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Dokumentenidentifikation DE102006028373A1 20.12.2007
Titel Trennstelle zwischen zwei Teilelementen eines drehenden Werkzeugsystems
Anmelder KOMET GROUP Holding GmbH, 74354 Besigheim, DE
Erfinder Kruszynski, Jacek, 70190 Stuttgart, DE;
Kretzschmann, Uwe, 74321 Bietigheim-Bissingen, DE;
Spors, Benno, 71672 Marbach, DE;
Bierl, Wolfgang, 74363 Güglingen, DE
Vertreter Wolf & Lutz, 70193 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 19.06.2006
DE-Aktenzeichen 102006028373
Offenlegungstag 20.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.12.2007
IPC-Hauptklasse B23B 31/107(2006.01)A, F, I, 20060619, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf eine Trennstelle (14) zwischen zwei Teilelementen (10, 12) eines um eine Drehachse (16) drehenden Werkzeugsystems, insbesondere für den Einsatz in Werkzeugmaschinen. Die Trennstelle (14) umfasst eine an einem ersten Teilelement (10) angeordnete, zur Drehachse (16) koaxiale, zumindest teilweise konische Aufnahme (18), die von einer ringförmigen Stirnfläche (20) begrenzt ist. Das zweite Teilelement (12) trägt ein Kupplungsteil (22), das einen Kupplungszapfen (24) mit einer zur konischen Aufnahme (18) komplementären Kegelfläche (32) und eine zur ringförmigen Stirnfläche (20) weisende, in gekuppeltem Zustand gegen diese anliegende ringförmige Planfläche (26) aufweist. Über das freie Ende des Kupplungszapfens (24) steht ein Zugbolzen (36) axial über, der in gekuppeltem Zustand in einen sich an die Aufnahme (18) anschließenden Hohlraum (38) eingreift. Weiter sind von der Außenseite her betätigbare Spannmittel zum gegenseitigen Verspannen der Teilelemente (10, 12) vorgesehen, die zwei im ersten Teilelement (10) radial geführte, am Zugbolzen (36) angreifende Spannelemente (44', 44'') aufweisen und die in Wirkverbindung mit gemeinsamen Betätigungsmitteln (50) stehen, durch die sie zwischen einer Lösestellung und einer Spannstellung verstellbar sind. Erfindungsgemäß sind die Spannelemente mit Auswurfpartien (60) versehen, die mit mindestens einem drehend gelagerten Wälzkörper (62) bestückt sein können.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Trennstelle zwischen zwei Teilelementen eines um eine Drehachse drehenden Werkzeugsystems für den Einsatz in Werkzeugmaschinen, mit einer an einem ersten Teilelement angeordneten, zur Drehachse koaxialen, zumindest partiell konischen Aufnahme, die von einer ringförmigen Stirnfläche begrenzt ist, mit einer an einem zweiten Teilelement angeordneten Kupplungspartie, die einen Kupplungszapfen mit einer zur konischen Aufnahme komplementäre Kegelfläche und eine zur ringförmigen Stirnfläche weisende, in gekuppeltem Zustand gegen diese anliegende ringförmige Planfläche aufweist, mit einem über das freie Ende des Kupplungszapfens axial überstehenden Zugbolzen, der in gekuppeltem Zustand in einen sich an die Aufnahme anschließenden Hohlraum eingreift, und mit von der Außenseite her betätigbaren Spannmitteln zum gegenseitigen Verspannen der Teilelemente, die zwei im ersten Teilelement radial geführte Spannelemente aufweisen, die einander bezüglich der Drehachse gegenüberliegend angeordnet sind und in einer Spannstellung eine zur Drehachse konzentrische Konuspartie des Zugbolzens untergreifende Keilflächen tragen, und die in Wirkverbindung mit gemeinsamen Betätigungsmitteln stehen, durch die sie zwischen einer Lösestellung und einer Spannstellung verstellbar sind. Als erstes Teilelement mit einer Aufnahme kommen dabei insbesondere Werkzeugspindeln, Werkzeugadapter oder auch Werkzeughalter in Betracht, während als zweite Teilelemente vor allem Werkzeugköpfe, Werkzeughalter oder Schneidenträger in Betracht kommen.

