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Dokumentenidentifikation DE102006028060A1 13.12.2007
Titel Spanneinrichtung
Anmelder Hainbuch GmbH Spannende Technik, 71672 Marbach, DE
Erfinder Weller, Hans-Michael, 71563 Affalterbach, DE
Vertreter Patentanwälte Ruff, Wilhelm, Beier, Dauster & Partner, 70174 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 12.06.2006
DE-Aktenzeichen 102006028060
Offenlegungstag 13.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.12.2007
IPC-Hauptklasse B25B 1/20(2006.01)A, F, I, 20060612, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B25B 1/02(2006.01)A, L, I, 20060612, B, H, DE   
Zusammenfassung Ein Schraubstock (11) weist zwei Spannbacken (15) auf zum Einspannen von Werkstücken. Zwischen den Spannbacken (15) befindet sich ein Spannmittel (18) für mehrteilige Spannköpfe mit einer Betätigungsrichtung nach unten. Sowohl die Spannbacken (15) als auch das Spannmittel (18) werden über eine einzige Betätigungseinrichtung (21, 30, 31, 37) jeweils gleichzeitig betätigt, wobei die Betätigungseinrichtung zwei Hebelarme (21) aufweist. Diese werden einerseits an einem Ende auseinandergedrückt und greifen andererseits mit einem Vorsprung (24) in ein Kopplungsrohr (25) zur synchronisierten Bewegung. Das Kopplungsrohr (25) dient als Betätigung für das Spannmittel (18).

Beschreibung[de]
Anwendungsgebiet und Stand der Technik

Die Erfindung betrifft eine Spanneinrichtung nach Art eines Schraubstocks, wobei zwei Spannbacken mit einer Führung auf einem Grundkörper geführt sind und aufeinanderzu bewegt werden können zum Einspannen eines Werkstücks. Derartige Spanneinrichtungen sind dem Fachmann vielfältig bekannt. Sie eignen sich jedoch üblicherweise nur zum Einspannen von flachen Werkstücken bzw. Werkstücken mit planparallelen Seiten. Für nicht-prismatische Werkstücke wie beispielsweise Rohre müssen spezielle Spannbacken eingesetzt werden.

Aufgabe und Lösung

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine eingangs genannte Spanneinrichtung zu schaffen mit erweiterter Funktionalität, vorzugsweise zum Einspannen bislang schwierig zu handhabender Werkstücke, die insbesondere nicht-prismatisch sind.

Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Spanneinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte sowie bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der weiteren Ansprüche und werden im Folgenden näher erläutert. Der Wortlaut der Ansprüche wird durch ausdrückliche Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass an dem Grundkörper zusätzlich zu den Spannbacken ein Spannmittel für Spannköpfe bzw. Spannzangen vorgesehen ist, wobei dieses Spannmittel eine axiale Betätigungsrichtung in den Grundkörper hinein aufweist. Selbstverständlich kann die Betätigungsrichtung des Spannmittels auch genau entgegengesetzt sein, also genau aus dem Grundkörper hinaus. Der Vorteil eines solchen zusätzlichen Spannmittels ist der, dass der Grundkörper mehrfach genutzt werden kann. Insbesondere ist es dadurch auch möglich, die Spanneinrichtung bzw. den Schraubstock an einer Werkzeugmaschine, beispielsweise einer Bohrmaschine, anzubringen. Je nach zu spannendem Werkstück kann die Spannfunktion mit den Spannbacken genutzt werden oder aber ein Spannkopf ähnlich der DE 101 38 330 A1 bzw. eine Spannzange ähnlich der DE 203 20 084 U1, insbesondere wenn Rohre oder ähnliche Rundmaterialien zu bearbeiten sind. Es braucht also nicht der gesamte Schraubstock bzw. die gesamte Spanneinrichtung ausgetauscht zu werden. Dies stellt einen großen Vorteil dar mit Erhöhung der Bearbeitungsgeschwindigkeit sowie Erleichterung der Arbeit.

Vorteilhaft werden bei der Spanneinrichtung die Spannbacken jeweils gleichmäßig von beiden Seiten auf einen Punkt zwischen ihnen bewegt. Insbesondere ist dies eine Bewegung auf das Spannmittel zu. Dazu kann das Spannmittel zwischen den Spannbacken vorgesehen sein. Es ist möglich, dass die Zugangsrichtung bzw. Ansetzrichtung eines zu spannenden Werkstücks an das Spannmittel die gleiche ist wie die an die Spannbacken.

