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Dokumentenidentifikation DE69837114T2 13.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001405860
Titel Östron-Sulfatase hemmende Östron-Sulfamatverbindungen und dazugehörige pharmazeutische Zusammensetzung und Verwendungen davon
Anmelder SRI International, Menlo Park, Calif., US
Erfinder Tanabe, Masato, Palo Alto, CA 94303, US;
Peters, Richard, San Jose CA 95136, US;
Chao, Wan-Ru, Sunnyvale CA 94087, US;
Shigeno, Kazuhiko, Saitama 358-0021, JP
Vertreter Dr. Weber, Dipl.-Phys. Seiffert, Dr. Lieke, 65183 Wiesbaden
DE-Aktenzeichen 69837114
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 21.12.1998
EP-Aktenzeichen 030283618
EP-Offenlegungsdatum 07.04.2004
EP date of grant 14.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.12.2007
IPC-Hauptklasse C07J 41/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A61K 31/565(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A61P 35/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein Steroidhormone und spezieller neue Steroide, die Inhibitoren für das Enzym Östronsulfatase sind. Außerdem betrifft die Erfindung Verfahren zur Hemmung von Östronsulfatase-Aktivität, die Behandlung von Störungen, die östrogenabhängig sind, d.h. Östrogen-induziert oder Östrogen-stimuliert sind, sowie pharmazeutische Zusammensetzungen, die eine oder mehrere der neuen Verbindungen enthalten.

Hintergrund

Brustkrebs ist eine der meist verbreiteten Krebstypen, und epidemiologische und klinische Studien zeigten, daß etwa ein Drittel der Brusttumore östrogenabhängig ist. Dies bedeutet, daß Östrogene für das Wachstum solcher Brusttumore sowohl bei Prämenopause- als auch bei Postmenopausepatienten erforderlich sind. Bei Postmenopause-Frauen, bei denen Brustkrebs am häufigsten auftritt, sind Östron- und Östradiol in Brustkrebskonzentrationen beachtlich höher als die Blutöstrogenwerte. Obwohl eine Östrogen-Retention in Brusttumoren durch Bindungsproteine hoher Affinität an der Konzentration von Östrogenen in Tumoren teilhaben, sind Östrogenkonzentrationen in der Brust höher als Plasmakonzentrationen bei Brustkrebspatienten ungeachtet dessen, ob ihre Tumore Östrogenrezeptor-positiv (ER+) oder -rezeptor-negativ (ER–) sind. Bei der Bildung von Östrogen aus biosynthetischen Vorläufern von Östrogen in situ in Tumoren ist es bekannt, einen größeren Anteil dem Östrogengehalt von Brusttumoren zuzuschreiben.

Die prinzipiell natürlich vorkommenden Östrogene sind 17&bgr;-Östradiol, Östron und Östriol. Die für Östradiol-Biosynthese erforderlichen Enzyme (d.h. Aromatase, 17&bgr;-Hydroxysteroiddehydrogenase und Östronsulfatase) sind in normalen und in bösartigem Brustgewebe vorhanden. Östronsulfat-Blutkonzentrationen sind 8- bis 10-fach größer als jene von unkonjugiertem, freiem Östron, und Brustgewebekonzentrationen von Östronsulfatase-Aktivität, und das für die Umwandlung von Östronsulfat in Östron verantwortliche Enzym liegt in tausendfach höherer Menge als jene von Aromatase-Aktivität. Zusammen schlagen diese Erkenntnisse vor, daß Östronsulfatase eine Schlüsselrolle bei der Regulierung der Bildung von Östrogenen im Brustgewebe spielen, insbesondere bei Postmenopausefrauen. Siehe zum Beispiel: Thisen et al., Ann. N.A. Acad. Scie. 464: 106-116 (1986), Santner et al., J. Clin. Endocrinol. Metabol. 59(1): 29-33 (1984), Evans et al., J. Steroid Biochem. Mol. Biol. 41 (308): 323-329 (1992), Vignon et al., Endocrinology 106 (4): 1079-1086 (1980); und Santner et al., Int. J. Cancer 54: 119-124 (1993).

Biosynthese von Östrogenen

Es gibt zusätzlich Anzeichen für die relative Signifikanz der Aromatase- und Östronsulfatasewege bei der Bereitstellung von genügend Östrogen, um Tumorwachstum zu widerstehen. Bei Postmenopausenfrauen sind die Östradiolspiegel in Brusttumorgeweben 10 bis 40 mal höher als im Plasma, und sie sind ähnlich jenen bei Prämenopausenfrauen, selbst obwohl die Plasmaöstrogengehalte viel niedriger nach der Menopause sind. Dieser Konzentrationsgradient beruht nicht vollständig auf der Östradiolaufnahme und -bindung an Östrogenrezeptoren, da die Gewebe-Östradiolspiegel schlecht mit Östrogen-Rezeptorspiegeln korrelieren.

Die in situ-Produktion von Östradiol könnte diesen Gradienten entweder durch die Aromatase oder durch den Östronsulfataseweg beeinflussen. Der Östronsulfatspiegel in dem Serum von Postmenopausenfrauen ist 10 mal höher als der Spiegel frei von Östrogenen (Prost et al., Cancer res. 44: 661-664 (1984)). Serumöstronsulfatspiegel sind auch höher bei Postmenopausenfrauen mit Brustkrebs als bei normalen Postmenopausenfrauen (Purohit et all., Int. J. Cancer 50: 901-905 (1992)). Auch die Sulfatasespiegel in Tumoren sind viel höher als die Aromatasespiegel (Pasqualini et al., J. Steroid Biochem. 34(1-6): 155-163 (1989), Adams et al., Cancer Res. 39: 5124-5126 (1979)). Die absoluten Werte der Aromatase-Aktivität in Tumoren sind relativ niedrig im Bereich von 50 bis 80 pmol/g Protein/h. Bradlos (Bradlow et al., Cancer Res. (Suppl.) 42: 3382s-3386s (1982)) und andere betrachten den Grad der Tumor-Aromatase-Aktivität als zu gering für einen biologisch bedeutsamen Wert von Östradiol zur lokalen Synthese in dem Tumor.

Quantitative Information bezüglich der örtlichen Produktion von Östrogen zeigt, daß die Sulfatase-Aktivität in Brusttumoren mehr als das Zehnfache der Aromatase-Aktivität ist. Wenn Sulfatase- und Aromatase-Aktivität in menschlichen Tumoren bei physiologischen Substratkonzentrationen verglichen wurden, produzierte Sulfatase 2,8 pmol/g Protein/h, während Aromatase nur 0,27 pmol/g Protein/h erzeugte. Folglich repräsentiert Östronsulfat einen der wichtigsten Vorläufer für Gewebeproduktion von Östradiol, und Östronsulfatase ist ein quantitativ wichtigerer örtlicher Weg für Östrogenproduktion als Aromatase.

Bis heute wurden nur wenige Arbeiten in der Entwicklung von Östronsulfatase-Inhibitoren geleistet. US-A-5,556,847 offenbart Steroid-Sulfatase-Inhibitoren für die Verwendung bei der Verbesserung des Gedächtnisses. Li et al, Steroids 60: 299-306 (1995) bewerten mehrere Verbindungen als potentielle Inhibitoren für menschliche Plazentasterylsulfatase, aber sie identifizieren nicht irgendwelche hochpotente Östronsulfatase-Inhibitoren. Ähnlich bewerten Duncan et al., Cancer Research 52: 298-303 (1993) einen potenten Östronsulfatase-Inhibitor, Östron-3-Methylthiophosphonat, aber ziehen die Schlußfolgerung, daß das durchgeführte experimentelle Werk mit jener Verbindung hoffentlich zur Entwicklung von „wirksameren" Inhibitoren des Enzyms führen.

Demnach ist die vorliegende Erfindung auf neue Verbindungen gerichtet, die extrem wirksame Östronsulfatase-Inhibitoren sind. Die Erfindung repräsentiert somit einen signifikanten Fortschritt in der Technik, besonders in der Behandlung von Brustkrebs und anderen Erkrankungen und Symptomen, die durch das Vorhandensein von Östrogenen potenziert werden.

Zusätzlich zu den oben zitierten Literaturstellen beinhalten die folgenden einen oder mehrere Aspekte der Erfindung und können Hintergrundinteresse den Fachleuten auf diesem Gebiet geben: Howarth et al., J. Med. Chem. 37. und PCT-Veröffentlichung Nr. WO 93/05064 betreffen bestimmte Östronsulfamate als Inhibitoren von Steroidsulfatasen mit Howarth et al. spezifisch fokussiert auf Inhibition von Östronsulfatase. Außerdem bewerten Dibbelt et al. J. Steroid Biochem. & Molec. Biol. 50(5/6): 261-266 (1994) Östronsulfamat als einen potenten Inhibitor von menschlicher Plazentasterylsulfatase, während Li et al. Steroids 58: 106-111 (1993) und Purohit et al, Biochemistry 34: 11508-11514 (1995) auch Östronsulfamat als einen potenten Enzyminhibitor diskutieren. Die in diesen und anderen Literaturstellen beschriebenen Verbindungen jedoch dürften zunehmend östrogene Produkte bei der Hydrolyse ergeben, ähnlich den neuen Verbindungen, die hier bereitgestellt werden.

Zusammenfassung der Erfindung

Demnach ist die primäre Aufgabe der Erfindung, den oben erwähnten Bedarf in der Technik zu befriedigen, indem man neue Verbindungen bereitstellt, die als Inhibitoren von Östronsulfatase brauchbar sind.

Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, neue Östronsulfatase-Inhibitoren zu bekommen, die nicht Östrogen sind.

Noch eine andere Aufgabe der Erfindung besteht darin, solche Verbindungen zu erhalten, die keinen Anstieg östrogener Produkte ergeben, wenn sie hydrolysiert werden.

Es ist noch eine andere Aufgabe der Erfindung, neue Östrogensulfatase-Inhibitoren zu bekommen, die anti-östrogen sind.

Noch eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, solche Verbindungen zu erhalten, die einen Anstieg anti-östrogener Produkte bei der Hydrolyse ergeben.

Noch eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Methode zur Hemmung von Östronsulfatase-Aktivität unter Verwendung der neuen Verbindungen zu erhalten.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Methode zur Behandlung eines Patienten mit Störungen, die östrogenabhängig sind, d.h. ein Östrogen-induziertes oder Östrogen-stimuliertes Symptom oder eine solche Krankheit durch Verabreichung einer wirksamen Östronsulfatase hemmenden Menge einer neuen Verbindung, wie sie hier vorgesehen wird, oder eines pharmazeutisch verträglichen Salzes hiervon zu bekommen.

Es ist noch eine weitere Aufgabe der Erfindung, eine pharmazeutische Zusammensetzung für die Behandlung eines Patienten mit einer Störung, d.h. einer östrogenabhängigen Störung, die Zusammensetzung zu verabreichen, die einen pharmazeutisch verträglichen Träger und eine wirksame Östronsulfatase-Inhibitormenge einer neuen Verbindung enthält, die hier bereitgestellt wird, oder ein pharmazeutisch verträgliches Salz hiervon zu bekommen.

Weitere Aufgaben, Vorteile und neue Merkmale der Erfindung werden teilweise in der Beschreibung, die nun folgt beschrieben, und werden teilweise dem Fachmann offenbar, wenn er die folgenden Ausführungen prüft oder durch die Praxis die Erfindung erlernt.

Nach einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Verbindung mit der Strukturformel (I)

bereitgestellt, wobei:

R1 und R2 aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus Wasserstoff und niederem Alkyl, oder zusammen einen zyklischen Substituenten (II) bilden
wobei Q NH, O oder CH2 ist,

R3 aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus Wasserstoff, -CN, -NO2, -COOR4, wobei R4 Wasserstoff oder C1-C6-Alkyl, -(CH2)nOR5 und -(CH2)nNR6R7 ist, worin n 0 bis 6 ist, R5 Wasserstoff oder C1-C6-Alkyl ist und R6 und R7 aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus Wasserstoff, C1-C6-Alkyl und C1-C6-Acyl, oder zusammen den zyklischen Substituenten (II) bilden,

R8 aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus Wasserstoff, -NO2 und -NR6R7,

R9 und R10 unabhängig voneinander aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus Wasserstoff und C1-C6-Alkyl,

einer von R11 und R12 Wasserstoff ist und der andere -(CH2)m-O-(CH2)qNR6R7 ist, worin m und q ganze Zahlen im Bereich von 0 bis 6 bzw. 1 bis 6 sind,

und pharmazeutisch verträgliche Salze und Ester davon.

Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein in-vitro-Verfahren zur Hemmung der enzymatischen Aktivität einer Östronsulfatase bereitgestellt, bei dem man das Enzym mit einer wirksamen Östronsulfatase-hemmenden Menge einer Verbindung der Erfindung oder mit einem pharmazeutisch verträglichen Salz oder Ester davon in Kontakt bringt.

Die Erfindung betrifft auch pharmazeutische Zusammensetzungen, die eine oder mehrere Verbindungen der Strukturformel (I) enthalten, und betrifft außerdem Verfahren zur Verwendung der Verbindungen für die Hemmung von Östronsulfatase-Aktivität und zur Behandlung von Patienten mit Störungen, die östrogenabhängig sind.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung Definitionen und Nomenklatur

Bevor die vorliegenden Verbindungen, Zusammensetzungen und Methoden beschrieben und offenbart werden, ist verständlich, daß diese Erfindung nicht auf spezielle Reagenzien oder Reaktionsbedingungen, spezielle pharmazeutische Träger oder spezielle Verabreichungspläne beschränkt ist, sondern als solche natürlich variiert werden kann. Es ist auch zu verstehen, daß die Terminologie, die hier verwendet wird, nur zum Zweck einer Beschreibung spezieller Ausführungsformen und nicht zur Beschränkung des Schutzumfangs verwendet wird.

Es muß bemerkt werden, daß die Singularformen „ein", „eine" und „der, die, das" die Pluralformen einschließen sollen, es sei denn, daß der Kontext klar etwas anderes verlangt. So schließt beispielsweise eine Bezugnahme auf „einen Östronsulfatase-Inhibitor" Gemische von Östronsulfatase-Inhibitoren ein, eine Bezugnahme auf „einen pharmazeutischen Träger" schließt Gemische von zwei oder drei solchen Trägern ein usw.

In dieser Beschreibung und den Ansprüchen, die folgen, wird Bezug genommen auf eine Anzahl von Begriffen, die definiert werden sollen, um folgende Bedeutung zu erlangen:

Der Begriff „Alkyl", wie hier verwendet, bezieht sich auf eine verzweigte oder unverzweigte gesättigte Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, wie Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl, t-Butyl, Octyl, Decyl, Tetradecyl, Hexadecyl, Eicosyl, Tetracosyl usw. und Cycloalkylgruppen bedeuten Cyclopentyl, Cyclohexyl usw. Bevorzugte Alkylgruppen enthalten hier 1 bis 12 Kohlenstoffatome. Der Begriff „niedermolekulares Alkyl" soll eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise eine solche mit 4 Kohlenstoffatomen bedeuten.

Der Begriff „Alkenyl", wie er hier verwendet wird, bezieht sich auf verzweigte oder unverzweigte Kohlenwasserstoffgruppen mit 2 bis 24 Kohlenstoffatomen und einem Gehalt von wenigstens einer Doppelbindung, wie Ethenyl, n-Propenyl, Isopropenyl, n-Butenyl, Isobutenyl, Octenyl, Decenyl, Tetradecenyl, Hexadecenyl, Eicosenyl, Tetracosenyl usw. Bevorzugte Alkenylgruppen enthalten hier 2 bis 12 Kohlenstoffatome. Der Begriff „niedermolekulares Alkenyl" soll eine Alkenylgruppe mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten. Der Begriff „Cycloalkenyl" soll eine zyklische Alkenylgruppe mit 3 bis 8, vorzugsweise 5 oder 6 Kohlenstoffatomen bedeuten.

Der Begriff „Alkinyl", wie hier verwendet, bedeutet eine verzweigt oder unverzweigte Kohlenwasserstoffgruppe mit 2 bis 24 Kohlenstoffatomen und einem Gehalt von wenigstens einer Dreifachbindung, wie Ethinyl, n-Propinyl, Isopropinyl, n-Butinyl, Isobutinyl, Octinyl, Decinyl usw. Bevorzugte Alkinylgruppen enthalten hier 2 bis 12 Kohlenstoffatome. Der Begriff „niedermolekulares Alkinyl" soll eine Alkinylgruppe mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 2 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten.

Der Begriff „Alkoxy", wie er hier verwendet wird, soll eine Alkylgruppe bedeuten, die über eine einfache endständige Ätherbindung angebunden ist, d.h., eine „Alkoxy"-Gruppe sollte eine Alkoxygruppe sein, die 1 bis 6, vorzugsweise 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthält.

Der Begriff „Acyl" wird in seinem üblichen Sinn verwendet, um einen Molekülsubstituenten RCO- zu bezeichnen, worin R Alkyl entsprechend der obigen Definition bedeutet. Der Begriff „niedermolekulares Acyl" betrifft eine Acylgruppe, worin R 1 bis 6, vorzugsweise 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthält.

Der Begriff „Ester" wird hier in seinem üblichen Sinn benutzt, um sich auf einen Molekularsubstituenten R(CO)O- zu beziehen, worin R ein Alkyl entsprechend der obigen Definition ist. Eine „niedermolekulare Alkyl-Ester"-Gruppe soll eine Estergruppe bedeuten, die 1 bis 6, stärker bevorzugt 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthält, d.h. eine niedermolekulare Acyloxygruppe enthält.

Der Begriff „Aryl", wie er hier verwendet wird, bezeichnet eine monozyklische aromatische Verbindung mit 5 bis 7 Kohlenstoffatomen und ist typischerweise Phenyl. Gegebenenfalls sind diese Gruppen mit 1 bis 4, stärker bevorzugt 1 bis 2 niedermolekularen Alkyl-, niedermolekularen Alkoxy- oder Hydroxyl-Substituenten substituiert.

Der Begriff „Sulfamat" wird in seinem üblichen Sinn verwendet, um einen Molekularsubstituenten mit der allgemeinen Formel -O(SO2)NR1R2 zu bezeichnen. In einigen Fällen kann eine Sulfamatgruppe als R1R2NO2SO- bezeichnet werden, doch ist zu verstehen, daß das Schwefelatom direkt an jedes der drei Sauerstoffatome sowie an das Stickstoffatom gebunden sein kann, wobei keine Sauerstoffatome trennen, und wobei R1 und R2 H bedeuten können, gegebenenfalls können sie andere Substituenten repräsentieren, wie sonstwo diskutiert wird.

Der Begriff „Inhibitor", wie er hier verwendet wird, soll sowohl reversible Enzym-Inhibitoren als auch irreversible Enzym-Inhibitoren einschließen, d.h. Enzym-Inaktivatoren.

„Optional" oder „gegebenenfalls" bedeutet, daß der anschließend beschriebene Fall oder Umstand vorliegen kann, aber nicht muß und daß die Beschreibung Fälle einschließt, in denen der Fall oder Umstand auftritt, und andererseits Fälle einschließt, in denen dies nicht zutrifft. Zum Beispiel bedeutet die Formulierung „optionale Doppelbindung", die verwendet wird, um auf die gestrichelte Linie in der Strukturformel (I) Bezug zu nehmen, welche mit „r1" angegeben ist, daß entweder eine Einzelbindung oder eine Doppelbindung vorliegt.

Unter den Begriffen „wirksame Menge" oder „pharmazeutisch wirksame Menge" oder „Östronsulfatase hemmende Menge" eines Mittels, wie hier vorgesehen, wird eine nicht-toxische, aber ausreichende Menge des Mittels verstanden, um den erwünschten Enzymhemmungsgrad und die entsprechende therapeutische Wirkung zu liefern. Wie nachfolgend ausgeführt werden wird, wird die erforderliche genaue Menge von Patient ro Patient variieren, je nach der Art, dem Alter und der allgemeinen Verfassung des Patienten, der Schwere der zu behandelnden Erkrankung und dem speziellen Enzym-Inhibitor und der Verabreichungsweise usw. So ist es nicht möglich, eine genaue „effektive Menge" zu formulieren. Doch kann eine geeignete „wirksame" Menge in jedem Einzelfall von einem Fachmann auf diesem Gebiet unter Verwendung lediglich von Routineexperimenten bestimmt werden.

Unter „pharmazeutisch verträglichem Träger" versteht man ein Material, das nicht biologisch oder anderweitig unerwünscht ist, d.h. das Material kann einem Patienten zusammen mit dem ausgewählten Östronsulfatase-Inhibitor ohne Verursachung unerwünschter biologischer Effekte oder Störung in einer schädlichen Weise bezüglich irgendeines der anderen Komponenten der pharmazeutischen Zusammensetzung, in welcher er enthalten ist, verabreicht werden. Ähnlich ist ein „pharmazeutisch verträgliches" Salz oder ein „pharmazeutisch verträglicher" Ester eine neue Verbindung, die hier ein Salz oder Ester ist, welche nicht biologisch oder anderweitig unerwünscht sind.

Der Begriff „Östrogen" betrifft die Fähigkeit, einige oder alle der von Östrogenen erzeugten Effekte zu produzieren. Umgekehrt wird der Begriff „nicht-östrogen" verwendet, um Verbindungen zu bezeichnen, die keine östrogenen Effekte erzeugen. Die bevorzugten Verbindungen, die hier beschrieben sind, sind nicht-östrogen und ergeben bei der Hydrolyse keine östrogenen Produkte. Der Begriff „verminderte östrogene Aktivität" bezeichnet eine Verbindung, die 60% oder weniger der östrogenen Aktivität von Östradiol hat. Eine Verbindung kann auch hier als mit „im wesentlichen keiner östrogenen Aktivität" bezeichnet werden, was bedeutet, daß die Verbindung weniger als etwa 5%, vorzugsweise weniger als etwa 2% der östrogenen Aktivität von Östradiol hat.

Der Begriff „anti-östrogen" wird hier verwendet, um die Fähigkeit zu bedeuten, die von Östrogenen erzeugten Wirkungen zu hemmen oder zu modifizieren. Eine „anti-östrogene" Verbindung neigt dazu, die Aktivität oder die Produktion von Östrogenen, wie Östradiol, in situ nach Verabreichung an ein Säugetier zu hemmen. Bevorzugte Verbindungen nach der Erfindung sind anti-östrogener Natur und ergeben bei Analyse anti-östrogene Produkte. Eine „reine" anti-östrogene Verbindung bedeutet, wie hier verwendet, eine anti-östrogene Verbindung, die keine östrogene Aktivität oder im wesentlichen keine östrogene Aktivität hat.

