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Dokumentenidentifikation DE102007026146A1 13.12.2007
Titel Kraftstofftank-Schwimmerarmanordnung
Anmelder GM Global Technology Operations, Inc., Detroit, Mich., US
Erfinder Betz II, Gerard G., Pleasant Ridge, Mich., US;
Begin, Donald R., White Lake, Mich., US
Vertreter Manitz, Finsterwald & Partner GbR, 80336 München
DE-Anmeldedatum 05.06.2007
DE-Aktenzeichen 102007026146
Offenlegungstag 13.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.12.2007
IPC-Hauptklasse G01F 23/36(2006.01)A, F, I, 20070605, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60K 15/077(2006.01)A, L, I, 20070605, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Schwimmerarmanordnung zur Verwendung in einem Fahrzeug-Kraftstofftank und ein Verfahren zum Betrieb der Schwimmerarmanordnung, um einen Kraftstofffüllstand in dem Tank zu bestimmen. Eine erste und eine zweite Widerstandskarte sind elektrisch in Reihe geschaltet und jede davon umfasst einen schwenkbaren Schwimmerarm mit einem an einem Ende befestigten Schwimmer. Die erste und die zweite Widerstandskarte ermöglichen mit separaten Schwimmern eine präzisierte Bestimmung des Kraftstofffüllstands, insbesondere bei Kraftstofftanks mit komplexen Konturen und Einbuchtungen in der Tankwand, welche bei einer Anordnung mit nur einem Schwimmer Totzonen schaffen.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schwimmerarmanordnung, die zum Messen des Flüssigkeitsfüllstands in einem Kraftstofftank verwendet wird, und insbesondere eine Schwimmerarmanordnung in einem Kraftstofftank für ein Fahrzeug.

Eine typische Schwimmerarmanordnung, wie sie in einem Fahrzeug-Kraftstofftank verwendet wird, umfasst eine feststehende Stütze, auf welcher eine Keramik-Widerstandskarte montiert ist. Ein Schwimmer ist durch einen Schwimmerarm an der Widerstandskarte montiert. Wenn der Kraftstofffüllstand in dem Tank steigt und sinkt bewirkt der Auftrieb des Schwimmers, dass dieser sich mit dem Kraftstofffüllstand hebt und senkt, wodurch der Winkel des Schwimmerarms relativ zu der Widerstandskarte verändert wird. Diese Winkelveränderung verursacht eine Veränderung des Ausgabewerts von der Widerstandskarte, welcher typischerweise durch ein Antriebsstrang-Steuermodul empfangen und verarbeitet wird und an der Kraftstoffanzeige angezeigt wird.

Bei modernen Kraftfahrzeugen kann der Wunsch, das Fassungsvermögen des Kraftstofftanks zu maximieren, es erforderlich machen, dass der Kraftstofftank eine stark konturierte Form aufweist. Diese kann sogar bedeutende Einbuchtungen in der Kraftstofftankwand umfassen, um angrenzenden Fahrzeugstrukturelementen und -komponenten auszuweichen. Die konturierte Gestalt – in Verbindung mit den Einbuchtungen – kann den Schwenkungsgrad des Schwimmers und des Schwimmerarms begrenzen, der auftreten kann, ohne dass es zu Überlagerungsproblemen zwischen der Schwimmerarmanordnung und der Kraftstofftankwand kommt. Daraus folgt, dass der Schwimmer und der Schwimmerarm nicht in der Lage sind, bis ganz nach oben zu einem vollen Flüssigkeitsfüllstand und/oder bis ganz nach unten bis zu einem leeren Flüssigkeitsfüllstand zu schwenken. Solche Begrenzungen bei dem Verfahrweg des Schwimmerarms und des Schwimmers schaffen dann eine Totzone, die dem unablesbaren, jedoch nutzbaren Kraftstoff in dem Kraftstofftank entspricht. Diese Totzone ist unerwünscht, da sie die Genauigkeit der Ablesung der Kraftstoffanzeige beschränkt, was die Kundenzufriedenheit mit dem Fahrzeug vermindern kann und womöglich sogar die Garantiekosten erhöhen kann.

