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Dokumentenidentifikation DE202007012545U1 13.12.2007
Titel Tragsäule für Technikeinbauten in Kläranlagen
Anmelder Pöhnl, Roland, 95517 Seybothenreuth, DE
DE-Aktenzeichen 202007012545
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.12.2007
Registration date 08.11.2007
Application date from patent application 07.09.2007
IPC-Hauptklasse E04C 3/30(2006.01)A, F, I, 20070907, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E03F 11/00(2006.01)A, L, I, 20070907, B, H, DE   

Beschreibung[de]
Hauptanspruch

Tragsäule für Elemente der Technikeinbauten einer Kläranlage, einen horizontalen Trägerabschnitt (1) aufweisend, welcher auf dem Boden (3) mindestens eines Behälters der Kläranlage aufsetzbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass sich an den Trägerabschnitt (1) ein länglicher vertikaler Halteabschnitt (2) anschließt, an welchem die einzelnen Elemente der vertikal verlaufenden Technikeinbauten (8) an einer oder mehreren Stellen entlang der vertikalen Richtung befestigbar sind.

Einsatzbereich

Die Erfindung betrifft eine Tragsäule für die Elemente der Technikeinbauten einer Kläranlage, insbesondere einer Kleinkläranlage.

Stand der Technik

Generell werden heute die einzelnen Elemente der Technikeinbauten von Kläranlagen, insbesondere von Kleinkläranlagen, wie sie beispielsweise nicht an die öffentliche Kanalisation angeschlossene Ein- oder Mehrfamilienhäusern zum Einsatz kommen, jeweils an die Kammerwand bzw. an entsprechende Stellen der Kammer wände von solchen Kläranlagen montiert. Aus dem Stand der Technik ist eine Einbauhalterung für Elemente der Technikeinbauten einer Kläranlage bekannt, welche an ihrem oberen Ende ein Halteblech oder ein Halterohr aufweist, durch welches die einzelnen Elemente der Technikeinbauten geführt und dort gehalten werden. Die bekannten Lösungen halten die Elemente der Technikeinbauten an der Oberseite einer Kammerwand, bei wichtigen Bestandteilen der Technikeinbauten ist es jedoch erforderlich, dass diese in Bodennähe des verwendeten Behälters positioniert werden. Zudem sind diese Bestandteile mit starkem Auftrieb beaufschlagt. Bei der Einbauhalterung nach dem Stand der Technik kommt es wegen der Befestigung an der Oberkante der Kammerwand zu großer Bauhöhe der Technikeinbauten und damit zu hoher mechanischer Beanspruchung der Einbauhalterungen.

Aufgabe

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, eine Tragsäule für Elemente der Technikeinbauten einer Kläranlage vorzusehen, welche die Nachteile des Standes der Technik überwindet und insbesondere eine Tragsäule vorzusehen, welche einfach und kostengünstig herstellbar ist und dennoch eine platzsparende und zuverlässige Halterung der Elemente der Technikeinbauten bietet.

Lösung der Aufgabenstellung

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Tragsäule mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 gelöst.

Ausführungsformen

Vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Tragsäule sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.

Grundausführung

Die erfindungsgemäße Tragsäule für die Elemente der Technikeinbauten einer Kläranlage, insbesondere einer Kleinkläranlage, weist einen horizontalen Trägerabschnitt auf, der am Boden zumindest einer Kammer ohne zusätzliche Behälteranbindung frei aufgestellt ist. Erfindungsgemäß schließt sich an den Trägerabschnitt ein länglicher vertikaler Halteabschnitt an, an welchem die einzelnen Elemente der vertikal verlaufenden Technikeinbauten an einer oder mehreren Stellen entlang der vertikalen Richtung befestigbar sind. Erfindungsgemäß ist für den Betrieb eine Behälteranbindung zur Stabilisierung der Tragsäule nicht zwingend vorgesehen. Die erfindungsgemäße Tragsäule weist also einen horizontalen Trägerabschnitt und einen sich daran anschließenden vertikalen Halteabschnitt auf, wobei entlang des vertikalen Halteabschnitts die einzelnen Elemente des Technikeinbaues, welche in vertikaler Richtung verlaufen, zumindest an einer Stelle oder an mehreren Stellen, der vertikalen folgend, angebracht bzw. befestigt werden können.

Somit bietet die erfindungsgemäße Tragsäule eine einfache und kostengünstige Gestaltung, wobei durch Kombination aus horizontalem Trägerabschnitt und vertikalem Halteabschnitt die Erfindungsgemäße Tragsäule sehr Platz sparend ist. Ferner bietet die erfindungsgemäße Einbauhalterung eine sichere und zuverlässige Halterung der einzelnen Elemente des Technikeinbaues, da der längliche vertikale Halteabschnitt erfindungsgemäß zur Befestigung der Elemente der vertikal verlaufenden Technikeinbauten entlang der vertikalen Richtung dient bzw. dienen kann. Eine Vormontage der Technikeinbauten ist somit möglich.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist eine Ausführungsform der Tragsäule, bei welcher der obere Bereich der Säule durch einen aufgesetzten zylindrischen Behälter erweitert wird. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit eine, bei Kleinkläranlagen erforderliche, Probenahmevorrichtung zu integrieren.