Bei der Beschreibung der Position von Gruppen und Substituenten wird die folgende Numerierung verwendet. Dieses System soll konform mit der Numerierung des Cyclopentanophenanthrenkerns sein, um die durch IUPAC oder Chemical Abstracts Service verwendete Konvention zu verwenden. Der Begriff „steroid", wie hier verwendet, soll Verbindungen bedeuten, die den oben erwähnten Cyclopentanophenanthrenkern sein.

In diesen Strukturen liegt die Verwendung von durchgezogener Linie und gestrichelter Linie darin, eine besondere Konformation von Gruppen zu bezeichnen, was wiederum der Steroid-Benennungsvereinbarung nach IUPAC entspricht. Die Symbole „&agr;" und „&bgr;" zeigen die spezielle stereochemische Konfiguration eines Substituenten an einem asymmetrischen Kohlenstoffatom in einer chemischen Struktur, wie gezeichnet, an. So bedeutet „&agr;" durch eine gestrichelte Linie, daß die fragliche Gruppe unter der allgemeinen Ebene des Moleküls, wie gezeichnet, liegt und „&bgr;" bedeutet durch eine ausgezogene Linie, daß die Gruppe in der fraglichen Position oberhalb der allgemeinen Ebene des gezeichneten Moleküls liegt.

Außerdem werden die fünf- und sechsgliedrigen Ringe des Steroidmoleküls oftmals als A, B, C und D bezeichnet, wie gezeigt.

Die neuen Verbindungen

Die neuen Verbindungen, die hier beschrieben sind, sind jene die durch die Strukturformel (I) definiert sind, worin R1, R2, R3 und R8 bis R12 wie oben definiert sind.

Vorzugsweise handelt es sich um Verbindungen, worin R1, R2, R9 und R10 Wasserstoffatome sind.

In dieser bevorzugten Gruppe befinden sich insbesondere die bevorzugten Verbindungen:

wobei einer unter R11 und R12 Wasserstoff ist und der andere -(CH2)m-O(CH2)q-N(CH3)2 ist, und wobei m vorzugsweise 0 oder 1 ist und q vorzugsweise 2, 3 oder 4 ist.

Beispiele spezieller Verbindungen der Formel (I) sind ohne Beschränkung hierauf die folgenden:

Die Verbindungen können in der Form pharmazeutisch verträglicher Salze oder Ester vorliegen oder können durch eine oder mehrere geeignete Funktionalitäten daran so modifiziert werden, daß ausgewählte biologische Eigenschaften verbessert werden. Solche Abwandlungen sind in der Technik bekannt und schließen jene ein, die eine biologische Eindringung in ein bestimmtes biologisches System steigern, orale Verfügbarkeit erhöhen, die Löslichkeit erhöhen, um die Verabreichung durch Injektion möglich zu machen, usw.

Salze der Verbindungen können unter Verwendung von Standardverfahren hergestellt werden, die dem Fachmann auf dem Gebiet der synthetischen organischen Chemie bekannt sind und beispielsweise von J. March, Advanced Organic Chemistry: Reactions, Mechanisms and Structure. 4. Auflage, New York: Wiley-Interscience, 1992) beschrieben sind. Säureadditionssalze werden aus der freien Base (zum Beispiel Verbindungen mit einer neutralen-NH2 oder zyklischen Amingruppe) unter Verwendung herkömmlicher Mittel einschließlich einer Reaktion mit einer geeigneten Säure, hergestellt. Typischerweise wird die Basenform der Verbindung in einem polaren organischen Lösungsmittel, wie Methanol oder Ethanol, aufgelöst, und die Säure wird bei einer Temperatur von etwa 0°C bis etwa 100°C, vorzugsweise bei Umgebungstemperatur, zugesetzt. Das resultierende Salz fällt entweder aus oder kann durch Zugabe eines weniger polaren Lösungsmittels dazu gebracht werden. Geeignete Säuren für die Herstellung von Säureadditionssalzen schließen sowohl organische Säuren, wie Essigsäure, Propionsäure, Glycolsäure, Pyruvsäure, Oxalsäure, Apfelsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Weinsäure, Zitronensäure, Benzoesäure, Zimtsäure, Mandelsäure, Methansulfonsäure, Ehansulfonsäure, p-Toluolsulfonsäure, Salicylsäure und dergleichen sowie anorganische Säuren, wie Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Salpetersäure, Phosphorsäure und dergleichen ein. Ein Säureadditionssalz kann durch Behandlung mit einer geeigneten Base in die freie Base rückverwandelt werden.

Die Herstellung basischer Salze von sauren Resten, die beispielsweise vorhanden sein können (zum Beispiel Carbonsäuregruppen) werden in ähnlicher Weise unter Verwendung einer pharmazeutisch verträglichen Base, wie Natriumhydroxit, Kaliumhydroxit, Ammoniumhydroxit, Calciumhydroxid, Magnesiumhydroxit, Trimethylamin oder dergleichen, hergestellt.

Die Herstellung von Estern schließen eine Funktionalisierung von Hydroxyl- und/oder Carboxylgruppen ein, welche vorliegen können. Diese Ester sind typischerweise Acyl-substituierte Derivate freier Alkoholgruppen, d.h. Reste, die sich von Carbonsäuren der Formel RCOOH herleiten, worin R Alkyl und vorzugsweise niedermolekulares Alkyl ist. Pharmazeutisch verträgliche Ester können unter Verwendung von Methoden hergestellt werden, die dem Fachmann auf diesem Gebiet bekannt sind und/oder in der einschlägigen Literatur beschrieben sind. Ester können gegebenenfalls in die freien Säuren durch Verwendung herkömmlicher Hydrolyse oder Hydrolyseverfahren zurückverwandelt werden.

Bestimmte der neuen Verbindungen sind chiraler Natur und können somit in enantiomer reiner Form oder in razemischem Gemisch vorliegen. Die Erfindung umfaßt beide, die enantiomer reine Form solcher Verbindungen wie auch die diastereomere Form und razemische Gemische der Verbindungen. Außerdem sind bestimmte Verbindungen Stereoisomere, die in Bezug auf eine C=C-Bindung asymmetrisch sind. In einem solchen Fall schließt die Erfindung beide Strukturen, d.h. die E-Isomeren wie die Z-Isomeren sowie Gemische hiervon ein.

Brauchbarkeit und Verabreichung

Die durch die Strukturformel (I) definierten Verbindungen sind brauchbar als Östronsulfatase-Inhibitoren und daher brauchbar für die Behandlung von östrogenabhängigen Störungen, d.h. Bedingungen oder Erkrankungen, die Östrogen-eingeleitet oder Östrogen-stimuliert sind. Da die vorliegenden Verbindungen die Zirkulation von Östrogenspiegeln herabsetzen können, können sie effektiv die biologisch aktiven Östrogene daran hindern, endokrine Tumore zu erreichen. Außerdem können die vorliegenden Verbindungen verhindern, daß die biologisch aktiven Östrogene endokrine Tumore erreichen. Außerdem sind die vorliegenden Verbindungen in der Lage, Remissionen in Brustkrebs zu induzieren, einschließlich metastatischer Tumore. Außerdem haben die vorliegenden Verbindungen Brauchbarkeit bei der Behandlung von Eierstock-, Uterus- und Pankreastumoren sowie bei Krankheitsbildern, wie Galactorrhea, McCurne-Albright-Syndrom, gutartige Brusterkrankung und Endometriosis.

Ein wichtiges Merkmal der bevorzugten neuen Verbindungen, die hier beschrieben sind, besteht darin, daß weder sie noch ihre Hydrolyseprodukte östrogen sind. Sie sind deshalb besonders vorteilhaft für die oben beschriebenen Anwendungen, da ihre Verabreichung die Bedingungen, die zu behandeln sind, ausschließt.

Bei weiteren bevorzugten Ausführungsformen sind die vorliegenden Verbindungen und ihre Hydrolyseprodukte anti-östrogen. So können die Verbindungen als anti-östrogene Mittel verwendet werden und sind daher brauchbar für die Behandlung einer Vielzahl östrogenabhängiger Störungen, d.h. jener Bedingungen oder Erkrankungen, die durch Östrogen entweder eingeleitet oder stimuliert werden, d.h. jene Bedingungen beinhalten, sind aber nicht darauf beschränkt, Brustkrebs, einschließlich metastatischer Tumore, Eierstock-, Uterus- und Pankreastumore, sowie auch Krankheitsbedingungen, wie Galactorrhoe, McCurne-Albright-Syndrome, gutartige Brusterkrankungen und Enometriose.

Die Verbindungen können bequem in pharmazeutische Zusammensetzungen eingearbeitet werden, die aus einer oder mehreren der Verbindungen vereinigt mit einem pharmazeutisch verträglichen Träger bestehen. Siehe Remington: The Science and Practice of Pharmacy. 19. Auflage (Easton, PA: Mack Publishing Co., 1995), wo typische Träger und herkömmliche Verfahren zur Herstellung pharmazeutischer Zusammensetzungen beschrieben sind, die für die Herstellung von Formulierungen unter Verwendung der neuen Enzyminhibitoren nach der Erfindung verwendbar sind. Die Verbindungen können auch in der Form pharmazeutisch verträglicher Salze oder in der Form pharmazeutisch verträglicher Ester verabreicht werden, wie im vorausgehenden Abschnitt erklärt wurde.

Die Verbindungen oral, parenteral, transdermal, rektal, nasal, bukal, vaginal oder über einen eingepflanzten Speicher Induzierungsformulierungen, die herkömmliche nicht-giftige pharmazeutisch verträgliche Träger, Hilfsstoffe und Vehikel enthalten. Der Begriff „parenteral", wie er hier verwendet wird, soll subkutane, intravenöse und intramuskuläre Injektion einschließen.

Allgemein wird die Dosierung im Bereich von etwa 0,01 mg/kg/Tag bis 10,0 mg/kg/Tag liegen, stärker bevorzugt im Bereich von etwa 1,0 mg/kg/Tag bis 5,0 mg/kg/Tag.

Die Menge an aktiver Verbindung, die in der Form fester, halbfester oder flüssiger Dosierungen, wie beispielsweise als Tabletten, Suppositorien, Pillen, Kapseln, Pulvern, Flüssigkeiten, Suspensionen oder dergleichen, kann in Dosierungseinheiten verabreicht werden. Die Kompositionen werden, wie oben angegeben, eine wirksame Menge des ausgewählten Inhibitors in Kombination mit einem pharmazeutisch verträglichen Träger enthalten, und außerdem können sie andere pharmazeutische Mittel, Hilfsstoffe, Verdünnungsmittel, Puffer usw., einschließen.

Für feste Rezepturen schließen herkömmliche nicht-giftige feste Träger zum Beispiel pharmazeutische Qualitäten von Mannitol, Laktose, Stärke, Magnesiumstearat, Natriumsaccharin, Talkum, Zellulose, Glukose, Sukrose, Magnesiumcarbonat und dergleichen ein. Flüssige pharmazeutisch verabreichbare Zusammensetzungen können beispielsweise durch Auflösen, Dispergieren usw. eine Östronsulfatase-Inhibitors, wie hier beschrieben, und gegebenenfalls Zugabe pharmazeutischer Hilfsstoffe in einem Behältnis, beispielsweise Wasser, Kochsalzlösung, wäßrige Dextrose, Glyzerin, Ethanol und dergleichen, um so eine Lösung oder Suspension zu bilden. Wenn erwünscht, kann die zu verabreichende pharmazeutische Zusammensetzung auch kleinere Mengen von nicht-giftigen Hilfssubstanzen enthalten, wie Netzmittel oder Emulgatoren, pH-Puffermittel und dergleichen, wie beispielsweise Natriumacetat, Sorbitanmonolaurat, Triethanolamin-Natriumacetat, Triethalonaminoleat usw., wie oben zitiert. Herkömmliche Methoden zur Herstellung solcher Dosierungen sind bekannt oder werden für Fachleute auf diesem Gebiet offensichtlich, siehe beispielsweise Remington: The Science and Practice of Pharmacy, wie oben zitiert.

Für orale Verabreichung wird die Zusammensetzung allgemein die Form einer Tablette oder Kapsel annehmen oder kann eine wäßrige oder nicht-wäßrige Lösung, Suspension oder ein Sirup sein. Tabletten und Kapseln sind bevorzugte orale Verabreichungsformen. Tabletten und Kapseln für orale Verwendung werden allgemein ein oder mehrere übliche erwähnte Träger einschließen, wie Laktose und Maisstärke. Schmiermittel, wie Magnesiumstearat, werden auch typischerweise zugesetzt. Wenn Flüssigkeitssuspensionen verwendet werden, wird das aktive Mittel mit Emulgier- und Suspendiermitteln vereinigt. Wenn erwünscht, können Geschmacksstoffe, Färbemittel und/oder Süßungsmittel zugegeben werden. Andere fakultative Komponenten für eine Einarbeitung in eine orale Rezeptur schließen hier, allerdings nicht beschränkend, Konservierungsstoffe, Suspendiermittel, Verdickungsmittel und dergleichen ein.

Parenterale Verabreichung, wenn eine solche verwendet wird, ist allgemein durch Injektion gekennzeichnet. Injizierbare Formulierungen können in herkömmlichen Formen, entweder als flüssige Lösungen oder Suspensionen, feste Formen, die für Lösung oder Suspension in Flüssigkeit Injektion geeignet sind, oder als Emulsionen bereitet werden. Vorzugsweise werden sterile injizierbare Suspensionen nach bekannten Methoden unter Verwendung geeigneter Dispergier- oder Netzmittel und Suspendiermitteln zusammengestellt. Die sterile injizierbare Formulierung kann auch eine sterile injizierbare Lösung für eine Suspension in einem nicht-giftigen parenteral annehmbaren Verdünnungs- oder Lösungsmittel sein. Unter den annehmbaren Vehikeln und Lösungsmitteln, die verwendet werden können, finden sich Wasser, Ringer's Lösung und isotonische Natriumchloridlösung. Außerdem werden sterile Fettöle herkömmlicherweise als ein Lösungsmittel oder Suspendiermedium verwendet. Ein in jüngerer Zeit gestarteter Versuch für parenterale Verabreichung schließt die Verwendung eins langsam abgebenden oder Rückhaltesystems ein, so daß ein konstanter Dosierungsspiegel aufrechterhalten wird. Siehe zum Beispiel US-patent 3,710,795.

Die Verbindungen nach der Erfindung können auch durch die Haut oder das Schleimhautgewebe unter Verwendung herkömmlicher transdermaler Arzneimittelabgabesysteme verabreicht werden, worin das Mittel in einer laminierten Struktur enthalten ist, die als eine Arzneimittelabgabeeinrichtung dient, die auf der Haut zu befestigen ist. In einer solchen Struktur ist die Arzneimittelzusammensetzung in einer Schicht oder „einem Vorratsbehälter" unter einer oberen Rückenschicht enthalten. Die laminierte Struktur kann einen einzelnen Vorratsbehälter enthalten oder Mehrfachvorratsbehälter. Bei einer Ausführungsform umfaßt der Vorratsbehälter eine Polymermatrix eines pharmazeutisch verträglichen Kontaktklebermaterials, das dazu dient, das System während der Arzneimittelabgabe auf der Haut zu befestigen. Beispiele geeigneter Hauptkontaktklebstoffmaterialien sind, allerdings nicht ausschließlich, Polyethylene, Polysiloxane, Polyisobutylene, Polyacrylate, Polyurethane usw. Alternativ sind der Arzneimittel enthaltende Vorratsbehälter und der Hautkontaktklebstoff separat vorhanden in einzelnen Schichten, wobei der Klebstoff unter dem Vorratsbehälter liegt, der in diesem Fall entweder eine Polymermatrix, wie oben beschrieben, sein kann oder ein flüssiger oder Hydrogelvorratsbehälter sein kann oder irgendeine andere Form besitzen kann.

Die Rückenschicht in diesen Laminaten, die als die obere Fläche der Einrichtung dient, funktioniert wie das primäre Strukturelement der laminierten Struktur und versieht die Vorrichtung mit vielem ihrer Flexibilität. Das für das Rückenmaterial ausgewählte Material sollte so ausgewählt werden, daß es für das aktive Mittel und irgendwelche anderen Materialien, die vorliegen, im wesentlichen undurchlässig ist. Die Rückenschicht kann entweder okklusiv oder nicht-okklusiv sein, je nachdem, ob es erwünscht ist, daß die Haut während der Arzneimittellieferung hydradisiert wird. Der Rücken besteht vorzugsweise aus einem Bogen oder Film eines vorzugsweise flexiblen Elastomermaterials. Beispiele von Polymeren, die für die Rückenschicht geeignet sind, sind etwa Polyethylen, Polypropylen, Polyester usw.

Während der Lagerung und vor der Verwendung enthält die laminierte Struktur eine Trennauskleidung. Unmittelbar vor der Verwendung wird diese Schicht von der Einrichtung entfernt, um ihre Grundfläche freizulegen, entweder den Arzneimittelvorratsbehälter oder eine separate Kontaktkleberschicht, so daß das System auf der Haut befestigt werden kann. Die Abgabeauskleidung sollte aus einem für das Arzneimittel/das Vehikel undurchlässigem Material bestehen.

Transdermale Arzneimittelabgabeeinrichtungen können unter Verwendung herkömmlicher Techniken, die bekannt sind, hergestellt werden, wie beispielsweise durch Gießen eines Fluidgemisches von Klebstoff, Arzneimittel und Vehikel auf der Rückenschicht, gefolgt von einer Laminierung der Trennschicht. Ähnlich kann das Klebstoffgemisch auf die Trennschicht gegossen werden, wonach Laminierung der Rückenschicht erfolgt. Alternativ kann der Arzneimittelspeicher in Abwesenheit von Arzneimittel oder Hilfsstoffen hergestellt und dann durch Aufsaugen eines Arzneimittel/Vehikelgemisches beladen werden.

Die laminierten transdermalen Arzneimittelabgabesysteme können zusätzlich einen Hautdurchdringungsverbesserer enthalten. Der Grund hierfür ist, daß die inhärente Permeabilität der Haut für einige Arzneimittel zu niedrig ist, um therapeutische Konzentrationen des Arzneimittels durch einen ausreichend großen Bereich von ungebrochener Haut hindurchgehen zu lassen, so ist es erforderlich, einen Hautpermeationsverbesserer mit solchen Arzneimitteln gleichzeitig zu verabreichen. Geeignete Verbesserer sind in der Technik bekannt und sind beispielsweise Dimethylsulfoxid (DMSO), Dimethylformamid (DMF), N,N-Dimethylacetamid (DMA), Decylmethylsulfoxid (C10MSO), C2 bis C6-Alkandiole und die 1-substituierten Azacaloheptan-2-one, besonders 1-n-Dodecylcyclaza-cycloheptan-2-on (erhältlich unter der Handelsbezeichnung AZone® bei der Whitby Research Incorporated, Richmond, VA), Alkohole und dergleichen.

Alternativ können die pharmazeutischen Zusammensetzungen der Erfindung in der Form von Suppositorien für rektale Verabreichung gegeben werden. Diese können durch Vermischen des Mittels mit einem geeigneten, nicht-reizenden Hilfsstoff, der bei Raumtemperatur fest, bei der Rektaltemperatur aber flüssig ist und daher im Rektum schmilzt, um das Arzneimittel freizusetzen, hergestellt werden. Solche Materialien sind beispielweise Kakaobutter, Bienenwachs und Polyethylenglykole.

Die pharmazeutischen Zusammensetzungen nach der Erfindung können auch durch Nasalärosol oder Inhalation verabreicht werden. Solche Zusammensetzungen werden gemäß Techniken hergestellt, die auf dem Gebiet der pharmazeutischen Formulierungen bekannt sind, und können als Lösungen in Kochsalzlösung hergestellt werden, wobei Benzylalkohol oder andere, geeignete Konservierungsmittel, Absorptionspromotoren zur Verbesserung der biologischen Verfügbarkeit, Fluorkohlenstoffe und/oder andere flüssigmachende oder dispergierende Mittel verwendet werden.

Bevorzugte Formulierungen für vaginale Arzneimittelabgabe sind Salben und Cremes. Salben sind halbfeste Präparate, die typischerweise auf Vaselin oder anderen Erdölderivaten basieren. Cremes, die das aktive Mittel selektiv enthalten, sind, wie in der Technik bekannt, viskose Flüssigkeiten oder halbfeste Emulsionen, entweder Öl-in-Wasser oder Wasser-in-Öl. Cremegrundlagen sind mit Wasser waschbar und enthalten eine Ölphase, einen Emulgator und eine wäßrige Phase. Die Ölphase, manchmal auch die „innere" Phase genannt, umfaßt allgemein Vaselin und einen Fettalkohol, wie Cetyl- oder Stearylalkohol. Gewöhnlich, obwohl nicht notwendigerweise, übersteigt ds Volumen der wäßrigen Phase dasjenige der Ölphase und enthält allgemein ein Befeuchtungsmittel. Der Emulgator in einer Cremeformulierung ist allgemein ein nichtionisches, anionisches, kationisches oder amphoteres oberflächenaktives Mittel. Die spezielle Salben- oder Cremegrundlage, die zu verwenden ist, wie dem Fachmann auf diesem Gebiet klar sein wird, ist eine solche, die optimale Arzneimittelabgabe erbringt. Wie mit anderen Trägem oder Vehikeln sollte eine Salbengrundlage inert, stabil, nicht-reizend und nicht-sensibilisierend sein. Vaginalsuppositorien sind ebenfalls bevorzugt. Suppositorien können unter Verwendung herkömmlicher Mittel, zum Beispiel Verdichtung, Kompressionsformung oder dergleichen, formuliert werden und enthalten geeignete Träger für ein Vaginalarzneimittelfreisetzungsprofil.

Formulierungen für bukale Verabreichung enthalten Tabletten, Pastillen, Gele und dergleichen. Alternativ kann bukale Verabreichung durch Benutzung eines transmukosalen Abgabesystems erfolgen.

Verfahren zur Herstellung:

Die Verbindungen der Erfindung können in hoher Ausbeute unter Verwendung relativ einfacher, geradliniger Methoden, wie beispielhalber in dem experimentellen Abschnitt hier erläutert ist, hergestellt werden. Synthesen repräsentativer Verbindungen sind im einzelnen in den Beispielen 1 bis 32 aufgeführt. Es wird auch auf die parallel anhängige, generell beigeordnete US-Patentanmeldung mit dem Aktenzeichen Nr. 08/998,877 mit dem Titel „Novel Anti-Estrogenic Steroids and Associated Pharmaceutical Compositions and Methods of Use" der Erfinder Tanabe et al., die am gleichen Tag wie diese eingereicht wurde, hingewiesen.

