PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE60219125T2 13.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001313082
Titel Verfahren zur Identifizierung von Kabeln
Anmelder Panduit Corp., Tinley Park, Ill., US
Erfinder Caveney, Jack E, Hinsdale, Illinois 60521, US
Vertreter Lemcke, Brommer & Partner, Patentanwälte, 76133 Karlsruhe
DE-Aktenzeichen 60219125
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 12.11.2002
EP-Aktenzeichen 022578231
EP-Offenlegungsdatum 21.05.2003
EP date of grant 28.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.12.2007
IPC-Hauptklasse G09F 3/20(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft die Kennzeichnung von Kabeln und Drähten und insbesondere ein Kennzeichnungssystem um Kennzeichnungsmarken an faseroptischen Kabeln geringen Durchmessers leicht und sauber festzulegen.

Es sind eine Vielzahl von Verfahren zur Kennzeichnung von Drähten und Kabeln im Stand der Technik bekannt. Zu bestehenden Verfahren zum Kennzeichnen von Drähten und Kabeln zählen Selbstlaminier-Klebeetiketten, Markierbänder, Markierungen zum Anklammern an Drähte, und Markierungen zum Aufschieben auf Drähte. Siehe beispielsweise die US-Patente Nr. 4.268.986, 4.579.759, 4.899.474 und 4.947.568. Bei vorhergehenden Kabelkennzeichnungsverfahren bestehen immer noch verschiedene Nachteile, insbesondere bei Anwendungen, welche faseroptische Kabel geringen Durchmessers verwenden, die leicht beschädigt werden können. Bei Selbstlaminier-Klebeetiketten ist es beispielsweise schwierig, diese auf faseroptischen Kabeln geringen Durchmessers anzubringen, und der Oberflächenbereich, der für eine angemessene Kennzeichnung vorgesehen ist, und genügend Information enthalten soll, ist ein Nachteil. Hüllenartige Markierungsklips können weiters nur installiert werden, bevor beide Enden eines faseroptischen Kabels angeschlossen sind, und auch sie können Schäden bei den Kabeln verursachen, wenn sie auf dem Kabel in eine fixe Position gecrimpt werden. Weiters sind Markierungsklips entweder ausgebildet, um an einem faseroptischen Kabel fix angebracht zu werden, und es ist somit wahrscheinlich, dass sie das Kabel beim Anbringen beschädigen, oder die Markierungen werden so lose an den Kabeln angebracht, dass das die Kennzeichnungsmarke sich entlang des Kabels nicht in einer fixen Position befindet.

Es wäre wünschenswert, ein Kabel-Kennzeichnungssystem bereitzustellen, welche ein Anbringen von Kennzeichnungsmarken an faseroptischen Kabeln geringen Durchmessers ermöglicht, ohne die Kabel zu beschädigen.

Es wäre auch wünschenswert, ein Kabel-Kennzeichnungssystem bereitzustellen, welches Kennzeichnungsmarken an faseroptischen Kabeln geringen Durchmessers leicht und passend sichert, während es dennoch ermöglicht, dass die Kennzeichnungsmarken leicht zu erkennen sind.

Es währe weiters wünschenswert, ein Kabel-Kennzeichnungssystem bereitzustellen, welches Kennzeichnungsmarken in einer im Wesentlichen dauerhaften Weise an einer bestimmten Stelle entlang eines faseroptischen Kabels geringen Durchmessers festlegt.

Es ist ein Kabel-Kennzeichnungssystem offenbart. Das Kabel-Kennzeichnungssystem enthält ein Spalthülsen-Etikettzwischenstück, das im Wesentlichen umlaufend um ein Kabel positionierbar ist, und ein Haftetikett, welches um das Etikettzwischenstück umlaufend festlegbar ist.

