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Dokumentenidentifikation DE202007011087U1 13.12.2007
Titel Glasleuchte zur Architektur- und Objektbeleuchtung
Anmelder Staps, Ronny, 99425 Weimar, DE
DE-Aktenzeichen 202007011087
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.12.2007
Registration date 08.11.2007
Application date from patent application 08.08.2007
IPC-Hauptklasse F21S 8/08(2006.01)A, F, I, 20070808, B, H, DE

Beschreibung[de]

Zur Beleuchtung und Akzentuierung von Gebäuden und Objekten im öffentlichen Raum werden oftmals Bodeneinbaustrahler oder gewöhnliche Strahlerleuchten verwendet. Diese Strahler besitzen üblicherweise verchromte Reflektoren, die dem ausgesandten Licht des Leuchtmittels eine Richtung geben und somit die Bestrahlung ermöglichen.

Das Erscheinungsbild der Leuchte soll sich von dem eines Bodeneinbaustrahlers abheben und dem Ambiente einer Standleuchte nahe kommen. Standleuchten bestrahlen jedoch meist ohne gerichtetes Licht Wege oder Bodengrund in Ihrer Umgebung. Ihnen fehlt die Eigenschaft gerichtetes Licht auszusenden und trotzdem ein indirektes Umgebungslicht zu bieten. Weiterhin werden Standleuchten üblicherweise nicht zur Beleuchtung von Architektur verwendet.

Der im Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, dem von der Außenleuchte ausgesandten Licht, ohne einen herkömmlichen Leuchtenreflektor eine Richtung und somit eine Funktion zu geben. Der herkömmliche verchromte Reflektor, welcher das Leuchtmittel umfasst und das Licht in eine Richtung konzentriert, soll durch unkonventionellen Einsatz von Glas und dessen physikalischen (optischen) Eigenschaften geschaffen werden.

Dieses Problem wird mit den im Schutzanspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst.

Mit der Erfindung wird erreicht, dass der Leuchtenreflektor durch die Materialwahl und Konstruktion der Leuchte entsteht. Somit ist lediglich die Form des Glaskörpers der Leuchte entscheidend für die Richtung und Konzentration der ausgesandten Strahlung. Das Licht wird aus dem Bodeneinbautopf geradlinig in den Glaskörper der Leuchte gesandt. An der eingearbeiteten Projektionsschräge wird die eingespeiste Strahlung mittels Totalreflexion aus dem Glaskörper der Leuchte gelenkt, bekommt eine Richtung und somit seine Funktion.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der 1 bis 4 erläutert. Es zeigen:

1 die Leuchtenteile obererdig – Perspektive

2 die Leuchtenteile obererdig – Seitendarstellung

3 den Leuchtenfuß – Draufsicht

4 die Leuchtenkonstruktion komplett (obererdig und untererdig) – Schnittdarstellung

In den Figuren ist die Leuchte bestehend aus dem Glaskörper 1, dem Leuchtenabschluss 2, den Dichtungen 3 und dem Leuchtenfuß 4 dargestellt. Weitere Details zeigen den Bodeneinbautopf 6, das Leuchtmittel 7 und die Stromzuführung 8. Die Projektionsschräge 1b am Glaskörper 1 ist entscheidend für den Abstrahlwinkel des Lichts und kann je nach Zweck einen anderen Winkel besitzen, dieser muss jedoch im Grenzbereich der Totalreflexion liegen. Weiterhin kann die Projektionsschräge 1b konvex und konkav gefertigt werden, um die Lichtbündelung zu beeinflussen.

Der Glaskörper 1 wird samt Abschluss 2 und Dichtung 3 in den Leuchtenfuß 4 gesteckt und mittels Madenschrauben fixiert. Der Leuchtenfuß 4 wird seinerseits mit Dichtung 3 auf dem Bodentopf 6 montiert. Für sicheren Stand kann der Bodentopf 6 einbetoniert werden. Im Bodentopf 6 befindet sich das Leuchtmittel 7, dessen ausgesandtes Licht durch den Leuchtenfuß 4 in den Glaskörper 1 eingespeist wird. Erst an der Projektionsschräge 1b tritt das Licht gerichtet aus dem Glaskörper 1 aus. Der Abschluss 2 komplettiert die Leuchte und schirmt den spitzen Glaskörper ab.


Anspruch[de]
Glasleuchte zur Architektur- und Objektbeleuchtung, deren Hauptbauteil ein Glasblock mit Projektionsschräge ist und die auf einem Bodeneinbautopf, welcher ein Leuchtmittel enthält, montiert ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Leuchtenkörper (1) aus Glas ist und eine Projektionsschräge (1b) besitzt, an der eine Totalreflexion auftritt. Leuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Leuchtenkörper aus Glas (1) in einem Leuchtenfuß (4) samt Dichtung (3) eingefasst und fixiert ist. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Leuchtmittel (7) aus dem Bodeneinbautopf (6) durch den Leuchtenfuß (4) in den Glaskörper (1) strahlt und das Licht an der Projektionsschräge (1b) total reflektiert und somit gerichtet abgestrahlt wird. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leuchtenfuß (4) samt montiertem Leuchtenkörper aus Glas (1) ebenerdig auf einem Bodeneinbautopf (6) montiert ist, der ein Leuchtmittel (7), Vorschaltgeräte, Verdrahtung und abgedichtete Kabelverschraubungen (3) enthält. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Leuchtenfuß (4) eine Fixierung innerhalb des Bodeneinbautopfes (6) vorgesehen ist, um den Leuchtenkörper aus Glas (1) zu sichern. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdichtung (3) zwischen Leuchtenfuß (4) und Bodentopf (6) durch mechanischen Druck auf einen Dichtungsring zustande kommt, indem der Leuchtenfuß (4) auf den Bodentopf (6) geschraubt wird. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bodentopf (6) mindestens 40 cm, vorzugsweise 60 cm tief in den Boden ragt und eine Sicherung des Bodentopfes mittels Fundament vorgesehen ist. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass auf dem Leuchtenkörper aus Glas (1) vorzugsweise ein Abschlussteil (2) so montiert ist,

dass ein Sichtspalt entsteht und der spitze Glaskörper durch das Abschlussteil (2) abgeschirmt wird.






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