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Dokumentenidentifikation DE202007011857U1 13.12.2007
Titel Latte für einen Lattenrost
Anmelder Bock, Klaus, 33415 Verl, DE
Vertreter Stenger, Watzke & Ring Patentanwälte, 40547 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 202007011857
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.12.2007
Registration date 08.11.2007
Application date from patent application 25.08.2007
IPC-Hauptklasse A47C 23/06(2006.01)A, F, I, 20070825, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Latte für einen Lattenrost eines Sitz- und/oder Liegemöbels, mit einem Grundkörper und mehreren daran angeordneten Funktionselementen zur abstützenden Aufnahme eines Polsterelements.

Lattenroste für Sitz- und/oder Liegemöbel, insbesondere für Betten, sind aus dem Stand der Technik an sich bekannt, weshalb es eines gesonderten druckschriftlichen Nachweises an dieser Stelle nicht bedarf.

Lattenroste der vorbekannten Art verfügen in aller Regel über eine Mehrzahl von Latten, die von einem gemeinsamen Rahmen getragen sind und der Aufnahme eines Polsterelements dienen, welches beispielsweise in Form einer Matratze, insbesondere einer Bettmatratze vorliegen kann. Dabei sind die Latten des Lattenrostes aus einem Flachmaterial, beispielsweise Holz gebildet und stützen ein aufgenommenes Polsterelement federelastisch ab.

Mit zunehmender Gebrauchsdauer läßt die Federwirkung der vorbekannten Lattenrostlatten nach. Dies kann dazu führen, daß die Latten des Lattenrostes mit Bezug auf die vom Lattenrost aufgespannte Ebenen durchhängen. Der eigentlich gewünschte Federungskomfort wird dann nicht mehr bereitgestellt.

Um dem vorbeschriebenen Effekt zumindest entgegenwirken zu können, sind die Lattenrostlatten in Richtung auf das federnd abzustützende Polsterfederelement in aller Regel ballig ausgebildet. Auf diese Weise wird eine Art Vorspannung erzeugt. Den vorbeschriebenen Effekt des Ausleierns kann aber auch die ballige Ausgestaltung einer Lattenrostlatte nicht vermeiden.

Zur Vermeidung der vorstehend genannten Nachteile sind starre, das heißt selber nicht federelastische Federlatten entwickelt worden. Eine solche Federlatte, auch Federleiste genannt, ist beispielsweise aus der DE 202 07 113 bekannt. Bei der hier beschriebenen Federlatte handelt es sich um eine Latte mit einem selbst nicht federelastischen, das heißt starren Lattenkörper, der geradlinig, das heißt nicht ballig verlaufend ausgebildet ist. Der Lattenkörper dient der Aufnahme von Federelementen, die ihrerseits die federnde Abstützung eines Polsterelements übernehmen. Im Unterschied zum vorbeschriebenen Lattenrost der herkömmlichen Bauart wird die federelastische Ausgestaltung bei einer Federlatte nach der DE 202 07 113 also nicht durch die federelastische Ausgestaltung der Latte selbst erzielt, sondern dadurch, daß die an sich starr ausgebildete Federlatte polsterelementseitig entsprechend ausgebildete Federelemente trägt.

Obgleich sich die aus der DE 202 07 113 vorbekannte Federlatte im alltäglichen Praxiseinsatz bewährt hat, besteht Verbesserungsbedarf. So ist die vorbekannte Federlatte insbesondere sehr aufwendig und damit teuer in der Herstellung. Dies gilt sowohl für den als Spritzgußteil aus Kunststoff zu fertigenden Lattenkörper als auch für die am Lattenkörper anzuordnenden Federelemente.

