des Kopfes 6 anpassen können. In diesem Beispiel jedoch sind nur prinzipiell dargestellte Andrückmittel 26 vorgesehen, die beispielsweise pneumatisch, als Luftkissen oder eine Feder ausgebildet sein können, vorgesehen. Die Andrückmittel 26 drücken die flexiblen Gehäusebereiche 24b und 25b entlang der Pfeile F an den Kopf 6 an, wobei über ein Luftkissen auch eine größerflächige Andrückwirkung erzielt werden kann. Durch die Andruckwirkung wird ermöglicht, dass sich die flexiblen Bereiche 24b und 25b möglichst ideal der Form des Kopfes 6 anpassen können.

Auch hier sind kissen- bzw. polsterartige Komponenten 27 vorgesehen, die eine Fixierungs-, Lärmschutz- und Kommunikationsfunktion erfüllen können. Durch die andrückende Wirkung des Andrückmittels 26 wird folglich der Kopf mittels der Komponenten 27 zusätzlich fixiert. Die Komponenten 27 gelangen in Kontakt mit den Ohren des Kopfes 6, sodass die Lärmschutz- und Kommunikationsfunktion erfüllt wird.

6 zeigt in Form einer Prinzipskizze eine Anordnung von Spulen 28 an einem Gehäuse 29 einer Kopfspulenanordnung. Die Spulen 28 weisen jeweils Überlappungsbereiche 30 auf, die die Entkopplung der einzelnen Spulen 28 bewirken. Grundsätzlich sind jedoch auch andere Anordnungen von Spulen 28 denkbar.

Obwohl manche Merkmale nur im Kontext einer bestimmten Ausführungsform erwähnt sind, ist die Übertragung gewisser Merkmale zwischen den Ausführungsformen möglich. So können beispielsweise in den Ausführungsformen nach 1 bis 4 Gehäusebereiche oder ganze Gehäuseteile flexibel ausgebildet sein.

Dann kann auch dort ein geeignetes Andrückmittel vorgesehen sein. Die Realisierung der Bewegbarkeit der Gehäuseteile gegeneinander kann bei allen Ausführungsbeispielen auf unterschiedliche Art und Weise ermöglicht sein, ebenso wie das korrespondierende Bedienelement. So ist eine Linearführung denkbar, ein Zahnradantrieb oder eine Übersetzung eines Zahnradgetriebes auf eine Linearführung, als Bedienmittel sind beispielsweise eine Schieber oder ein Handrad denkbar.

Insbesondere ist es bei den gezeigten Ausführungsbeispielen auch möglich, einen Antrieb für die bewegbaren Gehäuseteile mit einem Motor zu ermöglichen. Auch an einen pneumatischen Antrieb ist zu denken. Bei diesen aus der Entfernung gesteuerten Antrieben ist jedoch darauf zu achten, dass zu starker Kontakt der Gehäuseteile mit dem Kopf nicht auftritt. Dazu können beispielsweise Sensormittel vorgesehen sein, die den Abstand der Gehäuseteile vom Kopf bzw. den Druck der Gehäuseteile auf den Kopf messen. Abhängig von den Signalen des Sensormittels, das beispielsweise als Infrarot- oder Ultraschallabstandsensor ausgebildet sein kann, werden der Motor bzw. das pneumatische Mittel dann so angesteuert, dass eine unangenehme Beeinträchtigung oder gar Verletzung des Patienten vermeiden wird.