Besonders bevorzugt können die Elemente der Technikeinbauten um den vertikalen Halteabschnitt mittels Rohrschellen um den gesamten Umfang angeordnet werden. Dies ist sehr Platz sparend und gestattet eine individuelle Anbringung der einzelnen Elemente der Technikeinbauten auf besonders einfache Art und Weise

Um eine besonders Platz sparende Tragsäule vorzusehen und insbesondere den Einsetzvorgang in die Kläranlage zu erleichtern, sind gemäß einer bevorzugten Ausführungsform die horizontalen Abmessungen der erfindungsgemäßen Tragsäule bevorzugt zumindest in den Bereichen des vertikalen Halteabschnittes und des horizontalen Trägerabschnittes kleiner als der Durchmesser eines Mannlochs einer Abdeckung der Kläranlage, bevorzugter auch im Bereich des Trägerabschnitts, besonders bevorzugt einschließlich der an den Halteabschnitt befestigten Elemente der Technikeinbauten.

Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Tragsäule, bei welcher der vertikale Trägerabschnitt mit Hilfe eines Stopfens, welcher an die Unterseite der Abdeckung des Mannloches montiert, als Transportsicherung und falls erforderlich zur Stabilisierung beim Betrieb dient.

Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Tragsäule, bei welcher der vertikale Trägerabschnitt mit Hilfe einer Rohrschelle, wahlweise an einer geeigneten Fläche innerhalb eines Stahlbetonbehälters montiert, als Transportsicherung und falls erforderlich zur Stabilisierung beim Betrieb dient.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist eine Ausführungsform der Tragsäule, bei welcher der obere Bereich der Säule durch ein aufgesetztes T-förmiges Rohrstück und durch eine Verlängerung mit Verschiebesicherung in horizontaler Richtung als Notüberlauf dient.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Trägerabschnitt der erfindungsgemäßen Halteabschnitt aus Rohrverschlussstücken, die jeweils mit ihrer planen Fläche zueinander verbunden sind. Erfindungsgemäß ist der Halteabschnitt in ein Rohrverschlussstück gesetzt und dort befestigt.

Erfindungsgemäß bevorzugt sind die Elemente der Tragsäule wie Trägerabschnitt und der Halteabschnitt entsprechend den Bedarf gegen Auftrieb durch zusätzliche Gewichtsbeaufschlagung mit geeigneten Materialen gesichert.

Bevorzugt sind die Elemente der Technikeinbauten entlang des vollen Umfangs des Rohrstücks der Tragsäule angeordnet.

Zur vereinfachten Handhabung der erfindungsgemäßen Tragsäule kann die Tragsäule ein Halteseil aufweisen, an welchem sie zum Einführen/Herausziehen in/aus der Kläranlage gehalten werden.

Einzelne Elemente des Technikeinbaues, welche erfindungsgemäß bevorzugt an der Tragsäule befestigt sein können, gehören zur Gruppe bestehend aus: Beschickungsheber, Überschussschlammheber, Ablaufheber und Belüfter. Je nach Erfordernis der individuellen Kläranlage kann die erfindungsgemäße Tragsäule bevorzugt zur Halterung der genannten Elemente der Technikeinbauten ausgelegt bzw. gestaltet sein.

Die erfindungsgemäße Tragsäule wird im folgenden unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung anhand von bevorzugten Ausführungsformen davon beispielhaft beschrieben werden. In der Zeichnung zeigen:

1 Eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer Kläranlage mit einer Tragsäule mit aufgesetztem Rohrstück zur Probenahme, Transportsicherung bzw. der wahlweisen Sicherung für den ordnungsgemäßen Betrieb mittels an der Unterseite der Abdeckung des Mannlochs befestigtem Rohrverschlussstück und Technikeinbauten gemäß der Erfindung.

2 Eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer Kläranlage mit einer Tragsäule und aufgesetztem T-förmigen Rohrstück zur Verwendung als Notüberlauf mit Verschiebesicherung, Transportsicherung bzw. der wahlweisen Sicherung für den ordnungsgemäßen Betrieb zur Montage mittels einer Rohrschelle an einer beliebigen Stelle der Innenwandfläche eines Stahlbetonbehälters beispielhaft an der Außenwand eines Stahlbetonbehälters befestigter Rohrschelle und Technikeinbauten gemäß der Erfindung.

