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Dokumentenidentifikation DE10350294B4 20.12.2007
Titel Kühlergrillanordnung für ein Kraftfahrzeug
Anmelder Decoma (Germany) GmbH, 66280 Sulzbach, DE
Erfinder Aigner, Ali, 73732 Esslingen, DE;
Huttenlocher, Marc, 72622 Nürtingen, DE
Vertreter Hössle Kudlek & Partner, Patentanwälte, 70173 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 22.10.2003
DE-Aktenzeichen 10350294
Offenlegungstag 01.07.2004
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 20.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.12.2007
IPC-Hauptklasse B60R 19/52(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60R 19/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B60K 11/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B62D 27/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kühlergrillanordnung für ein Kraftfahrzeug.

Hintergrund der Erfindung

Kühlergrillanordnungen, auch Kühlergitteranordnungen genannt, sind im Stand der Technik in einer Vielfalt von Ausführungen bekannt. Ein Abriß über die an Kühlergrillanordnungen gestellten Anforderungen sowie ein Überblick über den Stand der Technik ist in der DE 44 35 396 A1 enthalten. Dort wird insbesondere auf Kühlergrille abgestellt, die für den Einsatz von stoßabsorbierenden Stoßstangen geeignet sind, die nach einem Frontalzusammenstoß automatisch in ihre Ausgangsposition zurückkehren. Eine der Möglichkeiten, einen Kühlergrill für den Einsatz mit einer stoßabsorbierenden Stoßstange (nachfolgend Stoßfänger genannt) zu konzipieren, besteht darin, den Kühlergrill versetzbar auszugestalten, so daß er schwenken oder sich auf andere Weise aus dem Weg des Stoßfängers während des Zusammenstoßes bewegen kann. Dieser Ansatz gestattet es insbesondere, den Kühlergrill bündig mit der umgebenden Motorhaube, dem Vorderende, den Karosserieblechen und dem Stoßfänger auszurichten, um das ästhetische Aussehen der Frontpartie und die Aerodynamik des Kraftfahrzeugs zu verbessern. Eine solche Anbringung des Kühlergrills im Bereich des Stoßfängers bzw. der Kühlergrillanordnung gestattet nach einem Frontalcrash des Fahrzeugs, der durch den sogenannten Schlagversuch simulierbar ist, ohne weiteres eine Weiterfahrt des Fahrzeugs, da der Kühlergrill nicht verkantet und sich nicht verklemmt. Entsprechend kann die Motorhaube nach dem Pendelschlagversuch auch ohne weiteres geöffnet werden.

Der voranstehend genannte Ansatz ist in der US 3 792 889 beschrieben, aus der ein in der Abfolge sich bewegender Kühlergrill bekannt ist, dessen untere Kante schwenkbar an der Automobilkarosserie, d.h. am Rohbau befestigt ist, so daß sich der Kühlergrill um diese untere Kante drehen kann. Bei einem Aufprall veranlaßt die Rückwärtsbewegung des Stoßfängers den Kühlergrill dazu, ebenfalls rückwärts um seine untere Kante zu schwingen. Im Bereich der oberen Kante des Kühlergrills sind Federelemente vorgesehen, die bei der Rückwärtsdrehung des Kühlergrills beaufschlagt werden und nach dem Aufprall den Kühlergrill wieder in seine „Normalposition" zurückdrücken. Alternativ oder ergänzend zu den Federelementen kann der Kühlergrill auch in sich flexibel bzw. elastisch ausgestaltet sein, so daß hierdurch in gleicher Weise eine Rückkehr des Kühlergrills in seine „Normalposition" gewährleistet ist.

Aus der genannten DE 44 35 396 A1 ist ein Kühlergrill bekannt, der mit einer zweiteiligen Halteanordnung versehen ist, wobei eine obere Kante des Kühlergrills direkt an der Motorhaube elastisch angebracht ist, während die untere Kante durch Halteteile, die die untere Kante des Kühlergrills mit dem Stoßfänger verbinden, elastisch gehalten wird.

Die Druckschrift JP 11 314552 A zeigt eine Kühlergrillanordnung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Zusammenfassung der Erfindung

Demgegenüber wird erfindungsgemäß eine Kühlergrillanordnung für ein Kraftfahrzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vorgeschlagen.

