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Dokumentenidentifikation DE202007009717U1 13.12.2007
Titel Anordnung mit einer Beschattungseinrichtung für ein lichtdurchlässiges Flächenelement
Anmelder Fehr, Walter, Zofingen, CH
Vertreter Patentanwälte Eisele, Dr. Otten, Dr. Roth & Dr. Dobler, 88212 Ravensburg
DE-Aktenzeichen 202007009717
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.12.2007
Registration date 08.11.2007
Application date from patent application 10.07.2007
IPC-Hauptklasse E06B 9/40(2006.01)A, F, I, 20070710, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E06B 9/24(2006.01)A, L, I, 20070710, B, H, DE   E04F 10/06(2006.01)A, L, I, 20070710, B, H, DE   E04D 3/06(2006.01)A, L, I, 20070710, B, H, DE   E04D 13/00(2006.01)A, L, I, 20070710, B, H, DE   E04D 13/035(2006.01)A, L, I, 20070710, B, H, DE   

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Beschattungseinrichtungen für lichtdurchlässige Flächenelemente, insbesondere für Glaselemente von Wintergärten, sind bekannt. Derartige Einrichtungen umfassen zumeist flexible, aufrollbare Beschattungsplanen, welche auf einer am Flächenelement angeordneten Welle aufgenommen sind und in einer Ebene parallel zum Flächenelement abgerollt werden können, so dass sie das Flächenelement abdecken und somit einen durch das Flächenelement abgeschlossenen Innenraum beschatten. Grundsätzlich kann die Beschattungseinrichtung auf der Aussenseite des Flächenelements oder auch auf dessen Innenseite angeordnet sein. Eine aussenseitige Anordnung ist in der Regel bevorzugt, weil sie bereits das Flächenelement, insbesondere eine Verglasung, beschattet und somit ein Aufheizen des Innenraums wirksamer verhindert als eine Anordnung auf der Innenseite.

Weil Wintergärten in der Regel Teile von Gebäuden bilden, soll deren Form und Grösse aus architektonischen und ästhetischen Gründen dem jeweiligen Gebäude angepasst sein. Wintergärten und deren Flächenelemente können somit verschiedenste Formen aufweisen; die Flächenelemente können beispielsweise rechteckig, dreieckig oder trapezförmig sein und unterschiedlichste Dimensionen aufweisen. Ein Wintergarten umfasst in der Regel eine Mehrzahl von Flächenelementen, die sich hinsichtlich ihrer Form und Grösse voneinander unterscheiden.

Aus diesen Gründen ist das Einsatzgebiet von standardisierten Beschattungseinrichtungen, welche vorgegebene Formen (z. B. rechteckig) und Dimensionen haben, sehr eingeschränkt. Um eine optimale Beschattung erreichen zu können, ist es oftmals notwendig, die Elemente einer Beschattungseinrichtung, insbesondere die benötigten Beschattungsplanen sowie die mechanischen Elemente zum Halten und Bewegen dieser Planen, spezifisch an die Flächenelemente des jeweiligen Wintergartens anzupassen.

Die EP 1 389 418 A1 (Boac AG) zeigt beispielsweise eine flexible Beschattungseinrichtung, mit welcher auch nicht rechteckförmige Flächenelemente von Wintergärten abgedeckt werden können. Die die Flächenelemente abdeckenden Beschattungsplanen können in einfacher und optimaler Weise gespannt werden. Dazu umfasst die Einrichtung eine an Tragteilen für Flächenelemente drehbar gelagerte und antreibbare Welle. Auf dieser sind die Beschattungsplanen aufwickelbar und abwickelbar. Diese Planen werden mittels Zugelementen, die über die Welle antreibbar sind, über die abzudeckenden Flächenelemente gespannt. Für jede Plane ist ein Zugelement vorgesehen, das aus mindestens einer Schlaufe gebildet ist, welche über erste Umlenkmittel, die am abwickelseitigen Ende der Plane angebracht sind, über zweite Umlenkmittel, die an Haltemitteln angebracht sind, die ihrerseits an den Tragteilen befestigt sind, geführt sind.