In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist eine einzige Betätigungseinrichtung vorgesehen, mit der die Spannbacken bewegt werden bzw. mit der der Spannvorgang vorgenommen wird. So kann die Spanneinrichtung einfach und schnell bedient werden. Die Betätigungseinrichtung kann manuell betätigbar sein beispielsweise als Schraubspindel, Hebel odgl.. Des Weiteren kann sie hydraulisch oder pneumatisch betätigt werden, was jedoch im Rahmen der Erfindung keine Rolle spielt.

In besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung weisen die Spannbacken und das weitere Spannmittel an dem Grundkörper denselben Antrieb bzw. dieselbe Ansteuerung auf. Dies ist insbesondere die vorgenannte einzige Betätigungseinrichtung. Vor allem ist dieser Antrieb bzw. diese Betätigungseinrichtung so ausgebildet, dass sowohl die Spannbacken als auch das weitere Spannmittel gleichzeitig betätigt werden unabhängig davon, welch der beiden benutzt werden. Hierbei kann auch vorgesehen sein, dass die Spannbacken von dem Grundkörper abgenommen werden können bzw., wie dies jedoch allgemein für derartige Schraubstöcke üblich ist, an einem Schlitten in einer Führung laufen und in verschiedenen Positionen für unterschiedliche Spannbreiten an dem Schlitten befestigt werden können. Der Vorteil einer solchen einzigen Betätigungseinrichtung liegt darin, dass der Aufwand für den mechanischen Aufbau der Spanneinrichtung erheblich verringert ist. Des weiteren ist so eine Betätigung sehr einfach.

Die genannte Betätigungseinrichtung kann ein Hebelgetriebe mit Betätigungsvorrichtungen, insbesondere Hebeln, für die Spannbacken und das Spannmittel aufweisen. Ein solches Hebelgetriebe erlaubt eine sehr gute und effiziente Kraftübertragung. Dabei kann für jede Spannbacke eine eigene Betätigungsvorrichtung vorgesehen sein. Diese Betätigungsvorrichtungen wiederum sind miteinander verbunden bzw. zwangsgekoppelt für eine gleichzeitige Bewegung. Diese Zwangskopplung erfolgt vorteilhaft über ein Kopplungsteil. Dieses stellt sozusagen die mechanische Synchronisation der Bewegung der Hebel sicher, was eine gleichmäßige Spannung gewährleistet, insbesondere wenn die beiden Spannbacken jeweils gleich auf einen Punkt zwischen ihnen bewegt werden.

In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung kann dieses Kopplungsteil zusätzlich ein Teil des Spannmittels sein. So kann es eine Doppelfunktion ausüben. Insbesondere kann es das Spannmittel aktivieren bzw. betätigen. Dazu kann es beispielsweise eine Art Zugrohr für einen mehrteiligen Spannkopf der vorgenannten Art sein, der mit dem Spannmittel zusammenwirkt bzw. in dieses eingesetzt wird zum Spannen von Werkstücken. Auf diese Art und Weise kann auch der vorbeschriebene Gedanke realisiert sein, dass insgesamt eine einzige Betätigungseinrichtung für die gesamte Spanneinrichtung vorgesehen sein kann, also sowohl für einerseits die Spannbacken als auch andererseits das Spannmittel.

Die Betätigungseinrichtung kann vorteilhaft so ausgebildet sein, dass sich das Kopplungsteil bei einer Bewegung der Spannbacken aufeinanderzu nach unten in den Grundkörper hinein bewegt. Dies ist dann gleichzeitig die Spannrichtung des Spannmittels, also beispielsweise ein Einziehen und einengendes Spannen eines Spannkopfes in dem Spannmittel.

Im Detail können die beiden Betätigungsvorrichtungen der Spannbacken außen an dem Kopplungsteil angreifen, und zwar an gegenüberliegenden Seiten. Dies ist vor allem bei einem rohr- oder röhrenartigen Kopplungsteil von Vorteil. Dazu können die Betätigungsvorrichtungen einen Vorsprung odgl. aufweisen, der in korrespondierende Ausnehmungen oder Nuten an der Außenseite des Kopplungsteils eingreift. Dieser Angriff oder Eingriff ist formschlüssig entlang der Bewegungsrichtung des Kopplungsteils, insbesondere also in beide Richtungen. So ist eine Bewegung der Betätigungsvorrichtungen sowie des Kopplungsteils stets genau vorgegeben.