Experimentelles

Die Praxis der vorliegenden Erfindung wird, wenn nichts anderes angegeben, herkömmliche Techniken synthetischer organischer Chemie, biologisches Testen usw. verwenden, da dies im Wissen des Fachmanns liegt. Solche Techniken werden vollständig in der Literatur erklärt, siehe zum Beispiel Fieser et al., Steroids, (New York: Reinhold, 1959), Djerassi, Steroid Reactions: An Outline for Organic Chemists (San Francisco: Holden-Day, 1963) und Fried et al., Organic Reactions in Steroid Chemistry. Bänder 1 und 2 (New-York: Reinhold, 1972), für detaillierte Information bezüglich steroidverwandter synthetischer Verfahren. Bezug mag vorhanden gewesen sein nach MacIndoe et al., Endocrinology 123(3): 1281-1287 (1988), Duncan et al., Cancer Res. 53: 298-303 8!))§9 UND Yeu et al., J. Steroid Biochem. 44: 671-673 (1993), für eine Beschreibung der biologischen Testverfahren, die brauchbar sind, Verbindungen wie jene, die beschrieben wurden und beansprucht sind, als Testverfahren.

Es ist zu verstehen, daß, obwohl die Erfindung in Verbindung mit den bevorzugten spezifischen Ausführungsformen die Erfindung erläutert, daß aber die obige Beschreibung sowie die Beispiele, welche nun folgen, dazu bestimmt sind, nicht den Erfindungsgedanken einzuschränken, da die Vorteile und Abwandlungen im Geist der Erfindung für den Fachmann klar und eindeutig sind.

Die nachfolgenden Beispiele werden bereitgestellt, um die Ausführungsformen der Erfindung zu beschreiben. Die Beispiele, die mit einem Stern (*) gekennzeichnet sind, werden bereitgestellt, um analoge Verfahren zu beschreiben, nach denen Verbindungen der Erfindung synthetisiert werden können.

Die nachfolgenden Beispiele wurden in der Bemühung gemacht, Genauigkeit in Bezug auf die verwendeten Zahlen (zum Beispiel Mengen, Temperatur usw.) zu gewährleisten, aber einige experimentelle Fehler und Abweichungen sollten in Kauf genommen werden. Wenn nichts anderes angegeben ist, ist die Temperatur in Celsiusgraden und der Druck in at oder nahe at angegeben. Alle Lösungsmittel wurden als HPLC-Grad verwendet, wenn nichts anderes routinemäßig angegeben ist, und alle Reaktionen wurden routinemäßig unter einer inerten Argonatmosphäre durchgeführt. Alle Reagenzien wurden kommerziell erworben, wenn nicht anders angezeigt. Östron und Östradiol wurden von dem Berlichem US erworben, Ethinylöstradiol wurde bei Akzo Nobel gekauft. NMR-Analysen wurden mit einer Varian Gemini 300 durchgeführt und auf Chloroform bei &dgr; 0,727 erbracht. FTIR-spektren wurden mit einem Perkin-Elmer 1610 Gerät durchgeführt.

Das folgende Schema erläutert die Synthesestufen, die in den Beispielen 1 und 2 durchgeführt wurden, um die Östronsulfat-Hemmverbindungen (5) und (7) herzustellen.

Schema 1

Beispiel 1 Herstellung von 19-Norpregna-1,3,5(10),16-tetraen-20-yn-3-O-sulfamat (5) (a) Synthese von Ethynylöstradiol-3-O-acetat (2):

Zu einer Lösung von Ethynylöstradiol (1, 5.92 g, 20 mmol) in Tetrahydrofuran (THF) (30 mL) und CH2Cl2 (70 mL) wurden Triethylamin (6.8 ml, 50 mmol) und Essigsäureanhydrid (2.8 ml, 30 mmol) zugegeben. Das Gemisch wurde dann gerührt für 17 h bei Raumtemperatur. Gesättigtes, wässriges NH4Cl wurde zu dem Reaktionsgemisch zugegeben, welches dann mit Ethylacetat (EtOAc) extrahiert wurde. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde gewaschen mit Et2O, um 6.08 g 2 (90% Ausbeute), mp: 147-148°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.29 (d, 1H, aromatisch), 6.90-6.75 (m, 2H, aromatisch), 2.60 (s, 1H, -C identisch mit CH), 2.28 (s, 3H, -OCOCH3), 0.88 (s, 3H, 18-CH3).

(b) Synthese von 19-Norpregna-1,3,5(10),16-tetraen-20-yn-3-ol 3-O-acetat (3):

Zu einer Lösung von Ethynylöstradiol 3-O-acetat (2, 3.05 g, 9.0 mmol) in Pyridin (25 mL) wurde Phosphoroxychlorid (1.7 ml, 18 mmol) zugegeben, und es wurde gerührt für 2 h bei 110°C. Anschließend wurde das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur gekühlt, in Eis geschüttet (100g) und angesäuert mit 5 N HCl, und dann extrahiert mit EtOAc. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (15:1->10:1, v/v), um 1.83 g 3 (64% Ausbeute), mp: 104-106°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.28 (d, 1H, aromatisch), 6.95-6.75 (m, 2H aromatisch), 6.22-6.10 (m, 1H, 16-H), 3.09 (s, 1H, -C identisch mit CH), 2.28 (s, 3H, -OCOCH3), 0.88 (s, 3H, 18-CH3).

(c) Synthese von 19-Norpregna-1,3,5(10),16-tetraen-20-yn-3-ol (4):

Zu einer Lösung von 19-Norpregna-1,3,5(10),16-tetraen-20-yn-3-ol 3-O-acetat (3, 0.670 g, 2.1 mmol) in THF (2.0 mL) und Methanol (MeOH) (5.0 mL) wurde Kaliumcarbonat (0.290 g, 2.1 mmol) zugegeben, und es wurde gerührt für 1 h bei Raumtemperatur. Das Reaktionsgemisch wurde angesäuert mit 1H HCl und extrahiert mit EtOAc. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (5:1->2:1, v/v), um 0.573 g (4) (99% Ausbeute), mp: 158-159°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.15 (d, 1H, aromatisch), 6.68-6.52 (m, 2H, aromatisch), 6.20-6.10 (m, 1H, 16-H), 4.55 (s, 1H, -OH), 3.09 (s, 1H, -C identisch mit CH), 0.88 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 278 (M+).

(d) Synthese von 19-Norpregna-1,3,5(10),16-tetraen-20-yn-3-O-sulfamat (5):

Zu einer Lösung von Chlorsulfonylisocyanat (0.22 ml, 2.5 mmol) in CH2Cl2 (1.0 mL) wurde Ameisensäure (0.5 ml of a CH2Cl2-Lösung, 5.0 M, 2.5 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur erwärmt und gerührt für 1 h. Zu einer Lösung von 19-Norpregna-1,3,5(10),16-tetraen-20-yn-3-ol (4, 0.139 g, 0.5 mmol) in DMF (3.0 mL) wurde Natriumhydrid (0.100 g einer Mineralöldispersion, 60%, 2.5 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde gerührt für 1 h, und Chlorsulfonylisocyanat in Ameisensäure wurde dann zugegeben, und das Rühren wurde fortgesetzt für 2 h. Das Reaktionsgemisch wurde gequencht mit gesättigtem wässrigen NH4Cl bei 0°C, und extrahiert mit EtOAc. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (3:1->2:1, v/v), um 0.142 g 5, (79% Ausbeute), mp: 210°C (zersetzt), zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.31 (d, 1H, aromatisch), 7.15-7.00 (m, 2H, aromatisch), 6.18-6.12 (m, 1H, 16-H), 4.91 (s, 2H, -NH2), 3.09 (s, 1H, -C identisch mit CH), 0.88 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 357 (M+).

Beispiel 2* Herstellung von 19-Norpregna-1,3,5(1),16-tetraen-20-on-3-O-sutfamat (7) (a) Synthese von 19-Norpregna-1,3,5(10),16-tetraen-20-yn-3-ol 3-O-acetat (3):

Das Verfahren, das beschrieben wird in den Stufen (a) und (b) von Beispiel 1 oben, wurde angewendet, um 3 zu erhalten.

(b) Synthese von 3-Hydroxy-19-norpregna-1,3,5(10,16-tetraen-20-on-3-O-acetat (6a) und 3-Hydroxy-19-norpregna-1,3,5(10),16-tetraen-20-on (6b):

Eine Lösung von 19-Norpregna-1,3,5(10),16-tetraen-20-yn-3-ol 3-O-acetat (3, 1.05 g, 3.3 mmol) in 96% Ameisensäure (30 mL) wurde gerührt für 30 min bei 100°C. Anschließend wurde das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur gekühlt, in Eis gegossen (100 g) und stehen gelassen für 18 h bei 0°C. Das Präzipitat wurde gesammelt durch Filtration und wurde gewaschen mit H2O, und aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (5:16-2:1, v/v), um 0.418 g 6a (37% Ausbeute), mp: 154-155°C, und 0.267 g 6b (27% Ausbeute), mp: 243-244°C, zu ergeben.

6a: 1H-NMR: &dgr; 7.28 (d, 1H, aromatisch), 6.95-6.68 (m, 3H, aromatisch, 16-H), 2.28 (s, 3H, 21-CH3), 2.28 (s, 3H, -OCOCH3), 0.92 (s, 3H, 18-CH3).

6b: 1H-NMR: &dgr; 7.15 (d, 1H, aromatisch), 6.80-6.72 (m, 1H, 16-H), 6.68-6.53 (m, 2H, aromatisch), 2.29 (s, 3H, 21-CH3), 0.92 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 296 (M+).

(c) Synthese von 19-Norpregna-1,3,5(10),16-tetraen-20-on-3-O-sulfamat (7):

Beginnend mit 3-Hydroxy-l9-norpregna-1,3,5(10),16-tetraen-20-on (6b, 0.148 g, 0.50 mmol) und unter Verwendung des Verfahrens, das in Stufe (d) von Beispiel 1 oben beschrieben ist, wurde 0.139 g (7) (74% Ausbeute), mp: 189-190°C, nach der Chromatographie (n-Hexan:EtOAc 2:1-3:2, v/v) erhalten.

1H-NMR: &dgr; 7.31 (d, 1H, aromatisch), 7.13-7.00 (m, 2H, aromatisch), 6.78-6.70 (m, 1H, 16-H), 4.97 (s, 2H, -NH2), 2.29 (s, 3H, 21-CH3), 0.92 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 375 (M+).

Beispiel 3* Herstellung von 19-Norpregna-1,3,5(10)trien-20-on-3-O-sulfamat (10)

Schema 2

(a) Synthese von 3-Hydroxy-19-norpregna-1,3,5(10)trien-20-on (9):

Zu einer Lösung von 3-Hydroxy-19-norpregna-1,3,5(10)trien-20-on-3-O-acetat (8, 0.340 g, 1.0 mmol) in THF (5.0 mL) und MeOH (5.0 mL) wurde Kaliumcarbonat (0.138 g, 1.0 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde gerührt für 2 h, und gequencht mit gesättigtem, wässrigen NH4Cl bei 0°C, und extrahiert mit EtOAc. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde gewaschen mit Et2O, um 0.267 g 9 (90% Ausbeute), mp: 237-238°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.15 (d, 1H, aromatisch), 6.67-6.52 (m, 2H, aromatisch), 4.76 (s, 1H, -OH), 2.62 (t, 1H, 17&agr;-H), 2.16 (s, 3H, 21-CH3), 0.66 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 298 (M+).

(b) Synthese von 19-Norpregna-1,3,5(10)trien-20-on-3-O-sulfamat (10):

Zu einer Lösung von Chlorsulfonylisocyanat (0.22 mL, 2.5 mmol) in CH2Cl2 (1.0 mL) wurde Ameisensäure (0.5 mL of a CH2Cl2-Lösung, 5.0 M, 2.5 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur erwärmt und gerührt für 1 h. Zu einer Lösung von 3-Hydroxy-19-norpregna-1,3,5(10)trien-20-on (9, 0.149 g, 0.5 mmol) in DMF (3.0 mL) wurde Natriumhydrid (0.100 g einer Mineralöldispersion, 60%, 2.5 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde gerührt für 1 h, und es wurde Chlorsulfonylisocyanat in Ameisensäure zugegeben, und das Rühren wurde fortgesetzt für 2 h. Das Reaktionsgemisch wurde gequencht mit gesättigtem wässrigen NH4Cl bei 0°C und extrahiert mit EtOAc. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde gewaschen mit Et2O, um 0.151 g of 10 (80% Ausbeute), mp: 189-190°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.31 (d, 1H, aromatisch), 7.13-7.00 (m, 2H, aromatisch), 4.89 (s, 2H, -NH2), 2.61 (t, 1H,17&agr;-H), 2.16 (s, 3H, 21-CH3), 0.66 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 377 (M+).

Das folgende Schema beschreibt die synthetischen Stufen, die durchgeführt werden in den Beispielen 4 bis 9, um die antiöstrogenen Verbindungen (13), (15), (17), (19), (21) und (23) herzustellen:

Schema 3

Beispiel 4* Synthese von [17(20)Z]-19-Norpregna-1,3,5(10),17(20)-tetraen-3-O-sulfamat (13) (a) Synthese von [17(20)Z]-19-Norpregna-1,3,5(10),17,(20)-tetraen-3-ol (12):

Zu einer Suspension von Ethyltriphenylphosphoniumbromid (4.64 g, 12.5 mmol) in THF (40 mL) wurde Kalium-tert-butoxid (1.35 g, 12 mmol) zugegeben und es wurde gerührt für 30 min bei Raumtemperatur. Östron (11, 1.35 g, 5.0 mmol) wurde dann zugegeben, und das Gemisch wurde dann gerührt für 24 h bei Raumtemperatur. Das Reaktionsgemisch wurde gequencht mit gesättigtem wässrigen NH4Cl bei 0°C und extrahiert mit EtOAc. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (5:1->2:1, v/v), um 1.03 g of 12 (72% Ausbeute), mp: 138-139°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.16 (d, 1H, aromatisch), 6.68-6.50 (m, 2H, aromatisch), 5.22-5.08 (m, 1H, =CH-CH3), 4.48 (s, 1H, -OH), 1.72-1.65 (m, 3H, =CH-CH3), 0.91 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 282 (M+).

(b) Synthese von [17(20)Z]-19-Norpregna-1,3,5(10),17(20)-tetraene-3-O-sulfamat (13):

Zu einer Lösung von Chlorsulfonylisocyanat (0.22 mL, 2.5 mmol) in CH2Cl2 (1.0 mL) wurde Ameisensäure (0.5 mL of a CH2Cl2-LÖsung, 5.0 M, 2.5 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur erwärmt und gerührt für 1 h. Zu einer Lösung von [17(20)Z]-19-Norpregna-1,3,5(10),17(20)-tetraen-3-ol (12, 0.141 g, 0.50 mmol) in DMF (3.0 mL) wurde Natriumhydrid (0.100 g einer Mineralöldispersion, 60%, 2.5 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde gerührt für 1 h, Chlorsulfonylisocyanat in Ameisensäure wurde zugegeben, und das Rühren wurde fortgesetzt für 2 h. Das Reaktionsgemisch wurde gequencht mit gesättigtem wässrigen NH4Cl bei 0°C, und extrahiert mit EtOAc. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:CHCl3: EtOAc (5:5:1->3:3:1, v/v/v), um 0.181 g 13 (100% Ausbeute), mp: 131-132°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.31 (d, 1H, aromatisch), 7.18-6.95 (m, 2H, aromatisch), 5.25-5.10 (m, 1H, =CH-CH3), 4.96 (s, 2H, -NH2), 1.69 (d, 3H, =CH-CH3), 0.91 (s, 3H, 18-CH3); MS (DCI): m/z 379 (M++NH4 +), 362 (M++H).

Beispiel 5* Synthese von [17(2))Z]-Propylidenöstra-1,3,5(10)-trien-3-O-sulfamat (15) (a) Synthese von [17(20)Z]-Propylideneöstra-1,3,5(1)-trien-3-ol (14):

Zu Natriumhydrid (1.20 g einer Mineralöldispersion, 60%, 30 mmol) wurde DMSO (100 mL) zugegeben, und das Gemisch wurde gerührt für 1 h bei 75°C.

Propyltriphenylphosphoniumbromid (12.3 g, 32.0 mmol) wurde dann zugegeben, und das Rühren wurde fortgesetzt für 30 min bei Raumtemperatur. Östron (11, 2.70 g, 10 mmol) wurde zu dem Reaktionsgemisch zugegeben, und es wurde dann gerührt für 4 Tage bei 80°C. Das Reaktionsgemisch wurde gequencht mit gesättigtem wässrigen NH4Cl bei 0°C und extrahiert mit Et2O. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan: EtOAc (10:1->1:1, v/v), um 1.30 g 14 (44% Ausbeute) zu ergeben und 1.05 g des Ausgangsmaterials 11 (39% Ausbeute), mp: 149-151°C.

1H-NMR: &dgr; 7.15 (d, 1H, aromatisch), 6.68-6.50 (m, 2H, aromatisch), 5.12-5.00 (m, 1H, =CH-CH2-), 4.57 (s, 1H, -OH), 0.96 (t, 3H, 23-CH3), 0.90 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 296 (M+).

(b) Synthese von [17(20)Z]-Propylideneöstra-1,3,5(10)-trien-3-O-sulfamat (15):

Beginnend mit [17(20)Z]-Propylidenöstra-1,3,5(10)-trien-3-ol (14, 0.148 g, 0.50 mmol), unter Anwendung des Verfahrens, das beschrieben ist in Stufe (b) von Beispiel 4 oben, wurde nach der Chromatographie (n-Hexan:EtOAc 5:1->2:1, v/v) 0.145 g 15 (77% Ausbeute; mp: 120-121°C) erhalten.

1H-NMR: &dgr; 7.31 (d, 1H, aromatisch), 7.13-6.98 (m, 2H, aromatisch), 5.12-5.00 (m, 1H, =CH-CH2-), 4.94 (s, 2H, -NH2), 0.96 (t, 3H, 23-CH3), 0.90 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 375 (M+).

Beispiel 6* Herstellung von [17(20)]-19,21-Dinorchola-1,3,5(10)17(20)-tetraen-3-O-sulfamat (17) (a) Synthese von [17(20)Z]-19,21-Dinorchola-1,3,5(10)17(20)-tetraen-3-ol (16):

Zu einer Suspension von Butyltriphenylphosphoniumbromid (12.8 g, 32.0 mmol) in THF (100 mL) wurde Kalium-tert-butoxid (3.37 g, 30 mmol) zugegeben, und es wurde gerührt für 30 min bei Raumtemperatur. Östron (11, 2.70 g, 10 mmol) wurde zu dem Reaktionsgemisch zugegeben, und das Rühren wurde fortgesetzt für 5 Tage bei 80°C. Das Reaktionsgemisch wurde gequencht mit gesättigtem wässrigen NH4Cl bei 0°C und extrahiert mit EtOAc. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (10:1-2:1, v/v), um zu ergeben 2.45 g of 16 (79% Ausbeute) mp: 85-86°C.

1H-NMR: &dgr; 7.15 (d, 1H, aromatisch), 6.70-6.52 (m, 2H, aromatisch), 5.13-5.00 (m, 1H, =CN-CH2), 4.49 (s, 1H, -OH), 0.91 (t, 3H, 24-CH3), 0.90 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 310 (M+).

(b) Synthese von [17(20)Z]-19,21-Dinorchola-1,3,5(10)17(20)-tetraen-3-O-sulfamat (17):

Beginnend mit [17(20)Z]-19,21-Dinorchola-1,3,5(10)17(20)-tetraen-3-ol (16, 0.176 g, 0.57 mmol) und unter Anwendung des Verfahrens, das beschrieben ist in Stufe (b) von Beispiel 4 oben, wurde nach der Chromatographie (n-Hexan: EtOAc 5:1->3:1, v/v) 0.173 g 17 (78% Ausbeute; mp: 117-118°C) erhalten.

1H-NMR: &dgr; 7.30 (d, 1H, aromatisch), 7.15-6.97 (m, 2H, aromatisch), 5.20-4.85 (m, 3H, =CH-CH2-, und -NH2), 0.91 (t, 3H, 24-CH3), 0.90 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 389 (M+).

Beispiel 7* Herstellung von 19-Norpregna-1,3,5(10)-trien-3-O-sulfamat (19) (a) Synthese von [17(20)Z]-19-Norpregna-1,3,5(10),17,(20)-tetraen-3-ol (12):

Durch Anwendung des Verfahrens beschrieben in Stufe (a) von Beispiel 4 oben wurde 12 erhalten aus 11.

(b) Synthese von 19-Norpregna-1,3,5(10)-trien-3-O-ol (18):

Zu einer Lösung von [17(20)Z]-19-Norpregna-1,3,5(10),17(20)-tetraen-3-ol (12, 0.565 g, 2.00 mmol) in EtOAc (10 mL) wurde 10% Palladium auf Kohle (0.100 g) zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde gerührt für 2 h unter einer Wasserstoffatmosphäre bei Raumtemperatur. Nachdem der Katalysator abfiltriert worden war, wurde das Lösungsmittel bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (5:1, v/v), um 0.483 g 18 (85% Ausbeute), mp: 112-113°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.15 (d, 1H, aromatisch), 6.67-6.50 (m, 2H, aromatisch), 0.90 (t, 3H, 21-CH3), 0.60 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 284 (M+).

(c) Synthese von 19-Norpregna-1,3,5(10)-trien-3-O-sulfamat (19):

Beginnend mit 19-Norpregna-1,3,5(10)- trien-3-ol (18, 0.284 g, 1.00 mmol), und unter Anwendung des Verfahrens, das beschrieben ist in Stufe (b) von Beispiel 4 oben, wurde nach der Chromatographie (n-Nexan:EtOAc 3:1->2:1, v/v) 0.279 g 19 (77% Ausbeute; mp: 167-168°C) wurde erhalten.

1H-NMR: &dgr; 7.31 (d, 1H, aromatisch), 7.12-6.98 (m, 2H, aromatisch), 4.90 (s, 2H, -NH2), 0.90 (t, 3H, 21-CH3), 0.61 (s, 3H, 18-CH3); MS (DCI): m/z 381 (M++ NH4 +); HRMS berechnet für C20H28N103S1, 362.1790; gefunden, 362.1812.

Beispiel 8* Herstellung von 17&bgr;- Propylöstra-1,3,5(10)-trien-3-O-sulfamat (21) (a) Synthese von [17(20)Z]-Propylideneöstra-1,3,5(1)-trien-3-ol (14):

Durch Anwendung des Verfahrens beschrieben in Stufe (a) von Beispiel 5 oben wurde 14 aus 11 erhalten.

(b) Synthese von 17&bgr;-Propylöstra-1,3,5(10)-trien-3-ol (20):

Beginnend mit [17(20)Z]-propylideneöstra-1,3,5(10)-trien-3-ol (14, 0.371 g, 1.25 mmol) und durch Anwendung des Verfahrens beschrieben in Stufe (b) von Beispiel 7 oben, wurde nach der Chromatographie (n-Hexan:EtOAc 10:1->5:1, v/v) 0.311 g 20 (83% Ausbeute; mp: 130-131°C) erhalten.