Die erfindungsgemäße Kühlergrillanordnung umfaßt einen Kühlergrill sowie einen unterhalb des Kühlergrills sich erstreckenden Stoßfänger. Erfindungsgemäß weist der Stoßfänger an einer Oberseite des Stoßfängers erste Mitnahmemittel auf, während der Kühlergrill an einer Unterseite davon zweite Mitnahmemittel aufweist. Die jeweiligen Mitnahmemittel sind hierbei derart ausgebildet, daß die ersten Mitnahmemittel des Stoßfängers in Normalposition des Kühlergrills mit geringem Spiel mit den zweiten Mitnahmemitteln des Kühlergrills in Eingriff sind.

In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung umfassen die ersten Mitnahmemittel des Stoßfängers mindestens ein elastisches Mitnehmerelement, das an der Oberseite des Stoßfängers angeformt ist. Des weiteren umfassen die zweiten Mitnahmemittel des Kühlergrills mindestens eine Ausnehmung, die in ihren Abmessungen vorzugsweise an das elastische Mitnehmerelement des Stoßfängers und komplementär dazu angepaßt ist. Das mindestens eine Mitnehmerelement des Stoßfängers greift in Normalposition des Kühlergrills in die entsprechende(n) Ausnehmung(en) des Kühlergrills ein. Das an den Stoßfänger angeformte Mitnehmerelement besteht vorteilhafterweise aus dem gleichen Material wie der Stoßfänger selbst, wie beispielsweise PP, PUR, PC-PBT.

Gemäß einer alternativen erfindungsgemäßen Ausführungsform ist bezüglich der Mitnahmemittel von Stoßfänger bzw. Kühlergrill auch eine sogenannte kinematische Umkehr möglich, bei der das mindestens eine Mitnehmerelement auch an der Unterseite des Kühlergrills angeformt sein kann und die Oberseite des Stoßfängers, die mindestens eine Ausnehmung aufweist.

Erfindungsgemäß wird somit eine Kühlergrillanordnung mit einer flexiblen Befestigung des Kühlergrills bereitgestellt, bei der sowohl bei einem Aufprall bzw. Stoß gegen den Kühlergrill selbst als auch bei einem Aufprall bzw. Stoß gegen den Stoßfänger ein Verschwenken/Nachgeben des Kühlergrills eintritt. Dadurch können Beschädigungen bei ausschließlich gegen den Kühlergrill erfolgenden Stößen reduziert werden. Darüber hinaus ist hiermit ein erhöhter Fußgängerschutz verbunden, da bei nachgebendem Kühlergrill die Gefahr von Verletzungen bei Zusammenstößen mit einem Fußgänger herabgesetzt ist. Durch die erfindungsgemäße Lagerung des Kühlergrills am Stoßfänger des Kraftfahrzeugs mittels in Kühlergrillausnehmungen eingreifender Mitnehmerelemente wird darüber hinaus die Wahlfreiheit eröffnet, den Kühlergrill an der Motorhaube (Kühlergrill hebt sich beim Öffnen der Motorhaube gemeinsam mit dieser an) oder an einem Karosserierohteil wie z.B. eine Kühlerbrücke oder ein Montageträger (Kühlergrill verbleibt bei einem Öffnen der Motorhaube in dieser Position) zu befestigen.

Das erfindungsgemäße elastische Mitnehmerelement kann entweder eine längliche Form aufweisen und sich im wesentlichen in der Haupterstreckungsrichtung des Stoßfängers und des Kühlergrills erstrecken, oder es kann zapfenförmig ausgebildet sein, wobei verschiedene Zapfenformen wie Kegelform, Kegelstumpfform, Zylinderform etc. in Frage kommen.

In besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung verfügt das elastische Mitnehmerelement über einen Rastvorsprung, wodurch ein verbesserter Eingriff in die eine komplementäre Rastausnehmung aufweisende Ausnehmung des Kühlergrills erzielt wird.

Weitere Vorteile und Ausgestaltung der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der beiliegenden Zeichnung.