Viele Wintergärten weisen sowohl fest angebrachte Flächenelemente auf, als auch solche, die sich öffnen lassen. Eine einfache und im Prinzip auch gute Lösung besteht darin, die öffenbaren Flächenelemente um eine Schwenkachse verschwenkbar auszubilden. Besonders bevorzugt ist die Schwenkachse an einem Ende des Flächenelements angeordnet, während sich das gegenüberliegende Ende auf die Aussenseite der Dach- oder Wandfläche verschwenken lässt. So kann auch bei leichtem Regenfall das Eindringen von Regenwasser in den Wintergarten weitgehend verhindert werden. Derartige schwenkbare Flächenelemente stellen bei der Beschattung gewisse Probleme, insbesondere dann, wenn sie auch bei ausgerollten Beschattungsplanen öffenbar sein sollen. Gängige Lösungen bestehen entweder darin, die Beschattungseinrichtung auf der Innenseite anzuordnen, was wie oben erläutert aber eigentlich nicht wünschenswert ist, oder aber darin, die Beschattungseinrichtung aussenseitig abgesetzt (quasi "auf Stelzen") zu montieren. Die zweitgenannte Lösung ist aber ästhetisch zumeist unbefriedigend.

In diesem Zusammenhang schlägt die DE 101 49 451 A1 (Weinor Dieter Weitermann GmbH & Co.) gar vor, die Beschattungseinrichtung derart auszubilden, dass diese nur die unbeweglichen Flächenelemente überdeckt, nicht aber diejenigen, die sich öffnen lassen. Dadurch soll auch bei ausgerollter Beschattungsplane eine ausreichende Belüftung des Innenraums gewährleistet werden. Diese Lösung hat allerdings den Nachteil, dass sich der Wintergarten auch bei sehr sonnigen Verhältnissen und grosser Hitze nicht vollständig beschatten lässt.

Darstellung der Erfindung

Aufgabe der Erfindung ist es, eine dem eingangs genannten technischen Gebiet zugehörende Anordnung mit einer Beschattungseinrichtung zu schaffen, welche einfach bedienbar ist und eine gute Beschattung ermöglicht.

Die Lösung der Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 definiert. Gemäss der Erfindung umfasst die Anordnung

  • a) eine Dach- oder Wandfläche mit einem um eine Schwenkachse schwenkbaren, lichtdurchlässigen Flächenelement mit einer der Schwenkachse gegenüberliegenden freien Seite; und
  • b) eine Beschattungseinrichtung mit einer Beschattungsplane, einer Welle, auf welche die Beschattungsplane aufwickelbar ist, sowie einem an einem der Welle gegenüberliegenden Ende der Beschattungseinrichtung angeordneten Gegenstück zum Spannen der Beschattungsplane.

Die Welle oder das Gegenstück ist an der freien Seite des schwenkbaren Flächenelements befestigt.

Das Beschattungseinrichtung bewegt sich somit zusammen mit dem schwenkbaren Flächenelement; weder wird durch die Beschattungsplane die Luftzirkulation behindert, noch ist es notwendig, die Beschattungsplane bei nach aussen öffenbaren Schwenkelementen auf der Innenseite der Wand- oder Dachfläche anzubringen oder die Beschattungseinrichtung von der Wand- bzw. Dachfläche abzusetzen.

Beim zu beschattenden Flächenelement kann es sich insbesondere um ein Glaselement eines Wintergartens handeln. Dieses kann Teil eines Dachs bilden und horizontal oder leicht schräg ausgerichtet sein oder aber Teil einer Wand und im Wesentlichen vertikal stehen. Die Beschattungseinrichtung kann sowohl auf der Innen- als auch auf der Aussenseite des Wintergartens montiert werden. Die Erfindung ist aber auch anwendbar bei anderen zu beschattenden Flächenelementen.

Mit Vorteil wird zum Beschatten des schwenkbaren Flächenelements wiederum eine Beschattungseinrichtung eingesetzt, welche ein seilartiges Zugelement umfasst, durch welches die Beschattungsplane spannbar ist, und bei welcher das Gegenstück durch eine Umlenkung für das Zugelement gebildet wird. Zwischen der Welle und dem Zugelement ist ein Spannmechanismus ausgebildet, durch welchen eine Spannung der Beschattungsplane auch bei Abstandsänderungen zwischen der Welle und der Umlenkung aufrechterhalten wird. Eine entsprechende Beschattungseinrichtung ist beispielsweise aus der EP 1 389 418 A1 (Boac AG) bekannt.

