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Dokumentenidentifikation DE202007012860U1 13.12.2007
Titel Schuhsohle
Anmelder Schürr Schuhvertrieb GmbH, 95126 Schwarzenbach a d Saale, DE
Vertreter PAe Reinhard, Skuhra, Weise & Partner GbR, 80801 München
DE-Aktenzeichen 202007012860
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.12.2007
Registration date 08.11.2007
Application date from patent application 13.09.2007
IPC-Hauptklasse A43B 13/14(2006.01)A, F, I, 20070913, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A43B 13/22(2006.01)A, L, I, 20070913, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schuhsohle.

In dem deutschen Geschmacksmuster 401 03 472 ist eine rutschfeste Sohle beschrieben, die über dem Fersen- und Fußbereich eine Mehrzahl von etwa viereckigen Noppen aufweist, die kreuzweise eingeschnitten sind. Nach einer weiteren Ausführungsform wird die Schuhsohle im mittleren Bereich der Unterseite durch etwa quadratische Noppen definiert, während die restliche Lauffläche durch eine glatte Sohlenfläche festgelegt ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schuhsohle zu schaffen, die eine hohe Rutschsicherheit gewährleistet, auch in Gehbereichen, die schmierige und/oder nasse Eigenschaften haben.

Diese Aufgabe wird neuerungsgemäß gelöst bei einer Schuhsohle mit einem Sohlenelement aus einer Nitril-Kautschuk-Mischung, welches zumindest über den größten Teil seiner Fläche mit abstehenden Noppen versehen ist, die jeweils in zylindrischer Form und mit von der Unterseite eingeschnittenen Einkerbungen in kreuzförmiger Art vorgesehen sind.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform besteht die Schuhsohle aus einem Grundkörper, vorzugsweise aus Polyurethan, welcher an der Lauffläche ausgespart ist zur Aufnahme eines Sohlenelementes aus einer Nitril-Kautschuk-Mischung, wobei das Sohlenelement zumindest über den größten Teil seiner Fläche mit abstehenden Noppen versehen ist, die jeweils in zylindrischer Form und mit von der Unterseite eingeschnittenen Einkerbungen in kreuzförmiger Art vorgesehen sind.

Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Schutzansprüchen.

Die Erfindung schafft insbesondere eine Schuhsohle, die aus einem Grundkörper besteht, in welchem an der Lauffläche eine Aussparung vorgesehen ist, in die ein separates Sohlenelement aus einer Nitril-Kautschuk-Mischung eingesetzt ist. Das Sohlenelement weist eine Vielzahl von Noppen auf, die etwa zylindrische Formen aufweisen und durch etwa kreuzförmige Einschnitte definiert sind, derart, dass durch die kreuzförmigen Einschnitte etwa dreieckige Noppenabschnitte mit nach außen weisenden Ecken gebildet sind.

Die voneinander beabstandeten Noppen sind teilweise eingeschnitten und in regelmäßigen Reihen bzw. Linien vorgesehenen. Die Struktur der neuerungsgemäßen Noppen gewährleistet beim Tragen eines mit einer solchen Sohle ausgerüsteten Schuhes eine gute Wasserverdrängung sowie eine hohe Bodenhaftung auch bei unebenen Flächen, was zu einer sehr guten Rutschhemmung speziell auf nassen Böden führt.

Die Verwendung einer Nitril-Kautschuk-Mischung, vorzugsweise mit einer Shorehärte von +/– 50 Shore führt zu einem sehr niedrigen Abrieb und zudem zu einer hoher antistatischen Eigenschaft.

Insbesondere die breiten Zwischenräume zwischen den einzelnen Noppen verringern die Rutscheigenschaft auf wasserbedeckten Wegen, während die konische Noppenausbildung den Verschmutzungsgrad verringert.

Nachfolgend wird eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sohle anhand der Zeichnung beschrieben. Es zeigen:

1 eine Ausführungsform der Sohle,

2 eine Perspektivansicht eines Sohlenelements, und

3 eine Ansicht der Sohle von unten einschließlich dem in die Sohle eingesetzten Sohlenelement.

1 zeigt die Sohle in Perspektivansicht. Die Sohle 1 besteht aus einem Fersenbereich 2 und einem Zehenbereich 3, die üblicherweise unterschiedliche Höhen besitzen, wie 1 zeigt. 2 zeigt in Perspektivansicht ein Sohlenelement 5, welches in die Sohle 1 eingesetzt ist. Zu diesem Zweck weist die Sohle 1 an ihrer unteren Fläche bzw. Lauffläche einen ausgesparten Bereich auf, der in seiner Innenkontur der Außenkontur des Sohlenelements 5 entspricht. Der Sohlenrand 6 hat gegenüber der in 1 nicht weiter dargestellten Aussparung eine Höhe derart, dass das Sohlenelement 5 hinreichend über den Sohlenrand 6 vorsteht.

Das Sohlenelement 5 besteht aus einer Vielzahl von Noppen, von welcher in 3 nur einige bezeichnet und mit den Bezugsnummern 7 bis 14 versehen sind. Die Noppen 7 bis 14 sind in regelmäßigen Reihen bzw. Zeilen angeordnet, also etwa in Form einer Matrix, derart, dass zu einander benachbarte Noppen über einen Abstand von vorzugsweise 3 mm zueinander beabstandet sind, wodurch ein Abstand geschaffen wird, der das Durchtreten und Durchlaufen von Wasser beim Begehen einer mit Wasser beschichteten Fläche gewährleistet, wodurch ein Aquaplaning verhindert wird. Die Noppen haben im Wesentlichen eine zylindrische Form und sind von der Unterseite her kreuzweise eingeschnitten, beispielsweise über eine Höhe von etwa 50% der Noppenhöhe insgesamt. Weiterhin haben die Noppen 7 bis 14 jeweils etwa eine konische Form in Richtung auf das freie Ende, was zu einer Verringerung der Verschmutzung der Laufsohle führt.