1H-NMR: &dgr; 7.15 (d, 1H, aromatisch), 6.70-6.52 (m, 2H, aromatisch), 4.49 (s, 1H, -OH), 0.90 (t, 3H, 23-CH3), 0.60 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 298 (M+).

(c) Synthese von 17&bgr;-Propylöstra-1,3,5(10)-trien-3-O-sulfamat (21):

Beginnend mit 17&bgr;-propylöstra-1,3,5(10)-trien-3-ol (20, 0.149 g, 0.50 mmol) und durch Anwendung des Verfahrens beschrieben in Stufe (b) von Beispiel 4 oben wurde nach der Chromatographie (n-Hexan:EtOAc 5:1,2:1, v/v)0.184 g 21 (97% Ausbeute; mp: 170-171°C) erhalten.

1H-NMR: &dgr; 7.31 (d, 1H, aromatisch), 7.15-7.00 (m, 2H, aromatisch), 4.89 (s, 2H, -NH2), 0.91 (t, 3H, 23-CH3), 0.61 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 377 (M+).

Beispiel 9* Herstellung von 19,21-Dinorchola-1,3,5(10)-trien-3-O-sulfamat (23) (a) Synthese von [17(20)Z]-19,21-Dinorchola-1,3,5(10)17(20)-tetraen-3-ol (16):

Durch Anwendung des Verfahrens beschrieben in Stufe (a) von Beispiel 6 oben wurde 16 aus 11 erhalten.

(b) Synthese von 19,21-Dinorchola-1,3,5(10)-trien-3-ol (22):

Beginnend mit [17(20)Z]-19,21-Dinorchola-1,3,5(10)17(20)-tetraen-3-ol (16, 0.473 g, 1.52 mmol) wurde nach der Chromatographie (n-Hexan:EtOAc 10:1, v/v) 0.367 g 22 (77% Ausbeute; mp: 97-98°C) erhalten.

1H-NMR: &dgr; 7.16 (d, 1H, aromatisch), 6.70-6.50 (m, 2H, aromatisch), 4.56 (s, 1H, -OH), 0.90 (t, 3H, 24-CH3), 0.61 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 312 (M+).

(c) Synthese von 19,21-Dinorchola-1,3,5(10)-trien-3-O-sulfamat (23):

Beginnend mit 19,21-Dinorchola-1,3,5(10)-trien-3-ol (22, 0.177 g, 0.57 mmol) und durch Anwendung des Verfahrens beschrieben in Stufe (b) von Beispiel 4 oben, wurde 0.198 g 23 (89% Ausbeute; mp: 144-145°C) nach der Chromatographie (n-Hexan:EtOAc 5:1 DEG 2:1, v/v) erhalten.

1H-NMR: &dgr; 7.31 (d, 1H, aromatisch), 7.13-6.97 (m, 2H, aromatisch), 4.90 (s, 2H, -NH2), 0.90 (t, 3H, 24-CH3), 0.61 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 391 (M+).

Beispiel 10* Herstellung von 3-tert-Butyldimethylsilyloxy-17&agr;-ethenylöstra-1,3,5(10)-trien-17&bgr;-ol (28)

Schema 4

(a) Synthese von 3-tert-Butyldimethylsilyloxy-17&agr;-ethenylöstra-1,3,5(10)-trien-17&bgr;-ol (25):

Zu einer Lösung von 17&agr;-Ethenylöstradiol (24, 0.298 g, 1.0 mmol) in 1,2-Dichloroethan (5.0 mL) und THF (1.0 mL) wurde Triethylamin (0.35 mL, 2.5 mmol) und tert-Butyldimethylchlorsilan (0.226 g, 1.5 mmol) und 4-Dimethylaminopyridin (0.006 g, 0.05 mmol) bei Raumtemperatur zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde gerührt für 2 Tage, verdünnt mit EtOAc, gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (5:1->3:1, v/v), um 0.358 g 25 (87% Ausbeute), mp: 127-128°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.10 (d, 1H, aromatisch), 6.67-6.52 (m, 2H, aromatisch), 6.12 (dd, 1H, -CH=CH2), 5.25-5.13 (m, 2H, -CN=CH2), 0.97 (s, 9H, -C(CH3)3), 0.95 (s, 3H, 18-CH3), 0.18 (s, 6H, -Si(CH3)2).

(b) Synthese von 3-tert-Butyldimethylsilyloxy-[17(20)E]-propylidenöstra-1,3,5(10)-trien (26):

Zu einer Lösung von Phosphortribromid (4.5 mL einer CH2Cl2-Lösung, 1.0 M, 4.5 mmol) in Toluen (6.0 mL) wurde eine Lösung von 3-tert-Butyldimethylsilyloxy-17&agr;-ethenylöstra-1,3,5(10)-trien-17&bgr;-ol (25, 1.86 g, 4.5 mmol) und Pyridin (0.40 mL, 5.0 mmol) in Toluene (25 mL) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde gerührt für 2 h und gequencht mit gesättigtem, wässrigen H2O und extrahiert mit EtOAc. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde gelöst in THF (20 mL), und es wurde Methylmagnesiumbromid zugegeben (7.5 mL einer Et2O-Lösung, 3.0 M, 22.5 mmol) bei 0°C. Das Reaktionsgemisch wurde gerührt für 19 h bei Raumtemperatur, und gequencht mit gesättigtem, wässrigen H2O bei 0°C und extrahiert mit EtOAc. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:CHCl3 (5:1->3:1, v/v), um 1.06 g 26 (57% Ausbeute), mp: 59-60°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.13 (d, 1H, aromatisch), 6.66-6.51 (m, 2H, aromatisch), 5.08-4.95 (m, 1H, =CH-CH2), 0.98 (s, 9H, -C(CH3)3), 0.93 (t, 3H, 23-CH3), 0.78 (s, 3H, 18-CH3), 0.18 (s, 6H, -Si(CH3)2).

(c) Synthese von [l7(20)E]-Propylidenöstra-1,3,5(10)-trien-3-ol (27):

Zu einer Lösung von 3-tert-Butyldimethylsilyloxy-[l7(20)E]-propylidenöstra-1,3,5(10)-trien (26, 0.821 g, 2.0 mmol) in THF (20 mL) wurde Tetrabutylammoniumfluorid (2.4 mL einer THF-Lösung, 1.0 M, 2.4 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde gerührt für 1 h, verdünnt mit EtOAc, gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (10:1-5:1, v/v), um 0.598 g 27 (100% Ausbeute), mp: 105-106°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.17 (d, 1H, aromatisch), 6.67-6.52 (m, 2H, aromatisch), 5.06-4.95 (m, 1H, =CH-CH2-), 4.53 (s, 1H, -OH), 0.95 (t, 3H, 23-CH3), 0.78 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 296 (M+).

(d) Synthese von [17(20)E]-Propylidenöstra-1,3,5(10)-trien-3-O-sulfamat (28):

Zu einer Lösung von Chlorsulfonylisocyanat (0.22 mL, 2.5 mmol) in CH2Cl2 (1.0 mL) wurde Ameisensäure (0.5 mL of a CH2Cl2-Lösung, 5.0 M, 2.5 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur erwärmt und gerührt für 1 h. Zu einer Lösung von [17(20)E]-Propylidenöstra-1,3,5(10)-trien-3-ol (27, 0.148 g, 0.5 mmol) in DMF (3.0 mL) wurde Natriumhydrid (0.100 g einer Mineralöldispersion, 60%, 2.5 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde gerührt für 1 h, und Chlorsulfonylisocyanat in Ameisensäure wurde zugegeben, und das Rühren wurde fortgesetzt für 1 h. Das Reaktionsgemisch wurde gequencht mit gesättigtem wässrigen NH4Cl bei 0°C und extrahiert mit EtOAc. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (5:1->3:1, v/v), um 0.177 g 28 (94% Ausbeute), mp: 149-151°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.33 (d, 1H, aromatisch), 7.13-7.00 (m, 2H, aromatisch), 5.08-4.95 (m, 1H, =CH-CH2-), 4.89 (s, 2H, -NH2), 0.96 (t, 3H, 23-CH3), 0.79 (s, 3H, 18-CN3); MS (EI): m/z 375 (M+).

Das folgende Schema beschreibt die synthetische Stufen, die durchgeführt werden in den Beispielen 11 und 12, um die antiöstrogenen Verbindungen (32) und (34) herzustellen:

Schema 5

Beispiel 11 Herstellung von Ethyl 3-sulfamoyloxy-[17(20)Z]-19-norpregna-1,3,5(10),17(20)-tetraen-21-oat (a) Synthese von 3-tert-Butyldimethylsilyloxyöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (29):

Zu einer Lösung von Östron (11, 8.10 g, 30.0 mmol) in DMF (25 mL) wurde Imidazol (3.07 g, 45 mmol) und tert-Butyldimethylchlorsilan (5.42 g, 36 mmol) bei Raumtemperatur zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde gerührt für 18 h, und dann gequencht mit gesättigtem, wässrigen H2O (100 mL). Das Präzipitat wurde gesammelt durch Filtration und wurde gewaschen mit H2O, um 11.4 g 29 (99% Ausbeute), mp: 171-172°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.12 (d, 1H, aromatisch), 6.67-6.55 (m, 2H, aromatisch), 0.98 (s, 9H, -C(CH3)3), 0.91 (s, 3H, 18-CH3), 0.19 (s, 6H, -Si(CH3)2).

(b) Synthese von Ethyl-3-tert-butyldimethylsilyloxy-[17(20)Z]-19-norpregna-1,3,5(10),17(20)-tetraen-21-oat (30a) und Ethyl-3-tert-butyldimethylsilyloxy-[17(20)E]-19-norpregna-1,3,5(10),17(20)-tetraen-21-oat (30b):

Zu einer Lösung von Triethylphosphonacetat (3.17 mL, 16 mmol) in THF (40 mL) wurde Kalium-tert-butoxid (1.68 g, 15 mmol) bei Raumtemperatur zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde gerührt für 30 min, und 3-tert-Butyldimethylsilyloxyöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (29, 1.92 g, 5.0 mmol) wurde zugegeben. Das Rühren wurde über 2 Tage unter Rückflußbedingungen fortgesetzt. Nachdem das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur gekühlt wurde, wurde gesättigtes, wässriges NH4Cl zugegeben und das Gemisch extrahiert mit EtOAc. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (40:1-30:1, v/v), um 0.473 g 30a (21% Ausbeute), mp: 148-149°C, und 1.26 g 30b (55% Ausbeute), mp: 109-110°C, zu ergeben.

1H-NMR (30a): &dgr; : 7.12 (d, 1H, aromatisch), 6.65-6.50 (m, 2H, aromatisch), 5.70-5.63 (m, 1H, =CH-COOEt-), 4.23-4.05 (m, 2H, -COOCH2CH3)' 1.29 (t, 3H, -COOCH2CH3), 1.04 (s, 3H, 18-CH3), 0.98 (s, 9H, -C(CH3)3), 0.18 (s, 6H, -Si(CH3)2).

1H-NMR (30b): &dgr; 7.12 (d, 1H, aromatisch), 6.65-6.50 (m, 2H, aromatisch), 5.59 (s, 1H, =CH-COOEt-), 4.16 (q, 2H, -COOCH2CH3), 1.29 (t, 3H, -COOCH2CH3), 0.98 (s, 9H, -C(CH3)3), 0.86 (s, 3H, 18-CH3), 0.19 (s, 6H, Si(CH3)2).

(c) Synthese von Ethyl-3-Hydroxy-[l7(20)Z]-l9-norpregna-1,3,5(10),17(20)-tetraen-21-oat (31):

Zu einer Lösung von Ethyl-3-tert-butyldimethylsilyloxy-[17(20)Z]-19-norpregna-1,3,5(l0),17(20)-tetraen-21-oat (30a, 0.387 g, 0.85 mmol) in THF (10 mL) wurde Tetrabutylammoniumfluorid (0.90 mL of a THF-Lösung, 1.0 M, 0.90 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde gerührt für 1 h, verdünnt mit EtOAc, gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (7:1->5:1, v/v), um 0.279 g 31 (97% Ausbeute), mp: 144-145°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.15 (d, 1H, aromatisch), 6.67-6.52 (m, 2H, aromatisch), 5.72-5.66 (m, 1H, =CH-COOEt), 4.23-4.08 (m, 2H, -COOCH2CH3), 1.29 (t, 3H, -COOCH2CH3), 1.04 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 340 (M+).

(d) Synthese von Ethyl-3-sulfamoyloxy-[17(20)Z]-19-norpregna-1,3,5(10),17(20)-tetraen-21-oat (32):

Zu einer Lösung von Chlorsulfonylisocyanat (0.22 mL, 2.5 mmol) in CH2Cl2 (1.0 mL) wurde Ameisensäure (0.5 mL einer CH2Cl2-Lösung, 5.0 M, 2.5 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur erwärmt und gerührt für 1 h. Zu einer Lösung von Ethyl-3-hydroxy-[17(20)Z]-19-norpregna-1,3,5(10),17(20)-tetraen-21-oate(31, 0.170 g, 0.5 mmol) in DMF (3.0 mL) und THF (1.0 mL) wurde Natriumhydrid (0.100 g einer Mineralöldispersion, 60%, 2.5 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde gerührt für 1 h, und Chlorsulfonylisocyanat in Ameisensäure wurde zugegeben, und das Rühren wurde fortgesetzt für 2 h. Das Reaktionsgemisch wurde gequencht mit gesättigtem wässrigen NH4Cl bei 0°C, und extrahiert mit EtOAc. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (3:1->2:1, v/v), um 0.174 g of 32 (83% Ausbeute), mp: 154-155°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.31 (d, 1H, aromatisch), 7.15-7.00 (m, 2H, aromatisch), 5.69 (s, 1H, =CH-COOEt), 4.93 (s, 1H, -HH2), 4.15 (q, 2H, -COOCH2CH3), 1.29 (t, 3H, -COOCH2CH3), 1.04 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 419 (M+).

Beispiel 12 Herstellung von Ethyl-3-sulfamoyloxy-[17(20)E]-19-norpregna-1,3,5(10),20-tetraen-21-oat (34) (a) Synthese von Ethyl-3-tert-butyldimethyl-silyloxy-[l7(20)E]-19-norpregna-1,3,5(10),17(20)-tetraen-21-oat (30b):

Das Verfahren, das beschrieben wird in den Stufen (a) und (b) von Beispiel 11 oben, wurde angewendet, um 30b aus 11 zu erhalten.

(b) Synthese von Ethyl-3-hydroxy-[17(20)E]-19-norpregna-1,3,5(10),17(20)-tetraen-21-oat (33):

Durch Anwendung des Verfahrens, das beschrieben ist in Stufe (c) von Beispiel 11 oben, beginnend mit Ethyl-3-tert-butyldimethylsilyloxy-[17(20)E]-19-norpregna-1,3,5(10),17(20)-tetraen-21-oat (30b, 1.00 g, 2.2 mmol), wurden 0.727 g 33 (97% Ausbeute; mp: 153-154°C) nach der Chromatographie (n-Hexan:EtOAc 5:1->3:1, v/v) erhalten.

1H-NMR: &dgr; 7.15 (d, 1H, aromatisch), 6.68-6.53 (m, 2H, aromatisch), 5.59 (s, 1H, =CH-COOEt-), 4.77-4.65 (m, 1H, -OH), 4.17 (q, 2H, -COOCH2CH3), 1.29 (t, 3H, -COOCH2CH3), 0.86 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 340 (M+).

(c) Synthese von Ethyl-3-sulfamoyloxy-[17(20)E]-19-norpregna-1,3,5(10),17(20)-tetraen-21-oat (34):

Nach dem Verfahren, das beschrieben ist in Stufe (d) von Beispiel 11 oben, wurden aus Ethyl-3-hydroxy-(17(20)E]-19-norpregna-1,3,5(10),17(20)-tetraen-21-oat (33, 0.102 g, 0.3 mmol) nach der Chromatographie (n-Hexan:EtOAc 5:1->3:1, v/v) 0.097 g 34 (77% Ausbeute), mp: 174-175°C, erhalten.

1H-NMR: &dgr; 7.32 (d, 1H, aromatisch), 7.13-7.00 (m, 2H, aromatisch), 5.62-5.57 (m, 1H, =CH-COOEt), 4.89 (s, 1H, -NH2), 4.16 (q, 2H, -COOCH2CH3), 1.29 (t, 3H, -COOCH2CH3), 0.87 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 419 (M+).

Beispiel 13* Herstellung von 20-Cyano-19-Norpregna-1,3,5(10),17(20)-tetraen-21-nitril-3-O-sulfamat (36)

Schema 6

(a) Synthese von 20-Cyano-3-hydroxy-19-norpregna-1,3,5(10),17(20)-tetraen-21-nitril (35):

Zu einer Suspension von Östron (11, 1.35 g, 5.0 mmol) in Benzen (35 mL) und Essigsäure (5.0 mL) wurde Malononitril (1.65 g, 40 mmol) und &bgr;-Alanin (0.535 g, 6.0 mmol) zugegeben, und es wurde gerührt für 19 h unter Rückflußbedingungen. Nachdem das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur gekühlt wurde, wurde H2O zugegeben und extrahiert mit EtOAc. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde gewaschen mit Et2O, um 1.46 g of 35 (92% Ausbeute), mp: >250°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.13 (d, 1H, aromatisch), 6.70-6.53 (m, 2H, aromatisch), 1.07 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 318 (M+).

(b) Synthese von 20-Cyano-19-norpregna-1,3,5(10),17(20)-tetraen-21-nitril-3-O-sulfamat (36):

Zu einer Lösung von Chlorsulfonylisocyanat (0.22 mL, 2.5 mmol) in CH2Cl2 (1.0 mL) wurde Ameisensäure (0.5 mL of a CH2Cl2-Lösung, 5.0 M, 2.5 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur erwärmt und gerührt für 1 h. Zu einer Lösung von 20-Cyano-3-hydroxy-19-norpregna-1,3,5(10),17(20)-tetraen-21-nitril (35, 0.159 g, 0.5 mmol) in DMF (3.0 mL) wurde Natriumhydrid (0.100 g einer Mineralöldispersion, 60%, 2.5 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde gerührt für 1 h, und Chlorsulfonylisocyanat in Ameisensäure wurde zugegeben, und das Rühren wurde fortgesetzt für 1 h. Das Reaktionsgemisch wurde gequencht mit gesättigtem wässrigen NH4Cl bei 0°C, und extrahiert mit EtOAc. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4 Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:Aceton (3:1-3:2, v/v), um 0.152 g 36 (77% Ausbeute), mp: 183-184°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.31 (d, 1H, aromatisch), 7.20-7.00 (m, 2H, aromatisch), 4.93 (s, 1H, -NH2), 1.08 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 397 (M+).

Beispiel 14* Herstellung von 21-(2'-N,N-Dimethvlaminetoxv)-[17(20)E)-19-norpregna-1,3,5(10),18(20)-tetraen-3-O-sulfamat (36)

Schema 7

(a) Synthese von 17&agr;-Ethenylöstra-1,3,5(10)-trien-3,17&bgr;-diol 3-O-acetat (37):

Zu einer Lösung von 17&agr;-Ethenylöstradiol (24, 0.895 g, 3.0 mmol) in CH2Cl2 (7.0 mL) und THF (3.0 mL) wurde Triethylamin (0.95 mL, 6.7 mmol) und Essigsäureanhydrid (0.4 mL, 4.0 mmol) bei Raumtemperatur zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde gerührt für 20 h, verdünnt mit EtOAc, gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem Nacl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (3:1-2:1, v/v), um 1.02 g 37 (100% Ausbeute), mp: 127-128°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.26 (d, 1H, aromatisch), 6.88-6.77 (m, 2H, aromatisch), 6.10 (dd, 1H, -CH=CH2), 5.25-5.10 (m, 2H, -CH=CH2), 2.27 (s, 3H, -OCOCH3), 0.94 (s, 3H, 18-CH3).

(b) Synthese von 21-(2'-N,N-Dimethylaminoethoxy)-[17(20)E]-19-norpregna-1,3,5(10),17(20)tetraen-3-ol (38):

Zu einer Lösung von Phosphortribromid (3.2 mL einer CH2Cl2-Lösung, 1.0 M, 3.2 mmol) in Toluen (4.0 mL) wurde eine Lösung von 17&agr;-Ethenylöstra-1,3,5(10)-trien-3,17&bgr;-diol-3-O-acetat (37, 1.09 g, 3.2 mmol) und Pyridin (0.3 mL, 3.7 mmol) in Toluen (20 mL) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde gerührt für 2 h, und gequencht mit gesättigtem, wässrigen NH4Cl bei 0°C und extrahiert mit EtOAc. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde gelöst in THF (20 mL) und zu einem Gemisch von N,N-Dimethylethanolamin (3.0 mL, 30 mmol) und Natriumhydrid (1.00 g einer Mineralöldispersion, 60%, 25 mmol) in THF (20 mL) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde gerührt für 2 h, und gequencht mit gesättigtem, wässrigen NaHCO3 bei 0°C und extrahiert mit EtOAc. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von CHCl3:MeOH (10:1->7:1, v/v), um 0.309 g 38 (26% Ausbeute), mp: 116-117°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.12 (d, 1H, aromatisch), 6.63-6.48 (m, 2H, aromatisch), 5.25-5.14 (m, 1H, =CH-CH2O-), 3.98 (d, 2H, =CH-CH2O-), 3.65-3.45 (m, 2H, -OCH2CH2N-), 2.61 (t, 2H, -OCH2CH2N-), 2.34 (s, 6H, -N(CH3)2), 0.76 (s, 3H, 18-CH3); MS (DCI): m/z 370 (M+H).

(c) Synthese von 21-(2'-N,N Dimethylaminoethoxy)-[17(20)E]-19-norpregna-1,3,5(10),17(20)tetraene-3-O-sulfamat (39):

Zu einer Lösung von Chlorsulfonylisocyanat (0.14 mL, 1.5 mmol) in CH2Cl2 (0.6 mL) wurde Ameisensäure (0.3 mL of a CH2Cl2-Lösung, 5.0 M, 1.5 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur erwärmt und gerührt für 1 h. Zu einer Lösung von 21-(2'-N,N-Dimethylaminoethoxy)-[17(20)E]-19-norpregna-1,3,5(10),17(20)-tetraen-3-ol (38, 0.111 g, 0.3 mmol) in DMF (2.0 mL) wurde Natriumhydrid (0.060 g einer Mineralöldispersion, 60%, 1.5 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde gerührt für 1 h, und Chlorsulfonylisocyanat in Ameisensäure wurde zugegeben, und das Rühren wurde fortgesetzt für 2 h. Das Reaktionsgemisch wurde gequencht mit gesättigtem wässrigen NaHCO3 bei 0°C, und extrahiert mit EtOAc. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von CHCl3:MeOH (10:1->5:1, v/v), um 0.121 g of 39 (90% Ausbeute), mp: 147-148°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.30 (d, 1H, aromatisch), 7.13-7.00 (m, 2H, aromatisch), 5.30-5.18 (m, 1H, =CH-CH2O-), 4.05-3.90 (m, 2H, =CH-CH2O-), 3.53 (t, 2H, -OCH2CH2N-), 2.55 (t, 2H, -OCH2CH2N-), 2.30 (s, 6H, -N(CH3)2), 0.78 (s, 3H, 18-CH3); MS (DCI): m/z 449 (M++H).

