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Dokumentenidentifikation DE602004005379T2 13.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001493379
Titel Abnehmbare Steuervorrichtung für endoskopische Sonde für medizinische Anwendungen
Anmelder Tokendo, La Ciotat, FR
Erfinder Rovegno, Jean, 13600 La Ciotat, FR
Vertreter Patentanwälte Rau, Schneck & Hübner, 90402 Nürnberg
DE-Aktenzeichen 602004005379
Vertragsstaaten DE
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 11.06.2004
EP-Aktenzeichen 042914788
EP-Offenlegungsdatum 05.01.2005
EP date of grant 21.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.12.2007
IPC-Hauptklasse A61B 1/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der biegsamen Endoskopiesonden für medizinische Zwecke in der Art eines Fiberendoskops oder Videoendoskops mit einem Operationskanal, einem Instrumenteneingang und einer Saugsteuerung.

Sie wendet sich insbesondere an das Gebiet der medizinischen Endoskopie und insbesondere die Bronchoskopie.

Mit dem Ausdruck "Endoskopie" wird im Allgemeinen eine visuelle Untersuchung bezeichnet, die im Inneren eines dunklen Hohlraumes mithilfe eines "Endoskops", eines "Fiberendoskops" oder eines "Videoendoskops" durchgeführt wird.

Mit dem Ausdruck "Fiberendoskop" wird im Allgemeinen eine biegsame Endoskopsonde bezeichnet, die, wenn sie in einen dunklen Hohlraum eingeführt ist, einem Benutzer einerseits ermöglicht, in einem Okular ein im Inneren des Hohlraums liegendes Zielgebiet zu beobachten und andererseits die Orientierung des distalen Endes der Sonde im Inneren des Hohlraums zu verändern. Dafür weist ein Fiberendoskop naturgemäß eine optische Einrichtung, eine optische Beleuchtungseinrichtung und eine mechanische Einrichtung auf. Die mechanische Einrichtung eines Fiberendoskops wird aus einer gelenkig verbundenen distalen Garnitur, einem Steuergriff und aus vier Kabeln gebildet, die im Inneren einer biegsamen Zylinderhülse liegen, welche den Steuergriff mit der gelenkig verbundenen distalen Garnitur verbindet. Der Griff des Fiberendoskops weist zwei manuell gesteuerte Einrichtungen auf, die einerseits auf das Kabelpaar wirken, das die Ausrichtung der Garnitur in einer Ebene bewirkt, und andererseits auf das Kabelpaar, das die Orientierung der Garnitur in einer Ebene senkrecht zur vorhergehenden bewirkt. Die optische Einrichtung eines Fiberendoskops wird aus einem Objektiv gebildet, das in der distalen Fläche eines fest an dem distalen Ende der Garnitur angebrachten Ansatzstückes liegt, aus einem optischen Transportsystem für das durch das distale Objektiv gelieferte Bild, wobei das Transportsystem aus einem biegsamen Bündel von geordneten Lichtleitfasern, die nacheinander in die gelenkig verbundene Garnitur, in die biegsame Hülse und dann in den Handgriff führen und das Okular mit dem distalen Objektiv verbinden, und aus einem Okular zur Einstellung der Lichtbrechung, das fest mit dem Steuergriff verbunden ist und dem Benutzer ermöglicht, das vor dem distalen Objektiv des Fiberendoskops liegende und durch das optische Bildtransportsystem übertragene vergrößerte Bild des Zielgebiet zu beobachten. Die Beleuchtungseinrichtung eines Fiberendoskops wird aus einem Bündel von nicht geordneten Lichtleitfasern gebildet, die nacheinander in die gelenkig verbundene Garnitur, in die biegsame Hülse, in den Handgriff und dann in ein nabenförmiges Kabel führen, das fest mit dem Steuergriff verbunden ist. Das distale Ende des Faserbündels, das in der distalen Fläche des fest mit dem distalen Ende der gelenkig verbundenen Garnitur verbunden ist, beleuchtet das beobachtete Zielgebiet, wenn sein proximales Ende, das in einem integrierten Beleuchtungsansatz in der Verbindungseinrichtung liegt, welche das proximale Ende des nabenförmigen Kabels bildet, mit einem Lichtgenerator verbunden ist. Die Nutzung des oben beschriebenen Fiberendoskops benötigt in seinen gesamten Benutzungsbedingungen einen Lichtgenerator.

Mit dem Ausdruck "Videoendoskop" wird im Allgemeinen eine biegsame Endoskopiesonde bezeichnet, die, wenn sie in einen dunklen Hohlraum eingeführt ist, einem Benutzer ermöglicht, einerseits auf einem Bildschirm ein im Inneren des Hohlraums liegendes Zielgebiet zu beobachten und andererseits die Orientierung des distalen Endes der Sonne im Inneren des Hohlraums zu verändern. Dafür umfasst das Videoendoskop an sich eine Abbildungseinrichtung, eine Beleuchtungseinrichtung und eine mechanische Einrichtung. Die Beleuchtungseinrichtung und die mechanische Einrichtung eines Videoendoskops sind in allen Punkten identisch mit denselben integrierten Einrichtungen eines oben beschriebenen Fiberendoskops. Die Abbildungseinrichtung eines Videoendoskops umfasst im Allgemeinen folgende Elemente:

