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Dokumentenidentifikation DE102006028117A1 20.12.2007
Titel Bild- und Informationsträger
Anmelder Götz, Anja, Dipl.-Des., 51105 Köln, DE
Erfinder Götz, Anja, Dipl.-Des., 51105 Köln, DE
DE-Anmeldedatum 15.06.2006
DE-Aktenzeichen 102006028117
Offenlegungstag 20.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.12.2007
IPC-Hauptklasse G09F 3/02(2006.01)A, F, I, 20060615, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G09F 1/00(2006.01)A, L, I, 20060615, B, H, DE   B32B 33/00(2006.01)A, L, I, 20060615, B, H, DE   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Bild- und Informationsträger mit einer oder mehreren informationstragenden Folie/n und einer oder mehreren Silikonschichtlen sowie die Herstellung desselben.

Stand der Technik

Bild- und Informationsträger, insbesondere aus Papier, Kunststoff oder Textil wie beispielsweise das Plakat, der Leuchtkasten oder das Banner sind bekannt. Der Nachteil dieser herkömmlichen Bild- und Informationsträger, welche häufig in den Bereichen Werbung, Design und Kunst verwendet werden, besteht darin, dass sie nicht selbsthaftend sind und deshalb i.d.R. nur mit Hilfe von zusätzlichem Klebematerial oder einer Aufhängung positioniert werden können. Die einseitig mit Klebemittel beschichtete Selbstklebefolie, welche z.B. für die Plottertechnik verwendet wird, ist zwar selbsthaftend, kann aber nach einmaliger Montage nicht wieder benutzt werden und hinterlässt genau wie die oben erwähnten Klebematerialien immer Rückstände. Die Probleme im Einzelnen sind derzeit die, dass die Klebebefestigungen sehr häufig nicht halten, oder der Benutzer die Reste des Haftmittels nur unter Anwendung von scharten Gegenständen bzw. Chemikalien entfernen kann, wobei oftmals die Untergründe wie beispielsweise Wand, Fenster und Spiegel darunter leiden oder beschädigt werden. Die Möglichkeit, den Bild- und Informationsträger mit Hilfe einer Vorrichtung, wie beispielsweise einem montierten Kunststoffrahmen zu befestigen, schränkt die Flexibilität hinsichtlich des Bildformates und der Bildposition ein. Überdies entstehen durch die Entfernung einer solchen Vorrichtung häufig Schäden an dem entsprechenden Untergrund wie z.B. Wand oder Decke. Bei dem herkömmlichen illuminierten Bildträger zeigt sich derzeit das Problem, dass die Hersteller von kleinformatigen Leuchtkästen auf die einmalige Beklebung der Bild- und Textfläche setzen, wodurch der Einsatz dieser Objekte an Flexibilität verliert. Darüber hinaus sind viele der benannten Bild- und Informationsträger nur begrenzt temperatur- und feuchtigkeitsbeständig sowie stoß- und reißfest.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Bild- bzw. Informationsträger anzugeben, welcher einfach in der Herstellung, vielseitig verwendbar und gebrauchsvorteilhaft ist.

Der erfindungsgemäße Bild- und Informationsträger, welcher im Folgenden in jeder beliebigen Zusammensetzung auch als Silikonfolie bezeichnet wird, hat vor allem den Vorteil, dass er selbsthaftend ist. Darüber hinaus ergeben sich in vielerlei Gebieten, insbesondere in den Bereichen Werbung, Design und Kunst, weitere gebrauchsvorteilhafte Einsatzmöglichkeiten.

Die Silikonfolie kann aus einer oder mehreren informationstragenden Folie/n und einer oder mehreren Silikonschicht/en zusammengesetzt sein. Eine Folie kann im Rahmen der vorliegenden Erfindung aus beliebigen Material, vorzugsweise aus Papier, Kunst- oder Naturstoff, Textil oder auch aus einer Mischung dieser Materialien, bestehen. Papier kann beispielsweise ein Papier oder Karton in matt, glänzend oder glatt, holzfrei, holzhaltig oder recycled sein. Als Naturstoff kann z.B. Furnier aus Holz, Gewebe aus Bambus oder Bast sowie andere Strukturen aus Pflanzenfasern benutzt werden. Die Folie aus Kunststoff besteht beispielsweise aus PVC, Latex, Polyäthylen, Acryl oder ähnlichen Stoffen. Als Textil kann man z.B. Wolle, Leinen, Filz oder Textilglas aber auch Polyester, Lurex oder Viskose verwenden. Dabei bleibt in jedem Fall die Art, Beschaffenheit, Form, Größe, Farbe sowie Einschlüsse der Folie beliebig.

