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Dokumentenidentifikation DE202007009467U1 13.12.2007
Titel Pinnwand
Anmelder Häberle, Dimitri, 29525 Uelzen, DE
Vertreter Einsel und Kollegen, 38102 Braunschweig
DE-Aktenzeichen 202007009467
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.12.2007
Registration date 08.11.2007
Application date from patent application 05.07.2007
IPC-Hauptklasse G09F 15/00(2006.01)A, F, I, 20070705, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Pinnwand zum austauschbaren Befestigen von blattförmigem Material.

Pinnwände sind in vielen unterschiedlichen Formen bekannt. Sie bestehen beispielsweise aus Kork oder Spanplatten. Sie sind üblicherweise rechteckig und haben eine Fläche von der Größenordnung eines Quadratmeters, können aber auch deutlich größer oder kleiner sein. Sie werden im Regelfall an den Wänden eines Innenraumes aufgehängt. Der Benutzer kann nun Papier verschiedenster Form, also beispielsweise Notizzettel, Fotos oder Zeitungsausschnitte und anderes Blattmaterial an dieser Pinnwand befestigen, indem er beispielsweise mittels einer Stecknadel, Reißzwecke, speziellen Pinnnadeln oder auch eines Klebstreifens das blattförmige Material an die Kork- oder Spanplattenfläche anheftet.

Wird der Notizzettel oder das sonstige Blattmaterial nicht mehr benötigt oder soll er durch eine aktuellere Mitteilung ersetzt werden, so zieht man die Stecknadel oder Reißzwecke wieder aus der Pinnwand heraus und kann so das befestigte blattförmige Material lösen und entfernen.

Das Material der Pinnwände bietet gegenüber einer herkömmlichen Wand den Vorteil, für die Aufnahme dieser Reißzwecken oder Stecknadeln besser geeignet zu sein und diese besser aufnehmen zu können, und außerdem gegenüber einem unmittelbaren Befestigen von Blattmaterial etwa mittels Klebestreifen an Wänden den Vorteil, dass bei Entfernen des blattförmigen Materials keine Rückstände verbleiben oder womöglich die Farbe oder Tapete an der Wand selbst beschädigt wird. Bei einer Wohnungsrenovierung oder einem Umzug kann die Pinnwand insgesamt entfernt werden und die Wandfläche selbst ist durch die an der Pinnwand befestigten unterschiedlichen und vielfältigen Blattmaterialien nicht beeinträchtigt.

Reißzwecken und Stecknadeln führen auf die Dauer jedoch zu einer Abnutzung und Beschädigung der Pinnwand. Flächenbereiche der Pinnwand, an denen häufig Stecknadeln oder Reißzwecken eingesteckt werden, leiern aus und werden dann unschön und unbrauchbar.

Alternativ zu Pinnwänden aus Materialien wie Kork oder Spanplatten gibt es auch Pinnwände aus Metallblech, an denen die blattförmigen Materialien mittels Magnetelementen befestigt werden können. Auch diese Magnetelemente können einfach abgenommen werden, so dass das Blattmaterial entfernbar und durch ein anderes ersetzbar wird, dass dann durch gleichen Magneten wieder befestigt wird.

Magneten haben den Nachteil, häufig nur eine vergleichsweise geringe Haftfestigkeit auf den Metallblechen der Pinnwand zu besitzen. Sie fallen dann unbeabsichtigt herunter und werden beschädigt. Verlorengegangene Magneten werden nicht ersetzt, da sie nachgekauft werden müssten, was bei Pinnwänden meist vernachlässigt wird. Magneten haben auch den Nachteil, dass sie im Regelfall nicht stark genug sind, um großformatige Blattmaterialien zu halten, die ein entsprechendes Eigengewicht besitzen. Werden stärkere Magneten verwendet, sind diese unbequem abzuziehen und können auf Grund ihrer starken Anziehungskraft auch ungewollt heftig gegen das Metallblech gezogen werden, was zu Beschädigungen des Metallblechs und/oder Magneten führen kann und einem unaufmerksamen Benutzer auch erhebliche Schrecken durch den unvermuteten Aufprall und die damit verbundenen Geräusche bereiten kann.