Mit einer derartigen Einrichtung ist es möglich, die Welle oder die Umlenkung an der freien Seite des schwenkbaren Flächenelements zu befestigen, während das gegenüberliegende Element der Beschattungseinrichtung, also die Umlenkung oder die Welle, an einem weiteren Element einer das schwenkbare, lichtdurchlässige Flächenelement umfassenden Fläche befestigt wird, wobei als weiteres Element insbesondere ein unbewegliches Element der Fläche gewählt wird. Die Beschattungseinrichtung kann somit eine Fläche beschatten, die sowohl feste Flächenelemente als auch ein in die Richtung der Beschattungseinrichtung öffenbares Flächenelement umfasst. Durch den Spannmechanismus wird gewährleistet, dass die Abstandsänderungen, die beim Öffnen bzw. Schliessen des schwenkbaren Flächenelements auftreten, automatisch ausgeglichen werden und die Beschattungsplane stets gespannt bleibt.

Die Federkraft des Spannmechanismus kann derart gewählt werden, dass sie einen Teil der Gewichtskraft des schwenkbaren Flächenelements kompensiert und somit das Öffnen des Elements unterstützt.

In einer alternativen Ausführungsform sind die Welle und das Gegenstück an Befestigungspunkten an einem Rahmen befestigt, wobei die Befestigungspunkte einen vorgegebenen festen Abstand aufweisen. Eine erste Seite des Rahmens ist dabei an der freien Seite des schwenkbaren Flächenelements befestigt. Diese erste Seite und/oder eine der ersten Seite gegenüberliegende zweite Seite des Rahmens ist in einer Richtung senkrecht zur Schwenkachse beweglich gelagert.

Diese bewegliche Lagerung ermöglicht eine Anpassung der Befestigungspunkte des Rahmens an Distanzänderungen, welche sich durch das Schwenken des Flächenelements ergeben. Bewegliche Lagerungen sind an sich bekannt, sie können z. B. durch Nutführungen realisiert werden. Neben der Beweglichkeit in einer Richtung senkrecht zur Schwenkachse ist in der Regel auch eine Schwenkmöglichkeit des Rahmens vorzusehen, damit die Schwenkbewegung des Flächenelements nicht behindert wird. Im Weiteren ist es möglich, eine Feder vorzusehen, welche sicherstellt, dass der Rahmen in Abhängigkeit der Schwenkstellung des Flächenelements eine vorgegebene Position einnimmt. Dies kann aber bei entsprechender Auslegung auch durch die Einwirkung der Schwerkraft auf den Rahmen realisiert werden.

Die Erfindung lässt sich ohne weiteres auch mit einer Beschattungsplane realisieren, die entlang einer Aufrolleinrichtung eine wechselnde Breite aufweist, insbesondere trapez- oder dreieckförmig ist.

Aus der nachfolgenden Detailbeschreibung und der Gesamtheit der Schutzansprüche ergeben sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Merkmalskombinationen der Erfindung.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die zur Erläuterung des Ausführungsbeispiels verwendeten Zeichnungen zeigen:

1 eine Schrägansicht einer Beschattungseinrichtung, welche zur Realisierung der Erfindung geeignet ist;

2 eine schematische Schrägansicht eines Gebäudes mit einem schwenkbaren Dachelement und einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemässen Anordnung; und

3A, B eine schematische Seitenansicht eines schwenkbaren Dachelements mit einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemässen Anordnung.

Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.

Wege zur Ausführung der Erfindung

Die 1 ist eine schematische Schrägansicht einer Beschattungseinrichtung, welche zur Realisierung der Erfindung geeignet ist. Diese Beschattungseinrichtung ist bereits aus der EP 1 389 418 A1 bekannt und wird im Folgenden noch einmal kurz beschrieben, insoweit es für das Verständnis der Erfindung notwendig ist.