Die Betätigungsvorrichtungen können Hebelarme aufweisen bzw. als solche ausgebildet sein. Die Hebelarme können an einem Ende mit der Betätigungseinrichtung verbunden sein, insbesondere über zwischenliegende Teile wie Hebel oder Gestänge. An einem ersten anderen Ende sind sie jeweils mit einer Spannbacke oder einem Führungsschlitten für eine Spannbacke verbunden. An einem zweiten anderen Ende sind sie mit dem Spannmittel bzw. einem vorgenannten Kopplungsteil der Spannmittel verbunden, insbesondere auf vorbeschriebene Art und Weise durch formschlüssigen Eingriff. Ein Lagerpunkt dieser Hebelarme befindet sich vorteilhaft zwischen der Verbindung mit der Betätigungseinrichtung einerseits und der Verbindung mit den Spannbacken andererseits. Beispielsweise ergibt sich so eine Art 1:1 Kraftübersetzung, welche für ein gutes Verhältnis zwischen aufzuwendender Kraft bei gleichzeitig zurückgelegtem Spannweg sorgt.

Die Spanneinrichtung kann ein Schubgestänge aufweisen, über welches die Betätigungseinrichtung die beiden Betätigungsvorrichtungen betätigt. Dazu ist die Betätigungseinrichtung mit dem Schubgestänge verbunden. Eine solche Verbindung kann beispielsweise so ausgebildet sein, dass eine Schraube bzw. eine Gewindestange an der nächstliegenden Betätigungsvorrichtung unverdrehbar gelagert ist bzw. befestigt ist. Diese Schraube greift in eine drehbare Mutter ein, welche an dem Schubgestänge gelagert ist und von außen gedreht werden kann, beispielsweise über einen Hebel oder ein Werkzeug. Beim Drehen der Mutter von außen, also bei Betätigung der Spanneinrichtung, werden Mutter und Schraube zusammengezogen und dabei werden über das Schubgestänge die Betätigungsvorrichtungen aufeinanderzu bewegt, insbesondere in dem Bereich, in dem sie über Mutter und Schraube verbunden sind.

Das vorgenannte Schubgestänge verläuft in einer Ebene innerhalb des Grundkörpers, durch welche das Spannmittel verläuft bzw. welche das Spannmittel durchstößt. Dabei weist das Schubgestänge vorteilhaft einen großen freien Mittelbereich auf und verläuft beidseitig nahe an dem Außenrand des Grundkörpers, also um das Spannmittel herum. Dies kann dadurch erreicht werden, dass das Schubgestänge zwei außenliegende Schubstangen aufweist, die über eine relativ breite Verbindungsachse miteinander verbunden sind, wobei zumindest an der einen Verbindungsachse eine der Betätigungsvorrichtungen gelagert ist und an der anderen Verbindungsachse die vorgenannte Mutter. Auf diese Art und Weise kann ein sehr kompakter Aufbau der Spanneinrichtung geschaffen werden, wobei sozusagen die Betätigung der Betätigungsvorrichtung, die von der Betätigungsseite abgewandt liegt, durch das Spannmittel bzw. den Bereich des Spannmittels hindurch erfolgt, und dabei das Spannmittel umgeht.

Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung der Anmeldung in Zwischen-Überschriften und einzelne Abschnitte beschränkt die unter diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen schematisch dargestellt und wird im Folgenden näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt:

1 eine Schrägansicht eines erfindungsgemäßen Schraubstocks als Spanneinrichtung,

2 einen seitlichen Schnitt durch den Schraubstock aus 1 zur Veranschaulichung der Hebelarme zur Betätigung und

3 einen Schnitt durch den Schraubstock nach 1 in Draufsicht zur Verdeutlichung des Schubgestänges an dem zentralen zusätzlichen Spannmittel vorbei.

Detaillierte Beschreibung des Ausführungsbeispiels

In 1 ist ein Schraubstock 11 in Schrägansicht dargestellt mit einem äußerlich grundsätzlich bekannten Aufbau. Auf einem Grundkörper 12 läuft im oberen Bereich auf jeder Seite ein Spannschlitten 14, insbesondere mit einer nicht dargestellten geriffelten Oberseite. Auf jedem dieser Spannschlitten 14 ist eine Spannbacke 15 festgeschraubt, wobei diese Verschraubung so ist, dass die Spannbacken 15 an beliebiger Stelle auf den Spannschlitten 14 befestigt werden können zur Einstellung der Breite zwischen den Spannflächen 16 als Anpassung an zu spannende Werkstücke. Dies ist dem Fachmann allgemein bekannt.