Kurzbeschreibung der Erfindung

Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen in der Zeichnung schematisch dargestellt und wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung ausführlich beschrieben.

1 zeigt eine Vorderansicht eines Kraftfahrzeugfrontendes mit einer erfindungsgemäßen Kühlergrillanordnung in stark vereinfachter perspektivischer Darstellung.

2 zeigt in vergrößerter und etwas detaillierterer auseinandergezogener Darstellung den Stoßfänger und den Kühlergrill der erfindungsgemäßen Kühlergrillanordnung der 1.

3 zeigt eine Schnittansicht der erfindungsgemäßen Kühlergrillanordnung gemäß der Schnittlinie III-III der 2, und zwar einen Ausschnitt aus dem Bereich der Oberseite des Stoßfängers und der Unterseite des Kühlergrills.

4 zeigt eine der 3 entsprechende Schnittansicht über die gesamte Höhe des Kühlergrills.

4a zeigt eine seitliche Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Kühlergrills gemäß einer weiteren Ausführungsform analog zu 3.

5 zeigt in der Ansicht der 3 vergleichbarer Schnittansicht eine weitere Ausgestaltung der Erfindung.

5a, b zeigt ein Mitnehmerelement zur Verwendung bei der erfindungsgemäßen Kühlergrillanordnung in seitlicher Schnittansicht und perspektivischer Ansicht.

6 zeigt in der Ansicht der 3 vergleichbarer Schnittansicht noch eine weitere Ausführungsform der Erfindung.

7 zeigt die Schnittansicht der 4 mit einer alternativen Befestigung des Kühlergrills.

8a zeigt ein alternatives Mitnehmerelement zur Verwendung bei der erfindungsgemäßen Kühlergrillanordnung in seitlicher Schnittansicht und perspektivischer Ansicht.

8b zeigt ein alternatives Mitnehmerelement zur Verwendung bei der erfindungsgemäßen Kühlergrillanordnung in seitlicher und perspektivischer Ansicht.

9a, b zeigt ein alternatives Mitnehmerelement zur Verwendung bei der erfindungsgemäßen Kühlergrillanordnung in einer seitlichen Perspektivansicht und in seitlicher Querschnittsansicht.

10a, b zeigt ein alternatives Mitnehmerelement zur Ver wendung bei der erfindungsgemäßen Kühlergrillanordnung in einer seitlichen Perspektivansicht und in einer seitlichen Querschnittsansicht.

11 zeigt ein Mitnehmerelement zur Verwendung bei einer erfindungsgemäßen Kühlergrillanordnung in seitlicher Perspektivansicht.

12 zeigt ein Mitnehmerelement zur Verwendung bei einer erfindungsgemäßen Kühlergrillanordnung in seitlicher Perspektivansicht.

Detaillierte Beschreibung

1 zeigt ein Frontendteil eines in Teilansicht dargestellten Kraftfahrzeugs mit einem Kühlergrill 10, einem Stoßfänger 12 und einer Motorhaube 14. Der Kühlergrill 10 kann dabei entweder an einer Vorderkante 16 der Motorhaube 14 oder aber an einem hinter dem Frontende liegenden (und daher nicht sichtbaren) Rohbauteil der Karosserie des Kraftfahrzeugs befestigt sein. Der Kühlergrill 10 schließt im wesentlichen bündig mit der aus den umgebenden Teilen Motorhaube 14, Stoßfänger 12 und Scheinwerfergehäusen 18 außenhautbündig ab.

2 zeigt in vergrößerter und etwas detaillierterer Darstellung den Kühlergrill 10 und den Stoßfänger 12 in auseinandergezogener Ansicht. Der Stoßfänger 12 verfügt neben üblichen Ausgestaltungsmerkmalen wie Lufteinlaßschlitzen, Ausnehmungen für Nebelscheinwerfer und für Scheinwerferreinigungsanlagen (nicht näher bezeichnet) über erfindungsgemäße Mitnehmerelemente 20, die an einer in Richtung des über dem Stoßfänger 12 angeordneten Kühlergrills 10 weisenden Oberseite 13 des Stoßfängers 12 angeformt sind.