Die Beschattungseinrichtung umfasst eine drehbar gelagerte und antreibbare Welle 1. Diese Welle 1 ist an nicht dargestellten Tragteilen, die die Flächenelemente beispielsweise eines Wintergartens tragen, in bekannter Weise befestigt. Der Antrieb kann in bekannter Weise von Hand erfolgen, er kann aber auch einen Motor umfassen, der in die Welle integriert oder an diese gekoppelt ist. Auf die Welle 1 aufwickelbar und von dieser abwickelbar ist ein Stoffteil 2, welcher im abgewickelten Zustand eines oder mehrere Flächenelemente abdecken kann und somit eine Beschattungsplane bildet.

Am abwickelseitigen Ende 3 des Stoffteils 2 ist eine erste Profilschiene 4 angebracht. Diese erste Profilschiene 4 erstreckt sich über die Länge des abwickelseitigen Endes 3 des Stoffteils 2, welches im Wesentlichen parallel zur Welle 1 ausgerichtet ist. Diese erste Profilschiene 4 ist mit einer längs verlaufenden Rille 5 ausgestattet, welche auf der Seite der ersten Profilschiene 4 angebracht ist, die dem Stoffteil 2 gegenüberliegend ist. In diese Rille 5 sind erste Umlenkmittel 6 einschiebbar und in einer gewünschten Position in bekannter Weise fixierbar. Die erste Profilschiene 4 ist ferner mit einer Längsnut 7 versehen, die der Rille 5 gegenüberliegend ist, und weist einen kreisförmigen Querschnitt auf mit einem längs verlaufenden Spalt 8, dessen Öffnung in einem der Rille 5 abgewandten Bereich der ersten Profilschiene 4 verläuft. In dieser Längsnut 7 ist der Stoffteil 2 befestigt, indem das abwickelseitige Ende 3 mit einer geschlossenen Schlaufe versehen ist, die in die Längsnut 7 eingelegt ist, und in welche Schlaufe ein Stab eingeführt werden kann.

An den Tragteilen ist eine zweite Profilschiene 9 befestigt, die gleich ausgebildet ist wie die erste Profilschiene 4, und ebenfalls eine Rille 5 und eine Längsnut 7 mit entsprechendem Spalt 8 aufweist. Diese zweite Profilschiene 9 ist so an den Tragteilen befestigt, dass sie der ersten Profilschiene 4 benachbart ist, wenn der Stoffteil 2 voll abgewickelt ist. In bekannter Weise ist diese zweite Profilschiene 9 schwenkbar mit den Tragteilen verbunden, indem in die kreisförmige Rille 5 Bolzen eingesetzt sind, die einen Steg aufweisen, der durch den Spalt aus der zweiten Profilschiene 9 herausragt und an den Tragteilen fixiert werden kann. Dadurch kann sich die zweite Profilschiene 9 selbständig bezüglich der ersten Profilschiene 4 bzw. des Stoffteils 2 ausrichten. Die zweite Profilschiene 9 lässt sich durch Verschieben in Längsrichtung bezüglich der Befestigungsmittel auf die erste Profilschiene 4 bzw. den Stoffteil 2 ausrichten. In die Rille 5 der zweiten Profilschiene 9 sind entsprechend der ersten Profilschiene 4 zweite Umlenkmittel 10 eingesetzt.

Die ersten Umlenkmittel 6, die in die erste Profilschiene 4 eingesetzt sind, umfassen eine erste Rollenanordnung 11 und eine zweite Rollenanordnung 12. Beide Rollenanordnungen 11, 12 bestehen aus Rollen 13, die zwischen Plättchen 14 drehbar gehalten sind. Die äusseren Plättchen sind jeweils mit einem Steg 15 versehen, die in Längsausnehmungen 16 passend sind, die in der Rille 5 der ersten Profilschiene 4 angebracht sind.

Die zweiten Umlenkmittel 10 umfassen ebenfalls eine erste Rollenanordnung 17 und eine zweite Rollenanordnung 18. Diese Rollenanordnungen 17 und 18 sind ebenfalls mit Rollen 13 versehen, die in Plättchen 14 gehalten sind. Das oberste und unterste Plättchen weist ebenfalls einen Steg 15 auf, der in Längsausnehmungen 16 der Rille 5 der zweiten Profilschiene 9 passend ist.