Eine informationstragende Folie, welche durch ihre bloße Beschaffenheit oder durch eine schwarz-weiße bzw. farbige Abbildung, insbesondere Bild, Photo, Muster und/oder Text in beliebigen Techniken wie beispielsweise Druck, Beschriftung, Zeichnung oder Malerei, vorzugsweise mittels UV-beständiger Farben, eine inhaltliche oder gestalterische Aussage macht. Die gestalterische Aussage ist hier an die Definition der Kunst- und Designbranche angelehnt, bei der eine bewusst eingesetzte Oberflächenfarbe oder Materialstruktur eine Information enthält und somit ein informationstragendes Element ist. Wird also beispielsweise eine Folie alleine durch ihre Beschaffenheit, Farbe oder Struktur als Gestaltungselement eingesetzt, so ist sie ebenso eine informationstragende Folie. Dies ist z.B. der Fall, wenn eine Silikonfolie mit einer transluzenten, farbigen oder strukturellen Folie gefertigt wird, um als dekorativer oder funktionaler Raumteiler bzw. Blickschutz zu dienen. Hinzu kommt, dass manche, in die Zusammensetzung der Silikonfolie integrierte Folien, wie beispielsweise eine Auf- und Rückprojektionsfolie oder eine Transparent-Spiegelfolie, nicht nur durch ihre offensichtliche Beschaffenheit sondern auch durch ihre Funktionalität als Effekt- und Projektionsfläche gestalterische und inhaltliche Informationen tragen.

Das Silikon kann auf eine informationstragende Folie aufgebracht werden, um diese teil- oder ganzflächig zu beschichten oder vollständig zu ummanteln. Die so genannte Silikonschicht kann aber auch aus einem getrennt gefertigten und bereits gehärteten Silikon bestehen. Die Anzahl der Komponenten, die Art und Farbe des jeweiligen Silikons ist beliebig. Ebenso beliebig ist die Stärke, Größe, Oberflächenbeschaffenheit sowie die zwei- oder dreidimensionale Form der Silikonschicht. Der flüssigen Silikonmasse können ein kompatibler Stoff oder mehrere kompatible Stoffe beliebiger Art und Farbe wie z.B. Pigmente beigemengt werden. Pigmente können beispielsweise organische und anorganische High Performance Pigmente, farbige, transluzente, fluoreszierende oder vergilbungsstabile, ein oder mehrschichtige, hitzereflektierende oder leitfähige sowie duftstoffhaltige Pigmente mit Glanz- Glitzer- oder Interferenzeffekten in beliebiger Teilchengröße und Konsistenz sein. Auch andere Materialelemente wie beispielsweise eingefärbtes Glas- und Kunststoffgranulat oder Materialien wie beispielsweise Magnete können je nach Anwendungszweck in das Silikon eingegossen oder nachträglich mittels Klebstoff auf dieses aufgebracht werden. Die Silikonschicht kann, dem gestalterischen oder technischen Verwendungszweck entsprechend, mit weiteren Silikonen, wie beispielsweise Fluorosilikon, oder anderen Schichtmaterialien, wie beispielsweise Latex, beschichtet werden. Des Weiteren ist es möglich, die Silikonschicht mit Materialien wie z.B. Metall oder Kunststoff haftend oder innig zu verbinden. Dies kann mit oder ohne Zuhilfenahme von Additiven und Vorbehandlungen, vorzugsweise Silikonklebstoffe, Silikon-Primer oder Beschichtungsstoffe, wie beispielsweise Polyurethan oder Polyamid, geschehen.

In vielen Fällen ist die besondere Struktur des Silikons ein markantes Merkmal des erfindungsgemäßen Bild- und Informationsträgers. Während des Herstellungsverfahrens bilden sich je nach Beschaffenheit des Silikons Bläschen oder auch kleine Luftkammern, welche ggf. als gestalterisches Stilelement eingesetzt werden können. Es verleiht der informationstragenden Folie eine markante Struktur und kann u.U. die entsprechende Abbildung dreidimensional erscheinen lassen. Es ist aber ebenso möglich, den Effekt der Bläschenbildung mittels einer Vakuumpumpe stark zu vermindern oder ganz zu beseitigen, um so eine homogene Silikonfläche zu erzeugen.

Die mit dem Silikon beschichtete informationstragende Folie kann je nach Verwendungszweck vollflächig aber auch nur partiell, regelmäßig oder unregelmäßig als eine Schicht oder in mehreren Schichten angeordnet sein. Generell ist es möglich, die informationstragende Folie teilweise oder ganzflächig mit einer oder mehreren Silikonschicht/en zu beschichten, zu ummanteln oder lediglich mit bereits gehärteten Silikonschichten haftend zu verbinden. Ob eine einseitige oder eine beidseitige Beschichtung vorgenommen wird, hängt von der Oberflächeneigenschaft und Stärke der Folie, nicht zuletzt jedoch vom jeweiligen Verwendungszweck derselben ab. Das vorteilhafte Merkmal der ummantelten Silikonfolie liegt darin, dass die innen liegende informationstragende Folie kraftschlüssig umschlossen ist, wodurch ein nahezu unlösbarer Verbund erreicht wird (2). Die haftende Verbindung der informationstragenden Folie mit einer oder mehreren bereits gehärteten Silikonschicht/en bietet andere Vorteile (3). Durch diesen, auf der haftenden Eigenschaft der Silikonoberfläche basierenden, immer wieder lösbaren Verbund, kann die informationstragende Folie je nach Bedarf ausgetauscht werden. Um in diesem Fall einen schnellen Wechsel der informationstragenden Folie zu ermöglichen, können wie in 3 veranschaulicht, beispielsweise die beiden außen liegenden Silikonschichten partiell innig miteinander verbunden sein. Auch die Stärke der Silikonschicht hängt sowohl von der Oberflächeneigenschaft der informationstragenden Folie, als auch vom jeweiligen Verwendungszweck des Bild- und Informationsträgers ab. Bestimmte Anwendungszwecke können eine dicke Beschichtung, andere wiederum eine dünne Beschichtung erfordern. Dabei ist zu beachten, dass die dünn beschichtete Folie leicht aufwickelbar und damit problemloser zu transportieren ist. Die dick beschichtete Folie ist hingegen sehr formstabil.

