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Dokumentenidentifikation DE69837376T2 13.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0000924943
Titel Verfahren und System zur Zusammenführung von Vermittlungsstellen-Datenbanken
Anmelder Lucent Technologies Inc., Murray Hill, N.J., US
Erfinder Kliebhan, Daniel F., Carol Stream, Illinois 60188, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69837376
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 01.12.1998
EP-Aktenzeichen 983098450
EP-Offenlegungsdatum 23.06.1999
EP date of grant 21.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.12.2007
IPC-Hauptklasse H04Q 3/545(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK

Diese Erfindung betrifft computergesteuerte Telefonvermittlungssysteme. Insbesondere betrifft diese Erfindung ein Verfahren und ein Gerät zum Zusammenführen einer Datenbank von einem computergesteuerten Vermittlungssystem mit einer Datenbank von einem zweiten computergesteuerten Vermittlungssystem, um eine dritte Datenbank für den Gebrauch der Funktionalität eines alten Systems mit einem neuen Vermittlungssystem zu schaffen.

Telefonvermittlungssysteme, die heute im Gebrauch sind, sind weitgehend computergesteuert. Diese Computersteuersysteme benötigen riesige Datenbanken, in welchen Schlüsselinformation über das System es einem Computer erlaubt, die Ressourcen des Vermittlungssystems effizient zu verwalten.

Das Telefonnetz in den Vereinigten Staaten ist zu einer kritischen Ressource geworden, weil das Telefonnetz nicht nur wirtschaftliche Schlüsselinformation trägt, sondern auch für Ämter für die öffentliche Sicherheit wesentlich ist. Telefondienstanbieter konzipieren heute routinemäßig Redundanz in ihre Systeme, durch die ein Vermittlungssystem mit der Abwicklung der Anrufe eines Vermittlungssystems, das versagt hat, beauftragt werden kann.

Ein Problem mit dem bloßen Bereitstellen eines Backup-Vermittlungssystems besteht darin, dass ein solches System nicht funktioniert, wenn es nicht richtig programmiert ist. Das Programmieren eines großen Telefonvermittlungssystems zum Abwickeln von Anrufen eines ausgefallenen Systems würde erfordern, dass Tausende, vielleicht Millionen von Aufzeichnungen in das Ersatzsystem kopiert werden. Sollte ein Telefonvermittlungssystem versagen oder zerstört werden, würde sogar das Online-Bringen eines Ersatzsystems noch immer Wochen, vielleicht sogar Monate von Bemühungen zum Neuprogrammieren des neuen Systems erfordern.

Ein Verfahren oder ein Gerät, das die Zeit verringern könnte, die erforderlich ist, um ein neues Vermittlungssystem online zu bringen, wäre eine Verbesserung im Vergleich zum früheren Stand der Technik. Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und ein Gerät bereitzustellen, durch die eine Datenbank von einem Telefonvermittlungssystem automatisch modifiziert werden kann, um in einem anderen Vermittlungssystem zu funktionieren.

NL-C-1 007 462 stellt ein Verfahren zum Zusammenführen einer ersten Quellendatenbank „Storingensysteem" und einer zweiten Quellendatenbank „Klachtensysteem" in einer Zieldatenbank mit einer generischen Struktur bereit. Die erste Quellendatenbank und die zweite Quellendatenbank werden nach Datenelementen für die Eingabe in eine dritte Datenbank gescannt. Die Zieldatenbank erzielt die Datenelemente über einen Projektionsvorgang.

KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Die Struktur und der Aufbau einer Datenbank, die mit einem bestimmten computergesteuerten Telefonvermittlungssystem verwendet wird, ist bekannt. Um ein neues Vermittlungssystem betriebsfähig zu machen, müssen umfangreiche Datenmengen, die das neue System braucht, in die Datenbank für das neue System kopiert werden.

Damit ein neues Vermittlungssystem an Stelle eines ausgefallenen Systems funktioniert, müssen Betriebsdaten aus dem ausgefallenen System dazu gebracht werden, in der Datenbank für das neue System zu funktionieren. Solche Information würde unter anderem Folgendes enthalten: Merkmale eingehender Signalgebung, Merkmale ausgehender Signalgebung, Basisverkehrsnummer, Echolöschungsanzeiger, Schaltungsidentifikationsnummer, Streckenuntergruppennummer und Routingdomäne, die alle dem Fachmann gut bekannt sind.

Die Hardware in einer Backup-Vermittlungsstelle hat nur selten genau die gleiche Hardware oder Hardwarekonfiguration wie die Hardware in einer Stelle, die versagt hat oder zerstört wurde. Wenn ein Backup-System online gebracht wird, um eine Stelle zu ersetzen, die versagt hat oder anders außer Betrieb ist, müssen die Betriebsdaten des ersten Systems, darunter zum Beispiel eingehende und ausgehende Streckenabschlussdaten und Vermittlungsstellenhardware dazu gebracht werden, in dem zweiten, das heißt in dem Backup-System zu funktionieren. Mit anderen Worten muss die Datenbank des alten Systems mit Informationen für das neue System zusammengeführt werden, um eine dritte Datenbank für das neue System zu bilden.

Ein Verfahren und System gemäß der vorliegenden Erfindung werden in den unabhängigen Ansprüchen 1 und 4, auf die der Leser nun verwiesen wird, dargelegt. Bevorzugte Merkmale sind in den unabhängigen Ansprüchen 2–3 und 5–7 dargelegt.

Das hier gelehrte Verfahren ist eine Bottom-up-Vorgehensweise. Die Struktur der dabei resultierenden Datenbank ist bekannt. Die erforderlichen Komponenten werden erzielt, indem die zwei vorher existierenden Datenbanken durchsucht werden. Durch Durchsuchen beider vorhergehenden Datenbanken nach Datenelementen, die erforderlich sind, um die neue Datenbank zu füllen, können die zwei vorhergehenden Datenbanken in einer Bottom-up-Vorgehensweise zusammengeführt werden. Durch Ändern der Konstruktionsregeln der Datenbank oder der erforderlichen Struktur können die zwei Datenbanken auf unterschiedliche Arten zusammengeführt werden.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 zeigt ein vereinfachtes Blockschaltbild eines computergesteuerten Vermittlungssystems, das zum Teil von einer Computer-Datenbank gesteuert wird.

2 zeigt eine vereinfachte Datenstruktur für eine Datenbank, die in einem Vermittlungssystem, das in 1 gezeigt ist, verwendet wird.

3 zeigt, wie Bauteile eine ersten Datenstruktur aus dem vorher existierenden Vermittlungssystem mit Datenelementen für ein neues Vermittlungssystem kombiniert werden, um die Elemente einer Datenstruktur für den Gebrauch mit einem Vermittlungssystem zu bilden, wie zum Beispiel dem in 2 gezeigten System.

4 zeigt ein vereinfachtes Flussdiagramm des Prozesses, anhand dessen zwei Datenbanken für unterschiedliche Vermittlungssysteme zusammengeführt werden können.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM

In 1 besteht ein computergesteuertes Vermittlungssystem 100, wie zum Beispiel das Vermittlungssystem Lucent Technologies, Inc. No. 4 ESS aus Vermittlungssystemschaltungen (nicht gezeigt), die indirekt von einem ersten Prozessor 110 gesteuert werden, wie zum Beispiel einem Prozessor 3B, der von Lucent Technologies, Inc. hergestellt und vertrieben wird. Der Prozessor 110 steuert einen anderen zweiten Prozessor 112, wie zum Beispiel den Prozessor 1B, der ebenfalls von Lucent Technologies, Inc. hergestellt und vertrieben wird. Der erste Prozessor 110 steuert den zweiten Prozessor 112 über Befehle, die über einen Kommunikationsbus 114, der die zwei Prozessoren 110, 112 verbindet, gesendet und empfangen werden. Der erste Prozessor 110 mit oder ohne den zweiten Prozessor 112 kann als ein Steuercomputer für das gesteuerte Vermittlungssystem 100 betrachtet werden. Der Kommunikationsbus 114, der den ersten Prozessor 110 und den zweiten Prozessor 112 koppelt, wie er in dem Vermittlungssystem Nr. 4 ESS verwendet wird, ist gemäß dem Stand der Technik gut bekannt.

In dem Nr. 4 ESS steuert der 1B-Prozessor 112 eine Vielzahl von Aufgaben eines Vermittlungssystems 100, darunter das Bereitstellen und das Konfigurieren der Vermittlungssysteme und Schaltungen, die nicht gezeigt sind. Der 3B-Prozessor 110 steuert die Tätigkeit des 1B-Prozessors 112 unter Einsatz von Programmen und Daten, die auf der Festplatte (oder Festplattenressourcen) 116 gespeichert sind. Der 3B-Prozessor 112 greift auf die Programmdateien für den Prozessor 112 und die Datendateien auf der Festplatte 116 über einen Datenbus 118 zu. Ein Abschnitt der Festplattenressource 116 ist für die Office Dependent Data (ODD) 120 reserviert. Die ODD 120 ist eine Datenbank, die die Datenstrukturen enthält, die die Hardware und Dienste steuern und beschreiben, die von einem gegebenen Vermittlungssystem 100 bereitgestellt werden können.

2 zeigt eine Datenstruktur 200, die in einem computergesteuerten Vermittlungssystem verwendet wird, wie zum Beispiel dem Vermittlungssystem, das in 1 gezeigt ist. Die Datenstruktur 200 besteht aus zwei Komponenten oder logischen Datenzonen 210, 220. Die Datenzone mit den Streckenmerkmalen, Kopfteil 210, besteht aus acht Bytes Daten, auf die die Datenzone mit der Streckenadresse folgt, die aus 24 Datenbytes 220 besteht. Die gezeigte Datenstruktur 200 würde typisch auf der Festplatte 116 in deren ODD-Teil 120 wie in 1 gezeigt gespeichert.

Die 8 Bytes Daten in den Kopfteilfelddaten 210 spezifizieren Streckenmerkmale für Telefonstrecken, deren Adressen in den darauf folgenden 24 Datenbytes in dem Streckenadressfeld 220 aufgelistet sind. Die Datenstruktur 200 wird von einem Computerprogramm verwendet, das ein Telefonvermittlungssystem 100 steuert, das aus eingehenden und ausgehenden Strecken besteht. Wenn die in 2 gezeigte Datenstruktur 200 richtig mit Daten ausgefüllt ist, wird die darin enthaltene Information von dem Computerprogramm, das das Vermittlungssystem steuert, verwendet, um Merkmale von Strecken zu identifizieren, die in das Vermittlungssystem und aus ihm heraus führen, wie zum Beispiel Basisverkehrsnummer, Echolöschungsanzeiger, Schaltungsidentifikationsnummer, Streckenuntergruppennummer und Routingdomäne, die dem Fachmann des Telekommunikationsgebiets gut bekannt sind.

3 zeigt ein vereinfachtes Blockschaltbild dafür, wie man die Kopfteilfelder 210, 220 der Datenstruktur 200, die in 2 gezeigt ist, aus zwei vorher existierenden Datenstrukturen 300, 310 erzielt. Wie in 3 gezeigt, wird das Kopfteilfeld 320 zu 8 Bytes der End- oder Produktdatenstruktur 330 aus einem Kopfteilfeld 340 einer Datenstruktur von einem vorher existierenden Vermittlungssystem erzielt. Die 24 Bytes Streckenadressdaten 350 in der neuen Datenstruktur 330 werden aus dem Adressdatenfeld 360 der dritten Datenstruktur 310 kopiert. Die Inhalte des Kopffelds 320 und des Datenfelds 350 können alternativ als Datenelemente betrachtet werden, die eine Vielzahl von Vermittlungssystemmerkmalen, Funktionen, Parametern oder Fähigkeiten darstellen können.

Beim Gebrauch zum Bereitstellen eines neuen oder Backup-Vermittlungssystems, das funktional ein ausgefallenes Dienstsystem oder System außer Betrieb emuliert, kann es Tausende von Datenstrukturen geben, die mit Daten für das alte System und das neue System ausgefüllt werden müssen. Das Zusammenführen der Daten aus dem alten und dem neuen System muss einen kompatiblen Satz von Datenstrukturen für den Gebrauch in dem neuen Ersatzsystem ergeben.

Bei einer tatsächlichen Anwendung würden die Datenstrukturen aus dem vorher existierenden Vermittlungssystem 100 Information enthalten, die für den Betrieb des vorher existierenden Systems erforderlich ist. Die Daten in einem solchen System würden zum Beispiel Informationen darüber enthalten, wo eingehende Strecken, die zu vermitteln sind, ihren Ursprung haben und wo ausgehende Strecken enden. Andere Informationen, die in diesen Datenstrukturen gespeichert sind, können eine Liste von Hardwarekomponenten enthalten, die physikalisch in dem vorher existierenden Vermittlungssystem gegenwärtig und in Betrieb sind.

Um die Funktionalität eines ausgefallenen Vermittlungssystems in einem anderen Backup-Vermittlungssystem nachzubilden, muss die Funktionalität des ausgefallenen Systems in dem anderen Backup-Vermittlungssystem nachgebildet werden. Betriebliche Information 300 von einer ersten Datenbank muss mit verfügbarer Ausstattungsinformation 310 in einer zweiten Datenbank zusammengeführt werden. Zusätzlich zu der oben erwähnten Streckeninformation müssen andere kundenspezifische Informationen ebenfalls in das neue System geführt werden.

Insofern als die Struktur und Organisation der Information 310 einer zweiten Datenbank bekannt ist und die Information, an der es ihr fehlt, um dem System Funktionalität zu verleihen, eines unterschiedlichen, vorher existierenden Systems ebenfalls bekannt ist (das heißt, dass die fehlende Information bekannt ist), wird die fehlende Information zuerst von der Datenbank des vorher existierenden Systems erzielt, indem die erste Datenbank danach gescannt oder sortiert wird. Wenn möglich, werden die richtigen Daten aus der ersten Datenbank immer in die entsprechenden Felder der Datenbank für das Ersatzsystem kopiert.

Das Scannen oder Lesen von Daten aus der Datenbank zieht häufig das Lokalisieren eines Datenelements nach sich, indem ein Zeiger auf einen Speicherplatz verwendet wird, an dem sich ein bestimmtes Datenelement befinden kann. Ein bestimmtes Datenelement innerhalb einer Datenstruktur kann gelesen werden, indem eine Maske verwendet wird, um bestimmte Datenfelder zu isolieren.

Bei der Anwendung müssen Daten, die erforderlich sind, die aber für jedes Feld der neuen Datenbank 320, 350 fehlen, im Voraus bekannt sein. Die Lage dieser Daten 300 in der vorher existierenden Datenbank muss ebenfalls bekannt sein oder anderenfalls anhand eines Algorithmus bestimmbar sein. Wenn erforderliche Daten 300 in der vorher existierenden Vermittlungsdatenbank gefunden werden können, kann das Lokalisieren und Zusammenführen dieser Daten verwirklicht werden, indem ein geeigneter Such- und Sortieralgorithmus auf einer Maschine mit einer Kopie der ersten Datenbank oder Zugang zu dieser verwendet wird. Bei einem tatsächlichen Zusammenführen einer Datenbank einer Telefonvermittlungsstelle müssen zahlreiche Datenstrukturen aus dem bereits existierenden Vermittlungssystem mit dem neuen Vermittlungssystem kombiniert werden.

4 zeigt ein vereinfachtes Blockschaltbild 400 der Schritte des hier gelehrten Verfahrens.

Zuerst wird ein Datenelement, das für eine Datenstruktur erforderlich ist, geortet, indem die erste Datenbank durchsucht wird 410. Wird das Datenelement von einer Regel identifiziert oder bestimmt 420, wird die Regel verwendet, um das Datenelement zu identifizieren oder zu bestimmen 430. Kann das Datenelement direkt aus der ersten Datenbank gelesen werden, wird das Datenelement aus der ersten Datenbank in die zweite Datenbank kopiert.

Bestimmte Datenelemente, die für das erste Element, das wie oben dargelegt lokalisiert wird, erforderlich sind, können in der zweiten Datenbank bloß durch Durchsuchen der zweiten Datenbank lokalisiert werden 440. Wenn ein erforderliches Elemente aus der zweiten Datenbank nicht direkt aus der zweiten Datenbank kopiert werden kann, sondern eine Regel benötigt, um identifiziert, berechnet oder abgeleitet 460 zu werden, wird jede Konstruktionsregel zum Bestimmen des zweiten Datenelements ausgeführt 480, wonach das Datenelement in die neue Datenbank geschrieben wird 490.

Bei der bevorzugten Ausführungsform wird jedes Datenfeld 320, 350 jedes Datenblocks oder jeder Datenstruktur 330 mit neuen Daten aus einem vorher existierenden Vermittlungssystem und einer Ersatz-Vermittlungsdatenbank belegt, wobei spezifizierte, vorab bestimmte Regeln für jedes Datenelement jeder Datenstruktur verwendet werden. Diese Regeln definieren die Daten, die für jedes Feld des Datenblocks oder der Datenstruktur 330 in der Datenbank erforderlich sind und erlauben es, die Datenstrukturen einer Datenbank anhand eines Algorithmus zu bestimmen.

Das Zusammenführen von zwei Datenbanken kann ausgeführt werden, indem die Regeln befolgt werden, durch welche die fehlenden Daten definiert werden. Datenelemente aus der ersten Datenbank eines Systems, das zu ersetzen ist, können durch einen Algorithmus bestimmt werden sowie Datenelemente des Vermittlungssystems, das ein vorher existierendes Vermittlungssystem emulieren soll. Statt bloß Datenelemente von einer Datenbank zu einer anderen zu kopieren, können Datenelemente abgeleitet oder bestimmt werden, indem die oben genannten Regeln befolgt werden. Mit steigender Größe und Komplexheit der Datenbank und ihrer Datenstrukturen, steigt natürlich auch die Anzahl der Regeln. Durch Definieren der Daten, die für Felder in einer Datenstruktur erforderlich sind, können solche Daten aus vorhergehenden Datenbanken erzielt und mit einer oder mehreren Datenbanken zusammengeführt werden, um eine neue Datenbank zu bilden. Der neue Datenblock oder die neue Datenstruktur 330, der/die so gebildet wird, kann verwendet werden, um die Funktionalität eines Vermittlungssystems nachzubilden, indem neue Hardwarekomponenten verwendet werden. Durch Automatisieren des Such- und Assemblierprozesses kann das Anlegen einer Datenbank für ein komplexes Vermittlungssystem, das die Funktionalität eines anderen Systems emuliert, in signifikant kürzerer Zeit verwirklicht werden als durch manuelles Neueingeben von Daten.

Das eigentliche automatisierte Zusammenführen von Datenbanken, das oben beschrieben ist, wird durch einen entsprechend programmierten digitalen Computer ausgeführt. Bei einer bevorzugten Ausführungsform wurde eine einzelne Sun Microsystems Workstation programmiert, um Datenbanken zu scannen, die auf Festplattenressourcen, die für die Workstation zugänglich waren, vorhanden waren. Alternative Ausführungsformen würden den Gebrauch mehrerer Workstations und das Scannen mehrerer Festplattenressourcen, die Datenbanken enthalten, die zusammengeführt werden, umfassen. Das Zusammenführen von Datenbanken unter Einsatz eines oder mehrerer Offline- oder dedizierter Computer, wie zum Beispiel eine Workstation erlaubt es robusteren Computerressourcen, den Zusammenführungsprozess zu beschleunigen. Nach dem Zusammenführen von Datenbanken auf diese Art kann die resultierende Datenbank entsprechend in das Zielsystem für den Gebrauch durch das Zielsystem kopiert werden. Ein Computer, zum Beispiel von Lucent Technologies, Inc., 3B, kann ebenfalls programmiert werden, um Datenbanken sowohl für ein ausgefallenes Vermittlungssystem, das auf seine Festplattenressource kopiert ist, als auch eine Datenbank für Vermittlungsausstattung zum Ersetzen des ausgefallenen Systems zu scannen, obwohl eine solche Ausführungsform wahrscheinlich erfordern würde, dass der 3B-Computer auch alle Verarbeitungsaufgaben ausführt.

Während die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung in Betracht zieht, dass ein einziger Computer Datenbanken für beide Vermittlungssysteme scannt, das heißt die Datenbank des ausgefallenen Systems und die Datenbank des Ersatzsystems oder Kopien davon, weisen alternative Ausführungsformen der Erfindung Umsetzungen auf, bei welchen ein Computer, der in einem, auf einem oder an einem ausgefallenen oder versagenden System präsent ist, seine eigene Datenbank nach bestimmten Datenaufzeichnungen scannt und solche Aufzeichnungen an den Computer oder an die Festplattenressource für einen Ersatzvermittlungssystem sendet. Eine solche Ausführungsform enthält das Senden eines entsprechenden Befehls an den Computer für das ausgefallene oder versagende System, das ihn veranlasst, mit der Suche nach einer bestimmten Aufzeichnung oder Aufzeichnungen zu beginnen, das heißt, dass das Scannen dezentral ausgeführt werden kann, und dass die Ergebnisse dann an den Computer oder das System gesendet werden, der das Scannen ausgelöst hat.

Bei einer solchen alternativen Ausführungsform und nach dem Finden einer entsprechenden Aufzeichnung, kann sie zu dem Ersatzsystem zum Zusammenführen mit der Datenbank des Ersatzsystems gesendet werden. Es ist nicht notwendig oder wird nicht gefordert, dass sich die Datenbanken gemeinsam auf einem einzigen Computer, einer Computerressource befinden oder am gleichen geographischen Ort. Die jeweiligen Datenbanken könnten sich in den jeweiligen Systemen befinden. Datenaufzeichnungen aus einem ersten System, die mit Aufzeichnungen aus einem zweiten System zusammenzuführen sind, brauchen nur an dem zweiten System empfangen zu werden, wo sie mit Datenelementen des zweiten Systems kombiniert werden, um eine dritte Datenbank für das zweite System zu bilden.

Alternative Ausführungsformen der Erfindung könnten natürlich das Verwenden eines anderen Computers aufweisen, wie zum Beispiel eine entsprechend programmierte Workstation oder ein Personal Computer, um Datenbanken von Vermittlungssystemen zusammenzuführen.

Der Fachmann erkennt auch, dass sich die Ausführungsform, die hier offenbart wird, auf ein bestimmtes computergesteuertes Vermittlungssystem bezieht, dass das hier offenbarte Verfahren und offenbarte Geräte auch mit anderen Datenbanken verwendet werden könnten. Inventarkontrollsysteme, Buchhaltungssysteme sowie andere große Datenbanken, die funktional verwandte Datenstrukturen von zwei Datenbanken haben, könnten durch das oben genannte Verfahren kombiniert werden. Natürlich müssten die Regeln des Zusammenführens des von Datenstrukturen oder Abschnitten von Datenstrukturen an die zusammenzuführenden Datenbanken angepasst werden.

Wie oben dargelegt, braucht der Computer, der die Zusammenführungsoperationen ausführt, nur Zugang zu den Datenaufzeichnungen zu haben, die die jeweiligen Datenbanken enthalten, von welchen Komponenten zu kombinieren sind. Ein einziger Computer, das heißt einer der in den Figuren offenbarten Computer, der nur Zugang zu Datenaufzeichnungen hat, könnte die Operationen ausführen, die erforderlich sind, um zwei Datenbanken zusammenzuführen. Der Fachmann erkennt auch, dass zwar zwei Datenbanken offenbart wurden, dass aber mehrere Datenbanken nach funktional verwandten Komponenten gescannt werden könnten, um eine nutzbare Datenbank zusammenzustellen. In einem solchen Fall können Elemente, die erforderlich sind, um eine funktionierende, nutzbare Datenbank zu bilden, aus verschiedenen unterschiedlichen Datenbanken erzielt werden, indem mehrere Datenbanken nach den erforderlichen Datenelementen durchsucht werden.


Anspruch[de]
Verfahren zum Zusammenführen von Datenelementen aus einer ersten Computer-Datenbank, die von einem ersten computergesteuerten System benutzt wird, mit Elementen einer zweiten Computer-Datenbank, die von einem zweiten computergesteuerten System benutzt wird, um eine dritte Computer-Datenbank zu bilden, wobei die erste Computer-Datenbank aus einer Vielzahl von in einer ersten Menge von Datenstrukturen (300) angeordneten Datenelementen besteht und die zweite Computer-Datenbank aus einer Vielzahl von in einer zweiten Menge von Datenstrukturen (310) angeordneten Datenelementen besteht, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfaßt:

a) in einem ersten Computer mit Zugang zu mindestens einem Teil der ersten Computer-Datenbank, Erhalten daraus mindestens ein erstes vorbestimmtes Datenelement (410) aus der ersten Computer-Datenbank;

b) Scannen mindestens eines Teils der zweiten Computer-Datenbank durch den ersten Computer nach einem funktional (450) mit dem ersten vorbestimmten Datenelement aus der ersten Computer-Datenbank in Beziehung stehenden zweiten vorbestimmten Datenelement;

c) Zusammenführen des ersten Datenelements und des zweiten Datenelements durch den ersten Computer, um einen ersten Datenelement-Datensatz (490) in einer dritten Datenbank zu bilden, wobei in der ersten Computer-Datenbank gespeicherte operationale Informationen (300) aus dem ersten computergesteuerten System mit in der zweiten Computer-Datenbank gespeicherten Verfügbare-Betriebseinrichtungen-Informationen (310) aus dem zweiten computergesteuerten System zusammengeführt werden, um der dritten Datenbank die operationalen Informationen der ersten Computer-Datenbank und die Verfügbare-Betriebseinrichtungen-Informationen der zweiten Computer-Datenbank zuzuführen.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei Schritt a) des Erhaltens daraus mindestens eines ersten vorbestimmten Datenelements aus der ersten Computer-Datenbank den folgenden Schritt umfaßt:

i) Empfangen mindestens eines ersten vorbestimmten Datenelements aus der ersten Computer-Datenbank, das durch Scannen der ersten Computer-Datenbank durch den ersten Computer erhalten wird, in dem ersten Computer.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei Schritt a) des Erhaltens daraus mindestens eines ersten vorbestimmten Datenelements aus der ersten Computer-Datenbank den folgenden Schritt umfaßt:

i) Empfangen mindestens eines ersten vorbestimmten Datenelements aus der ersten Computer-Datenbank, das durch Scannen der ersten Computer-Datenbank durch den ersten Computer erhalten wird, in dem ersten Computer, während sich der erste Computer an einem ersten Standort befindet und sich die zweite Datenbank an einem zweiten Standort befindet.
Erstes computergesteuertes Vermittlungssystem mit einer ersten Computer-Datenbank, die aus einer Vielzahl von in einer ersten Menge von Datenstrukturen angeordneten Datenelementen besteht, wobei in der ersten Computer-Datenbank eine Vielzahl von erforderlichen Datenelementen fehlt, die aus Datenelementen aus einer zweiten Datenbank für ein zweites computergesteuertes Vermittlungssystem zu erhalten und mit diesen zusammenzuführen sind, wobei das erste computergesteuerte Vermittlungssystem aus folgendem besteht:

a) einem Mittel zum Scannen der ersten Computer-Datenbank nach mindestens einem ersten vorbestimmten Datenelement (410);

b) einem Mittel zum Scannen der zweiten Datenbank nach einem funktional (450) mit dem ersten vorbestimmten Datenelement in Beziehung stehenden und mit diesem zusammenzuführenden zweiten vorbestimmten Datenelement;

c) einem Mittel zum Zusammenführen des ersten Datenelements und des zweiten Datenelements, um einen ersten Datenelement-Datensatz (490) in der ersten Computer-Datenbank für das erste Vermittlungssystem zu bilden, wobei in der zweiten Datenbank gespeicherte operationale Informationen (300) aus dem zweiten computergesteuerten Vermittlungssystem mit in der ersten Computer-Datenbank gespeicherten Verfügbare-Betriebseinrichtungen-Informationen (310) aus dem ersten computergesteuerten Vermittlungssystem zusammengeführt werden, wobei die operationalen Informationen Informationsdaten über ankommende und abgehende Verbindungsleitungen umfassen.
System nach Anspruch 4, wobei das Mittel zum Scannen der ersten Computer-Datenbank ein Computer ist. System nach Anspruch 4, wobei das Mittel zum Scannen der zweiten Datenbank nach einem zweiten vorbestimmten Datenelement ein Computer ist. System nach Anspruch 4, wobei das Mittel zum Zusammenführen des ersten Datenelements und des zweiten Datenelements, um einen ersten Datenelement-Datensatz in der ersten Computer-Datenbank für das erste Vermittlungssystem zu bilden, ein Computer ist.






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