Trennstellen dieser Art sind bekannt (DE-C-37 11 808). Ihr Vorteil besteht darin, dass trotz des für die Verspannung der Teilelemente vorgesehen axial ausgerichteten Zugbolzens eine radiale Betätigung möglich ist. Es hat sich jedoch gezeigt, dass aufgrund der kombinierten Kegel- und Planflächenverspannung ein Lösen der Teilelemente im Bereich der Trennstelle nur mit einem gewissen Kraftaufwand möglich ist.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die bekannte Trennstelle der eingangs angegebenen Art dahingehend zu verbessern, dass mit den gemeinsamen Betätigungsmitteln eine radiale und dennoch radialkraftfreie Einspannung und Lösung der Teilelemente möglich ist.

Zur Lösung dieser Aufgabe werden die in den Patentansprüchen 1, 14 und 21 angegebenen Merkmalskombinationen vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

Die erfindungsgemäße Lösung geht vor allem von dem Gedanken aus, dass die Spannelemente mit zusätzlichen Auswurfpartien versehen sind, die beim Lösen des Betätigungsmittels aus der Spannstellung unter Ausübung einer in Auswurfrichtung des Kupplungsteils wirkenden Axialkraft gegen eine des Spannelemente zugewandte Wirkfläche des Zugbolzens anschlagen, wobei die zugbolzenseitige Wirkfläche und/oder die spannelementseitigen Auswurfpartien mit mindestens einem drehend gelagerten Wälzkörper bestückt sein kann. Die Wälzkörper sorgen dafür, dass die Kraftübertragung auch beim Auswurfvorgang weitgehend reibungsfrei und damit radialkraftfrei erfolgen kann. Die Wälzkörper können kugelförmig, tonnenförmig oder zylindrisch ausgebildet sein.

Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die zugbolzenseitige Wirkfläche einen Innenkonus bildet und dass die Spannelemente eine beim Lösevorgang gegen den Innenkonus anschlagende, auf diesem mit den Wälzelementen radial auflaufende Auswurfpartie aufweisen. Die Auswurfpartien können in Form je eines Vorsprungs, einer Schrägfläche an den Spannelementen angeformt oder durch die Wälzelemente gebildet sein.

Eine weitere Verbesserung der radialkraftfreien Kraftübertragung beim Spann- und Lösevorgang wird dadurch erzielt, dass die Spannelemente in einer Radialführung des Grundkörpers schwimmend geführt sind. Die Betätigungsmittel sind dabei zweckmäßig als Differentialschraube ausgebildet, die je einen in die beiden Spannelemente eingreifenden, mit gegenläufigen Steigungen versehenen Gewindeabschnitt aufweisen. Vorteilhafterweise sind im ersten Teilelement Anschläge angeordnet, die den Bewegungsweg der Spannelemente beim Lösevorgang begrenzen. Die Anschläge können dabei durch mit ihrem Kopf in den Bewegungsweg der Spannelemente eingreifende Kopfschrauben ausgebildet sein.

Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass in einem Zwischenbereich zwischen der Stirnfläche bzw. der Planfläche einerseits und der konischen Aufnahme- oder Zapfenfläche andererseits je eine Drehmitnahmepartie angeordnet ist, die als zueinander komplementäre Mehrkantflächen ausgebildet sein können.

Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die als Differentialschraube ausgebildeten Betätigungsmittel außerhalb des den Zugbolzen aufnehmenden Teils die Spannelemente durchdringt und dass die Querabmessung der Spannelemente im Bereich der Betätigungsmittel größer als im Bereich der den Zugbolzen umfassenden Teile ist.

