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Dokumentenidentifikation DE102006038189A1 13.12.2007
Titel Vorrichtung und Verfahren zum Abtragen von nekrotischen Hautarealen
Anmelder Ernst, Dirk, Dr., 50181 Bedburg, DE
DE-Anmeldedatum 12.08.2006
DE-Aktenzeichen 102006038189
Offenlegungstag 13.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.12.2007
IPC-Hauptklasse A61B 17/32(2006.01)A, F, I, 20060812, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A61B 17/54(2006.01)A, L, I, 20060812, B, H, DE   
Zusammenfassung Zum oberflächlichen Abtragen von nekrotischen Hautarealen wird eine Vorrichtung verwendet, die aus einer Rundhülse mit daran angeschlossenen Leitungen zum Zuführen von Spüllösungen und zum Absaugen des abgeschnittenen Gewebes besteht. Die Rundhülse weist eine durch Schrägschnitt erzeugte Öffnung mit scharf geschliffenem Schneidrand auf.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur oberflächlichen Abtragung von nekrotischen Hautarealen.

Das Verfahren soll leicht und besonders wirksam ausführbar, die Vorrichtung einfach handhabbar sein.

Diese Aufgabe wird bezüglich der Vorrichtung bzw. des Verfahrens mit den im Anspruch 1 angegebenen Mitteln bzw. mit den im Anspruch 5 angegebenen Verfahrensschritten gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung bzw. des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in den Ansprüchen 2 bis 4 bzw. in den Ansprüchen 6 und 7 angegeben.

Die Vorrichtung wird in der Weise angewandt, dass die scharf geschliffene Öffnung der mit der Hand gehaltenen Rundhülse tangential über die Wunde – Nekrose – geführt wird. Dabei wird durch den Unterdruck in dem an dem anderen Ende der Rundhülse angeschlossenen Saugschlauch das Gewebe in die Schnittöffnung eingesogen und durch die tangentiale Bewegung oberflächenhaft abgeschnitten. Zugleich kann eine isotone Spüllösung über das seitlich angeschlossene Rohr, bedarfsweise unter Zusatz von Lokalanästhetika zugesetzt werden, so dass ein permanenter Spül-Saug-Vorgang gewährleistet ist, mit gleichzeitiger Analgesie.

Die Vorrichtung ist wieder verwendbar, da sterilisierbar. Die Anschlussschläuche und die Anschlüsse sind genormt (Luer-Lock-Norm).

Die einzige Figur zeigt die Vorrichtung. Ihr Hauptteil ist eine Rundhülse. An deren in der Figur links gezeigten Ende befindet sich die durch einen Schrägschnitt erzeugte Öffnung mit einem scharf geschliffenen Rand. Dieser Öffnung benachbart mündet schräg der aus einem in die Rundhülse eingeschraubten Rohrstück gebildete Anschluss für die Zufuhr von Spüllösung in die Rundhülse. Auf das freie Ende des Rohrstücks wird ein Zuführschlauch aufgeschoben und an dem Rohrstück in geeigneter Weise befestigt. Das Rohrstück ist in ein Gewinde in der Wand der Rundhülse eingeschraubt. Das der Schrägöffnung gegenüber liegende Ende der Rundhülse, rechts in der Figur, dient dem Anschluss eines in der Figur nicht gezeigten Saugschlauchs. Im Mittenbereich weist die Rundhülse eine Riffelung auf, die das Halten der Rundhülse mit der Hand erleichtert.


Anspruch[de]
Vorrichtung zum oberflächlichen Abtragen von nekrotischen Hautarealen, mit einer an einem Ende schräg abgeschnittenen Rundhülse, wobei der Schrägschnitt eine Öffnung mit scharf geschliffenem Rand zum Abschneiden des Gewebes bildet,

mit einem seitlich in dem dem Schrägschnitt benachbarten Endbereich der Rundhülse an diese angeschlossenen Rohr zum Zuführen von Flüssigkeit durch die Öffnung zu dem nekrotischen Hautareal,

und mit einem Anschluss am anderen Ende der Rundhülse zu deren Verbindung mit einem Saugschlauch zum Absaugen des abgetrennten Gewebes und wenigstens eines Teils der Flüssigkeit.
Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr schräg in die Rundhülse einmündet. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr in die Wandung der Rundhülse eingeschraubt ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Riffelung außen im mittleren Bereich der Rundhülse. Verfahren zum oberflächlichen Abtragen von nekrotischen Hautarealen, unter Verwendung der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem die mit der Hand gefasste Rundhülse mit ihrer mit dem scharf geschliffenen Rand ausgebildeten Öffnung tangential über das Hautareal geführt wird, wobei Gewebe abgeschnitten und durch die Rundhüse hindurch über den am anderen Ende der Rundhülse angeschlossenen Saugschlauch abgesaugt wird. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem dem Hautareal während des Abtragens des Gewebes durch das seitlich an der Rundhülse angeschlossene Rohr eine isotone Spüllösung zugeführt wird, so dass ein kontinuierlicher Spül-Saug-Vorgang eingerichtet ist. Verfahren nach Anspruch 6, mit Zusatz von Lokalanästhetika zu der Spüllösung.






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