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Dokumentenidentifikation DE60219118T2 13.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001306475
Titel Zweiflächige Velourware mit verbessertem dynamischen Isolationsverhalten
Anmelder Malden Mills Industries, Inc., Lawrence, Mass., US
Erfinder Rock, Moshe, Brookline, Massachusetts 02446, US;
Dionne, Edward P., South Paris, Maine 04281, US;
Dua, Bhupesh, Portland, Oregon 97229-8503, US;
Haryslak, Charles, Haverhill, Massachusetts 01832, US;
Lie, William K., Methuen, Massachusetts 01844, US;
Lumb, Douglas, Methuen, Massachusetts 01844, US
Vertreter Bosch, Graf von Stosch, Jehle Patentanwaltsgesellschaft mbH, 80639 München
DE-Aktenzeichen 60219118
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 18.10.2002
EP-Aktenzeichen 022572606
EP-Offenlegungsdatum 02.05.2003
EP date of grant 28.03.2007
Veröffentlichungstag der Übersetzung europäischer Ansprüche 15.04.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.12.2007
IPC-Hauptklasse D04B 1/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Diese Erfindung bezieht sich auf doppelseitige Velour-Gewebeartikel, und insbesondere auf doppelseitige Velour-Gewebeartikel mit verbesserter dynamischer Isolationseigenschaft aufgrund relativ höherer Verdichtung und Verwindung.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Doppelseitige Velour-Gewebeartikel mit gegenüberliegenden Fleece-Oberflächen oder rauen Oberflächen, die beispielsweise durch Prozesse wie Schleifen, Bürsten oder Aufrauen erzielt werden, sind dafür bekannt, dass sie unter statischen Bedingungen gute Isolationseigenschaften aufweisen, das heißt bei ruhigen oder stillen Luftverhältnissen, bei denen kein Wind durch das Gewebe bläst. Diese Isolationseigenschaften dieser Gewebe verschlechtern sich jedoch rapide unter dynamischen Bedingungen, das heißt bei kaltem Wind. Das Ergebnis ist, dass ein Verbraucher beim Tragen eines doppelseitigen Velour-Gewebeartikels häufig die Notwendigkeit sieht, zusätzlich eine Hülle, zum Beispiel aus Nylongewebe oder anderem Material mit geringer Durchlässigkeit zu tragen, wenn möglicherweise windige Wetterbedingungen auftreten.

Es ist ebenfalls bekannt, dass die thermischen Isolationseigenschaften eines doppelseitigen Velour-Gewebeartikels verbessert werden, wenn ein relativ gröberes Nähgarn eingearbeitet wird und/oder die Stichweite gestrafft bzw. verkleinert wird. Diese Herangehensweisen ergeben jedoch Gewebeartikel mit sehr schlechten Stretcheigenschaften, erhöhter Steifigkeit und erhöhtem Gewicht.

US 2009361 beschreibt ein Strickgewebe, in das ein Faden oder eine Litze aus unbedecktem Gummi eingestrickt ist. Das Gewebe kann aufgeraut werden.

ZUSAMMENFASSUNG

Ein Aspekt der Erfindung betrifft einen doppelseitigen Velour-Gewebekörper mit einer technischen Vorderseite, gebildet durch ein Filament-Nähgarn und einer technischen Rückseite, gebildet durch ein Filament-Schlingengarn, wobei der Gewebekörper eine Velouroberfläche aufweist, ausgebildet sowohl auf der technischen Rückseite als auch auf der technischen Vorderseite, wobei entweder: (a) das Filament-Nähgarn wärmeempfindliches Material umfasst und das wärmeempfindliche Material dafür ausgebildet ist, auf Wärmeanwendung während der Verarbeitung zu reagieren, um eine Verwindung zu erhöhen, oder (b) das Filament-Nähgarn ein Elastomermaterial umfasst, oder (c) raue Fasern der Velouroberfläche von zumindest einer von der technischen Vorderseite und der technischen Rückseite, einschließlich in und/oder durch Zwischenräume des Gewebekörpers, zu der anderen von der technischen Vorderseite und der technischen Rückseite hin verstrickt werden, oder (d) nach Fertigstellung zumindest eine von der technischen Vorderseite und der technischen Rückseite einer Hydroverstrickung unterzogen worden ist, um raue Fasern der Velouroberfläche zu verstricken, einschließlich in und/oder durch Zwischenräume des Gewebekörpers, um dadurch den Gewebekörper zu verdichten und eine Verwindung zu erhöhen, in der Weise, dass der Gewebekörper eine Durchlässigkeit von ungefähr 24 m3/m2/min (80 ft3/ft2/min) oder weniger bei einer Druckdifferenz von 1,2 cm (1/2 inch) Wasser über dem Gewebekörper aufweist (nach dem Testverfahren der ASTM Designation: D737-96, „Standard Test Method for Air Permeability of Textile Fabrics" [„Standard-Testverfahren für die Luftdurchlässigkeit von textilen Geweben"]).

Bevorzugte Ausführungsformen können eine oder mehrere der folgenden zusätzlichen Eigenschaften beinhalten. Das wärmeempfindliche Material wird vorzugsweise aus einer Gruppe ausgewählt, die aus Polypropylen, Polyester und Polyamid besteht. Das wärmeempfindliche Material umfasst Wärmeschrumpfmaterial, das vorzugsweise aus einer Gruppe ausgewählt wird, die aus Polypropylen, Polyester und Polyamid besteht. Das wärmeempfindliche Material reagiert auf die Anwendung von trockener Wärme und/oder auf die Anwendung von feuchter Wärme, zum Beispiel Dampf oder heißes Wasser, zum Beispiel bei ungefähr 100°C (212°F) bis ungefähr 230°C (450°F), angewendet während einer Dauer von ungefähr 2 Minuten bis ungefähr 60 Minuten. Das Filament-Nähgarn umfasst ein Elastomermaterial, zum Beispiel Spandex bzw. Elastan. Filamente des wärmeempfindlichen Materials und Filamente des Elastomermaterials werden vermengt oder miteinander verflochten. Das Filament-Nähgarn ist ein Core-Spun-Garn bzw. Kerngarn, das einen Kern und einen Mantel umfasst, wobei der Mantel Hotmeltmaterial umfasst. Das Kernmaterial wird vorzugsweise aus der Gruppe ausgewählt, die aus Polyester und Nylon besteht und das Hotmeltmaterial wird vorzugsweise aus der Gruppe ausgewählt, die aus Polypropylen, Polyester und Polyamid besteht. Das Filament-Schlingengarn wird aufgespalten, zum Beispiel durch die Anwendung von Wärme, zum Beispiel umfasst das Schlingengarn aus feinen Fasern oder Filamenten mit geringer Fadenstärke eine Bikomponenten-Struktur bzw. eine „Islands-in-the-Sea"-Struktur; oder es wird durch die Anwendung von Chemikalien gespalten, zum Beispiel Natronhydroxid, oder durch mechanische Einwirkung, zum Beispiel Aufrauen, um eine Vielzahl von Filamenten mit geringem Querschnitt freizugeben. Das Filament-Schlingengarn und/oder das Filament-Nähgarn sind/ist strukturiert. Raue Fasern der Velouroberfläche von zumindest einer von der technischen Vorderseite und der technischen Rückseite sind, einschließlich in und/oder durch Zwischenräume des Gewebekörpers, zu der anderen von der technischen Vorderseite und der technischen Rückseite hin verstrickt. Raue Fasern der technischen Rückseite sind, einschließlich in und/oder durch Zwischenräume des Gewebekörpers, zu der technischen Vorderseite hin verstrickt.