Gemäß einer vorteilhaften oder alternativen Ausgestaltung der Erfindung weisen die Teilelemente miteinander kommunizierende Kühlkanäle auf, wobei im ersten Teilelement mindestens ein um die Spannelemente herum zu einer Übergangsstelle geführter Zulaufkanal und im zweiten Teilelement mindestens ein an die Übergangsstelle angeschlossener Versorgungskanal für eine Mehrzahl von Schneidelementen angeordnet ist. Dabei kann nach einer ersten Ausführungsvariante die Übergangsstelle als mit dem mindestens einen Zulaufkanal und dem mindestens einen Versorgungskanal kommunizierender Ringkanal ausgebildet sein. Der Ringkanal kann dabei durch eine umlaufende Nut in einem der Teilelemente sowie durch eine die Nut übergreifende Trennfläche im anderen Teilelement begrenzt sein. Gemäß einer zweiten Ausführungsvariante ist die Übergangsstelle durch deckungsgleiche Übergangsöffnungen in den beiden Teilelementen gebildet, wobei die von den Übergangsöffnungen abgezweigten Versorgungskanäle im zweiten Teilelement im Bereich von Schneidelementen austreten können.

Gemäß einer dritten Ausführungsvariante ist ein in den Versorgungskanal eingreifendes Verteilerstück vorgesehen, das zu den einzelnen Schneidelementen führende, mit dem Versorgungskanal kommunizierende Verteilernuten enthält. Das Verteilerstück kann dabei einen in das zweite Teilelement drehorientiert eingreifenden Steckzapfen aufweisen.

Die Erfindung bezieht sich des Weiteren auf ein drehendes Werkzeugsystem für den Einsatz in Werkzeugmaschinen, das aus zwei Teilelementen besteht, die an einer Trennstelle der vorstehend beschriebenen Art miteinander verbunden sind. Das erste Teilelement kann dabei als Maschinenspindel, Adapterstück oder Werkzeughalter ausgebildet sein, während das zweite Teilelement zweckmäßig als Werkzeugkopf ausgebildet ist.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand der in der Zeichnung in schematischer Weise dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen

1a bis c eine Seitenansicht und zwei Längsschnitte einer Trennstelle eines Werkzeugsystems mit axialem Zugbolzen und radial betätigbarem Betätigungsmechanismus;

1d bis f zwei Seitenansichten und eine schaubildliche Darstellung der Spannelemente des Betätigungsmechanismus nach 1a bis c;

2a bis c Darstellungen entsprechend 1a bis c für ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Trennstelle eines Werkzeugsystems mit axialem Zugbolzen;

2d bis f zwei Seitenansichten und eine schaubildliche Darstellung der Spannelemente des Betätigungsmechanismus gemäß 2a bis c;

3a und b eine Seitenansicht und eine schaubildliche Darstellung des Werkzeugkopfs nach 1a bis c;

4a und b zwei an einer Trennstelle miteinander verbindbare Teilelemente eines Werkzeugsystems mit integrierter Kühlmittelübergabe;

4c und d eine Seitenansicht der gekuppelten Teilelemente sowie eine Seitenansicht des ersten Teilelements des Werkzeugsystems nach 4a und b mit angedeuteten Kühlmittelkanälen;

4e eine Untenansicht des zweiten Teilelements nach 4a;

4f eine Darstellung entsprechend 4e mit eingezeichneten Kühlmittelkanälen;

5a und b zwei an einer Trennstelle miteinander verbindbare Teilelemente eines Werkzeugsystems mit gegenüber 4 abgewandelter Kühlmittelübergabe;

5c und d eine Seitenansicht des gekuppelten Werkzeugsystems und des ersten Teilelements des Werkzeugsystems mit eingezeichneten Kühlmittelkanälen;

5e eine Untenansicht des zweiten Teilelements nach 5a;

5f eine Darstellung entsprechend 5e mit eingezeichneten Kühlmittelkanälen;

5g und h Schnitte nach den Schnittlinien A-A und B-B der 5e;

6a und b zwei Teilelemente eines Werkzeugsystems mit gegenüber 4 und 5 abgewandelter Kühlmittelführung;

6c und d Seitenansichten der gekuppelten Teilelemente und des ersten Teilelements nach 6a und b mit eingezeichneten Kühlmittelkanälen;

6e eine Untenansicht des zweiten Teilelements gemäß 6a;

6f eine Darstellung entsprechend 6e mit eingezeichneten Kühlmittelkanälen;

6g einen Schnitt entlang der Schnittlinien A-A der 6e;

6h eine schaubildliche Stirnseitenansicht der miteinander gekuppelten Teilelemente nach 6a und b.

