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Dokumentenidentifikation DE202007006174U1 13.12.2007
Titel Kontaktlinse aus Silikon
Anmelder Hung, William M., San Cung City, Taipei, TW;
Chang, Chih-Hun, San Chung City, Taipei, TW;
Lian, Chih-Chin, San Chung City, Taipei, TW
Vertreter Horak, M., Dipl.-Ing., Rechtsanw., 30161 Hannover
DE-Aktenzeichen 202007006174
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.12.2007
Registration date 08.11.2007
Application date from patent application 30.04.2007
IPC-Hauptklasse G02C 7/04(2006.01)A, F, I, 20070430, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G02B 1/04(2006.01)A, L, I, 20070430, B, H, DE   B29D 11/00(2006.01)A, L, I, 20070430, B, H, DE   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung (a) Bereich der Erfindung

Die Erfindung betrifft eine Kontaktlinse aus Silikon mit verlängerter Tragezeit, die die üblichen Irritationen des Augapfels bei längerem Tragen vermeidet.

(b) Beschreibung des derzeitigen Standes der Technik

Für gutes Aussehen und aus Gründen der Bequemlichkeit wird das Tragen von Kontaktlinsen jeder Art mehr und mehr üblich. Kontaktlinsen sind als starre und als weiche Kontaktlinsen erhältlich, wobei weiche Kontaktlinsen mehr Tragekomfort bieten. Wie aus 1 ersichtlich, sitzen konventionelle Kontaktlinsen (10) vor der Oberfläche (3) des Augapfels, was zu einer Lichtbrechung vor Eintritt eines Lichtstrahls in den Augapfel führt, wodurch die korrigierende Wirkung auf die Sehkraft erreicht wird. Gleichzeitig wird jedoch durch das Tragen der Kontaktlinse der betreffende Teil der Oberfläche des Augapfels vom Luftzutritt abgeschnitten. Nach längerem Tragen (mehr als acht Stunden) treten dann entsprechende Sauerstoffmangelerscheinungen, wie z.B. Rötung der Augen (durch Erweiterung der Mikroblutgefäße) auf und das Tragen der Kontaktlinsen wird unangenehm. Eine Sauerstoffdurchlässigkeit des Kontaktlinsenmaterials ist daher von größter Wichtigkeit, um Schädigung des Auges durch Sauerstoffmangel zu verhindern.

Die derzeit für weiche Kontaktlinsen verwendeten Materialien haben folgende Vor- bzw Nachteile:

  • 1. Hydrogel: große Wasseraufnahmefähigkeit, geringe Sauerstoffdurchlässigkeit, Verhärtung durch Austrocknen, geringer Tragekomfort.
  • 2. Silikon (oder fluoriertes Silikon): hohe Sauerstoffdurchlässigkeit aber geringe Affinität zu Wasser. Unfähig zur Zuführung von Nährstoffen und zur Abfuhr von Stoffwechselprodukten. Nicht wasserdurchlässig, saugt sich am Augapfel fest und ist daher nicht leicht abnehmbar. Geringer Tragekomfort und kann zu Augenschäden führen. Nicht für Kontaktlinsen für lange Tragezeiten verwendbar.
  • 3. Silikon-Hydrogel: Silikon-Hydrogel Material hat die hohe Sauerstoffdurchlässigkeit von Silikon zusammen mit der Transportfähigkeit für wässrige Stoffe und der Gleitfähigkeit von Hydrogel, ist jedoch wegen der sich widersprechenden Eigenschaften der zwei Basismaterialien extrem schwierig herzustellen und zu verarbeiten. Die Produktkosten sind entsprechend hoch.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

1 Schnitt durch eine herkömmliche Kontaktlinse

2 Schnitt durch eine Kontaktlinse entsprechend der vorliegenden Erfindung

Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführung

2 zeigt, daß die vorliegende Erfindung im Wesentlichen aus einer Mischung von nicht polymerisierendem in Wasser oder in organischem Lösungsmittel löslichem Füllmaterial (z.B. wasserlöslichem Silizium enthaltenden Oberflächendispersionsmaterial, wasserlöslichem Silikon, in organischem Lösungsmittel löslichem Silikon oder siliziumhaltigem Oberflächendispersionsmaterial) und polymerisierendem Silikon (oder fluoriertem Silikon) besteht, aus dem die Kontaktlinse (1) geformt wird. Danach wird das wasserlösliche Füllmaterial extrahiert, so daß an seine Stelle eine Reihe miteinander verbundener Mikrohohlräume (2) tritt.

Im Gebrauch, wenn die Kontaktlinse (1) auf der Oberfläche des Augapfels (3) getragen wird, dringt die durch den Kontakt mit der Luft besonders sauerstoffreiche Tränenflüssigkeit (oder auch künstliche Tränenflüssigkeit) in die Mikrohohlräume (2) ein, wobei sie durch den durch den Wimpernschlag erzeugten Unterdruck unterstützt wird. An der Oberfläche des Augapfels tritt daher kein Sauerstoffmangel auf und die Zuführung von Nährstoffen und die Abfuhr von Stoffwechselabfallprodukten werden nicht gestört. Die Kontaktlinse kann außerdem leicht auf dem Augapfel gleiten.

Bei der vorliegenden Erfindung werden Silikon (oder fluoriertes Silikon) und in Wasser oder Lösungsmittel lösbares Füllmaterial gemischt und zu einer Kontaktlinse (1) geformt. Anschließend wird das Füllmaterial durch Lösen extrahiert. Wenn sich die dadurch entstandenen Mikrohohlräume mit Tränenflüssigkeit gefüllt haben, kann sich die Kontaktlinse leicht auf der Oberfläche des Augapfels bewegen und benötigt unter Umständen keine Plasmabehandlung. Die derart verbesserte Benetzung der Kontaktlinsenoberfläche verlangt kein schwieriges oder kompliziertes Herstellungsverfahren und erlaubt so eine Kostensenkung und Verbesserung der Wetbewerbsfähigkeit.


Anspruch[de]
Eine Kontaktlinse aus Silikon, die mindestens folgendes enthält:

– die eigentliche Linse aus durchsichtigem, weichem, elastischem Silikonbasismaterial, die an der Oberfläche und im Innern miteinander verbundene Mikrohohlräume hat;

– ein nicht polymerisierendes Füllmaterial, das mit dem Silikonbasismaterial gemischt werden kann und das in Wasser oder Lösungsmittel löslich ist und das nach Extraktion aus der Linse dort Mikrohohlräume zurückläßt.
Die Kontaktlinse aus Silikon aus Anspruch 1, die aus der Mischung von Silikonbasismaterial und nicht polymerisierendem Füllmaterial geformt wird. Die Kontaktlinse aus Silikon aus Anspruch 1, bei das Silikonbasismaterial fluoriertes Silikon sein kann. Die Kontaktlinse aus Silikon aus Anspruch 1, 2 oder 3, bei der das nicht polymerisierende Füllmaterial aus wasserlöslichem Silikon besteht. Die Kontaktlinse aus Silikon aus Anspruch 1, 2 oder 3, bei der das Füllmaterial aus nicht polymerisierendem wasserlöslichem Oberflächendispersionsmaterial besteht. Die Kontaktlinse aus Silikon aus Anspruch 1, 2 oder 3, bei der das Füllmaterial aus nicht polymerisierendem in Lösungsmittel löslichem Silikon besteht. Die Kontaktlinse aus Silikon aus Anspruch 1, 2 oder 3, bei der das Füllmaterial aus nicht polymerisierendem in Lösungsmittel löslichem Oberfächendispersionsmaterial besteht.






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