Das folgende Schema beschreibt die synthetischen Stufen, die durchgeführt werden in den Beispielen 15 und 16, um die Östronsulfatase-hemmenden Verbindungen (44) und (47) herzustellen:

Schema 8

Beispiel 15 Herstellung von 17&bgr;-(2'-N,N-Dimethylaminoethoxy)östra-1,3,5(10)-trien-3-O-sulfamat (44) (a) Synthese von 3-Benzyloxyöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (40):

Zu einer Lösung von Östron (11, 2.70 g, 10 mmol) in DMF (40 mL) wurde zugegeben Kaliumcarbonat (2.76 g, 20 mmol) und Benzylbromid (1.8 mL, 15 mmol) bei Raumtemperatur. Das Reaktionsgemisch wurde gerührt für 26 h und dann gequencht mit gesättigtem, wässrigen H2O, und extrahiert mit EtOAc. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde gewaschen mit Et2O, um 2.91 g 40 (81% Ausbeute), mp: 126-127°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.65-7.10 (m, 6H, aromatisch), 6.90-6.65 (m, 2H, aromatisch), 5.04 (s, 2H, -OCH2Ph), 0.91 (s, 3H, 18-CN3); MS (EI): m/z 360 (M+).

(b) Synthese von 3-Benzyloxyöstra-1,3,5(10)-trien-17&bgr;-ol (41):

Zu einer Lösung von 3-Benzyloxyöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (40, 2.70 g, 7.5 mmol) in THF (5.0 mL) und MeOH (30 mL) wurde Natriumborhydrid (284 mg, 7.5 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde gerührt für 30 min und dann gequencht mit gesättigtem, wässrigen NH4Cl, und es wurde H2O zugegeben. Das Präzipitat wurde gesammelt durch Filtration und wurde gewaschen mit H2O, um 2.73 g 41 (100% Ausbeute), mp: 118-119°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.50-7.15 (m, 6H, aromatisch), 6.83-6.67 (m, 2H, aromatisch), 5.03 (s, 2H, -OCH2Ph), 3.80-3.65 (m, 2H, 17&agr;-H, -OH), 0.78 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 362 (M+).

(c) Synthese von 3-Benzyloxy-17&bgr;-(2'-N,N-dimethyl-aminoethoxy)östra-1,3,5(10)-trien (42):

Zu einer Lösung von 3-Benzyloxyöstra-1,3,5(10)-trien-17&bgr;-ol (41, 1.81 g, 5.0 mmol) in DMF (40 mL) wurde Natriumhydrid (3.00 g einer Mineralöldispersion, 60%, 75 mmol) bei 0°C zugegeben, und es wurde gerührt für 30 min, dann wurde 2-N,N-Dimethylaminoethylchloride-Hydrochlorid (2.16 g, 15 mmol) und Tetrabutylammoniumiodid (0.185 g, 0.50 mmol) zugegeben, und es wurde gerührt für 3 h bei 100°C. Nachdem das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur gekühlt wurde, wurde gesättigtes, wässriges NaHCO3 zugegeben und das Gemisch wurde mit EtOAc extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von CHCl3:MeOH (30:1->10:1, v/v), um 1.82 g 42 (84% Ausbeute), mp: 153-155°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.50-7.15 (m, 6H, aromatisch), 6.85-6.67 (m, 2H, aromatisch), 5.03 (s, 2H, -OCH2Ph), 4.03-3.85 (m, 2H, 17&bgr;-OCH2-), 3.44 (t, 1H, 17&agr;-H), 2.89 (s, 6H, -N(CH3)2), 0.77 (s, 3H, 18-CH3).

(d) Synthese von 17&bgr;-(2'-N,N Dimethylamino-ethoxy)östra-1,3,5(10)-trien-3-ol(43):

Zu einer Lösung von 3-Benzyloxy-17&bgr;-(2'-N,N dimethylaminoethoxy)östra-1,3,5(10)-trien (42, 1.73 g, 4.0 mmol) in MeOH (20 mL) wurde 10% Palladium auf Kohle (0.500 g) zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde gerührt für 2 h unter einer Wasserstoffatmosphäre bei Raumtemperatur. Nachdem der Katalysator abfiltriert worden war, wurde das Lösungsmittel bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von CHCl3:MeOH (10:1->3:1, v/v), um 1.27 g of 43 (92% Ausbeute), mp: 191-192°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.13 (d, 1H, aromatisch), 6.68-6.48 (m, 2H, aromatisch), 3.73-3.48 (m, 2H, 17&bgr;-OCH2-), 3.37 (t, 1H, 17&agr;-H), 2.33 (s, 6H, -N(CH3)2), 0.74 (s, 3H, 18-CH3); MS (DCI): m/z 344 (M++H).

(e) Synthese von 17&bgr;-(2'-N,N-Dimethylaminoethoxy)östra-1,3,5(10)-trien-3-O-sulfamat (44):

Zu einer Lösung von Chlorsulfonylisocyanat (0.22 mL, 2.5 mmol) in CH2Cl2 (1.0 mL) wurde Ameisensäure (0.5 mL of a CH2Cl2-Lösung, 5.0 M, 2.5 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur erwärmt und gerührt für 1 h. Zu einer Lösung von 17&bgr;-(2-N,N-Dimethylaminoethoxy)östra-1,3,5(10)-trien-3-ol (43, 0.172 g, 0.5 mmol) in DMF (3.0 mL) und THF (1.0 mL) wurde Natriumhydrid (0.100 g einer Mineralöldispersion, 60%, 2.5 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde gerührt für 1 h, und Chlorsulfonylisocyanat in Ameisensäure wurde zugegeben, und das Rühren wurde fortgesetzt für 2 h. Das Reaktionsgemisch wurde gequencht mit gesättigtem wässrigen NaHCO3 bei 0°C, und es wurde extrahiert mit EtOAc. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von CHCl3:MeOH (10:1 DEG 5:1, v/v), um 0.180 g of 44 (85% Ausbeute) mp: 142-143°C zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.28 (d, 1H, aromatisch), 7.13-7.00 (m, 2H, aromatisch), 3.90-3.45 (m, 4H, 17&bgr;-OCH2-, -NH2), 3.37 (t, 1H, 17&agr;-H), 2.34 (s, 6H, -N(CH3)2), 0.73 (s, 3H, 18-CN3); MS (DCI): m/z 423 (M++H).

Beispiel 16 Herstellung von 17&bgr;-(3'-N,N-Dimethylaminopropoxy)östra-1,3,5(10)-trien-3-O-sulfamat (47) (a) Synthese von 3-Benzyloxyöstra-1,3,5(10)-trien-17&bgr;-ol (41):

Das Verfahren, das beschrieben wird in den Stufen (a) und (b) von Beispiel 15 oben, wurde angewendet, um 41 zu erhalten.

(b) Synthese von 3-Benzyloxy-17(3-N,N dimethylaminopropoxy)östra-1,3,5(10)-trien (45):

Zu einer Lösung von 3-Benzyloxyöstra-1,3,5(10)-trien-17&bgr;-ol (41, 1.27 g, 3.5 mmol) in DMF (30 mL) wurde Natriumhydrid (2.10 g einer Mineralöldispersion, 60%, 52.5 mmol) bei 0°C zugegeben, und es wurde gerührt für 30 min. Als Nächstes wurde 3-N,N-Dimethylaminopropylchlorid-Hydrochlorid (1.66 g, 10.5 mmol) und Tetrabutylammoniumiodid (0.129 g, 0.35 mmol) zugegeben, und es wurde gerührt für 19 h bei 100°C. Nachdem das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur gekühlt wurde, wurde gesättigtes, wässriges NaHCO3 zugegeben und das Gemisch wurde extrahiert mit EtOAc. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von CHCl3:MeOH (20:1-10:1, v/v), um 1.57 g 45 (100% Ausbeute), mp: 190-192°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.50-7.15 (m, 6H, aromatisch), 6.83-6.67 (m, 2H, aromatisch), 5.03 (s, 2H, -OCH2Ph), 3.60-3.43 (m, 2H, 17&bgr;-OCH2-), 3.37 (t, 1H, 17&agr;-H), 2.28 (s, 6H, -N(CH3)2), 0.78 (s, 3H, 18-CH3).

(c) Synthese von 17&bgr;-(3'-N,N Dimethylaminopropoxy)östra-1,3,5(10)-trien-3-ol (46):

Nach dem Verfahren, das beschrieben ist in Stufe (d) von Beispiel 15 oben, wurden aus 3-Benzyloxy-17&bgr;-(3'-N,N-dimethylaminopropoxy)östra-1,3,5(10)-trien (45, 1.57 g, 3.50 mmol) nach dem Waschen mit Et2O, 0.992 g 46 (79% Ausbeute), mp: >250°C, erhalten.

1H-NMR (CDCl3-DMSO-d6): &dgr; 8.20 (s, 1H, -OH), 6.91 (d, 1H, aromatisch), 6.50-6.33 (m, 2H, aromatisch), 3.47-3.30 (m, 2H, 17&bgr;-OCH2-), 3.18 (t, 1H, 17&agr;-H), 2.64, 2.63 (s und s, jeweils 3H, -N(CH3)2), 0.55 (s, 3H, 18-CH3); MS (DCI): m/z 358 (M++H).

(d) Synthese von 17&bgr;-(3'-N,N-Dimethylaminopropoxy)östra-1,3,5(10)-trien-3-O-sulfamat (47):

Nach dem Verfahren, das beschrieben ist in Stufe (e) von Beispiel 15 oben, wurden aus 17&bgr;-(3'-N,N-dimethylaminopropoxy)östra-1,3,5(10)-trien-3-ol (46, 0.179 g, 0.50 mmol) nach der Chromatographie (CHCl3:MeOH 10:1->5:1, v/v) 0.161 g 47 (74% Ausbeute), mp: 122-123°C, erhalten.

1H-NMR (CDCl3-DMSO-d6): d 7.28 (d, 1H, aromatisch), 7.11-7.00 (m, 2H, aromatisch), 3.62-3.45 (m, 2H, 17&bgr;-OCH2-), 3.38 (t, 1H, 17&agr;-H), 2.41 (s, 6H, -N(CH3)2), 0.77 (s, 3H, 18-CH3); MS (DCI): m/z 437 (M++H).

Das folgende Schema beschreibt die synthetischen Stufen, die durchgeführt werden in den Beispielen 17 und 18, um die Östronsulfatase-hemmenden Verbindungen (52) und (55) herzustellen:

Schema 9

Beispiel 17 Herstellung von 17a-tert-Butyldimethylsilyloxyöstra-1,3,5(10)-trien-3-O-sulfamat (52) (a) Synthese von 3-Benzyloxyöstra-1,3,5(10)-trien-17&bgr;-ol (41):

Das Verfahren, das beschrieben wird in den Stufen (a) und (b) von Beispiel 15 oben, wurde angewendet, um 41 aus 11 zu erhalten.

(b) Synthese von 3-Benzyloxyöstra-1,3,5(10)-trien-17&agr;-ol 17&agr;-O-p-nitrobenzoat (48):

Zu einer Suspension von Triphenylphosphin (6.29 g, 24 mmol) und Diethylazodicarboxylat (4.18 g 24 mmol) in Toluen (40 mL) wurde n eine Lösung von 3-Benzyloxyöstra-1,3,5(10)-trien-17&bgr;-ol (41, 4.35 g, 12.0 mmol) in Toluen (40 mL) bei Raumtemperatur zugegebe, und es wurde gerührt für 2 h bei 80°C. Nachdem das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur gekühlt wurde, wurde H2O zugegeben und das Gemisch wurde extrahiert mit EtOAc. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (10:1->7:1, v/v), um 5.82 g 48 (95% Ausbeute), mp: 135-136°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 8.37-8.18 (m, 4H, aromatisch), 7.52-7.30 (m, 5H, aromatisch), 7.19 (d, 1H, aromatisch), 6.85-6.68 (m, 2H, aromatisch), 5.15 (d, 1H, 17&bgr;-H), 5.03 (s, 2H, -OCH2Ph), 0.88 (s, 3H, 18-CH3).

(c) Synthese von 3-Benzyloxyöstra-1,3,5(10)-trien-17&agr;-ol (49):

Zu einer Lösung von 3-Benzyloxyöstra-1,3,5(10)-trien-17&agr;-ol-17&agr;-O-p-nitrobenzoat (48, 6.14 g, 12 mmol) in THF (40 mL) und MeOH (40 mL) wurde Kaliumcarbonat (1.66 g, 12 mmol) zugegeben, und es wurde gerührt für 2 h bei Raumtemperatur. Das Reaktionsgemisch wurde gequencht mit H2O und extrahiert mit EtOAc. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (5:1->3:1, v/v), um 4.10 g of 49 (94% Ausbeute), mp: 85-86°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.55-7.30 (m, 5H, aromatisch), 7.22 (d, 1H, aromatisch), 6.85-6.67 (m, 2H, aromatisch), 5.03 (s, 2H, -OCH2Ph), 3.81 (d, 1H, 17&bgr;-H), 0.70 (s, 3H, 18-CH3).

(d) Synthese von 3-Benzyloxy-17&agr;-tert-butyldimethylsilyloxyöstra-1,3,5(10)-trien (50):

Zu einer Lösung von 3-Benzyloxyöstra-1,3,5(10)-trien-17&agr;-ol (49, 1.45 g, 4.0 mmol) in DMF (5.0 mL) wurde Imidazol (0.408 g, 6.0 mmol) und tert-Butyldimethylchlorsilan (0.784 g, 5.2 mmol) bei Raumtemperatur zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde gerührt für 2 h und gequencht mit gesättigtem, wässrigen NaHCO3 bei 0°C und extrahiert mit EtOAc. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:CHCl3:EtOAc (50:50:1-20:20:1, v/v), um 1.91 g 50 (100% Ausbeute) zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.53-7.25 (m, 5H, aromatisch), 7.22 (d, 1H, aromatisch), 6.85-6.68 (m, 2H, aromatisch), 5.03 (s, 2H, -OCH2Ph), 3.72 (d, 1H, 17&bgr;-H), 0.90 (s, 9H, -C(CH3)3), 0.66 (s, 3H, 18-CH3), 0.04 (s, 6H, -Si(CH3)2).

(e) Synthese von 17&agr;-tert-Butyldimethylsilyloxyöstra-1,3,5(10)-trien-3-ol (51):

Zu einer Lösung von 3-Benzyloxy-17&agr;-tert-butyldimethylsilyloxyöstra-1,3,5(10)-trien (50, 1.90 g, 4.0 mmol) in THF (30 mL) wurde 10% Palladium auf Kohle (0.500 g) zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde gerührt für 2 h unter einer Wasserstoffatmosphäre bei Raumtemperatur. Nachdem der Katalysator abfiltriert worden war, wurde das Lösungsmittel bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (10:1->5:1, v/v), um 1.45 g of 51 (94% Ausbeute), mp: 161-162°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.16 (d, 1H, aromatisch), 6.67-6.48 (m, 2H, aromatisch), 4.53 (s, 1H, -OH), 3.71 (d, 1H, 17&bgr;-H), 0.90 (s, 9H, -C(CH3)3), 0.66 (s, 3H, 18-CH3), 0.04 (s, 6H, -Si(CH3)2); MS (EI): m/z 386 (M+).

(f) Synthese von 17&agr;-tert-Butyldimethylsilyloxyöstra-1,3,5(10)-trien-3-O-sulfamat (52):

Zu einer Lösung von Chlorsulfonylisocyanat (0.22 mL, 2.5 mmol) in CH2Cl2 (1.0 mL) wurde Ameisensäure (0.5 mL einer CH2Cl2-Lösung, 5.0 M, 2.5 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur erwärmt und gerührt für 1 h. Zu einer Lösung von 17&agr;-tert-Butyldimethylsilyloxyöstra-1,3,5(10)-trien-3-ol (51, 0.193 g, 0.5 mmol) in DMF (3.0 mL) und THF (1.0 mL) wurde Natriumhydrid (0.100 g einer Mineralöldispersion, 60%, 2.5 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde gerührt für 1 h und Chlorsulfonylisocyanat in Ameisensäure wurde zugegeben und das Rühren wurde fortgesetzt für 2 h. Das Reaktionsgemisch wurde gequencht mit gesättigtem wässrigen NH4Cl bei 0°C, und extrahiert mit EtOAc. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (5:1->3:1, v/v), um 0.216 g 52 (93% Ausbeute), mp: 150-151°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.33 (d, 1H, aromatisch), 7.13-6.98 (m, 2H, aromatisch), 4.87 (s, 2H, -NH2), 3.72 (d, 1H, 17&bgr;-H), 0.90 (s, 9H, -C(CH3)3), 0.66 (s, 3H, 18-CH3), 0.04 (s, 6H, -Si(CH3)2); MS (EI): m/z 465 (M+).

Beispiel 18 Herstellung von 17&agr;-(2'-N,N-Dimethylaminoethoxy)östra-1,3,5(10)-trien-3-O-sulfamat (55) (a) Synthese von 3-Benzyloxyöstra-1,3,5(10)-trien-17&agr;-ol 17&agr;-O-p-nitrobenzoat (48):

Das Verfahren, das beschrieben wird in den Stufen (a) und (b) von Beispiel 15 oben, wurde angewendet, um 41 aus 11 zu erhalten.

(b) Synthese von 3-Benzyloxyöstra-1,3,5(10)-trien-17&agr;-ol (49):

Das Verfahren, das beschrieben wird in den Stufen (b) und (c) von Beispiel 17 oben, wurde angewendet, um 49 aus 41 zu erhalten.

(c) Synthese von 3-Benzyloxy-17&agr;-(2'-N,N-Dimethylaminoethoxy)östra-1,3,5(10)-trien (53):

Zu einer Lösung von 3-Benzyloxyöstra-1,3,5(10)-trien-17&agr;-ol (49, 1.45 g, 4.0 mmol) in DMF (30 mL) wurde Natriumhydrid (2.40 g einer Mineralöldispersion, 60%, 60 mmol) bei 0°C zugegeben, und es wurde gerührt für 30 min, es wurde 2-N,N-Dimethylaminoethylchlorid-Hydrochlorid (1.73 g, 12 mmol) und Tetrabutylammoniumiodid (0.148 g, 0.40 mmol) zugegeben und gerührt für 2 h bei 100°C. Nachdem das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur gekühlt wurde, wurde gesättigtes, wässriges NaHCO3 zugegeben und das Gemisch wurde extrahiert mit EtOAc. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von CHCl3:MeOH (30:1->15:1, v/v), um 1.56 g 53 (90% Ausbeute), mp: 190-191°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.53-7.16 (m, 6H, aromatisch), 6.83-6.67 (m, 2H, aromatisch), 5.03 (s, 2H, -OCH2Ph), 4.05-3.70 (m, 2H, 17&agr;-OCH2-), 3.42 (d, 1H, 17&bgr;-H), 2.88 (s, 6H, -N(CH3)2), 0.72 (s, 3H, 18-CH3).

(d) Synthese von 17&agr;-(2'-N,N-Dimethylaminoethoxy)östra-1,3,5(10)-trien-3-ol (54):

Zu einer Lösung von 3-Benzyloxy-17&agr;-(2'-N,N-dimethylaminoethoxy)östra-1,3,5(10)-trien (53, 1.52 g, 3.5 mmol) in MeOH (20 mL) wurde zugegeben 10% Palladium auf Kohle (0.500 g). Das Reaktionsgemisch wurde gerührt für 2 h unter einer Wasserstoffatmosphäre bei Raumtemperatur. Nachdem der Katalysator abfiltriert worden war, wurde das Lösungsmittel bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde gewaschen mit Et2O, um 1.02 g 76 (85% Ausbeute), mp: 233-235°C, zu ergeben.

1H-NMR (CDCl3-DMSO-d6): &dgr; 7.10 (d, 1H, aromatisch), 6.72-6.55 (m, 2H, aromatisch), 4.05-3.70 (m, 2H, 17&agr;-OCH2-), 3.41 (d, 1H, 17&bgr;-H), 2.86 (s, 6H, -N(CH3)2), 0.71 (s, 3H, 18-CH3); MS (DCI): m/z 344 (M++H).

(e) Synthese von 17&agr;-(2'-N,N-Dimethylaminoethoxy)östra-1,3,5(10)-trien-3-O-sulfamat (55):

Zu einer Lösung von Chlorsulfonylisocyanat (0.22 mL, 2.5 mmol) in CH2Cl2 (1.0 mL) wurde Ameisensäure (0.5 mL of a CH2Cl2-Lösung, 5.0 M, 2.5 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur erwärmt und gerührt für 1 h. Zu einer Lösung von 17&agr;-(2'-N,N-dimethylaminoethoxy)östra-1,3,5(10)-trien-3-ol (54, 0.172 g, 0.5 mmol) in DMF (3.0 mL) und THF (1.0 mL) wurde Natriumhydrid (0.100 g einer Mineralöldispersion, 60%, 2.5 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde gerührt für 1 h, und Chlorsulfonylisocyanat in Ameisensäure wurde zugegeben, und das Rühren wurde fortgesetzt für 4 h. Das Reaktionsgemisch wurde gequencht mit gesättigtem wässrigen NaHCO3 bei 0°C und extrahiert mit EtOAc. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigem Nacl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde aufgereinigt durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von CHCl3:MeOH (12:1->7:1, v/v), um 0.116 g 55 (55% Ausbeute), mp: 136-138°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7.27 (d, 1H, aromatisch), 7.15-6.98 (m, 2H, aromatisch), 6.20-5.65 (m, 2H, -NH2), 3.68-3.37 (m, 2H, 17&agr;-OCH2-), 3.31 (d, 1H, 17&bgr;-H), 2.33 (s, 6H, -N(CH3)2), 0.67 (s, 3H, 18-CH3); MS (DCI): m/z 423 (M++H).