Bei den in der Zeichnung dargestellten Werkzeugsystemen handelt es sich um Rundlaufwerkzeuge für den Einsatz in Werkzeugmaschinen, die beispielhaft als Reibwerkzeuge ausgebildet sind. Die Werkzeugsysteme bestehen im Wesentlichen aus einem ersten Teilelement 10, das bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel als Werkzeughalter oder Maschinenspindel ausgebildet ist, einem zweiten Teilelement 12, das beispielhaft als Werkzeugkopf ausgebildet ist. Die beiden Teilelemente 10, 12 sind an einer Trennstelle 14lösbar miteinander verbunden. Außerdem findet an der Trennstelle 14 eine Kühlmittelübergabe vom ersten zum zweiten Teilelement 10, 12 statt.

Die Trennstelle 14 weist eine am ersten Teilelement 10 angeordnete, zur Drehachse 16 des Werkzeugsystems koaxiale Aufnahme 18 auf, die nach außen hin von einer ringförmigen Stirnfläche 20 begrenzt ist. Zur Trennstelle 14 gehört ferner die am zweiten Teilelement 12 angeordnete Kupplungspartie 22, die einen Kupplungszapfen 24 sowie eine zur ringförmigen Stirnfläche 20 des ersten Teilelements 10 weisende, in gekuppeltem Zustand gegen diese anliegende ringförmige Planfläche 26 aufweist. Die Aufnahme 18 weist in ihrem Inneren eine konische Aufnahmepartie 28 und eine zwischen der konischen Aufnahmepartie 28 und der Stirnfläche 20 angeordnete, als Mehrkantfläche ausgebildete Drehmitnahmepartie 30 auf, während der Kupplungszapfen eine zur konischen Aufnahmepartie 28 komplementäre Kegelfläche 32 sowie eine zwischen der Kegelfläche 32 und der Planfläche 26 angeordnete, zur Drehmitnahmepartie 30 komplementäre, mehrkantige Drehmitnehmerpartie 34 aufweist. Am freien Ende des Kupplungszapfens 24 steht ein Zugbolzen 36 axial über und greift im montierten Zustand in einen sich an die Aufnahme 18 anschließenden Hohlraum 38 des ersten Teilelements ein. Der Zugbolzen 36 ist mit einem axial überstehenden Gewindeschaft 40 in eine Gewindebohrung 42 des zweiten Teilelements eingedreht und dort starr befestigt. Die Trennstelle 14 weist außerdem Spannmittel 44 zum gegenseitigen Verspannen der Teilelemente 10, 12 auf, die zwei im Bereich des Hohlraums 38 im ersten Teilelement 10 radial geführte Spannelemente 44', 44'' aufweist, die einander bezüglich der Drehachse 16 gegenüberliegend angeordnet sind und in der in 1b und c gezeigten Spannstellung eine zur Drehachse 16 konzentrische Konuspartie 46 des Zugbolzens 36 untergreifende Keilflächen 48', 48'' tragen. Die Spannelemente 44', 44'' stehen in Wirkverbindung mit gemeinsamen Betätigungsmitteln 50, die zwischen einer Lösestellung und einer Spannstellung verstellbar sind. Die Betätigungsmittel 50 sind als Differentialschraube ausgebildet, die je einen in die beiden Spannelemente 44', 44'' eingreifenden, mit gegenläufigen Steigungen versehenen Gewindeabschnitt 52', 52'' aufweisen. Im ersten Teilelement 10 sind außerdem Anschläge 54 angeordnet, die den Bewegungsweg der Spannelemente 44', 44'' beim Lösevorgang begrenzen. Die Anschläge 54 sind dabei durch den Kopf jeweils einer in den Bewegungsweg der Spannelemente 44', 44'' eingreifenden Kopfschraube 56 gebildet.