An Bemühungen, die Totzone zu minimieren sind unter anderem Kraftstofftanks mit zwei separaten Schwimmerarmanordnungen zu nennen, von denen eine jede separat montiert ist und separat funktioniert. Dies mag zwar Totzonen-Probleme reduzieren, es kommt dadurch jedoch auch eine weitere Senderöffnung hinzu, um das zusätzliche Kraftstofffüllstandssignal zu dem Antriebsstrang-Steuermodul zu übermitteln. Diese Mehrfach-Schwimmerarmanordnung macht es daher erforderlich, dass das Antriebsstrang-Steuermodul ein zweites, separates Kraftstofffüllstandssignal empfängt und verarbeitet, sie fügt zusätzliche Kosten für die Herstellung und den Zusammenbau einer gesamten, separaten Schwimmerarmanordnung und für die Abdeckung für die zweite Senderöffnung hinzu, und erhöht damit das Potential für eine Permeation aus dem Tank.

Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung betrifft eine Schwimmerarmanordnung für einen Fahrzeug-Kraftstofftank. Die Schwimmerarmanordnung umfasst eine in dem Kraftstofftank montierbare, erste Schwimmerstütze, eine in dem Kraftstofftank montierbare, zweite Schwimmerstütze, eine an der ersten Schwimmerstütze montierte, erste Widerstandskarte, eine an der zweiten Schwimmerstütze montierte, zweite Widerstandskarte, die von der ersten Widerstandskarte beabstandet ist und elektrisch in Reihe mit der ersten Widerstandskarte geschaltet ist, einen schwenkbar mit der ersten Widerstandskarte verbundenen und sich davon erstreckenden, ersten Schwimmerarm, einen schwenkbar mit der zweiten Widerstandskarte verbundenen und sich davon erstreckenden, zweiten Schwimmerarm, einen an dem ersten Schwimmerarm befestigten, ersten Schwimmer und einen an dem zweiten Schwimmerarm befestigten, zweiten Schwimmer.

Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung betrifft eine Schwimmerarmanordnung für einen Fahrzeug-Kraftstofftank, welche Folgendes umfasst: zumindest eine in dem Kraftstofftank montierbare Schwimmerstütze; eine an der zumindest einen Schwimmerstütze montierte, erste Widerstandskarte; eine an der zumindest einen Schwimmerstütze montierte, zweite Widerstandskarte, die von der ersten Widerstandskarte beabstandet ist und mit der ersten Widerstandskarte elektrisch in Reihe geschaltet ist; einen mit der ersten Widerstandskarte schwenkbar verbundenen und sich davon erstreckenden, ersten Schwimmerarm; einen mit der zweiten Widerstandskarte schwenkbar verbundenen und sich davon erstreckenden, zweiten Schwimmerarm; einen an dem ersten Schwimmerarm befestigten, ersten Schwimmer; und einen an dem zweiten Schwimmerarm befestigten, zweiten Schwimmer.

Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zum Detektieren eines Füllstands eines Kraftstoffs in einem Fahrzeug-Kraftstofftank mit einer Schwimmerarmanordnung, wobei das Verfahren die Schritte umfasst, dass: eine erste Widerstandskarte und eine zweite Widerstandskarte, die von der ersten Widerstandskarte beabstandet ist, elektrisch in Reihe geschaltet werden; ein erster Schwimmer mit einer geringeren Dichte als der Kraftstoff infolge des Auftriebs des ersten Schwimmers in dem Kraftstoff an einem ersten Schwimmerarm relativ zu der ersten Widerstandskarte verschwenkt wird; ein zweiter Schwimmer mit einer geringeren Dichte als der Kraftstoff infolge des Auftriebs des zweiten Schwimmers in dem Kraftstoff an einem zweiten Schwimmerarm relativ zu der zweiten Widerstandskarte verschwenkt wird; ein Signal, welches eine Stellung des ersten Schwimmerarms relativ zu der ersten Widerstandskarte und eine Stellung des zweiten Schwimmerarms relativ zu der zweiten Widerstandskarte anzeigt, an ein Antriebsstrang-Steuermodul übermittelt wird.