Über diese Rollenanordnungen 11, 12, 17, 18 ist ein seilartiger Teil 19 geführt, der eine Schlaufe 20 bildet. Das Ende 21 dieser Schlaufe 20 ist über ein bekanntes Verbindungsmittel 22 mit einem Zugseil 23 verbunden. Das Zugseil 23 wird über eine Leiteinrichtung 24 auf eine Wickelrolle 25 der Wickeleinrichtung 26 geführt.

Die Schlaufe 20 verläuft vom Zugseil 23 her, mit dem sie verbunden ist, über zusätzlich vorgesehene Umlenkrollen 27 zur ersten Rollenanordnung 17 der zweiten Umlenkmittel 10, von dort zur ersten Rollenanordnung 11 der ersten Umlenkmittel 6, danach zur zweiten Rollenanordnung 12 der ersten Umlenkmittel 6, von hier zur zweiten Rollenanordnung 18 der zweiten Umlenkmittel 10 und über die erste Rollenanordnung 17 der zweiten Umlenkmittel 10 über die weiteren Umlenkrollen 27 zurück zum Zugseil 23 bzw. der nicht dargestellten Verbindungsmittel.

Um eine optimale Spannung der Stoffteile in jeder abgewickelten Position erreichen zu können, ist die Wickelrolle 25 der Wickeleinrichtung 26 mit der Welle 1 über eine Spannfeder verbunden, wie dies in der EP 1 389 418 A1 (Boac AG) eingehend beschrieben ist.

Die 2 ist eine schematische Schrägansicht eines Gebäudes mit einem schwenkbaren Dachelement und einer erfindungsgemäss angebrachten Beschattungseinrichtung. Die Beschattungseinrichtung ist aufgebaut wie weiter oben im Zusammenhang mit der 1 beschrieben, sie umfasst insbesondere eine zwischen der Wickelrolle und der Welle angeordnete Spannfeder. Das schwenkbare Dachelement 451 ist im oberen Bereich einer Dachfläche 450 angeordnet und bildet nur einen Teil dieser Dachfläche 450. Der untere Teil 452 sowie ein seitlicher Teil 453 der Dachfläche 450 sind unbeweglich. Das Dachelement 451 ist um eine im Wesentlichen horizontal orientierte Schwenkachse derart schwenkbar, dass sein oberes freies Ende nach aussen aufgeschwenkt werden kann.

An diesem freien Ende ist im dargestellten Ausführungsbeispiel die zweite Profilschiene 9 (siehe 1) befestigt, während die Welle 1, auf welche die Beschattungsplane 440 aufrollbar ist, am unteren Ende der Dachfläche 450, am unteren, festen Teil 452 angebracht ist. Die Fläche der Beschattungsplane 440 entspricht der Dachfläche 450; in ausgerolltem Zustand überdeckt sie somit sowohl das schwenkbare Dachelement 451 als auch die weiteren Dachelemente 452, 453. Wird das schwenkbare Dachelement geöffnet, verringert sich der Abstand zwischen der Welle 1 und der Profilschiene 9; die Spannfeder zwischen der zur Welle 1 koaxialen Wickelrolle und der Welle stellt aber sicher, dass die Beschattungsplane 440 weiterhin gespannt ist.

Durch die Federkraft wird zudem der Öffnungsvorgang der schwenkbaren Dachfläche 451 unterstützt, durch eine geeignete Dimensionierung der Feder kann erreicht werden, dass die Gewichtskraft der schwenkbaren Dachfläche 451 teilweise durch die Federkraft kompensiert wird, so dass sowohl zum Öffnen als auch zum Schliessen der schwenkbaren Dachfläche 45i ähnlich geringe Kräfte bzw. Gegenkräfte notwendig sind.

Dieselbe Anordnung und Konstruktion eignet sich auch für Dach- oder Wandflächen von Wintergärten. Die Anordnung der Welle und der zweiten Profilschiene kann vertauscht werden, d. h. die Welle wird am schwenkbaren Element befestigt, während die Profilschiene am festen Dachteil angeordnet wird.

Die 3A, 3B zeigen eine schematische Seitenansicht eines schwenkbaren Dachelements mit einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemässen Anordnung. Die 3A zeigt die Ansicht bei geschlossenem Dachelement, die 3B bei geöffnetem, d. h. hochgeschwenktem Dachelement.