  • – eine in dem fest mit dem distalen Ende der gelenkig verbundenen Garnitur verbundenen Ansatzstück liegende optoelektronische Einrichtung und mit einem der distalen Fläche des Ansatzstücks liegenden Objektiv, einem CCD-Farbmessfühler auf dem fotoelektrischen Substrat, auf welchem sich das reale Bild des beobachteten Zielgebiets abbildet, das durch das Objektiv geliefert wird, und eine Mikroschaltungs-Schnittstelle, um die empfangenen oder durch den CCD-Messfühler erzeugten elektrischen Signale zu korrigieren;
  • – ein mehradriges elektrisches Kabel, das nacheinander in die gelenkig verbundene Garnitur, in die biegbare Hülse, in den Steuergriff und dann in nadelförmige Kabel, das fest mit dem Steuergriff verbunden ist, geführt ist, wobei das distale Ende des Kabels elektrisch fest mit der Mikroschaltungs-Schnittstelle der distalen optoelektronischen Einrichtung verbunden ist, während sein proximales Ende elektrisch fest mit einem mehrpoligen Anschlusssockel verbunden ist, der in der Verbindungseinrichtung integriert ist, welche das proximale Ende des nabenförmigen Kabels bildet;
  • – einen Bildprozessor, der die Synchronisation und die Stromversorgung der distalen optoelektronischen Einrichtung, die Behandlung des durch die optoelektronische Einrichtung erzeugten elektrischen Signals sicherstellt und ein direkt nutzbares Bildsignal auf dem Bildmonitor liefert; wobei der Bildprozessor ein Feld mit Steuertasten aufweist, die dem Benutzer ermöglichen, die Parameter des Videobildes, einen Bild-Ausgangsanschluss zur Verbindung mit einem Bildmonitor und einen mehrpoligen Anschluss zur Verbindung mit einem mehrpoligen Anschlusssockel, der in der Verbindungseinrichtung integriert ist, welche das proximale Ende des nabenförmigen Kabels des Videoendoskops bildet, einzustellen.

Die Nutzung des oben beschriebenen Videoendoskops erfordert in zusammengefassten Nutzungsbedingungen einen Bildmonitor und einen Lichtgenerator, wobei der Lichtgenerator häufig in ein und demselben Gehäuse mit dem Bildprozessor des Videoendoskops vorliegt.

Die biegbaren Endoskopiesonden in der Art eines Fiberendoskops oder in der Art eines Videoendoskops, auf die mit der vorliegenden Erfindung Bezug genommen wird und die insbesondere für medizinische Anwendungen bestimmt sind, wie der Bronchoskopie, weisen ferner einen Operationskanal auf, der aus einem flexiblen Zylinderrohr gebildet ist, das nacheinander in die angelenkte Garnitur, in die biegsamen zylindrische Hülse und dann in den distalen Bereich des Steuergriffs der Endoskopiesonden geführt ist. Der Operationskanal, dessen distales Ende an der distalen Seite des distalen Ansatzes der Endoskopiesonden liegt, ermöglicht, ganz oder teilweise die folgenden Operationen:

  • – Einführung eines biegbaren Instruments, wie einer Zange, ein elektrisches Bistouri-Messer oder einen Faserlaser, die dem Benutzer ermöglichen, physisch auf das Zielgebiet einzuwirken, das vor dem distalen Objektiv der biegbaren Endoskopiesonde liegt;
  • – Ansaugung an dem Zielgebiet von Geweberesten, die sich aus den oben genannten Eingriffen resultieren;
  • – Diffusion eines flüssigen Medikaments an dem Zielgebiet.

Die Durchführung dieser verschiedenen Operationen erfordert die Integration einer Entnahmeeinrichtung mit den folgenden Elementen in den biegbaren Endoskopiesonden für diesen Anwendungstyp:

  • – den oben genannten flexiblen Operationskanal;
  • – einen fest mit dem Steuergriff verbundenen Saugeingang, der durch ein äußeres flexibles Rohr mit einer Saugpumpe verbunden werden kann;
  • – ein Steuerventil, das im Allgemeinen fest mit dem Steuergriff verbunden ist und dem Benutzer ermöglicht, einen Saugeingang an das proximale Ende des Operationskanals anzuschließen
  • – ein mit dem Steuergriff fest verbundener Instrumenteneingang, der direkt mit dem proximalen Ende des Operationskanals verbunden, wobei der Instrumenteneingang im Allgemeinen eine abnehmbare Kappe aus Silicon aufweist, die die Dichtigkeit des Eingangs sicherstellt und auch die Einführung eines flexiblen Instruments oder des konischen Ansatzes einer Spritze mit einem Produkt zum Einspritzen in den Operationskanal ermöglicht.

Die Architektur der Operationsvorrichtung der biegbaren Endoskopiesonden, welche die der oben genannten Operationen ermöglicht, muss gleichzeitig auf ergonomische Zwänge als auch Zwänge hinsichtlich einer Desinfektion reagieren.

Die ergonomischen Zwänge betreffen den Zugriff auf Funktionen der "Steuerung des Saugvorgangs" und der Einführung des/der Instruments/Instrumente, die an dem Steuergriff angeordnet sein müssen, um die Arbeit des Benutzers zu erleichtern.

Was die Desinfektionszwäxige angeht, betreffen diese auch die feststehenden Elemente der Operationsvorrichtung, die in der Endoskopsonde integriert sind, wie auch die abnehmbaren äußeren Elemente der Vorrichtung. Die abnehmbaren Elemente, wie das Saug-Steuerventil und die Dichtungskappe, müssen einerseits ein Einwegartikel sein, andererseits lösbar sein, um durch ein Abbürsten vor dem Desinfizieren durch ein Eintauchen in ein Desinfektionsbad oder, besser, durch Hindurchführen durch einen Autoklaven, gereinigt werden zu können. Was die feststehenden Elemente der Operationsvorrichtung angeht, wie den Operationskanal und die diversen Verbindungsrohre, die fest in dem Steuergriff integriert sind, müssen diese mithilfe zylindrischer Bürsten gereinigt werden können, bevor die Endoskopsonde vollständig in ein Desinfektionsbad eingetaucht wird.

Die biegsamen Endoskopsonden für medizinischen Zwecke, welche die Durchführung einer Saugsteuerung und einer Instrumenteneinführung ermöglichen, halten in der Praxis wieder an zwei Architekturarten fest.