Die Kläranlage besteht aus einem oder mehreren Behältern, die durch eine Kammerwand getrennt sein können, mit jeweils einem Zulauf und einem Ablauf. Der oder die Behälter der Kläranlage ist durch eine Abdeckung (11) abgedeckt, welcher an seiner Oberseite wiederum ein sogenanntes Mannloch (10) aufweist, welches wiederum durch einen Deckel (9) verschlossen werden kann. Am Boden des in 1 gezeigten Kläranlagenbehälters ist eine erfindungsgemäße Tragsäule aufgesetzt mit einem horizontalen Trägerabschnitt (1) und einem länglichen vertikalen Halteabschnitt (2). Der Trägerabschnitt ist ein Verbund aus Rohrverschlussstücken, während der vertikale Halteabschnitt aus einem Rohrstück besteht, das mit dem horizontalen Trägerabschnitt fest verbunden ist. Einzelne Elemente der vertikal verlaufenden Technikeinbauten (8) der Kläranlage sind erfindungsgemäß an einer oder mehreren Stellen entlang der vertikalen Richtung des vertikalen Halteabschnitts befestigbar. Die Befestigung der Elemente der Technikeinbauten erfolgt bevorzugt mittels Rohrsschellen, welche an dem vertikalen Halteabschnitt befestigbar sind, wobei die Elemente der Technikeinbauten entlang des gesamten Umfanges des Halteabschnitts angeordnet sind. Die Elemente der Technikeinbauten sind außerhalb des Halteabschnittes befestigt. Die Elemente der Technikeinbauten sind Beschickungsheber, Überschussschlammheber, Ablaufheber, Belüfter und Pumpen. Die prinzipiellen Funktionsweisen dieser Elemente sowie die Grundsätzliche Wirkungsweise der Kläranlage wie hier beschrieben ist dem Fachmann allgemein bekannt, so dass hier aus Gründen der Übersichtlichkeit und Knappheit der auf eine detaillierte Beschreibung der speziellen Wirkungsweisen der Kläranlage mit der darin angeordneten Technikeinbauten nicht näher eingegangen wird.

Gemäß der Erfindung sind die einzelnen Elemente der vertikal verlaufenden Technikeinbauten an einer oder mehreren Stellen entlang der vertikalen Richtung an dem länglichen vertikalen Halteabschnitt des Rohrstücks befestigbar, wobei das horizontale Trägerstück auf den Boden des verwendeten Behälters aufsetzbar ist


Anspruch[de]
Tragsäule für Technikeinbauten in Kläranlagen, einen horizontalen Trägerabschnitt aufweisend, welcher auf den Boden zumindest eines Behälters der Kläranlage aufsetzbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass sich an den Trägerabschnitt (1) ein länglicher vertikaler Halteabschnitt (2) anschließt, an welchem die einzelnen Elemente der Technikeinbauten (8) an einer oder mehreren Stellen entlang der vertikalen Richtung befestigbar sind. Tragsäule gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Halteabschnitt (2) flächig ausgebildet ist. Tragsäule gemäß Anspruch (1) oder (2) dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente der Technikeinbauten (8) entlang des vollen Umfangs des Halteabschnitts (2) angeordnet sind. Tragsäule gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die horizontalen Abmessungen davon zumindest im Bereich des Halteabschnitts (2) kleiner sind als der Durchmesser eines Mannlochs (10) einer Abdeckung (11) der Kläranlage, bevorzugt auch im Bereich des Trägerabschnitts (1), besonders bevorzugt einschließlich der an den Halteabschnitt befestigten Elemente der Technikeinbauten (8). Tragsäule gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente der Technikeinbauten um oder oberhalb des Halteabschnitts befestigbar sind. Tragsäule gemäß einem der vorher genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente der Technikeinbauten (8) mittels Rohrschellen (12) am gesamten Umfang des Halteabschnittes (2) befestigbar sind. Tragsäule gemäß einem der vorher genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Elemente der Technikeinbauten oberhalb des Halteabschnittes (2) mittels Rohrsteckverbindung befestigbar sind. Tragsäule gemäß einem der Ansprüche 3.1 bis 3.7, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerabschnitt (1) aus Rohrverschlussstücken besteht die jeweils mit Ihrer Außenseite miteinander verbunden sind Tragsäule gemäß einem der Ansprüche 3.1 bis 3.7, dadurch gekennzeichnet, dass der Halteabschnitt (2) aus einem Rohrabschnitt mit Rohrsteckverbindung besteht, der fest mit dem Trägerabschnitt (1) verbunden ist. Tragsäule gemäß den Ansprüchen 3.8 und 3.9 dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente des Technikeinbaues (8) entlang des vollen Umfangs des Rohrstückes angeordnet sind. Tragsäule gemäß den Ansprüchen 3.8 und 3.9 dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente des Technikeinbaues (7) oberhalb des Rohrstückes angeordnet sind Tragsäule gemäß der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragsäule einen Halteseil aufweist welches an den Befestigungselementen für die Elemente des Technikeinbaues befestigt ist, an welchem sie zum Einführen/Herausziehen in/Aus der Kläranlage gehalten wird. Tragsäule gemäß einem der vorher genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente der Technikeinbauten (8) aus der Gruppe sein können, bestehen aus Beschickungshebern, Überschussschlammhebern, Ablaufhebern, Belüftern und Pumpen.






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