Wie sich weiter aus 3 ergibt, sind die zueinander benachbarten Noppen 7 bis 14 kreuzförmig eingeschnitten, derart, dass der kreuzförmige Einschnitt zueinander benachbarter Noppen unterschiedlich ausgerichtet ist. Gemäß 3 sind die Einschnitte benachbarter Noppen um etwa 45° gegeneinander verdreht, was dazu führt, dass beim Auftreten auf Wasser kein gegengerichteter Wasserstrom aus den Einkerbungen bzw. Schlitzen benachbarter Noppen erzeugt wird, sondern in unterschiedliche Richtungen verteilt wird. Hinsichtlich der Noppen 8 und 13 ergibt sich, dass in den kreuzförmigen Einschnitten befindliches Wasser beim Auftreten nicht in Richtung der Einkerbung der benachbarten Noppe verlagert wird, sondern dass der Wasseraustritt aus der Noppe 8 in einer Richtung erfolgt, die unterschiedlich zur Einkerbung der benachbarten Noppe 13 ist. Diese Einschnitte bzw. Einkerbungen sind mit 15 und 16 hinsichtlich einer Noppe angedeutet.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform haben die Noppen einen Durchmesser von vorzugsweise 10 mm und eine Gesamthöhe von etwa 3-4 mm.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist das Sohlenelement 5 einen Fersenbereich 20 und einen Zehenbereich 22 auf, der frei von Noppen ist, wobei das Material des Sohlenelements 5, wie aus 2 ersichtlich ist, den Fersenbereich 20 und den Zehenbereich 22 etwa halbkreisförmig ausfüllt mit einer Höhe, die der Höhe der Noppen entspricht, d.h. die Fläche der Noppen 7 bis 14, sowie der nicht weiterbezeichneten Noppen fluchtet mit der Fläche des Fersenbereichs 20 und des Zehenbereichs 22.

Die Sohle 1 besteht beispielsweise oder vorzugsweise aus Polyurethan, während das Sohlenelement 5 aus einer Nitril-Kautschuk-Mischung besteht und mittels eines Klebemittels an der Unterseite der Sohle 1 befestigt wird.

Die zueinander benachbarten Noppen sind vorzugsweise mit gleichem Abstand zueinander benachbart. Am inneren und/oder äußeren Sohlenrand können Noppen teilweise ausgeschnitten sein.


Anspruch[de]
Schuhsohle, mit einem Sohlenelement (5) aus einer Nitril-Kautschuk-Mischung, welches zumindest über den größten Teil seiner Fläche mit abstehenden Noppen (7 bis 14) versehen ist, die jeweils in zylindrischer Form und mit von der Unterseite eingeschnittenen Einkerbungen in kreuzförmiger Art vorgesehen sind. Schuhsohle, bestehend aus einem Grundkörper (1), vorzugsweise aus Polyurethan, welcher an der Lauffläche ausgespart ist zur Aufnahme eines Sohlenelementes (5) aus einer Nitril-Kautschuk-Mischung, wobei das Sohlenelement (5) zumindest über den größten Teil seiner Fläche mit abstehenden Noppen (7 bis 14) versehen ist, die jeweils in zylindrischer Form und mit von der Unterseite eingeschnittenen Einkerbungen in kreuzförmiger Art vorgesehen sind. Schuhsohle, nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Noppen (7 bis 14) etwa konisch ausgebildet sind. Schuhsohle, nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die etwa kreuzförmigen Einkerbungen benachbarter Noppen (7 bis 14) zueinander unterschiedlich ausgerichtet sind. Schuhsohle, nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Noppen (7 bis 14) durch die Kreuzförmigen Einschnitte in vier Bereiche unterteilt sind, die an den nach außen weisenden Ecken im Bereich der Einschnitte abgerundet sind. Schuhsohle, nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Noppen (7 bis 14) einen Durchmesser von etwa 10 mm aufweisen. Schuhsohle, nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Noppen (7 bis 14) eine Höhe von etwa 3 mm aufweisen. Schuhsohle, nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Noppen (7 bis 14) etwa über die Hälfte ihrer Höhe mit den kreuzförmigen Einschnitten versehen sind. Schuhsohle, nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Noppen (7 bis 14) in regelmäßigen Reihen bzw. Zeilen angeordnet sind. Schuhsohle, nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die am Rand des Sohlenelements (5) befindlichen Noppen (7 bis 14) teilweise abgeschnitten sind. Schuhsohle, nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sohlenelement (5) im Fersen- und Zehenbereich einen Überstand aus dem Nitril-Kautschuk aufweist, der bis zu einer Höhe reicht, welcher der Höhe der Noppen entspricht. Schuhsohle, nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Noppen (7 bis 14) zueinander einen Abstand aufweisen. Schuhsohle, nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Noppen (7 bis 14) gleichmäßig zueinander beabstandet sind. Schuhsohle, nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand etwa 2 mm ist.






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