Ein Vorteil einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist, dass selbst bei Tanks mit komplexen Konturen und ausgeprägten Einbuchtungen die Totzone stark reduziert oder sogar eliminiert wird. Somit wird eine präzisere Kraftstofffüllstandsablesung über den gesamten Füllbereich des Tanks hinweg geschaffen.

Ein Vorteil einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist, dass nur ein Kraftstofffüllstandssignal von dem Tank zu dem Antriebsstrang-Steuermodul übermittelt werden muss, obwohl zwei Schwimmerarme und Schwimmer verwendet werden. Außerdem kann bei hintereinander geschalteten Widerstandskarten dieses übermittelte Signal dasselbe sein wie bei einem Tank mit nur einem Schwimmerarm und Schwimmer.

Ein weiterer Vorteil einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist, dass die präzisere Kraftstofffüllstandsablesung erhalten wird, ohne dass es nötig ist, zusätzlich eine Schwimmerarmanordnung, ein Kraftstoffsenderloch und eine Abdeckung an dem Kraftstofftank vorzusehen. Somit wird ein erhöhtes Potential für eine Permeation vermieden, und es werden zusätzliche Teile und Montagezeiten minimiert.

Die vorliegende Erfindung wird nun nur beispielhaft unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben, in welchen:

1 eine etwas schematische, teilweise Schnittansicht eines Abschnitts einer Kraftstofftankanordnung mit Schwimmern, die in einer Stellung bei vollem Kraftstofftank gezeigt sind, gemäß der vorliegenden Erfindung ist.

2 eine Ansicht ähnlich jener in 1 ist, wobei jedoch die Schwimmer in einer Stellung bei leerem Kraftstofftank gezeigt sind.

12 veranschaulichen allgemein unter 20 eine Kraftstofftankanordnung für ein Fahrzeug (nicht gezeigt). Die Kraftstofftankanordnung 20 umfasst einen Tank 22 (d.h. die Tankwand und Abdeckungen für Öffnungen in den Tankwänden), der eine komplexe Form aufweist, welche benötigt wird, um das Kraftstoff-Fassungsvermögen zu maximieren und dabei gleichzeitig eine Einpassung um verschiedene Fahrzeugkomponenten herum bzw. zwischen diese zu ermöglichen. So umfasst der Tank 22 beispielsweise eine Sicherheitsgurtverankerungs-Einbuchtung 24, welche benötigt wird, damit sich der Tank 22 nicht mit der Sicherheitsgurtverankerung (nicht gezeigt) überlagert. Außerdem weist der Tank 22 beispielsweise eine Hinterradaufhängungs-Einbuchtung 26 auf, die es ermöglicht, dass sich der Tank 22 nicht mit der Fahrzeug-Hinterradaufhängung (nicht gezeigt) überlagert. Der Tank 22 weist eine Gesamtform mit einem kürzeren, sich horizontal erstreckenden Abschnitt 28 und einem größeren, sich vertikal erstreckenden Abschnitt 30 auf. Die Form ist hier wiederum in einem großen Ausmaß durch die Notwendigkeit vorgegeben, dass der Tank um Fahrzeug-Strukturelemente und -komponenten (nicht gezeigt) herum eingepasst werden muss. Bei den soeben besprochenen Beispielen handelt es sich nur um einige von zahlreichen Beispielen für allgemeine Formen und Einbuchtungen, die benötigt werden können, um ein maximales Fassungsvermögen eines Kraftstofftanks zu ermöglichen und dabei gleichzeitig Fahrzeug-Strukturelementen und -Komponenten auszuweichen.