Sowohl bei Pinnwänden aus Kork oder Spanplatten mit der Befestigungsmöglichkeit durch Stecknadeln oder Reißzwecken als auch bei Pinnwänden mit Metallblech und Befestigungsmöglichkeiten mittels Magnetelementen wirkt die Anordnung des Blattmaterials häufig systemlos und unordentlich und teilweise sogar chaotisch, was zu einer unbefriedigenden optischen Anmutung der Pinnwand mit den darauf befestigten Blattmaterialien führt.

Hinzu kommt, das Möglichkeiten vorgesehen werden müssen, die Magneten bzw. die Stecknadeln und die Pins unterzubringen, wenn sie gerade nicht benötigt werden. Im Regelfall steckt oder heftet man sie in Teilbereiche der Pinnwand, die dadurch jedoch für das Anbringen des Blattmaterials verloren gehen.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Pinnwand vorzuschlagen, die alternativ zu den Pinnwänden mit Befestigungsmöglichkeiten durch Reißzwecken, Stecknadeln oder Magneten eine andere Befestigungsmöglichkeit schafft, die für den Benutzer Vorteile bietet.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer gattungsgemäßen Pinnwand dadurch gelöst, dass das Brettmaterial auf einer dem Benutzer zugewandten Seite mit herausziehbaren Halteelementen versehen ist, und dass die Halteelemente mit Klemmeinrichtungen zum Festklemmen des Blattmaterials ausgestattet sind.

Durch diese neuartige Konzeption wird eine Pinnwand geschaffen, die eine Vielzahl von integrierten "eins" aufweist. Dies hat den Vorteil, dass zur Anbringung von Blattmaterial, etwa Papier oder Notizzetteln oder auch von Fotos und dergleichen keinerlei zusätzliche Befestigungsmittel wie Nadeln oder Magnete mehr benötigt werden. Dies bedeutet, dass diese Elemente auch nicht mehr verloren gehen können und dementsprechend auch nicht mehr ersetzt werden müssen. Sie sind außerdem gegen Fehlbedienung wesentlich besser geschützt.

Schließlich wird zugleich für eine geordnete Anbringung des Blattmaterials gesorgt. Die Pins werden bevorzugt in einer Art Raster in die Pinnwand integriert, was automatisch für eine optische Ordnung sorgt.

In dem Brett der Pinnwand wird eine Vielzahl von Halteelementen integriert, die jeweils mit einem Spannelement in Form einer Klemmeinrichtung ausgestattet sind. Der Pin beziehungsweise das Halteelement kann leicht herausgezogen werden, woraufhin das Blattmaterial des Papiers zwischen das Spannelement und das Brettmaterial der Pinnwand geschoben wird. Danach lässt man das Spannelement wieder los, so dass das Papier zwischen die Klemmeinrichtung mit dem Spannelement des Pins und dem Brett eingeklemmt wird.

In einer bevorzugten Ausführungsform wird ein konkaver Ring um den Pin herum im Brettmaterial der Pinnwand vorgesehen. Auf diese Weise wird entsprechend Platz zum Greifen und Herausziehen geschaffen.

Der Abstand zwischen den Pins kann in einer Ausführungsform beispielsweise berücksichtigen, dass relativ viel Papier in Normgrößen wie etwa DIN A4 Standard vorliegt, das als Notizzettel festgehalten werden soll. Der Abstand zwischen den einzelnen Pins wird dann genau auf die Größe eines solchen Standardblattes abgestimmt. Blattmaterial, dass kleiner als die vorgesehene Größe vorgesehen ist, wird mit einem einzelnen Pin festgehalten. Papier, dass genau der Standardgröße entspricht, kann von zwei oder vier derartigen Pins auf verschiedenen Seiten oder an Ecken festgehalten werden. Blattmaterial eines größeren Formats, beispielsweise Zeitungsausschnitte oder großformatige Hinweise an andere Benutzer der Pinnwand können übe die Pins gelegt werden, ohne dass das flache Aufliegen auf dem Brettmaterial gestört werden. Dies geschieht, indem in einer bevorzugten Ausführungsform die Pins nur eine geringe Höhe aufweisen und im nicht herausgezogenen Zustand kaum vorstehen. Denkbar ist es sogar, gegebenenfalls eine versenkte Anordnung vorzusehen.