Die Aufgabe der Erfindung ist es, für einen neuartigen Lattenrost bzw. ein neuartiges Lattenrostsystem eine Latte vorzuschlagen, die die vorstehend aufgeführten Nachteile zu überwinden hilft. Es soll dabei insbesondere eine Latte zur Verfügung gestellt werden, die in einfacher und preisgünstiger Weise herstellbar und im alltäglichen Praxiseinsatz leicht zu handhaben ist.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung eine Latte der vorstehend genannten Art vorgeschlagen, die dadurch gekennzeichnet ist, daß der Grundkörper aus Holz oder Kunststoff und die Funktionselemente aus Kunststoff gebildet sind, wobei die Funktionselemente jeweils einstückig ausgebildet sind und über einen federelastischen Federkörper verfügen, der polsterelementseitig ballig ausgebildet ist.

Die Latte nach der Erfindung verfügt über einen Grundkörper sowie über Funktionselemente. Der Grundkörper ist latten- oder leistenartig ausgebildet und trägt im endfertig montierten Zustand oberseitig die Funktionselemente. Die Funktionselemente bestehen aus Kunststoff und der Grundkörper ist aus Holz oder Kunststoff gebildet. Dies ermöglicht eine einfache und insbesondere preisgünstige Herstellung.

Die Funktionselemente sind einstückig ausgebildet. Etwaige Montagearbeiten entfallen deshalb, was den Vorteil einer preisgünstigen und einfachen Herstellung noch unterstützt.

Die Funktionselemente verfügen über einen Federkörper. Dieser ist federelastisch ausgebildet, so daß Polsterfederelemente federelastisch aufgenommen werden können. Dabei sind die Federkörper polsterfederelementseitig jeweils ballig ausgebildet, was in vorteilhafter Weise die Ausgestaltung eines wunschgemäßen, das heißt individuellen Federungskomforts gestattet. So ist die Federelastizität der Federkörper, das heißt ihr Federmodul in Abhängigkeit ihrer balligen Ausgestaltung derart gewählt, daß es erst bei einer Sitz- und/oder Liegevollbelastung eines bestimmungsgemäß von den Funktionselementen aufgenommenen Polsterelements zu einem Aufliegekontakt zwischen dem Polsterelement und den Grundkörpern der jeweiligen Latten kommen kann. Solange nur eine Teilbelastung gegeben ist, wird das Polsterelement von den Funktionselementen beabstandet zu den Grundkörpern der jeweiligen Latten gehalten, was eine verbesserte Hinterlüftung des Polsterelements erbringt.

Der Grundkörper der erfindungsgemäßen Latte ist in Kombination mit den daran angeordneten Funktionselementen vergleichsweise und möglichst biegesteif ausgebildet. Die federelastische Abstützung eines Polsterelements wird also allein durch die vom Grundkörper einer Latte getragenen Funktionselemente, das heißt deren Federkörper bewerkstelligt. Aufgrund dessen ist ein Funktionsausfall durch ausgeleierte Grundkörper ausgeschlossen.

Der Grundkörper einer Latte kann mit unterschiedlich ausgebildeten Funktionselementen bestückt sein. Dabei ist es sowohl möglich, verschiedene Latten eines Lattenrostes mit unterschiedlichen Funktionselementen zu bestücken, als auch für ein und dieselbe Latte mehrere unterschiedlich ausgebildete Funktionselemente vorzusehen. Dabei können sich die Funktionselemente sowohl hinsichtlich ihrer geometrischen Ausgestaltung als auch bezüglich ihrer jeweils zur Verfügung gestellten Federungseigenschaften voneinander unterscheiden. Individuellen Bedürfnissen kann so in vorteilhafter Weise entsprochen werden.

Die Funktionselemente bestehen aus Kunststoff und können gemäß einem ersten Vorschlag der Erfindung als separate Bauteile ausgebildet und auswechselbar am Grundkörper einer Latte angeordnet sein. Eine nachträgliche Einstellung des Federungskomforts durch Austausch einzelner Funktionselemente ist so in vorteilhafter Weise ermöglicht. Gemäß einem alternativen Vorschlag der Erfindung sind die Funktionselemente einstückig an dem Grundkörper einer Latte angespritzt. Ein Austausch der Funktionselemente ist gemäß dieser Ausführungsvariante nicht möglich. Allerdings zeichnet sich diese Ausführungsvariante dadurch aus, daß sie besonders einfach und preisgünstig herstellbar ist, da eine Montage entfällt.

