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Dokumentenidentifikation DE102007021160A1 20.12.2007
Titel Halterung für ein Partikelschutzgitter an einem Gitterrost
Anmelder hecht international GmbH, 91572 Bechhofen, DE
Erfinder Kaspar, Benjamin, 91725 Ehingen, DE
Vertreter Nordmann, H., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 91077 Neunkirchen
DE-Anmeldedatum 05.05.2007
DE-Aktenzeichen 102007021160
Offenlegungstag 20.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.12.2007
IPC-Hauptklasse E04F 17/06(2006.01)A, F, I, 20070505, B, H, DE
Zusammenfassung Das Partikelschutzgitter (2) ist in einem Rahmen aufgespannt, der zumindest eine Profilleiste (4) aus Metall oder Kunststoff besitzt. Die Profilleiste (4) weist eine Längskammer (6) mit Längsnut (8) auf. Sie ist mit zwei seitlichen Haltestreifen (10, 12) versehen, wobei an jeden Haltestreifen (10, 12) eine Seitenwand angrenzt. In die Längskammer (6) ist der Kopf (24) einer Schraube (26) längsverschiebbar, aber nicht-verdrehbar eingesetzt. Diese Schraube (26) ragt durch die Längsnut (8) sowie durch eine Masche (22) oder ein Rahmengitterloch des Gitterrosts (20) hindurch. Auf den herausragenden Teil der Schraube (26) ist eine Halteplatte (28) aus Metall oder Kunststoff aufgesetzt, die durch eine auf die Schraube (26) aufgeschraubte Mutter (32) gehalten ist, so dass die Profilleiste (4) samt Partikelschutzgitter (2) durch Anziehen der Mutter (32) in Richtung auf die Halteplatte (28) am Gitterrost (20) festgehalten ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Halterung für ein Partikelschutzgitter an einem Gitterrost. Bei diesen Partikeln handelt es sich z. B. um Insekten. Es kann sich aber auch um Verunreinigungen, wie z. B. Schmutzpartikel, Laub und Gräser, handeln.

Zur Abwehr von Insekten, wie Fliegen, Mücken u. a., dienen sogenannte Insekten-Schutzgitter, z. B. Fliegengitter, mit denen der Zugang dieser Insekten zu Behausungen verhindert wird. Die Schutzgitter werden dabei in der Regel an Fenstern, Türen, ggf. auch Lichtschächten oder Kellerschächten sowie an anderen Öffnungen eines Gebäudes angebracht. Hier kommt es auf eine leichte Montierbarkeit, aber auch auf einen festen und dauerhaften Sitz an. Darüber hinaus sollte eine solche Halterung auch preisgünstig sein. Sie sollte nach Möglichkeit aus Verschmutzungsgründen oder bei Wechsel der Jahreszeit, wenn das Auftreten von Insekten nicht mehr zu befürchten ist, leicht auswechselbar sein.

Eine Halteeinrichtung zum Halten eines Tragrahmens, der mit einem Fliegengittertuch versehen ist, an einem Halterahmen ist aus der DE 10 2004 002 573 A1 bekannt. Bei dem Halterahmen handelt es sich hier nicht um ein Gitterrost, sondern um einen Fensterrahmen. Aus der Gebrauchsmusterschrift 20 2004 003 093 U1 ist eine Halterung zur randseitigen Befestigung eines Siebgitters an einem Gitterrost bekannt. Bei dieser Halterung handelt es sich um eine Aufsteckklammer. Die DE 10 2004 054 209 A1 offenbart eine Halteeinrichtung zum Halten eines Tragrahmens, der mit einem Fliegen- oder Pollenschutz-Gittertuch versehen ist, an einem Halterrahmen, der an einer Öffnung, wie einer Tür- oder Fensteröffnung, angebracht ist. Diese Halteeinrichtung wird durch eine Feder gebildet. Und eine vorteilhafte Ausführungsform eines Eckverbinders zur Verbindung zweier benachbarter, mit Aufnahmekammern versehener Profilleisten ist in der DE 10 2005 008 645 A1 beschrieben. Der von den Profilleisten aufgespannte Rahmen ist insbesondere für Fenster vorgesehen.

Es wurde nun nach einer Konstruktion für eine Halterung zur Abwehr von Partikeln gesucht, die sich besonders gut für einen Gitterrost, speziell für ein Kellerschacht-Schutzgitter, eignet.

Aufgabe der Erfindung ist es demnach, eine Halterung für ein Partikelschutzgitter an einem Gitterrost, insbesondere an einem Kellerschacht-Schutzgitter, anzugeben, die leicht anzubringen ist, ggf. von ungeübten Kräften, und die einen festen Sitz gewährleistet. Darüber hinaus soll die Möglichkeit bestehen, die Halterung bei Bedarf wieder vom Gitterrost abzunehmen.