Das Etikettzwischenstück weist vorzugsweise zwei gegenüberliegende Arme auf, welche in der Lage sind, sich beim umlaufend Festlegen des Haftetiketts um das Etikettzwischenstück von einer ersten, nicht komprimierten Position in eine zweite, komprimierte Position zu bewegen. Weiters verbindet eine Öffnung die zwei gegenüberliegenden Arme, wobei die Öffnung ein Einlegen des Kabels in der ersten Position ermöglicht.

Vorzugsweise enthält das Kabel-Kennzeichnungssystem einen druckempfindlichen Haftstoff, der an einer inneren umlaufenden Oberfläche des Etikettzwischenstücks aufbringbar ist, um das Etikettzwischenstück davon abzuhalten, entlang des Kabels zu gleiten.

Vorzugsweise ist das Etikettzwischenstück C-förmig und aus Kunststoff hergestellt.

Vorzugsweise ist das Kabel ein zwei oder drei Millimeter Faseroptikkabel.

Ausführungsformen der Erfindung werden nun mit Bezugnahme auf die Zeichnungen beispielhaft beschrieben, wobei:

1 eine perspektivische Vorderansicht eines Kabel-Kennzeichnungssystems gemäß der vorliegenden Erfindung ist;

2 eine auseinander gezogene Perspektivansicht des Kabel-Kennzeichnungssystems der 1 ist;

3 eine Querschnittsansicht entlang der Linie 3-3 der 2 ist, bevor das Etikettzwischenstück um das Kabel herum angeordnet wird;

4 eine der 3 ähnliche Querschnittsansicht ist, während das Etikettzwischenstück um das Kabel herum angeordnet wird.

5 eine der 3 ähnliche Querschnittsansicht ist, nachdem das Etikettzwischenstück um das Kabel herum angeordnet wurde;

6 eine der 5 ähnliche Querschnittsansicht ist, während ein Haftetikett um das Etikettzwischenstück festgelegt wird;

7 eine der 5 ähnliche Querschnittsansicht ist, nachdem das Haftetikett das Etikettzwischenstück um das Kabel herum festgezogen hat;

8 eine Querschnittsansicht entlang der Linie 8-8 der 1 ist, nachdem das Haftetikett das Etikettzwischenstück um das Kabel herum festgezogen hat; und

9 eine der 5 ähnliche Querschnittsansicht ist, welche einen auf der inneren umlaufenden Oberfläche des Etikettzwischenstücks aufgebrachten Haftstoff zeigt.

Die dargestellten Ausführungsformen der Erfindung zielen auf ein Kennzeichnungssystem, um Kennzeichnungsmarken an faseroptischen Kabeln geringen Durchmessers leicht und sauber festzulegen.

1 zeigt eine Perspektivansicht eines Kabel-Kennzeichnungssystems 10, um Kennzeichnungsmarken an faseroptischen Kabeln geringen Durchmessers, wie etwa dem Kabel 12, festzulegen. Vorzugsweise wird das Kabel-Kennzeichnungssystem 10 an zwei Millimeter, oder drei Millimeter Faseroptikkabel festgelegt. Es wird jedoch gleichfalls in Erwägung gezogen, dass das Kabel-Kennzeichnungssystem 10 an Faseroptikkabel verschiedener Größen festgelegt werden kann.

Wie in 2 dargestellt, enthält das Kabel-Kennzeichnungssystem 10 ein Spalthülsen-Etikettzwischenstück 14 und ein Haftetikett 16. Das Etikettzwischenstück 14 ist vorzugsweise C-förmig und aus Kunststoff erzeugt. Es wird jedoch ebenso in Erwägung gezogen, dass das Etikettzwischenstück 14 verschiedene Formen haben kann, und aus verschiedenen Materialien erzeugt sein kann. Weiters ist das Haftetikett 16 ein selbstlaminierendes Vinyletikett. Es wird jedoch gleichfalls in Erwägung gezogen, dass das Haftetikett 16 verschiedene Bauformen und unterschiedliche Formen und Größen aufweisen kann.