Wiederum ist das schwenkbare Dachelement 451 im oberen Bereich einer Dachfläche 450 angeordnet und bildet nur einen Teil dieser Dachfläche 450. Der untere Teil 452 der Dachfläche 450 ist unbeweglich. Das Dachelement 451 ist um eine im Wesentlichen horizontal orientierte Schwenkachse 454 derart schwenkbar, dass sein oberes freies Ende nach aussen aufgeschwenkt werden kann. Ein Rahmen 460 ist im Bereich seines Längsendes am unteren Teil 452 der Dachfläche 450 schwenkbar befestigt. Am schwenkbaren Dachelement 451 ist der Rahmen 460 im Bereich seines gegenüberliegenden Längsendes schwenkbar und in Längsrichtung verschiebbar befestigt. Am Rahmen 460 sind die zweite Profilschiene 9 sowie die Welle 1 der Beschattungseinrichtung (gemäss 1) in einem festen Abstand zueinander befestigt (in den 3A, 3B nicht dargestellt). Dabei kann sowohl die Welle 1 als auch die Profilschiene 9 im Bereich des oberen oder des unteren Dachelements 451, 452 angeordnet sein.

Wird das schwenkbare Dachelement 451 hochgeschwenkt, folgen der Rahmen 460 und somit die Beschattungseinrichtung dieser Schwenkbewegung, d. h. ein Verschwenken des Dachelements 451 hat auch eine Schwenkbewegung der Hauptebene der Beschattungseinrichtung zur Folge. Die Distanzänderung zwischen den Befestigungspunkten des Rahmens 460 wird durch die in Längsrichtung (d. h. Aufrollrichtung) bewegliche Lagerung kompensiert.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass durch die Erfindung eine Beschattungseinrichtung sowie ein Verfahren zum Herstellen und Anbringen einer solchen Beschattungseinrichtung geschaffen werden, welche verschiedene Nachteile des Standes der Technik vermeiden.

Bezugszeichenliste


Anspruch[de]
Anordnung umfassend

a) eine Dach- oder Wandfläche (450) mit einem um eine Schwenkachse schwenkbaren, lichtdurchlässigen Flächenelement (451) mit einer der Schwenkachse gegenüberliegenden freien Seite; und

b) eine Beschattungseinrichtung mit einer Beschattungsplane (440), einer Welle (1), auf welche die Beschattungsplane (2, 440) aufwickelbar ist, sowie einem an einem der Welle (1) gegenüberliegenden Ende der Beschattungseinrichtung angeordneten Gegenstück (9, 10);

dadurch gekennzeichnet, dass

c) die Welle (1) oder das Gegenstück (9, 10) an der freien Seite des schwenkbaren Flächenelements (451) befestigt ist.
Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschattungseinrichtung ein seilartiges Zugelement (23) umfasst, durch welches die Beschattungsplane (2, 440) spannbar ist, und dass das Gegenstück durch eine Umlenkung (9, 10) für das Zugelement (23) gebildet wird, wobei zwischen der Welle (1) und dem Zugelement (23) ein Spannmechanismus ausgebildet ist, durch welchen eine Spannung der Beschattungsplane (2, 440) auch bei Abstandsänderungen zwischen der Welle (1) und der Umlenkung (9, 10) aufrecht erhalten wird. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass entsprechend die Umlenkung (9, 10) oder die Welle (1) an einem weiteren Element (452) einer das schwenkbare, lichtdurchlässige Flächenelement (451) umfassenden Fläche (450) befestigt ist, wobei das weitere Element insbesondere ein unbewegliches Element (452) der Fläche (450) ist. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle und das Gegenstück an Befestigungspunkten an einem Rahmen (460) befestigt sind, wobei die Befestigungspunkte einen vorgegebenen festen Abstand aufweisen, wobei eine erste Seite des Rahmens (460) an der freien Seite des schwenkbaren Flächenelements (451) befestigt ist und wobei die erste Seite und/oder eine der ersten Seite gegenüberliegende zweite Seite des Rahmens (460) in einer Richtung senkrecht zur Schwenkachse beweglich gelagert ist. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschattungsplane (440) entlang einer Aufrolleinrichtung eine wechselnde Breite aufweist, insbesondere trapez- oder dreieckförmig ist.






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