Das folgende Schema beschreibt die synthetischen Stufen, die durchgeführt werden in den Beispielen 19 und 20, um die Östronsulfatase-hemmenden Verbindungen (59) und (65) herzustellen:

Schema 10

Beispiel 19* Herstellung von 2-Cyanöstra-1,3,5(10)-trien-17&bgr;-ol-3-O-sulfamat-17&bgr;-O-acetat (a) Synthese von 3,17&bgr;-Dihydroxyöstra-1,3,5(10)-trien-2-carboxaldehyd (57):

Zu einer Suspension von Magnesium (2,07 g, 85 mmol) in THF (20 ml) wurde Bromethan (8,9 ml, 119 mmol) gelöst in THF (15 ml) bei Raumtemperatur zugegeben. Östradiol (56, 4,63 g, 17 mmol), gelöst in THF (40 ml), wurde zu dem Reaktionsgemisch zugesetzt, und das Rühren wurde 30 Minuten fortgesetzt. Das Lösungsmittel wurde bei vermindertem Druck entfernt, und zu dem Rückstand wurde Benzol (200 ml), Hexamethylphosphorsäuretriamid (7,4 ml, 42,5 mmol) und Paraformaldehyd (7,00 g) zugegeben. Rühren wurde 2 Stunden bei 80°C fortgesetzt. Nachdem das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur abgekühlt war, wurde 5 N HCl (150 ml) zugegeben, und das Gemisch wurde mit EtOAc extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden mit H2O, gesättigtem wäßrigem NaCl gewaschen und dann getrocknet (Na2SO4). Das Entwässerungsmittel wurde filtriert und das Lösungsmittel bei vermindertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde in MeOH (200 ml) aufgelöst, 20%-ige Natronlauge (25 ml) wurde zugegeben, und das Gemisch wurde 30 Minuten bei Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde mit 5 N HCl bei 0°C angesäuert, das Lösungsmittel wurde bei vermindertem Druck verdampft, und der Rückstand wurde mit EtOAc extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden mit H2O, gesättigtem wäßrigem NaCl gewaschen und dann getrocknet (Na2SO4). Das Entwässerungsmittel wurde filtriert und das Lösungsmittel bei vermindertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde durch Säulen-Chromatographie (Kielselgel) unter Verwendung von n-Hexan gereinigt. THF (5:1-2:1, v/v) wenn zu bekommen 4,81 g fon 57 (94% Ausbeute) E: 219-221°C.

1H-NMR: &dgr; 10,77 (s, 1H,-OH), 9,81 (s, 1H,-CHO), 7,42 (s, 1H, aromatisch), 6,70 (s, 1H, aromatisch, 3,74 (t, 1H, 17&agr;-H), 0,79(s, 3H, 18-CH3), MS(EI): m/z 300 (M*).

(b) Synthese von 2-Cyanoöstra-1,3,5(10)-trien-3,17-&bgr;-diol-17&bgr;-O-acetal (58):

Zu einer Suspension von 3,17&bgr;-Dihydroxyöstra-1,3,5(10)-trien-2-carboxaldehyd (57, 0,300 g, 1,0 mml) in Essigsäure (6,0 ml) wurde Natriumacetat (1,23g, 15 mmol) und Hydroxylaminhydrochlorid (0,139 g, 2,0 mmol) zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde 18 Stunden unter Rückflußbedingung gerührt. Danach wurde das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur gekühlt, mit EtOAc verdünnt und mit H2O, gesättigter wäßriger NaCl-Lösung gewaschen und dann getrocknet (MgSO4). Das Entwässerungsmittel wurde filtriert und die Lösung bei reduziertem Druck eingedampft. Der Rückstand wurde durch Säulen-Chromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan: EtOAc (3:1-2:1, v/v) gereinigt, um 0,259 g von 58 (76%ige Ausbeute) zu erhalten. F.: 249-251°C.

1H-NMR: &dgr; 7,38 (s, 1H, aromatisch), 6,68 (s, 1H, aromatisch), 4,69 (t, 1H, 17&agr;-H), 2,07 (s, 3H, -COOCH3), 0,83 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 339 (M+); IR (Nujol) 2239 cm–1, 1733 cm–1.

(c) Synthese von 2-Cyanoöstra-1,3,5(10)-trien-17&bgr;-ol-3-O-sulfamat-17&bgr;-O-acetat (59):

Zu einer Lösung von Chlorsulfonylisocyanat (3,0 ml, 35 mmol) in CH2Cl2 (14 ml) wurde Ameisensäure (7,0 ml) einer CH2Cl2-Lösung, 5,0 M (35 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur erwärmt und 1 Stunde gerührt. Zu einer Lösung von 3-Cyanoöstra-1,3,5(10)-trien-3-ol-17&bgr;-O-acetat (58, 2,38 g, 7,0 mmol) in DMF (40 ml) wurde Natriumhydrid (1,40 g einer Mineralöldispersion, 60%, 35 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 1 Stunde gerührt, und das Chlorsulfonylisocyanat in Ameisensäure wurde zugegeben, und das Rühren wurde 5 Stunden fortgesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde mit gesättigter, wäßriger Na4Cl bei 0°C abgeschreckt und mit EtOAc extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden mit H2O, gesättigter NaCl-Lösung gewaschen und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und die Lösung bei vermindertem Druck eingedampft. Der Rückstand wurde durch Säulen-Chromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von CHCl3: EtOAc (5:1-2:1, v/v/ gereinigt, um 0,6768 des Ausgangsmaterials 58 (29%ige Ausbeute) und 1,39 g von 59 (47%ige Ausbeute) zu bekommen. F.: 182-183°C.

1H-NMR: d 7,56 (s, 1H, aromatisch), 7,25 (s, 1H, aromatisch), 5,43 (s, 2H, -NH2), 4,70 (t, 1H, 17&agr;-H), 2,07 (s, 3H, -OCOCH3), 30,83 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 418 (M+); HRMS berechnet für C21H25N2O5S1 417. 1484 gefunden 417. 1476 (Nujol): 3319 cm–1, 3216 cm–1, 2233 cm–1. 1703 cm–1.

Beispiel 20* Herstellung von 2-Methoxycaronylöstra-1,3-5(10)-trien-17-on-3-O-sulfamat (65) (a) Synthese von 3,17&bgr;-Dihydroxylöstra-1,3,5(10)-trien-2-carboxaldehyd (57):

Das in Stufe (a) des Beispiels 19 oben beschriebene Verfahren wurde verwendet, um 57 aus 56 zu erhalten.

(b) Synthese von 3-Hydroxyiöstra-1,3,5(10)-trien-17-on-2-carboxaldehyd (60):

Zu einer Lösung v on 3,17&bgr;-Dihydroxyöstra-1,3,5(10)-trien-2-carboxaldehyd (57, 0,300 g, 1,0 mmol) in Aceton (20 ml) wurde Jones-Reagenz (0,5 ml) bei 0°C zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde 5 Minuten gerührt und mit 2-Propanol abgeschreckt und mit EtOAc extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden mit H2O, gesättigter wäßriger NaCl-Lösung gewaschen und dann getrocknet (MgSO4). Das Entwässerungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel bei reduziertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde durch Säulen-Chromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan gereinigt. THF (4:1-3:1, v/v) ergab 0,185 g von 60 (62%-ige Ausbeute) F.: 154-157°C.

1H-NMR: d 10,83 (s, 1H, -OH), 9.86 (s, 1H, -CHO), 7,47 (s, 1H, aromatisch), 6,77 (s, 1H, aromatisch), 0,97 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 298 (M*).

(c) Synthese von 3-Acetoxyöstra-1,3,5(10)-trien-17-on-2-carboxaldehyd (61):

Zu einer Lösung von 3-Hydroxyöstra-1,3,5(10-trien-17-on-2-carboxaldehyd (60, 1,92 g, 6,43 mmol) CH2Cl2 (30 ml) wurde Triethylamin (2,3 ml, 16 mmol) und Essigsäureanhydrid (0,94 ml, 9,6 mmol) bei Raumtemperatur zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 16 Stunden gerührt, H2O wurde zugegeben, und das Gemisch wurde mit EtOAc extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden mit H2O, gesättigter, wäßriger Lösung von NaCl gewaschen und dann getrocknet (Na2SO4). Das Entwässerungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel bei vermindertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde durch Säulen-Chromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (2:1-3:2, v/v) gereinigt und ergab 2,08 g 61 (95%ige Ausbeute) F.: 179-181°C.

1H-NMR: d 10,06 (s, 1H, -CHO), 7,83 (s, 1H, aromatisch), 6,94 (s, 1H, aro9matisch), 2,42 (s, 3H, -OCOCH3), 0,96 (s, 3H, 18-CH3).

(d) Synthese von 3-Acetoxyöstra-1,3,5(10)-trien-17-on-2-carbonsäure (62)

Zu einer Suspension von 3-Acetoxyöstra-1,3,5(10)-trien-17-on-2,carboxaldehyd (61, 1,20 g, 3,5 mmol) in Acetonitril (17 ml) und H2O (2,1 ml) wurde 30%iges Wasserstoffperoxid (0,53 ml) und Natriumphosphat monobasisch (1,79 g) bei Raumtemperatur zugesetzt. Natriumchlorit (0,935 g in einer wäßrigen Lösung mit 7,0 ml Wasser) wurde tropfenweise zu dem Reaktionsgemisch während einer Periode von 1 Stunde zugegeben, und das Rühren wurde weitere 2 Stunden bei Raumtemperatur fortgesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde mit Natriumsulfat abgeschreckt, mit 10%-igem HCl angesäuert und mit EtOAc extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden mit H2O, gesättigter wäßriger NaCl-Lösung gewaschen und dann getrocknet (Na2SO4). Das Entwässerungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel bei reduziertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde mit EtOAc gewaschen und ergab 1,06 g 62 (85% Ausbeute) F.: 182-183°C.

1H-NMR: d 8,04 (s, 1H, aromatisch), 6,86 (s, 1H, aromatisch), 2,33 (s, 3H, -OCOCH3), 0,92 (s, 3H, 18-CH3). MS (EI): m/z 356 (M+).

(e) Synthese von Methyl-2-acetoxyöstra-1,3-5(10)-trien-17-on-2-carboxylat (63):

Zu einer Lösung von 3-Acetoxyöstra-1,3,5(10)-trien-17-on-2-carbonsäure (62, 1,07 g, 3,0 mmol) in Dichlorethan (10 ml) wurde Thionylchlorid (0,28 ml, 3,9 mmol) sowie DMF (1 Tropfen) bei Raumtemperatur zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 30 Minuten bei 80°C gerührt. Nachdem das Reaktionsgemisch auf 0°C abgekühlt war, wurden MeOH (5,0 ml) und Triethylamin (1,0 ml) zugegeben und 1 Stunde gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde mit EtOAc verdünnt und mit H2O gesättigter wäßriger NaCl-Lösung gewaschen und dann getrocknet (Na2SO4). Das Entwässerungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel bei vermindertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde durch Säulen-Chromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (3:1-3:2, v/v) gereinigt und ergab 0,764 g von 63 (69%ige Ausbeute) F.: 182-183°C.

1H-NMR: d 7,95 (s, 1H, aromatisch), 6,83 (s, 1H, aromatisch), 3,85 (s, 3H, -COOCH3), 2,34 (s, 3H, -OCOCH3), 0,92 (s, 3H, 18-CH3).

(f) Synthese von Methyl-3-hydroxyöstra-1,3,5(10)-trien-17-on-2-carboxylat (64):

Zu einer Lösung von Methyl-3-acetoxyöstra-1,3,5(10)-trien-17-on-2-carboxylat (63, 0,746 g, 2,0 mmol) in THF (10 ml) und MeOH (15 ml) wurde Natriumhydrid (0,240 g einer Mineralöldispersion, 60%, 6,0 mmol) bei 0°C zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde 30 Minuten gerührt und mit gesättigter wäßriger Lösung von NH4Cl bei 0°C abgeschreckt und mit EtOAc extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden mit H2O gesättigter wäßriger NaCl-Lösung gewaschen und dann getrocknet (Na2SO4). Das Entwässerungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel bei vermindertem Druck eingedampft. Der Rückstand wurde durch Säulen-Chromatographie (Kielsegel) unter Verwendung von n-Hexan: EtOAc (3:1, v/v) gereinigt und ergab 0,572 g von 64 (87% Ausbeute) F.: 178-179°C.

1H-NHMR: d 10,50 (s, 1H, -OH), 7,73 (s, 1H, aromatisch), 6,72 (s, 1H, aromatisch), 3,93 (s, 3H, -COOCH3), 0,92 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 328 M+).

(g) Synthese von 2-Methoxycarbonylöstra-1,3,5(10-trien-17-on-3-O-sulfamat (65):

Zu einer Lösung von Chlorsulfonylisocyanat (0,43 ml, 0,5 mmol) in CH2Cl2 (2,0 ml) wurde Ameisensäure (1,0 ml einer CH2Cl2-Lösung, 5,0 M, 5,0 mmol) bei 0°C zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur erwärmt und 1 Stunde gerührt. Zu einer Lösung von Methyl-hydroxyöstra-1,3,5(10)-trien-17-on-2-carboxylat (64, 0,328 g, 1,0 mmol) in DMF (5,0 ml) und THF (2,0 ml) wurde Natriumhydrid (0,20 g einer Mineralöldispersion, 60%, 5,0 mmol) bei 0°C zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde 1 Stunde gerührt, und das Chlorsulfonylisocyanat in Ameisensäure wurde zugesetzt, und das Rühren wurde 2 Stunden bei 0°C und weitere 14 Stunden bei Raumtemperatur fortgesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde mit gesättigter wäßriger NH4Cl-Lösung bei 0°C abgeschreckt und mit EtOAc extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden mit H2O, gesättigter wäßriger NaCl-Lösung gewaschen und dann getrocknet (Na2SO4). Das Entwässerungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel bei vermindertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde durch Säulen-Chromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan: EtOAc (3:1-1:1, v/v) gereinigt und ergab 0,233 g Ausgangsmaterial 64/71% Ausbeute) sowie 0,555g von 65 (14% Ausbeute) F.: 139-140°C.

1H-NMR: d 7,85 (s, 1H, aromatisch), 7,20 (s, 1H, aromatisch), 3,91 (s, 3H, -COOCH3), 0,92 (s, 3H, 18-CH3); MS (DCI): m/z 425 (M+ + NH4 +).

Das folgende Schema erläutert die Synthesestufen, die in den Beispielen 21, 22 und 23 ausgeführt wurden, um die Östronsulfatase-hemmenden Verbindungen (67), (69) und (71) herzustellen.

Schema 11

Beispiel 21 Herstellung einer 2-Methoxyöstra-1,3,5(10)-trien-17-on-3-O-sulfamat (67)

Zu einer Lösung von Chlorsulfonylisocyanat (0,43 ml, 0,5 mmol) in CH2Cl2 (2,0 ml) wurde Ameisensäure (1,0 ml einer CH2Cl2-Lösung, 5,0 M, 5,0 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur erwärmt und 1 Stunde gerührt. Zu einer Lösung von 2-Methoxyöstra-1,3,5(10)-trien-3-ol (66, 0,300 g, 1,0 mmol) in DMF (5,0 ml) wurde Natriumhydrid (0,200 g einer Mineralöldispersion, 60%, 5,0 mmol) bei 0°C zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde 1 Stunde gerührt, und das Chlorsulfonylisocyanat in Ameisensäure zugesetzt, und fortgesetzt während 1 Stunde und zusätzlich 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde mit gesättigter wäßriger Na4Cl-Lösung bei 0°C abgeschreckt und mit EtOAc extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden mit H2O, gesättigter wäßriger NaCl-Lösung gewaschen und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel bei vermindertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde durch Säulen-Chromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan: EtOAc (2:1-1:1, v/v) gereinigt, um 0.210 g von 67 (55% Ausbeute) zu ergeben. F.: 176-177°C.

1H-NMR: d 7,06 (s, 1H, aromatisch), 6,93 (s, 1H, aromatisch), 5,06 (s, 2H, -NH2), 3,88 (s, 3H, OCH3), 0,92 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 379 (M+) HRMS berechnet für C19H24N1O5S1, gefunden 378.1368.

Beispiel 22* Herstellung von 2-Methoxy-[17(20)Z]-19-norpregna-1,3,5(10),17(20)-tetraen-3-O-sulfamat (69) (a) Synthese von 2-Methoxy-[17(20)Z]-19-norpregna-1,3,5(10),17(20)-tetraen-3-ol (68):

Zu einer Suspension von Ethyltriphenylphosphoniumbromid (2.14 g, 6.0 mmol) in THF (15 mL) wird Kalium-tert-butoxid (0.670 g, 6.0 mmol) zugegeben und es wird gerührt für 30 min bei Raumtemperatur. Zu dem Reaktionsgemisch wird 2-Methoxyöstra-1,3,5(10)-trien-3-ol (66), (0.600 g, 2.0 mmol) zugegeben und es wird für 6 h unter Rückflußbedingungen gerührt. Das Reaktionsgemisch wird gequencht mit gesättigtem, wässrigem NH4Cl bei 0°C und extrahiert mit EtOAc. Die vereinigten organischen Phasen werden mit Wasser, gesättigtem wässrigen NaCl gewaschen und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wird abfiltriert und das Lösungsmittel wurde unter verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (15:1->10:1, v/v) aufgereinigt, um 0.571 g 68 (91% Ausbeute), mp: 126-127°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 6.80 (s, 1H, aromatisch), 6.64 (s, 1H, aromatisch), 5.42 (s, 1H, -OH), 5.23-5.08 (m, 1H, =CH-CH3), 3.86 (s, 3H, -OCH3), 0.92 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 312 (M+).

(b) Synthese von 2-Methoxy-[17(20)Z]-19-norpregna-1,3,5(10),17(20)-tetraen-3-O-sulfamat (69):

Zu einer Lösung von Chlorsulfonylisocyanat (0.22 mL, 2.5 mmol) in CH2Cl2 (1.0 mL) wurde Ameisensäure zugegeben (0.5 mL einer CH2Cl2-Lösung, 5.0 M, 2.5 mmol) bei 0°C. Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur erwärmt und für 1 h gerührt. Zu einer Lösung von 2-Methoxy-[17(20)Z]-19-norpregna-1,3,5(10),17(20)-tetraen-3-ol (68, 0.156 g, 0.5 mmol) in DMF (3.0 mL) wurde Natriumhydrid (0.100 g einer Mineralöldispersion, 60%, 2.5 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde für 1 h gerührt, und das Chlorsulfonylisocyanat in Ameisensäure wurde zugegeben, und das Rühren wurde für 2 h fortgesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde mit gesättigtem wäsrigen NH4Cl bei 0°C gequencht und mit EtOAc extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden gewaschen mit H2O, gesättigtem, wässrigen NaCl, und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde unter verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde durch Säulenchromatography (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (5:1->3:1, v/v) aufgereinigt, um 0.191 g 69 (98% Ausbeute), mp: 171-172°C, zu ergeben.

1H-NMR: d 7.03 (s, 1H, aromatisch), 6.94 (s, 1H, aromatisch), 5.25-5.10 (m, 1H, =CH-CH3), 5.00 (s, 2H. -NH2), 3.87 (s, 3H, -OCH3), 0.92 (s, 3H, 18-CH3); MS (DCI): m/z 409 (M<+>+NH4<+>), 392 (M++H).

Beispiel 23* Herstellung von 2-Methoxy-19-norpregna-1,3,5(10)-trien-3-O-sulfamat (71) (a) Synthese von 2-Methoxy-[17(20)Z]-19-norpregna-1,3,5(10),17(20)-tetraen-3-ol (68):

Das Verfahren, das oben in Stufe (a) von Beispiel 22 beschrieben wurde, wurde verwendet, umn 68 aus 66 zu erhalten.

(b) Synthese von 2-Methoxy-19-norpregna-1,3,5(10)-trien-3-ol (70):

Zu einer Lösung von 2-methoxy-[17(20)Z]-19-norpregna-1,3,5(10),17(20)-tetraen-3-ol (68, 0.312 g, 1.0 mmol) in MeOH (3.0 mL) und THF (3.0 mL) wurde 10% Palladium auf Kohle (0.150 g) zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde für 2 h unter einer Wasserstoffatmosphäre bei Raumptemperatur gerührt. Nachdem der Katalysator abfiltriert worden war, wurde das Lösungsmittel unter verringertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde durch Säulenchromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (10:1, v/v) aufgereinigt, um 0.287 g 70 (91% Ausbeute), mp: 124-125°C, zu ergeben.

1H-NMR: d 6.80 (s, 1H, aromatisch), 6.64 (s, 1H, aromatisch), 5.41 (s, 1H, -OH), 3.86 (s, 3H, -OCH3), 0.90 (t, 3H, 21-CH3), 0.61 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 314 (M+).

(c) Synthese von 2-Methoxy-19-norpregna-1,3,5(10)-trien-3-O-sulfamat (71):

Unter Anwendung des Verfahrens, das in Stufe (b) von Beispiel 22 oben beschrieben ist, wurde ausgehend von 2-Methoxy-19-norpregna-1,3,5(10)-trien-3-ol (70, 0.157 g, 0.5 mmol) 0.191 g 71 (97% Ausbeute; mp: 191-192°C) nach der Chromatographie (n-Hexan:EtOAc 5:1-2:1, v/v) erhalten.

1H-NMR: d 7.03 (s, 1H, aromatisch), 6.94 (s, 1H, aromatisch), 4.98 (s, 2H. -NH2), 3.87 (s, 3H, -OCH3), 0.91 (s, 3H, 21-CH3), 0.62 (s, 3H, 18-CH3); MS (DCI): m/z 411 (M++ NH4+), 394 (M++H).

Das folgende Schema erläutert die Synthesestufen, die in den Beispielen 24 und 25 durchgeführt wurden, um die Östronsulfatase-Hemmverbindungen (73) und (75) herzustellen.

Schema 12

Beispiel 24* Herstellung von 2-Dimethylaminomethylöstra-1,3,5(10)-trien-17-on-3-O-sulfamat (73) (a) Synthese von 2-Dimethylaminomethyl-3-hydroxyöstra-1,3,5(10-trien-17-on (72):

Zu einer Suspension von Östron (11, 5,40 g, 20 mmol) in EtOH (100 ml) und Benzol (60 ml) wurden Paraformaldehyd (0,600 g, 20 mmol) und N,N,N',N'-Tetramethyldiaminomethan (5,5 ml, 40 mmol) zugesetzt und 20 Stunden bei 80°C gerührt. Nachdem das Reaktionsgemisch auf 0°C abgekühlt war, wurde 5 N HCl zugegeben. Die wäßrige Schicht wurde mit Et2O gewaschen und mit wäßrigem NH4OH basisch gemacht. Der Niederschlag wurde durch Filtration gesammelt und mit Wasser gewaschen und aus EtOH umkristallisiert und ergab 4,37 g 72/67% Ausbeute) F.: 172-l73°C.