Bei einer austauschbaren Ausgestaltung der Funktionselemente gemäß vorstehend erster Alternative ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, daß die Funktionselemente eine am jeweiligen Federkörper angeordnete Halteeinrichtung aufweisen. Mittels dieser Halteeinrichtung lassen sich die Funktionselemente am Grundkörper einer Latte austauschbar anordnen.

Gemäß einer ersten Alternative weist die Halteeinrichtung zwei Haltestege auf. Diese sind bevorzugterweise federelastisch ausgebildet. Gemäß einer zweiten Alternative weist die Halteeinrichtung einen Bolzen auf.

Bei einer Ausgestaltung der Halteeinrichtung als Bolzen wirkt diese mit einer entsprechend im Grundkörper ausgebildeten Ausnehmung zusammen, in die der vorzugsweise einendseitig eine Verbreiterung tragende Bolzen nach Art eines Bajonettverschlusses eingebracht werden kann. Eine sichere Abstützung des Funktionselements gegenüber dem Grundkörper ist so ermöglicht.

Bei der Ausgestaltung der Halteeinrichtung mit zwei vorzugsweise federelastisch ausgebildeten Haltestegen umgreift die Halteeinrichtung im endfertig montierten Zustand den Grundkörper einer Latte nach Art einer Klammer. Gemäß dieser Ausführungsvariante wird das Funktionselement dank der Halteeinrichtung auf den Grundkörper einer Latte quasi aufgeklemmt. Auch diese Ausgestaltung bewirkt eine lagesichere, zugleich aber auch austauschbare Anordnung eines Funktionselements am Grundkörper einer Latte.