Eine Besonderheit der Erfindung besteht darin, dass die Spannelemente 44', 44'' mit Auswurfpartien 58 versehen sind, die beim Lösen der Spannelemente aus ihrer Spannstellung mit Hilfe der Differentialschraube 50 unter Ausübung einer in Auswurfrichtung des Kupplungsteils 22 wirkenden Axialkraft gegen eine den Spannelementen zugewandte Wirkfläche 58 des Zugbolzens 36 anschlagen. Die zugbolzenseitige Wirkfläche ist bei beiden Ausführungsformen nach 1a bis c und 2a bis c als Innenkonus ausgebildet. Bei dem Ausführungsbeispiel nach 1a bis c sind im Bereich der spannelementseitigen Auswurfpartien 60 kugelförmige Wälzkörper 62 drehbar gelagert. Beim Lösevorgang laufen die Wälzkörper 62 auf der konischen Wirkfläche 58 des Zugbolzens 36 auf, so dass das Kupplungsteil 22 zusammen mit dem zweiten Teilelement 12 aus der Aufnahme 18 herausgedrückt wird. Sobald die Spannelemente 44', 44'' weit genug auseinander stehen, kann das zweite Teilelement 12 mit seinem Zugbolzen 36 durch die Lücke zwischen den Spannelementen 44', 44'' aus der Aufnahme 18 herausgezogen werden. Zum Einführen müssen die beiden Spannelemente 44, 44' ebenfalls weit genug auseinander stehen, damit der Zugbolzen 36 durch die Lücke hindurch passt und beim anschließenden Spannvorgang von den Keilflächen 48', 48'' an der Konuspartie 46 erfasst werden kann. Die mit den Wälzkörpern 62 bestückten Spannelemente 44', 44'' sind in den 1d bis f separat herausgezeichnet.

Das in 2a bis c gezeigte Ausführungsbeispiel ist für kleinere Durchmesser des Werkzeugsystems bestimmt. Je kleiner die Abmessungen sind, um so schwieriger ist es, die Wälzkörper 62 in den Spannelementen 44', 44'' unterzubringen. Deshalb sind dort als Auswurfpartien anstelle der Wälzkörper Schrägflächen 64 vorgesehen, die auf der konischen Wirkfläche 98 beim Lösevorgang auflaufen und das Kupplungsteil 22 aus der Aufnahme 18 auswerten. Die schlankere Bauweise der Spannelemente erlaubt es dort, dass die Querabmessung der Spannelemente 44', 44'' im Bereich der sie durchdringenden Differentialschraube 50 größer ist als im Bereich der den Zugbolzen 36 umfassenden Teile (vgl. insbesondere 2a und e).

Eine weitere Besonderheit der Erfindung besteht in der Führung der Kühlmittelkanäle im Bereich der Trennstelle 14. Drei Ausführungsvarianten für die Kühlmittelführung finden sich in den Figurengruppen 4, 5 und 6. Auf der Seite des ersten Teilelements 10 stimmen die drei Ausführungsvarianten überein. Der zuführseitig zentral angeordnete Zuführkanal 64 wird zur Umfahrung der Spannelemente 44', 44'' in vier Teilkanäle 66 aufgeteilt, die an einer Übergangsstelle im Bereich der Stirnfläche 20 über vier Öffnungen 68 aus dem zweiten Teilelement austreten. Die drei Ausführungsvarianten nach 4, 5 und 6 unterscheiden sich lediglich in der Kanalführung auf der Seite des zweiten Teilelements.

