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Dokumentenidentifikation DE102006027549A1 20.12.2007
Titel Kraftfahrzeug mit wenigstens einer einem bestimmten Fahrzeugsitz zugeordneten Leseleuchte
Anmelder AUDI AG, 85057 Ingolstadt, DE
Erfinder Berlitz, Stephan, 86529 Schrobenhausen, DE;
Schmitz, Christoph, 93326 Abensberg, DE
DE-Anmeldedatum 14.06.2006
DE-Aktenzeichen 102006027549
Offenlegungstag 20.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.12.2007
IPC-Hauptklasse B60Q 3/02(2006.01)A, F, I, 20060614, B, H, DE
Zusammenfassung Kraftfahrzeug mit wenigstens einer einem bestimmten Fahrzeugsitz zugeordneten Leseleuchte, wobei der Leseleuchte (3) eine Sensoreinrichtung (5), die zum Erfassen eines von einer Person in die Nähe der Leseleuchte (3) bewegten Gegenstands (10) ausgebildet ist, zugeordnet ist, und dass die Leseleuchte (3) zum Erzeugen eines in seiner Richtung bezüglich des Fahrzeugsitzes in Abhängigkeit des Erfassungsergebnisses der Sensoreinrichtung (5) variierenden Lichts (4) ausgebildet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug mit wenigstens einer einem bestimmten Fahrzeugsitz zugeordneten Leseleuchte.

In Kraftfahrzeugen sind üblicherweise mehrere separate Leseleuchten vorgesehen, die bestimmten Fahrzeugsitzen zugeordnet sind. Im Bereich der Vordersitze sind üblicherweise zwei Leseleuchten vorgesehen, die jeweils einem der beiden Vordersitze zugeordnet sind, während im Bereich der Rücksitzbank üblicherweise eine, der gesamten Bank zugeordnete Leseleuchte vorgesehen ist. Diese Leseleuchten sind vornehmlich im Dachbereich integriert, mitunter auch am Innenspiegel. Die primäre Lichtemissionsrichtung, also die Richtung, in welcher die Leseleuchte mit ihrer Abstrahlrichtung bezüglich des Fahrersitzes ausgerichtet ist, ist zumeist starr. Bekannte Leseleuchten emittieren darüber hinaus ein relativ punktförmiges, also in seiner Ausleuchtfläche relativ scharf begrenztes Licht.

Die starre Ausrichtung sowie die vom Ausleuchtvolumen her relativ begrenzte Auslegung der Leseleuchte ist jedoch dahingehend nachteilig, als sich mitunter das Objekt, das die auf dem Fahrzeugsitz befindliche Person gerade lesen oder betrachten möchte, sich nicht zuletzt aufgrund der eingestellten Sitzposition nicht mehr oder nicht mehr vollständig im Ausleuchtbereich befindet. Eine „Nachjustierung" ist lediglich entweder durch Verstellen der Sitzposition oder aber durch eine entsprechende Änderung der Sitzhaltung bzw. Haltung des zu betrachtenden Objekts möglich.

Der Erfindung liegt damit das Problem zugrunde, ein Kraftfahrzeug anzugeben, bei dem über eine integrierte Leseleuchte auch tatsächlich der benötigte oder gewünschte Bereich ausleuchtbar ist, ohne dass eine Person die Position des Fahrzeugsitzes oder ihre eigene Position wesentlich ändern muss.

Zur Lösung dieses Problems ist bei einem Kraftfahrzeug, der eingangs genannten Art erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Leseleuchte eine Sensoreinrichtung, die zum Erfassen eines von einer Person in die Nähe der Leuchteinrichtung bewegten Gegenstands ausgebildet ist, zugeordnet ist, und dass die Leuchteinrichtung zum Erzeugen eines in seiner Richtung bezüglich des Fahrzeugsitzes in Abhängigkeit des Erfassungsergebnisses der Sensoreinrichtung variierenden Lichts ausgebildet ist.

Die erfindungsgemäß vorgesehene Leseleuchte ist zum einen grundsätzlich in der Lage, ein zum Fahrzeugsitz gerichtetes Licht zu erzeugen, das in seiner primären Abstrahlrichtung variiert, mithin also unterschiedliche Bereiche ausleuchtet. Die Lichterzeugung und damit auch die endgültige Richtung des erzeugten Lichts wiederum ist abhängig vom Erfassungsergebnis einer der Leseleuchte zugeordneten Sensoreinrichtung, bei der es sich bevorzugt um eine berührungslos arbeitende Sensoreinrichtung handelt. Diese Sensoreinrichtung ist in der Lage, einen in die Nähe der Leseleuchte bewegten Gegenstand zu erfassen, wobei das Erfassungsergebnis der Sensoreinrichtung zum einen grundsätzlich zum Ein- und gegebenenfalls Ausschalten der Sensoreinrichtung verwendet wird, zum anderen aber auch, um in Abhängigkeit des Erfassungsergebnisses die Richtung zu bestimmen, in welche das nachfolgend emittierte Leselicht abgestrahlt werden soll. Der Begriff „Gegenstand" ist dabei allgemein zu verstehen. Es kann sich hierbei beispielsweise um einen Gegenstand aus einem oder enthaltend ein elektrisch leitendes Material, wie z. B. einen Stift oder dergleichen, handeln, wie auch beispielsweise um den Finger einer auf dem Fahrzeugsitz sitzenden Person, den die Person zum Einschalten und definieren der Abstrahlrichtung in die Nähe der Leseleuchte bewegt.

Infolge der in Abhängigkeit der Sensorerfassung variierenden Abstrahlrichtung ist es somit möglich, dass der Ausleuchtbereich tatsächlich so erzeugt wird bzw. dort erzeugt wird, wo er von der auf dem Fahrzeugsitz sitzenden Person tatsächlich benötigt wird. Hierfür ist weder eine aufwändige Sitzverstellung noch eine Änderung der Sitzposition erforderlich, vielmehr reicht es allein aus, den Gegenstand, also beispielsweise den Stift oder den Finger, in die Nähe der Sensoreinrichtung zu bewegen, um diese zu aktivieren und hierüber als Erfassungsergebnis die Lichtausrichtung zu bestimmen.

Hinsichtlich einer konkreten Ausgestaltung der Leseleuchte sind zwei unterschiedliche Varianten denkbar. Nach einer ersten erfindungsgemäßen Ausgestaltung weist die Leseleuchte wenigstens zwei separat betreibbare, in verschiedene Richtungen bezüglich des Fahrersitzes ausgerichtete Leuchtmittel mit einer zugeordneten Sensoreinrichtung auf, wobei der Betrieb des jeweils zu betreibenden Leuchtmittels in Abhängigkeit des Erfassungsergebnisses der Sensoreinrichtung, die zum Erfassen des von einer Person in die Nähe der Leseleuchte, gegebenenfalls eines gewünschten zu betreibenden Leuchtmittels bewegten Gegenstands und gegebenenfalls dessen Bewegungsrichtung ausgebildet ist, steuerbar ist. Bei dieser Erfindungsausgestaltung weist die Leseleuchte von Haus aus mehrere, wenigstens zwei, vorzugsweise beispielsweise vier separate Leuchtmittel auf, die jeweils aufgrund ihrer Anordnung unterschiedlich ausgerichtet sind. Es kann also so eine zonen- oder sektorenweise Ausleuchtung einer großen Fläche erfolgen. Je nachdem, wie groß die einzelnen Leuchtmittel sind, ob also die Person die einzelnen Leuchtmittel direkt unterscheiden und erkennen kann, kann die Arbeitsweise unterschiedlich sein. Sind die Leuchtmittel relativ groß, so kann die Person über den in die Nähe der Leseleuchte bewegten Gegenstand direkt ein bestimmtes zu betreibendes Leuchtmittel anwählen, so dass dieses angeschaltet wird und mit seinem charakteristischen Leuchtfeld den gewünschten Bereich ausleuchtet. Sind die einzelnen Leuchtmittel jedoch sehr klein, beispielsweise bei Verwendung kleiner LED's, so ist diese lokale Differenzierung für die Person nicht mehr möglich. In diesem Fall erfasst die Sensoreinrichtung grundsätzlich die Annäherung des Gegenstands, also beispielsweise des Fingers, und auch dessen Bewegungsrichtung, wenn er sich zur Leseleuchte hin- oder von der Leseleuchte wegbewegt. Das heißt, bei dieser Ausgestaltung führt die Person den Finger zunächst nah an die Leseleuchte, was von der Sensoreinrichtung erfasst wird. Anschließend bewegt die Person den Finger wenn möglich geradlinig zu der Stelle, wo ausgeleuchtet werden soll. Die Sensoreinrichtung ist nun in der Lage, z. B. bei dieser Wegbewegung von der Leseleuchte die grobe Bewegungsrichtung des Fingers oder des anderen Gegenstandes zu erfassen. Aus dieser erfassten Bewegungsrichtung kann nun die Sensoreinrichtung oder die Leseleuchte, jeweils natürlich über eine entsprechende Steuerungseinrichtung, ermitteln, in welche Richtung das emittierte Licht primär abgestrahlt werden soll, um dann dasjenige Leuchtmittel zu bestimmen, das zu dieser Richtung am besten von Haus aus ausgerichtet ist. Die Person bestimmt also über den Gegenstand einerseits den Ein- und Ausschaltbetrieb, wie auch infolge der Erfassung der Bewegungsrichtung letztlich dasjenige Leuchtmittel, das im Hinblick auf die vorgegebene Bewegungsrichtung, die letztlich die Abstrahlrichtung definiert, am besten geeignet ist.

Eine Alternativausführung zu der Leseleuchte mit mehreren separaten Leuchtmitteln sieht vor, dass die Leseleuchte wenigstens ein über einen Stellmotor in seiner Ausrichtung zum Fahrersitz verstellbares Leuchtmittel mit einer zugeordneten Sensoreinrichtung aufweist, wobei der Betrieb und die motorisch gesteuerte Ausrichtung des Leuchtmittels in Abhängigkeit des Erfassungsergebnisses der Sensoreinrichtung, die zum Erfassen des von einer Person in die Nähe der Leseleuchte bewegten Gegenstands und dessen Bewegungsrichtung ausgebildet ist, steuerbar ist. Bei dieser Erfindungsausgestaltung sind keine starr ausgerichteten unterschiedlichen Leuchtmittel vorhanden, sondern nur ein Leuchtmittel, das über einen Stellmotor verstellt werden kann. Die Bestimmung der Ausrichtung des Leuchtmittels, also die motorische Verstellung erfolgt auch hier in Abhängigkeit des Erfassungsergebnisses der Sensoreinrichtung, die hier zwingend sowohl zum Erfassen der Näherung des Gegenstandes an die Leseleuchte als auch zur Erfassung der Bewegungsrichtung, wenn der Gegenstand z. B. von der Leseleuchte wegbewegt wird, ausgebildet ist. Die Erfassung der Bewegungsrichtung ist hier zwingend nötig, um die Ausrichtung der Leseleuchte über den Stellmotor zu definieren. Selbstverständlich ist es auch bei dieser Erfindungsausgestaltung denkbar, mehrere einzelne Leuchtmittel vorzusehen, denen jeweils ein Stellmotor zugeordnet ist, um auch hier die Möglichkeit zur zonen- oder sektorweisen Ausleuchtung zu geben. Für den Anwender bestünde dann die Möglichkeit, ein erstes Leuchtmittel bezüglich einer ersten Position und ein zweites Leuchtmittel bezüglich einer zweiten Position auszurichten, um so eine großflächige Ausleuchtung zu erreichen, oder getrennte Flächen auszuleuchten.

Eine zonen- oder sektorenweise Ausleuchtung, unabhängig davon, wie nun konkret die Leseleuchte ausgeführt ist, ist insbesondere bei einer auf der Rückbank sitzenden Person denkbar. Diese Person kann über ein erstes Leuchtmittel den eigenen Sitzplatz ausleuchten lassen, wo sich ein zu betrachtendes Objekt befindet. Daneben kann beispielsweise der benachbarte Sitzbereich auf der Rücksitzbank ausgeleuchtet werden, wo beispielsweise ein oder mehrere weitere zu betrachtende Objekte liegen. In jedem Fall besteht die Möglichkeit zur individuellen Bestimmung des oder der konkreten Ausleuchtbereiche.

Wie bereits beschrieben arbeitet die Sensoreinrichtung bevorzugt berührungslos, um den Gegenstand zu erfassen. Dies gilt sowohl hinsichtlich der Erfassung des grundsätzlichen Vorhandenseins des Gegenstands, als auch der Bewegungsrichtung. Das heißt, die Person ist nicht gefordert, unbedingt einen Schalter oder dergleichen zu berühren und zu betätigen, vielmehr reicht allein die hinreichende Annäherung des Gegenstands an die Leseleuchte und, sofern erforderlich, die richtungsmäßig bestimmte Bewegung von der Leseleuchte vorzugsweise zum gewünschten Ausleuchtbereich hin. Als eine derart ausgebildete Sensoreinrichtung kann eine Sensoreinrichtung verwendet werden, die zur kapazitiven oder optischen Erfassung des Gegenstands ausgebildet ist. Eine kapazitiv arbeitende Sensoreinrichtung arbeitet mit einem in seiner Größe definierten elektro-magnetischen Feld um die Leseleuchte herum, das je nach Feldform beispielsweise ca. 10 cm in das Fahrzeuginnere reicht, bei einer Integration der Leseleuchte nebst Sensoreinrichtung im Dachhimmel. Wird nun ein Gegenstand, beispielsweise der Finger, in dieses elektro-magnetische Feld bewegt, kommt es zu einer kapazitiven Feldänderung, die erfasst wird. Diese kapazitive Feldänderung ist vom Ort des Gegenstandes abhängig, so dass auch eine Positionsauflösung der Feldänderung grundsätzlich möglich ist, was auch die Erfassung der Bewegungsrichtung des Gegenstandes seitens der Sensoreinrichtung oder der Leseleuchte bzw. des grundsätzlich hierfür vorgesehenen Steuergeräts ermöglicht. Das heißt, dass sich hier auch aus der zeitlichen Feldänderung die Bewegungsrichtung bestimmen lässt. Die optisch arbeitende Sensoreinrichtung arbeitet nach Art eine Lichtschranke, deren Erfassungsbereich in das Fahrzeuginnere ebenfalls begrenzt ist, beispielsweise auf eine Erfassungstiefe von ca. 10 cm. Über diese Erfassungsbegrenzung wird verhindert, dass jede Bewegung erfasst wird und zu einer entsprechenden Reaktion führt.

Die Leuchtmittel und die Sensoreinrichtung können fahrzeugdachseitig in einer entsprechenden Halterung angeordnet sein. Üblicherweise werden in den Dachhimmel entsprechende Funktionsmodule eingesetzt, die gegebenenfalls noch weitere Bedienelemente enthalten. In ein solches Funktionsmodul kann die Leseleuchte nebst Sensoreinrichtung ohne weiteres integriert werden. Eine weitere Möglichkeit wäre die Anordnung an oder in einem Innenspiegel.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den im folgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen sowie anhand der Zeichnungen. Dabei zeigen:

1 eine Prinzipdarstellung eines erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs,

2 eine Prinzipdarstellung einer verwendbaren Leseleuchte einer ersten Ausführungsform,

3 eine Prinzipdarstellung einer verwendbaren Leseleuchte einer zweiten Ausführungsform, und

4 ein Ausführungsbeispiel eines modular aufgebauten Dachmoduls, enthaltend eine erfindungsgemäße Leseleuchte.

1 zeigt in Form einer Prinzipdarstellung ein erfindungsgemäßes Kraftfahrzeug 1, mit einem Sitz 2, der im gezeigten Beispiel längs verstellbar ist. Dem Fahrzeugsitz zugeordnet ist eine Leseleuchte 3, die ein oder mehrere Leuchtmittel umfasst, worauf nachfolgend noch bezüglich der 2 und 3 näher eingegangen wird. In jedem Fall kann über die Leseleuchte 3 ein gerichteter Lichtkegel 4 in Richtung des Fahrersitzes emittiert werden. Die Leseleuchte 3 umfasst eine Sensoreinrichtung 5, die der Erfassung eines in die Nähe der Leseleuchte 3 bewegten Gegenstandes dient. Abhängig vom Erfassungsergebnis wird zum einen der Betrieb der Leseleuchte gesteuert, also ein bestimmtes Leuchtmittel ein- und ausgeschalten, wie auch die Bestimmung der konkreten Abstrahlrichtung des Lichtkegels 4 hierüber erfolgt. Dies geschieht zweckmäßigerweise über eine Steuerungseinrichtung 6, die Teil der Leseleuchte 3 ist bzw. einer solchen zugeordnet ist und die mit der Sensoreinrichtung 5 wie auch der Leseleuchte 3 korrespondiert bzw. über die die Leuchtmittel angesteuert werden.

Wie 1 anschaulich zeigt, ist der Sitz in Fahrzeuglängsrichtung verstellbar, wobei hier nur zwei ausgezeichnete Positionen I und II dargestellt sind. In der vorderen Position I ist ersichtlich der Lichtkegel 4 direkt auf die Sitzfläche 7 gerichtet, die sich in der Zeichnung quasi direkt unterhalb der Leseleuchte 3 befindet. Wird nun die Sitzposition in die Stellung II verfahren, so kann, worauf nachfolgend noch bezüglich der 2 und 3 näher eingegangen wird, die Ausleuchtung über die Leseleuchte 3 variiert werden und ein weiterer Lichtkegel 4 erzeugt werden, der in seiner Richtung bezüglich des ersten Lichtkegels 4 variiert ist, jedoch so ausgerichtet ist, dass er wiederum im Wesentlichen die Sitzfläche 7 ausleuchtet. Die Bestimmung der Ausleuchtrichtung erfolgt über das Erfassungsergebnis der Sensoreinrichtung 5, worauf nachfolgend eingegangen wird.

2 zeigt in Form einer Prinzipdarstellung eine erste Ausführungsform einer Leseleuchte 3. Diese umfasst im gezeigten Beispiel vier separate Leuchtmittel 8a, 8b, 8c und 8d, die jeweils fest in unterschiedliche Richtungen ausgerichtet sind. Die Leseleuchte 3 ist beispielsweise im Dachhimmel 9 integriert.

Über die Sensoreinrichtung 5 ist es nun möglich, einen in die Nähe der Leseleuchte 3 bewegten Gegenstand 10, beispielsweise einen Stift oder den Finger einer Hand einer Person, zu erfassen. Die Sensoreinrichtung arbeitet berührungslos. Beispielsweise handelt es sich um eine kapazitiv arbeitende Sensoreinrichtung, die ein elektro-magnetisches Feld erzeugt, das sich innerhalb des Sensitivitätsbereichs 11, der in das Fahrzeuginnere gerichtet ist, erstreckt. Die in das Fahrzeuginnere gerichtete Tiefe des Sensitivitätsbereichs 11 beträgt beispielsweise 10 oder 15 cm. Alternativ kann es sich auch um eine optisch arbeitende Sensoreinrichtung handeln, die nach Art einer Lichtschranke arbeitet. Auch sie hat einen definierten Sensitivitätsbereich 11, erfasst also nur Gegenstände, die sich mindestens bis in den Sensitivitätsbereich 11 der Leseleuchte 3 nähern.

Im gezeigten Beispiel wird von einer auf dem Fahrzeugsitz sitzenden Person der Gegenstand 10, beispielsweise ein Stift, in die Nähe der Leseleuchte 3 bewegt, er dringt in den Sensitivitätsbereich 11 ein, was je nach Ausgestaltung der Sensoreinrichtung 5 entweder zu einer Änderung des Feldverlaufs des elektro-magnetischen Feldes bei kapazitiver Sensoreinrichtung 5 führt, oder das zu einer entsprechenden Betätigung der Lichtschranke bei einer optischen arbeitenden Sensoreinrichtung 5 führt. Über diese grundsätzliche Erfassung des Vorhandenseins eines solchen Gegenstandes wird die Leseleuchte angeschaltet. Es ist nun lediglich noch zu bestimmen, welches Leuchtmittel 8a8d zu betreiben ist, um den von der Person gewünschten Bereich auszuleuchten. Sofern die Leuchtmittel 8a8d größer sind, es sich also beispielsweise um kleine separate Lämpchen handelt, die die Person in ihrer Anordnung eindeutig erkennen und differenzieren kann, ist es denkbar, dass die Person über den Gegenstand das gewünschte Leuchtmittel anfährt, das dann umgehend eingeschaltet wird. Hierzu kann es bereits dienlich sein, den Weg des Gegenstandes 10 beim Eindringen in den Sensitivitätsbereich über die Sensoreinrichtung 5 zu erfassen, was über eine zeitliche Änderung des Feldverlaufs bei kapazitiver Erfassung geht, oder über eine entsprechende optische Abtastung bei optisch arbeitender Sensoreinrichtung. Aus der Bewegungsrichtung kann dann unmittelbar darauf geschlossen werden, welches Leuchtmittel von der Person angesprochen werden soll, nachdem die Leuchtmittel ja lagefest sind.

Handelt es sich bei den Leuchtmitteln 8a8d um sehr kleine Leuchtmittel, wie beispielsweise kleine LED's, so kann die Person diese nicht vereinzeln. In diesem Fall ist wiederum die Bewegungsrichtungserfassung das auslösende Kriterium dafür, welches Leuchtmittel konkret angesteuert und betrieben wird. Dabei kann die Arbeitsweise derart sein, dass der Gegenstand 10 zunächst in den Sensitivitätsbereich eingebracht wird, was zum grundsätzlichen Anschalten, also zum Herstellen der Betriebsbereitschaft der Leseleuchte 3 dient. Nun bewegt die Person den Gegenstand in Richtung des gewünschten auszuleuchtenden Bereichs, während welcher Bewegung der Gegenstand im Wesentlichen längs einer geraden Bewegungslinie aus dem Sensitivitätsbereich 11 bewegt wird. Diese Bewegung und die Richtung der Bewegung kann nun über die Sensoreinrichtung 5 beispielsweise infolge des sich zeitlich ändernden Feldverlaufs erfasst werden. Das heißt, seitens der Sensoreinrichtung ist dann bekannt, in welcher Richtung die primäre Abstrahlrichtung des erzeugten Lichtkegels liegen soll. Die Sensoreinrichtung 5 bzw. die zugeordnete Steuerungseinrichtung 6 steuert nun dasjenige Leuchtmittel 8a8d an, das am nächsten zu der gewünschten Leuchtrichtung liegt. Dabei ist es natürlich auch denkbar, gegebenenfalls zwei benachbarte Leuchtmittel zu betreiben, wenn diese im Hinblick auf die konkrete Bewegungsrichtung und damit die gewünschte Ausleuchtung zweckmäßig ist. Im gezeigten Beispiel ist der Gegenstand 10 benachbart zum Leuchtmittel 8b positioniert. Die Bewegungsrichtung, dargestellt durch den Pfeil P, liegt im Wesentlichen parallel zur Ausrichtung des Leuchtmittels 8b, so dass bei einer entsprechenden Erfassung der Bewegungsrichtung des Gegenstands 10 über die Sensoreinrichtung 5 das Leuchtmittel 8b angesteuert wird.

Für den Fall, dass die eingestellte Ausleuchtung nicht dem entspricht, was seitens der Person gewünscht wird, kann die Ausleuchtung auch wieder geändert werden. Die Person erkennt dies in der Regel sehr schnell, so dass bei einem erneuten Einführen des Gegenstands 10 in den Sensitivitätsbereich 11 beispielsweise innerhalb eines vorgegebenen Zeitfensters eine entsprechende erneute Richtungserfassung und gegebenenfalls Änderung der Leuchtmittelansteuerung erfolgt. Eine solche Änderung ist also ohne weiteres beispielsweise innerhalb eines vorgegebenen Zeitfensters möglich, ohne dass mit dem erneuten Einführen des Gegenstands in den Sensitivitätsbereich der Ausschaltvorgang der Leseleuchte 3 verbunden wäre. Zum Ausschalten der Leseleuchte 3 zu einem späteren Zeitpunkt ist beispielsweise lediglich der Gegenstand 10 erneut in den Sensitivitätsbereich 11 einzuführen, was erfasst und als Ausschaltwunsch gewertet wird.

3 zeigt eine weitere alternative Ausführung einer verwendbaren Leseleuchte 3, die hier nur ein Leuchtmittel 8 umfasst, das über einen Stellmotor 12, wie durch die Doppelpfeile dargestellt ist, in einer beliebigen Richtung verkippt oder verschwenkt werden kann. Auch hier ist der im Dachhimmel 9 integrierten Leseleuchte 3 eine Sensoreinrichtung 5 zugeordnet, die wiederum einen Sensitivitätsbereich 11 aufweist, der zum Fahrzeuginneren gerichtet ist. Die Sensoreinrichtung 5 kann wie beschrieben kapazitiv oder optisch, in jedem Fall aber berührungslos arbeiten.

Auch hier ist zum Anschalten der Leseleuchte 3, also zum Herstellen der grundsätzlichen Betriebsbereitschaft ein Gegenstand 10 in den Sensitivitätsbereich einzuführen. Wird dieser erkannt, kann beispielsweise das Leuchtmittel 8 umgehend angeschaltet werden. Die Ausrichtung hinsichtlich des gewünschten Ausleuchtbereichs erfolgt über die bereits zur Ausgestaltung nach 2 beschriebene Bewegungserfassung des Gegenstands 10 insbesondere bei der Bewegung aus dem Sensitivitätsbereich 11 heraus zu dem gewünschten Ausleuchtbereich hin. Sobald die Bewegungsrichtung, auch hier durch den Pfeil P dargestellt, erkannt ist, wird über den Stellmotor 12 das Leuchtmittel 8 entsprechend verschwenkt, also der gewünschten Ausrichtung nachgeführt, welche Ausrichtung über die Bewegungsrichtung des Gegenstands 10 definiert wird. Er muss also auch hier lediglich mit dem Gegenstand 10 in den Sensitivitätsbereich eindringen und dann in einer direkten Bewegung den Gegenstand zu dem gewünschten Ausleuchtbereich führen bzw. auf diesen deuten.

Wenngleich bei der Ausgestaltung gemäß 3 nur ein Leuchtmittel 8 mit zugeordnetem Stellmotor 12 dargestellt ist, ist es selbstverständlich denkbar, in einer solchen Leseleuchte 3 auch mehrere separate Leuchtmittel 8 mit separaten Stellmotoren 12 vorzusehen, die benachbart zueinander, gegebenenfalls um ein vorbestimmtes Maß beabstandet, angeordnet sind. Dies ermöglicht es, separate Sektoren oder Zonen über jeweils ein Leuchtmittel 8, das entsprechend über den Stellmotor 12 positionsmäßig optimal eingestellt wurde, auszuleuchten, wobei der jeweilige Verstellbetrieb stets über die Erfassung der Bewegungsrichtung des Gegenstands 10 gesteuert wird. Auch hier kann eine entsprechende Positionskorrektur beispielsweise durch ein erneutes Einführen des Gegenstands 10 innerhalb eines vorgegebenen Korrekturzeitfensters nach dem ersten Anschalten erfolgen, das Ausschalten erfolgt gegebenenfalls durch einfaches Einführen des Gegenstands 10 in den Sensitivitätsbereich zu einem späteren Zeitpunkt.

4 zeigt ein Dachmodul 13, das modular aufgebaut ist und in den Dachhimmel eines erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs integriert wird. Das Dachmodul wird aus einzelnen Modulelementen zusammengesetzt, die in ihrer Art unterschiedlich sein können, wie auch in ihrer Anordnung. Es besteht die Möglichkeit, je nach Fahrzeug, Ausstattung oder Kundenwunsch das modulare Dachmodul zu konfigurieren.

Das in 4 gezeigte Dachmodul 13 umfasst eine erfindungsgemäße Leseleuchte 14, hier in Form von vier separaten Einzelleuchten. Bei diesen kann es sich um beliebige Leuchtmittel handeln, welche beispielsweise durch Reflektoren oder Linsen vorgegebene Bereiche präzise ausleuchten. Die Leuchten werden separat über ein berührungsloses Sensorsystem wie vorstehend ein- und ausgeschaltet. Hierfür wird ein kapazitives oder optisches Sensorsystem in das Dachmodul integriert. Um die Lage dieser Leseleuchten den Insassen auch im Dunkeln kenntlich zu machen, ist es denkbar, eine Suchbeleuchtung mit Symbol wie z. B. eine Hand neben den Leuchten anzuordnen, die beispielsweise über einen Lichtleiter oder dergleichen beleuchtet ist.

Vorgesehen ist ferner ein Innenlicht 15, das hier in Form zweier Lichtleiter, die vorzugsweise eine maximale Breite von 10 mm aufweisen, ausgeführt ist. Ein solcher Lichtleiter kann in Form und Verlauf beliebig ausgeführt werden. So. ist auch eine Umrandung des Dachmoduls, eine Umrandung des Schalterfelds, das nachfolgend noch beschrieben wird, oder Ähnliches denkbar. Ein- und ausgeschaltet wird das Innenlicht über eine entsprechende Taste in einem Schalterfeld 16. Selbstverständlich steht hierzu auch die Türkontaktfunktion zur Verfügung, welche das Innenlicht generell einschaltet, sobald eine Tür geöffnet wird. Wird das Innenlicht ausgeschaltet, dient der Lichtleiter gleichzeitig als Ambientenbeleuchtung, er wird hierfür dezent homogen ausgeleuchtet. Als Leuchtmittel können Glühlampen, LED's, oder Ähnliches verwendet werden.

Wie beschrieben ist ein Schalterfeld 16 vorgesehen, das ebenfalls modular aufgebaut ist und eine Vielzahl einzelner, in ihrer Art unterschiedlicher und frei in ihrer Anordnung oder Zusammenstellung konfigurierbarer Schalter/Tasten aufweist. Unter den Schaltern/Tasten 17 kann beispielsweise ein Schalter für das Innenlicht zum Ein- oder Ausschalten vorgesehen sein, je nach Ausstattung ein Schalter für etwaige Fensterrollos, ein Schalter für einen Garagentoröffner etc. Außerdem sind zwei Auflichtleuchten 18 im Schalterfeld angeordnet, die aber auch außerhalb des Feldes platziert werden können. Bei den Auflichtleuchten handelt es sich um eine Beleuchtung der Mittelkonsole, die unterhalb des Dachmoduls ist. Auch hierfür können beliebige Leuchtmittel wie Glühbirnen oder LED's mit entsprechenden Optiken eingebaut werden.

Wie bereits beschrieben ist es zweckmäßig, eine Suchbeleuchtung zu integrieren, hier beispielsweise in Form des Leuchtabschnitts 19, der das Tastenfeld markiert, oder in Form geeigneter Leuchtringe 20, die die einzelnen Leseleuchtenlampen 21 umgeben.

Weiterhin vorgesehen ist eine Muldenbeleuchtung 22. In manchen Fahrzeugen gibt es eine Dachmulde im Dachbereich des Fonds. Diese vergrößert die Kopffreiheit für die Insassen enorm. Um den Insassen auch nachts mehr Komfort zu bieten, kann die Dachmulde aus dem hinteren Dachmodulbereich heraus beleuchtet werden. Die Leuchtmittel und Optiken sind dabei so angeordnet, dass eine möglichst gleichmäßige Beleuchtung der Dachmulde ohne Blendung der Insassen gewährleistet ist.

Schließlich sind im gezeigten Beispiel noch zwei Mikrofone 23 vorgesehen. Alternativ hierzu oder zusätzlich kann auch noch eine Infrarot-Überwachung, also eine Insassenüberwachung, oder ein Schiebe-Hebe-Dach-Schalter oder etwaige Brillenfächer in das Dachmodul integriert werden.


Anspruch[de]
Kraftfahrzeug mit wenigstens einer einem bestimmten Fahrzeugsitz zugeordneten Leseleuchte, dadurch gekennzeichnet, dass der Leseleuchte (3) eine Sensoreinrichtung (5), die zum Erfassen eines von einer Person in die Nähe der Leseleuchte (3) bewegten Gegenstands (10) ausgebildet ist, zugeordnet ist, und dass die Leseleuchte (3) zum Erzeugen eines in seiner Richtung bezüglich des Fahrzeugsitzes in Abhängigkeit des Erfassungsergebnisses der Sensoreinrichtung (5) variierenden Lichts (4) ausgebildet ist. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet,

– dass die Leseleuchte (3) wenigstens zwei separat betreibbare, in verschiedene Richtungen bezüglich des Fahrzeugsitzes (7) ausgerichtete Leuchtmittel (8a, 8b, 8c, 8d) mit einer zugeordneten Sensoreinrichtung (5) aufweist, wobei der Betrieb des jeweils zu betreibende Leuchtmittels (8a, 8b, 8c, 8d) in Abhängigkeit des Erfassungsergebnisses der Sensoreinrichtung (5), die zum Erfassen des von einer Person in die Nähe der Leseleuchte (3), gegebenenfalls eines gewünschten zu betreibenden Leuchtmittels (8a, 8b, 8c, 8d) bewegten Gegenstands (10) und gegebenenfalls dessen Bewegungsrichtung ausgebildet ist, steuerbar ist, oder

– dass die Leseleuchte (3) wenigstens ein über einen Stellmotor (12) in seiner Ausrichtung zum Fahrzeugsitz (7) verstellbares Leuchtmittel (8) mit einer zugeordneten Sensoreinrichtung (5) aufweist, wobei der Betrieb und die motorisch gesteuerte Ausrichtung des Leuchtmittels (8) in Abhängigkeit des Erfassungsergebnisses der Sensoreinrichtung (5), die zum Erfassen des von einer Person in die Nähe der Leseleuchte (3) bewegten Gegenstands (10) und dessen Bewegungsrichtung ausgebildet ist, steuerbar ist.
Kraftfahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung (5) zum berührungslosen Erfassen des Gegenstands (10) ausgebildet ist. Kraftfahrzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung (5) zur kapazitiven oder optischen Erfassung des Gegenstands ausgebildet ist. Kraftfahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Leuchtmittel (8, 8a, 8b, 8c, 8d) und die Sensoreinrichtung (5) in einer fahrzeugdachseitig angeordneten Halterung oder einem Innenspiegel angeordnet sind.






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