Die Kraftstofftankanordnung 20 umfasst eine darin montierte Schwimmerarmanordnung 32 mit einer Hauptstütze 34, die sich allgemein vertikal erstreckt und mit einer Abdeckung 36 verbunden ist, welche (oberhalb einer Senderöffnung) an dem Oberteil des Tanks 22 angebracht und mit diesem abdichtend verbunden ist. Die Schwimmerarmanordnung 32 umfasst auch eine erste Schwimmerstütze 38, die sich von der Hauptstütze 34 erstreckt, und eine zweite Schwimmerstütze 40, die sich von der Hauptstütze 34 oder von der ersten Schwimmerstütze 38 erstrecken kann. Es kann sich bei der ersten Schwimmerstütze 38 und der zweiten Schwimmerstütze 40 zwar um separate Komponenten handeln, diese können jedoch auch ein integraler Bestandteil mit zwei voneinander beabstandet montierten, separaten Widerstandskarten sein, falls die Form des Tanks 22 für das spezielle Fahrzeug eine solche Auslegung erlaubt. Vorzugsweise sind die erste Schwimmerstütze 38 und die zweite Schwimmerstütze 40 an derselben Hauptstütze 34 montiert, so dass sie sich jeweils um denselben Betrag nach oben bzw. nach unten bewegen, wenn der Boden des Tanks 22 sich infolge von Druckschwankungen in dem Kraftstofftank 22 durchbiegt. Durch diese Montageauslegung werden Ungenauigkeiten, die bei Kraftstofffüllstandsablesungen einfließen können, minimiert.

Die erste Schwimmerstütze 38 umfasst eine erste Keramik-Widerstandskarte 42, welche an ihrem der Hauptstütze 34 entgegengesetzten Ende montiert ist. Ein erster Schwimmerarm 44 erstreckt sich von der ersten Keramik-Widerstandskarte 42 und ist in Bezug auf diese schwenkbar. Ein erster Schwimmer 46 erstreckt sich von einem freien Ende des ersten Schwimmerarms 44. Die zweite Schwimmerstütze 40 umfasst eine zweite Keramik-Widerstandskarte 48, welche an ihrem der Hauptstütze 34 entgegengesetzten Ende montiert ist. Ein zweiter Schwimmerarm 50 erstreckt sich von der zweiten Keramik-Widerstandskarte 48 und ist in Bezug auf diese schwenkbar. Ein zweiter Schwimmer 52 erstreckt sich von einem freien Ende des zweiten Schwimmerarms 50.

Die Schwimmerstützen 38, 40 und die Widerstandskarten 42, 48 verbleiben während des Betriebs des Fahrzeugs positionsfest in dem Tank 22. Die Schwimmer 46, 52 weisen eine Dichte auf, die geringer ist als die des Kraftstoffs in dem Tank 22, so dass ihr Auftrieb bewirkt, dass sie mit dem sich ändernden Kraftstofffüllstand in dem Tank 22 nach oben und nach unten schweben. Während die Schwimmer 46, 52 mit dem sich ändernden Kraftstofffüllstand in dem Tank 22 nach oben und nach unten schweben, bewirken sie ein Verschwenken der Schwimmerarme 44, 52 relativ zu deren jeweiligen Keramik-Widerstandskarten 42, 48. Das Verschwenken bewirkt, dass der Widerstands-Ausgabewert der jeweiligen Widerstandskarte 42, 48 sich basierend auf dem Winkel ihres Schwimmerarms 44, 50 verändert.

Die zweite Schwimmerstütze 40 erstreckt sich von der Hauptstütze 34 weiter nach außen und weiter nach oben als die erste Schwimmerstütze 38. Durch die Länge und den Winkel der Ausdehnung der zweiten Schwimmerstütze 40 wird die zweite Keramik-Widerstandskarte 48 so positioniert, dass sie es dem zweiten Schwimmer 52 erlaubt, von dem bzw. von nahe dem höchsten Stand, den der Kraftstoff bei vollem Tank erreicht (durch die gestrichelte Linie 60 in 1 angezeigt) bis zu einem Stand, bei dem der Tank 22 nur zum Teil mit Kraftstoff befüllt ist, frei verschwenkt zu werden. In dem speziellen Beispiel dieser Ausführungsform wird es dem zweiten Schwimmer 52 erlaubt, bis zu einem Stand hinab verschwenkt zu werden, der unterhalb jenem der Sicherheitsgurtverankerungs-Einbuchtung 24 liegt. Folglich wird der gewünschte Bewegungsbereich des zweiten Schwimmers 52 weder durch die Sicherheitsgurtverankerungs-Einbuchtung 24 noch durch die Hinterradaufhängungs-Einbuchtung 26 eingeschränkt oder behindert.