Im Falle der 4a bis f wird die Übergangsstelle im Bereich der Planfläche 26 durch eine umlaufende Nut 70 gebildet, von der insgesamt acht schräg verlaufende Versorgungskanäle 72 von ihren Eintrittsöffnungen 74 im Bereich der Nut 70 zu ihren Austrittsöffnungen 76 im Bereich der Spannuten 78 in Richtung Schneiden 80 verlaufen. Aus 4f ist zu ersehen, dass die Versorgungskanäle in Umfangsrichtung im Abstand voneinander angeordnet sind und den gleichen Verlauf im Werkzeugkopf haben.

Bei dem Ausführungsbeispiel nach 5a bis h sind auf der Seite der Planfläche 26 vier Eintrittsöffnungen 84 vorgesehen, die mit den Austrittsöffnungen 68 des ersten Teilelements 10 deckungsgleich sind und die jeweils in zwei Versorgungskanäle 72 innerhalb des zweiten Teilelements 12 münden und von dort aus zu den Austrittsöffnungen 86 im Bereich der Spannuten 88 führen.

Bei dem Ausführungsbeispiel nach 6a bis h sind an der Übergangsstelle wiederum vier zu den Austrittsöffnungen 68 deckungsgleiche Eintrittsöffnungen 94 vorgesehen, die über Versorgungskanäle zu zentralen Austrittsöffnungen 96 im zweiten Teilelement 12 geführt sind und dort über ein stirnseitig eingesetztes Verteilerstück 100 und dort eingeformte Radialkanäle nach außen zu den Schneiden 80 geführt werden. Das Verteilerstück 100 das vorzugsweise aus Kunststoff besteht, weist einen Rastzapfen 102 auf, mit der es in eine stirnseitige Montageöffnung 104 des zweiten Teilelements 12 mit vorgegebener Drehorientierung eingesetzt ist.

Zusammenfassend ist folgendes festzuhalten: Die Erfindung bezieht sich auf eine Trennstelle 14 zwischen zwei Teilelementen 10, 12 eines um eine Drehachse 16 drehenden Werkzeugsystems, insbesondere für den Einsatz in Werkzeugmaschinen. Die Trennstelle 14 umfasst eine an einem ersten Teilelement 10 angeordnete, zur Drehachse 16 koaxiale, zumindest teilweise konische Aufnahme 18, die von einer ringförmigen Stirnfläche 20 begrenzt ist. Das zweite Teilelement 12 trägt ein Kupplungsteil 22, das einen Kupplungszapfen 24 mit einer zur konischen Aufnahme 18 komplementäre Kegelfläche 32 und eine zur ringförmigen Stirnfläche 20 weisende, in gekuppeltem Zustand gegen diese anliegende ringförmige Planfläche 26 aufweist. Über das freie Ende des Kupplungszapfens 24 steht ein Zugbolzen 36 axial über, der in gekuppeltem Zustand in einen sich an die Aufnahme 18 anschließenden Hohlraum 38 eingreift. Weiter sind von der Außenseite her betätigbare Spannmittel zum gegenseitigen Verspannen der Teilelemente 10, 12 vorgesehen, die zwei in im ersten Teilelement 10 radial geführte, am Zugbolzen 36 angreifende Spannelemente 44', 44'' aufweisen und die in Wirkverbindung mit gemeinsamen Betätigungsmitteln 50 stehen, durch die sie zwischen einer Lösestellung und einer Spannstellung verstellbar sind. Erfindungsgemäß sind die Spannelemente mit Auswurfpartien 60 versehen, die mit mindestens einem drehend gelagerten Wälzkörper 62 bestückt sein können.