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung können eine oder mehrere der folgenden zusätzlichen Eigenschaften beinhalten. Das Elastomermaterial umfasst Spandex bzw. Elastan. Der Gewebekörper weist eine Durchlässigkeit von ungefähr 21 m3/m2/min (70 ft3/ft2/min) oder weniger auf. Raue Fasern der Velouroberfläche von zumindest einer von der technischen Vorderseite und der technischen Rückseite sind, einschließlich in und/oder durch Zwischenräume des Gewebekörpers, zu der anderen von der technischen Vorderseite und der technischen Rückseite hin verstrickt. Vorzugsweise sind raue Fasern der technischen Rückseite, einschließlich in und/oder durch Zwischenräume des Gewebekörpers, zu der technischen Vorderseite hin verstrickt. Wenigstens eines von dem Filament-Nähgarn und dem Filament-Schlingengarn ist ein Garn mit Filamenten oder Fasern mit feiner Fadenstärke.

In bevorzugten Ausführungsformen sind raue Fasern der technischen Rückseite, einschließlich in und/oder durch Zwischenräume des Gewebekörpers, zu der technischen Vorderseite hin verstrickt, und/oder wenigstens eines von dem Filament-Nähgarn und dem Filament-Schlingengarn ist ein Garn mit Filamenten oder Fasern von feiner Fadenstärke.

Nach noch einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Bilden eines doppelseitigen Velour-Gewebekörpers bereitgestellt, wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst: Verbinden eines Filament-Schlingengarns und eines Filament-Nähgarns um einen Gewebevorkörper zu bilden, wobei das Filament-Nähgarn eine technische Vorderseite des Gewebevorkörpers bildet und das Filament-Schlingengarn eine technische Rückseite des Gewebevorkörpers bildet; Fertigstellen der technischen Vorderseite und der technischen Rückseite des Gewebevorkörpers, um dadurch einen doppelseitigen Velour-Gewebekörper mit gegenüberliegenden Velouroberflächen zu bilden, und wobei entweder: (a) das Filament-Nähgarn ein wärmeempfindliches Material umfasst, und das Verfahren den Schritt einschließt, bei dem der Gewebekörpers einer Wärme ausgesetzt wird, die ausreicht, um eine Reaktion des wärmeempfindlichen Materials zu verursachen, wodurch die Verwindung erhöht wird, oder (b) raue Fasern von zumindest einer von der technischen Vorderseite und der technischen Rückseite verstrickt werden, einschließlich in und/oder durch Zwischenräume des Gewebekörpers, um dadurch die Dichte und Verwindung des Faserkörpers zu erhöhen, oder (c) das Filament-Nähgarn ein Elastomermaterial umfasst, mit dem Ergebnis, dass der Gewebekörper eine Durchlässigkeit von ungefähr 24 m3/m2/min (80 ft3/ft2/min) oder weniger bei einer Druckdifferenz von 1,2 cm (1/2 inch) Wasser über dem Gewebekörper aufweist.

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung können eine oder mehrere der folgenden zusätzlichen Eigenschaften beinhalten. Das Verfahren umfasst einen weiteren Schritt, bei dem die rauen Fasern durch einen Hydroverstrickungsprozess miteinander verstrickt werden, indem Wasser mit feinen Hochdruckstrahlen auf zumindest eine der technischen Vorderseite und der technischen Rückseite gelenkt wird. Das Verfahren umfasst einen weiteren Schritt, bei dem feine Hochdruckstrahlen (zum Beispiel Wasserstrahlen, Luftstrahlen) auf die technische Rückseite gelenkt werden, um raue Fasern der Velouroberfläche der technischen Rückseite zum Verstricken, einschließlich in und/oder durch Zwischenräume des Gewebekörpers, zu der technischen Vorderseite hin zu veranlassen. Das Filament-Nähgarn umfasst wärmeempfindliches Material, und das Verfahren umfasst den weiteren Schritt, bei dem der Gewebekörper einer Wärme ausgesetzt wird, die ausreicht um eine Reaktion durch das wärmeempfindliche Material zu verursachen, und dabei die Verwindung zu erhöhen.

Bevorzugte Ausführungsformen können eine oder mehrere der folgenden zusätzlichen Eigenschaften beinhalten. Das Verfahren umfasst einen Schritt, bei dem der Gewebekörper einer Wärme ausgesetzt wird, die ausreichend ist, um eine Reaktion des wärmeempfindlichen Materials während des Färbens und/oder während der Fertigstellung zu verursachen. Das Verfahren umfasst einen Schritt, bei dem der Gewebekörper trockener Wärme und/oder feuchter Wärme, zum Beispiel Dampf oder heißem Wasser, ausgesetzt wird. Das Verfahren umfasst eine Erwärmung des Gewebekörpers, die ausreichend ist, um eine Reaktion des wärmeempfindlichen Materials bei ungefähr 100°C (212°F) bis ungefähr 230°C (450°F) während einer Dauer von ungefähr 2 Minuten bis ungefähr 60 Minuten zu verursachen. Das Verfahren umfasst eine Erwärmung des Gewebekörpers, die ausreichend ist, um eine Reaktion des wärmeempfindlichen Materials zu verursachen, und dabei die Verwindung zu erhöhen, mit dem Ergebnis, dass der Gewebekörper eine Durchlässigkeit von ungefähr 21 m3/m2/min (70 ft3/ft2/min) oder weniger aufweist. Das Verfahren umfasst das Verbinden eines Filament-Schlingengarns und eines Filament-Nähgarns, wobei das Filament-Nähgarn ein Elastomermaterial, beispielsweise Spandex bzw. Elastan umfasst.

Aufgabe der Erfindung ist es, doppelseitige Velour-Gewebeartikel bereitzustellen, die ein verbessertes dynamisches Isolationsverhalten aufweisen, und gleichzeitig eine Erhöhung des Gewichts oder einen Verlust der Stretcheigenschaften und/oder der Flexibilität verhindern. Eine weitere Aufgabe ist es, doppelseitige Velour-Gewebeartikel bereitzustellen, die unter kühlen, windigen Bedingungen getragen werden können, ohne eine deutliche Verringerung der Isolationseigenschaften. Allgemein wird die Verwindung, und dadurch die Dichte, durch die Verwendung von wärmeempfindlichem Material und/oder Elastomermaterialien in den Nähgarnen sowie durch die Verstrickung der Schlingengarn-Fasern erhöht.

