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Dokumentenidentifikation DE102006028028A1 20.12.2007
Titel Vorrichtung zum Ausbringen und/oder Abführen von Luft in und/oder aus einem Raum
Anmelder Schako Klima Luft Ferdinand Schad KG Zweigniederlassung Kolbingen, 78600 Kolbingen, DE
Erfinder Müller, Rainer, 78600 Kolbingen, DE
Vertreter Dr. Weiss, Brecht, Arat, 78234 Engen
DE-Anmeldedatum 14.06.2006
DE-Aktenzeichen 102006028028
Offenlegungstag 20.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.12.2007
IPC-Hauptklasse F24F 13/06(2006.01)A, F, I, 20060614, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F24F 13/02(2006.01)A, L, I, 20060614, B, H, DE   F24F 7/04(2006.01)A, L, I, 20060614, B, H, DE   F24F 13/075(2006.01)A, L, I, 20060614, B, H, DE   
Zusammenfassung Bei einer Vorrichtung zum Ausbringen und/oder Abführen von Luft in und/oder aus einem Raum durch einen Luftauslass (6), wobei die Luft durch einen Luftführungskanal (1) zu dem Luftauslass (6) führbar ist, soll der Luftführungskanal (1) zumindest einen Wickelfalzrohrabschnitt (3, 3.1, 4) aufweisen, in welchen ein Glattrohrabschnitt (5, 5.1) mit dem Luftauslass (6) eingesetzt ist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ausbringen und/oder Abführen von Luft in und/oder aus einem Raum durch einen Luftauslass, wobei die Luft durch einen Luftführungskanal zu dem Luftauslass führbar ist sowie ein Verfahren hierzu.

Stand der Technik

Derartige Vorrichtungen sind bereits in vielfältiger Form und Ausgestaltung bekannt und gebräuchlich. Nur bspw. wird auf die DE 87 00 243 U1 verwiesen. Dort handelt es sich um ein Rundrohr, in welches ein Lüftungsgitter mit Lamellen eingesetzt ist.

Bisher werden diese Lüftungsgitter in der Regel durch Schraubmontage an den Lüftungskanälen befestigt. Besonders bei runden Wickelfalzrohren kommt es hier zu Verformungen, die das Aussehen des Lüftungskanals stark beeinträchtigen. Zumeist werden die Lüftungsgitter durch die Schrauben an den Schraublöchern sehr stark angezogen, wobei sich der Falz von dem Wickelfalzrohr in der Nähe des Schraubloches stark aufwölbt. Da zumindest vier, wenn nicht sogar mehr Schraublöcher vorgesehen sind, sehen diese Aufwölbungen an den Schraublöchern sehr unschön aus.

Ferner ist zu beobachten, dass speziell die Wickelfalzrohre beim Ausschneiden zum Lüftungsgitter auseinander driften. Die Befestigung der Lüftungsgitter über Schrauben in Schraublöchern ist daher nur unter grösster Kraftanstrengung möglich, da der Lüftungskanal am Ausschnitt zusammengedrückt werden muss. Diese Arbeit kann nur mit zwei Personen bewältigt werden.

Eine Verbesserung dahingehend stellt die DE 101 03 015 C1 dar, in welcher ein Verfahren zum Festlegen eines Luftauslasses an einem Luftführungskanal sowie eine Vorrichtung zum Ausbringen oder Abführen von Luft in oder aus einem Raum beschrieben wird. Hierbei wird ein Luftauslass in einen Luftführungskanal, hier ein Wickelfalzrundrohr, eingesetzt. Die Befestigung des Luftauslasses in dem Luftführungskanal erfolgt über ein Band, welches auf ein vom Luftauslass abstehendes Widerlager drückt. Die beiden Bandenden werden angezogen und miteinander verbunden.

Nachteilig hierbei ist jedoch weiterhin, dass ein Zusammenspannen der Wickelfalzrohre über Spanngurte oder sonstige Vorrichtungen sehr mühsam ist und oftmals die ursprüngliche Rundheit der Wickelfalzrohre nicht wieder hergestellt werden kann. Somit ist zum einen die Montage solcher Luftauslässe kompliziert und aufwendig und zudem leidet die ästhetische Ausgestaltung der Vorrichtung darunter.

Aufgabe

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zu schaffen, welche die o. g. Nachteile beseitigt und den Einbau von Luftauslässen insbesondere in Wickelfalzrohren erleichtert und schneller und sicherer vonstatten gehen lässt. Weiterhin soll die ästhetische Ausgestaltung der gesamten Vorrichtung gewährleistet werden.

Lösung der Aufgabe

Zur Lösung der Aufgabe führt, dass der Luftführungskanal zumindest einen Wickelfalzrohrabschnitt aufweist, in welchen ein Glattrohrabschnitt mit dem Luftauslass eingesetzt ist.