Anspruch[de]
Trennstelle zwischen zwei Teilelementen (10, 12) eines um eine Drehachse (16) drehenden Werkzeugsystems, insbesondere für den Einsatz in Werkzeugmaschinen, mit einer an einem ersten Teilelement (10) angeordneten, zur Drehachse (16) koaxialen, zumindest teilweise konischen Aufnahme (18), die von einer ringförmigen Stirnfläche (20) begrenzt ist, mit einem an einem zweiten Teilelement (12) angeordneten Kupplungsteil (22), das einen Kupplungszapfen (24) mit einer zur konischen Aufnahme (18) komplementären Kegelfläche (32) und eine zur ringförmigen Stirnfläche (20) weisende, in gekuppeltem Zustand gegen diese anliegende ringförmige Planfläche (26) aufweist, mit einem über das freie Ende des Kupplungszapfens (24) axial überstehen Zugbolzen (36), der in gekuppeltem Zustand in einen sich an die Aufnahme (18) anschließenden Hohlraum (38) eingreift, und mit von der Außenseite her betätigbaren Spannmitteln zum gegenseitigen Verspannen der Teilelemente (10, 12), die zwei im ersten Teilelement (10) radial geführte Spannelemente (44', 44'') aufweisen, die einander bezüglich der Drehachse (16) gegenüberliegend angeordnet sind und in einer Spannstellung eine zur Drehachse (16) konzentrische Konuspartie (46) des Zugbolzens (36) untergreifende Keilflächen (48', 48'') tragen, und die in Wirkverbindung mit gemeinsamen Betätigungsmitteln (50) stehen, durch die sie zwischen einer Lösestellung und einer Spannstellung verstellbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannelemente (44', 44'') mit Auswurfpartien (60) versehen sind, die beim Lösen der Spannelemente aus der Spannstellung unter Ausübung einer in Auswurfrichtung des Kupplungsteils (22) wirkenden Axialkraft gegen eine den Spannelementen (44', 44'') zugewandte Wirkfläche (58) des Zugbolzens (36) anschlagen. Trennstelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zugbolzenseitige Wirkfläche (58) und/oder die spannelementseitigen Auswurfpartien (60) mit mindestens einem drehend gelagerten Wälzkörper (62) bestückt sind. Trennstelle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zugbolzenseitige Wirkfläche (58) einen Innenkonus bildet und dass die Spannelemente (44', 44'') eine beim Lösevorgang gegen den Innenkonus anschlagende, auf diesem radial auflaufende Auswurfpartie (60) aufweisen. Trennstelle nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wälzkörper (62) kugelförmig, tonnenförmig oder zylindrisch ausgebildet sind. Trennstelle nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswurfpartien (60) in Form je eines Vorsprungs oder einer Schrägfläche an den Spannelementen (44', 44'') angeformt sind. Trennstelle nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannelemente (44', 44'') in Radialführungen des ersten Teilelements (10) schwimmend geführt sind. Trennstelle nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsmittel (50) als Differentialschraube ausgebildet sind, die je einen in die beiden Spannelemente (44', 44'') eingreifenden, mit gegenläufigen Steigungen versehenen Gewindeabschnitt (52', 52'') aufweisen. Trennstelle nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass im ersten Teilelement (10) Anschläge (54) angeordnet sind, die den Bewegungsweg der Spannelemente (44', 44'') beim Lösevorgang begrenzen. Trennstelle nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschläge (54) durch mit ihrem Kopf in den Bewegungsweg der Spannelemente eingreifende Kopfschrauben (56) gebildet sind. Trennstelle nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Zwischenbereich zwischen der Stirnfläche (20) bzw. Planfläche (26) einerseits und der konischen Aufnahme (18) bzw. Kegelfläche (32) andererseits eine Drehmitnahmepartie (30, 34) angeordnet ist. Trennstelle nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehmitnahmepartien (30, 34) der Aufnahme (18) und des Kupplungszapfens (24) als zueinander komplementäre Mehrkantflächen ausgebildet sind. Trennstelle nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die als Differentialschraube ausgebildeten Betätigungsmittel (50) außerhalb des den Zugbolzen (36) aufnehmenden Teils die Spannelemente (44', 44'') durchdringt und dass die Querabmessung der Spannelemente (44', 44'') im Bereich der