Die Einzelheiten einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung sind in den beigefügten Zeichnungen und in der untenstehenden Beschreibung dargelegt. Andere Eigenschaften, Aufgaben und Vorteile der Erfindung sind aus der Beschreibung und den Zeichnungen, sowie aus den Ansprüchen ersichtlich.

BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist eine einigermaßen schematische Ansicht eines End-Abschnitts bzw. Kettfaden-Abschnitts eines doppelseitigen Gewebevorkörpers, wie er beispielsweise in einem Wendeplattierungs-Rundstrickprozess gebildet wird.

2 ist eine einigermaßen schematische Ansicht eines End-Abschnitts bzw. Kettfaden-Abschnitts eines doppelseitigen Velour-Gewebeartikels der Erfindung, der durch die Fertigstellung des doppelseitigen Gewebevorkörpers aus 1 gebildet wird; und

3 ist eine einigermaßen schematische Ansicht eines End-Abschnitts bzw. Kettfaden-Abschnitts eines doppelseitigen Velour-Gewebeartikels nach dem Stand der Technik, der mit dem doppelseitigen Velour-Gewebeartikel aus 2 vergleichbar ist.

4 ist eine perspektivische Ansicht eines Segments einer Rundstrickmaschine, und 5-11 sind Ansichten, die eine Zylinder-Zungennadel in Sequenzen eines Wendeplattierungs-Rundstrickprozesses zeigen, zum Beispiel zum Bilden des doppelseitigen Gewebevorkörpers aus 1.

12 ist eine einigermaßen schematische Ansicht eines End-Abschnitts bzw. Kettfaden-Abschnitts eines doppelseitigen Velour-Gewebeartikels, der einem Hydroverstrickungsprozess unterzogen wird; und

13 ist eine ähnliche, einigermaßen schematische Ansicht eines End-Abschnitts bzw. Kettfaden-Abschnitts eines sich daraus ergebenden doppelseitigen Velour-Gewebeartikels der Erfindung, der ein verbessertes dynamisches Isolationseigenschaften aufweist.

14 ist eine graphische Kurvendarstellung, die das Verhältnis zwischen einer Veränderung der effektiven thermischen Isolation und der Windgeschwindigkeit bei Hüllen oder Geweben mit unterschiedlicher Durchlässigkeit zeigt (P. Larose „The Effect of Wind an the Thermal Resistance of Clothing with Special Reference to the Protection Given by Coverall Fabrics of Various Permeabilities" [„Die Auswirkung von Wind auf die thermische Beständigkeit von Bekleidung mit besonderem Bezug auf den Schutz durch Overall-Gewebe von unterschiedlicher Durchlässigkeit"], Canadian Journal of Research, Band 25, Abschnitt A, Nr. 4 (Juli 1947), S. 169-190).

15-20 sind einigermaßen schematische Ansichten von End-Abschnitten bzw. Kettfaden-Abschnitten anderer Ausführungsformen von doppelseitigen Velour-Gewebeartikeln der Erfindung, die aus Filament-Nähgarnen und/oder Filament-Schlingengarnen gebildet sind, die Materialien beinhalten oder zu einem großen Teil aus Materialien bestehen, deren Eigenschaften dazu ausgewählt sind, die dynamischen Isolationseigenschaften des Gewebeartikels zu verbessern, nämlich wärmeempfindliche Materialien, elastische Materialien und/oder Kombinationen hieraus.

Die Bezugszeichen in den verschiedenen Zeichnungen bezeichnen die jeweiligen Bestandteile.

GENAUE BESCHREIBUNG

In Bezug auf 1 wird ein doppelseitiger Gewebevorkörper 12, zum Beispiel zur Verwendung bei der Bildung eines doppelseitigen Velour-Gewebeartikels 10 der Erfindung (2), dadurch gebildet, dass ein Nähgarn 14 und ein Schlingengarn 16 in einem Standard-Wendeplattierungs-Rundstrickprozess (Frottee-Strick-Prozess) (siehe 4-11), wie zum Beispiel in „Knitting Technology" [„Stricktechnik"] von David J. Spencer (Woodhead Publishing Limited, 2. Auflage, 1996) beschrieben.

Beim Frottee-Strick-Prozess bildet das Nähgarn 14 die technische Vorderseite 18 des sich daraus ergebenden Gewebevorkörpers 12 und das Schlingengarn 16 bildet die gegenüberliegende technische Rückseite 20, an der es in Schlingen 22 ausgebildet wird. In dem Gewebevorkörper 12, der durch Wendeplattierungs-Rundstricken gebildet wird, erstreckt sich das Schlingengarn 16 nach außen und liegt dadurch über dem Nähgarn 14 und bedeckt dieses auf der technischen Vorderseite 18.

Das Schlingengarn 16, das die technische Rückseite 20 des gestrickten Gewebekörpers 12 bildet, kann aus jedem synthetischen oder natürlichen Material hergestellt sein. Der Querschnitt und Glanz der Fasern oder Filamente kann variiert werden, dies wird beispielsweise durch die Anforderungen bei der beabsichtigten endgültigen Verwendung bestimmt. Das Schlingengarn 16 kann ein strukturiertes oder ein flaches Filament sein, oder vorzugsweise ein Garn aus feinen Filamenten oder Fasern mit geringer Fadenstärke (beispielsweise 7 × 10–4g/m pf) (1,5 dpf) oder weniger, wobei ein strukturiertes Garn bevorzugt wird, da es eine relativ höhere dynamische Isolationswirkung aufweist, wie nachfolgend besprochen. Die gesamte Fadenstärke des Schlingengarns liegt typischerweise im Bereich von ungefähr 8 × 10–3 g/m (70 Denier) bis 0,03 g/m (300 Denier), mit einer bevorzugten Zahl von 0,017 g/m (150 Denier). Bei der bevorzugten Zahl liegt die Anzahl der Filamente im Bereich von 100 Filamenten bis 300 Filamenten, daher wird ein Verhältnis von Denier pro Filament (dpf) im Bereich von 1,5 bzw. 0,5 bereitgestellt. Ein relativ niedriges dpf-Verhältnis, zum Beispiel 1 dpf, wird aufgrund der relativ größeren Isolationswirkung bevorzugt, wie nachfolgend besprochen wird. Ein bevorzugtes handelsübliches Schlingengarn ist ein strukturiertes 150/132 Denier Polyestergarn aus feinen Filamenten oder Fasern mit einer geringen Fadenstärke und mit 1,14 dpf, wie zum Beispiel von UNIFT, Inc. Greensboro, North Carolina, USA, erhältlich.