Im Folgenden wird an Hand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher gezeigt und erläutert.

1 zeigt vergrößert den Bereich eines einzelnen Pins in einem Ausführungsbeispiel der Erfindung in Aufsicht;

2 zeigt den Pin aus 1 im Schnitt von der Seite in einem Ersten Zustand;

3 zeigt die Darstellung aus 2 in einem anderen Zustand;

4 zeigt perspektivisch, wie ein Benutzer ein Blattmaterial mittels eines Pins befestigt;

5 zeigt eine leere, erfindungsgemäße Pinnwand; und

6 zeigt schematisch ein Beispiel für eine mit Blattmaterial gefüllte Pinwand gemäß 5.

Die in der 1 dargestellte Ecke einer rechteckigen oder quadratischen Pinnwand 10 zeigt in einem Abstand von einigen Millimetern oder Zentimetern von den Seitenkanten ein Halteelement 20, also eine Art integrierten Pin. In der Draufsicht aus der 1 sieht man einen Mittelpunkt des Halteelements 20, der von zwei konzentrischen Kreisen umgeben zu sein scheint.

In der 2 sieht man das Halteelement 20 geschnitten von der Seite. Man erkennt dabei, dass das Brettmaterial 11 der Pinnwand insbesondere auf der in 1 dem Betrachter zugewandten Seite im wesentlichen eben ist, jedoch in dem Mittelpunkt des konzentrischen Kreises eine Durchbrechung aufweist, durch die das Halteelement 20 hindurchragt. Das Halteelement 20 ist auf der dem Betrachter zugewandten Seite des Brettmaterials 11 der Pinnwand 10 mit einem tellerförmigen Halteteil 21 ausgestattet. Auf der von dem Betrachter abgewandten Seite des Brettmaterials 11 der Pinnwand 10 ist ein Gegenstück 22 in einem rohrähnlichen Führungsstück 23 geführt.

Dieses Gegenstück 22 lagert dabei innerhalb des rohrartigen Führungsstücks 23 an der von dem Betrachter in 1 abgewandten Seite des Brettmaterials 11 der Pinnwand 10 an. Diese von dem Betrachter in der 1 abgewandte Seite des Brettmaterials 11 ist in der 2 auf der rechten Seite angeordnet.

In der 3 sieht man die gleiche Darstellung wie in der 2, allerdings ist jetzt das tellerähnliche Halteteil 21 des Halteelements 20 flach aufliegend auf der den Betrachter in der 1 zugewandten Seite des Brettmaterials 11 der Pinnwand 10.

Auf der anderen Seite ist jetzt das Gegenstück 22 durch ein Federelement 24 innerhalb des rohrähnlichen Führungsstücks 23 von der Anlagefläche an dem Brettmaterial 11 weg vorgespannt und weist zu diesem einen Abstand auf.

Man kann sich bei einem Vergleich der 2 und 3 leicht vorstellen, dass zwischen dem tellerähnlichen Halteteil 21 und der Oberfläche des Brettmaterials 11 problemlos ein Blattmaterial 30 einschieben und durch loslassen des tellerähnlichen Halteteils 21 fest spannen lässt, was durch einen Übergang von der Situation in der 2 zu der Situation in der 3 geschehen kann.

Man sieht in den 2 und 3 außerdem noch um das tellerähnliche Halteteil 21 herum zwei Vertiefungen, die in der 1 die konzentrischen Kreise um den Mittelpunkt des Pins bilden. Diese Vertiefungen dienen dazu, dass ein Benutzer praktikabel und bequem das tellerähnliche Halteteil 21 mit seinen Fingerspitzen greifen und von dem Brettmaterial 11 gegen die vorspannende Feder 24 von dem Brettmaterial 11 abheben kann, um in die Situation aus der 2 zu gelangen.