In der Normalposition des Kühlergrills 10, d.h. bei an der Motorhaube befestigtem Kühlergrill in der Position der geschlossenen Motorhaube oder bei einem an der Karosserie befestigten Kühlergrill 10 in der Einbauposition, greifen die erfindungsgemäß an dem Stoßfänger 12 angeformten elastischen Mitnehmerelemente 20 in entsprechend an einer Unterseite 11 des Kühlergrills 10 ausgeformte Ausnehmungen 22 (vgl. 3).

Wie bereits voranstehend erwähnt, sind die Mitnehmerelemente 20 vorzugsweise einstückig an dem Stoßdämpfer 12 angeformt und bestehen aus dem gleichen Material wie der Stoßfänger, was bei modernen Stoßfängern bzw. Stoßfängerverkleidungen ein Hartkunststoffmaterial ist, das über eine leichte Flexibilität verfügt, wie beispielsweise PP, PUR oder PC-PBT. Aufgrund dieser Flexibilität bzw. Elastizität des erfindungsgemäßen Mitnehmerelements ist es bei Eingriff des Mitnehmerelements 20 in die komplementäre Ausnehmung 22 des Kühlergrills 10 möglich, daß im Fall eines Stoßes gegen den Kühlergrill im Sinne des eingezeichneten Pfeils P1 sich der Kühlergrill 10 nach hinten (d.h. in der Darstellung der 3 nach rechts) bewegt. Der Kühlergrill 10 gibt dem Stoß somit in durch die Elastizität des Mitnehmerelements bzw. der Mitnehmerelemente gegebenen Grenzen nach. Erfolgt ein Stoß gegen den Stoßfänger 12 im Sinne des eingezeichneten Pfeils P2, so bewegt sich der Stoßfänger 12 nach hinten (d.h. nach rechts in der Darstellung der 3) und nimmt dabei über das in die Unterseite des Kühlergrills 10 eingreifende Mitnehmerelement den Kühlergrill 10 mit.

Der letztgenannte Fall ist in den Darstellungen der 4 und 7 veranschaulicht. Der Kühlergrill 10, dessen Lamellen 24 in der Schnittdarstellung der 4 dargestellt sind, wird bei einem Aufprall auf den Stoßfänger 12 im Sinne des Pfeils P2 in die rechts davon liegende, mit 10' bezeichnete Position verschwenkt (die entsprechend nach rechts verschobene Position 12' des Stoßdämpfers ist lediglich in 7 dargestellt). Im Bereich seiner Oberseite ist der Kühlergrill 10 mittels eines Feder- und Gummielements 28 bzw. 29 schwenkelastisch (d.h. schwenkbar und in Stoßrichtung nachgiebig) angelenkt bzw. gelagert. Im Falle der Darstellung der 4 erfolgt die Anlenkung mittels des Feder- und Gummielements 28 an der Vorderkante 16 der Motorhaube 14. Die Befestigung kann jedoch – wie bereits voranstehend erwähnt – auch an einem nicht dargestellten Rohbauteil der Kraftfahrzeugkarosserie erfolgen. Das Feder- und Gummielement 28 der 4 ist mittels Verschraubung an der Vorderkante 16 der Motorhaube 14 befestigt. Im Falle der Darstellung der 7 ist das Feder- und Gummielement 29 durch Einklipsen in eine entsprechend vorgesehene Öffnung an der Vorderkante der Motorhaube befestigt, wodurch die Montage beträchtlich erleichtert wird.

Aus den Darstellungen der 4 und 7 wird ersichtlich, daß die Elastizität der dargestellten Kühlergrillanordnung so ausgelegt ist, daß der Kühlergrill 10 bei einem Stoß gegen den Stoßfänger 12 bis zu einem hinter dem Stoßfänger 12 verlaufenden Querträger 26 verschwenken kann.

Neben den Vorteilen bezüglich verringerter Beschädigungsgefahr des Kühlergrills bei einem Aufprall und geringerer Verletzungsgefahr für Fußgänger ist die erfindungsgemäße Anordnung mit dem Vorteil verbunden, daß sie sowohl im Falle eines an der Motorhaube befestigten Kühlergrills als auch im Falle eines an der Karosserie befestigten Kühlergrills verwendet werden kann, da die Eingriffswirkverbindung zwischen Kühlergrill und Stoßfänger durch einfaches Anheben des Kühlergrills zusammen mit der Motorhaube problemlos gelöst und durch Absenken des Kühlergrills wieder hergestellt werden kann.