Das Nähgarn 14, das die technische Vorderseite 16 des gestrickten Gewebekörpers 12 bildet, kann auch aus jedem synthetischem oder natürlichen Material in einem strukturierten oder flachen Filamentgarn hergestellt sein, wobei ein strukturiertes Garn bevorzugt wird, da es eine relativ höhere dynamische Isolationswirkung aufweist. Der Bereich der Denierzahl liegt beim Nähgarn typischerweise zwischen 50 Denier und 150 Denier. Wenn das Schlingengarn ein strukturiertes 150/132 Garn ist, ist die bevorzugte Zahl beim Nähgarn ungefähr 100 Denier, und die Anzahl der Filamente liegt im Bereich von ungefähr 34 Filamenten bis zu 200 Filamenten, d.h. 100/34 bis 100/200, dies ergibt ein dpf-Verhältnis von ungefähr 3 dpf bis 0,5 dpf, wobei relativ feinere Filamente bevorzugt werden, dies ebenfalls aufgrund der relativ besseren dynamischen Isolationseigenschaften. Ein bevorzugtes Nähgarn ist ein strukturiertes 100/136 Denier Polyestergarn mit ungefähr 0,7 dpf, wie im Handel von UNIFT, Inc. erhältlich. Ein anderes bevorzugtes Garn ist ein strukturiertes 130/408 Denier Polyestergarn mit ungefähr 0,3 dpf, wie bei Hyosung, Inc., Seoul, Korea erhältlich.

Aus diesen Beispielen wird ersichtlich, dass zum Erzielen von deutlich verbesserten dynamischen Isolationseigenschaften die Verwendung eines strukturierten 150/132 Schlingengarns und eines strukturierten 100/136 Nähgarns bevorzugt wird.

Im Vergleich dazu ist in einem doppelseitigen Velour-Gewebeartikel nach dem Stand der Technik (100, 3) ohne die verbesserten dynamischen Isolationseigenschaften der vorliegenden Erfindung ein typisches Nähgarn 102 ein strukturiertes 70/34 Denier Filament-Polyestergarn mit einer individuellen Faserstärke von mehr als 2,0 dpf, wie zum Beispiel im Handel von UNIFT, Inc. erhältlich.

In einem bevorzugten Verfahren der Erfindung wird der Gewebevorkörper 12 durch Wendeplattieren auf einer Fine-Cut-Rundstrickmaschine (zum Beispiel 28 Cut) gebildet. Dies ist prinzipiell ein Frottee-Strick-Aufbau, bei dem die Segmente 22 des Schlingengarns 16 das Nähgarn 14 auf der technischen Vorderseite überdecken, und die Schlingen 23 des Schlingengarns 16 Schlingen 23 auf der technischen Rückseite 20 des Gewebevorkörpers 12 bilden (siehe 1).

Als Nächstes wird der Gewebevorkörper 12 der Fertigstellung unterzogen. Während des Fertigstellungsprozesses durchlaufen die technische Vorderseite und die technische Rückseite 18 bzw. 20 des Gewebevorkörpers 12, wobei die Segmente 22 des Schlingengarns 16 das Nähgarn 14 auf der Oberfläche der technischen Vorderseite 18 und die auf der technischen Rückseite des Gewebevorkörpers gebildeten Schlingen 23 überdecken, einen Fertigstellungsprozess wie etwa Schleifen, Bürsten und/oder Aufrauen, um ein Velour 24, 26 zu erzeugen. Die Garnfasern werden auf beiden Seiten des Gewebevorkörpers 12 (1) geraut, einschließlich der technischen Vorderseite 18 und der technischen Rückseite 20, um das Velour 24, 26 auf jeder Seite des Gewebekörpers 30 des doppelseitigen Velour-Gewebeartikels 10 (2) der Erfindung zu bilden. Der Gewebevorkörper 12 und/oder der Gewebekörper 10 können auch behandelt werden, zum Beispiel chemisch, um ihn/sie hydrophob bzw. wasserabweisend zu machen.

Mit Bezug auf 12 wird der Gewebeartikel 10 nach der Fertigstellung als Nächstes einem Hydroverstrickungsprozess unterzogen, wie er bei der Herstellung von Stapelfasergarn und bei der Herstellung von nicht gewebten Textilien verwendet wird. Während dieses Prozesses werden feine Hochdruck-Wasserstrahlen 32 (oder Luftstrahlen) zum Beispiel auf die technische Rückseite 20 des Gewebeartikels 10 gelenkt. Auf diese Weise werden raue Fasern 34 der Velouroberfläche von der technischen Rückseite 20, einschließlich in und/oder durch Zwischenräume des Gewebekörpers 30, zur technischen Vorderseite 18 hin verstrickt. Der Hydroverstrickungsprozess dient somit zur Verdichtung der Velouroberfläche, wodurch sich der doppelseitige Gewebeartikel 40 (13) ergibt, und den Vorteil hat, dass dadurch ohne eine beträchtliche Erhöhung der Masse oder Dicke eine verbesserte dynamische Isolation erzielt wird, d.h. gegen ein Durchdringen von Luft, beispielsweise bei kaltem Wind. Nach der Fertigstellung kann, lediglich als Beispiel, die technische Rückseite 20 eines doppelseitigen Velour-Gewebeartikels 10 zur Hydroverstrickung mit feinen Hochdruck-Wasserstrahlen 32 behandelt werden, wobei das Wasser bei einem Druck von 100 m/s bis 350 m/s durch Düsen, die Öffnungen mit 0,01 mm bis 1,0 mm im einem Querschnitt aufwiesen, aufgebracht wird. Alternativ dazu können raue Fasern der technischen Vorderseite in und/oder durch Zwischenräume des Gewebekörpers zur technischen Rückseite hin verstrickt werden.

Das Verstricken der rauen Fasern von der technischen Rückseite, d.h. von dem Schlingengarn, einschließlich in und/oder durch Zwischenräume des Gewebekörpers, zur technischen Vorderseite hin, ergibt eine relativ höhere Verdichtung und deshalb höhere Verwindung, verglichen mit z.B. dem Verstricken der rauen Fasern von der technischen Vorderseite, einschließlich in und/oder durch Zwischenräume des Gewebekörpers, zur technischen Rückseite hin. Das Verstricken von der Rückseite zur Vorderseite hin, zusätzlich zu dem Erzielen einer relativ stärkeren Erhöhung der Verwindung, erhöht auch die Glattheit der äußeren Oberfläche des Gewebes/Kleidungsstücks, wohingegen das Verstricken von der Vorderseite zur Rückseite hin die Verwindung erhöht und die Glattheit der inneren Oberfläche des Gewebes/Kleidungsstücks erhöht.

Die Gewebeeigenschaften und die Ästhetik des Gewebeartikels 40 kann auch durch die Wahl der Maschenweite (z.B. im Bereich von ungefähr 18 bis ungefähr 36, und vorzugsweise ungefähr 28), des Garntyps (z.B. vorzugsweise strukturiert; oder Flachfilament), Fadenstärke des Garns (z.B. ungefähr 70 bis ungefähr 300, und vorzugsweise ungefähr 100), Faserstärke (z.B. ungefähr 0,3 bis ungefähr 1,5, und vorzugsweise ungefähr 1,0), etc. angepasst werden. Die Einstellung der Strahlgeschwindigkeit und/oder Düsenweite, z.B. innerhalb der oben erwähnten Bereiche, kann ferner oder anstelle des oben beschriebenen Verfahrens verwendet werden, um die Gewebeeigenschaften und/oder die Ästhetik anzupassen.

