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Dokumentenidentifikation DE102006028064A1 13.12.2007
Titel Schneidmesser für einen Rasentrimmer
Anmelder GARDENA Manufacturing GmbH, 89079 Ulm, DE
Erfinder Locher, Ottmar, 89079 Ulm, DE;
Gungl, Johannes, 89079 Ulm, DE
Vertreter Patentanwälte Ruff, Wilhelm, Beier, Dauster & Partner, 70174 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 12.06.2006
DE-Aktenzeichen 102006028064
Offenlegungstag 13.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.12.2007
IPC-Hauptklasse A01D 34/84(2006.01)A, F, I, 20060612, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A01D 34/73(2006.01)A, L, I, 20060612, B, H, DE   A01G 3/04(2006.01)A, L, I, 20060612, B, H, DE   A01D 75/20(2006.01)A, L, I, 20060612, B, H, DE   
Zusammenfassung Es wird ein Schneidmesser für einen Rasentrimmer beschrieben, der mit einem rotierenden Drehkörper (2) und einem an diesem schwenkbar angebrachten Schneidmesser (3) versehen ist, das über dessen Umfang hinausragt und vom freien Ende (3a) her mit mindestens einer Aussparung, insbesondere mit einem das Querschnittsprofil des Schneidmessers unterteilenden Schlitz (16) versehen ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Schneidmesser für einen Rasentrimmer, der mit einem zu einer Rotation angetriebenen Drehkörper versehen ist, an dem schwenkbar das über dessen Umfang hinausragende Schneidmesser angebracht ist.

Die Bezeichnung „Rasentrimmer" wird unter anderem für Rasenmähgeräte verwendet, bei denen das Ende eines radial von einem rotierenden Schneidkörper abstehenden Fadens für das Abtrennen von Gras oder anderen Vegetationsteilen dient. Solche, auch als Fadenschneider bezeichneten Mähgeräte weisen zwar den Vorteil einer automatischen Nachstellung des Fadens auf, der von einer unter Federkraft stehenden Spule im Dreh- oder Schneidkörper unter Zentrifugalkraft abgezogen und jeweils auf die notwendige Länge gebracht wird, wenn der Schneidfaden durch Auftreffen auf harte unnachgiebige Widerstände beschädigt und gebrochen ist. Nachteilig ist aber, dass die Schnittkante des rotierenden Fadens relativ stumpf ist und daher hohe Drehzahlen für eine gute Arbeitsleistung erforderlich sind. Auch der durch die hohe Geschwindigkeit bedingte Luftwiderstand verringert den Wirkungsgrad und führt zu einem relativ hohen Laufgeräusch.

Es sind deshalb auch Schneidmesser für Rasentrimmer bekannt geworden (DE 34 06 801 C2 oder US-A 4 107 841), bei denen man Schneidblätter aus stabilem Kunststoff an den Seiten mit Schneidkanten versehen hat und so mit niedrigeren Rotationsgeschwindigkeiten arbeiten kann. Nachteilig ist bei diesen Bauarten aber, dass diese Schneidmesser einer relativ hohen Beschädigungsgefahr ausgesetzt sind und bei einer solchen Beschädigung jeweils durch ein neues Schneidmesser ersetzt werden müssen, was relativ aufwändig ist und zu Betriebsunterbrechungen führt.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Schneidmesser der zuletzt genannten Art so auszubilden, dass es wesentlich weniger beschädigungsanfällig ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Schneidmesser der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass das Schneidmesser mit mindestens einer insbesondere längserstreckten Aussparung versehen ist. Diese Ausgestaltung führt dazu, dass der Schneidbereich abschnittsweise elastisch ausgebildet wird, weil eine Querschnittsschwächung vorliegt, so dass dadurch beim Auftreffen des Messers auf einen Widerstand eine Verformung des Messers ermöglicht werden kann, die eine Beschädigung verhindert. Die wenigstens eine Aussparung kann an einem freien Ende des Schneidmessers ansetzen und sich in Richtung zur Rotationsachse erstrecken, oder sie kann erst in Abstand zu dem freien Ende angeordnet sein. Es ist auch möglich, zwei oder mehr zueinander beabstandete Aussparungen vorzusehen, die identisch oder unterschiedlich zueinander ausgeführt sein können. In vorteilhafter Weise wird durch die Erfindung im Betrieb des Rasentrimmers ein erheblich reduzierter Geräuschpegel erzielt.

In zweckmäßiger Weise wird dabei in Ausgestaltung der Erfindung die Aussparung symmetrisch zur Längsmittelebene des Schneidmessers verlaufend angebracht und es kann in zusätzlicher Ausgestaltung vorgesehen werden, dass sich die Aussparung vom freien Ende des Schneidmessers her in ihrem Querschnitt verjüngt. Dadurch kann die größte Querschnittsschwächung im äußeren Bereich des Schneidmessers erreicht werden, der erfahrungsgemäß am häufigsten durch Schlageinwirkung beschädigt werden kann, die durch das Auftreffen des Schneidmessers auf Widerstände im Betrieb eintritt.

In besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung kann die Aussparung als ein das Querschnittsprofil des Schneidmessers unterteilender Schlitz ausgebildet sein, der dazu führt, dass das Schneidmesser zum freien Ende hin in zumindest zwei zinkenartige Teile aufgeteilt wird. Bei der möglichen Anordnung von mehreren Schlitzen kann auch eine Aufteilung in mehrere Zinken erfolgen.

Als Alternative ist es auch möglich, als Aussparung je eine rinnenartige Vertiefung auf der Ober- und Unterseite des Schneidmessers vorzusehen, die zweckmäßigerweise nur durch eine dünne Spritzhaut voneinander getrennt sind, die jeweils den inneren Boden der Ausnehmungen bildet. Auch diese Ausgestaltung ermöglicht die erwünschte Erhöhung der Elastizität des Schneidmessers im radial außenliegenden Bereich und ermöglicht unter Umständen eine einfachere Herstellung.

Das Schneidmesser wird in allen Fällen zweckmäßigerweise aus einem hochverschleißfesten und zähen Elastomer hergestellt, beispielsweise aus TPU. Möglich und vorteilhaft kann es auch sein, das Querschnittsprofil des Schneidmessers selbst sich zum freien Ende hin insbesondere keilförmig verjüngen zu lassen, um die Nachgiebigkeit im Außenbereich zu erhöhen. Zur Befestigung schließlich kann das Schneidmesser an seinem Befestigungsende mit einem verdickten Schaft versehen sein.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen erläutert, die in der Zeichnung dargestellt sind. Es zeigen:

1 eine schematische Ansicht eines Rasenschneidgerätes in der Art eines Rasentrimmers mit einem unten liegenden Antriebsmotor und einem mit einem Schneidmesser versehenen Drehkörper,

2 die vergrößerte Ansicht des Drehkörpers der 1 von unten,

3 die vergrößerte Darstellung des Schneidmessers der 2,

4a bis e Möglichkeiten der Querschnittsausbildung des Schneidmessers nach 3, jeweils längs der Linie IV-IV geschnitten und

5 die perspektivische Darstellung des äußeren Endbereiches eines Schneidmessers nach der Erfindung in einer besonderen Ausführungsart.

Die 1 zeigt schematisch vereinfacht ein Rasenmähgerät in der Art eines Rasentrimmers, der mit einem Antriebsmotor 1 und einem von diesem in Rotation versetzten Drehkörper 2 versehen ist, an dem ein Schneidmesser 3 schwenkbar angeordnet ist. Die kreisförmige Rotationsbahn des Schneidmessers wird in bekannter Weise zur Bedienungsseite hin von einem Schutzschild 4 abgedeckt. Der Antriebsmotor 1, der einen von einem Akkumulator gespeisten Elektromotor umfassen kann, ist fest mit einer schräg abstehenden Führungsstange 5 verbunden, die oben in einen Handgriff 6 übergeht und unterhalb dieses Handgriffes 6 noch einen weiteren Handgriff 7 zur besseren Führung des Gerätes aufweisen kann.

Der Drehkörper 2, der in seinem Zentrum mit dem Antriebsschaft 8 des Antriebsmotors 1 fest verbunden ist, ist auf seiner Unterseite gemäß 2 mit dem Schneidmesser 3 versehen, das mit einem an seinem Befestigungsende vorgesehenen Schaft 9 schwenkbar um einen Bolzen 10 – oder eine Lochlagerung – am Drehkörper 2 angelenkt ist. Der Schaft 9 und der innere Bereich des Schneidmessers 3 sind in einer segmentartigen Ausnehmung 11 im Drehkörper 2 angeordnet, die von den beiden Seitenwänden 12 und 13 begrenzt wird. Über den Antriebsschaft 8 wird der Drehkörper 2 im Sinne des Pfeiles 14 um seine Achse bewegt, wenn der Motor 1 eingeschaltet ist, was über nicht näher dargestellte Schalter erfolgt.

Die 3 lässt erkennen, dass das Schneidmesser 3 mit einem dünneren, sich vom Schaft 9 weg erstreckenden Profilteil 3a versehen ist, der seitliche Schneidkanten 15 aufweist und der beim in 3 gezeigten Ausführungsbeispiel mit einer sich vom freien Ende her in der Form eines Schlitzes 16 erstreckenden Aussparung versehen ist. Der Schlitz 16 erstreckt sich symmetrisch zur Längsmittelebene 17 und er ist zum Schaft 9 hin durch eine weitere Aussparung in der Form einer durchgehenden Öffnung 18 ergänzt, die ebenfalls symmetrisch zur Längsmittelebene 17 verläuft. Das freie Ende des in 3 gezeigten Schneidmessers besitzt daher eine gabelartige Ausbildung mit zwei Zinken, wodurch die Elastizität des Schneidmessers im Bereich dieses Schlitzes erheblich verbessert wird.