Die Funktionselemente können – wie vorstehend beschrieben – als austauschbare Einzelbauteile ausgebildet oder an den Grundkörper direkt angespritzt sein. Im erstgenannten Fall ist der Grundkörper bevorzugterweise aus Holz ausgebildet. Die separat aus Kunststoff gebildeten Funktionselemente sind am Grundkörper für eine bestimmungsgemäße Verwendung zu befestigen. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, daß die Funktionselemente auf den Grundkörper aufgeclipst, aufgedrückt, aufgeschoben oder in sonstiger Weise formschlüssig mit diesem verbunden werden. Bevorzugterweise verfügt der Grundkörper über eine Halteschiene, die im montierten Zustand eines Funktionselementes in eine daran ausgebildete Nut eingreift. Im Fall einer solchen Ausgestaltung wird ein Funktionselement auf einen Grundkörper aufgeschoben. Alternativ zur vorbeschriebenen Ausgestaltungsform kann vorgesehen sein, eine quasi einstückige Ausgestaltung von Grundelement einerseits und daran angeordneten Funktionselementen andererseits vorzusehen. Gemäß dieser Variante besteht der Grundkörper dann nicht aus Holz sondern aus Kunststoff. Zur Ausbildung der Funktionselemente werden diese an den gleichfalls aus Kunststoff gebildeten Grundkörper angespritzt. Hier kommt bevorzugterweise ein zwei Komponenten Verfahren zum Einsatz, was bedeutet, daß Grundkörper und Funktionselement quasi einstückig in einem Spritzgußverfahren hergestellt werden, wobei dieses Verfahren zweistufig abläuft und unterschiedliche Kunststoffe für das Funktionselement einerseits und den Grundkörper andererseits zum Einsatz kommen können. Die Besonderheit dieser Ausgestaltungsform liegt darin, daß eine einfache und wirtschaftliche Herstellung des Grundkörper-Funktionselemente-Systems möglich ist. Eine individuelle Einstellung des Federungskomforts ist aber aufgrund der quasi einstückigen Ausgestaltung von Grundkörper und Funktionselementen nicht möglich. Es können allenfalls Grundkörper mit daran von Grundkörper zu Grundkörper in ihren Federungseigenschaften unterschiedlich ausgebildeten Funktionselementen zum Einsatz kommen. Eine Grundkörper-Funktionselemente-Einheit kann aufgrund ihrer quasi einstückigen Ausgestaltung in ihren Federungseigenschaften aber nicht individualisiert werden. Dies ist bei einer zweiteiligen Ausgestaltung möglich, wenn also der Grundkörper beispielsweise aus Holz gebildet ist und verschiedenste Funktionselemente wahlweise und individuell mit diesem kombiniert werden können.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Federkörper eines Funktionselements auch grundkörperseitig ballig ausgebildet. Gemäß dieser bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Funktionselemente also sowohl polsterelementseitig als auch grundkörperseitig ballig ausgebildet. Damit ergibt sich eine im Längsquerschnitt quasi ellipsenförmige Ausgestaltung der Funktionselemente.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß der Grundkörper zur Aufnahme der Funktionselemente über Funktionsabschnitte verfügt, die funktionselementseitig Aufnahmen bereitstellen, die korrespondierend zu den jeweiligen Federkörpern der Funktionselemente ausgebildet sind. Gemäß dieser Ausgestaltung stellt der Grundkörper Aufnahmen bereit, in die im endfertig montierten Zustand der Latte die am Grundkörper angeordneten Funktionselemente zumindest teilweise eingreifen. Auf diese Weise wird eine quasi formschlüssige Verbindung zwischen den Funktionselementen einerseits und dem Grundkörper andererseits geschaffen. Diese Ausgestaltung hat den besonderen Vorteil, daß sich die Funktionselemente gegenüber dem Grundkörper abstützen und umgekehrt. Da die Funktionselemente am Grundkörper mittels einer entsprechenden Halteeinrichtung vorzugsweise festgelegt sind, ergibt sich hierdurch eine erhöhte Biegesteifigkeit des Grundkörpers, ohne daß dieser in besonders komplizierter geometrischer Weise ausgestaltet wäre. Bei einer bestimmungsgemäßen Kraftbeaufschlagung des Grundkörpers neigt dieser dazu, sich durchzubiegen. Die quasi formschlüssig in die vom Grundkörper bereitgestellten Aufnahmen eingesetzten Funktionselemente wirken einem solchen Durchbiegen entgegen, da eine gegenseitige Abstützung stattfindet. In vorteilhafter Weise kann so ein ungewolltes Ausleiern des Grundkörpers vermieden werden, so daß auch nach längerem bestimmungsgemäßen Gebrauch der erfindungsgemäßen Latte die verwenderseitig gewünschte Federelastizität, das heißt federelastische Abstützung eines Polsterelements vollumfänglich gegeben ist. Eine Beeinträchtigung infolge eines Durchleierns des Grundkörpers ist im Unterschied zu herkömmlichen Latten eines Lattenrostes nicht zu befürchten.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß der Grundkörper in Längsrichtung des Grundkörpers ein- wie anderendseitig eines Funktionsabschnittes einen Abstandsabschnitt aufweist, welche Abstandsabschnitte in Breitenrichtung des Grundkörpers breiter als die Funktionsabschnitte ausgebildet sind.