Die Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet,

  • a) dass das Partikelschutzgitter in einem Rahmen aufgespannt ist, der zumindest eine Profilleiste aus Metall oder Kunststoff besitzt,
  • b) dass die Profilleiste eine Längskammer mit Längsnut aufweist, die mit zwei seitlichen Haltestreifen versehen ist, wobei an jeden Haltestreifen eine Nutwand angrenzt,
  • c) dass in die Längskammer der Kopf einer Schraube längsverschiebbar, aber nicht-verdrehbar eingesetzt ist,
  • d) dass die Schraube durch die Längsnut sowie durch eine Masche oder ein Rahmengitterloch des Gitterrosts hindurchragt,
  • e) dass auf den herausragenden Teil der Schraube eine Halteplatte aus Metall oder Kunststoff aufgesetzt ist,
  • f) dass die Halteplatte durch eine auf die Schraube aufgeschraubte Mutter gehalten ist,
  • g) so dass die Profilleiste samt Partikelschutzgitter durch Anziehen der Mutter in Richtung auf die Halteplatte am Gitterrost festhaltbar ist.

Hier ist also eine Schraube in die Längskammer der Profilleiste eingesetzt. Und mit Hilfe der Mutter wird die Profilleiste am Gitterrost, z. B. an einem Kellerschacht-Rost, festgezogen. Durch Längsverschieben des Schraubenkopfes in der Profilleiste ist der Befestigungsort am Gitterrost frei wählbar.

Es sei noch betont, dass gemäß der grundlegenden Idee der vorliegenden Erfindung auch Kopf der Schraube und Mutter vertauscht werden können.

Bevorzugte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird in folgenden anhand von 4 Figuren erläutert. Es zeigen:

1 die Prinzipskizze einer Halterung für ein Partikelschutzgitter, wie ein Insektenschutzgitter, in einer Schnittdarstellung,

2 einen Eckerverbinder, der in einer Ecke des Rahmens des Partikelschutzgitters eingesetzt wird, in Draufsicht,

3 einen Eckverbinder mit angesetzter Profilleiste sowie mit eingesetzter Schraube und Halteplatte im perspektivischen Blick von unten und

4 den Eckverbinder von 3 mit Profilleiste sowie Schraube und Halteplatte im perspektivischem Blick von oben.

In 1 ist das Prinzip der erfindungsgemäßen Halterung veranschaulicht. Danach ist ein siebförmiger Stoff, Partikel- oder Insektenschutzgitter 2 in einem rechteckigen Rahmen aufgespannt, der aus vier Profilleisten 4 aus Metall, bevorzugt aus Aluminium, besteht. In den 1 bis 4 ist jeweils nur ein Teilstück eines einzigen profilierten Holms gezeigt. Die außen gewölbte Profilleiste 4 besitzt eine zentral gelegene Längskammer 6 mit einer unten angeordneten Längsnut 8, die von zwei seitlichen, sich in Längsrichtung erstreckenden Haltestreifen 10, 12 begrenzt wird. Wie später ersichtlich, dienen diese Haltestreifen 10, 12 als Lager. Die Längskammer 6 wird von den Haltestreifen 10, 12 und beidseits von angrenzenden Seitenwänden sowie einem Teil der Decke der Profilleiste 4 gebildet. Beidseits der Längskammer 6 befinden sich Stabilisierungskammern 14, 16, von denen die Stabilisierungskammer 14 gleichfalls unten offen ist und somit eine Längsnut besitzt. Hier ist der Randbereich des Insektenschutzgitters 2 eingelegt und mit einem Klemmstreifen 18, z. B. einem Gummiband, in bekannter Weise fixiert.

Der aus den vier Profilleisten 4 und dem Partikelschutzgitter 2 bestehende Insekten-Schutzgitter-Rahmen ist durch eine Anzahl von Halterungen der dargestellten Art außen an einem Gitterrost 20, hier an einem Kellerschacht-Schutzgitter, festgemacht.

Dieses besitzt eine größere Anzahl von Durchbrüchen oder Maschen 22, durch die von oben Licht hindurch dringen kann.

In die Längskammer 6 ist der Kopf 24 einer Schraube 26 längsverschiebbar eingesetzt. Es handelt sich hier um eine Sechskant-Schraube, so dass Verdrehsicherheit gewährleistet ist. Durch Verschieben der Schraube 26 in Längsrichtung kann der Befestigungsort gewählt werden.

Die Schraube 26 ist durch die Längsnut 8 sowie durch eine Masche 22 des Gitterrosts 20 hindurchgesteckt. Auf dem herausragenden Teil im Bereich des Gewindes sitzt eine Halteplatte 28 aus Metall, die im zentralen Bereich ein T-förmiges Loch 30 besitzt, die durch eine aufgeschraubte Mutter 32 an der Unterseite des Gitterrosts 20 festgelegt werden kann. Hier kann eine Unterlegscheibe vorgesehen sein. Beim Aufschrauben stützt sich die Unterseite des Kopfs 24 gegen die Oberseite der beiden Haltestreifen 10, 12 ab, so dass diese Halterstreifen 10, 12 als Gegenlager dienen.