Die erste Architektur, die gegenwärtig den biegsamen Endoskopsonden eingesetzt wird und die Durchführung einer Saugsteuerung und einer Instrumenteneinführung ermöglicht, betrifft Sonden, wie diejenige, die in 1 dargestellt ist, deren Steuergriff 1 zwei getrennte Zugänge 41 und 45 zum Operationskanal 9 umfasst, die durch ein in den Griff 1 integriertes Rohr 12, 13 verbunden sind. Der erste dieser Zugänge 41, der an dem distalen Ende des Steuergriffs 1 angeordnet ist, betrifft den Instrumenteneingang. Der zweite Zugang 45, der an dem proximalen Bereich des Griffs 1 angeordnet ist, ist seinerseits mit einer externen abnehmbaren Saugeinheit F ausgestattet und weist die Saugsteuerung 30 und ein Saugrohr 10 auf, die einen Verbindungsanschluss zu einer externen Saugpumpe umfassen. Eine solche Entnahmeeinrichtung wurde von der japanischen Firma OLYMPUS in den Patenten US 5,299,561 und US 5,840,015 beschrieben. Eine weitere Entnahmevorrichtung dieser Art wurde von der japanischen Firma OLYMPUS in den Patenten US 5,247,773 und US 5,322,263 beschrieben. Solche Vorrichtungen wurden im Übrigen in den Fiberendoskopen der Baureihe FB und in den Videoendoskopen der Baureihe EB der japanischen Firma PENTAX sowie in den Fiberendoskopen der Baureihen 40 und 160 der japanischen Firma OLYMPUS verwirklicht. Die Implantierung des Instrumenteneingangs 41 und der Saugsteuerung 30 der Saugeinrichtung F an den Enden des Steuergriffs 1 der biegsamen Endoskopsonden, wie das für den vorliegenden Architekturtyp relevant ist, präsentiert einen nicht zu leugnenden Vorteil in ergonomischer Hinsicht.

Es ist in der Tat viel ergonomischer, eine Hand dazu zu verwenden, den Griff 1 der Sonde zu halten und gegebenenfalls die Saugsteuerung 30 der Saugeinheit F zu manipulieren und die andere Hand dazu zu verwenden, dass in den Instrumenten 41, der entfernt von der Saugsteuerung 30 liegt, eingeführte Operationsinstrument zu manipulieren.

Dagegen bedeutet die Integration eines Innenrohrs 12 und 13 in den Steuergriff 1, welches die beiden Eingänge 41 und 45 mit dem Operationskanal 9 verbindet, ein gewisses Handykap hinsichtlich der Leichtigkeit einer Reinigung und Desinfektion.

Es ist tatsächlich schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, dieses Innenrohr 12, 13 vom Griff zum Zwecke der Reinigung zu entfernen. In diesem Fall wird die Reinigung im Allgemeinen im Inneren wie beim Steuergriff durchgeführt und dies mit der Gefahr, Verunreinigungen an der Y-Verzweigung zu belassen, die durch die Rohre 13, 12, 9 gebildet wird, einer besonders günstigen Stelle zur Ansammlung von Geweberesten.

Die zweite dieser Architekturen betrifft die Endoskopsonden, wie sie in 2 beschrieben sind, deren Steuergriff nur einen einzigen Zugriff zum Operationskanal aufweist, wobei dieser Zugang mit einer externen Entnahmeeinrichtung E1 ausgestattet ist, die ganz oder teilweise je nach Modell abnehmbar ist und den Instrumenteneingang, die Saugsteuerung und den Verbindungsanschluss zu einer externen Saugpumpe umfasst. Verschiedene Entnahmeeinrichtungen dieser Art wurden von der japanischen Firma OLYMPUS in den Patenten US 4,198,958, US 4,469,090, US 4,561,428, US 4,736,732 und US 4,749,913 beschrieben. Solche Vorrichtungen wurden im Übrigen in den Bronchoskopen der Baureihe FBS von der japanischen Firma MACHIDA und in den Bronchoskopen der Baureihe 20 von der japanischen Firma OLYMPUS verwirklicht. Eine weitere Entnahmeeinrichtung dieser Art wurde in dem Patent 3,830,225 beschrieben.

Der direkte Zugang zum Operationskanal, welcher die für diesen Architekturtyp relevanten biegsamen Endoskopsonden charakterisiert, präsentiert einen nicht zu leugnenden Vorteil hinsichtlich der Einfachheit der Reinigung und Desinfektion, denn die externe Entnahmeeinrichtung kann leicht vom Handgriff des Endoskops abgemacht werden.

Im Gegensatz dazu ist diese einstückige abnehmbare Entnahmeeinrichtung E1 aufgrund der Nähe des Instrumenteneingangs und der Saugsteuerung in ergonomischer Hinsicht schlecht zu nutzen. In dem Patent US 3,830,225 ist die Saugsteuerung am Ende eines biegsamen Kanals angebracht.

Die vorliegende Erfindung hat zum Ziel, eine abnehmbare Entnahmeeinrichtung für eine biegsame Endoskopsonde vorzugsweise zu medizinischen Zwecken zu verwirklichen, die einen einzigen Zugang zum Operationskanal 9 aufweist, wobei diese Entnahmeeinrichtung gleichzeitig leicht abnehmbar, ergonomisch zu handhaben und die von den Benutzern geforderten Zwängen zur Desinfektion gerecht wird.

Die Aufgabe wird erreicht durch Bereitstellen einer Endoskopsonde nach Anspruch 1.

Gemäß der Erfindung umfasst diese Entnahmeeinrichtung einen Verbindungskanal, welcher den Saugkanal mit dem Einführkanal in Kommunikation bringt, und dessen Länge so gewählt ist, dass, wenn die Entnahmeeinrichtung auf einen Griff der Endoskopsonde befestigt ist, die Einrichtung zur Saugsteuerung in der Nähe der Steuereinrichtung des Griffs positioniert ist, die in der proximalen Position des Griffes liegt.

Diese Entnahmeeinrichtung ist infolgedessen ganz abnehmbar vom Griff 1 des Endoskops, um zum Beispiel sterilisiert zu werden, und auch ergonomisch zu nutzen, denn die Saugsteuerung 30 befindet sich ausreichend nahe an der Steuereinrichtung des Endoskops, um mit der gleichen Hand wie Letzteres manipuliert werden zu können.