Das Material der erfindungsgemäßen Silikonfolie hat vor allem den Vorteil, dass es durch die teil- oder ganzflächig planebene Silikonschicht an Glas, Metall, Keramik, Kunststoff und sonstigen glatten Flächen haftet. Die Silikonfolie ist über ihre ein- oder beidseitig selbsthaftende Eigenschaft hinaus, je nach Umfang der Silikonbeschichtung, ganz oder teilweise wasserresistent, knickfest und stoßunempfindlich. Die mit Silikon ummantelte informationstragende Folie ist im Allgemeinen sehr wärme- sowie kältebeständig und eignet sich daher gut zur Verwendung bei extremen Temperaturen und feuchter Umgebung. Sie weist ferner eine sehr hohe Zähigkeit und Flexibilität auf. Aus diesen Eigenschaften ergeben sich vielseitige Einsatzmöglichkeiten. Die informationstragende Folie kann vor der Beschichtung, Ummantelung oder haftenden Verbindung mit Informations- und Gestaltungselementen wie beispielsweise Bildern und Worten, sprich mit Hinweisen, Werbebotschaften, Comics, Piktogrammen, Illustrationen, Kunstdrucken aber auch mit Mustern und Photographien bedruckt, bemalt oder beschriftet werden. Über die genannten Gestaltungstechniken hinaus, können weitere beliebige Techniken wie z.B. Nähen, Kratzen, Sticken oder Materialelemente wie beispielsweise Glassteine eingesetzt werden, um die informationstragende Folie, aber später auch die gefertigte Silikonfolie zu gestalten.

Im Bereich der Werbung ermöglicht dies ein flexibel positionierbares Werbemittel. Im Gegensatz zur Plottertechnik (Klebefolie) kann die Silikonfolie je nach Zusammensetzung ein- oder beidseitig und vor allem ohne Rückstände immer wieder problemlos angebracht und abgenommen werden. Darüber hinaus benötigt sie, anders als das herkömmliche Plakat keine Klebemittel und ist aufgrund ihrer Transparenz sowohl bei durchsichtigen, als auch bei blickdichten Flächen einsetzbar. Bei vorübergehender Beschilderung können beispielsweise entsprechend formatierte Silikonfolien als ein variables und leicht änderbares Leitsystem oder Warnsignal eingesetzt werden. Ein selbsthaftendes Bild mit integriertem Firmenlogo kann z.B. ein sehr werbewirksames Kundengeschenk darstellen. Aber auch in Form eines kleinen Gebrauchsgegenstandes mit Werbebotschaft, wie beispielsweise ein Schlüsselanhänger, bietet die erfindungsgemäße Bild- und Informationsträgertechnik vielfältige Anwendungsmöglichkeiten.

Im Kunst und Designbereich stellt die Silikonfolie einen reizvollen Bildträger dar, welcher durch seine außergewöhnliche und innovative Erscheinung als so genannter Eye-Catcher (Blickfang) funktioniert. Diese Wirkung verstärkt sich noch in der Kombination mit Licht, da sich dieses in der Struktur des Silikons widerspiegelt. Anders als bei den klassischen Leuchtkästen, welche direkt bedruckt oder mit Klebefolie bebildert werden, ist es mit Hilfe der Silikonfolien möglich, die Abbildungen eines Leuchtelementes beliebig oft zu wechseln. Durch ihre wasserresistente Eigenschaft kann die ummantelte Silikonfolie auch bei der Designgestaltung im Badezimmer oder Schwimmbad als Informations-, Bild- oder Musterträger eingesetzt werden. Die wasserdichte Eigenschaft der ummantelten Silikonfolie bietet darüber hinaus die Möglichkeit, schwimmende Dekorelemente in beliebiger Form und Farbe zu gestalten.

Durch das Eingießen eines kleinen Magnetes, wäre es z.B. möglich, Spielfiguren herzustellen, welche mit einem metallischen Gegenstand aus dem Wasser geangelt werden können. Da die Silikonfolie an vielerlei Materialien haftet, abwaschbar und sehr stabil ist, können vor allem kleinformatige Folien mit Bildern, Worten oder in Form von Figuren der Spielzeugindustrie noch viele weitere Möglichkeiten bieten. Natürlich gibt es mit Lern- und Spielmaterialien aus Silikonfolie bei Kindern unter drei Jahren Einschränkungen.

Eine einseitig oder nur partiell beschichtete Silikonfolie kann ebenso als Aufkleber für einen zeitlich begrenzten Einsatz benutzt werden. Darüber hinaus kann die Silikonfolie mit einer integrierten Folie, beispielsweise aus hitzereflektierendem Material, als ein flexibel austauschbarer Sonnenschutz für die Auto- Rück- und Seitenfenster eingesetzt werden. So kann die erfindungsgemäße Silikonfolie, vorzugsweise an der Innenseite der Scheibe aufgeklebt, anders als die herkömmlichen Aufkleber und Schutzfolien, jederzeit unproblematisch, schnell und ohne Rückstände abgenommen werden.