Durch die Länge und den Winkel der Ausdehnung der ersten Schwimmerstütze 38 wird die erste Keramik-Widerstandskarte 42 so positioniert, dass sie es dem ersten Schwimmer 46 erlaubt, von nahe der Sicherheitsgurtverankerungs-Einbuchtung 24 bis zu einem Stand, bei dem der Tank 22 nahezu vollständig kraftstoffentleert ist (durch die gestrichelte Linie 62 in 2 angezeigt), frei verschwenkt zu werden. Der gewünschte Bewegungsbereich des ersten Schwimmers 46 wird weder durch die Sicherheitsgurtverankerungs-Einbuchtung 24 noch durch die Hinterradaufhängungs-Einbuchtung 26 eingeschränkt oder behindert.

Idealerweise ist die Überlappung zwischen dem niedrigsten Stand, bis zu welchem sich der Schwimmer 52 erstreckt, und dem höchsten Stand, bis zu welchem sich der Schwimmer 46 erstreckt, gleich Null. Somit würde, während der Kraftstofftank 22 sich entleert, der zweite Schwimmer 52 stehen bleiben, wenn der erste Schwimmer 46 sich zu senken beginnt. Bedingt durch Herstellungstoleranzen kann jedoch vom Entwurf her ein kleiner Überlappungsbereich vorgesehen sein, welcher vorzugsweise entsprechend der für die spezielle Kraftstofftankanordnung 20 gegebenen Fertigungsmöglichkeit minimiert ist.

Die erste und die zweite Keramik-Widerstandskarte 42, 48 sind vorzugsweise in Reihe geschaltet (schematisch durch die gestrichelte Linie 56 angezeigt) und stehen mit dem Antriebsstrang-Steuermodul 54 in Verbindung. Somit kann das Antriebsstrang-Steuermodul 54 bezüglich des Kraftstofffüllstands in dem Tank 22 ein einzelnes Signal von dieser Kraftstofftankanordnung 20 empfangen. Außerdem haben die beiden Widerstandskarten 42, 48 vorzugsweise (jedoch nicht notwendigerweise) einen Gesamtwiderstand, der gleich dem Widerstand eines Tanks mit nur einem Schwimmer ist. Auf diese Weise kann das Antriebsstrang-Steuermodul 54 gleichermaßen für eine Auslegung mit einem Schwimmer oder mit zwei Schwimmern verwendet werden. Bei hintereinander geschalteten Widerstandskarten 42, 48 bewirkt der Überlappungsbereich eine leichte Nichtlinearität in dem Signal von den Widerstandskarten 42, 48, wenn der Kraftstofffüllstand sich in dem Überlappungsbereich befindet. Da jedoch der Betrag der Überlappung in etwa bekannt ist, wird die Nichtlinearität des Signals in diesem Bereich bei der Kalibrierung des Antriebsstrang-Steuermoduls 54 berücksichtigt.

1 veranschaulicht die Stellungen der Schwimmer 46, 52, wenn der Kraftstoffspiegel 60 in dem Kraftstofftank 22 auf seinem höchsten Stand ist. Beide Schwimmer 46, 52 befinden sich auf dem höchsten Stand, so dass bei in Reihe geschalteten Widerstandskarten 42, 48 der Gesamtwiderstand die Summe der Widerstände der beiden Karten 42, 48 darstellt – wobei dieser Widerstand einen vollen Tank 22 anzeigt. 2 veranschaulicht die Stellungen der Schwimmer 46, 52, wenn der Kraftstoffspiegel 62 in dem Kraftstofftank 22 auf seinem niedrigsten Stand ist. Beide Schwimmer 46, 52 befinden sich auf dem niedrigsten Stand. Der Gesamtwiderstand ist wiederum die Summe der Widerstände der beiden Karten 42, 48 – wobei dieser Widerstand einen leeren Tank anzeigt. Zwischen voll und teilweise entleert, senkt sich der zweite Schwimmer 52 mit dem Kraftstofffüllstand, während der erste Schwimmer 46 stationär bleibt, so dass die Veränderung bei dem Widerstand der zweiten Widerstandskarte 48 ein Absinken des Kraftstofffüllstands anzeigt.