Die 4a bis 4e zeigen verschiedene Querschnittsausbildungen des Profilteiles 3a, wobei die Ausführungen 4a, 4b, 4c und 4e jeweils mit einem in der Längsmittelebene 17 des Schneidmessers 3 verlaufenden Schlitz 16 versehen sind, wie er in ähnlicher Weise auch in 3 gezeigt ist. Die unter 4a und 4c gezeigten Profile der gabelartigen Enden sind dabei möglich, bilden aber keine solchen ausgeprägten Schneidkanten 15, wie das bei den Profilen 4b, 4d und 4e vorgesehen ist.

Das Profil der 4d besitzt einen solchen durchgehenden Schlitz 16 nicht. Hier ist die Querschnittsschwächung durch beidseitig vorgesehene rinnenartige Vertiefungen 19 und 20 verwirklicht, die beide an ihren einander zugewandten Innenrändern nur durch eine dünne Spritzhaut 21 voneinander getrennt sind. Ein solches Profil lässt sich in einfacher Weise durch ein Formspritzverfahren von Kunststoff erreichen.

Die 5 schließlich zeigt die Möglichkeit, dass vom freien Ende des Profilteiles 3a her ein sich konisch verjüngender Schlitz 16a eingebracht wird und dass auch die Möglichkeit besteht, die äußeren Schneidkanten 15, zumindest im äußeren Bereich des Profilteiles 3a, in Ebenen verlaufenen zu lassen, die sich zum Schaftteil 9 hin – der in 5 nicht gezeigt ist – zumindest über eine bestimmte Länge des Schneidmessers immer weiter voneinander entfernen.

Bei der Inbetriebnahme des Rasentrimmers nach der Erfindung wird der Drehkörper 2 durch den Antriebsmotor 1 im Sinne des Pfeiles 14 – oder auch in umgekehrter Richtung – in Rotation versetzt. Durch die dabei auftretende Fliehkraft wird das Schneidmesser 3 radial nach außen gezogen und kann in gleicher Weise wie der eingangs erwähnte Schneidfaden für die Abtrennung von Vegetationsgut parallel zum Boden sorgen, wenn Drehkörper 2 und Schneidmesser 3 von der Bedienungsperson entsprechend parallel zum Boden geführt werden. Durch die Querschnittsschwächung im Bereich des äußeren Endes des Schneidmessers 3 wird die Gefahr einer Beschädigung des Schneidmessers 3 während des Betriebes verringert, weil das Schneidmesser 3 in diesem Bereich sehr elastisch ausgebildet ist. Das Schneidmesser 3 wird vorteilhaft aus einem hoch zähen, aber schlagfesten Elastomer, insbesondere aus einem Polyurethan hergestellt, das auch sehr hohen Abriebwiderstand aufweist. Dieser Kunststoff kann durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Schneidmessers zu einer Reduzierung der Beschädigungsgefahr führen. Der Einsatz eines solchen Schneidmessers eignet sich ganz besonders für akkumulatorbetriebene Elektromotoren, weil geringere Drehzahlen und damit auch ein geringerer Energieaufwand der Schneideinrichtung gegenüber handelsüblichen Fadenschneidern erreicht werden. Durch die mehrteilige Ausbildung der Schneidspitze des Messers 3 wird auch eine Gewichtsreduktion erreicht, die ebenfalls mit dazu beiträgt, den Energieaufwand im Betrieb des Rasentrimmers zu erniedrigen. Die Geometrie der Schneidmesserausbildung kann variabel je nach Anforderungen gehalten werden.


Anspruch[de]
Schneidmesser (3) für einen Rasentrimmer, der mit einem zu einer Rotation angetriebenen Drehkörper (2) versehen ist, an dem schwenkbar das über dessen Umfang hinausragende Schneidmesser angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidmesser (3) mit mindestens einer insbesondere längserstreckten Aussparung (16, 19, 20) versehen ist. Schneidmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (16, 19, 20) von einem freien Ende des Schneidmessers (3) aus ansetzt. Schneidmesser nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (16, 19, 20) symmetrisch zur Längsmittelebene (17) des Schneidmessers (3) verläuft. Schneidmesser nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Aussparung (16, 19, 20) vom freien Ende des Schneidmessers (3) her in ihrem Querschnitt verjüngt. Schneidmesser nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung ein das Querschnittsprofil des Schneidmessers (3) unterteilender Schlitz (16) ist. Schneidmesser nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Aussparung je eine rinnenartige Vertiefung (19, 20) auf der Ober- und Unterseite des Schneidmessers (3) vorgesehen ist. Schneidmesser nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen (19, 20) nur durch eine dünne Spritzhaut (21) voneinander getrennt sind. Schneidmesser nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem hoch verschleißfesten und zähen Elastomer hergestellt ist. Schneidmesser nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Querschnittsprofil des Schneidmessers (3a) sich zum freien Ende hin keilförmig verjüngt. Schneidmesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es an seinem Befestigungsende mit einem verdickten Schaft (9) versehen ist.






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