Es ist zu erkennen, wie in etwa in der Mitte der Oberseite des Grundkörpers 12, also zwischen den Spannbacken 15, ein zusätzliches Spannmittel 18 vorgesehen ist. Es weist einen Innenkonus 19 auf zum Einsatz von Spannköpfen oder Spannbuchsen, wie sie beispielsweise oben genannt sind. Insofern braucht hier nicht weiter darauf eingegangen zu werden. Die genaue Betätigung des zusätzlichen Spannmittels wird ebenso wie diejenige der Spannbacken nachfolgend genauer erläutert.

Im Inneren des Grundkörpers 12 sind zwei Hebelarme 21 angeordnet, und zwar drehbar um Hebelarmachsen 22 gelagert. Die Hebelarme 21 sind im Wesentlichen spiegelbildlich zu einer strichpunktiert dargestellten vertikalen Mittelebene des Schraubstocks 11 ausgebildet. Die Hebelarme 21 verlaufen im Wesentlichen in senkrechter Richtung, wobei sich jeweils in etwa auf Höhe der Hebelarmachsen 22 ein Vorsprung 24 zu der Mittelebene hin erstreckt. Dessen drei Seiten sind leicht abgerundet ausgebildet, um besser in Nuten 26 in einem zwischen ihnen befindlichen Kopplungsrohr 25 einzugreifen. Dieses Kopplungsrohr 25 befindet sich genau unterhalb des zusätzlichen Spannmittels 18 bzw. des Innenkonus 19. Es dient insbesondere dazu, die vorgenannten Spannköpfe oder Spannbuchsen in dem zusätzlichen Spannmittel nach unten zu ziehen zur Betätigung derselben bzw. zum Durchführen des Spannvorgangs. Dabei ist das Kopplungsrohr 25 sowohl in seinem oberen Bereich in einem entsprechenden Fortsatz des Innenkonus 19 als auch in seinem unteren Bereich so gelagert, dass es stets genau senkrecht geführt wird bzw. bewegbar ist.

Nach oben zu greifen die Hebelarme 21 mit weiteren Vorsprüngen 28 auf nicht dargestellte Art und Weise in die Spannbacken 15 ein. Dieser Eingriff kann ähnlich sein wie mit den Vorsprüngen 24 in die Nuten 26, wobei entsprechende Ausnehmungen in den Spannbacken 15 bzw. deren Unterseiten vorgesehen sind.

Wie insbesondere aus 3 hervorgeht, ist die linke Verbindungsachse 30 des linken Hebelarms 21 in zwei Schubstangen 37 gelagert, die sich mit großem Abstand zueinander nahe am Außenrand des Grundkörpers 12 in dessen Längsrichtung erstrecken. An ihrer rechten Seite sind die Schubstangen 37 ebenfalls über eine Verbindungsachse 30 verbunden. Diese ist jedoch nicht in dem rechten Hebelarm 21 gelagert oder verläuft durch diesen, sondern trägt eine Gewindebuchse 34 derart, dass sie beispielsweise durch Angriff eines Werkzeugs an dem Innensechskant 35 um die strichpunktiert dargestellte horizontale Achse gedreht werden kann. Sie bewegt sich wegen ihrer Lagerung an der rechten Verbindungsachse 30 nicht gegenüber dieser entlang dieser Drehachse. Die beiden Schubstangen 37 bilden mit den Verbindungsachsen 30 das eingangs genannte Schubgestänge. Es ist auch zu beachten, dass die beiden Schubstangen 37 bzw. das insgesamt gebildete Schubgestänge einen großen freien Mittelbereich 38 aufweist. In diesem verläuft die Verlängerung des Spannmittels 18, insbesondere das Kopplungsrohr 25. An einem Bolzen 31, der in dem unteren Bereich des rechten Hebelarms 21 gelagert ist und parallel zu der linken Verbindungsachse 30 verläuft, ist eine Art Schraube mit einem entsprechenden Auge 32 gelagert, und zwar drehfest in Relation zu der genannten Drehachse der Gewindebuchse 34.