Da der zweite Schwimmer 52 sich im Wesentlichen bis zu dem vollen Füllstand 60 hinauf erstreckt und der erste Schwimmer 46 sich im Wesentlichen bis zu dem leeren Füllstand 62 hinab erstreckt, kann die Kraftstoffmenge in dem Tank 22 über den gesamten Bereich hinweg präzise bestimmt werden. Dies trifft zu, obwohl die Konturen und Einbuchtungen in dem speziellen Tank ansonsten eine präzise Messung von einer Schwimmerarmanordnung mit nur einem einzigen Schwimmer verhindern würden. Außerdem erübrigen sich zwei separate Schwimmerarmanordnungen mit der zusätzlichen Hardware und mit mehreren an das Antriebsstrang-Steuermodul übertragenen Signalen, um eine präzise Kraftstofffüllstandsablesung zu erhalten.

Obwohl in dieser Ausführungsform nur zwei in Reihe geschaltete Widerstandskarten (mit entsprechenden Schwimmerarmen und Schwimmern) gezeigt sind, kann die Schwimmerarmanordnung drei oder mehr in Reihe geschaltete Karten (und entsprechende Schwimmerarme und Schwimmer) aufweisen, falls dies erforderlich ist, um auch bei besonders komplizierten Kraftstofftankformen präzise Kraftstofffüllstandsablesungen zu erhalten. Außerdem kann bei Fahrzeugen mit Satteltanks jeder der Satteltanks, falls erwünscht, mehrere Widerstandskarten aufweisen, wobei die Widerstandskarten in jedem Satteltank in Reihe geschaltet sind.

Zusammengefasst betrifft die Erfindung eine Schwimmerarmanordnung zur Verwendung in einem Fahrzeug-Kraftstofftank und ein Verfahren zum Betrieb der Schwimmerarmanordnung, um einen Kraftstofffüllstand in dem Tank zu bestimmen. Eine erste und eine zweite Widerstandskarte sind elektrisch in Reihe geschaltet und jede davon umfasst einen schwenkbaren Schwimmerarm mit einem an einem Ende befestigten Schwimmer. Die erste und die zweite Widerstandskarte ermöglichen mit separaten Schwimmern eine präzisere Bestimmung des Kraftstofffüllstands, insbesondere bei Kraftstofftanks mit komplexen Konturen und Einbuchtungen in der Tankwand, welche bei einer Anordnung mit nur einem Schwimmer Totzonen schaffen.


Anspruch[de]
Schwimmerarmanordnung für einen Fahrzeug-Kraftstofftank, umfassend:

eine in dem Kraftstofftank montierbare, erste Schwimmerstütze;

eine in dem Kraftstofftank montierbare, zweite Schwimmerstütze;

eine an der ersten Schwimmerstütze montierte, erste Widerstandskarte;

eine an der zweiten Schwimmerstütze montierte, zweite Widerstandskarte, die von der ersten Widerstandskarte beabstandet ist und mit der ersten Widerstandskarte elektrisch in Reihe geschaltet ist;

einen schwenkbar mit der ersten Widerstandskarte verbundenen und sich davon erstreckenden, ersten Schwimmerarm;

einen schwenkbar mit der zweiten Widerstandskarte verbundenen und sich davon erstreckenden, zweiten Schwimmerarm;