Wenn die Zusammensetzung der Silikonfolie auf einen haftenden Verbund beruht, können beispielsweise beidseitig haftende Hinweis- und Türschilder entstehen, welche im beruflichen und privaten Bereich auf vielfältige Weise einsetzbar sind. Die temporäre Information kann aufgrund der wieder lösbaren Verbindung mit der entsprechenden informationstragenden Folie ausgetauscht werden und je nach Zeitpunkt auf eine Besprechung, Pause oder Vorführung hinweisen (3). Da die Silikonfolie sowohl an Flip-Charts, Türen, Fenstern oder Tafeln haftet, kann diese darüber hinaus als flexibles Präsentationsmedium benutzt werden. Die Technik ist aber auch für Merkzettel anwendbar. Hier kann die informationstragende Folie u.U. eine handschriftliche Notiz sein, welche mit Hilfe der Silikonschichten unmittelbar fixiert wird. Der bekannte Post-it-Notizzettel, welcher mit einem schmalen, haftenden Klebestreifen versehen ist, hat den Nachteil, dass er aufgrund der kleinen Haftfläche nach kurzer Zeit vom Untergrund absteht und somit schwer leserlich ist. Darüber hinaus verliert er nach mehrmaliger Benutzung seine Hafteigenschaft. Die Silikonfolie mit der innen liegenden und austauschbaren Notiz hingegen, haftet ganzflächig und auch nach mehrmaliger Positionierung. Die Funktion als variables Hinweis- und Türschild oder persönlicher Notizzettel kann aber nicht nur im beruflichen und privaten, sondern auch im pädagogischen oder therapeutischen Bereich zum Einsatz kommen. In elementarpädagogischen Einrichtungen können flexibel austauschbare Bildbotschaften beispielsweise als temporäre und Entwicklungsbedingte Orientierungshilfe für Kinder eingesetzt werden. Eine austauschbare und individuelle Erinnerungsstütze oder Instruktion kann ebenso in Bereichen der Gerontologie oder Psychiatrie als therapeutisches Instrument verwendet werden.

Entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung, kann die Silikonfolie nicht nur als haftender Bild- und Informationsträger, sondern auch in anderen Positionen, vorzugsweise hängend, zum Einsatz kommen. Die erfindungsgemäße Silikonfolie wird hierzu mit Halterungen wie beispielsweise Haken, Ringen oder U-Profilleisten, insbesondere aus Kunststoff oder Metall, verbunden. Durch die Verwendung eines speziellen Silikonklebers, der Silikon mit Kunststoff, Metall oder ähnlichen Materialien verbindet, ist ein sicheres Zusammenhalten von Silikonfolie und Halterung gewährleistet. Darüber hinaus gibt es noch weitere Verbindungsmaterialien wie beispielsweise die Lochverstärkung mittels Ösen aus Metall oder Kunststoff. Durch die Kombination mit einer Halterung ergeben sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten der erfindungsgemäßen Silikonfolie, welche im Vergleich zu den Materialien der herkömmlichen Bild- und Informationsträger in mehreren Bereichen Gebrauchsvorteile aufweist.

In großen Formaten kann die hängende Silikonfolie als transparenter oder blickdichter und je nach Geschmack als einfarbig, mit Dekormuster oder privaten Photomotiven gestalteter Raumteiler oder Vorhang fungieren. Hier ist auch eine Verbindung von mehreren kleinformatigen Silikonfolien, beispielsweise mittels Metall- oder Kunststoffringen, denkbar. Anders als die textilen Raumteiler, ist vor allem die ummantelte Silikonfolie stoßunempfindlich, reißfest und abwaschbar. In Lamellenform bietet diese Technik die Möglichkeit einer Türverhängung. Der Vorteil gegenüber einfacher Kunststofffolien besteht darin, dass die Silikonfolie keine scharfen Kanten aufweist und aufgrund ihres Gewichtes auch bei starkem Luftzug formstabil in der gewünschten Position hängt, jedoch trotzdem leicht und flexibel zu bewegen ist. So kann die Silikonfolie, beispielsweise in der Nahrungsmittelbranche, als abwaschbares Trennelement bzw. als Türverhängung und gleichzeitig als Werbeträger genutzt werden. Diese oder ähnliche Formen der erfindungsgemäßen Silikonfolie sind sowohl für große Werbeflächen, Messeauftritte, Design- und Kunstobjekte als auch für den privaten Raumdekor geeignet.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Silikonfolie liegt darin, dass diese zu einem dreidimensionalen Bild- und Informationsträger zusammengefügt werden kann. Gemäß der aufgezeigten Erfindung können ein Element oder mehrere Elemente aus Silikonfolie mittels Verbindungsmaterialien zu einer beliebigen runden, amorphen oder geometrischen Form geformt und/oder zusammengefügt werden (4/5). Verbindungsmaterial kann eine der erwähnten Halterungen, Silikonklebstoffe aber auch eine beliebige Schnur, vorzugsweise aus Nylon, sein.