Der Grundkörper einer Latte ist in Funktionsabschnitte einerseits und Abstandsabschnitte andererseits unterteilt. Die Funktionsabschnitt dienen in der schon vorbeschriebenen Weise der Aufnahme eines Funktionselements. Dabei sind zwei benachbarte Funktionsabschnitte von einem Abstandsabschnitt voneinander getrennt. Für eine lagesichere Fixierung der Funktionselemente an den Funktionsabschnitten sind die Funktionsabschnitte in Breitenrichtung des Grundkörpers weniger breit im Vergleich zu den Abstandsabschnitten ausgebildet. Damit stellen die Abstandsabschnitte mit Bezug auf die Längserstreckung des Grundkörpers Anschlagsflächen zur Verfügung, gegenüber denen sich an den Funktionsabschnitten angeordnete Funktionselemente abstützen können. Die gesamte Konstruktion wird so insgesamt stabiler.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung verfügt der Grundkörper über eine in Längsrichtung des Grundkörpers verlaufende Nut. Diese Ausgestaltung führt zu einem biegesteiferen Grundkörper, was insofern bevorzugt ist, als daß die federelastische Abstützung eines Polsterelements allein durch die am Grundkörper angeordneten Funktionselemente und nicht durch den Grundkörper bereitgestellt werden soll.

Mit der Erfindung wird des weiteren ein Grundkörper einer Latte der vorbeschriebenen Art sowie ein Funktionselement einer Latte der vorbeschriebenen Art vorgeschlagen.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung anhand der Fign. Dabei zeigen:

1 in einer Draufsicht von oben einen Grundkörper einer erfindungsgemäßen Latte gemäß einer ersten Ausführungsform;

2 in einer Seitenansicht den Grundkörper nach 1;

3 in einer Schnittdarstellung den Grundkörper nach 1 gemäß Schnittlinie III-III nach 2;

4 in einer schematisch perspektivischen Darstellung den Grundkörper nach 1;

5 in einer Seitenansicht ein Funktionselement einer erfindungsgemäßen Latte gemäß einer ersten Ausführungsform;

6 in einer Draufsicht von oben das Funktionselement nach 5;

7 in einer Ansicht von vorn das Funktionselement nach 5;

8 in einer schematisch perspektivischen Darstellung das Funktionselement nach 5;

9 in einer Seitenansicht ein Funktionselement einer erfindungsgemäßen Latte gemäß einer zweiten Ausführungsform;

10 in einer Draufsicht von oben das Funktionselement nach 9;

11 in einer Ansicht von vorn das Funktionselement nach 9;

12 in einer schematisch perspektivischen Darstellung das Funktionselement nach 9;

13 in einer zweiten Ansicht ein Funktionselement einer erfindungsgemäßen Latte gemäß einer dritten Ausführungsform;

14 in einer Draufsicht von oben das Funktionselement nach 13;

15 in einer Ansicht von vorn das Funktionselement nach 13;

16 in einer schematisch perspektivischen Darstellung das Funktionselement nach 13;

17 in einer Seitenansicht ein Funktionselement einer erfindungsgemäßen Latte gemäß einer vierten Ausführungsform;

18 in einer Draufsicht von oben das Funktionselement nach 17;

19 in einer Ansicht von vorn das Funktionselement nach 17;

20 in einer schematisch perspektivischen Darstellung das Funktionselement nach 17;

21 in einer Draufsicht von oben einen beispielhaft mit unterschiedlichen Funktionselementen bestückten Grundkörper einer erfindungsgemäßen Latte;

22 in einer Seitenansicht die erfindungsgemäße Latte nach 21;

23 in einer schematisch perspektivischen Darstellung die erfindungsgemäße Latte nach 21;

24 in einer Draufsicht von oben einen Grundkörper einer erfindungsgemäßen Latte gemäß einer zweiten Ausführungsform;

25 in einer Seitenansicht den Grundkörper nach 24;

26 in einer schematisch perspektivischen Darstellung den Grundkörper nach 24;

27 in einer Seitenansicht ein Funktionselement einer erfindungsgemäßen Latte gemäß der zweiten Ausführungsform;

28 in einer Draufsicht von oben das Funktionselement nach 27;

29 in einer Ansicht von vorn das Funktionselement nach 27;

30 in einer schematisch perspektivischen Darstellung das Funktionselement nach 27;

31 in einer Draufsicht von oben einen exemplarisch mit zwei verschiedenen Funktionselementen bestückten Grundkörper einer erfindungsgemäßen Latte gemäß der zweiten Ausführungsform;

32 in einer Seitenansicht die erfindungsgemäße Latte nach 31;

33 in schematisch perspektivischer Darstellung von oben die erfindungsgemäße Latte nach 31 und

34 in einer schematisch perspektivischen Darstellung von unten die erfindungsgemäße Latte nach 31.