In vorteilhafter Weise ist die Länge des Verbindungskanals in etwa gleich der Dicke mehrerer Finger ein Hand.

Vorzugsweise sind die Anschlussmittel des Einführkanals so ausgelegt, dass sie die lösbare Befestigung der Entnahmeeinrichtung auf dem Griff sicherstellen.

Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung umfasst diese Entnahmeeinrichtung ein zusätzliches Befestigungsmittel, das an der Saugeinheit liegt und so ausgelegt ist, dass dieses mit den auf dem proximalen Bereich des Griffs vorgesehenen komplementären Befestigungsmitteln zusammenwirkt.

Vorzugsweise ist der Verbindungskanal 16 aus einem steifen Material hergestellt.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Saugsteuereinrichtung ein abnehmbares Ventil, dass wenigstens eine Öffnungsstellung einnehmen kann, welche den Fluiddurchgang zwischen dem Operationskanal und einem Saugrohr zulässt, das selbst mit der Saugpumpe verbunden ist, und eine Schließstellung, welche den Fluiddurchgang zum Saugrohr verhindert.

Gemäß noch einer weiteren Ausführungsform der Erfindung umfasst die Saugeinheit ein Zylinderstück, das verschiebbar im Inneren des Saugkanals angebracht ist und einen axialen Blindkanal und eine Seitenöffnung, welche die Außenseite des Zylinderstücks mit dem Inneren des zylindrischen axialen Blindkanals verbindet, wobei das Zylinderstück in Schließstellung den Eingang des Saugrohrs gegenüber dem Eingang des Saugkanals verschließt, wenn sich die Seitenöffnung in Öffnung befindet.

Vorzugsweise wird das Zylinderstück durch elastische Rückholmittel in die Schließstellung zurückgebracht.

Gemäß noch einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der Saugkanal der Saugeinheit wahlweise durch das Steuermittel mit einem Einspritzrohr verbunden, welches die wahlfreie Injektion von Fluiden ermöglicht, die vom Einspritzrohr zum Operationskanal gelangen.

In vorteilhafter Weise ist die Einführeinrichtung zur Einführung von Operationsinstrumenten mit einer Kappe versehen, welche den Verschluss des Einführkanals ermöglicht.

Vorzugsweise ist die Entnahmeeinrichtung im Wesentlichen aus einem sterilisierbaren Material zur medizinischen Verwendung ausgeführt, wie Inox.

In vorteilhafter Weise ist die Entnahmeeinrichtung derart ausgeführt, dass sie einmal verwendet werden kann.

Die Erfindung betrifft auch ein Fiberendoskop und ein Videoendoskop, das mit der vorstehend definierten Entnahmeeinrichtung versehen ist.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird nachfolgend beispielhaft und nicht beschränkend mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in welchen:

1, wie oben kurz ausgeführt, einen Querschnitt eines Endoskopgriffs und seiner teilweise abnehmbaren Entnahmeeinrichtung gemäß des Standes der Technik darstellt;

2, wie oben kurz dargestellt, einen Querschnitt eines Endoskopgriffs und seiner total abnehmbaren Entnahmeeinrichtung gemäß des Standes der Technik wiedergibt;

3 im Schnitt einen Endoskopgriff und eine Entnahmeeinrichtung gemäß der Erfindung darstellt;

4 im Schnitt eine Variante gemäß der Erfindung der in 3 gezeigten Entnahmeeinrichtung zeigt;

5 in Profilansicht einen Steuergriff einer Videoendoskopsonde darstellt, die mit einer Entnahmeeinrichtung gemäß der Erfindung versehen ist.

1 zeigt einen Steuergriff 1 eines Fiberendoskops zu medizinischen Zwecken des Standes der Technik, das zwei getrennte Zugänge 41 und 45 zum Operationskanal 9 und eine externe Entnahmeeinrichtung aufweist, die auch aus dem einschlägigen Stand der Technik bekannt ist.

Wie all die biegsamen Endoskopsonden zu medizinischen Zwecken, die mit einem Operationskanal versehen sind, weist dieses Fiberendoskop einen Steuergriff 1 auf, der fest mit dem distalen Ende eines biegsamen nabenförmigen Kabels 7 und mit dem proximalen Ende einer biegsamen Hülse 3 verbunden ist, die insbesondere zur Aufnahme im biegsamen Operationskanal 9 dient, dessen proximales Ende im distalen Bereich 2 des Steuergriffs 1 mündet.

Die verschiedenen Einrichtungen, die alle in diesem Fiberendoskop integriert sind und dem Fachmann bekannt sind, wurden absichtlich in der 1 nicht dargestellt, und zwar aus Gründen der Klarheit. Es handelt sich um integrierte Elemente im distalen der biegsamen Hülse 3 (Objektiv, Beleuchtungsfenster, Ausgang des Operationskanals, angelenkte Garnitur ...), in der biegsamen Hülse 3 (Lichtfaserbündel, Bündel geordneter Bildfasern, Steuerkabel der Garnitur ...), im Steuergriff 1 (Steuereinrichtung der Garnitur ...), im proximalen Bereich 4 des Griffs (Okularlinse, Einrichtung zur Einstellung der Lichtbrechung, gesteuert durch den Ring 5 ...), im biegsamennabenförmigen Kabel 7 (Lichtleitfaserbündel ...) und im proximalen Ende des nabenförmigen Kabels (Anschlusssockel an einen Lichtgenerator ...).