Wie in 3-8 gezeigt, hat das Etikettzwischenstück 14 zwei gegenüberliegende Arme 18, 20. Wie am besten in 4 zu sehen ist, weiten sich die Arme 18, 20 aus, damit das Etikettzwischenstück 14 im Wesentlichen umlaufend um das Kabel 12 angeordnet werden kann. Weiters sind, wie in 5 gezeigt, die Arme 18, 20 so angeordnet, dass sie eine Öffnung 22 bereitstellen, die ausreichend bemessen ist, um einen Eingriff mit dem Kabel 12 zu ermöglichen, ohne das Kabel zu beschädigen.

5 zeigt das Etikettzwischenstück 14 in einer ersten, nicht komprimierten Position. Umgekehrt zeigen 7 und 8 das Etikettzwischenstück 14 in einer zweiten, komprimierten Position. Wie in 6-8 gezeigt ist, wird das Haftetikett 16 in einer Weise umlaufend um das Etikettzwischenstück 14 gewickelt, welche die Enden der gegenüberliegenden Arme 18, 20 zusammen zwängt, wobei das Etikettzwischenstück 14 um das Kabel 12 festgezogen wird, um das Haftetikett 16 in einer im Wesentlichen dauerhaften Weise an einer bestimmten Stelle entlang des Kabels 12 festzulegen. Wie in 7 und 8 zu sehen ist, befinden sich die Enden der Arme 18, 20, nachdem das Haftetikett 16 umlaufend um das Etikettzwischenstück 14 gewickelt wurde, in einer zweiten, komprimierten Position, und die Öffnung 22 ist kleiner als in 6.

Das in 1-8 gezeigte Kabel-Kennzeichnungssystem kann es dem Benutzer ermöglichen, das Haftetikett 16 für eine einfache Betrachtung zu verschieben oder zu drehen, ohne das Kabel 12 zu beschädigen. Wenn jedoch eine dauerhaftere Fixierung erwünscht ist, kann das Etikettzwischenstück 14 mit einem druckempfindlichen Haftstoff 24 an der inneren umlaufenden Oberfläche des Etikettzwischenstücks 14 versehen sein, wie in 9 dargestellt, um das Etikettzwischenstück 14 daran zu hindern, entlang dem Kabel 12 zu gleiten oder sich um dieses zu drehen. In beiden Ausführungsformen erhöht das Etikettzwischenstück 14 den Außendurchmesser des Kabels 12, sodass das Haftetikett 16 leicht und sauber an dem Kabel 12 festgelegt werden kann, während es immer noch leicht zu erkennen ist.

Im Einsatz wird das Etikettzwischenstück 14 im Wesentlichen umlaufend um das Kabel 12 angeordnet, wie in 3-5 gezeigt. Wie in 6-8 gezeigt, befestigt der Benutzer dann einen Teil des Haftetiketts 16 an dem Etikettzwischenstück 14 und wickelt das Haftetikett 16 umlaufend um das Etikettzwischenstück 14, wobei er die Öffnung 22 abdeckt, und das Etikettzwischenstück 14 um das Kabel 12 herum festzieht, um das Haftetikett 16 in einer im Wesentlichen dauerhaften Weise an einer bestimmten Stelle entlang des Kabels 12 festzulegen. Falls eine dauerhaftere Fixierung erwünscht ist, kann der Benutzer einen druckempfindlichen Haftstoff 24 an der inneren umlaufenden Oberfläche des Etikettzwischenstücks 14 aufbringen, wie in 9 gezeigt ist, bevor er das Etikettzwischenstück 14 umlaufend um das Kabel 12 anordnet. Der Haftstoff 24 wird einen stärkeren Eingriff zwischen dem Etikettzwischenstück 14 und dem Kabel 12 erzeugen, um das Etikettzwischenstück 14 daran zu hindern, entlang dem Kabel 12 zu gleiten oder sich um dieses zu drehen.