Die Erfindung betrifft eine Latte 1 eines in den Fign. nicht näher dargestellten Lattenrostes eines Sitz- und/oder Liegemöbels, insbesondere eines Bettes. Ein solcher Lattenrost umfaßt eine Mehrzahl von einander nebengeordneten Latten 1, die im endfertig montierten Zustand eine Auflagefläche zur abstützenden Aufnahme eines Polsterelements bereitstellen. Dabei ist im Sinne der Erfindung unter einem Polsterelement eine Sitz- und/oder Liegeunterlage zu verstehen, beispielsweise in Form einer Matratze oder dergleichen.

Eine erfindungsgemäße Latte 1 ist gemäß einer ersten Ausführungsform beispielsweise in schematisch perspektivischer Darstellung in 23 gezeigt. Die 33 und 34 zeigen eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Latte 1.

Eine erfindungsgemäße Latte 1 umfaßt einen Grundkörper 2 einerseits und daran angeordnete Funktionselemente 3 andererseits. Einen Grundkörper 2 zeigen die 1 bis 4. Mit einem solchen Grundkörper 2 kombinierbare Funktionselemente 3 sind in verschiedenen Ausgestaltungsformen in den 5 bis 8, 9 bis 12, 13 bis 16 und 17 bis 20 dargestellt. Eine endfertig montierte Latte 1, also einen mit Funktionselementen 3 bestückten Grundkörper 2 zeigen die 21 bis 23, wobei hier exemplarisch unterschiedlich ausgestaltete Funktionselemente 3 gezeigt sind, nämlich die nach den 4 bis 20.

Die 24 bis 26 zeigen eine alternative Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Latte 1. Auch diese ist aus einem Grundkörper 2 einerseits und Funktionselementen 3 andererseits gebildet. Dabei ist der Grundkörper 2 in den 24 bis 26 und ein exemplarisch dargestelltes Funktionselement in den 27 bis 30 gezeigt. Die 31 bis 34 zeigen schließlich die erfindungsgemäße Latte 1 in einem teilmontierten Zustand.

Wie insbesondere die 1 bis 4 bzw. 24 bis 26 erkennen lassen, umfaßt der Grundkörper 2 einer Latte 1 Funktionsabschnitte 12 sowie Abstandsabschnitte 13. Dabei sind zwei benachbarte Funktionsabschnitte 12 von einem gemeinsamen Abstandsabschnitt 13 voneinander getrennt.

Die Funktionsabschnitte 12 dienen der Aufnahme der im weiteren noch zu beschreibenden Funktionselemente 3: Die Abstandsabschnitte 13 sind, wie insbesondere die Darstellung nach 1 bzw. nach 24 erkennen läßt, in Breitenrichtung 18 des Grundkörpers 2 breiter als die Funktionsabschnitte 12 ausgebildet. Damit entstehen im Übergangsbereich zwischen den Funktionsabschnitten 12 einerseits und den Abstandsabschnitten 13 andererseits Anschlagflächen, gegenüber denen sich an den Funktionsabschnitten angeordnete Funktionselemente im endfertig montierten Zustand abstützen, insbesondere unter einer bestimmungsgemäßen Kraftbeaufschlagung.

Wie des weiteren insbesondere die 2 und 25 erkennen lassen, stellen die Funktionsabschnitte 12 funktionselementseitig Aufnahmen 21 bereit, die mit Bezug auf die Bildebene nach 2 bzw. nach 25 teilkreisförmig ausgebildet sind.

Die 5 bis 20 zeigen Funktionselemente 3 in unterschiedlichen Ausgestaltungsformen, wobei die 5 bis 8 eine erste, die 9 bis 12 eine zweite, die 13 bis 16 eine dritte und die 17 bis 20 eine vierte Ausgestaltungsform betreffen.