Der distale Bereich 2 des Steuergriffs 1 des in 1 dargestellten Fiberendoskops weist einen ersten schrägen Seitenansatz 40 auf, in welchem ein zylinderförmiger Kanal 41 ausgebildet ist, dessen proximales Ende 42 in konischer Form den Instrumenteneingang des Fiberendoskops bildet und dessen distales Ende C mit dem proximalen Ende des Operationskanals 9 durch ein steifes Zylinderrohr 12 verbunden ist, welches fest in dem distalen Bereich 2 des Steuergriffs angeordnet ist. Das proximale Ende des Ansatzes 4 weist eine Außenschulter 43 auf, welche das Anbringen einer Dichtungskappe 20 aus einem nachgiebigen Kunststoffmaterial ermöglicht. Die Kappe weist eine kreisförmige Durchgangsöffnung 21 auf, die durch ein zylindrisches Innenhütchen 22 verschlossen werden kann, das fest mit einem Dichtungsdeckel 23 verbunden ist, der elastisch an die Kappe anschließt.

Der Steuergriff 1 des in 1 dargestellten Fiberendoskops weist auch einen zweiten Seitenansatz 44 auf, in welchem ein zylindrischer Kanal 45 ausgebildet ist, dessen proximales Ende den Saugeingang des Faserendoskops bildet, an welchem eine Saugeinheit F angeschlossen ist und dessen distales Ende mit einem distalen Ende des Rohres 12 durch ein steifes Zylinderrohr 13 verbunden ist, welches in dem distalen Bereich 2 des Steuergriffs liegt. Der proximale Bereich des Ansatzes 44 weist ein Außengewinde 46 auf, das zum Anschluss der Saugeinheit F einer abnehmbaren äußeren Entnahmeeinrichtung bestimmt ist.

Die Entnahmeeinrichtung umfasst somit eine Saugeinheit F mit einem Rohr 55, dessen distales Ende eine axiale Rundöffnung 56 aufweist und dessen proximaler Bereich einen axialen zylinderförmigen Kanal 57 abdeckt. Das Rohr 55 der Saugeinheit F ist fest mit einem steifen seitlichen Saugrohr 10 verbunden, dessen distales Ende in den zylinderförmigen Kanal 57 mündet, der auch Saugkanal genannt wird. Das distale Ende des Rohrs 55 ist fest mit einem losen Ring 59 verbunden, dessen distaler Bereich ein Innengewinde aufweist, welches ermöglicht, die Entnahmeeinrichtung an dem Steuergriff 1 zu befestigen, indem der Ring auf das Außengewinde 46 geschraubt wird, das auf dem zweiten Ansatz 44 ausgebildet ist. Der proximale Bereich des Rohr 55 weist ein Außengewinde 58 auf, welches ermöglicht, den nachfolgend beschriebenen Ventilmechanismus 30 auf dem Rohr zu befestigen.

Dieser abnehmbare Ventilmechanismus 30 wird aus einem Zylinderstück 31 gebildet, das verschiebbar in dem Saugkanal 57 angeordnet ist, welcher in dem proximalen Bereichs des Rohres 55 der Entnahmeeinrichtung ausgebildet ist. Der distale Bereich des Zylinderstücks 31 weist einen axialen Blindkanal 34 auf, der im Wesentlichen zylindrisch ist, und eine kreisförmige Seitenöffnung 35, die in das proximale Ende des Blindkanals 34 mündet. Der proximale Bereich des Zylinderstücks 31 weist seinerseits ein proximales Ende 33 in Form eines Druckknopfes auf, eine kreisförmige Außenschulter 32 und einen losen Ring 37, dessen proximaler Rand auf der proximalen Seite der Schulter 32 sitzt und dessen distaler Bereich ein Innengewinde aufweist, das ein Aufschraubens des Rings 37 auf das Außengewinde 36 ermöglicht, das um den proximalen Bereich des Rohrs 55 der Entnahmeeinrichtung herum ausgebildet ist. Eine Spiralfeder 36, die zwischen dem proximalen Rand des Rohrs 55 und der distalen Seite der Schulter 32 sitzt, hält den Ventilmechanismus 30 in einer Ruheposition, die durch eine Verdeckung des distalen Endes des Saugrohrs 10 gekennzeichnet ist. Eine manuelle Einwirkung auf das proximale Ende 33 des Ventilmechanismus bringt die Seitenöffnung 35 und das distale Ende des Saugrohrs 10 in Übereinstimmung und ermöglicht somit, das Saugrohr 10 mit dem in dem Ansatz 44 ausgebildeten Kanal 45 zu verbinden.

Die 2 zeigt die Struktur eines Griffs 1 des Fiberendoskops für medizinische Zwecke mit nur einem einzigen Zugang 48 zum Operationskanal 9 in einer proximalen Position und einer externen Entnahmeeinrichtung E1 gemäß dem Stand der Technik auf diesem Gebiet.

Wie biegsamen Endoskopsonden zu medizinischen Zwecken, die mit einem Operationskanal 9 ausgestattet sind, weist dieses Fiberendoskop einen Steuergriff 1 auf, der fest mit de distalen Ende eines biegsamen nabenförmigen Kabels 7 und mit dem proximalen Ende einer biegsamen Hülse 3 verbunden ist, die insbesondere zur Aufnahme des biegsamen Operationskanals 9 dient, dessen proximales Ende in dem distalen Bereich 2 des Steuergriffs 1 mündet.

Die diversen Einrichtungen, die allgemein in diesem Fiberendoskop integriert sind und dem Fachmann allgemein bekannt sind, wurden freilich in 2 nicht dargestellt, und zwar aus Gründen der Klarheit. Es handelt sich um integrierte Elemente in dem distalen Bereich der biegsamen Hülse 3 (Objektiv, Beleuchtungsfenster, Ausgang des Operationskanals, angelenkte Garnitur ...), in der biegsamen Hülse 3 (Lichtleitfaserbündel, geordnetes Bündel Bildfasern, Steuerkabel der Garnitur ...), in dem Steuergriff 1 (Steuereinrichtung der Garnitur ...), in dem proximalen Bereich 4 des Griffs (Okularlinse, durch den Ring 5 gesteuerte Einstelleinrichtung für die Lichtbrechung ...) in dem biegsamen nabenförmigen Kabel 7 (Lichtleitfaserbündel ...) und in dem proximalen Ende den nabenförmigen Kabels (Anschluss an einen Lichtgenerator ...).