4a zeigt eine alternative Ausführungsform des Kühlergrills 10. Im Unterschied zur voranstehend erläuterten Ausführungsform ist an der Unterseite 11 des Kühlergrills 10 das Mitnehmerelement 20 angeformt, wohingegen die Oberseite 13 des Stoßfängers 12 die Ausnehmung 22 aufweist. Das Mitnehmerelement 20 erstreckt sich bei geschlossener Motorhaube durch die Ausnehmung 22 hindurch und liegt somit hinter dem Stoßfänger 12. Bei einem Krafteintritt, in der 4a durch einen Pfeil nach links dargestellt, wird das Mitnehmerelement 20 nach hinten, d.h. in der 4a nach links mitgenommen. Somit weicht das Kühlergitter 10 mit seiner Unterseite 11 nach hinten in Richtung des Motorraums aus, wobei es durch andere Bauteile wie z.B. Federn oder dergleichen nach Beendigung des Krafteintritts wieder in die Ursprungslage zurückgebracht wird.

5 zeigt in Weiterbildung des in 3 dargestellten Ausführungsbeispiels eine der Darstellung der 3 vergleichbare Schnittansicht, bei der zwischen der Unterseite 11 des Kühlergrills 10 und der Oberseite 13 des Stoßfängers 12 ein stoßdämpfendes Element 30 vorgesehen ist, das neben der Stoßdämpfung auch eine Dichtfunktion erfüllen kann. Ein derartiges Element 30 wird vorzugsweise im Falle eines mit der Motorhaube verbundenen Kühlergrills vorgesehen.

Analog zur Darstellung in 5 ist in 5a bzw. 5b das stoßdämpfende Element 30 in einer alternativen Ausführungsform gezeigt. Hierbei ist das stoßdämpfende Element an einer Oberseite des Mitnehmerelements 20 angebracht, z.B. mittels einer entsprechend vorgesehenen Nut und/oder mittels Verkleben oder dergleichen. Das stoßdämpfende Element 30 ist in seinen Abmessungen derart ausgebildet, daß der Kühlergrill 10 bei geschlossener Motorhaube mit seiner Unterseite von oben auf das stoßdämpfende Element 30 aufsetzt, wobei die in der Unterseite ausgebildete Ausnehmung im übrigen das Mitnehmerelement 20 im wesentlichen von den Seiten her umfaßt.

In 9a und 9b ist eine alternative Ausführungsform des stoßdämpfenden Elements 30 gezeigt. In der perspektivischen Ansicht von 9a ist gezeigt, daß das stoßdämpfende Element 30 als Ringelement ausgebildet ist, das in einem Fußbereich des Mitnehmerelements 20 angeordnet ist und dieses entlang seines Umfangs umschließt. Bei geschlossener Motorhaube setzt ein unterer Rand der Unterseite 11 des Kühlergrills 10 auf das stoßdämpfende Ringelement 30 auf, so daß, wie voranstehend erläutert, eine Stoßdämpfung zwischen den jeweiligen Bauelementen erzielt wird.

6 zeigt eine andere Weiterbildung der in 3 dargestellten erfindungsgemäßen Kühlergrillanordnung in der Darstellung der 3 vergleichbarer Schnittansicht. In der Weiterbildung der 6 weist das an dem Stoßfänger 12 angeformte elastische Mitnehmerelement 20 einen Rastvorsprung 32 auf, der bei Eingriff des Mitnehmerelements 20 in die Ausnehmung 22 an der Unterseite des Kühlergrills 10 in eine in der Ausnehmung 22 komplementär ausgebildete Rastausnehmung 34 eingreift. Dadurch wird die Stabilität der Eingriffswirkverbindung zwischen Mitnehmerelement 20 und Kühlergrillausnehmung 22 verbessert. Auch diese Weiterbildung mit Rastvorsprung und Rastausnehmung wird vorzugsweise bei an der Motorhaube befestigtem Kühlergrill vorgesehen. Ein erhöhtes Spiel A (beispielsweise erreicht durch Verbreiterung der Kühlergrillausnehmung 22) gestattet ein problemloses Anheben und Absenken des Kühlergrills.