Der Gewebeartikel wird danach wärmebehandelt, um die Dicke des Gewebeartikels zu stabilisieren. In dieser und anderen unten beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung kann Wärme auf den Gewebeartikel aufgebracht werden, z.B. trocken Wärme und/oder feuchte Wärme, wie heißes Wasser oder Dampf, z.B. während des Fertigstellens oder Färbens. Wie an anderer Stelle erwähnt, kann das Nähgarn (und/oder das Schlingengarn) wärmeempfindliche und/oder Elastomermaterialien enthalten.

In dem so erzeugten doppelseitigen Velour-Gewebeartikel 10 nach dieser Ausführungsform der Erfindung ist die gesamte Dichte, d.h. Gewicht per Länge, des Filament-Nähgarns 14 genau vergleichbar mit dem Nähgarn 102, das in einem vergleichbaren Gewebeartikel 100 nach dem Stand der Technik verwendet wird, der ein Velour 104, 106 an den gegenüberliegenden Seiten aufweist. Der Querschnitt des Filament-Nähgarns 14 kann etwas größer sein als der des Filament-Nähgarns 102) nach dem Stand der Technik (wohl aufgrund der erhöhten Filament-Filament-Verbindung der Filamente des Filament-Nähgarns 14). Die Garnstärke bzw. Feinheit (= der Titer) und die Stärke des doppelseitigen Velour-Gewebeartikels 10 der Erfindung sind im Wesentlichen die gleichen wie jene des vergleichbaren Gewebeartikels 100 nach dem Stand der Technik. Dies ergibt, dass das Gewicht und das Dehnverhalten des doppelseitigen Velour-Gewebeartikels 10 der Erfindung genau vergleichbar mit dem Gewicht und der Dehnung des doppelseitigen Velour-Gewebeartikels 100 mit der gleichen Stärke und dem gleichen Titer.

Die Tatsache, dass das spezifische Gewicht des Filament-Nähgarns 14 und des Nähgarns 102 gleich sind, zeigt dass das Verhältnis des Garnmaterials zur Ausdehnung bei jedem der entsprechenden Artikel ebenso ungefähr gleich ist. Bei dem Filament-Nähgarn 14, und bei dem sich daraus ergebenden doppelseitigen Velour-Gewebeartikels 10 der Erfindung ist jedoch der durchschnittliche Querschnitt der einzelnen Filamente beträchtlich geringer als der durchschnittliche Querschnitt der Filamente des Nähgarns 102, das in dem vergleichbaren Gewebeartikel 100 nach dem Stand der Technik verwendet wird, z.B. die Fadenstärke (Denierzahl) pro Filament (dpf) des bevorzugten Filament-Nähgarns 14 liegt bei ungefähr 0,7 dpf, verglichen mit 3,0 dpf bei dem Nähgarn 102 des Gewebeartikels 100 nach dem Stand der Technik. Als Ergebnis sind auch die Öffnungen in dem doppelseitigen Velour-Gewebekörper 10 der Erfindung, die Luft, z.B. kalten Wind, durchlassen, obwohl sie im Vergleich zu einem Velour-Gewebekörper 100 nach dem Stand der Technik zahlreicher sind, beträchtlich kleiner und relativ gewundener. Die verbesserten Eigenschaften des Gewebekörpers der Erfindung werden durch ein Erhöhen des Garntiters und der Anzahl der Filamente erzielt, um die Durchlass-Öffnungen in dem Gewebe zu verwinden, somit wird erschwert, dass Luft, d.h. kalter Wind, den doppelseitigen Velour-Gewebekörper 10 der Erfindung schnell durchdringt. Dadurch ergibt sich, dass die dynamischen Isolationseigenschaften des doppelseitigen Velour-Gewebekörpers der Erfindung gegenüber dem Stand der Technik drastisch verbessert sind.

In 14 ist ein Kurvenschema wiedergegeben, das das Verhältnis zwischen der Veränderung der effektiven thermischen Isolation und der Windgeschwindigkeit bei Hüllen oder Geweben von verschiedener Durchlässigkeit zeigt, wie in einem Artikel von P. Larose mit dem Titel „The Effect of Wind an the Thermal Resistance of Clothing with Special Reference to the Protection Given by Coverall Fabrics of Various Permeabilities" [„Die Auswirkung von Wind auf die thermische Beständigkeit von Bekleidung mit besonderem Bezug auf den Schutz durch Overall-Gewebe von unterschiedlicher Durchlässigkeit"], der im Canadian Journal of Research, Band 25, Abschnitt A, Nr. 4 (Juli 1947), S. 169-190 erschienen ist.

Die Durchlässigkeit der getesteten Materialien schwankte zwischen 0 und 59 m3/m2/min (0 und 193 ft3/ft2/min) bei einer Druckdifferenz von 1,2 cm (1/2 inch) von Wasser über dem Gewebe.

Insbesondere ist aus dem Schema ersichtlich, dass bei Windgeschwindigkeit 0 ein relativ geringer Unterschied zwischen den Isolationseigenschaften der getesteten Materialien besteht. Die dynamischen Isolationseigenschaften bei jedem der getesteten Materialien verschlechterten sich auch bei steigender Windgeschwindigkeit. Jedoch war, wie aus dem Schema ersichtlich ist, die Rate der Verschlechterung der dynamischen Isolationseigenschaften bei Geweben mit relativ größerer Durchlässigkeit wesentlich steiler abfallend, d.h. wenn sich die Durchlässigkeit erhöhte, war die Rate des Verlusts der dynamischen Isolationseigenschaften bei steigender Windgeschwindigkeit bei Geweben mit niedriger Durchlässigkeit relativ geringer, verglichen mit Geweben, die eine relativ höhere Durchlässigkeit aufweisen.

In der Tabelle A (unten) ist die Verbesserung der dynamischen Isolationseigenschaften von doppelseitigen Velour-Gewebeartikeln 10 (2) der Erfindung bei kaltem Wind gut zu sehen, verglichen mit den Eigenschaften eines vergleichbaren doppelseitigen Velour-Gewebeartikels 100 (3) nach dem Stand der Technik. Insbesondere besitzt der doppelseitige Velour-Gewebeartikel 10 der Erfindung beträchtlich bessere Isolationseigenschaften, und gute statische (bei Windstille) und dynamische (bei Wind) Isolationseigenschaften aufgrund der erhöhten Verwindung der Luftwege durch das Gewebe, bei guter Dehnbarkeit und geringem Gewicht.