Die offenbarte Erfindung bietet ein Kennzeichnungssystem um Kennzeichnungsmarken an faseroptischen Kabeln geringen Durchmessers leicht und sauber festzulegen. Das Kabel-Kennzeichnungssystem enthält ein Spalthülsen-Etikettzwischenstück, das im Wesentlichen umlaufend um ein Kabel positionierbar ist, und ein Haftetikett, welches um das Etikettzwischenstück umlaufend festlegbar ist. Es sollte erwähnt werden, dass die oben beschriebenen, dargestellten Ausführungsformen und bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung keine erschöpfende Auflistung der Formen sind, die solch ein Kabel-Kennzeichnungssystem gemäß der Erfindung annehmen kann; stattdessen dienen sie beispielhaft und erläuternd für Ausführungsformen der Erfindung, wie sie derzeit verstanden wird. Zum Beispiel, und ohne einzuschränken, ist beabsichtigt, dass ein Kabel-Kennzeichnungssystem mit einem Spalthülsen-Etikettzwischenstück mit einer beschreibbaren Oberfläche innerhalb des Umfangs der Erfindung liegt. Es wird angenommen, dass viele andere Formen der Erfindung existieren.


Anspruch[de]
Kabel-Kennzeichnungssystem für faseroptische Kabel kleinen Durchmessers, welches aufweist:

ein Spalthülsen-Etikettzwischenstück (14), das im Wesentlichen umlaufend um ein Kabel (12) positionierbar ist; und

ein Haftetikett (16), welches um das Etikettzwischenstück umlaufend festlegbar ist.
Kabel-Kennzeichnungssystem nach Anspruch 1, wobei das Etikettzwischenstück (14) zwei gegenüberliegende Arme (18, 20) aufweist, welche in der Lage sind, sich beim umlaufend Festlegen des Haftetiketts (16) um das Etikettzwischenstück (14) von einer ersten, nicht komprimierten Position in eine zweite, komprimierte Position zu bewegen. Kabel-Kennzeichnungssystem nach Anspruch 2, welches eine Öffnung (22) aufweist, welche die zwei gegenüberliegenden Arme (18, 20) verbindet, wobei die Öffnung ein Einlegen des Kabels (12) in der ersten Position ermöglicht. Kabel-Kennzeichnungssystem nach Anspruch 1, welches einen druckempfindlichen Haftstoff enthält, der an einer inneren umlaufenden Oberfläche des Etikettzwischenstücks (14) aufbringbar ist, um das Etikettzwischenstück davon abzuhalten, entlang des Kabels zu gleiten. Kabel-Kennzeichnungssystem nach Anspruch 1, wobei das Etikettzwischenstück (14) C-förmig und aus Kunststoff hergestellt ist. Kabel-Kennzeichnungssystem nach Anspruch 1, wobei das Kabel (12) ein zwei oder drei Millimeter Faseroptikkabel ist. Verfahren zum festlegen von Kennzeichnungsmarken an faseroptischen Kabeln geringen Durchmessers, wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist:

Positionieren eines Spalthülsen-Etikettzwischenstücks (14) im Wesentlichen umlaufend um ein Kabel (12); und

Festlegen eines Haftetiketts (16) umlaufend um das Etikettzwischenstück.
Verfahren nach Anspruch 7, wobei das Etikettzwischenstück (14) zwei gegenüberliegende Arme (18, 20) aufweist, welche in der Lage sind, sich beim umlaufend Festlegen des Haftetiketts (16) um das Etikettzwischenstück (14) von einer ersten, nicht komprimierten Position in eine zweite, komprimierte Position zu bewegen. Verfahren nach Anspruch 7, welches weiters den Schritt aufweist, einen druckempfindlichen Haftstoff, an einer inneren umlaufenden Oberfläche des Etikettzwischenstücks (14) aufzubringen, um das Etikettzwischenstück (14) davon abzuhalten, entlang des Kabels (12) zu gleiten.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com