1H-NMR: d 6,86 (s, 1H, aromatisch), 6,57 (s, 1H, aromatisch), 3,59 (AB Typ, 2H, -CH2-N(CH3)2), 2,31 (s, 6H, -N(CH3)2, 0,91 (s, 3H, 18-CH3), MS (EI) m/z 327 (M+).

(b) Synthese von 2-Dimethylaminoöstra-1,3,5(10)-trien-17-on-3-O-sulfamat (73):

Zu einer Lösung von Chlorsulfonylisocyanat (0,46 ml, 5,0 mmol) in CH2Cl2 (2,0 ml) wurde Ameisensäure (1,0 ml einer CH2Cl2-Lösung, 5,0 M, 5,0 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur erwärmt und 1 Stunde gerührt. Zu einer Lösung von 2-Dimethylaminomethyl-3-hydroxyöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (72, 0,327 g, 1,0 mmol) in DMF (5,0 ml) wurde Natriumhydrid (0,200 g einer Mineralöldispersion, 60%, 5,0 mmol) bei 0°C zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde 1 Stunde gerührt, und das Chlorsulfonylisocyanat in Ameisensäure wurde zugesetzt. Das Rühren wurde dann 3 Stunden fortgesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde mit gesättigter wäßriger NaHCO3-Lösung bei 0°C abgeschreckt und mit EtOAc extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden mit H2O, gesättigter wäßriger NaCl-Lösung gewaschen und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde bei vermindertem Druck eingedampft. Der Rückstand wurde durch Säulen-Chromatographie (Kieselgel) gereinigt, wobei n-Hexan: Aceton (3:1-3:2, v/v) verwendet wurde und 0,093 g Ausgangsmaterial 72 (28% Ausbeute) und 0,115 g 73 (28% Ausbeute) ergab, F.: 148-149°C.

NMR: d 7,21 (s, 1H, aromatisch), 7,14 (s, 1H. aromatisch), 3,48 (s, 2H, -CH2-N(CH3)2), 2,30 (s, 6H, -N(CH3)2), 0,92 (s, 3H, 18-CH3); MS (DCI): m/z 407 (M+ + H).

Beispiel 25* Herstellung von 2-Methoxymethylöstra-1,3,5(10)-trien-17-on-3-O-sulfamat (75) (a) Synthese von 2-Dimethylaminoethyl-3-hydroxyöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (72):

Das in Stufe (a) von Beispiel 4 oben beschriebene Verfahren wurde wiederholt, um 72 zu erhalten.

(b) Synthese von 3-Hydroxy-2-methoxymethylöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (74):

Zu einer Suspension von 2-Dimethylaminomethyl-3-hydroxyöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (72, 2,0 g, 6,1 mmol) in Et2O (200 ml) wurde Iodmethan (10 ml, 161 mmol) zugesetzt und 20 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Der Niederschlag wurde durch Filtration gesammelt und mit Et2O gewaschen. Der Feststoff wurde in MeOH (50 ml) gelöst, und Kaliumhydroxid (5,0 g, 85%, 76 mmol) wurde zugesetzt, und 3 Stunden wurde unter Rückfluß gerührt. Nach dem Kühlen des Reaktionsgemisches auf Raumtemperatur wurde Lösungsmittel bei vermindertem Druck bis zur Hälfte des Volumens verdampft. Das Reaktionsgemisch wurde mit 5 N HCl bei 0°C angesäuert und mit Et2O extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden mit H2O, gesättigter wäßriger NaCl-Lösung gewaschen und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel bei vermindertem Druck eingedampft. Der Rückstand wurde mit Säulen-Chromatographie (Kieselgel) gereinigt, wobei CHCL3:EtOAc (15:1-10:1, v/v) verwendet wrude und 1,34 g 74 (88% Ausbeute), F.: 149-151°C erhalten wurden.

1H-NMR: &dgr; 6,93 (s, 1H, aromatisch), 6,63 (s, 1H, aromatisch), 4,62 (AB-Typ, 2H, -CH2-OCH3), 3.43 (s, 3H, -OCH3), 0,91 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 314 (M+).

(c) Synthese von 2-Methoxymethylöstra-1,3,5(10)-trien-17-on-3-O-sulfamat (75):

Zu einer Lösung von Chlorsulfonylisocyanat (0,46 ml, 5,0 mmol) in CH2Cl2 (2,0 ml) wurde Ameisensäure (1,0 ml einer CH2Cl2-Lösung, 5,0 M, 5,0 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur erwärmt und 1 Stunde gerührt. Zu einer Lösung von 3-Hydroxy-2-methoxymethylöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (74, 0,314 g, 1,0 mmol) in DMF (5,0 ml) wurde Natriumhydrid (0,200 g einer Mineralöldispersion, 60%, 5,0 mmol) bei 0°C zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde 1 Stunde gerührt, und das Chlorsulfonylisocyanat in Ameisensäure wurde zugesetzt und weiterhin 1 Stunde gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde mit gesättigter wäßriger NH4Cl-Lösung bei 0°C abgeschreckt und mit EtOAc extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden mit H2O, gesättigter wäßriger NaCl-Lösung gewaschen und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel bei vermindertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde durch Säulen-Chromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von CHCL3:EtOAc (10:1-3:1, v/v) gereinigt und ergab 0,3218 75 (82% Ausbeute), F.:173-174°C.

1H-NMR: &dgr; 7,30 (s, 1H, aromatisch), 7,20 (s, 1H. aromatisch), 5,39 (S, 2H, -NH2), 4,47 (S, 2H, -NH2), 4,47 (S, 2H, -CH2-OCH3), 3,44 (s, 3H, -OCH3), 0,92 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 393 (M+).

Das folgende Schema erläutert die Synthesestufen, die in den Beispielen 26 bis 31 zur Herstellung der Verbindungen (77), (78), (83), (88), (93) und (96) durchgeführt wurden.

Schema 13
Fortsetzung Schema 13

Beispiel 26* Herstellung von 4-Nitroöstra-1,3,5(10)-trien-17-on-3-O-sulfamat (77) (a) Synthese von 3-Hydroxy-4-nitroöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (76a) und 3-Hydroxy-2-nitroöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (76b):

Eine Suspension von Östron (11, 8,11g, 30 mmol) in Essigsäure (52 ml) wurde auf 120°C erhitzt und auf 50°C gekühlt. Zu dem Reaktionsgemisch wurde 70%-ige Salpetersäure (2,27 ml, 36 mmol in Essigsäurelösung (8,0 ml)) bei 50°C zugesetzt und 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Der Niederschlag wurde abfiltriert und mit Essigsäure, H2O, Et2O gewaschen, um 1,18 g 76a (13% Ausbeute), F. > 250°C zu ergeben. Zu dem Filtrat wurde H2O zugegeben. Es wurde dann Et2O extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden mit H2O gewaschen, mit wäßrigem NaCl gesättigt und dann getrocknet (Na2SO4). Das Entwässerungsmittel wurde abfiltriert, und das Lösungsmittel wurde bei vermindertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde durch Säulen-Chromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (2:1, v/v) gereinigt. Es wurden 3,25 g 76 b (34% Ausbeute) F.: 178-180°C, erhalten.

76a: 1H-NMR: &dgr; 9,46 (s, 1H, -OH), 7,52 (d, 1H, aromatisch), 7,03 (d, 1H, aromatisch), 0,98 (s, 3H, 18-CH3), MS (EI): m/z 315 (M+)

76b: 1H-NMR: &dgr; 10,44 (s, 1H, -OH), 8,02 (s, 1H, aromatisch), 6,90 (s, 1H, aromatisch), 0,96 (s, 3H, 18-CH3), MS (EI): m/z 315 (M+)

(b) Synthese von 4-Nitroöstra-1,3-5(10)-trien-on-3-O-sulfamat (77):

Zu einer Lösung von Chlorsulfonylisocyanat (0,43 ml, 5,0 mmol) in CH2Cl2 (2,0 ml) wurde Ameisensäure (1,0 ml einer CH2Cl2-Lösung, 5,0 M, 5,0 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur erwärmt und 1 Stunde gerührt. Zu einer Lösung von 3-Hydroxy-4-nitroöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (77a, 0,315 g, 1,0 mmol) in DMF (5,0 ml) wurde Natriumhydrid (0,200 g einer Mineralöldispersion, 60%, 5,0 mmol) bei 0°C zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde 1 Stunde gerührt, und das Chlorsulfonylisocyanat in Ameisensäure wurde zugesetzt und das Rühren wurde 4 Stunden bei Raumtemperatur fortgesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde mit gesättigter wäßriger NH4Cl-Lösung bei 0°C abgeschreckt und mit EtOAc extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden mit H2O, gesättigter wäßriger NaCl-Lösung gewaschen und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel bei vermindertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde durch Säulen-Chromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (3:1-3:2, v/v) gereinigt und ergab 0,0848 Ausgangsmaterial 76a (62% Ausbeute), F.:178-180°C.

1H-NMR: &dgr; 7,49 (d, 1H, aromatisch), 7,43 (d, 1H. aromatisch), 5,22 (s, 2H, -NH2), 0,92 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 394 (M+).

Beispiel 27 Herstellung von 2-Nitroöstra-1.3.5(10)-trien-17-on-3-O-sulfamat (78) (a) Synthese von 3-Hydroxy-4-nitroöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (76a) und 3-Hydroxy-2-nitroöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (76b):

Das in Stufe (a) von Beispiel 26 oben beschriebene Verfahren wurde verwendet, um 76a und 76b aus 11 zu bekommen.

(b) Synthese von 2-Nitroöstra-1,3,5(10)-trien-17-on-3-O-sulfamat (78).

Das in der Stufe (b) des Beispiels 26 oben beschriebene Verfahren wurde verwendet, um 0,122 g Ausgangsmaterial 76b (39% Ausbeute) und 0,165 78 (42% Ausbeute, F.: 107-109°C) aus 3-Hydroxy-2-nitroöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (76b, 0,315 g, 1,0 mmol) nach Chromatographie (n-Hexan:Aceton 4:1 bis 3:2, v/v) zu bekommen.

1H-NMR: &dgr; 7,76 (s, 1H, aromatisch), 7,29 (s, 1H. aromatisch), 5,43 (s, 2H, -NH2), 0,91 (s, 3H, 18-CH3); MS (DCI): m/z 412 (M+ + NH4 +), HRMS berechnet für C18H21N2O6S1 393. 1120 gefunden 393.1127.

Beispiel 28* Herstellung von 2-Dimethylaminoöstra-1,3,5(10)-trien-17-on-3-O-sulfamat (83) (a) Synthese von (76b):

Das Verfahren in Stufe (a) des Beispiels 6 oben wurden verwendet, um 76b aus 11 zu gewinnen.

(b) Synthese von 3-Benzyloxy-2-nitroöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (79):

Zu einer Lösung von 3-Hydroxy-2-nitroöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (76b) 1,58 g, 5,0 mmol) in DMF (20 ml) wurde Kaliumcarbonat (1,38 g, 10 mmol) und Benzylbromid (0,9 ml, 7,5 mmol) zugegeben und 19 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Zu dem Reaktionsgemisch wurde gesättigte wäßrige NH4Cl-Lösung bei 0°C zugegeben, und es wurde mit CHCl3 extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden mit H2O und gesättigter wäßriger NaCl-Lösung gewaschen und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel bei vermindertem Druck eingedampft. Der Rückstand wurde mit Et2O gewaschen, um 2,01 g 79 (99% Ausbeute), F.: 234-235°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7,83 (s, 1H, aromatisch), 7,55-7,30 (m, 5H. aromatisch), 6,83 (s, 1H, aromatisch), 5,19 (s, 2H, -OC2-Ph), 0,91 (s, 3H, 18-CH3)

(c) Synthese von 3-Benzyloxy-2-aminoöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (80):

Zu einer Suspension von 3-Benzyloxy-2-nitrooöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (79, 1,82g, 4,5 mmol) in Aceton (250 ml) wurden 0,5 N wäßrige NaOH (60 ml, 30 mmol) und Natriumhydrogensulfit (85%, 6,0 g) bei 80°C zugegeben und 1 Stunde gerührt. Nachdem das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur abgekühlt war, wurde H2O (150 ml) zugegeben, Aceton wurde bei vermindertem Druck entfernt, und den Rest ließ man 3Stunden bei 0°C stehen. Der Niederschlag wurde durch Filtration gesammelt und mit H2O gewaschen, um 1,15 g 80 (68% Ausbeute) F.: 205-207°C,zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7,60-7,30 (m, 5H, aromatisch), 6,70 (s, 1H. aromatisch), 6,60 (s, 1H, aromatisch), 5,05 (s, 2H, -OC2-Ph), 0,91 (s, 3H, 18-CH3)

(d) Synthese von 3-Benzyloxy-2-dimethylaminoöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (81):

Zu einer Suspension von 3-Benzyloxy-2-aminoöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (80, 0,751 g, 2,0 mmol) in THF (2,0 ml) und CH3CN (10 ml) wurde 37%-iger wäßriger Formaldehyd (4,0 ml) und Natriumcyanoborhydrid (0,377 g, 6,0 mmol) zugesetzt und 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Zusätzliches Natriumcyanoborhydrid (0,377 g, 6,0 mmol) wurde dann zu dem Reaktionsgemisch zugegeben, welches nunmehr 2 Stunden gerührt wurde. Danach wurde gesättigte wäßrige Na4Cl-Lösung bei 0°C zu dem Reaktionsgemisch zugesetzt, und dieses wurde dann mit EtOAc extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden mit H2O und gesättigter wäßriger NaCl-Lösung gewaschen und dann getrocknet (Na2SO4). Das Entwässerungsmittel wurde filtriert und das Lösungsmittel bei vermindertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde durch Säulen-Chromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan gereinigt: THF(5:1 bis 3:1, v/v), um 0,797 g 81 (99% Ausbeute) F.: 165-166°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7,55-7,25 (m, 5H, aromatisch), 6,89 (s, 1H. aromatisch), 6,65 (s, 1H, aromatisch), 5,12 (s, 2H, -OC2-Ph), 2,82 (s, 6H, -N(CH3)2), 0,93 (s, 3H, 18-CH3)

(e) Synthese von 2-Dimethylamino-3-hydroxyöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (82)

Zu einer Lösung von 3-Benzyloxy-2-dimethylaminoöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (81, 0,666 g, 1,65 mmol) in THF (30 ml) wurde 10%-iges Palladium auf Kohle (0,200 g) zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde 1 Stunde unter einer Wasserstoffatmosphäre bei Raumtemperatur gerührt. Nachdem der Katalysator abfiltriert war, wurde das Lösungsmittel bei vermindertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde durch Säulen-Chromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (3:1-2:1, v/v) gereinigt, um 0,462 g 82 (89% Ausbeute) F.: 160-161°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7,09 (s, 1H, aromatisch), 6,68 (s, 1H. aromatisch), 2,64 (s, 6H, -N(CH3)2), 0,92 (s, 3H, 18-CH3), MS (EI): m/z 313 (M+)

(f) Synthese von 2-Dimethylaminoöstra-1,3,5(10)-trien-17-on-3-O-sulfamat (83):

Zu einer Lösung von Chlorsulfonylisocyanat (0,22 ml, 2,5 mmol) in CH2Cl2 (1,0 ml) wurde Ameisensäure (0,5 ml einer CH2Cl2-Lösung, 5,0 M, 2,5 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur erwärmt und 1 Stunde gerührt. Zu einer Lösung von 2-Dimethylamino-3-hydroxyöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (82, 0,157 g, 0,5 mmol) in DMF (3,0 ml) wurde bei 0°C Natriumhydrid (0,100 g Mineralöldispersion, 60%, 3,5 mmol) zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 1 Stunde gerührt, das Chlorsulfonylisocyanat wurde in Ameisensäure zugesetzt und das Rühren 2 Stunden fortgesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde mit gesättigter wäßriger NaHCO3-Lösung bei 0°C abgeschreckt und mit EtOAc extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden mit H2O und gesättigter wäßriger NaCl-Lösung gewaschen und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde filtriert und das Lösungsmittel bei vermindertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde durch Säulen-Chromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:THF (3:1-2:1, v/v) gereinigt und ergab 0,082g Ausgangsmaterial 82 (52% Ausbeute) und 0,070 g (3 (36% Ausbeute), F.:178-179°C.

1H-NMR: &dgr; 7,05 (s, 1H, aromatisch), 7,02 (s, 1H. aromatisch), 2,79 (s, 6H, -N(CH3)2, 0,92 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 392 (M+).

Beispiel 29* Herstellung von 4-Dimethylaminoöstra-1,3,5(10)-trien-17-on-3-O-sulfamat (88) (a) Synthese von (76a):

Das in der Stufe (a) des Beispiels 6 oben beschriebene Verfahren wurde verwendet, um 76a aus 11 zu gewinnen.

(b) Synthese von 3-Benzyloxy-4-nitroöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (84):

Zu einer Lösung von 3-Hydroxy-4-nitroöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (76a, 3,15 g, 10 mmol) in DMF (400 ml) wurde Kaliumcarbonat (2,76 g, 20 mmol) und Benzylbromid (1,8 ml, 15 mmol) zugegeben. Das Gemisch wurde dann 1 Stunde bei Raumtemperatur gerührt. Zu dem Reaktionsgemisch wurde gesättigte wäßrige NH4Cl-Lösung bei 0°C zugegeben, und es wurde mit CHCl3 extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden mit H2O und gesättigter wäßriger NaCl-Lösung gewaschen und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde filtriert und das Lösungsmittel bei vermindertem Druck eingedampft. Der Rückstand wurde mit Et2O gewaschen, um 3,73 g 84 (22% Ausbeute), F.: 198-199°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7,45-7,20 (m, 6H, aromatisch), 6,87 (d, 1H. aromatisch), 5,15 (s, 2H, -OCH2-Ph), 0,92 (s, 3H, 18-CH3).

(c) Synthese von 3-Benzyloxy-4-aminoöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (85):

Zu einer Suspension von 3-Benzyloxy-4-nitroöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (84, 3,24 g, 8,0 mmol)und in Aceton (400 ml) wurden 0,5 N wäßrige NaOH (100 ml, 50 mmol) und Natriumhydrogensulfit (85%, 10 g) bei 80°C zugegeben. Das Gemisch wurde dann 1 Stunde gerührt. Nachdem das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur abgekühlt war, wurde H2O (300 ml) zugegeben, Aceton wurde dann bei vermindertem Druck entfernt, und das Gemisch ließ man 3 Stunden bei 0°C stehen. Der Niederschlag wurde durch Filtration gesammelt, mit H2O gewaschen und ergab 2,29 g 85 (76% Ausbeute) F.: 219-221°C.

1H-NMR: &dgr; 7,60-7,30 (m, 5H, aromatisch), 6,76 (d, 1H. aromatisch), 6,71 (d, 1H, aromatisch), 5,08 (s, 2H, -OCH2-Ph), 0,90 (s, 3H, 18-CH3)

(d) Synthese von 3-Benzyloxy-4-dimethylaminoöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (86):

Zu einer Suspension von 3-Benzyloxy-4-aminoöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (85, 0,18 g, 0,5 mmol) in THF (1,0 ml) und CH3CN (5,0 ml) wurde 37%-iger wäßriger Formaldehyd (1,0 ml) und Natriumcyanoborhydrid (0,251 g, 4,0 mmol) zugesetzt. Das Gemisch wurde dann 3 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Weiteres Natriumcyanoborhydrid (0,251 g, 4,0 mmol) wurde dann zugegeben, und das Gemisch wurde 24 Stunden gerührt. Danach wurde gesättigte wäßrige NH4Cl NH4Cl-Lösung bei 0°C zu dem Reaktionsgemisch zugesetzt, und das Gemisch wurde mit EtOAc extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden mit H2O und gesättigter wäßriger NaCl-Lösung gewaschen und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde filtriert und das Lösungsmittel bei vermindertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde durch Säulen-Chromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (3:1-1:1, v/v) gereinigt und ergab 0,10,9g 06 (54% Ausbeute).

1H-NMR: &dgr; 7,53-7,26 (m, 5H, aromatisch), 7,07 (s, 1H. aromatisch), 6,79 (s, 1H, aromatisch), 5,07 (s, 2H, -OCH2-Ph), 2,78 (s, 6H, -N(CH3)2), 0,90 (s, 3H, 18-CH3).

(e) Synthese von 4-Dimethylamino-3-hydroxyöstrra-1,3,5(10)-trien-17-on (87):

Zu einer Lösung von 3-Benzyloxy-4-dimethylaminoöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (86, 0,271 g, 0,67 mmol) in THF (10 ml) wurde 10%-iges Palladium auf Kohle (0,200 g) zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde 1 Stunde unter einer Wasserstoffatmosphäre bei Raumtemperatur gerührt. Nachdem der Katalysator abfiltriert war, wurde das Lösungsmittel bei vermindertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde durch Säulen-Chromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (5:1-3:1, v/v) gereinigt, um 0,171 g 87 (81% Ausbeute) F.: 155-156°C, zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 7,06 (d, 1H, aromatisch), 6,78 (d, 1H. aromatisch), 2,84 und 2,82(s und s, jedes 3H, -N(CH3)2), 0,91 (s, 3H, 18-CH3), MS (EI): m/z 313 (M+).

(f) Synthese von 4-Dimethylaminoöstra-1,3,5(10)-trien-17-on-3-O-sulfamat (88):

Zu einer Chlorsulfonylisocyanat-Lösung (0,16 ml, 1,8 mmol) in CH2Cl2 (0,7 ml) wurde Ameisensäure (0,36 ml einer CH2Cl2-Lösung, 5,0 M, 1,8 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur erwärmt und 1 Stunde gerührt. Zu einer Lösung von 4-Dimethylamino-3-hydroxyöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (87, 0,112 g, 0,36 mmol) in DMF (2,0 ml) wurde bei 0°C Natriumhydrid (0,070 g Mineralöldispersion, 60%, 1,7 mmol) zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 1 Stunde gerührt, das Chlorsulfonylisocyanat in Ameisensäure wurde dann zugegeben, und das Rühren 2 Stunden fortgesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde mit gesättigter wäßriger NaHCO3-Lösung bei 0°C abgeschreckt und mit EtOAc extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden mit H2O und gesättigter wäßriger NaCl-Lösung gewaschen und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert, und das Lösungsmittel wurde bei vermindertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde durch Säulen-Chromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan EtOAc (3:1-3:2, v/v) gereinigt, um 0,069 g Ausgangsmaterial 87 (61% Ausbeute) und 0,034 g 88 (24% Ausbeute), F.:151-152°C, zu erhalten.

1H-NMR: &dgr; 7,20 (d, 1H, aromatisch), 7,09 (s, 1H. aromatisch),5,20-4,90 (br s, 2H, -NH2), 2,84 (s, 6H, -N(CH3)2, 0,92 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 392 (M+).

