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Dokumentenidentifikation DE202006012904U1 20.12.2007
Titel Druckmaschine, vorzugsweise Rotationsdruckmaschine, mit einem Spritzschutz
Anmelder Windmöller & Hölscher KG, 49525 Lengerich, DE
Vertreter Rechts- und Patentanwälte Lorenz Seidler Gossel, 80538 München
DE-Aktenzeichen 202006012904
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 20.12.2007
Registration date 15.11.2007
Application date from patent application 07.07.2006
File number of patent application claimed 10 2006 031 585.5
IPC-Hauptklasse B41F 31/26(2006.01)A, F, I, 20060824, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B41F 13/42(2006.01)A, L, I, 20060824, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Druckmaschine, vorzugsweise eine Rotationsdruckmaschine.

Druckmaschinen, insbesondere Rotationsdruckmaschinen, weisen im Endbereich ihrer farbführenden Walzen einen Spritzschutz auf.

Bei modernen Rotationsdruckmaschinen wird die Druckgeschwindigkeit von Jahr zu Jahr immer weiter erhöht. Das führt dazu, dass die farbführenden Walzen eine immer höhere Rotationsgeschwindigkeit aufweisen. Je höher die Rotationsgeschwindigkeit ist, neigt die Farbe – auch in Abhängigkeit von ihrer Viskosität – eher dazu, von der farbführenden Walze abgeschleudert zu werden.

Um wirksam zu verhindern, dass die eventuell abgeschleuderte Farbe Maschinenteile oder gar den Bedruckstoff verschmutzt, werden insbesondere in den Endbereichen der farbführenden Walzen Bleche als Spritzschutz angeordnet. Dieser Spritzschutz überdeckt jeweils im Endbereich der Walze Teile der Walzenumfangsfläche und/oder Teile der Walzenstirnfläche. Insbesondere in Flexodruckmaschinen reicht es meist aus, die farbführende Rasterwalze mit einem derartigen Spritzschutz, der die Rasterwalze nur teilweise überdeckt, zu versehen.

In der Praxis muß ein derartiger Spritzschutz abnehmbar an der Druckmaschine befestigt sein. Insbesondere wenn auf die Walze eine Hülse, ein sogenannter Sleeve, aufgezogen ist, muß diese zum Wechseln des Sleeves häufiger demontiert werden, um das jeweilige Sleeve in axialer Richtung auf den die Walze bildenden Grunddorn aufzuschieben. Hierzu muß jeweils der Spritzschutz abgebaut werden.

Bislang wurde der Spritzschutz an der Druckmaschine mittels Schrauben befestigt. Dabei wird der Spritzschutz entweder unmittelbar am Maschinenrahmen oder an einem die Walzen tragenden Lagerbock befestigt. Alternativ ist es aber auch bereits bekannt, an der Druckmaschine, d. h. am Maschinenrahmen bzw. an den Lagerböcken Gewindestücke vorzusehen, auf die der Spritzschutz aufgeschoben werden kann. Zur Festlegung des Spritzschutzes sind nun Flügelmuttern auf die jeweiligen Gewindestücke aufzuschrauben. Die Montage bzw. Demontage des Spritzschutzes ist bei dieser konventionellen Befestigung umständlich und langwierig.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Druckmaschine derart weiterzubilden, dass der die farbführenden Walzen teilweise abdeckende Spritzschutz einfach und schnell demontierbar bzw. montierbar ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Kombination der Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Danach ist druckmaschinenseitig ein Anbauzapfen vorgesehen, der eine im Spritzschutz angeordnete formangepaßte Bohrung durchsetzt und ein Rast- oder Sicherungselement zur Fixierung des Spritzschutzes aufweist. Erfindungsgemäß wird also ein glatter Anbauzapfen druckmaschinenseitig vorgesehen, auf den der Spritzschutz einfach aufgeschoben wird. