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Dokumentenidentifikation DE102006027664A1 20.12.2007
Titel Kommunikationssystem zum Verarbeiten von Daten
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Neuneier, Ralph, Dr., Princeton, N.J., US;
Skubacz, Michal, 82194 Gröbenzell, DE
DE-Anmeldedatum 14.06.2006
DE-Aktenzeichen 102006027664
Offenlegungstag 20.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.12.2007
IPC-Hauptklasse H04L 12/16(2006.01)A, F, I, 20060614, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Kommunikationssystem zum Verarbeiten von Daten, umfassend: eine Mehrzahl von Teilsystemen (A, B), wobei ein jeweiliges Teilsystem (A, B) Daten gemäß einer für das jeweilige Teilsystem spezifischen Logik verarbeitet, wobei wenigstens einige der Teilsysteme (A, B) jeweils wenigstens eine Erfassungseinheit (TE1, TE2) umfassen, welche derart ausgestaltet ist, dass sie Informationen bezüglich der verarbeiteten Daten des jeweiligen Teilsystems (A, B) erfasst und in eine vorgegebene Datenstruktur konvertiert, welche die gleiche für die wenigstens einigen der Teilsysteme ist, wobei die Erfassungseinheiten (TE1, TE2) mit einer gemeinsamen Analyseeinheit (AS) verbunden sind, welche im Betrieb des Kommunikationssystems die Informationen bezüglich der verarbeiteten Daten in der vorgegebenen Datenstruktur von den Erfassungseinheiten (TE1, TE2) empfängt und bezüglich vorgegebener Kriterien analysiert.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Kommunikationssystem zum Verarbeiten von Daten und ein entsprechendes Verfahren zum Verarbeiten von Daten.

Heutzutage werden in Unternehmen oftmals komplexe und verteilte Rechnerarchitekturen verwendet, um die unternehmensweite Kommunikation sowie die Kommunikation mit externen Geschäftspartnern zu ermöglichen. Beispiele solcher Strukturen sind das Internet, das unternehmensinterne Intranet sowie das Extranet, welche eine Erweiterung des Intranets darstellt und zwei oder mehrere Intranets über eine Internet-Anbindung verbindet.

Um die in den Architekturen ablaufenden Prozesse zu optimieren, ist es oftmals wünschenswert, die darin verarbeiteten Daten zu analysieren und zu überwachen. Aus dem Stand der Technik sind eine Vielzahl von Verfahren bekannt, mit denen die Datenverarbeitung in Kommunikationssystemen überwacht werden kann. Solche Verfahren umfassen beispielsweise die Analyse von Protokolldateien oder so genannten Network-Sniffer-Software-Lösungen.

In verteilten Kommunikationssystemen, die eine Vielzahl von Teilsystemen aufweisen, welche die Daten getrennt voneinander mit einer spezifischen Logik verarbeiten, besteht das Problem, dass oftmals für jedes Teilsystem aufwändige separate Mechanismen zur Überwachung der Datenverarbeitung implementiert werden müssen. Dies führt zu komplexen Netzwerkstrukturen mit einem hohen Aufwand an Hardware und Software.

Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, ein verteiltes Kommunikationssystem zu schaffen, welches auf einfache Weise die Analyse von in den Kommunikationssystem verarbeiteten Daten gewährleistet.

Diese Aufgabe wird durch die unabhängigen Patentansprüche gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.

Das erfindungsgemäße Kommunikationssystem umfasst eine Mehrzahl von Teilsystemen, wobei ein jeweiliges Teilsystem Daten gemäß einer für das jeweilige Teilsystem spezifischen Logik verarbeitet. Wenigstens einige der Teilsysteme umfassen dabei jeweils wenigstens eine Erfassungseinheit, welche derart ausgestaltet ist, dass sie Informationen bezüglich der verarbeiteten Daten des jeweiligen Teilsystems erfasst und in eine vorgegebene Datenstruktur konvertiert, welche die gleiche für die wenigstens einigen der Teilsysteme ist. Die Erfassungseinheiten sind wiederum mit einer gemeinsamen Analyseeinheit verbunden, welche im Betrieb des Kommunikationssystems die Informationen bezüglich der verarbeiteten Daten in der vorgegebenen Datenstruktur von den Erfassungseinheiten empfängt und bezüglich vorgegebener Kriterien analysiert.

Durch das erfindungsgemäße Kommunikationssystem wird eine Entkopplung der Erfassung der verarbeiteten Daten von der Analyse erreicht. Insbesondere wird die eigentliche Datenerfassung lokal in den einzelnen Teilsystemen durchgeführt, wobei hierfür separate Erfassungseinheiten verwendet werden. Da die Datenerfassung einen einfachen Verarbeitungsprozess darstellt, können solche Erfassungseinheiten auf einfache Weise in den entsprechenden Teilsystemen implementiert werden. Insbesondere kann eine Standard-Hardware-Komponente verwendet werden, welche über Software entsprechend an die Logik der einzelnen Teilsysteme angepasst wird. Demgegenüber wird die im erfindungsgemäßen Kommunikationssystem durchgeführte Datenanalyse, welche wesentlich mehr Ressourcen erfordert und komplexer aufgebaut ist, von einem zentralen Analysesystem übernommen, wobei sichergestellt ist, dass das Analysesystem die Informationen von allen Teilsystemen verarbeiten kann. Dies wird dadurch erreicht, dass in den einzelnen Erfassungseinheiten eine Konvertierung in eine vorgegebene Datenstruktur vorgenommen wird, welche von der gemeinsamen Analyseeinheit verstanden wird. Auf diese Weise werden in dem erfindungsgemäßen Kommunikationssystem Ressourcen gespart, da eine einzige Analyseeinheit für eine Vielzahl von Teilsystemen vorgesehen ist und nicht für jedes Teilsystem separat eine Analyseeinheit integriert werden muss.

In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kommunikationssystems ist eine gemeinsame Schnittstelle zwischen den Erfassungseinheiten und der gemeinsamen Analyseeinheit vorgesehen, über welche im Betrieb des Kommunikationssystems die Erfassungseinheiten und die gemeinsame Analyseeinheit miteinander kommunizieren. Eine solche gemeinsame Schnittstelle wird dadurch ermöglicht, dass Daten in einer gemeinsamen, vorgegebenen Datenstruktur an die Analyseeinheit übertragen werden.

Ein besonders bevorzugter Einsatzbereich des erfindungsgemäßen Kommunikationssystems ist ein System zur Bereitstellung von Webinhalten für eine Mehrzahl von Nutzern. In einem solchen System werden eine Mehrzahl von Websystemen als Teilsysteme verwendet, wobei ein jeweiliges Websystem Webinhalte gemäß einer für das jeweilige Websystem spezifischen Logik verarbeitet und Nutzern bereitstellt. Hierbei ist die Logik insbesondere die Art und Weise, wie Webinhalte untereinander verknüpft und strukturiert werden. Wenigstens einige der Websysteme umfassen jeweils wenigstens eine Erfassungseinheit, welche derart ausgestaltet ist, dass sie Informationen bezüglich von Nutzern aufgerufener Webinhalte des jeweiligen Websystems erfasst und in eine vorgegebene Datenstruktur konvertiert, welche die gleiche für die wenigstens einigen der Websysteme ist.

Vorzugsweise erfasst hierbei die wenigstens eine Erfassungseinheit die Informationen bezüglich von Nutzern aufgerufener Webinhalte zumindest teilweise über eine Kommunikation des jeweiligen Websystems mit Webbrowsern der Nutzer. Insbesondere erfolgt die Kommunikation des jeweiligen Websystems mit Webbrowsern der Nutzer über das HTTP-Protokoll.

Als Verfahren zum Erfassen der Informationen bezüglich von Nutzern aufgerufener Webinhalte können beliebige aus dem Stand der Technik bekannte Verfahren verwendet werden. Solche Verfahren sind beispielsweise in der speziellen Beschreibung in Bezug auf 2 und 3 erläutert. Beispielsweise werden bei diesen Verfahren die Informationen bezüglich von Nutzern aufgerufener Webinhalte zumindest teilweise über das Anfordern von Webinhalten durch einen Webbrowser erfasst. Hierbei können die Informationen bezüglich der von Nutzern aufgerufener Webinhalte über Parameter in von den Webbrowsern gestellten Anfragen an die Erfassungseinheiten übermittelt werden.

In einer weiteren Variante werden Informationen bezüglich von Nutzern aufgerufenen Webinhalte zumindest teilweise durch Umleiten von Links in mit einem Webbrowser angezeigten Webseiten, insbesondere von HTML-Webseiten, hin zu den Erfassungseinheiten übermittelt. Die Links sind hierbei vorzugsweise Links zu anderen Webseiten oder Links zum Herunterladen von Dokumenten.

In einer Variante des erfindungsgemäßen Kommunikationssystems mit einer Mehrzahl von Websystemen umfassen die Informationen bezüglich von Nutzern aufgerufener Webinhalte die URL (URL = Uniform Resource Locator) einer aufgerufenen Webseite oder Datei und/oder den Speicherort einer aufgerufenen Webseite oder Datei und/oder den Speicherort einer aufgerufenen Webseite oder Datei und/oder die Zeit, zu der eine Webseite oder Datei aufgerufen wurde. Hierdurch wird eine umfassende Erfassung von statistisch relevanten Informationen gewährleistet.

In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kommunikationssystems umfassen zumindest einige Teilsysteme eine Inhaltbereitstellungseinheit, insbesondere einen Webserver, zum Bereitstellen der Daten des jeweiligen Teilsystems und/oder eine Inhaltverwaltungseinheit zum Verwalten der Daten des jeweiligen Teilsystems. Hierdurch wird auf einfache Weise ein Teilsystem mit einer eigenen Logik zum Bereitstellen und Verwalten von Daten geschaffen.

Vorzugsweise wirkt die wenigstens eine Erfassungseinheit eines jeweiligen Teilsystems mit der Inhaltverwaltungseinheit des jeweiligen Teilsystems derart zusammen, dass die durch die Erfassungseinheit erfassten Informationen bezüglich der verarbeiteten Daten durch weitere Informationen ergänzt werden. Auf diese Weise können bei der Analyse der Informationen nicht nur die beispielsweise über einen Webbrowser bereitgestellten Informationen verwendet werden, sondern auch weitere, nur lokal in einer Inhaltverwaltungseinheit gespeicherte Informationen.

In einer besonderen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Kommunikationssystems sind die ergänzenden Informationen insbesondere Metainformationen zu Webinhalten. Metainformationen sind hierbei Daten, die Informationen über anderen Daten enthalten. Beispiele solcher Metainformationen sind der Speicherort einer aufgerufenen Webseite oder Datei und/oder der Autor einer aufgerufenen Webseite oder Datei und/oder der Speichername einer aufgerufenen Webseite oder Datei.

In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Kommunikationssystems werden die von den Erfassungseinheiten des jeweiligen Teilsystems erfassten Informationen in einer lokalen Datenbank im jeweiligen Teilsystem gespeichert. Auf diese lokale Datenbank kann dann in einfacher Weise durch die gemeinsame Analyseeinheit zugegriffen werden, um die in den lokalen Datenbanken enthaltenen Informationen zu analysieren. Die Analyseeinheit ist dabei vorzugsweise derart ausgestaltet, dass sie die Informationen bezüglich der verarbeiteten Daten in der vorgegebenen Datenstruktur statistisch analysiert.

Die erfindungsgemäßen Erfassungseinheiten können auf unterschiedliche Weise in dem Kommunikationssystem integriert sein. In einer besonders bevorzugten Variante der Erfindung sind eine oder mehrere der Erfassungseinheiten jeweils aufgeteilt in zumindest eine erste Teileinheit, welche lediglich zum Erfassen von Informationen bezüglich der verarbeiteten Daten dient, und zumindest eine zweite Teileinheit zum weiteren Verarbeiten der erfassten Informationen. Hierdurch wird eine effektive Trennung der Erfassungseinheiten in einen Front-end-Rechner und einen Back-end-Rechner gewährleistet. Der Front-end-Rechner stellt die erste Teileinheit dar, welche lediglich geringe Rechenkapazität benötigt und nur Daten erfasst, insbesondere Anfrage verarbeitet und weiterleitet. Demgegenüber weist die zweite Teileinheit, welche den Back-end-Rechner darstellt, vorzugsweise eine höhere Rechenkapazität auf, da sie zum weiteren Verarbeiten der erfassten Informationen verwendet wird. Die weitere Verarbeitung betrifft hierbei insbesondere die Ergänzung der Informationen mit Informationen aus einer Inhaltverwaltungseinheit, die Konvertierung der Informationen, sowie das Ablegen der Informationen in einer Datenbank.

In einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Kommunikationssystems umfasst wenigstens eines der Teilsysteme eine Mehrzahl von Inhaltbereitstellungseinheiten, insbesondere zum Bereitstellen von Webinhalten zum Abruf durch einen Webbrowser, wobei jede Inhaltbereitstellungseinheit eine erste Teileinheit beinhaltet und alle ersten Teileinheiten sich eine gemeinsame zweite Teileinheit teilen. Hierdurch wird Redundanz für die ersten Teileinheiten erzeugt, so dass sichergestellt ist, dass ein Ausfall einer ersten Teileinheit nicht zum Abbruch der Kommunikation mit externen Webbrowsern führt. Bei der zweiten Teileinheit ist die Bereitstellung von Redundanz weniger wichtig, da ein Ausfall der zweiten Teileinheit nicht die Erfassung von Informationen betrifft und somit keinen Abbruch der Kommunikation zu externen Browsern nach sich zieht. Es wird somit mit dieser Ausführungsform Redundanz nur an der Stelle erzeugt, an der sie besonders wichtig ist, nämlich bei den ersten Teileinheiten. Die Erzeugung dieser Redundanz ist mit wenig Kosten verbunden, da die ersten Teileinheiten nur geringe Rechnerleistung benötigen, da ihre Aufgabe einfach abzuarbeiten ist.

In einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Kommunikationssystems sind wiederum eine Mehrzahl von Inhaltbereitstellungseinheiten vorgesehen, wobei jede Inhaltbereitstellungseinheit eine erste Teileinheit beinhaltet und zumindest eine der Inhaltbereitstellungseinheiten auch eine zweite Teileinheit beinhaltet. In einer anderen Variante des erfindungsgemäßen Kommunikationssystems kann auch auf eine Aufteilung der Erfassungseinheiten in erste und zweite Teileinheiten verzichtet werden, wobei in diesem Fall vorzugsweise jede Inhaltbereitstellungseinheit eine Erfassungseinheit umfasst. Auf jeden Fall sollte zur Erzeugung von Redundanz eines oder mehrere der Teilsysteme zumindest zwei redundant ausgeführte Erfassungseinheiten aufweisen.

Neben dem oben beschriebenen Kommunikationssystem betrifft die Erfindung ferner ein Verfahren zum Verarbeiten von Daten in einem Kommunikationssystem, bei dem:

  • – eine Mehrzahl von Teilsystemen jeweils Daten gemäß einer für das jeweilige Teilsystem spezifischen Logik verarbeiten;
  • – in wenigstens einigen der Teilsysteme jeweils mit Hilfe wenigstens einer Erfassungseinheit Informationen bezüglich der verarbeiteten Daten des jeweiligen Teilsystems erfasst werden und in eine vorgegebenen Datenstruktur konvertiert werden, welche die gleiche für die wenigstens einigen der Teilsysteme ist;
  • – die Informationen bezüglich der verarbeiteten Daten der vorgegebenen Datenstruktur von den Erfassungseinheiten an eine gemeinsamen Analyseeinheit gesendet werden und durch die Analyseeinheit analysiert werden.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend detailliert anhand der beigefügten Figuren beschrieben.

Es zeigen:

1 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kommunikationssystems;

2 und 3 Ausführungsformen von Verfahren zum Nachverfolgen aufgerufener Webinhalte, welche in dem erfindungsgemäßen Kommunikationssystem eingesetzt werden können;

47 Ausführungsformen der Erfindung, welche unterschiedliche Integrationsmöglichkeiten der Erfassungseinheiten in dem erfindungsgemäßen Kommunikationssystem zeigen.

1 zeigt eine schematische Darstellung einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kommunikationssystems, welches zwei separate Websysteme A und B umfasst. Die Websysteme A und B umfassen jeweils die gleichen Komponenten, und zwar einen Front-end-Server in der Form einer Inhaltbereitstellungseinheit CDA1 bzw. CDA2 (CDA = Content Delivery Application) sowie einen Back-end-Server in der Form einer Inhaltverwaltungseinheit CMS1 bzw. CMS2 (CMS = Content Management System). Über die CDA1 bzw. CDA2 werden Webinhalte jeweils einem Browser BR1 bzw. BR2 bereit gestellt, wobei die Webinhalte insbesondere Webseiten bzw. herunterladbare Dateien sind.

Jedes Websystem A bzw. B verwendet eine eigene Logik, gemäß der die Webseiten und Dateien untereinander verknüpft sind. Durch die Logik der Websysteme A bzw. B wird somit ein eigener strukturierter Aufbau der bereitzustellenden Webinhalte geschaffen, wobei die Logiken der einzelnen Websysteme untereinander nicht verstanden werden. Jedes der Websysteme A und B beinhaltet ferner eine Erfassungseinheit in der Form von so genannten „Tracking Engines" TE1 bzw. TE2. Es handelt sich hierbei um Datenrechner, welche die Logik der lokalen Websysteme A und B verstehen und dazu dienen, die durch den Nutzer über die Browser BR1 bzw. BR2 aufgerufenen Webinhalte zu verfolgen (im Englischen als so genanntes „Tracken" bezeichnet). Das erfindungsgemäße Kommunikationssystem zeichnet sich dadurch aus, dass lokale an die entsprechenden Logiken der Systeme A und B angepasste Tracking Engines für die Systeme A und B verwendet werden. Zum Tracken der Webinhalte werden hierbei aus dem Stand der Technik bekannte Verfahren verwendet, wobei die einzelnen Tracking Engines nur zum Nachverfolgen und nicht zum statistischen Auswerten der nachverfolgten Webinhalte dienen, so dass alle Tracking Engines auf einfache Weise durch entsprechende Softwaremodifikationen an die entsprechenden Logiken der Websysteme A und B angepasst werden können.

Beim Aufruf von Webinhalten über die Browser BR1 bzw. BR2 werden in dem Kommunikationssystem der 1 durch entsprechende Software in den Tracking Engines TE1 bzw. TE2 die von einem Nutzer über die Browser aufgerufene Webinhalte bzw. Informationen bezüglich der Webinhalte erfasst. Solche Informationen betreffen insbesondere die URL der aufgerufenen Webseiten, den Zeitpunkt des Aufrufs der Webseite und beliebige andere Informationen, welche aus den durch den Browser abgerufenen Webinhalten abgeleitet werden können. Die Bereitstellung der Webinhalte für die Browser sowie die Erfassung der Informationen bezüglich der Webinhalte erfolgt über die durch entsprechende Pfeile P1 bzw. P2 angedeuteten Kommunikationswege, welche von der Inhaltbereitstellungseinheit CDA1 bzw. CDA2 über den entsprechenden Browser BR1 bzw. BR2 zu den Tracking Engines TE1 bzw. TE2 laufen. Es wird auf diese Weise eine indirekte Kommunikation unter Zwischenschaltung des Browsers von den Inhaltbereitstellungseinheiten CDA1 bzw. CDA2 hin zu den Tracking Engines TE1 bzw. TE2 geschaffen, wie durch die gestrichelten Pfeile P3 angedeutet ist.

In dem Kommunikationssystem der 1 werden die über die Tracking Engines erfassten Inhalte aus den Browsern ferner auch noch durch Inhalte aus den Inhaltverwaltungseinheiten CMS1 bzw. CMS2 ergänzt. Hierzu besteht eine direkte Kommunikationsverbindung zwischen den entsprechenden Tracking Engines und Inhaltverwaltungseinheiten, welche in 1 durch die Doppelpfeile P4 angedeutet ist. Ferner ist in 1 auch die Kommunikationsverbindung zwischen den Inhaltbereitstellungseinheiten CDA1 bzw. CDA2 und den Inhaltverwaltungseinheiten CMS1 bzw. CMS2 mit Doppelpfeilen P5 wiedergegeben.

Wie oben erwähnt, werden in der Ausführungsform der 1 die von den Browsern bereitgestellten Informationen durch Zugriff auf die Inhaltverwaltungseinheiten CMS1 bzw. CMS2 durch weitere Informationen ergänzt. Diese ergänzenden Informationen sind nur lokal in den Websystemen A und B verfügbar sind. Solche Informationen sind insbesondere Metainformationen, d.h. Daten, die Informationen über andere Daten enthalten. Beispiele solcher Metainformationen können der Autor einer Webseite sein, der nur lokal im Websystem hinterlegt ist und nicht durch den Browser angezeigt wird. Es können auch beliebige andere Informationen durch Rückgriff der Tracking Engines auf die CMS1 bzw. die CMS2 in Bezug auf die aufgerufenen Webseiten bzw. Webinhalte berücksichtigt werden, insbesondere für die statistische Auswertung der aufgerufenen Webinhalte relevante Informationen.

Gemäß der vorangegangenen Beschreibung erfolgt somit durch die Erfassungseinheiten TE1 und TE2 eine Erfassung von Informationen bezüglich über die Browser BR1 und BR2 aufgerufenen Webinhalte, wobei diese Informationen mit weiteren Informationen aus den Datenverwaltungseinheiten CMS1 und CMS2 angereichert werden. Die auf diese Weise erfassten angereicherten Informationen werden schließlich in den Tracking Engines TE1 und TE2 derart konvertiert, dass eine einheitliche Datenstruktur geschaffen wird, welche die gleiche für das Websystem A und B ist. Es erfolgt somit eine Aufbereitung der erfassten und angereicherten Informationen auf eine Weise, so dass ein standardisiertes Datenformat vorgegeben wird. Die konvertierten Informationen werden schließlich in entsprechenden Datenbanken DB1 und DB2 abgespeichert, wobei die Verbindungen zwischen den Tracking Engines TE1 bzw. TE2 hin zu den Datenbanken DB1 bzw. DB2 durch entsprechende Pfeile P6 angedeutet sind.

Die soeben beschriebene Konvertierung der erfassten Informationen bezüglich aufgerufener Webinhalte stellt ein wesentliches Merkmal der vorliegenden Erfindung dar. Es ist nunmehr möglich, eine einzige, gemeinsame Analyseeinheit AS für beide Websysteme A und B einzusetzen, obwohl beide Websysteme unterschiedliche Logiken zur Strukturierung ihrer Webinhalte verwenden. Hierzu wird eine gemeinsame standardisierte Schnittstelle SI sowohl zwischen der Datenbank DB1 und dem AS als auch zwischen der Datenbank DB2 und dem AS verwendet. Über diese Schnittstelle SI werden die in dem einheitlichen Datenformat aufbereiteten Informationen bezüglich der aufgerufenen Webinhalte übertragen und nach statistischen Kriterien in der Analyseeinheit AS ausgewertet. Die Analyseeinheit kann hierbei verschiedene Unterkomponenten erfassen, welche unterschiedliche Berichte und Auswertungen über die erfassten Informationen erstellen.

Das soeben beschriebene Kommunikationssystem weist eine Reihe von Vorteilen auf. Insbesondere wird eine höhere Datenqualität im Hinblick auf die Überwachung der aufgerufenen Webinhalte gewährleistet, da eine enge Integration der Erfassungseinheit zum Erfassen der aufgerufenen Webinhalte lokal in die die Webinhalte bereitstellenden Websysteme erfolgt. Die einzelnen Erfassungseinheiten führen nur den einfachen Prozess der Datenerfassung und Datenkonvertierung durch und können auf einfache Weise durch entsprechende Modifikation ihrer Software an die entsprechende Logik der betreffenden Websysteme angepasst werden. Es muss in dem Kommunikationssystem nur eine einzige Analyseeinheit eingesetzt werden, welche von einer Vielzahl von Erfassungseinheiten genutzt werden kann. Das erfindungsgemäße Kommunikationssystem gewährleistet eine hohe Genauigkeit der Daten, da das Überwachen der Webinhalte innerhalb der gleichen Domäne erfolgt, und die Benutzer somit das Nachverfolgen der aufgerufenen Webinhalte nicht auf einfache Weise umgehen können. Ein weiterer Vorteil des Kommunikationssystems besteht darin, dass es universell für verschiedene Szenarien eingesetzt werden kann und nicht auf die im vorangegangenen beschriebene Verwendung in einem Kommunikationssystem mit verschiedenen Websystemen beschränkt ist. Das Verfahren kann insbesondere neben der Nachverfolgung von Webinhalten auch zur Nachverfolgung von Applikationen und zur Analyse der Leistung von Rechenprozessen eingesetzt werden. Eine weitere Anwendung sind mobile Plattformapplikationen. Ebenso ist das erfindungsgemäße Verfahren in Systemen zur Verteilung von Multimediadaten einsetzbar, wie z.B. in digitalen Videoübertragungssystemen (DVB). Andere Systeme zur Verwendung des erfindungsgemäßen Kommunikationssystems sind Heimsysteme sowie die Steuerung von so genannten „Business Projekt Management Systems".

2 und 3 zeigen Flussdiagramme, welche zwei mögliche Verfahren zur Nachverfolgung von Daten in den erfindungsgemäßen Websystemen der 1 wiedergeben. Die Nachrichtenflüsse werden hierbei anhand des Websystems A der 1 beschrieben, sind jedoch analog auch auf das Websystem B der 1 anwendbar.

2 zeigt ein Szenario, bei dem HTML-Dokumente durch den Browser BR1 des Websystems A durch einen Nutzer oder Browser heruntergeladen werden, wobei dieses Herunterladen durch die Tracking Engine TE1 überwacht wird. Zunächst wird von dem Browser BR1 an die Inhaltbereitstellungseinheit CDA1 ein HTTP-Request in Schritt S1 gesendet. Im Schritt S2 verarbeitet die Inhaltbereitstellungseinheit CDA1 diese Anfrage und erzeugt ein entsprechendes HTML-Dokument gemäß der Anfrage, wobei ein Link auf ein so genanntes verstecktes Bild in dem HTML-Dokument eingefügt ist. Dieses versteckte Bild wird schließlich zur Übermittlung von statistischen Informationen an die Tracking Engine TE1 benutzt, wie weiter unten beschrieben wird.

In Schritt S3 wird schließlich das erzeugte HTML-Dokument an den Browser BR1 übermittelt. Der Browser interpretiert dann den HTML-Code und zeigt das HTML-Dokument an. Parallel wird in Schritt S4 über den Link auf das versteckte Bild dieses Bild angefordert. Der Link ist hierbei derart gewählt, dass er auf die Tracking Engine TE1 zeigt. Die HTTP-Anfrage zum Anfordern des Bildes ist hierbei parametrisiert und enthält Informationen bezüglich des in Schritt S1 angeforderten HTML-Dokuments, z.B. die Information, welche Inhaltbereitstellungseinheit bzw. welcher Webserver das HTML-Dokument erzeugt hat. Durch die parametrisierte Anfrage werden somit die zur statistischen Auswertung in der Analyseeinheit AS verwendeten Informationen bereitgestellt. Diese Informationen stellen folglich die von der Erfassungseinheit erfassten Informationen bezüglich der verarbeiteten Daten im Sinne von Anspruch 1 dar.

Nach Empfangen der parametrisierten Anfrage wird schließlich das versteckte Bild von der Tracking Engine TE1 an den Browser BR1 übermittelt, wobei vom Browser anschließend keine weiteren Aktionen mehr durchzuführen sind. Die Übermittlung des Bildes ist in 2 mit Schritt S5 gekennzeichnet. Gemäß der hier beschriebenen Ausführungsform der Erfindung fordert die Tracking Engine TE1 noch ergänzende Informationen bezüglich der Webinhalte des HTML-Dokumentes an, wobei diese Informationen nicht direkt im HTML-Dokument enthalten sind, sondern nur durch eine Anfrage an die Datenverwaltungseinheit CMS1 des Websystems A ermittelt werden können. Demzufolge stellt die Tracking Engine TE1 im Schritt S6 eine Datenbankanfrage, insbesondere eine SQL-Anfrage, an die Inhaltverwaltungseinheit CMS1. Die CMS1 stellt diese Informationen, welche beispielsweise Metainformationen sind, im Schritt S7 der Tracking Engine TE1 zur Verfügung, welche daraufhin alle erfassten Informationen verarbeitet und in eine einheitliche Datenstruktur konvertiert, welche in Schritt S8 in der Datenbank DB1 abgespeichert wird und anschließend von der Analyseeinheit AS verarbeitet werden kann.

3 zeigt ein Verfahren, mit dem HTML-Dokumente, welche keine HTML-Dokumente sind, durch die Tracking Engine TE1 nachverfolgt werden können. Für dieses Verfahren schickt der Browser BR1 zunächst im Schritt S1' eine HTTP-Anfrage an die Inhaltbereitstellungseinheit CDA1. Diese erzeugt im Schritt S2' wiederum ein HTML-Dokument. Dieses Dokument wird jedoch derart modifiziert, dass die enthaltenen externen Links bzw. Links zu downzuloadenden Dateien nicht direkt an die entsprechende URL gerichtet werden, sondern an die Adresse der Tracking Engine TE1, wobei das HTML-Dokument jedoch auch die eigentliche Ziel-URL als einen Parameter beinhaltet. Das HTML-Dokument wird im Schritt S3' an den Browser BR1 übermittelt. Der Browser interpretiert schließlich im Schritt S4' dieses Dokument und zeigt es an.

Wenn der Nutzer des Browsers nunmehr auf den in dem HTML-Dokument enthaltenen externen Link bzw. die Download-Links klickt, wird eine entsprechende HTTP-Anfrage nicht direkt an die Ziel-URL geleitet, sondern zunächst an die Tracking Engine TE1 (Schritt S5'). Die Tracking Engine empfängt die HTTP-Anfrage im Schritt S6' und antwortet darauf mit einer HTTP-Antwort, welche eine so genannte HTTP-Response 302 sowie die Ziel-URL des Download-Links bzw. des externen Links enthält. Die Übermittlung der HTTP-Antwort ist in 3 durch Schritt S7' angedeutet. Der Browser BR1 kann dann von der Ziel-URL die Daten des Download-Links herunterladen bzw. auf den externen Link zugreifen, was in 3 durch Schritt S8' angedeutet ist. Die Daten des Download-Links bzw. die Webinhalte des externen Links werden schließlich im Schritt S9' dem Browser übermittelt.

In dem in 3 gezeigten Verfahren enthalten die im Schritt S5' von der Tracking Engine empfangenen Daten wiederum Parameter, welche statistische Informationen zu den angefragten Download-Links bzw. externen Links enthalten. Diese Informationen werden – analog zu 2 – durch weitere Informationen ergänzt, welche nicht in der parametrisierten Anfrage enthalten sind, sondern nur von der Inhaltverwaltungseinheit CMS1 abgerufen werden können. Deshalb stellt die Tracking Engine TE1 im Schritt S10' eine Anfrage bezüglich ergänzender Informationen an das Inhaltverwaltungssystem CMS1, wobei die Anfrage insbesondere eine SQL-Datenbank-Anfrage ist. Im Schritt S11' werden dann die ergänzenden Informationen, welche beispielsweise Metainformationen sind, an die Tracking Engine TE1 übermittelt, welche diese Informationen in eine Datenstruktur konvertiert, die in der lokalen Datenbank DB1 abgelegt wird (Schritt S12') und von der Analyseeinheit AS verarbeitet werden kann.

4 zeigt eine schematische Darstellung einer bevorzugten Ausführungsform eines Websystems, in der eine Tracking Engine gemäß der Erfindung integriert ist. Das in 4 gezeigte Websystem beinhaltet zwei Rechner-Cluster C1 und C2, welche jeweils über so genannte Content-Switches CS mit Browsern im Internet IR bzw. in einem unternehmensinternen Intranet IA verbunden sind. Die einzelnen Browser sind in 4 schematisiert durch Rechnermonitore angedeutet. Über diese Browser kann nunmehr auf das Websystem, d.h. auf die Cluster C1 und C2, zugegriffen werden. Der Cluster C1 stellt Webinhalte über drei separate Inhaltbereitstellungseinheiten CDA1, CDA2 und CDA3 bereit. Der Cluster C2 beinhaltet auch eine Mehrzahl von Inhaltbereitstellungseinheiten, wobei lediglich die Inhaltbereitstellungseinheit CDA4 angedeutet ist. Weitere Inhaltbereitstellungseinheiten des Clusters C2 sind nicht wiedergegeben und nur durch den Platzhalter CDA angedeutet. Das Websystem gemäß der 4 stellt hierbei ein Teilsystem im Sinne der Ansprüche dar, d.h. alle Inhaltbereitstellungseinheiten des Websystems stellen die Webinhalte gemäß der gleichen Logik bereit.

Das Websystem der 4 zeichnet sich durch eine verteilte Tracking Engine aus, welche zwei Arten von Teileinheiten TE-P1 bzw. TE-P2 enthält. Es gibt hierbei vier Teileinheiten TE-P1, welche jeweils einer der Inhaltbereitstellungseinheiten CDA1 bis CDA4 zugeordnet sind bzw. in einer der Inhaltbereitstellungseinheiten integriert sind. Diese Teileinheiten stellen hierbei Front-end-Rechner dar, welche in Bezug auf die Erfassung der Webinhalte lediglich die Anfragen verarbeiten und weiterleiten. Diese Front-end-Rechner TE-P1 wechselwirken mit einem einzigen Back-end-Rechner TE-P2, welcher den zweiten Teil der Tracking Engine darstellt. Das Wechselwirken zwischen diesen Rechner ist durch Pfeile A1 bis A5 angedeutet.

Der Rechner TE-P2 übernimmt hierbei andere Aufgaben als die Teileinheiten TE-P1. Insbesondere ist er für die Konvertierung bzw. Transformation der erfassten Informationen in die Datenstruktur verantwortlich, welche dann von der Analyseeinheit AS verarbeitet werden kann. Darüber hinaus übernimmt er das Schreiben der erfassten und konvertierten Informationen in die lokale Datenbank DB. Durch die Ausführungsform der 4 wird eine ausfallsichere und ressourcenoptimierte Möglichkeit der Nachverfolgung von Webinhalten gewährleistet. Insbesondere sind die Teileinheiten TE-P1, welche lediglich Komponenten mit geringer Rechenleistung umfassen, redundant ausgestaltet. Diese Redundanz ist wichtig, da die Teileinheiten TE-P1 mit externen Browsern kommunizieren und somit ein Ausfall dieser Teileinheiten eine Beendigung der Kommunikation zur Folge hätte. Demgegenüber ist nur eine einzige zweite Teileinheit TE-2 vorgesehen, welche Komponente mit höherer Rechnerleistung beinhaltet: Hierbei wird sich die Erkenntnis zu Nutze gemacht, dass eine Redundanz der Back-end-Teileinheit TE-P2 für die Kommunikation mit den externen Browsern nicht erforderlich ist. Ein Ausfall der Einheit TE-P2 würde zwar nicht mehr die Nachverfolgung der aufgerufenen Webinhalte ermöglichen, jedoch bleibt der Datenaustausch zwischen den Browsern und dem Websystem weiterhin erhalten. In der Ausführungsform der 4 werden somit Ressourcen gespart, da die Komponenten mit hoher Rechnerleistung in der Einheit TE-P2 nicht mehrfach dupliziert werden. Nichtsdestotrotz ist das Rechnersystem ausfallsicher, da die für den Ausfall kritischen Teileinheiten TE-P1 redundant ausgestaltet sind.

5 zeigt eine alternative Möglichkeit zur Integration einer Erfassungseinheit in einem Websystem. Das Websystem in 5 umfasst wiederum eine Mehrzahl von Inhaltbereitstellungseinheiten CDA1 bis CDA3, wobei Browser im Internet IR über einen Content-Switch CS auf die bereitgestellten Webinhalte zugreifen können. Durch die Inhaltbereitstellungseinheiten wird ein Rechner-Cluster C1 gebildet. Im Unterschied zur Ausführungsform der 3 sind die Tracking Engines TE nicht in zwei Teileinheiten aufgeteilt, sondern die Tracking Engines sind als Gesamteinheit in einem separaten Cluster C2 angeordnet, wobei in der Ausführungsform der 5 zwei redundante Tracking Engines TE vorgesehen sind, wodurch die Ausfallsicherheit des Systems erhöht wird.

6 ist eine weitere mögliche Ausführungsform zur Integration von Erfassungseinheiten in einem Websystem. Analog zur Ausführungsform der 5 werden die Webinhalte des Websystems über einen Content-Switch CS von Browsern im Internet IR abgerufen. Das Websystem beinhaltet hierbei vier Inhaltbereitstellungseinheiten CDA1, CDA2, CDA3 und CDA4, wobei ferner auch vier redundant ausgebildete Tracking Engines TE vorgesehen sind. Im Unterschied zu 5 sind die einzelnen Tracking Engines TE jedoch nicht in einem separaten Cluster angeordnet, sondern sie bilden Bestandteile der einzelnen Inhaltbereitstellungseinheiten CDA1 bis CDA4. Aufgrund der hohen Redundanz der Tracking Engines ist das Verfahren sehr ausfallssicher.

7 zeigt eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform der Integration von Tracking Engines in einem Websystem. Die Ausführungsform der 7 ist ähnlich zu der Ausführungsform der 4. Insbesondere sind zwei Rechner-Cluster C1 und C2 vorgesehen, wobei der Cluster C1 die Inhaltbereitstellungseinheiten CDA1, CDA2, CDA3 und CDA4 enthält. Der Cluster C2 umfasst ebenfalls eine Vielzahl von Inhaltbereitstellungseinheiten, wobei lediglich die Einheit CDA5 dargestellt ist und die restlichen Einheiten durch den Platzhalter CDA angedeutet sind. Analog zur Ausführungsform der 4 umfassen einige der Inhaltbereitstellungseinheiten, nämlich die Einheiten CDA1, CDA2 und CDA3, nur einen Front-end-Rechner TE-P1, der in Bezug auf die Erfassung der Webinhalte lediglich die Anfragen verarbeitet und weiterleitet. Im Unterschied zur 4 sind jedoch zwei redundant ausgestaltete Back-end-Rechner TE-P2 vorgesehen, welche den zweiten Teil der Tracking Engine darstellen und zusammen mit dem Rechner TE-P1 in den Inhaltbereitstellungseinheiten CDA3 bzw. CDA4 vorgesehen sind. Diese Rechner übernehmen andere Aufgaben und dienen insbesondere zur Konvertierung bzw. Transformation der erfassten Informationen in die Datenstruktur zur Verarbeitung in der Analyseeinheit AS. Durch die redundante Ausführung der Rechner TE-P2 wird die Wahrscheinlichkeit des Ausfalls der Überwachung der aufgerufenen Webinhalte vermindert.


Anspruch[de]
Kommunikationssystem zum Verarbeiten von Daten, umfassend:

– eine Mehrzahl von Teilsystemen (A, B), wobei ein jeweiliges Teilsystem (A, B) Daten gemäß einer für das jeweilige Teilsystem spezifischen Logik verarbeitet;

– wobei wenigstens einige der Teilsysteme (A, B) jeweils wenigstens eine Erfassungseinheit (TE1, TE2) umfassen, welche derart ausgestaltet ist, dass sie Informationen bezüglich der verarbeiteten Daten des jeweiligen Teilsystems (A, B) erfasst und in eine vorgegebene Datenstruktur konvertiert, welche die gleiche für die wenigstens einigen der Teilsysteme ist;

– wobei die Erfassungseinheiten (TE1, TE2) mit einer gemeinsamen Analyseeinheit (AS) verbunden sind, welche im Betrieb des Kommunikationssystems die Informationen bezüglich der verarbeiteten Daten in der vorgegebenen Datenstruktur von den Erfassungseinheiten (TE1, TE2) empfängt und bezüglich vorgegebener Kriterien analysiert.
Kommunikationssystem nach Anspruch 1, bei dem eine gemeinsame Schnittstelle (SI) zwischen den Erfassungseinheiten (TE1, TE2) und der gemeinsamen Analyseeinheit (AS) vorgesehen ist, über welche im Betrieb des Kommunikationssystems die Erfassungseinheiten (TE1, TE2) und die gemeinsame Analyseeinheit (AS) miteinander kommunizieren. Kommunikationssystem nach Anspruch 1 oder 2 zur Bereitstellung von Webinhalten für eine Mehrzahl von Nutzern, wobei:

– die Mehrzahl von Teilsystemen Websysteme (A, B) sind und ein jeweiliges Websystem (A, B) Webinhalte gemäß einer für das jeweilige Websystem (A, B) spezifischen Logik verarbeitet und Nutzern bereitstellt;

– die wenigstens eine Erfassungseinheit (TE1, TE2) der wenigstens einigen der Websysteme (A, B) derart ausgestaltet ist, dass sie Informationen bezüglich von Nutzern aufgerufener Webinhalte des jeweiligen Websystems (A, B) erfasst und in die vorgegebenen Datenstruktur konvertiert.
Kommunikationssystem nach Anspruch 3, welches derart ausgestaltet ist, dass die wenigstens eine Erfassungseinheit (TE1, TE2) die Informationen bezüglich von Nutzern aufgerufener Webinhalte zumindest teilweise über eine Kommunikation des jeweiligen Websystems (A, B) mit Webbrowsern (BR1, BR2) der Nutzer erfasst. Kommunikationssystem nach Anspruch 4, welches derart ausgestaltet ist, dass die Kommunikation des jeweiligen Websystems (A, B) mit Webbrowsern (BR1, BR2) der Nutzer über das HTTP-Protokoll erfolgt. Kommunikationssystem nach Anspruch 4 oder 5, welches derart ausgestaltet ist, dass die Informationen bezüglich von Nutzern aufgerufener Webinhalte zumindest teilweise über das Anfordern von Webinhalten durch einen Webbrowser (BR1, BR2) erfasst werden. Kommunikationssystem nach Anspruch 6, welches derart ausgestaltet ist, dass die Informationen bezüglich von Nutzern aufgerufener Webinhalte zumindest teilweise über Parameter in von einem Webbrowser (BR1, BR2) gestellten Anfragen an die Erfassungseinheiten (TE1, TE2) übermittelt werden. Kommunikationssystem nach einem der Ansprüche 4 bis 7, welches derart ausgestaltet ist, dass die Informationen bezüglich von Nutzern aufgerufener Webinhalte zumindest teilweise durch Umleiten von Links in mit einem Webbrowser (BR1, BR2) angezeigten Webseiten, insbesondere von HTML-Webseiten, hin zu den Erfassungseinheiten (TE1, TE2) übermittelt werden. Kommunikationssystem nach Anspruch 8, bei dem die Links Links zu anderen Webseiten oder Links zum Herunterladen von Dokumenten sind. Kommunikationssystem nach einem der Ansprüche 3 bis 9, bei dem die Informationen bezüglich von Nutzern aufgerufener Webinhalte die URL einer aufgerufenen Webseite oder Datei und/oder den Speicherort einer aufgerufenen Webseite oder Datei und/oder den Autor einer aufgerufenen Webseite oder Datei und/oder die Zeit, zu der eine Webseite oder Datei aufgerufen wurde, umfassen. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem zumindest einige der Teilsysteme (A, B) eine Inhaltbereitstellungseinheit (CDA1, CDA1), insbesondere einen Webserver, zum Bereitstellen der Daten des jeweiligen Teilsystems (A, B) und/oder eine Inhaltverwaltungseinheit (CMS1, CMS2) zum Verwalten der Daten des jeweiligen Teilsystems (A, B) umfassen. Kommunikationssystem nach Anspruch 11, bei dem die wenigstens eine Erfassungseinheit (TE1, TE2) eines jeweiligen Teilsystems (A, B) mit der Inhaltverwaltungseinheit (CMS1, CMS2) des jeweiligen Teilsystems (A, B) derart zusammenwirkt, dass die in der Erfassungseinheit (TE1, TE2) erfassten Informationen bezüglich der verarbeiteten Daten durch weitere Informationen ergänzt werden. Kommunikationssystem nach Anspruch 12, bei dem die ergänzenden Informationen Metainformationen zu Webinhalten umfassen, insbesondere den Speicherort einer aufgerufenen Webseite oder Datei und/oder den Autor einer aufgerufenen Webseite oder Datei und/oder den Speichernamen einer aufgerufenen Webseite oder Datei. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehende Ansprüche, bei dem die von den Erfassungseinheiten (TE1, TE2) des jeweiligen Teilsystems (A, B) erfassten Informationen in einer lokalen Datenbank (DB1, DB2) im jeweiligen Teilsystem (A, B) gespeichert werden. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Analyseeinheit (AS) derart ausgestaltet ist, dass sie die Informationen bezüglich der verarbeiteten Daten in der vorgegebenen Datenstruktur statistisch analysiert. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem eine oder mehrere der Erfassungseinheiten (TE1, TE2) jeweils aufgeteilt sind in zumindest eine erste Teileinheit (TE-P1) zum Erfassen von Informationen bezüglich der verarbeiteten Daten und zumindest eine zweite Teileinheit (TE-P2) zum weiteren Verarbeiten der erfassten Informationen. Kommunikationssystem nach Anspruch 16, bei dem wenigstens eines der Teilsysteme (A, B) eine Mehrzahl von Inhaltbereitstellungseinheiten (CDA1, CDA2), insbesondere zum Bereitstellen von Webinhalten zum Abruf durch einen Webbrowser, umfasst, wobei jede Inhaltbereitstellungseinheit (CDA1, CDA2) eine erste Teileinheit (TE-P1) beinhaltet und alle ersten Teileinheiten (TE-P1) sich eine gemeinsame zweite Teileinheit (TE-P2) teilen. Kommunikationssystem nach Anspruch 16 oder 17, bei dem wenigstens eines der Teilsysteme (A, B) eine Mehrzahl von Inhaltbereitstellungseinheiten (CDA1, CDA2), insbesondere zum Bereitstellen von Webinhalten zum Abruf durch einen Webbrowser, umfasst, wobei jede Inhaltbereitstellungseinheit (CDA1, CDA2) eine erste Teileinheit (TE-P1) beinhaltet und zumindest eine der Inhaltbereitstellungseinheiten (CDA1, CDA2) auch eine zweite Teileinheit (TE-P2) beinhaltet. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem wenigstens eines der Teilsysteme (A, B) eine Mehrzahl von Inhaltbereitstellungseinheiten (CDA1, CDA2), insbesondere zum Bereitstellen von Webinhalten zum Abruf durch einen Webbrowser, umfasst, wobei jede Inhaltbereitstellungseinheit (CDA1, CDA2) eine Erfassungseinheit (TE1, TE2) umfasst. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem ein oder mehrere der Teilsysteme (A, B) zumindest zwei redundant ausgeführte Erfassungseinheiten (TE1, TE2) aufweisen. Verfahren zum Verarbeiten von Daten in einem Kommunikationssystem, bei dem:

– eine Mehrzahl von Teilsystemen (A, B) in dem Kommunikationssystem jeweils Daten gemäß einer für das jeweilige Teilsystem (A, B) spezifischen Logik verarbeiten;

– in wenigstens einigen der Teilsysteme (A, B) jeweils mit Hilfe wenigstens einer Erfassungseinheit (TE1, TE2) Informationen bezüglich der verarbeiteten Daten des jeweiligen Teilsystems (A, B) erfasst und in eine vorgegebenen Datenstruktur konvertiert werden, welche die gleiche für die wenigstens einigen der Teilsysteme (A, B) ist;

– die Informationen bezüglich der verarbeiteten Daten in der vorgegebenen Datenstruktur von den Erfassungseinheiten (TE1, TE2) an eine gemeinsamen Analyseeinheit (AS) gesendet werden und durch die Analyseeinheit (AS) analysiert werden.






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