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Dokumentenidentifikation DE102006027874A1 20.12.2007
Titel Haltevorrichtung
Anmelder Gruber, Bruno, 82140 Olching, DE
Erfinder Gruber, Bruno, 82140 Olching, DE
DE-Anmeldedatum 16.06.2006
DE-Aktenzeichen 102006027874
Offenlegungstag 20.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.12.2007
IPC-Hauptklasse B60R 7/08(2006.01)A, F, I, 20060616, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60R 11/00(2006.01)A, L, I, 20060616, B, H, DE   
Zusammenfassung Erfindungsgemäß umfaßt eine Haltevorrichtung zum Halten eines Gegenstandes an einem Armaturenbrett eines Kraftfahrzeuges ein elastisches Flächengebilde, ein erstes Halteelement, das an einer ersten Seiten des Flächengebildes befestigt ist und eine Befestigungseinrichtung zur Befestigung an dem Armaturenbrett aufweist, und ein zweites Halteelement, das an einer zweiten Seite des Flächengebildes, die der ersten Seite des Flächengebildes gegenüberliegt, befestigt ist und zur Anlage des Flächengebildes an dem Armaturenbrett dient. Mit dieser Anordnung ist ein schneller Zugriff mit nur einer Hand der Bedienperson möglich, wobei der Gegenstand selbst auch beim Beschleunigen, Bremsen oder bei Kurvenfahrten des Fahrzeugs sicher gehalten wird.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Haltevorrichtung der im Patentanspruch 1 genannten Art.

Die Aufbewahrungsmöglichkeiten von Gegenständen in einem Kraftfahrzeug sind begrenzt. Eine Ablage von Gegenständen auf dem Armaturenbrett ist in vielen Fällen nicht möglich, da diese üblicherweise gekrümmt ausgebildet sind und die Gegenstände daher beim Beschleunigen oder Bremsen auf dem Armaturenbrett verrutschen oder sich von diesem lösen. Sind die Gegenstände im Handschuhfach oder in einem Seitenfach untergebracht, ist das Auffinden derselben durch den Fahrer während der Fahrt schwierig und lenkt den Fahrer vom Verkehrsgeschehen ab.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die bei einfachem Aufbau einen schnellen Zugriff auf einen Gegenstand in einem Kraftfahrzeug ermöglicht.

Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.

Erfindungsgemäß umfaßt eine Haltevorrichtung zum Halten eines Gegenstandes an einem Armaturenbrett eines Kraftfahrzeuges ein elastisches Flächengebilde, ein erstes Halteelement, das an einer ersten Seite des Flächengebildes befestigt ist und eine Befestigungseinrichtung zur Befestigung an dem Armaturenbrett aufweist, und ein zweites Halteelement, das an einer zweiten Seite des Flächengebildes, die der ersten Seite des Flächengebildes gegenüberliegt, befestigt ist und zur Anlage des Flächengebildes an dem Armaturenbrett dient. Mit dieser Anordnung ist ein schneller Zugriff mit nur einer Hand der Bedienperson möglich, wobei der Gegenstand selbst auch beim Beschleunigen, Bremsen oder bei Kurvenfahrten des Fahrzeugs sicher gehalten wird.

Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Darin zeigen:

1 eine Perspektivansicht einer Haltevorrichtung gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,

2 eine Perspektivansicht der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung in einem an einem Armaturenbrett befestigten Zustand ohne einen gehaltenen Gegenstand,

3 eine Perspektivansicht der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung in einem am Armaturenbrett befestigten Zustand mit einem durch diese gehaltenes Blatt,

4 eine Perspektivansicht der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung in einem am Armaturenbrett befestigten Zustand, die das Einsetzen bzw. die Entnahme des Gegenstandes darstellt,

5 eine Perspektivansicht der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung in einem an einem Armaturenbrett befestigten Zustand mit einem durch diese gehaltene Geldbörse, und

6 eine Perspektivansicht der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung in einem an einem Armaturenbrett befestigten Zustand mit durch diese gehaltene Handschuhe.

Wie in 1 gezeigt ist, umfaßt eine Haltevorrichtung 10 ein Flächengebilde 12 und ein an einer ersten Seite 12a desselben befestigtes erstes Halteelement 14, das mit einer Fläche 100a des Armaturenbretts 100 (siehe 2 bis 6) über eine Befestigungseinrichtung befestigt ist. An einer zweiten Seite 12b, die der ersten Seite 12a gegenüberliegt, ist ein zweites Haltelement 16 befestigt, das zur Straffung des Flächengebildes 12 und zur Anlage desselben am Armaturenbrett 100 dient.

Das Flächengebilde 12 ist in der gezeigten Ausführungsform in einer Netzstruktur durch ein Extrusionsverfahren hergestellt und weist quadratische Durchbrüche 20 auf. Statt einer Netzstruktur kann das Flächengebilde 12 in Form einer Folie mit quadratischen Durchbrüchen 20 ausgeführt sein. In Modifikationen dieser Ausführungsform sind die Durchbrüche 20 kreisförmig, rautenförmig, rechteckig oder mit einer anderen geometrischen Form ausgebildet. In der bevorzugten Ausführungsform hat das Flächengebilde 12 eine solche Dicke, das eine direkte Blendung durch den festgehaltenen Gegenstandes vermieden wird.

In einer anderen Ausführungsform ist das Flächengebilde 12 ohne Durchbrüche ausgebildet und ist in bevorzugter Weise transparent ausgebildet.

Das Flächengebilde 12 ist elastisch und besteht in der bevorzugten Ausführungsform aus Kunststoff, z.B. aus Polyethylen. Der Einsatz anderer Materialien, z.B. ein textilen Materials. ist möglich. In einer Modifikation der Ausführungsform weist das Flächengebilde 12 auf der der Fläche 100a des Armaturenbretts 100 zugewandten Oberfläche eine rutschfeste Beschichtung auf.

Das erste Halteelement 14 besteht aus Kunststoff, ist in Form einer flachen Leiste ausgebildet und weist eine Aussparung 14a auf, die zur Aufnahme des Flächengebildes 12 an der ersten Seite 12a dient.

Das zweite Halteelement 16 besteht aus Kunststoff oder Hartgummi, ist in Form eines Zylinders ausgebildet und weist eine Aussparung 16a auf, die zur Aufnahme des Flächengebildes 12 an der zweiten Seite 12b dient.

Andere geeignete Materialien können für das erste Haltelement 14 und das zweite Halteelement 16 vorgesehen sein. Obwohl in der bevorzugten Ausführungsform das erste Halteelement 14 in Form einer flachen Leiste ausgebildet ist und das zweite Halteelement 16 in Form eines Zylinders ausgebildet sind können das erste Haltelement 14 und das zweite Halteelement 16 auch eine andere geometrische Form haben.

In der bevorzugten Ausführungsform hat die Haltevorrichtung 10 eine Breite von 150 mm und eine Länge von 300 m. Das erste Halteelement 14 hat eine Höhe von 20 mm, eine Breite von 150 mm und eine Dicke von 6 mm. Das zweite Halteelement 16 hat eine Breite von 150 mm und einen Durchmesser von 20 mm.

In einer Ausführungsform weist das zweite Halteelement 16 eine gewichtserhöhende Einlage, z.B. eine Metalleinlage auf. In einer weiteren Ausführungsform weist das zweite Halteelement 16 eine rutschfeste Beschichtung auf.

2 zeigt die Haltevorrichtung 10 an der Fläche 100a des Armaturenbretts 100 befestigt. Wie gezeigt ist, ist die Haltevorrichtung 10 an einer abwärts geneigt ausgebildeten Fläche 100a des Armaturenbretts 100 mittels einer Befestigungseinrichtung befestigt.

Als Befestigungseinrichtung dienen ein Doppelklebeband, Schrauben, Klemmen, Druckknöpfe eine Klettverbindung oder eine magnetisch wirkende Verbindung.

Das zweite Halteelement 16 dient zur Anlage eines Gegenstandes, z.B. eines Blatts 50, über das Flächengebilde 12 oder das zweite Halteelement 16 selbst an der Fläche 100a des Armaturenbretts 100 sowie zur Straffung des Flächengebildes 12 (siehe 3). Wie gezeigt ist, weist im unbenutzten Zustand (2) oder beim Festhalten von dünnen Gegenständen (3) das automatisch sich an das Armaturenbrett 100 anlegende Flächengebilde 12 keine hervorstehenden Stellen auf, so daß jedwede Gefährdung des Fahrzeuginsassen durch die Haltevorrichtung 10 ausgeschlossen ist. Durch die oben beschriebene Metalleinlage wird die Straffung des Flächengebildes 12 begünstigt.

4 demonstriert, wie durch nur eine Hand ein Gegenstand, der von der Haltevorrichtung 10 gehalten wird, entnommen wird bzw. in diese eingeklemmt wird. Dazu wird auf einfache Weise das zweite Halteelement 16 hochgehoben, um den zu plazierenden Gegenstand einzusetzen oder zu entnehmen.