TABELLE A

Der Begriff „Verwindung" wird verwendet, um die Gewebeeigenschaften zu beschreiben, die nach dieser Erfindung verbessert sind, indem der Garntiter und die Anzahl der Filamente erhöht werden. Die Durchlass-Öffnungen durch das Gewebe werden stärker „verwunden", als die bei Geweben nach dem Stand der Technik, und eine höhere „Verwindung" ergibt eine stärkere dynamische Isolationswirkung. Zusätzlich werden, wenn ein gegebener Gewebekörper weniger stark als normal gedehnt wird, wodurch eine verringerte Endbreite des Gewebes erreicht wird (d.h. die Breite, die nach der Wärmebehandlung des Gewebes während des Fertigstellungsprozesses erreicht wird), die dynamischen Isolationseigenschaften des so erzeugten Gewebeartikels der Erfindung noch erhöht.

In anderen bevorzugten Ausführungsformen werden Gewebeartikel der Erfindung, die eine relativ stärkere Verdichtung und Verwindung aufweisen, und deshalb erhöhte dynamische Isolationseigenschaften zum verbesserten Schutz vor dem Durchdringen von Wind, dadurch erreicht, dass Nähgarne und/oder Schlingengarne mit vorbestimmten ausgewählten Eigenschaften eingearbeitet werden. Beispielsweise können Nähgarne und oder Schlingengarne, die wärmeempfindliche Materialien enthalten oder zu einem großen Anteil daraus bestehen, z.B. Hotmeltmaterial oder Wärmeschrumpfmaterial, und/oder Elastomermaterial, wie Spandex bzw. Elastan, verwendet werden.

Beispielsweise umfasst in einer bevorzugten Ausführungsform mit Bezug auf 15 ein Gewebeartikel 30 der Erfindung, der durch Wendeplattieren auf einer auf einer Fine-Cut-Rundstrickmaschine gebildet wird, ein Nähgarn 32 und ein Schlingengarn 34, die als Velour 36, 38 auf den gegenüberliegenden Oberflächen fertig gestellt sind. Das Nähgarn 32 umfasst, oder besteht zu einem großen Anteil aus einem Garn oder Filamenten aus einem wärmeempfindlichen Material 33, z.B. Wärmeschrumpfmaterial oder Hotmeltmaterial (typischerweise zusammengemischt (d.h. ein Mischgarn) mit anderen Fasern, die eine Garnbeständigkeit nach der Wärmebehandlung gewährleisten). Geeignete wärmeempfindliche Materialien können Polypropylen, Polyester, Polyamid, usw. beinhalten, vorzugsweise mit einem hohen Schrumpffaktor, z.B. ungefähr 5% bis ungefähr 50% nach ungefähr 2 Minuten bis ungefähr 60 Minuten bei ungefähr 100°C (212°F) bis ungefähr 230°C (450°F). Danach wird Wärme auf den Gewebeartikel angewendet, z.B. trockene Wärme und/oder feuchte Wärme, wie heißes Wasser oder Dampf, z.B. während des Färbens oder Fertigstellens. Wenn der Gewebekörper einer Wärme ausgesetzt wird, verschmilzt das Wärmeschrumpfmaterial zu engen oder gefüllten Zwischenräume zwischen den Garn-Filamenten, und das Wärmeschrumpfmaterial wird verkürzt und verdickt, und/oder seine effektive Länge wird verringert, und dabei verkleinern sich die Durchlass-Öffnungen, durch die kalter Wind durch das Geweben dringen kann, und somit werden die Verwindung und die dynamischen Isolationseigenschaften des Gewebekörpers 30 der Erfindung erhöht.

Mit Bezug auf 16 in einer weiteren Ausführungsform enthält bei einem Gewebeartikel 40 der Erfindung das Nähgarn 42 ein Kerngarn 43 mit einem Kern, der z.B. aus Polyester oder Nylon ausgebildet ist, mit einem Mantel, der aus einem wärmeempfindlichen Material, z.B. Hotmeltmaterial, wie Polypropylen, Polyester oder Polyamid ausgebildet ist, z.B. wie im Handel bei Engineered Yarn Company, in Fall River, Massachusetts, USA, erhältlich. Während der Erwärmung des Gewebeartikels dieser Ausführungsform, z.B. während des Färbens und/oder Fertigstellens, verschmilzt das Hotmeltmaterial des Mantels und erhöht so die Verwindung und verkleinert die Durchlass-Öffnungen, durch die kalter Wind durch das Gewebe dringen kann, noch stärker und verbessert die dynamischen Isolationseigenschaften des Gewebeartikels 40 der Erfindung.

Mit Bezug auf 17 enthält bei einem Gewebeartikel 50 der Erfindung das Nähgarn 52 ein Elastomermaterial 53, z.B. wie Spandex bzw. Elastan. Das Elastomermaterial 53 in dem Nähgarn 52 bewirkt eine relativ höhere Verdichtung und Verwindung, und deshalb verbesserte dynamische Isolationseigenschaften für einen verbesserten Schutz gegen ein Durchdringen von Wind, ferner bewirkt es eine Dehnbarkeit des Gewebes und einen verbesserten Tragekomfort.

Mit Bezug auf 18 kann ein Gewebeartikel 60 der Erfindung auch aus Nähgarnen 62 ausgebildet sein, die Kombinationen wärmeempfindlicher Materialien 63 und Elastomermaterialien 65 enthalten oder zum großen Teil daraus bestehen. Zum Beispiel können in dem Gewebeartikel 60 verwendete Nähgarne Fasern oder Filamente mit verschiedenen Eigenschaften enthalten, die vermischt oder miteinander verflochten sind.

Mit Bezug auf 19 ist in einer weiteren Ausführungsform ein Gewebeartikel 70 der Erfindung aus Schlingengarnen 72 mit Standard-Garnstärke ausgebildet, die sich bei Wärmeanwendung, z.B. während des Färbens und/oder Fertigstellens, entlang der Längsachse in eine Vielzahl von langen Fasern oder Filamenten aufspalten. Das Ergebnis ist eine Verringerung oder Verengung der Durchlass-Öffnungen, durch die kalter Wind durch das Gewebe dringen kann, somit werden die Verwindung und die dynamischen Isolationseigenschaften des Gewebeartikels 70 erhöht. Das Aufspalten der Schlingengarne kann auch durch die Anwendung z.B. einer chemischen Behandlung, z.B. mit Natronhydroxid, oder durch Anwendung einer mechanischen Behandlung, z.B. Aufrauen, bewirkt werden.

Mit Bezug auf 20 ist schließlich in noch einer anderen Ausführungsform ein Gewebeartikel 80 der Erfindung aus Schlingengarnen 82 ausgebildet, die eine Bikomponenten-Struktur bzw. eine „Islands-in-the-Sea"-Struktur aufweisen. Hier sind die Schlingengarne 82 aus einem Hotmelt-Polymer-Körper („Sea") gebildet, die eine Vielzahl von Filamenten („Islands") mit geringem Querschnitt, z.B. 0,01 bis 0,03 Denier, enthalten. Bei der Wärmeanwendung auf den Gewebekörper 80, z.B. während des Färbens oder Fertigstellens, schmilzt das Hotmeltmaterial und gibt dabei die einzelnen Filamente mit geringem Querschnitt frei. Auch hier bewirkt das Freiwerden der feinen Filamente eine erhöhte Verwindung und verbesserte dynamische Isolationseigenschaften des Gewebeartikels 80.