In den 8a, 8b und 10a und 10b sind alternative Ausführungsformen des Mitnehmerelements 20 gezeigt, mit denen eine entsprechende Verrastung zwischen Mitnehmerelement und Ausnehmung wie voranstehend erläutert erzielt werden kann. Bei der in 8a gezeigten Ausführungsform ist der Rastvorsprung 32 in einem Kopfabschnitt des Mitnehmerelements 20 ausgebildet. Alternativ dazu ist bei der in 8b gezeigten Ausführungsform der Rastvorsprung 32 in einem unteren Bereich des Mitnehmerelements 20 oberhalb seines Fußabschnitts angeordnet. Die in der Unterseite des Kühlergrills ausgebildete Ausnehmung ist bezüglich ihrer Lage jeweils an die entsprechenden Rastvorsprünge angepaßt.

10a und 10b zeigen eine andere Weiterbildung des Mitnehmerelements 20 zur Verwendung bei der erfindungsgemäßen Kühlergrillanordnung, welches Mitnehmerelement gleichzeitig eine Verrastung zwischen Kühlergrill und Stoßfänger als auch eine dämpfende Wirkung zwischen diesen Bauelementen sicherstellt. Wie in der seitlichen Perspektivansicht von 10a gezeigt, sind an der seitlichen Kegelfläche des Mitnehmerelements 20 zwei kreisförmige Ausnehmungen 42 ausgebildet. In diesen Ausnehmungen 42 ist jeweils eine Sperrkugel 43 aufgenommen, derart, daß die Sperrkugeln 43 käfigartig in den Ausnehmungen 42 beweglich gehalten sind. Das Mitnehmerelement 10 weist an seiner Oberseite eine weitere Ausnehmung 44 auf, durch die hindurch sich ein Stiftelement 45 nach oben erstreckt.

Wie in der seitlichen Querschnittsansicht von 10b gezeigt, ist das Mitnehmerelement 20 hohl ausgeführt, wobei ein Sperrkegelelement 46 darin längsverschieblich entlang der Hochachse des Mitnehmerelements geführt ist. Das Sperrkegelelement 46 weist an seinem unteren Ende eine Kegelfläche 47 auf, die sich in Richtung des Stoßfängers 12 hin verjüngt und mit den Sperrkugeln 43 in Anlage ist. In der Ausgangsstellung des Sperrkegelelements drückt eine Federeinrichtung 47 die Kegelfläche 47 gegen einen Kopfabschnitt des Innenraums des Mitnehmerelements, der an die Ausnehmung 44 angrenzt. In dieser Position der Kegelfläche 47 wandern die Sperrkugeln 43, die in Anlage mit der Kegelfläche 47 sind, vergleichsweise weit nach innen.

Wenn die Motorhaube geschlossen wird und in Entsprechung dazu die Unterseite 11 mit ihrer Ausnehmung 22 in Eingriff mit dem Mitnehmerelement 20 kommt, drückt ein in der Ausnehmung 22 des Kühlergrills 10 ausgebildeter Zapfen 49 gegen das obere freie Ende des Stiftelements 45, so daß das Sperrkegelelement 46 gegen die Federkraft der Federeinrichtung 47 in Richtung des Stoßfängers 12 gedrückt wird. Infolge der in der 10b nach unten wandernden Kegelfläche 47 werden die Sperrkugeln 43 radial nach außen aus den Ausnehmungen 42 herausgedrückt, so daß sie in Schließstellung der Motorhaube mit einem Rastbereich 50 in Eingriff kommen, der in der Innenseite der Ausnehmung 22 und komplementär zu dem jeweiligen Durchmesser der Sperrkugeln 43 ausgebildet ist. Im einzelnen ist die Krümmung des Rastbereichs 50 geringfügig größer als der Durchmesser der Sperrkugeln 43 ausgebildet, so daß sich infolge dieses Spiels der Kühlergrill 10 leicht vertikal relativ zu dem Mitnehmerelement 20 bzw. dem Stoßfänger 12 bewegen kann.