Anspruch[de]
Kopfspulenanordnung für ein Magnetresonanzgerät, umfassend ein Gehäuse, auf oder in dem mehrere Spulen angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse wenigstens zwei zur Anpassung an verschiedene Kopfgrößen gegeneinander bewegbare Gehäuseteile (2, 3; 15, 16; 19; 24, 25) umfasst. Kopfspulenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuseteile (2, 3; 15, 16; 19; 24, 25) linear gegeneinander bewegbar sind. Kopfspulenanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuseteile (2, 3; 15, 16; 19; 24, 25) in Längs- und/oder Querrichtung eines aufzunehmenden Kopfes (6) gegeneinander bewegbar sind. Kopfspulenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuseteile (2, 3; 15, 16; 19; 24, 25) jeweils mittels einer Linearführung (11) geführt sind. Kopfspulenanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurchgekennzeichnet, dass die Gehäuseteile (2, 3; 15, 16; 19; 24, 25) gegeneinander verschwenkbar sind. Kopfspulenanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei vier jeweils im Wesentlichen ein Viertel eines Kopfes (6) abdeckenden Gehäuseteilen (19) jedes Gehäuseteil (19) in zwei senkrechten Richtungen, insbesondere in Kopflängsrichtung und Kopfquerrichtung, gegenüber jeweils einem benachbarten Gehäuseteil (19) linear bewegbar ist. Kopfspulenanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Gehäuseteil (19) durch zwei Linearführungen geführt ist. Kopfspulenanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuseteile (2, 3; 15, 16; 19; 24, 25) in zusammen geschobenem Zustand ineinander eingreifend oder einander überlappend ausgebildet sind. Kopfspulenanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuseteile (24, 25) zumindest teilweise flexibel ausgebildet sind. Kopfspulenanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die flexiblen Bereiche (24b, 25b) durch Andrückmittel (26), insbesondere pneumatisch, durch ein Luftkissen oder durch eine Feder, an einen Kopf (6) andrückbar sind. Kopfspulenanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die flexiblen Bereiche (24b, 25b) aus Viscoschaum ausgebildet sind. Kopfspulenanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Teil der Gehäuseteile (2, 3; 19; 24, 25) Fixierungskomponenten (7, 22, 27), insbesondere Fixierkissen und/oder Klemmbacken, zur Fixierung eines Kopfes (6) in der Kopfspulenanordnung (1, 14, 18, 23) umfassen. Kopfspulenanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die die Ohren eines Kopfes (6) abdeckenden Gehäuseteile (2, 3; 19; 25) Lärmschutz- und/oder Kommunikationskomponenten (7, 22, 27) umfassen. Kopfspulenanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Gehäuseteil (2, 3; 15, 16; 19; 24, 25) von der Kopfspulenanordnung (1, 14, 18, 23) entfernbar ist. Kopfspulenanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die in Linearführungen (11) geführten Gehäuseteile (2, 3; 15, 16; 19; 24, 25) über ein als Schieber (12) ausgebildetes Bedienelement bewegbar sind. Kopfspulenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuseteile (2, 3; 15, 16; 19; 24, 25) durch ein Zahnradgetriebe oder ein Schraubengetriebe bewegbar sind. Kopfspulenanordnung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass ein Handrad als Bedienelement für die bewegbaren Gehäuseteile (2, 3; 15, 16; 19; 24, 25) vorgesehen ist. Kopfspulenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass als Antrieb zur Bewegung der Gehäuseteile (2, 3; 15, 16; 19; 24, 25) ein pneumatisches Mittel vorgesehen ist. Kopfspulenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass als Antrieb zur Bewegung der Gehäuseteile (2, 3; 15, 16; 19; 24, 25) ein gegebenenfalls entfernt angeordneter Motor vorgesehen ist. Kopfspulenanordnung nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass Sensormittel vorgesehen sind, über die der Druck der Gehäuseteile (2, 3; 15, 16; 19; 24, 25) an einen Kopf (6) oder der Abstand von Gehäuseteilen (2, 3; 15, 16; 19; 24, 25) zu einem Kopf (6) messbar ist, und der Motor bzw. das pneumatische Mittel anhand des Signals des Sensormittels steuerbar ist. Kopfspulenanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an oder in unterschiedlichen Gehäuseteilen (2, 3; 15, 16; 19; 24, 25) angeordnete Teile (9) einer Spule (4) durch vorzugsweise flexible Verbindungsmittel (10) elektrisch leitend verbunden sind.






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