Darüber hinaus ist es technisch möglich, die aufgezeigte Zusammensetzung der erfindungsgemäßen Silikonfolie durch ein weiteres Fertigungsverfahren, vorzugsweise Gießen mittels einer Kernguss- oder Hohlgussform, als ein dreidimensionales Objekt am Stück herzustellen (6). Diese Methode hat den Vorteil, dass keine Naht oder Nut am Objekt entsteht. Bei der Wahl des entsprechenden Verfahrens für die Herstellung eines dreidimensionalen Objektes aus Silikonfolie, sind zum einen der Verwendungszweck und zum anderen der Kostenfaktor ausschlaggebend.

Es ist ebenso möglich, die Silikonfolie z.B. mittels Klebstoff, Silikon-Primer oder Beschichtung auf ein bestehendes dreidimensionales Objekt, insbesondere aus Metall oder Kunststoff, ergänzend oder erweiternd zu schichten bzw. aufzuformen. Diese Technik bietet sich vor allem bei transparenten Objekten, wie z.B. Leuchtobjekte aus Plexiglas, an.

Der Bild- und Informationsträger aus Silikonfolie bietet, unabhängig vom jeweiligen Herstellungsverfahren, auch in der dreidimensionalen Form eine Vielzahl von Verwendungsmöglichkeiten. Vorzugsweise in den Bereichen Werbung, Design und Kunst können mit der erfindungsgemäßen Silikonfolie und deren Herstellungsverfahren Objekte wie z.B. Säulen, Lampen, Taschen oder Vasen entstehen.

Der erfindungsgemäße Bild- und Informationsträger aus Silikonfolie kann in den verschiedenen Ausgestaltungen nicht nur als eigenständiges Produkt, sondern auch als eine Ergänzung oder Erweiterung von Produkten aus beliebigem Material eingesetzt werden. Es ist möglich, die Silikonfolie in beliebiger Form und Ausgestaltung mittels Klebe und/oder Verbindungsmaterialien an und auf Gebrauchs- oder Dekorgegenständen zu montieren oder in diese einzuarbeiten. Die Silikonfolie wird in Kombination mit Gegenständen, wie beispielsweise Schuhe, Taschen oder Duschvorhänge, zu einem produktintegrierten oder produktergänzenden Bild- und Informationsträger.

Herstellungsverfahren

Zur Herstellung der erfindungsgemäßen teil- oder ganzflächigen, planebenen Silikonfolie werden auf einem festen, wasserdichten und glatten Untergrund, vorzugsweise aus Kunststoff, Leisten in Form eines abdichtenden Rahmens montiert. Die Leisten bestehen i.d.R. aus dem gleichen Material wie die Fläche selbst. Bei amorphen Formgebungen wird für die Leisten ein biegbares Material benutzt, welches die gleichen Eigenschaften aufweist. Falls keine durchgängige, sondern eine partielle bzw. unebene Beschichtung erwünscht ist, werden die entsprechenden Aussparungen beispielsweise mit Hilfe von Formen, ebenfalls aus einem wasserdichten und glatten Material, auf den Untergrund montiert. Genauso ist es aber möglich, Vertiefungen und Negativformen, beispielsweise durch Gravur oder Fräsung, in den Untergrund einzuarbeiten. Der Rahmen ist einige Zentimeter größer als das Format der entsprechenden informationstragenden Folie und ggf. mit Markierungen für die Positionierung derselben versehen. Die Höhe der Rahmenleisten ergibt sich aus der Materialstärke der zu produzierenden Silikonfolie. Die, für die erste Silikonschicht benötigte Masse, berechnet sich ebenfalls auf der Grundlage des geplanten Formats und der vorgesehenen Stärke der Silikonschicht. Die Beschichtung der informationstragenden Folie, welche ggf. vorher mit beliebigen Gestaltungstechniken bearbeitet wurde, wird in mehreren Arbeitsschritten ausgeführt. Dem Silikon, vorzugsweise ein Zwei-Komponenten-Silikon für den Formenbau, können vor dem Gießen ggf. kompatible Stoffe oder Materialelemente beigemengt werden. Ist die Aufbringung einer homogenen Schicht erwünscht, werden die Luftblasen beispielsweise mit Hilfe einer Vakuumpumpe aus dem Silikon entfernt. Wird hingegen eine Strukturbildung bevorzugt, kann die Silikonmasse direkt nach der Aufbringung eines Trennmittels, vorzugsweise eine tensidhaltige Substanz, in den Rahmen gefüllt werden. Auf die gleichmäßig verteilte und zähflüssig gewordene Silikonmasse, wird die informationstragende Folie aufgebracht. Bei einer einseitigen Beschichtung kann, je nach Materialeigenschaft der informationstragenden Folie, ein Zusammenfügen mit Hilfe eines Verbindungsmittels, vorzugsweise Silikonkleber, nach der Aushärtung des Silikons sinnvoll sein. Bei einer beidseitigen Beschichtung wird direkt nach der Positionierung der informationstragenden Folie der bestehende Haftkontakt von Silikonschicht und informationstragender Folie durch eine wertere Silikonschicht ergänzt. Eine abschließende Silikonschicht hat den Vorteil, dass sie die informationstragende Folie ummantelt und damit versiegelt. Hierdurch wird ein nahezu unlösbarer Verbund erreicht. Die Silikonfolie wird vervollständigt, indem sie aus dem Rahmen gelöst, nach Bedarf beschnitten und ggf. mit diversen Gestaltungs- und Drucktechniken sowie Materialelementen inhaltlich und formal ergänzt wird. Je nach Verwendungszweck ist es aber auch möglich, die gefertigte Silikonfolie mit anderen Silikonen wie z.B. Fluorosilikon oder Schichtmaterialien wie z.B. Polyurethanlack zu verbinden. Die Verbindung mit weiteren Materialien wie beispielsweise Metall oder Kunststoff kann mittels Additiven und Vorbehandlungen, insbesondere Silikon-Primer, Silikonklebstoff, oder auch durch eine beliebige Beschichtung, wie z.B. eine Polymerbeschichtung, zu Stande kommen.