In der 4 sieht man perspektivisch die Hand 40 des Benutzers mit zwei Fingern, wie sie das tellerähnliche Halteteil 21 soeben losgelassen hat. Das Blattmaterial 30 ist mit einer Ecke zwischen dem tellerähnlichen Halteteil 21 und der Oberseite des Brettmaterials 11 eingeklemmt.

In der 5 sieht man eine leere Pinnwand 10. Genauer gesagt blickt man auf die Oberfläche des Brettmaterials 11, auf der sich eine Vielzahl von Halteelementen 20, also den integrierten Pins befindet.

Diese Halteelemente 20 sind in gleichmäßigen Abständen über das Brettmaterial 11 der Pinnwand 10 verteilt, wobei man in einer Richtung äquidistante Entfernungen a und in der Richtung senkrecht hierzu äquidistante Entfernungen b zwischen den einander benachbarten Halteelementen 20 sieht.

Denkbar ist jedoch auch eine andere Anordnung der Halteelemente 20 mit anderen Abständen und auch in nicht rechtwinkliger Zuordnung.

In der 6 sieht man die Pinnwand aus der 5, wobei zwischen Halteelementen 20 jeweils Blattmaterial 30 unterschiedlicher Größe und Form angeordnet ist, dass von den Halteelementen 20 festgehalten wird.

Dabei sieht man, dass jedes Halteelement 20 natürlich auch mehrere Blattmaterialien 30 halten kann, die sich auf verschiedenen Seiten des Halteelements 20 befinden.

Andererseits kann ein größeres Material 30 auch von mehreren Halteelementen 20 gehalten werden, und zwar zum Einen an allen vier Ecken im Falle einer Form und Größe, die den Abständen klein a und klein b aus der 5 entspricht, oder auch auf zwei Seitenkanten, wenn die Abmessung des Blattes dem Abstand a oder dem Abstand b entspricht, oder auch nur auf einer Seite, wenn die Abmessungen größer oder kleiner als die Abstände a und b sind.

10
Pinnwand
11
Brettmaterial
20
Halteelement
21
tellerähnliches Halteteil
22
Gegenstück
23
Führungsstück
24
Feder
30
Blattmaterial
40
Hand


Anspruch[de]
Pinnwand (10) aus einem flachen Brettmaterial (11), mit Möglichkeiten zum lösbaren Befestigen von Blattmaterial (30),

dadurch gekennzeichnet,

dass das Brettmaterial (11) auf einer dem Benutzer zugewandten Seite mit herausziehbaren Halteelementen (20) versehen ist, und

dass die Halteelemente (20) mit Klemmeinrichtungen (21, 22, 23, 24) zum Festklemmen des Blattmaterials (30) ausgestattet sind.
Pinnwand (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Halteelement (20), ein tellerähnliches Halteteil (21) aufweist, und dass das Halteteil (21) gegen eine Vorspannung (24) von der Oberfläche des Brettmaterials (11) vorübergehend lösbar und nach einschieben des Blattmaterials (20) zwischen das tellerähnliche Halteteil (21) und die Oberfläche des Brettmaterials (11) unter Wirkung der Vorspannung wieder an die Oberfläche des Brettmaterials (11) unter festklemmen des dazwischen liegenden Blattmaterials (30) anlegbar ist. Pinnwand nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl von Halteelementen (20) in zwei zueinander orthogonalen Richtungen jeweils äquidistant über die Oberfläche des Brettmaterials (11) verteilt ist. Pinnwand (10) nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass die äquidistanten Abstände (a, b) der Halteelemente (20) so ausgerichtet sind, dass ein Blattmaterial (30) einer Standardgröße zwischen je zwei Halteelemente (20) einfügbar ist Pinnwand (100) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die tellerähnlichen Halteteile (21) von Vertiefungen in der Oberfläche des Brettmaterials (11) umgeben sind.






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