Dieser Glattrohrabschnitt macht den Einsatz eines Luftauslasses sehr viel einfacher und unkomplizierter, da ein Aufschneiden bzw. ein Aufflexen des Wickelfalzrohres selbst nicht mehr notwendig ist. Stattdessen wird der Luftauslass in den Glattrohrabschnitt eingesetzt. Dieser Glattrohrabschnitt wird dann mit seinen jeweiligen Enden in Wickelfalzrohrabschnitte eingesteckt.

Zur weiteren Abdichtung eines Inneren des Luftführungskanals kann zwischen dem Ende des Glattrohrabschnittes und dem Endabschnitt des Wickelfalzrohrabschnittes eine Gummilippendichtung vorgesehen sein. Jedoch können das Ende des Glattrohrabschnittes und der Endabschnitt des Wickelfalzrohrabschnittes auch direkt aufeinander liegen.

Weiterhin wird bevorzugt, dass der Glattrohrabschnitt lediglich in den Wickelfalzrohrabschnitt eingeschoben wird. Dabei kommt der Endabschnitt des Wickelfalzrohrabschnittes an einer Ringnut des Glattrohrabschnittes zu liegen. Es ist jedoch auch denkbar, eine Rasteinrichtung od. dgl. zwischen beiden Rohrabschnitten vorzusehen.

Weiterhin ist denkbar, den im Querschnitt runden Luftführungskanal bspw. rechteckig oder oval auszubilden, wobei dann selbstverständlich der Wickelfalzrohrabschnitt bzw. der Glattrohrabschnitt entsprechend ausgebildet sein müssen.

Diese unterschiedlichen Möglichkeiten und Ausgestaltungen einer Abdichtung zwischen beiden Rohren, die unterschiedlichen Möglichkeiten der Verbindung des Wickelfalzrohrabschnittes mit dem Glattrohrabschnitt sowie die unterschiedlichen Möglichkeiten der Ausgestaltung des Luftführungskanals sollen ebenfalls von der vorliegenden Erfindung umfasst sein.

Bei dem vorliegenden Auslass, welcher in den Glattrohrabschnitt eingesetzt ist, handelt es sich bevorzugt um einen Luftauslass. Dies ist jedoch für die vorliegende Erfindung von untergeordneter Bedeutung. So können jegliche Arten von Luftauslässen, wie bspw. Gitterauslass, Drallauslass od. dgl., für die vorliegende Erfindung vorgesehen werden.

Weiterhin wird Schutz für ein Verfahren zur Herstellung der oben genannten Vorrichtung begehrt, bei welchem der Luftführungskanal zumindest teilweise als Rohrabschnitt im Wickelfalzverfahren hergestellt, der Luftauslass in eine aus einem Glattrohrabschnitt eingeformte Öffnung eingesteckt und dieser Glattrohrabschnitt in einen Endabschnitt des Rohrabschnittes eingesteckt wird.

Um das Einsetzen des Glattrohrabschnittes in den im Wickelfalzverfahren herstellten Rohrabschnitt zu erleichtern, wird dieser zuvor beschnitten.

Mit der vorliegenden Erfindung ist die Möglichkeit geschaffen worden, den Einbau von Luftauslässen insbesondere in Wickelfalzrohren zu erleichtern und schneller und sicherer vonstatten gehen zu lassen.

Da der Luftauslass ferner nunmehr direkt in den Glattrohrabschnitt und erst anschliessend zusammen mit dem Glattrohrabschnitt in den Wickelfalzrohrabschnitt eingesetzt wird, entstehen bei der Montage des Ganzen keine unebenen Ränder durch Wickelfalzrillen. Dadurch wird das ästhetische Aussehen der Vorrichtung nicht beeinträchtigt.

Figurenbeschreibung

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in

1 eine Draufsicht auf eine Vorrichtung zum Ausbringen und/oder Abführen von Luft gemäss der vorliegenden Erfindung;

2 einen Querschnitt durch die Vorrichtung gemäss 1 entlang der Linie II-II;

3 einen vergrössert dargestellten Teilbereich des in 1 mit einem Kreis markierten Bereiches der Vorrichtung;

4 einen vergrössert dargestellten Teilbereich des in 1 mit einem Kreis markierten Bereiches der Vorrichtung in einer anderen Ausführungsform.

Gemäss den 1 und 2 ist ein Luftführungskanal 1 als Rundrohr 2 ausgebildet, wobei dieses Rundrohr 2 Wickelfalzrohrabschnitte 3 und 4 aufweist, zwischen welche ein Glattrohrabschnitt 5 eingesetzt ist.