Der Steuergriff 1 des in 2 dargestellten Fiberendoskops weist einen schrägen Seitenansatz 47 auf, in welchem ein zylinderförmiger Kanal 48 ausgebildet ist, dessen distales Ende mit dem proximalen Ende des Operationskanals 9 durch ein steifes Zylinderrohr 14 verbunden ist, das in dem distalen Bereich 2 des Steuergriffs angeordnet ist. Der proximale Bereich des Ansatzes 47 weist ein Außengewinde 49 auf, das zur Verbindung mit einer externen Entnahmeeinrichtung E1 bestimmt ist.

Die Entnahmeeinrichtung E1 weist die Form eines Y auf, dessen Hauptarm, der in Verlängerung zum Ansatz 47 angeordnet ist, den Instrumentenkanal abdeckt und dessen schräger Seitenarm den Saugkanal abdeckt. Der Hauptarm der Entnahmeeinrichtung E1 wird aus einem Rohr 60 gebildet, in welchem ein ZylinderkanaL 61 ausgebildet ist, dessen proximales Ende 63 mit konischer Form den Instrumenteneingang bildet. Das proximale Ende 63 des Rohrs 60 weist eine Außenschulter 65 auf, die das Aufsetzen einer Dichtungskappe 20 ermöglicht, die vorstehend mit Bezug auf 1 beschrieben ist. Das distale Ende C des Rohrs 60 ist mit einem losen Ring 64 fest verbunden, dessen distaler Bereich ein Innengewinde aufweist, welches ermöglicht, die Entnahmeeinrichtung E1 auf dem Steuergriff 1 durch Aufschrauben des Rings 64 auf das Außengewinde 69 ermöglicht, das um den Ansatz 47 herum ausgebildet ist. Der schräge Seitenarm der Entnahmeeinrichtung E1 wird aus einem Rohr 66 gebildet, das fest mit dem Rohr 60 verbunden ist und dessen distales Ende einen axialen Kanal 67 abdeckt, der in das distale Ende 62 des Kanals 61 mündet, der in dem Rohr 60 ausgebildet ist. Der proximale Bereich des Rohrs 66 weist ein Außengewinde 69 auf, welches ermöglicht, auf das Rohr den 37 des Ventilmechanismus 30 aufzuschrauben, der vorher mit Bezug auf 1 beschrieben ist und vorher in den Zylinderkanal 68 eingeführt wurde, der in dem proximalen Bereich ausgebildet ist. Das Rohr 66 ist im Übrigen fest mit einem steifen seitlichen Saugrohr 10 verbunden, dessen distales Ende in dem Zylinderkanal 68 mündet.

Die 3 zeigt die Struktur eines Fiberendoskops zu medizinischen Zwecken, welches nur einen einzigen Zugang 51 zum Operationskanal 9 aufweist und die externe Operationseinrichtung nutzt, die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet.

Wie alle biegsamen Endoskopsonden zu medizinischen Zwecken, die mit einem Operationskanal ausgestattet sind, weist dieses Fiberendoskop einen Steuergriff 1 auf, der fest mit dem distalen Ende eines biegsamen nabenartigen Kabels 7 und mit dem proximalen Ende einer biegsamen Hülse 3 verbunden ist, die insbesondere zur Aufnahme des biegsamen Operationskanals 9 dient, dessen proximales Endes in dem distalen Bereich 2 des Steuergriffs 1 mündet.

Die verschiedenen gemein in dem Fiberendoskop integrierten Einrichtungen, die den Spezialisten auf dem Gebiet bekannt sind und wie oben erläutert, wurden bewusst in 3 nicht dargestellt, und zwar aus Gründen der Klarheit. Es handelt sich um integrierte Elemente im distalen Bereich der biegsamen Hülse 3 (Objektiv, Beleuchtungsfenster, Ausgang des Operationskanals, angelenkte Garnitur ...), in der biegsamen Hülse 3 (Bündel von Lichtleitfasern, geordnetes Bündel von Bildfasern, Steuerkabel der Garnitur ...), in dem Steuergriff 1 (Steuereinrichtung der Garnitur ...), in dem proximalen Bereich 4 des Griffs (Okularlinse, durch den Ring 5 gesteuerte Einrichtung zur Einstellung der Lichtbrechung ...), in dem biegsamen Nabenkabel 7 (Bündel von Lichtleitfasern ...) und in dem proximalen Ende des Nabenkabels (Anschluss an einen Lichtgenerator ...).

Der distale Bereich 2 des Steuergriffs 1 des in 3 dargestellten Fiberendoskops weist einen schrägen Seitenansatz 50 auf, in welchem ein axialer Zylinderkanal 51 ausgebildet ist, dessen distales Ende mit dem proximalen Ende des Operationskanals 9 durch ein steifes Zylinderrohr 15 verbunden ist, welches fest in dem distalen Bereich 2 des Steuergriffs angeordnet ist. Der proximale Bereich des Ansatzes 50 weist ein Außengewinde 52 auf, das zur Verbindung mit der externen Entnahmeeinrichtung E2 bestimmt ist, welche Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist.

Der distale Bereich der Entnahmeeinrichtung E2 umfasst ein Einführmittel A, das aus einem Zylinderstück 70 gebildet ist, in welchem ein Instrumenten-Einführkanal 71 ausgebildet ist, dessen proximales Ende 73 in einer aufgeweiteten Form den Instrumenteneingang bildet. Das proximale Ende 73 des Zylinderstücks 70 weist eine Außenschulter 74 auf, welche ermöglicht, die vorher mit Bezug auf 1 beschriebene Dichtungskappe 20 aufzusetzen. Das Zylinderstück 70 ist im Übrigen fest mit einem steifen seitlichen Verbindungskanal 16 verbunden, dessen distales Ende in dem Instrumenten-Einführkanal 71 mündet. Das distale Ende C des Zylinderstücks 70 des Einführmittels A ist fest mit einem losen Ring 75 verbunden, dessen distaler Bereich ein Innengewinde aufweist, welches ermöglicht, die Entnahmeeinrichtung E2 an dem distalen Bereich 2 des Steuergriffs 1 durch Aufschrauben des losen Rings 75 auf das Außengewinde 52 zu befestigen, welches um den proximalen Bereich des Ansatzes 50 ausgebildet ist.