Den Funktionselementen 3 nach den 5 bis 20 ist gemein, daß sie jeweils über einen Federkörper 4 und eine Halteeinrichtung 5 verfügen, wobei die Halteeinrichtung 5 zwei Haltestege 6 umfaßt, die mit Bezug auf die Blattebene beispielsweise nach 5 unterhalb des Federkörpers 4 angeordnet sind. Der Federkörper 4 der Funktionselemente 3 ist unterseitig ballig, das heißt teilkreisförmig ausgebildet, wie insbesondere die 5, 9, 13 und 22 erkennen lassen. Diese Ausgestaltung der Federkörper 4 korrespondiert mit den Ausnehmungen 21 des Grundkörpers 2, so daß die Federkörper 4 im endfertig montierten Zustand zumindest teilweise quasi formschlüssig in die jeweiligen Aufnahmen 21 der Funktionsabschnitte 12 des Grundkörpers 2 eingesetzt sind, wie die Darstellungen nach den 21 bis 23 erkennen lassen.

Die Funktionselemente 3 nach den 5 bis 8, 9 bis 12, 13 bis 16 und 17 bis 20 unterscheiden sich hinsichtlich ihres jeweiligen Federkörpers 4, wie insbesondere die 5, 9, 13 und 17 zeigen. Dabei ist den Federkörpern 4 aller Funktionselemente 3 gemein, daß sie polsterelementseitig ballig ausgebildet sind, wie dies die des besseren Verständnisses wegen in die 5, 9, 13 und 17 jeweils eingezeichnete Linie 22 verdeutlicht.

Zur lagesicheren Anordnung eines Funktionselements 3 am Grundkörper 2 dient die die Haltestege 6 aufweisende Halteeinrichtung 5, wie sie beispielsweise in den 7 und 8 gut zu erkennen ist. Wie diese Fign. verdeutlichen, besteht ein jeder Haltesteg 6 aus drei Teilen, nämlich den Teilen 7, 8 und 9. Diese Teile 7, 8 und 9 sind in Längsrichtung 17 unterschiedlich lang ausgebildet und korrespondieren mit der Kontur 19 eines Funktionsabschnittes 12, wie sie beispielsweise aus 1 ersichtlich ist. Die Teile 7, 8 und 9 eines jeden Haltestegs 6 können federelastisch ausgebildet sein, so daß ein Funktionselement 3 nach Art einer Klammer auf einen vom Grundkörper 2 bereitgestellten Funktionsabschnitt aufgesetzt und an diesem festgeklemmt werden kann.

Eine mit Blick auf die Halteeinrichtung 5 alternative Ausgestaltungsform zeigen die 24 bis 33. Die Halteeinrichtung 5 verfügt gemäß dieser Ausführungsform über einen am Funktionselement 3 angeordneten Bolzen 10, wie insbesondere die 27, 29 und 30 erkennen lassen. Grundkörperseitig trägt dieser Bolzen 10 einen Kopf 11, der in zwei Richtungen einen Hinterschnitt zum Bolzen 10 ausbildet, wie dies aus 29 zu erkennen ist.

Der Grundkörper 2 verfügt über Ausnehmungen 15 und Durchbrüche 16, wie insbesondere die 24 erkennen läßt. Dabei wirkt ein Durchbruch 16 mit einem Bolzen 10 bzw. einem Kopf 11 eines Funktionselements 3 in der Art und Weise zusammen, wie aus den 31 bis 34 erkennbar ist. Zur lagesicheren Anordnung eines Funktionselements 3 an einem Grundkörper 2 wird der Bolzen 10 kopfseitig voran durch den Durchbruch 16 eines Funktionsabschnittes 12 geführt. Im endfertig montierten Zustand durchragt der Bolzen 10 den Durchbruch 16, wie insbesondere 34 zu entnehmen ist. Zur lagesicheren Fixierung ist das vormontierte Funktionselement 3 sodann nur noch um 90° nach links oder rechts zu verschwenken, so daß es bezüglich des vom Bolzen 10 getragenen Kopfes 11 zu einem Hintergriff des Grundkörpers 2 kommt, wie gleichfalls aus 34 zu entnehmen ist. In dieser endfertig montierten Stellung des Funktionselements 3 ist dieses lagesicher am Grundkörper befestigt. Zur Vermeidung von ungewollten Kontaktgeräuschen können Abstandshalter 20 vorgesehen sein.