Ein Herstellungsverfahren für dreidimensionale Formen basiert auf einer Weiterverarbeitung der gefertigten, teil- oder ganzflächigen, planebenen Silikonfolie. Hier werden mehreren Elementen der erfindungsgemäßen Silikonfolie durch Verbindungsmaterialien, vorzugsweise an den Kanten, zu einer dreidimensionalen Form zusammengefügt (4). Es ist aber auch möglich, dass ein einzelnes Element aus Silikonfolie gebogen bzw. geformt und an seinen Kanten miteinander verbunden wird (5).

Die erfindungsgemäße Silikonfolie in dreidimensionaler Form basiert auf den oben beschriebenen Zusammensetzungen und stellt ein weiteres Herstellungsverfahren der Silikonfolie dar. Die benötigte Gießform ist aus einem wasserdichten und glatten Material, wie beispielsweise Metall, Kunststoff oder lackierter Gips. Ein Kernguss, bei welchem die Modellform ausgespart ist, eignet sich besonders zur Erstellung dieses dreidimensionalen Objektes aus Silikonfolie. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Innenwand eines Hohlgusses oder die Außenwand eines Rohlings als formgebende Oberfläche mit Silikon zu beschichten. Nachdem ein Trennmittel aufgebracht, die Silikonmasse eingefüllt bzw. aufgestrichen und ausgehärtet ist, wird das Silikonobjekt, welches eine Silikonschicht der erfindungsgemäßen Silikonfolie darstellt, aus der Form genommen und durch ein Verbindungsmittel, vorzugsweise Silikonkleber, mit einer informationstragenden Folie oder entsprechenden Folienstücken verbunden. Abschließend kann diese Verbundschicht mit einer Oberflächenbeschichtung aus Silikon versehen und somit versiegelt werden. Ebenso wie bei der Herstellung der teil- oder ganzflächigen, planebenen Silikonfolie ist es auch bei der dreidimensional geformten Silikonfolie möglich, diese beliebig zu gestalten oder mit Hilfe von Klebstoff, Silikon-Primer oder Beschichtung mit weiteren Materialien zu verbinden.

Die Silikonfolie kann durch ein weiteres Verfahren auch auf ein bestehendes Objekt, beispielsweise aus Silikon, Metall oder Kunststoff, ggf. mit Hilfe der genannten Verbindungsmittel teil- oder ganzflächig geschichtet oder aufgeformt werden. Hier kann statt des Rohlings, das Objekt selbst die Modellform darstellen. Der Unterschied zur Modellform besteht darin, dass die erfindungsgemäße Silikonfolie mit dem entsprechenden Objekt haftend oder innig verbunden ist und somit dieses ergänzt oder erweitert.

Nachfolgend wird die erfindungsgemäße Zusammensetzung anhand der Zeichnungen weiter erläutert. Dabei sind die Ausführungsbeispiele in keiner Weise als Einschränkung der Erfindung zu verstehen. Im Einzelnen zeigen die schematischen Darstellungen in:

1 eine Schräg-Aufsicht auf eine Zusammensetzung aus einer teilflächigen, unebenen Silikonschicht (1), einer nur teilweise bedeckten, informationstragenden Folie (2) und einer ganzflächigen, planebenen Silikonschicht (3), welche alle mit Hilfe eines Klebemittels einen innigen Verbund bilden.

2 eine Schräg-Aufsicht auf eine Zusammensetzung aus einer ganzflächigen, planebenen Silikonschicht (1), einer innen liegenden informationstragenden Folie (2) und einer abschließenden, ganzflächigen und planebenen Silikonschicht (3), wodurch die informationstragende Folie kraftschlüssig umschlossen und ummantelt ist.

3 eine Schräg-Aufsicht auf eine Zusammensetzung aus zwei gehärteten planebenen Silikonschichten (1) und (3), welche partiell, mit Hilfe eines Klebemittels (4), innig miteinander verbunden sind und mit der innen liegenden informationstragenden Folie (2) einen haftenden und wieder lösbaren Verbund bilden.

4 eine Schräg-Aufsicht auf eine Zusammensetzung aus drei planebenen Silikonfolien (a, b, c), welche jeweils aus zwei außen liegenden ganzflächigen, planebenen Silikonschichten (1) und (3) sowie einer innen liegenden, ummantelten und informationstragenden Folie (2) bestehen, an den Kanten, mit Hilfe eines Klebemittels (4), innig miteinander verbunden sind und somit ein dreidimensionales Objekt bilden.