Der proximale Bereich der Entnahmeeinrichtung E2 wird aus einem Rohr 76 gebildet, dessen distales Ende eine Kreisöffnung 77 aufweist, in welcher das proximale Ende des steifen Verbindungskanals 16 fest aufgenommen ist. Der proximale Bereich des Rohrs 76 weist ein Außengewinde 79 auf, welches ermöglicht, den Ring 37 des vorher mit Bezug auf 1 beschriebenen und vorher in den im proximalen Bereich ausgebildeten zylinderförmigen Saugkanal 78 eingeführten Ventilmechanismus 30 auf das Rohr zu schrauben. Das Rohr 76 ist im Übrigen fest mit einem steifen seitlichen Saugrohr 10 verbunden, dessen distales Ende in dem zylinderförmigen Saugkanal 78 mündet. Der distale Bereich des Rohrs 76 weist einen externen Seitenfinger 80 auf, der eine Schulter hat, welche, wenn sie in einen Schlitz eingeführt ist, der zu diesem Zweck auf dem Steuergriff 1 ausgebildet ist, ermöglicht, den distalen Bereich der Entnahmeeinrichtung E2 und den Steuergriff 1 fest zu verbinden.

Die 4 zeigt eine weitere Version der Entnahmeeinrichtung E3, die den Gegenstand der vorliegenden bildet, wobei die Version ermöglicht, gleichzeitig mit demselben Ventilmechanismus die Saugfunktionen und die Injektion einer Flüssigkeit in den Operationskanal 9 durchzuführen, die in einem Infusionsbeutel enthalten ist, der durch einen flexiblen Schlauch mit der Entnahmeeinrichtung E3 verbunden ist. Die Durchführung einer Bronchoskopie mit einer solchen Vorrichtung ermöglicht, Operationen durchzuführen, die als "Zellspülung" bezeichnet werden.

Die in 4 dargestellte Entnahmeeinrichtung E3 unterscheidet sich von derjenigen, die mit Bezug auf 3 beschrieben wurde, nur durch die Struktur ihres proximalen Bereichs, der als ein Rohr 76 ausgebildet ist, das einerseits fest mit einem steifen seitlichen Saugrohr 10 verbunden ist, dessen proximales Ende in den proximalen Bereich des Saugkanals 78 in Form eines Zylinderkanals mündet, der in dem Rohr 76 ausgebildet ist, und andererseits mit einem steifen seitlichen Einspritzrohr 11, dessen proximales Ende in dem Saugkanal 78 mündet.

Wenn sich der Ventilmechanismus 30 in einem Ruhezustand befindet, verhindert eine solche Entnahmeeinrichtung E3 jegliche Kommunikation zwischen dem Saugrohr 10 und dem Verbindungskanal 16 und verhindert auch jegliche Kommunikation zwischen dem Flüssigkeits-Einspritzrohr 11 und dem Verbindungskanal 16.

Wenn der Ventilmechanismus 30 durch den Benutzer betätigt wird, durch Verschieben in eine erste Öffnungsposition des verschiebbaren Zylinderstücks 31, gewährt die Einrichtung die Kommunikation zwischen dem Saugrohr 10 und dem Verbindungskanal 16 und verhindert jegliche Kommunikation zwischen dem Flüssigkeits-Einspritzrohr 11 und dem Verbindungskanal 16.

Wenn der Ventilmechanismus 30 durch den Benutzer betätigt wird, durch Verschieben in eine zweite Öffnungsposition des verschiebbaren Zylinderstücks 31, verhindert die Einrichtung die Kommunikation zwischen dem Saugrohr 10 und dem Verbindungskanal 16 und gewährt die Kommunikation zwischen dem Flüssigkeits-Einspritzrohr 11 und dem Verbindungskanal 16.

Es somit festzustellen, natürlich vorbehaltlich, dass der Instrumenteingang 73 durch die Dichtungskappe 20 verdeckt ist, dass eine solche Entnahmeeinrichtung E3 einem Benutzer wirksam ermöglicht, gleichzeitig mithilfe ein und derselben Steuereinrichtung 30 eine Fluidansaugung und/oder eine Flüssigkeitsinjektion in den Operationskanal 9 zu bewirken.

Die 5 stellt den außen liegenden Aspekt des Steuergriffs 1 einer Videoendoskopsonde dar, die mit einer Entnahmeeinrichtung E3, wie sie oben mit Bezug auf 4 beschrieben wurde, ausgestattet ist.

Der distale Bereich 2 des Steuergriffs 1 weist einen Ansatz 50 auf, der den Zugangskanal des Operationskanals aufnimmt und fest verbundenes mit dem proximalen Ende der biegsamen Hülse 3 des Videoendoskops, wobei in der Hülse im distalen Ende diverse Elemente integriert sind (wie die angelenkte Garnitur, ein Beleuchtungsfenster, ein Ausgang des Operationskanals, eine optoelektronische Einrichtung ...), die dem Fachmann allgemein bekannt sind und wie sie oben erwähnt wurden. Der Steuergriff 1 ist seinerseits fest mit dem distalen Ende eines Nabenkabels 7 verbunden, wobei in dem proximalen Ende des Kabels diverse Elemente integriert sind (wie ein Anschluss an einen Lichtgenerator, Verbindungsanschluss an einen Bildprozessor ...), die auch den Spezialisten auf dem Gebiet bekannt sind und auch oben angegeben wurde.