einen an dem ersten Schwimmerarm befestigten, ersten Schwimmer; und

einen an dem zweiten Schwimmerarm befestigten, zweiten Schwimmer.
Anordnung nach Anspruch 1, umfassend eine Hauptstütze, welche die erste Schwimmerstütze und die zweite Schwimmerstütze in dem Kraftstofftank trägt. Anordnung nach Anspruch 1, umfassend eine Hauptstütze, welche die erste Schwimmerstütze trägt, und wobei die erste Schwimmerstütze die zweite Schwimmerstütze trägt. Anordnung nach Anspruch 1, wobei der zweite Schwimmerarm relativ zu der zweiten Widerstandskarte in einem Ausmaß verschwenkbar ist, das es dem zweiten Schwimmer ermöglicht, sich nach oben bis angrenzend an einen vollen Kraftstofffüllstand und nach unten teilweise in Richtung zu einem leeren Kraftstofffüllstand hin zu erstrecken. Anordnung nach Anspruch 4, wobei der erste Schwimmerarm relativ zu der ersten Widerstandskarte in einem Ausmaß verschwenkbar ist, das es dem ersten Schwimmer ermöglicht, sich nach unten bis angrenzend an den leeren Kraftstofffüllstand und nach oben teilweise in Richtung zu dem vollen Kraftstofffüllstand hin zu erstrecken. Anordnung nach Anspruch 5, wobei die Abwärtsverschwenkung des zweiten Schwimmerarms zulässt, dass der zweite Schwimmer sich auf demselben Niveau befindet wie der erste Schwimmer, wenn der erste Schwimmerarm aufwärts geschwenkt ist. Anordnung nach Anspruch 1, umfassend ein Antriebsstrang-Steuermodul, wobei die erste Widerstandskarte und/oder die zweite Widerstandskarte mit dem Antriebsstrang-Steuermodul mit einem Signal in Verbindung steht, das eine Summe von Widerständen der ersten Widerstandskarte und der zweiten Widerstandskarte anzeigt. Schwimmerarmanordnung für einen Fahrzeug-Kraftstofftank, umfassend:

zumindest eine in dem Kraftstofftank montierbare Schwimmerstütze;

eine an der zumindest einen Schwimmerstütze montierte, erste Widerstandskarte;

eine an der zumindest einen Schwimmerstütze montierte, zweite Widerstandskarte, die von der ersten Widerstandskarte beabstandet ist und mit der ersten Widerstandskarte elektrisch in Reihe geschaltet ist;

einen schwenkbar mit der ersten Widerstandskarte verbundenen und sich davon erstreckenden, ersten Schwimmerarm;

einen schwenkbar mit der zweiten Widerstandskarte verbundenen und sich davon erstreckenden, zweiten Schwimmerarm;

einen an dem ersten Schwimmerarm befestigten, ersten Schwimmer; und

einen an dem zweiten Schwimmerarm befestigten, zweiten Schwimmer.
Anordnung nach Anspruch 8, umfassend eine Hauptstütze, welche die zumindest eine Schwimmerstütze in dem Kraftstofftank trägt. Anordnung nach Anspruch 8, wobei der zweite Schwimmerarm relativ zu der zweiten Widerstandskarte in einem Ausmaß verschwenkbar ist, das es dem zweiten Schwimmer ermöglicht, sich nach oben bis angrenzend an einen vollen Kraftstofffüllstand und nach unten teilweise in Richtung zu einem leeren Kraftstofffüllstand hin zu erstrecken. Anordnung nach Anspruch 10, wobei der erste Schwimmerarm relativ zu der ersten Widerstandskarte in einem Ausmaß verschwenkbar ist, das es dem ersten Schwimmer ermöglicht, sich nach unten bis angrenzend an den leeren Kraftstofffüllstand und nach oben teilweise in Richtung zu dem vollen Kraftstofffüllstand hin zu erstrecken. Anordnung nach Anspruch 8, wobei der erste Schwimmerarm relativ zu der ersten Widerstandskarte in einem Ausmaß verschwenkbar ist, das es dem ersten Schwimmer ermöglicht, sich nach unten bis angrenzend an den leeren Kraftstofffüllstand und nach oben teilweise in Richtung zu dem vollen Kraftstofffüllstand hin zu erstrecken. Anordnung nach Anspruch 8, umfassend ein Antriebsstrang-Steuermodul, wobei die erste Widerstandskarte und/oder die zweite Widerstandskarte mit dem Antriebsstrang-Steuermodul mit einem Signal in Verbindung steht, das eine Summe von Widerständen der ersten Widerstandskarte und der zweiten Widerstandskarte anzeigt. Verfahren zum Detektieren eines Füllstands eines Kraftstoffs in einem Fahrzeug-Kraftstofftank mit einer Schwimmerarmanordnung, wobei das Verfahren die Schritte umfasst, dass:

(a) eine erste Widerstandskarte und eine zweite Widerstandskarte, die von der ersten Widerstandskarte beabstandet ist, elektrisch in Reihe geschaltet werden;

(b) ein erster Schwimmer, der eine geringere Dichte als der Kraftstoff aufweist, infolge des Auftriebs des ersten Schwimmers in dem Kraftstoff an einem ersten Schwimmerarm relativ zu der ersten Widerstandskarte verschwenkt wird;

(c) ein zweiter Schwimmer, der eine geringere Dichte als der Kraftstoff aufweist, infolge des Auftriebs des zweiten Schwimmers in dem Kraftstoff an einem zweiten Schwimmerarm relativ zu der zweiten Widerstandskarte verschwenkt wird; und

(d) ein Signal, welches eine Stellung des ersten Schwimmerarms relativ zu der ersten Widerstandskarte und eine Stellung des zweiten Schwimmerarms relativ zu der zweiten Widerstandskarte anzeigt, an ein Antriebsstrang-Steuermodul übermittelt wird.
Verfahren nach Anspruch 14, wobei Schritt (d) weiterhin dadurch definiert ist, dass es sich bei dem Signal um eine Summe von Widerständen der ersten Widerstandskarte und der zweiten Widerstandskarte handelt. Verfahren nach Anspruch 15, wobei Schritt (b) weiterhin dadurch definiert ist, dass der erste Schwimmerarm relativ zu der ersten Widerstandskarte in einem Ausmaß verschwenkbar ist, das es dem ersten Schwimmer ermöglicht, sich nach unten bis angrenzend an einen leeren Kraftstofffüllstand und nach oben teilweise in Richtung zu einem vollen Kraftstofffüllstand hin zu erstrecken. Verfahren nach Anspruch 16, wobei der Schritt (c) weiterhin dadurch definiert ist, dass der zweite Schwimmerarm relativ zu der zweiten Widerstandskarte in einem Ausmaß verschwenkbar ist, das es dem zweiten Schwimmer ermöglicht, sich nach oben bis angrenzend an den vollen Kraftstofffüllstand und nach unten teilweise in Richtung zu dem leeren Kraftstofffüllstand hin zu erstrecken. Verfahren nach Anspruch 14, wobei Schritt (b) weiterhin dadurch definiert ist, dass der erste Schwimmerarm relativ zu der ersten Widerstandskarte in einem Ausmaß verschwenkbar ist, das es dem ersten Schwimmer ermöglicht, sich nach unten bis angrenzend an einen leeren Kraftstofffüllstand und nach oben teilweise in Richtung zu einem vollen Kraftstofffüllstand hin zu erstrecken. Verfahren nach Anspruch 18, wobei der Schritt (c) weiterhin dadurch definiert ist, dass der zweite Schwimmerarm relativ zu der zweiten Widerstandskarte in einem Ausmaß verschwenkbar ist, das es dem zweiten Schwimmer ermöglicht, sich nach oben bis angrenzend an den vollen Kraftstofffüllstand und nach unten teilweise in Richtung zu dem leeren Kraftstofffüllstand hin zu erstrecken. Verfahren nach Anspruch 19, wobei die Schritte (b) und (c) weiterhin dadurch definiert sind, dass die Abwärtsverschwenkung des zweiten Schwimmerarms zulässt, dass der zweite Schwimmer sich auf demselben Stand befindet wie der erste Schwimmer, wenn der erste Schwimmerarm aufwärts geschwenkt ist.






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