11 und 12 zeigen alternative Weiterbildungen des Mitnehmerelements 20, mit jeweils verschiedner Breite in der Haupterstreckungsrichtung des Stoßfängers.

Erfindungsgemäß wird somit eine Kühlergrillanordnung für ein Kraftfahrzeug vorgeschlagen, bei dem eine flexible, nachgiebige Befestigung des Kühlergrills im Frontendbereich des Kraftfahrzeugs entweder an der Motorhaube oder an einem Karosserierohteil möglich ist. Mit einfachen Mitteln wird eine Stabilität leistende Wirkverbindung zwischen Kühlergrill und Stoßdämpfer erzielt, ohne daß die Nachgiebigkeit des Kühlergrills bei einem Aufprall verringert ist. Es läßt sich sogar festhalten, daß die Flexibilität insofern verbessert ist, als sowohl bei einem Aufprall lediglich auf den Stoßfänger als auch bei einem Aufprall lediglich auf den Kühlergrill ein Ausweisen/Nachgeben des Kühlergrills erfolgt.


Anspruch[de]
Kühlergrillanordnung für ein Kraftfahrzeug, mit einem Kühlergrill (10) und mit einem unterhalb des Kühlergrills (10) sich erstreckenden Stoßfänger (12), wobei der Stoßfänger (12) an einer Oberseite (13) des Stoßfängers (12) erste Mitnahmemittel (20) aufweist, und der Kühlergrill (10) an einer Unterseite (11) des Kühlergrills (10) zweite Mitnahmemittel (22) aufweist, die komplementär zu den ersten Mitnahmemitteln (20) ausgebildet sind, und wobei die ersten Mitnahmemittel (20) des Stoßfängers (12) in Normalposition des Kühlergrills (10) mit den zweiten Mitnahmemitteln (22) des Kühlergrills (10) in Eingriff sind,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Kühlergrill (10) schwenkbar an einer Motorhaube (16) gelagert ist, dass

die ersten (20) oder die zweiten (22) Mitnahmemittel mindestens ein elastisches Mitnehmerelement umfassen, und dass

die Eingriffswirkverbindung zwischen den ersten Mitnahmemitteln (20) des Stoßfängers (12) und den zweiten Mitnahmemitteln (22) des Kühlergrills (10) durch ein Anheben des Kühlergrills (10) zusammen mit der Motorhaube (16) lösbar und durch ein Absenken des Kühlergrills (10) zusammen mit der Motorhaube (16) wiederherstellbar ist.
Kühlergrillanordnung nach Anspruch 1, bei der die ersten Mitnahmemittel mindestens ein elastisches Mitnehmerelement (20), das an der Oberseite (13) des Stoßfängers (12) angeformt ist, umfassen und die zweiten Mitnahmemittel mindestens eine Ausnehmung (22) umfassen. Kühlergrillanordnung nach Anspruch 1, bei der die ersten Mitnahmemittel mindestens eine Ausnehmung (22) umfassen und die zweiten Mitnahmemittel mindestens ein elastisches Mitnehmerelement (20) umfassen, das an der Unterseite (11) des Kühlergrills (10) angeformt ist. Kühlergrillanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der der Kühlergrill (10) schwenkelastisch an einer Motorhaube oder einem Karosserierohteil angelenkt ist. Kühlergrillanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der die ersten Mitnahmemittel aus einer Mehrzahl zapfenförmiger elastischer Mitnehmerelemente gebildet sind. Kühlergrillanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, bei der das mindestens eine elastische Mitnehmerelement (20) eine sich im wesentlichen in Haupterstreckungsrichtung des Stoßfängers (12) erstreckende längliche Form aufweist. Kühlergrillanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, bei der an dem mindestens einen Mitnehmerelement (20) ein Rastvorsprung vorgesehen ist und in der entsprechenden Ausnehmung (22) eine komplementäre Rastausnehmung vorgesehen ist. Kühlergrillanordnung nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei der zwischen der Unterseite (11) des Kühlergrills (10) und der Oberseite (13) des Stoßfängers (12) ein stoßdämpfendes Element (30) vorgesehen ist.






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