5 eine Schräg-Aufsicht auf eine Zusammensetzung aus einer planebenen, ganzflächigen Silikonfolie, welche aus zwei außen liegenden Silikonschichten (1) und (3) sowie einer innen liegenden, ummantelten und informationstragenden Folie (2) besteht, zu einer Röhre gebogen und an zwei Kanten, mit Hilfe eines Klebemittels (4), innig verbunden ist.

6 einen Querschnitt einer Zusammensetzung aus einer dreidimensional gefertigten Silikonfolie, welche aus zwei außen liegenden Silikonschichten (1) und (3) sowie einer innen liegenden, ummantelten und informationstragenden Folie (2) besteht.


Anspruch[de]
Zusammensetzung umfassend eine oder mehrere informationstragende Folie/n und eine oder mehrere Silikonschicht/en. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die informationstragende Folie aus einem beliebigen Material, insbesondere Papier, Kunst- oder Naturstoff, Textil oder einer Mischung dieser Materialien, jeder Art, Beschaffenheit, Form, Größe, Farbe und Stärke besteht. Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die informationstragende Folie vollflächig aber auch nur partiell, regelmäßig oder unregelmäßig als eine Schicht oder in mehreren Schichten angeordnet ist. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die informationstragende Folie teil- oder vollflächig, auf einer oder beiden Seiten, schwarz-weiß und/oder farbig, mit beliebigen Informations- und Gestaltungselementen, insbesondere Bilder und Worte, in beliebigen Gestaltungstechniken, insbesondere Druck und Malerei, sowie mit beliebigen Materialelementen gestaltet ist. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die informationstragende Folie ohne Gestaltungselement, insbesondere durch ihre Beschaffenheit, Farbigkeit, Struktur oder Funktionalität, als inhaltliches, gestalterisches oder funktionales Element eingesetzt ist. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die informationstragende Folie teil- oder vollflächig, auf einer oder beiden Seite/n mit einem Silikon jeder Art, Beschaffenheit und Farbe beliebig stark beschichtet oder ummantelt und somit innig verbunden ist. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die informationstragende Folie teil- oder vollflächig, auf einer oder beiden Seiten mit einer oder mehreren gehärteten Silikonschicht/en beliebiger Stärke, Größe, Form und Oberflächenbeschaffenheit, aus einem beliebigen Silikon jeder Art, Beschaffenheit und Farbe durch ein beliebiges Klebe- und/oder Verbindungsmaterial, vorzugsweise Silikonkleber, teilweise oder komplett, innig verbunden ist. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die informationstragende Folie teil- oder vollflächig, auf einer oder beiden Seiten mit einer oder mehreren gehärteten Silikonschicht/en beliebiger Stärke, Größe, Form und Oberflächenbeschaffenheit, aus einem beliebigen Silikon jeder Art, Beschaffenheit und Farbe, haftend und wieder lösbar verbunden ist. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die informationstragende Folie teil- oder vollflächig mit mehreren, teilflächig, innig miteinander verbundenen und gehärteten Silikonschichten beliebiger Stärke, Größe, Form und Oberflächenbeschaffenheit, aus einem beliebigen Silikon jeder Art, Beschaffenheit und Farbe, haftend und wieder lösbar verbunden ist. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung mit oder ohne Zuhilfenahme von Klebe- und/oder Verbindungsmaterialien mit einer oder mehreren Silikonfolie/n in beliebiger Zusammensetzung haftend oder innig verbunden ist. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung mit oder ohne Zuhilfenahme von Klebe- und/oder Verbindungsmaterialien mit einer oder mehreren Schichten aus den gleichen und/oder anderen Schichtmaterialien haftend oder innig verbunden ist. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung mit oder ohne Zuhilfenahme von Additiven und Vorbehandlungen, mit einem beliebigen Material, insbesondere Silikon, Metall oder Kunststoff, jeder Art, Beschaffenheit, Form und Farbe, haftend oder innig verbunden ist. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung eine runde, amorphe oder geometrische, zweidimensionale Form beschreibt. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Silikon ein oder mehrere kompatible/r Stoff/e beliebiger Art und Farbe, insbesondere Pigmente, oder Materialelemente beliebiger Art, Beschaffenheit, Farbe und Größe, beigemischt sind. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung, mit weiteren, beliebigen Gestaltungs- und Drucktechniken und/oder Materialelementen gestalterisch ergänzt ist. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung mittels Klebe- und/oder Verbindungsmaterialien mit einer oder mehreren Halterung/en aus beliebigem Material, Format und beliebiger Farbe verbunden und somit in haftender, hängender, liegender oder stehender Position eingesetzt ist. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Zusammensetzungen mittels einer oder mehrerer Halterung/en aus beliebigem Material, Format und beliebiger Farbe, insbesondere Metall- oder Kunststoffringe, lose miteinander verbunden sind und somit ein mehrteiliges, zwei- oder dreidimensionales Objekt bilden. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere Zusammensetzung/en, vorzugsweise an den Kanten, mittels Klebe- und/oder Verbindungsmaterialien, insbesondere Silikonkleber, innig miteinander verbunden sind und so ein rundes, amorphes oder geometrisches, dreidimensionales Objekt bilden. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung durch ein beliebiges Fertigungsverfahren, vorzugsweise Gießen mittels einer Kernguss- oder Hohlgussform, ein einteiliges, dreidimensionales Objekt bildet. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung mit oder ohne Zuhilfenahme von Additiven, Vorbehandlungen sowie Klebe- und/oder Verbindungsmaterialien, teil- oder ganzflächig auf ein beliebiges zwei- oder dreidimensionales Objekt jeder Art, Beschaffenheit, Form und Farbe, haftend oder innig ergänzend oder erweiternd aufgeformt oder mit diesem teil- oder ganzflächig verbunden ist. Verfahren zur Herstellung der Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welches umfasst:

(a) Ggf. Gestaltung der informationstragenden Folie mittels beliebiger Gestaltungs- und Drucktechniken und/oder Materialelementen.

(b) Ggf. Anmischen der Silikonmasse.

(c) Ggf. Beimengen von kompatiblen Stoffen und/oder Materialelementen beliebiger Art, Beschaffenheit und Farbe.

(d) Ggf. Vermindern der Bläschenbildung in der Silikonmasse mit Hilfe einer Vakuumpumpe.

(e) Eingießen der Silikonmasse in einen formgebenden, abdichtenden Rahmen mit ggf. eingravierten bzw. eingefrästen Vertiefungen oder aufmontierten Formen aus wasserdichten und glatten Material.

(f) Anordnen einer oder mehrerer informationstragenden Folie/n auf die gleichmäßig verteilte und zähflüssig gewordene Silikonmasse. Oder, je nach Oberflächeneigenschaft, ggf. Zusammenfügen der informationstragenden Folie und der bereits gehärteten Silikonschicht mit Hilfe eines Verbindungsmittels.

(g) Erweiterung der bestehenden Verbundschicht (f) mit einer weiteren Silikonschicht, wodurch die innen liegende informationstragende Folie kraftschlüssig umschlossen und ein nahezu unlösbarer Verbund erreicht wird.

(h) Ggf. Ergänzung der Silikonfolie (f) und (g) mit weiteren Schichten aus den gleichen oder anderen beliebigen Schichtmaterialien.

(i) Ggf. Verbindung mit weiteren Materialien mittels Additive, Vorbehandlung oder Beschichtung.

(j) Entnehmen und Beschneiden der gefertigten Silikonfolie.

(k) Ggf. Weitergestaltung mittels beliebiger Gestaltungs- und Drucktechniken und/oder Materialelementen.
Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Silikonschicht nach den Herstellungsschritten (a)-(e) aus dem Rahmen genommen und als gehärtete Silikonschicht erfindungsgemäß eingesetzt wird. Verfahren nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere der erfindungsgemäßen Silikonfolie/n mittels Klebe- und/oder Verbindungsmaterialien, vorzugsweise an den Kanten, innig miteinander verbunden werden und so ein rundes, amorphes oder geometrisches, dreidimensionales Objekt bilden. Verfahren nach einem der Ansprüche 21-23, dadurch gekennzeichnet, dass die Formgebung der erfindungsgemäßen Silikonfolie durch ein beliebiges Fertigungsverfahren, vorzugsweise Gießen mittels einer Kernguss- oder Hohlgussform, vorgegeben und das geformte Silikonobjekt nach Entnahme aus der Modellform, mittels eines beliebigen Klebe- und/oder Verbindungsmittels, insbesondere Silikonkleber, mit der informationstragenden Folie und ggf. mit einer weiteren Silikonschicht verbunden wird und somit ein einteiliges sowie dreidimensionales Objekt bildet. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Formgebung durch ein bestehendes zwei- oder dreidimensionales Objekt aus beliebigen Material, insbesondere Silikon, Metall oder Kunststoff, vorgegeben und die erfindungsgemäße Zusammensetzung, mit oder ohne Zuhilfenahme von Additiven, Vorbehandlungen sowie Klebe- und/oder Verbindungsmaterialien, auf dieses Objekt geschichtet bzw. aufgeformt ist. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung mit oder ohne Zuhilfenahme von Additiven, Vorbehandlungen sowie Klebe- und/oder Verbindungsmaterialien, teil- oder ganzflächig an oder auf ein beliebiges zwei- oder dreidimensionales Objekt, insbesondere aus Silikon, Metall oder Kunststoff, jeder Art, Beschaffenheit, Form und Farbe, ergänzend oder erweiternd, montiert, eingearbeitet und mit diesem haftend oder innig verbunden ist. Zusammensetzung umfassend eine oder mehrere Silikonfolie/n in beliebiger Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1-20 und ein oder mehrere Verfahrensprodukt/e gemäß den Ansprüchen 21-26. Verwendung einer Silikonfolie in beliebiger Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1-20 und ein oder mehrere Verfahrensprodukte gemäß den Ansprüchen 21-26 beispielsweise als Werbeträger, Kunst- oder Designobjekt, Dekorations- oder Spielwarenprodukt, Beschilderungs- und Leitsystemträger, Präsentationsmedium, Haftmittel, Aufkleber, Folienträger, Projektions- oder Reflexionsfläche, didaktisches und therapeutisches Instrument oder als ein produktintegrierter bzw. produktergänzender Bild- und Informationsträger.






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