In den 3 und 4 ist der besseren Übersichtlichkeit wegen der Raum 34, den das Gitterrost 20 einnimmt, frei gelassen. Aus diesen 3 und 4 geht hervor, dass die Breite der untergelegten Halteplatte 28 etwa gleich der Breite der Profilleiste 4 ist. Hieraus geht auch hervor, dass die Öffnung 30 der Halteplatte 28 T-förmig ausgebildet ist.

In 2 ist einer der vier Eckverbinder 36, die die vier Profilleisten 4 zu einem Rahmen mit einander verbinden, dargestellt. Jeder Eckverbinder 36, der aus Kunststoff bestehen kann, besitzt danach an zwei Stirnseiten je zwei Zungen oder Stecker 38, 40, die in die Stabilisierungskammern 14, 16 eingeführt werden können.

Das beschriebene Partikelschutzgitter 4, 36 samt Halterungen 24, 28, 32 kann als Bausatz geliefert und auch von ungeübten Kräften relativ einfach an einem Kellerschacht-Rostgitter 20 montiert werden.

2
Partikelschutzgitter
4
Profilleiste
6
Längskammer
8
Längsnut
10, 12
Haltestreifen
14, 16
Stabilisierungskammern
18
Klemmstreifen
20
Gitterrost
22
Masche
24
Kopf
26
Schraube
28
Halteplatte
30
Loch
32
Mutter
34
Raum
36
Eckverbinder
38, 40
Stecker


Anspruch[de]
Halterung für ein Partikelschutzgitter (2) an einem Gitterrost (20), dadurch gekennzeichnet,

a) dass das Partikelschutzgitter (2) in einem Rahmen aufgespannt ist, der zumindest eine Profilleiste (4) aus Metall oder Kunststoff besitzt,

b) dass die Profilleiste (4) eine Längskammer (6) mit Längsnut (8) aufweist, die mit zwei seitlichen Haltestreifen (10, 12) versehen ist, wobei an jeden Haltestreifen (10, 12) eine Seitenwand angrenzt,

c) dass in die Längskammer (6) der Kopf (24) einer Schraube (26) längsverschiebbar, aber nicht-verdrehbar eingesetzt ist,

d) dass die Schraube (26) durch die Längsnut (8) sowie durch eine Masche (22) oder ein Rahmengitterloch des Gitterrosts (20) hindurchragt,

e) dass auf den herausragenden Teil der Schraube (26) eine Halteplatte (28) aus Metall oder Kunststoff aufgesetzt ist,

f) dass die Halteplatte (28) durch eine auf die Schraube (26) aufgeschraubte Mutter (32) gehalten ist,

g) so dass die Profilleiste (4) samt Partikelschutzgitter (2) durch Anziehen der Mutter (32) in Richtung auf die Halteplatte (28) am Gitterrost (20) festhaltbar ist.
Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraube (26) eine Sechskant-Schraube ist. Halterung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilleiste (4) mit mindestens einer sich in Längsrichtung erstreckenden Stabilisierungskammer (14, 16) versehen ist, die neben der Längskammer (6) gelegen ist. Halterung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Längskammer (6) etwa zentral gelegen ist, und dass beidseitig neben der Längskammer (6) eine Stabilisierungskammer (14, 16) angeordnet ist. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Rahmen vier Profilleisten (4) vorgesehen sind, die jeweils endseitig durch Eckverbinder (36) miteinander verbunden sind. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilleiste (4) aus Aluminium besteht. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Unterseite des Kopfes (24) der Schraube (26) einerseits und den beiden Haltestreifen (10, 12) andererseits eine Unterlegscheibe angeordnet ist. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Halteplatte (28) etwa gleich der Breite der Profilleiste (4) ist. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen auf der Außenseite des Gitterrosts (20) angebracht ist. Halterung nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass in der Stabilisierungskammer (14, 16) der Rand eines siebförmigen Gewebes, das das Partikelschutzgitter (2) bildet, eingespannt ist. Halterung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Eckverbinder (36) an zwei Stirnseiten jeweils zwei Stecker (38, 40) aufweisen, die in jeweils eine Stabilisierungskammer (14, 16) der Profilleisten (4) einführbar sind. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteplatte (28) im Innenbereich eine T-förmige Öffnung (30) zum Hindurchführen der Schraube (26) besitzt. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Gitterrost (20) ein Kellerschacht-Schutzgitter ist. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf (24) der Schraube (26) im Bereich eines Eckverbinders (36) angeordnet ist.






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