5 zeigt eine durch die Haltevorrichtung 10 gehaltene Geldbörse 52.

6 zeigt durch die Haltevorrichtung 10 gehaltene Handschuhe 54.

Andere Gegenstände, die nicht gezeigt sind, wie z.B. eine Zigarettenschachtel, eine Landkarte, Scheibenreinigungsutensilien oder eine Parkscheibe können ebenfalls durch die Haltevorrichtung 10 gehalten werden.

Die besonderen Vorteile der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung 10 bestehen darin, daß die Ablage und Entnahme von Gegenständen mit nur einer Hand möglich ist, daß eine nur unwesentliche Veränderung der Geometrie der Ablagefläche des Armaturenbretts 100 entsteht und daß eine Blendung und Reflexionen auch der festgehaltenen Gegenstände verringert oder ganz vermieden wird. Durch die Struktur und eine schwarze Farbgebung des Flächengebildes 12 in der bevorzugten Ausführungsform wird eine Blendung durch das Flächegebildes 12 auf vorteilhafte Weise vermieden. In der bevorzugten Ausführungsform weist das Flächengebilde eine rauhe Oberfläche auf, um die Entstehung von Reflexionen noch weiter zu verringern.

Auch bei starker Beschleunigung, Verzögerung oder bei Kurvenfahrten wird durch die erfindungsgemäße Haltevorrichtung 10 ein Verrutschen des gehaltenen Gegenstandes vermieden.

Mischformen zwischen den beschriebenen Ausführungsformen und deren Modifikationen gehören zum Schutzumfang der vorliegenden Erfindung.


Anspruch[de]
Haltevorrichtung zum Halten eines Gegenstandes an einem Armaturenbrett (100) eines Kraftfahrzeuges, umfassend:

ein elastisches Flächengebilde (12),

ein erstes Halteelement (14), das an einer ersten Seite (12a) des Flächengebildes (12) befestigt ist und eine Befestigungseinrichtung zur Befestigung an dem Armaturenbrett (100) aufweist, und

ein zweites Halteelement (16), das an einer zweiten Seite (12b) des Flächengebildes (12), die der ersten Seite (12a) des Flächengebildes (12) gegenüberliegt, befestigt ist und zur Anlage des Flächengebildes (12) an dem Armaturenbrett (100) dient.
Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Flächengebilde (12) eine durchgehende Oberfläche aufweist. Haltevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Flächengebilde (12) aus einem transparenten Material besteht. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Flächengebilde (12) eine Vielzahl von Durchbrüchen (20) aufweist. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Flächengebilde (12) eine ebene Oberfläche aufweist. Haltevorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchbrüche (20) kreisförmig, quadratisch, rechteckig oder rautenförmig ausgebildet sind. Haltevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Flächengebilde (12) eine Netzstruktur aufweist. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Flächengebilde (12) eine schwarze Farbgebung hat. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Flächengebilde (12) auf der dem Armaturenbrett (100) zugewandten Seite eine rutschfeste Beschichtung aufweist. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Halteelement (14) in Form einer flachen Leiste ausgebildet ist. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Halteelement (14) eine Aussparung (14a) zur Aufnahme des Flächengebildes (12) an der ersten Seite (12a) aufweist. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Halteelement (14) aus Kunststoff besteht. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Halteelement (16) in Form eines Zylinders ausgebildet ist. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Halteelement (16) eine Aussparung (16a) zur Aufnahme des Flächegebildes (12) an der zweiten Seite (12b) aufweist. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Halteelement (16) aus Kunststoff besteht. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Halteelement (16) aus Hartgummi besteht. Haltevorrichtung einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Halteelement (16) eine gewichtserhöhende Einlage aufweist. Haltevorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die gewichterhöhende Einlage eine Metalleinlage ist. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Halteelement (16) eine rutschfeste Beschichtung aufweist. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Flächengebilde (12) eine rauhe Oberfläche hat. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß als Befestigungseinrichtung ein Doppelklebeband, Schrauben, Klemmen, Druckknöpfe eine Klettverbindung oder eine magnetisch wirkende Verbindung eingesetzt ist bzw. sind. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß der von der Haltevorrichtung (10) gehaltene Gegenstand ein Blatt (50), eine Geldbörse (52), Handschuhe (54), eine Zigarettenschachtel, eine Landkarte, Scheibenreinigungsutensilien oder eine Parkscheibe ist.






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