Beispiel 30* Herstellung von 2-Acetoamidöstra-1,3,5(10)-trien-17-on-3-O-sulfamat (93) (a) Synthese von (76b):

Das in Stufe (a) von Beispiel 6 oben beschriebene Verfahren wurde verwendet, um 76b aus 11 zu bekommen:

(b) Synthese von 3-tert-Butyldimethylsilyloxy-2-nitroöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (89:

Zu einer Lösung von 3-Hydroxy-2-nitroöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (76b, 1,10 g, 3,5 mmol) in DMF (10 ml) wurde Imidazol (0,476 g, 7.0 mmol) und tert-Butyldimethylchlorsilan (0,690 g, 4,6 mmol) bei Raumtemperatur zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde dann 1 Stunde bei Raumtemperatur gerührt und mit EtOAc verdünnt und mit H2O und gesättigter wäßriger NaCl-Lösung gewaschen und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde filtriert und das Lösungsmittel bei vermindertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde durch Säulen-.-Chromatotgraphie (Jielselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (5:1-2:1, v/v) gereinigt und ergab 1,45 g 89 (97% Ausbeute), F.: 184-185°C.

1H-NMR: &dgr; 7,76 (s, 1H, aromatisch), 6,68 (s, 1H. aromatisch), 1,01 (s, 9H -C(CH3)3, 0,92 (s, 3H, 18-CH3), 0,24 (s. 6H, -Si(CH3)2).

(c) Synthese von 2-Amino-tert-butyldimethylsilyloxyöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (90):

Zu einer Lösung von 3-tert-butyldimethylsilyloxy-2-nitroöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (89, 1,29 g, 3,0 mmol) in THF (30 ml) wurde 10%-iges Palladium auf Kohle (0,200 g) zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 18 Stunden unter einer Wasserstoffatmosphäre bei Raumtemperatur gerührt. Nachdem der Katalysator abfiltriert war, wurde das Lösungsmittel bei vermindertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde durch Säulen-Chromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (5:1-3:1, v/v) gereinigt und ergab 1,08 g 90 (87% Ausbeute), F.: 173-174°C.

1H-NMR: &dgr; 6,66 (s, 1H, aromatisch), 6,45 (s, 1H. aromatisch), 1,01 (s, 9H -C(CH3)3, 0,90 (s, 3H, 18-CH3), 0,24 (s. 6H, -Si(CH3)2).

(d) Synthese von 2-Acetoamid-3-tert-butyldimethylsilyloxyöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (91):

Zu einer Lösung von 2-Amino-3-tert-butyldimethylsilyloxyöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (90, 0,416 g, 1,0 mmol) in CH2CL2 (5,0 ml) wurde Triethylamin (0,34 ml, 2,5 mmol) und Essigsäureanhydrid (0,14 ml, 1,5 mmol) zugegeben, und es wurde 4 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Gesättigte wäßrige NaHCO3-Lösung wurde sodann zu dem Reaktionsgemisch zugesetzt und das Gemisch wurde dann mit EtOAc extrahiert. Die kombinierten organischen Schichten wurden mit H2O und gesättigter wäßriger NaCl-Lösung gewaschen und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel bei vermindertem Druck eingedampft. Der Rückstand wurde durch Säulen-Chromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:EtOAc (5:1 - 3:1, v/v) gereinigt, um 0.354 g 91 (80% Ausbeute) zu ergeben.

1H-NMR: &dgr; 8,24 ( s, 1H, aromatisch), 7,55 (s, 1H, -NHCOCH3), 6,52 (s, 1H, aromatisch), 2,15 (s, 3H, -NHCOCH3), 1,03 (s, 9H, -C(CH3)3), 0.90 (s, 3H, 18-CH3), 0,25 (s, 6H, -Si(CH3)2).

(e) Synthese von 2-Acetoamid-3-hydroxyöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (92):

Zu einer Lösung von 2-Acetoamid-3-tert-butyldimethylsilyloxyöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (91, 0,339 g, 0,77 mmol) in THF (5,0 ml) wurde Tetrabutlyammoniumfluorid (0,80 ml einer THF-Lösung, 1,0 M, 0,80 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 10 Minuten gerührt, mit EtOAc verdünnt, mit H2O und gesättigter wäßriger NaCl-Lösung gewaschen und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel bei vermindertem Druck eingedampft. Der Rückstand wurde mit Et2O gewaschen und ergab 0,228 g 92 (91% Ausbeute), F.: > 250°C.

1H-NMR: &dgr; 8,62 ( s, 1H, aromatisch), 7,53 (s, 1H, -NHCOCH3), 6,86 (s, 1H, -OH), 6,76 (s, 1H, aromatisch), 2,25 (s, 3H, -NHCOCH3), 0.910 (s, 3H, 18-CH3), MS (EI): m/z 327 (M+).

(f) Synthese von 2-Acetoamidöstra-1,3,5(10)-trien-17-on-3-O-sulfamat (93):

Zu einer Chlorsulfonylisocyanat-Lösung (0,22 ml, 2,5 mmol) in CH2Cl2 (1,0 ml) wurde Ameisensäure (0,5 ml einer CH2Cl2-Lösung, 5,0 M, 2,5 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur erwärmt und 1 Stunde gerührt. Zu einer Lösung von 3-Hydroxy-2-acetoamidöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (92, 0,163 g, 0,5 mmol) in DMF (3,0 ml) wurde bei 0°C Natriumhydrid (0,100 g einer Mineralöldispersion, 60%, 2,5 mmol) zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 1 Stunde gerührt, das Chlorsulfonylisocyanat in Ameisensäure dann zugegeben, und das Rühren 3 Stunden fortgesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde mit gesättigter wäßriger NH4Cl-Lösung bei 0°C abgeschreckt und mit EtOAc extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden mit H2O und gesättigter wäßriger NaCl-Lösung gewaschen und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel bei vermindertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde durch Säulen-Chromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von CHCl3:THF (5:1-2:1, v/v) gereinigt, und ergab0,130 g 93 (64% Ausbeute) F.:180-182°C.

1H-NMR: &dgr; 7,93 (s, 1H, -NHCOCH3), 7,74 (s, 1H. aromatisch), 7,12 (s, 1H, aromatisch), 5,61 (s, 2H, -NH2), 2,16 (s, 3H, -NHCOCH3), 0,89 (s, 3H, 18-CH3); MS (DCI): m/z 407 (M++ H).

Beispiel 31 Herstellung von 4-Acetoamidöstra-1,3,5(10)-trien-17-on-3-O-sulfamat (96) (a) Synthese von 4-Amino-3-benzyloxyöstra-1,3,5(19)-trien-17-on (85).

Das in der Stufe (a) des Beispiels 6 oben beschriebene Verfahren wurde verwendet, um 76b aus 11 zu erhalten.

(b) Synthese von 3-Benzyloxy-4-aminoöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (85).

Das in den Stufen (a) und (b) von Beispiel 9 oben beschriebene Verfahren wurde verwendet, um 85 aus 76b zu erhalten.

(c) Synthese von 4-Acetoamid-3-benzyloxylöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (94):

Zu einer Suspension von 4-Amino-3-benzyloxyöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (85, 0,376 g, 1,0 mmol) in CH2Cl2 (5,0 ml) und THF (2,0 ml) wurden Triethylamin (0,34 ml, 2,5 mmol) und Acetanhydrid (0,14 ml, 1,5 mmol) zugegeben. Das Gemisch wurde dann 20 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Gesättigte wäßrige NaHCO3-Lösung wurde dann zu dem Reaktionsgemisch zugegeben, welches dann mit EtOAc extrahiert wurde. Die kombinierten organischen Schichten wurden mit H2O und gesättigter NaCl-Lösung gewaschen und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und die Lösung bei reduziertem Druck eingedampft. Der Rückstand wurde mit Et2O gewaschen und ergab 0,38 g 94 (81% Ausbeute), F.. 212-213°C.

1H-NMR: &dgr; 7,47-7,30 (m, 5H, aromatisch), 7,18 (d, 1H. aromatisch), 6,82 (d, 1H, aromatisch), 6,75 (s, 1H, -NHCOCH3), 5,06 (s, 2H, -OCH2-Ph), 2,17 (s, 3H, -NHCOCH3), 0,90 (s, 3H, 18-CH3).

(d) Synthese von 4-Acetoamid-3-hydroxyöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (95):

Zu einer Lösung von 4-Acetoamid-3-benzyloxyöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (94, 0,313 g, 0,75 mmol) in THF (10 ml) wurde 10%-iges Palladium auf Kohle (0,100 g) zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 3Stunden unter einer Wasserstoffatmosphäre bei Raumtemperatur gerührt. Nachdem der Katalysator abfiltriert war, wurde das Lösungsmittel bei vermindertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde durch Säulen-Chromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:Aceton (2:1-3:2, v/v) gereinigt und ergab 0,250 g 95 (100% Ausbeute), F.: 158-159C.

1H-NMR: &dgr; 7,17(d, 1H, aromatisch), 7,08 (s, 1H, -NHCOCH3), 6,91 (d, 1H. aromatisch), 7,12 (s, 1H, aromatisch), 2,31 (s, 3H, -NHCOCH3), 0,90 (s, 3H, 18-CH3); MS (EI): m/z 327 (M+).

(e) Synthese von 4-Acetoamidöstra-1,3,5(10)-trien-17-on-3-O-sulfamat (96):

Zu einer Chlorsulfonylisocyanat-Lösung (0,22 ml, 2,5 mmol) in CH2Cl2 (1,0 ml) wurde Ameisensäure (0,5 ml einer CH2Cl2-Lösung, 5,0 M, 2,5 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur erwärmt und 1 Stunde gerührt. Zu einer Lösung von 3-Hydroxy-4-acetoamidöstra-1,3,5(10)-trien-17-on (95, 0,152 g, 0,46 mmol) in DMF (3,0 ml) wurde bei 0°C Natriumhydrid (0,100 g einer Mineralöldispersion, 60%, 2,5 mmol) zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 1 Stunde gerührt, das Chlorsulfonylisocyanat in Ameisensäure dann zugegeben, und das Rühren 3 Stunden fortgesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde mit gesättigter wäßriger NH4Cl-Lösung bei 0°C abgeschreckt und mit EtOAc extrahiert. Die kombinierten organischen Schichten wurden mit H2O und gesättigter wäßriger NaCl-Lösung gewaschen und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel bei vermindertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde durch Säulen-Chromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von n-Hexan:Aceton (3:1-3:2, v/v) gereinigt, und ergab 0,040 g des Ausgangsmaterials 95 (27% Ausbeute) und 0,087 g 96 (47% Ausbeute) F.:176-178°C.

1H-NMR: &dgr; (CDCl3-DMSO-d6): d 8,14 (d, 1H, aromatisch), 7,32 (d, 1H, aromatisch), 6,59 (s, 2H, NH2), 2,21 (s, 3H, -NHCOCH3), 0,90 (s, 3H, 18-CH3); MS (DCI): m/z 424 (M++ NH4), 407 (M+ + H).

Beispiel 32* Herstellung von &bgr;-Homo-9-(10-19)-abeoöstra-1,3,5(10),9(19)-tetraen-11,17-dion-3-O-sulfamat

Schema 14

(a) Synthese von 3-Hydroxy-&bgr;-homo-9(10-19)-abeoöstra-1,3,5(10),9(19)-tetraen-11,7-dion (98).

Zu einer Lösung von 3-Hydroxy-&bgr;-homo-9(10-19)-abeoöstra-1,3,5(10),9(19)-tetraen-11,7-dion (97, 0,931 g, 3,0 mmol) in CH2CL2 (35 ml) wurde Bortribromid (15 ml einer CH2Cl2-Lösung, 1,0 M, 15 mmol) bei 0°C zugegeben. Nach Rühren während 3 Stunden wurde zusätzliches Bortribromid (5,0 ml einer CH2Cl2-Lösung, 1,0 M, 15 mmol) zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde eine weitere Stunde gerührt, dann mit H2O abgeschreckt und sodann mit EtOAc extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden mit H2O und gesättigter wäßriger NaCl-Lösung gewaschen und dann getrocknet (Na2SO4). Das Trocknungsmittel wurde abfiltriert und das Lösungsmittel bei vermindertem Druck eingedampft. Der Rückstand wurde durch Säulen-Chromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von CHCl3:EtOAc (5:1, v/v) gereinigt und ergab 0,552 g 98 (62% Ausbeute) F.: 25-226°C.

1H-NMR: &dgr; 7,56-7,20 (m, 2H, aromatisch), 6,80-6,70 (m, 2H. aromatisch), 5,53 (s, 1H, -OH), 0,99 (s, 3H, 18-CH3) MS/EI): m/z 296 (M+)

(b) Synthese von &bgr;-Homo-9-(10-19)-abeoöstra-1,3,5(10),9(19)-tetraen-11, 17-dion-3-O-sulfamat (99):

Zu einer Lösung von Chlorsulfonylisocyanat (2,6 ml, 30 mmol) in CH2Cl2 (15 ml) wurde Ameisensäure (6,0 ml einer CH2Cl2-Lösung, 5,0 M, 30 mmol) bei 0°C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur erwärmt und 1 Stunde gerührt. Zu einer Lösung von 3-Hydroxy-&bgr;-homo-9-(10-19)-abeoöstra-1,3,5(10),9(19)-tetraen-11,17-dion (98, 1,79 g, 6,0 mmol) in DMF (40 ml) wurde bei 0°C Natriumhydrid (0,840 g Mineralöldispersion, 60%, 21 mmol) zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 1 Stunde gerührt, dann wurde Chlorsulfonylisocyanat in Ameisensäure zugesetzt und das Rühren 2 Stunden fortgesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde mit gesättigter wäßriger NH4Cl-Lösung bei 0°C abgeschreckt und mit EtOAc extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden mit H2O und gesättigter wäßriger NaCl-Lösung gewaschen und dann getrocknet (MgSO4). Das Trocknungsmittel wurde filtriert und das Lösungsmittel bei vermindertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde durch Säulen-Chromatographie (Kieselgel) unter Verwendung von CHCL3:MeOH (30:1-1:1, v/v) gereinigt und ergab 1,68 g 99 (75% Ausbeute), F.:191-192°C.

1H-NMR (CDCl3-DMSO-d6): d 7,44-7,12 (m, 4H, aromatisch), 6,94 (s, 2H, -NH2), 0,88 (s, 3H, 18-CH3); MS (NES): m/z 374 (M+-H), HRMS berechnet für C19H20N1O5S1, 374.1062. gefunden 374,1049.

Beispiel 33* Biologische Bewertung: Verfahren und Ergebnisse A. Wirkungen von Inhibitoren auf Östronsulfatase-Aktivität in MCF-7-Zellen

Reagenzien: MCFF-7, menschliche Brustkrebszellinie wurde von der American Typ Cultrue Collection, Rockville, MD, besorgt. Eagle's minimum essential medium (MEM) und Kälberfötusserum (FCS) wurden von der Sigma Chemical Company, St. Louis, Mo gekauft. [4-14C] Östron, [6,7-3H]-Östradiol und [6,7-3H](N)Östronsulfat wurden von der New England Nuclear Research Products, Boston, MA bezogen.

Verfahren: Die Methode von Duncan et al., Cancer Res. 53: 298-303 (1993) wurde verwendet. MCF-7-Zellen wurden in Kulturschalen von 60 mm × 15 mm ausgestreut mit 1 × 105 Zellen/Schale und in 4,0 ml MEM mit einem Gehalt von 2mM Glutamin und 5% FCS gehalten. Die Zellen wurden bei 37°C in einer Atmosphäre von 5% CO2/95% Luft und 100% Feuchtigkeit inkubiert, wobei das Medium alle 3 Tage gewechselt wurde. Wenn die Zellen 80% Zusammenfluß erreicht hatten, wurden die intakten Monoschichten einmal mit Earl's abgeglichener Salzlösung gewaschen und in 4,0 ml Serum und phenolfreiem MEM mit einem Gehalt entweder des Substrats (3H-Östronsulfat, 7 pmol, 9 × 105 dpm) und in Ethanol gelöstem Inhibitor oder Ethanol alleine inkubiert. Die Ethanolendkonzentration war immer unter 1%. Die Inkubation wurde unter den regulären Bedingungen 24 Stunden fortgesetzt. Am Ende von 24 Stunden wurde 2,0 ml Medium in getrennte Röhren überführt, die 7 × 103 dpm *14*C-Östron enthielten. Das Gemisch wurde heftig während 30 Sekunden mit 5 ml Toluol vorgemischt. Nach der Phasentrennung wurden 2,0 ml der organischen Phase in eine Zählflasche für Szintillationszählung überführt. Die Menge an hydrolysiertem Östronsulfat wurde auf der Basis von 3H-Zählungen erhalten, wobei die zugesetzten 14C-Östron-Zählungen verwendet wurden, um Gewinnung durch das Extraktionsverfahren zu korrigieren.

Die in jeder Kulturschale bleibenden Zellen wurden einmal mit Salzlösung gewaschen und dann mit 1,0 ml von 0,5 NaOH in 10 × 25 mm Röhren gekratzt. Die Zellpellets in jeder Röhre wurden bei 50°C 20 Minuten inkubiert, um zu gewährleisten, daß der Aufschluß vollständig war und alle Proteine löslich wurden. Ein Anteil wurde dann für Proteinbestimmung nach Lowry's Methode genommen (Lowry et al., J. Biol. Chem. 193: 265-275(1951)).

Der Prozentsatz Hemmung wurde durch Bewertung der Menge an Östronsulfat bestimmt, die mit dem Inhibitor im Vergleich mit dem Versuch ohne den Inhibitor hydrolysiert wurde.

Als eine allgemeine Praxis wurden alle verfügbaren Inhibitoren zunächst bei 100 &mgr;M getestet. Die einen, die Hemmwirkungen bei dieser Konzentration zeigten, wurden wieder bei verschiedenen Konzentrationen getestet, um die IC50-Werte zu erhalten.

B. Uterotrophie und Antiuterotrophie-Assays

Sprague Dawley Ratten erhält man von Simmonsen Laboratories, Gilroy, Ca. Östradiobenzoat kann man bei Sigma Chemical Co., ST. Louis, MO, kaufen.

Das Verfahren von Wakeling et al., Endocrinology 99: 447-453 (1983) folgt. Weibliche Sprague Dawley Ratten mit einem Gewicht von 40-50 Gramm werden für das Experiment verwendet. Im allgemeinen werden die Tiere für 3 Tagen nach Ankunft an der Experimentalstelle in Quarantäne geschickt.

Ratten werden zunächst gewogen und willkürlich in Gruppen von 5Tieren in jeder Gruppe unterteilt. Für den Uterotrophie-Versuch werden Tiere einmal täglich mit verschiedenen Dosierungen der Testverbindungen in 0,1 oder 1,0 ml steriler Kochsalzlösung über subkutane Injektion oder orale Verabreichung versorgt. Für den antiuterotrophen Versuch werden Tiere einmal täglich mit der gleichen Dosis versorgt, die oben angegeben ist, plus 0,5 &mgr;g/Ratte Östradiobenzoat alleine.

Die Tiere werden 7 Tage lang behandelt. Am 8. Tag werden die Tiere gewogen und dann getötet. Der Uterus jeden Tieres wird unmittelbar nach dem Tod entfernt und gewogen. Fettstoffe werden abgeschnitten, bevor gewogen wird.

Ein Vergleich der Uterusgewichte bei den Gruppen, die Testverbindung alleine bekamen, im Vergleich mit jenen der Vehikelkontrollgruppe ergibt die östrogene Aktivität. Antiöstrogene Aktivität bekommt man durch Vergleich der Uterusgewichte der Gruppe, welche Testverbindung plus Östradiol bekommt, mit jenen der Östradiol-Kontrollgruppe.

Die Ergebnisse der verwendeten biologischen Testverfahren zur Bewertung der Verbindungen nach der Erfindung finden sich in der folgenden Tabelle:


Anspruch[de]
Verbindung der Strukturformel
wobei:

R1 und R2 aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus Wasserstoff und niederem Alkyl, oder zusammen einen zyklischen Substituenten (II) bilden
wobei Q NH, O oder CH2 ist,

R3 aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus Wasserstoff, -CN, -NO2, -COOR4, wobei R4 Wasserstoff oder C1-C6-Alkyl, -(CH2)nOR5 und -(CH2)nNR6R7 ist, worin n 0 bis 6 ist, R5 Wasserstoff oder C1-C6-Alkyl ist und R6 und R7 aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus Wasserstoff, C1-C6-Alkyl und C1-C6-Acyl, oder zusammen den zyklischen Substituenten (II) bilden,

R8 aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus Wasserstoff, -NO2 und -NR6R7,

R9 und R10 unabhängig voneinander aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus Wasserstoff und C1-C6-Alkyl,

einer von R11 und R12 Wasserstoff ist und der andere -(CH2)m-O-(CH2)q-NR6R7 ist, worin m und q ganze Zahlen im Bereich von 0 bis 6 bzw. 1 bis 6 sind,

und pharmazeutisch verträgliche Salze und Ester davon.
Verbindung nach Anspruch 1, wobei R1 Wasserstoff ist. Verbindung nach Anspruch 1, wobei R2 Wasserstoff ist. Verbindung nach Anspruch 1, wobei R3 Wasserstoff ist. Verbindung nach Anspruch 1, wobei R8 Wasserstoff ist. Verbindung nach Anspruch 1, wobei R9 Wasserstoff ist. Verbindung nach Anspruch 1, wobei R10 C1-C6-Alkyl ist. Verbindung nach Anspruch 1, wobei m 0, 1 oder 2 ist. Verbindung nach Anspruch 8, wobei m 2 ist. Verbindung nach Anspruch 1, wobei q 2, 3 oder 4 ist. Verbindung nach Anspruch 10, wobei q 2 ist. Verbindung nach Anspruch 1, wobei R6 und R7 in der Formel -(CH2)m-O-(CH2)q-NR6R7C1-C6-Alkyl sind. In vitro-Verfahren zum Hemmen der enzymatischen Aktivität einer Östronsulfatase, welches das Inkontaktbringen des Enzyms mit einer wirksamen, Östronsulfatase hemmenden Menge einer Verbindung, wie sie in einem der Ansprüche 1 bis 12 definiert ist, oder mit einem pharmazeutisch verträglichen Salz oder Ester davon umfaßt. Verwendung einer Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 12 oder eines pharmazeutisch verträglichen Salzes oder Esters davon für die Herstellung eines Medikaments zur Behandlung eines Individuums mit einer Östrogen-abhängigen Störung. Pharmazeutische Zusammensetzung, welche eine wirksame, Östronsulfatase hemmende Menge der Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 12 in Kombination mit einem pharmazeutisch verträglichen Träger umfaßt.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

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