Der Steuergriff 1 weist einen Steuerhebel 8 auf, der es ermöglicht, die Ausrichtung der distalen Garnitur der Videoendoskopsonde zu steuern, und einen proximalen Bereich 4, der mit Tasten 6 ausgestattet ist, die es ermöglichen, bestimmte Funktionen des am proximalen Ende des Nabenkabels 7 angeschlossenen Bildprozessors fernzusteuern.

Die externe Entnahmeeinrichtung E3, wie sie vorstehend mit Bezug auf 4 beschrieben ist, ist an dem Steuergriff 1 befestigt, indem der lose Ring 75, der mit dem distalen Ende 70 der Einrichtung fest verbunden ist, auf den Ansatz 50 geschraubt wird.

Der proximale Bereich 82 der Entnahmeeinrichtung E3 weist einen Luftsaugeingang 10, einen Flüssigkeits-Injektionseingang 11 und einen Ventilmechanismus 30 auf, der auf dem proximalen Bereich 32 befestigt ist, indem der fest mit dem Ventilmechanismus 30 verbundene Ring 37 auf den proximalen Bereich geschraubt wird.

Der Verbindungskanal 16 verbindet das distale Ende 70 der Entnahmeeinrichtung E3, das distale Ende, das mit dem Dichtungsring 20 versehen ist, der oben mit Bezug auf 1 beschrieben ist, mit dem proximalen Ende 82 der Einrichtung.


Anspruch[de]
Endoskopiesonde mit einem Steuergriff (1) und einer Entnahmeeinrichtung (E2), die zur lösbaren Befestigung am Griff (1) vorgesehen ist, wobei dieser Griff einen distalen Bereich und einen proximalen Bereich aufweist und mit einem inneren Operationskanal (9) versehen ist, dessen Eingang an einem distalen Bereich des Griffes (1) mündet, wobei die Entnahmeeinrichtung umfasst:

– ein Einführmittel (A) zur Einführung von Operationsinstrumenten, mit einem Instrumenten-Einführkanal (71), dessen distales Ende (C) Anschlussmittel umfasst, um den Instrumenten-Einführkanal am Eingang des Operationskanals (9) anzuschließen, und dessen proximales Ende (63) einen Instrumenteneingang der Entnahmeeinrichtung bildet, und

– eine Saugeinheit (F) mit einem Saugkanal (78), der mit dem Einführkanal kommuniziert, und einer Steuereinrichtung (30), um wahlweise den Ansaugkanal (78) mit einer Pumpe zu verbinden, um Fluide durch den Operationskanal (9) hindurch anzusaugen,

– einen Verbindungskanal (16), der den Ansaugkanal (78) mit dem Einführkanal (71) in Kommunikation bringt und sich zum Äußeren des Griffes hin erstreckt,

dadurch gekennzeichnet, dass

– der Griff (1) Steuermittel (5, 6) umfasst, die auf dem proximalen Bereich des Griffs liegen,

– und dadurch, dass die Sonde ein zusätzliches Befestigungsmittel (80) umfasst, das auf der Saugeinheit (F) angeordnet ist, um mit dem zusätzlichen Befestigungsmittel (81) kooperieren zu können, die auf dem proximalen Bereich des Griffes (1) vorgesehen sind.
Endoskopsonde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Verbindungskanal (16) in etwa die Dicke mehrerer Daumen einer Hand beträgt. Endoskopsonde nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlussmittel (75) des Einführkanals (71) vorgesehen ist, um die lösbare Befestigung der Entnahmeeinrichtung am Griff (1) zu gewähren. Endoskopsonde nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel (80, 81) auf der Entnahmeeinrichtung aus einem äußeren Seitenfinger (80) bestehen, der eine Schulter aufweist, die, wenn sie in einen Schlitz 81 eingeführt ist, der zu diesem Zweck auf dem Steuergriff ausgebildet ist, ermöglicht, die Entnahmeeinrichtung und den Steuergriff fest miteinander zu verbinden. Endoskopsonde nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungskanal (16) aus steifem Material gebildet ist. Endoskopsonde nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Saug-Steuereinrichtung (30) ein abnehmbares Ventil (30) ist, das wenigstens eine Öffnungsstellung annehmen kann, die den Fluiddurchgang zwischen dem Operationskanal (9) und einem Saugrohr (10) zulässt, das selbst mit der Saugpumpe verbunden ist, und eine Schließstellung annehmen kann, die den Fluiddurchgang zum Saugrohr (10) unterbindet. Endoskopsonde nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugeinheit (F) ein Zylinderstück (31) umfasst, das verschiebbar im Inneren des Saugkanals (78) montiert ist, und einen axialen Blindkanal (34) und eine Seitenöffnung (35) umfasst, die das Äußere des Zylinderstückes (31) mit dem Inneren des zylinderförmigen axialen Blindkanals (34) verbindet, wobei das Zylinderstück in Schließstellung den Eingang des Saugrohrs verschließt, wobei die Seitenöffnung (35) in Bezug zu dem Eingang des Saugrohrs (10) in Öffnungsstellung ist. Endoskopsonde nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Zylinderstück (31) durch ein elastisches Rückstellmittel (36) in Schließstellung zurückgebracht wird. Endoskopsonde nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugkanal (78) der Saugeinheit (F) der Entnahmeeinrichtung (E3) wahlweise durch die Steuereinrichtung (30) mit einem Injektionsrohr (11) verbunden ist, das die wahlfreie Injektion von Fluiden aus dem Injektionsrohr (11) in den Operationskanal (9) ermöglicht. Endoskopsonde nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Einführeinrichtung (A) für die Einführung von Operationsinstrumenten mit einer Kappe (20) versehen ist, welche den Verschluss des Einführkanals (71) ermöglicht. Endoskopsonde nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Entnahmeeinrichtung im Wesentlichen aus sterilisierbarem Material zur medizinischen Verwendung, wie Inox, hergestellt ist. Endoskopsonde nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Entnahmeeinrichtung so hergestellt ist, dass sie einmal-verwendbar ist. Endoskopsonde nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Sonde ein Fiberendoskop ist. Endoskopsonde nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Sonde ein Videoendoskop ist.






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