Sowohl die Ausführungsformen nach den 1 bis 23 als auch die Ausführungsformen nach den 24 bis 33 zeigen einen Grundkörper 2, der über eine in Längsrichtung 17 des Grundkörpers 2 verlaufende Nut 14 verfügt, wie sich insbesondere aus der teilgeschnittenen Ansicht nach 3 ergibt. Die Nut 14 ist dabei T-förmig ausgebildet und sorgt für eine Versteifung des Grundkörpers 2 gegenüber Biegebeanspruchungen. Einem ungewollten Ausleiern des Grundkörpers 2 wird so wirkungsvoll entgegengewirkt. Im übrigen bildet die Nut 14 im Bereich der Funktionsabschnitte 12 die Ausnehmungen 15 aus, wie insbesondere die perspektivischen Darstellungen nach den 4 und 26 erkennen lassen.

1
Latte
2
Grundkörper
3
Funktionselement
4
Federkörper
5
Halteeinrichtung
6
Haltesteg
7
Teil
8
Teil
9
Teil
10
Bolzen
11
Kopf
12
Funktionsabschnitt
13
Abstandsabschnitt
14
Nut
15
Ausnehmung
16
Durchbruch
17
Längsrichtung
18
Breitenrichtung
19
Kontur
20
Abstandshalter
21
Aufnahme
22
Linie


Anspruch[de]
Latte für einen Lattenrost eines Sitz- und/oder Liegemöbels, mit einem Grundkörper (2) und mehreren daran angeordneten Funktionselementen (3) zur abstützenden Aufnahme eines Polsterelements dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper (2) aus Holz oder Kunststoff und die Funktionselemente (3) aus Kunststoff gebildet sind, wobei die Funktionselemente (3) jeweils einstückig ausgebildet sind und über einen federelastischen Federkörper (4) verfügen, der polsterelementseitig ballig ausgebildet ist. Latte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Funktionselemente (3) eine am jeweiligen Federkörper (4) angeordnete Halteeinrichtung (5) aufweisen. Latte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteeinrichtung (5) zwei Haltestege (6) aufweist. Latte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltestege (6) federelastisch ausgebildet sind. Latte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteeinrichtung (5) einen Bolzen (10) aufweist. Latte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Federkörper (4) der Funktionselemente (3) grundkörperseitig ballig ausgebildet sind. Latte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper (2) zur Aufnahme der Funktionselemente (3) über Funktionsabschnitte (12) verfügt, die funktionselementseitig Aufnahmen (21) bereitstellen, die korrespondierend zu den jeweiligen Federkörpern (4) der Funktionselemente (3) ausgebildet sind. Latte nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper (2) in Längsrichtung (17) des Grundkörpers (2) ein- wie anderendseitig eines Funktionsabschnittes (12) einen Abstandsabschnitt (13) aufweist, die in Breitenrichtung (18) des Grundkörpers (2) breiter als die Funktionsabschnitte (12) ausgebildet sind. Latte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper (2) eine in Längsrichtung (17) verlaufende Nut (14) aufweist. Latte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Funktionselemente (3) auf den Grundkörper (2) aufgeschoben sind. Latte nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Funktionselemente (3) in einem zwei Komponenten Spritzverfahren an den Grundkörper (2) angespritzt sind. Grundkörper einer Latte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 11. Funktionselement einer Latte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 11.






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