Aufgrund der erhöhten Verwindung, dies schließt (den Zustand) nach der Wärmeanwendung ein, weist ein Gewebeartikel der Erfindung, der aus Nähgarnen gebildet ist, die wärmeempfindliche Materialien und/oder Elastomermaterialien, wie Spandex bzw. Elastan enthalten oder überwiegend daraus bestehen, und/oder aus Schlingengarnen, die aus wärmeempfindlichen Materialien und/oder Elastomermaterialien wie Spandex bzw. Elastan gebildet sind, und/oder aus Kerngarnen mit einem Mantel aus Hotmeltmaterial, z.B. im Vergleich zu einem Gewebeartikel 100 nach dem Stand der Technik (3) mit dem gleichen Gewicht verbesserte dynamische Isolationseigenschaften auf. Daraus folgt, dass die Gewebeartikel der Erfindung insbesondere für z.B. Bekleidung und ähnliche Artikel mit besonders geringem Gewicht unter Extrembedingungen wie bei kaltem Wind und niedrigen Temperaturen geeignet sind.

Beispiele von Gewebeartikeln der Erfindung, die aus wärmeempfindlichen Materialien und/oder Elastomermaterialien gebildet sind, werden nachfolgend beschrieben:

Beispiel 1

Ein Gewebeartikel der Erfindung, bezeichnet mit S/7380, wurde aus einem Nähgarn gebildet, das aus 150/34 POWERSTRETCHTM Wärmeschrumpf-Struktur-Polyester besteht, und bei UNIFT, Inc. erhältlich ist, und einem Schlingengarn, das aus 150/132 Struktur-Polyester besteht. Nach der Wärmeanwendung lag die Luftdurchlässigkeit des fertigen Gewebeartikels, der gemäß ASTM-737 getestet wurde, bei 21 m3/m2/min (70 ft3/ft2/min).

Beispiel 2

Ein weiterer Gewebeartikel der Erfindung, bezeichnet mit E555P, wurde gebildet aus einem Nähgarn aus 50/36 Struktur-Polyester mit 20 Denier Spandex bzw. Elastan an jedem zweiten Ende verflochten mit 50/36 Struktur-Polyester und einem Schlingengarn, das aus 150/132 Struktur-Polyester besteht. Nach der Wärmeanwendung lag die Luftdurchlässigkeit des fertigen Gewebeartikels, der gemäß ASTM-737 getestet wurde, bei 18m3/m2/min (59 ft3/ft2/min).

Beispiel 3

Noch ein weiterer Gewebeartikel der Erfindung, bezeichnet mit E657Y, wurde aus einem Nähgarn gebildet, das aus 50/36 Struktur-Polyester, vermischt mit 40/20 Struktur-Polypropylen, besteht, und einem Schlingengarn, das aus 100/96 Struktur-Polyester besteht. Nach der Wärmeanwendung lag die Luftdurchlässigkeit des fertigen Gewebeartikels, der gemäß ASTM-737 getestet wurde, bei 11,5 bis 12m3/m2/min (38 bis 40 ft3/ft2/min).

Beispiel 4

Ein weiterer Gewebeartikel der Erfindung, bezeichnet mit E667Q, wurde aus einem Nähgarn gebildet, das aus 100/34 POWERSTRETCHTM Wärmeschrumpf-Struktur-Polyester besteht, und einem Schlingengarn, das aus 100/96 Struktur-Polyester besteht. Nach der Wärmeanwendung lag die Luftdurchlässigkeit des fertigen Gewebeartikels, der gemäß ASTM-737 getestet wurde, bei 18 bis 21 m3/m2/min (60 bis 70 ft3/ft2/min).

Es wurde eine Anzahl von Ausführungsformen der Erfindung beschrieben. Nichtsdestoweniger können selbstverständlich verschiedene Abwandlungen gemacht werden.

Beispielsweise kann jede Art Garn verwendet werden. Ferner können andere geeignet Verfahren zum Aufbau eines Velour-Gewebeartikels der Erfindung verwendet werden. Beispielsweise wird in der oben beschriebenen bevorzugten Ausführungsform ein Aufbau durch Wendeplattieren verwendet, um das Schlingengarn 16 für das Fertigstellen auf beiden Seiten des Gewebeartikels freizulegen, wobei Segmente 22 des Schlingengarns 16 das Nähgarn 14 auf der technischen Vorderseite 18 überlagern, und auf der technischen Rückseite 20 in Schlingen 23 ausgebildet sind. Dies wird wegen der dynamischen Isolationseigenschaften einem Aufbau vorgezogen, bei dem nur das Schlingengarn dem Fertigstellen unterzogen wird. Falls jedoch die Verbesserung der dynamischen Isolationseigenschaften nicht die primäre oder vorherrschende Überlegung ist, wird möglicherweise ein Aufbau, bei dem das Nähgarn und das Schlingengarn nebeneinander beim Fertigstellen auf einer oder beiden Seiten des Gewebekörpers freiliegen, bevorzugt. In Ausführungsformen von Gewebeartikeln der Erfindung, die aus wärmeempfindlichen Materialien gebildet werden, kann die Wärmeanwendung anders als während des Färbens und/oder Fertigstellens oder zusätzlich dazu erfolgen, d.h. vor, nach oder zwischen diesen Herstellungsstufen. Ein doppelseitiger Velour-Gewebeartikel 40 kann auch, wieder mit Bezug auf 13, durch Anwenden des Hydroverstrickungsprozesses auf der technischen Vorderseite 18 und/oder der technischen Rückseite 20, z.B. durch die Verwendung feiner Hochdruck-Wasserstrahlen 32 bzw. 32, gebildet werden.

Wie oben erwähnt kann ein Gewebekörper mit Nähgarn und/oder Schlingengarn, der wärmeempfindliches und/oder Elastomermaterial umfasst, auch gemäß der Erfindung verstrickt oder hydroverstrickt werden.

Demgemäß sind andere Ausführungsformen im Umfang der folgenden Ansprüche enthalten.