Funktion

Zur Betätigung sowohl der Spannbacken 15 als auch des Spannmittels 18, welche üblicherweise jeweils nur alternativ verwendet wenden, werden entweder die Spannbacken 15 an den Spannschlitten 14 in eine gewünschte Ausgangsposition gebracht oder aber es werden in das Spannmittel 18 ein vorgenannter Spannkopf oder eine Spannbuchse eingesetzt. Dann wird mit einem entsprechenden Werkzeug an dem Innensechskant 35 um die strichpunktiert dargestellte Drehachse gedreht, beispielsweise bei einem Normalgewinde im Uhrzeigersinn. Da die Gewindebuchse 34 über die rechte Verbindungsachse 30 an den Schubstangen 37 gelagert ist und die Schraube 32 über den Bolzen 31 an dem rechten Hebelarm 21, werden die rechte Verbindungsachse 30 und der Bolzen 31 aufeinanderzubewegt. Dies bewirkt ein Verkippen des rechten Hebelarms 21 gegen den Uhrzeigersinn. Dadurch wird sowohl der Spannschlitten 14 samt Spannbacke 15 nach links zur Mitte hin bewegt als auch über den Vorsprung 24 und die Nut 26 das Kopplungsrohr 25 nach unten. Gleichzeitig wird die rechte Verbindungsachse 30 eben nach links bewegt und überträgt diese Bewegung über die Schubstangen 37 auf die linke Verbindungsachse 30, was ein Schwenken des linken Hebelarms 21 im Uhrzeigersinn bewirkt. Daraus resultiert wiederum eine Bewegung der linken Spannbacke 15 sowie eine zu dem rechten Vorsprung 24 gleichgerichtete Bewegung des linken Vorsprungs 24 nach unten. Während über das reine Zusammenwirken zwischen linkem Hebelarm 21 und rechtem Hebelarm 21 über die Schubstangen 37 zwar der Abstand zwischen den Spannbacken 15 bzw. Spannflächen 16 gleich bleiben würde, könnten sich diese jedoch noch gemeinsam nach links oder rechts bewegen. Dies wird jedoch unterbunden durch die Kopplung der Vorsprünge 24 der Hebelarme 21 miteinander über das Kopplungsrohr 25. Dies bewirkt also eine Art erzwungene Synchronisation bzw. Gleichbewegung. Insofern dient das Kopplungsrohr 25 nicht nur als Betätigung für das zusätzliche Spannmittel 18, sondern zusätzlich eben zur zwingend vorgegebenen Bewegung der Hebelarme 21 und somit der gesamten Spanneinrichtung 11. Dabei kann vorgesehen sein, dass die hauptsächliche Spannkraft über die Schubstangen 37 zwischen den Hebelarmen 21 übertragen wird, und an dem Kopplungsrohr 25 über die Vorsprünge 24 nur soviel Kraft aufgebracht wird, wie zur Synchronisation der Bewegung notwendig ist. Gleichzeitig bedeutet diese Synchronisation auch, dass das Kopplungsrohr 25 von beiden Seiten gleichzeitig nach unten gezogen wird, was eine sehr gute Spannung an dem Spannmittel 18 bewirkt.

Zur genauen Justierung der Betätigung kann vorgesehen sein, dass die Hebelarmachsen 22 der Hebelarme 21 in dem Grundkörper 12 leicht versetzt werden können. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass sie in einem Bereich rund und im anderen exzentrisch sind, also entweder in einer Lagerung am Grundkörper 12 rund und innerhalb des Hebelarms 21 exzentrisch oder anders herum.

Selbstverständlich sind Abwandlungen des vorbeschriebenen Ausführungsbeispiels möglich. So kann anstelle der Betätigung über die Schraube 32 samt der an der rechten Verbindungsachse 30 gelagerten Gewindebuchse 34 eine Betätigung beispielsweise pneumatisch oder hydraulisch erfolgen. Des weiteren kann die Form der Hebelarme 21 variieren oder das Spannmittel 18 an anderer günstiger Stelle an dem Grundkörper 12 angeordnet sein. Allerdings wird eine Anordnung des Spannmittels 18 zwischen den Hebelarmen 21 und somit eigentlich auch zwischen den Spannbacken 15 als besonders vorteilhaft angesehen.

Somit ist eine Hauptfunktion des Kopplungsrohrs 25 die Betätigung an dem Spannmittel 18. Dazu wird das Kopplungsrohr 25 von den Vorsprüngen 24 der Hebelarme 21 nach unten gedrückt. Eine weitere Hauptfunktion ist die Synchronisation der Bewegung der Hebelarme 21 miteinander. Dazu ist das Kopplungsrohr 25 verkippsicher gelagert. Ein besonders hervorzuhebender Vorteil der Erfindung liegt darin, dass diese beiden Hauptfunktionen stets gleichzeitig durchgeführt werden, wobei nur bei Benutzung des Spannmittels 18 die erste Hauptfunktion notwendig ist.