Betätigungsmittel (50) größer als im Bereich der den Zugbolzen (36) umfassenden Teile ist. Trennstelle nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilelemente (10, 12) miteinander kommunizierende Kühlkanäle aufweisen, wobei im ersten Teilelement (10) mindestens ein um die Spannelemente (44', 44'') herum zu einer Übergabestelle geführter Zulaufkanal (64, 66) und im zweiten Teilelement (12) mindestens ein an die Übergabestelle angeschlossener Versorgungskanal (72, 82, 92) für eine Mehrzahl von Schneidelementen (80) angeordnet ist. Trennstelle zwischen zwei Teilelementen eines um eine Drehachse drehenden Werkzeugsystems, insbesondere für den Einsatz in Werkzeugmaschinen, mit einer an einem ersten Teilelement (10) angeordneten, zur Drehachse (16) koaxialen, zumindest teilweise konischen Aufnahme (18), die von einer ringförmigen Stirnfläche (20) begrenzt ist, mit einem an einem zweiten Teilelement (12) angeordneten Kupplungsteil (22), das einen Kupplungszapfen (24) mit einer zur konischen Aufnahme (18) komplementären Kegelfläche (32) und eine zur ringförmigen Stirnfläche (20) weisende, in gekuppeltem Zustand gegen diese anliegende ringförmige Planfläche (26) aufweist, mit einem über das freie Ende des Kupplungszapfens (24) axial überstehen Zugbolzen (36), der in gekuppeltem Zustand in einen sich an die Aufnahme (18) anschließenden Hohlraum (38) eingreift, und mit von der Außenseite her betätigbaren Spannmitteln zum gegenseitigen Verspannen der Teilelemente (10, 12), die zwei im ersten Teilelement (10) radial geführte Spannelemente (44', 44'') aufweisen, die einander bezüglich der Drehachse (16) gegenüberliegend angeordnet sind und in einer Spannstellung eine zur Drehachse (16) konzentrische Konuspartie (46) des Zugbolzens (36) untergreifende Keilflächen (48', 48'') tragen, und die in Wirkverbindung mit gemeinsamen Betätigungsmitteln (50) stehen, durch die sie zwischen einer Lösestellung und einer Spannstellung verstellbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilelemente (10, 12) miteinander kommunizierende Kühlkanäle aufweisen, wobei im ersten Teilelement (10) mindestens ein um die Spannelemente (44', 44'') herum zu einer Übergabestelle geführter Zulaufkanal (64, 66) und im zweiten Teilelement (12) mindestens ein an die Übergabestelle angeschlossener Versorgungskanal (72, 82, 92) für eine Mehrzahl von Schneidelementen (80) angeordnet ist. Trennstelle nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergangsstelle als mit dem mindestens einen Zulaufkanal (64, 66) und dem mindestens einen Versorgungskanal (72) kommunizierender Ringkanal (70) ausgebildet ist. Trennstelle nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringkanal (70) durch eine umlaufende Nut in einem der Teilelemente (12) sowie durch eine die Nut übergreifende Trennfläche (20) im anderen Teilelement (10) begrenzt ist. Trennstelle nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergangsstelle durch deckungsgleiche Übergangsöffnungen in den beiden Teilelementen (10, 12) gebildet ist. Trennstelle nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die von den Übergangsöffnungen abgezweigten Versorgungskanäle (72, 82, 92) im zweiten Teilelement (12) im Bereich von Schneidelementen (80) austreten. Trennstelle nach einem der Ansprüche 12 bis 18, gekennzeichnet durch ein in den Versorgungskanal (92) eingreifendes Verteilerstück (100), das zu den einzelnen Schneidelementen (80) führende, mit dem Versorgungskanal (92) kommunizierende Verteilernuten (102) enthält. Trennstelle nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Verteilerstück (100) einen in das zweite Teilelement (12) mit vorgegebener Drehorientierung eingreifenden Steckzapfen (104) aufweist. Drehendes Werkzeugsystem für den Einsatz in Werkzeugmaschinen bestehend aus zwei Teilelementen (10, 12), die an einer Trennstelle (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 20 miteinander verbunden sind. Drehendes Werkzeugsystem nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Teilelement (10) als Maschinenspindel, Adapterstück oder Werkzeughalter ausgebildet ist, und dass das zweite Teilelement (12) als Werkzeugkopf ausgebildet ist.






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