Anspruch[de]
Doppelseitiger Velour-Gewebekörper (30) mit einer technischen Vorderseite (18), gebildet durch ein Filament-Nähgarn (14) und einer technischen Rückseite (20), gebildet durch ein Filament-Schlingengarn (16), wobei der Gewebekörper eine Velouroberfläche (24, 26) aufweist, ausgebildet auf sowohl der technischen Rückseite (20), als auch der technischen Vorderseite (18), wobei entweder

(a) das Filament-Nähgarn wärmeempfindliches Material (33) umfasst und das wärmeempfindliche Material dafür ausgebildet ist, auf Wärmeanwendung während der Verarbeitung zu reagieren, um eine Verwindung zu erhöhen, oder

(b) das Filament-Nähgarn ein Elastomermaterial (53) umfasst, oder

(c) raue Fasern der Velouroberfläche von zumindest einer von der technischen Vorderseite (18) und der technischen Rückseite (20), einschließlich in und/oder durch Zwischenräume des Gewebekörpers, zu der anderen von der technischen Vorderseite (18) und der technischen Rückseite (20) hin verstrickt werden, oder

(d) nach Fertigstellung zumindest eine von der technischen Vorderseite (18) und der technischen Rückseite (20) einer Hydroverstrickung unterzogen worden ist, um raue Fasern der Velouroberfläche zu verstricken, einschließlich in und/oder durch Zwischenräume des Gewebekörpers, um dadurch den Gewebekörper zu verdichten und eine Verwindung zu erhöhen,

in der Weise, dass der Gewebekörper eine Durchlässigkeit von ungefähr 24 m3/m2/min (80 ft3/ft2/min) oder weniger bei einer Druckdifferenz von 1,2 cm (1/2 inch) Wasser über dem Gewebekörper aufweist.
Doppelseitiger Velour-Gewebeartikel gemäß Anspruch 1, wobei das Filament-Nähgarn wärmeempfindliches Material (33) umfasst und das wärmeempfindliche Material dafür ausgebildet ist, auf Wärmeanwendung während der Verarbeitung zu reagieren, um eine Verwindung zu erhöhen, und das wärmeempfindliche Material (33) Hotmeltmaterial oder Wärmeschrumpfmaterial umfasst. Doppelseitiger Velour-Gewebeartikel gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei das Filament-Nähgarn wärmeempfindliches Material (33) umfasst und das wärmeempfindliche Material dafür ausgebildet ist, auf Wärmeanwendung während der Verarbeitung zu reagieren, um eine Verwindung zu erhöhen, und das wärmeempfindliche Material dafür ausgebildet ist, auf Anwendung von trockener Wärme zu reagieren. Doppelseitiger Velour-Gewebeartikel gemäß einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei das Filament-Nähgarn wärmeempfindliches Material (33) umfasst und das wärmeempfindliche Material dafür ausgebildet ist, auf Wärmeanwendung während der Verarbeitung zu reagieren, um eine Verwindung zu erhöhen, und das wärmeempfindliche Material (33) dafür ausgebildet ist, auf Anwendung von feuchter Wärme, zum Beispiel Dampf oder heißes Wasser, zu reagieren. Doppelseitiger Velour-Gewebeartikel gemäß einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei raue Fasern der Velouroberfläche (24, 26) von zumindest einer von der technischen Vorderseite (18) und der technischen Rückseite (20), einschließlich in und/oder durch Zwischenräume des Gewebekörpers, zu der anderen von der technischen Vorderseite und der technischen Rückseite hin verstrickt sind. Doppelseitiger Velour-Gewebeartikel gemäß Anspruch 5, wobei raue Fasern der technischen Rückseite zur technischen Vorderseite (18) hin, einschließlich in und/oder durch Zwischenräume des Gewebekörpers, verstrickt sind. Doppelseitiger Velour-Gewebeartikel (10), welcher einen Gewebekörper gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6 umfasst. Verfahren zum Bilden eines doppelseitigen Velour-Gewebekörpers (30), wobei das Verfahren die Schritte umfasst:

Verbinden eines Filament-Schlingengarns (16) und eines Filament-Nähgarns (14) um einen Gewebevorkörper (12) zu bilden, wobei das Filament-Nähgarn (14) eine technische Vorderseite (18) des Gewebevorkörpers bildet und das Filament-Schlingengarn (16) eine technische Rückseite (20) des Gewebevorkörpers bildet,

Fertigstellen der technischen Vorderseite und der technischen Rückseite des Gewebevorkörpers (12), um dadurch einen doppelseitigen Velour-Gewebekörper mit gegenüberliegenden Velouroberflächen (24, 26) zu bilden, und wobei entweder:

(a) das Filament-Nähgarn ein wärmeempfindliches Material (33) umfasst, und das Verfahren den Schritt eines Aussetzens des Gewebekörpers an Wärme einschließt, welche ausreicht, um eine Reaktion von dem wärmeempfindlichen Material (33) zu verursachen, wodurch eine Verwindung erhöht wird, oder

(b) raue Fasern von zumindest einer von der technischen Vorderseite (18) und der technischen Rückseite (20) verstrickt werden, einschließlich in und/oder durch Zwischenräume des Gewebekörpers, um dadurch Dichte und Verwindung des Faserkörpers zu erhöhen, oder

(c) das Filament-Nähgarn ein Elastomermaterial (53) umfasst,

mit dem Ergebnis, dass der Gewebekörper eine Durchlässigkeit von ungefähr 24 m3/m2/min (80 ft3/ft2/min) oder weniger bei einer Druckdifferenz von 1,2 cm (1/2 inch) Wasser über dem Gewebekörper aufweist.
Verfahren zum Bilden eines doppelseitigen Velour-Gewebekörpers gemäß Anspruch 8, wobei das Verfahren den Schritt eines Verstrickens rauer Fasern von zumindest einer von der technischen Vorderseite (18) und der technischen Rückseite (20), einschließlich in und/oder durch Zwischenräume des Gewebekörpers, aufweist, um dadurch Dichte und Verwindung des Faserkörpers zu erhöhen, und den weiteren Schritt eines Verstrickens der rauen Fasern in einem Hydroverstrickungsprozess durch Lenken feiner Hochdruckstrahlen (32) auf zumindest eine von der technischen Vorderseite (18) und der technischen Rückseite (20) aufweist. Verfahren zum Bilden eines doppelseitigen Velour-Gewebekörpers gemäß Anspruch 8 oder 9, wobei das Verfahren den Schritt eines Verstrickens rauer Fasern von zumindest einer von der technischen Vorderseite (18) und der technischen Rückseite (20), einschließlich in und/oder durch Zwischenräume des Gewebekörpers, aufweist, um dadurch Dichte und Verwindung des Faserkörpers zu erhöhen, und das den weiteren Schritt eines Lenkens feiner Hochdruckstrahlen (32) auf die technische Rückseite aufweist, um raue Fasern der Velouroberfläche der technischen Rückseite (20) zum Verstricken, einschließlich in und/oder durch Zwischenräume des Gewebekörpers, zur technischen Vorderseite (18) hin, zu veranlassen. Verfahren zum Bilden eines doppelseitigen Velour-Gewebekörpers gemäß Anspruch 8, 9 oder 10, wobei das Verfahren den Schritt eines Verstrickens rauer Fasern von zumindest einer von der technischen Vorderseite (18) und der technischen Rückseite (20), einschließlich in und/oder durch Zwischenräume des Gewebekörpers, aufweist, um dadurch Dichte und Verwindung des Faserkörpers zu erhöhen, und wobei das Filament-Nähgarn (14) wärmeempfindliches Material (33) aufweist, und das Verfahren ferner den Schritt eines Aussetzens des Gewebekörpers an Wärme aufweist, die ausreichend ist, um eine Reaktion von dem wärmeempfindlichen Material (33) zu verursachen, um dadurch eine Verwindung zu erhöhen.






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