Anspruch[de]
Spanneinrichtung (11) nach Art eines Schraubstocks mit zwei aufeinander zu bewegbaren Spannbacken (15), wobei die Spannbacken an einer Führung (14) auf einem Grundkörper (12) geführt laufen, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Grundkörper (12) ein Spannmittel (18) für Spannköpfe bzw. Spannzangen mit axialer Betätigungsrichtung in den Grundkörper (12) hinein vorgesehen ist. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannbacken (15) jeweils gleichmäßig von beiden Seiten auf einen Punkt zwischen ihnen bewegbar sind beim Spannen, vorzugsweise auf das Spannmittel (18) zu. Spanneinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannmittel (18) zwischen den Spannbacken (15) vorgesehen ist mit derselben Zugangsrichtung wie zur Spannung an den Spannbacken (15). Spanneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine einzige Betätigungseinrichtung (21, 30, 31, 37) für die Bewegung der Spannbacken (15) vorgesehen ist. Spanneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannbacken (15) und das weitere Spannmittel (18) denselben Antrieb bzw. dieselbe Ansteuerung aufweisen zur gleichzeitigen Betätigung, insbesondere über die Betätigungseinrichtung (21, 30, 31, 37) nach Anspruch 4. Spanneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (21, 30, 31, 37) ein Hebelgetriebe mit Betätigungsvorrichtungen (21) für die Spannbacken (15) und das Spannmittel (18) aufweist, wobei für jede Spannbacke (15) eine Betätigungsvorrichtung (21) vorgesehen ist und wobei die Betätigungsvorrichtungen (21) über ein Kopplungsteil (25) zwangsgekoppelt sind. Spanneinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopplungsteil (25) ein Teil des Spannmittels (18) ist, insbesondere eine Art Zugrohr für einen mehrteiligen Spannkopf, der mit dem Spannmittel (18) zusammenwirkt zum Spannen von Werkstücken. Spanneinrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopplungsteil (25) bei Bewegung der Spannbacken (15) aufeinander zu nach unten in den Grundkörper (12) hinein bewegbar ist und dies gleichzeitig die Spannrichtung des Spannmittels (18) ist. Spanneinrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Betätigungsvorrichtungen (21) der Spannbacken (15) an gegenüberliegenden Seiten außen an das Kopplungsteil (25) angreifen, insbesondere jeweils mit einem Vorsprung (24) in korrespondierende Nuten (26) an dem Kopplungsteil (25) eingreifen, wobei dieser Angriff formschlüssig ist entlang der Bewegungsrichtung des Kopplungsteils. Spanneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsvorrichtungen Hebelarme (21) aufweisen bzw. sind, die an einem Ende mit der Betätigungseinrichtung verbunden sind und an einem ersten weiteren Ende (28) mit jeweils einer Spannbacke (15) und an einem zweiten weiteren Ende (24) mit dem Spannmittel (18) bzw. einem Kopplungsteil (25) der Spannmittel nach Anspruch 6. Spanneinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebelarme (21) der Betätigungsvorrichtungen einen Lagerpunkt (22) aufweisen zwischen der Verbindung mit der Betätigungseinrichtung und der Verbindung (28) mit den Spannbacken (15). Spanneinrichtung nach Anspruch 10 oder 11, gekennzeichnet durch ein Schubgestänge (30, 31, 37), wobei die Betätigungseinrichtung über das Schubgestänge (30, 31, 37) die beiden Betätigungsvorrichtungen (21) zur Bewegung der Spannbacken (15) betätigt und dazu mit diesem verbunden ist, wobei insbesondere eine Schraube (32) an einer Betätigungsvorrichtung (21) gelagert ist und in eine drehbare Mutter (34) an dem nächstliegenden Schubgestänge (30, 31, 37) greift und bei Drehen der Mutter (34) von außen zur Betätigung die Mutter (34) und die Schraube (32) zusammengezogen werden, wobei dabei über das Schubgestänge (30, 31, 37) die Betätigungsvorrichtungen (21) bewegt werden und vorzugsweise auch das Spannmittel (18). Spanneinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Schubgestänge (30, 31, 37) in einer Ebene verläuft, durch welche das Spannmittel (18) verläuft, wobei insbesondere das Schubgestänge (30, 31, 37) einen großen freien Mittelbereich (38) aufweist und beidseitig nahe an dem Außenrand des Grundkörpers (12) verläuft. Spanneinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannmittel (18) den freien Mittelbereich (38) durchstößt.






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