In dem Glattrohrabschnitt 5 ist eine nicht näher gezeigte Öffnung vorgesehen, in welche ein Luftauslass 6 eingesetzt ist.

Der Luftauslass 6 ist mit mehreren parallel zueinander angeordneten Schlitzen 7 versehen, in welche Lagerplättchen 8 eingesetzt sind. Diese Lagerplättchen 8 halten Luftlenklamellen 9, welche um eine Drehachse 10 drehbar sind.

Die Funktionsweise der vorliegenden Erfindung ist folgende:

Der Luftauslass 6 wird in die nicht näher gezeigte Öffnung des Glattrohrabschnittes 5 eingesetzt. Anschliessend wird der Glattrohrabschnitt 5zusammen mit dem Luftauslass 6 an seinen Enden 11 und 12 jeweils in einen Endabschnitt 13 bzw. 14 der Wickelfalzrohrabschnitte 3 bzw. 4 eingesetzt, wobei die Anordnung des Glattrohrabschnittes 5 in den Wickelfalzrohrabschnitten 3 und 4 in den 3 bzw. 4 vergrössert und damit deutlicher dargestellt ist.

Um den Einsatz des Glattrohrabschnittes 5 in den Wickelfalzrohrabschnitten 3 und 4 zu begrenzen, sind die Enden 11 und 12 des Glattrohrabschnittes 5 jeweils mit einer Ringnut 16 ausgebildet. Nach dem Einsatz der Enden 11 und 12 des Glattrohrabschnittes 5 in den Endabschnitten 13 bzw. 14 der Wickelfalzrohrabschnitte 3 bzw. 4 kommen letztere an der Ringnut 16 des Wickelfalzrohrabschnittes 5 zu liegen. Ein weiterer Einschub des Glattrohrabschnittes 5 in den Wickelfalzrohrabschnitten 3 bzw. 4 wird somit verhindert.

Das Ausführungsbeispiel nach 4 unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel nach 3 lediglich dadurch, dass zur weiteren Abdichtung eines Inneren des Luftführungskanals 1 zwischen dem Ende 11.1 des Glattrohrabschnittes 5.1 und dem Endabschnitt 13.1 des Wickelfalzrohrabschnittes 3.1 eine Gummilippendichtung 15 angeordnet ist.

Bezugszeichenliste


Anspruch[de]
Vorrichtung zum Ausbringen und/oder Abführen von Luft in und/oder aus einem Raum durch einen Luftauslass (6), wobei die Luft durch einen Luftführungskanal (1) zu dem Luftauslass (6) führbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftführungskanal (1) zumindest einen Wickelfalzrohrabschnitt (3, 3.1, 4) aufweist, in welchen ein Glattrohrabschnitt (5, 5.1) mit dem Luftauslass (6) eingesetzt ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ende (11, 11.1, 12) des Glattrohrabschnittes (5, 5.1) in einen Endabschnitt (13, 13.1, 14) des Wickelfalzrohrabschnittes (3, 3.1, 4) eingesetzt ist. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Ende (11.1) des Glattrohrabschnittes (5.1) und des Endabschnittes (13.1) des Wickelfalzrohrabschnittes (3.1) eine Gummilippendichtung einsetzbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Endabschnitt (13, 13.1, 14) des Wickelfalzrohrabschnittes (3, 3.1, 4) an einer Ringnut (16) des Glattrohrabschnittes (5, 5.1) anliegt. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Glattrohrabschnitt (5, 5.1) mit einer Öffnung versehen ist, in welche der Luftauslass (6) eingesetzt ist. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftauslass (6) mit zumindest einem Schlitz (7) versehen ist, in welchen zumindest ein Lagerplättchen (8) eingesetzt ist. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Lagerplättchen (8) zumindest eine Luftlenklamelle (9) hält, welche um eine Drehachse (10) drehbar ist. Verfahren zum Herstellen einer Vorrichtung zum Ausbringen und/oder Abführen von Luft in und/oder aus einem Raum durch einen Luftauslass (6), wobei die Luft durch einen Luftführungskanal (1) zu dem Luftauslass (6) geführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftführungskanal (1) zumindest teilweise als Rohrabschnitt (3, 3.1, 4) im Wickelfalzverfahren hergestellt, der Luftauslass (6) in einer aus einem Glattrohrabschnitt (5, 5.1) eingeformte Öffnung eingesetzt und dieser Glattrohrabschnitt (5.1) in einen Endabschnitt (13, 13.1, 14) des Rohrabschnittes (3, 3.1, 4) eingesteckt wird. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Endabschnitt (13, 13.1, 14) vor dem Einstecken des Glattrohrabschnittes (5, 5.1) beschnitten wird.






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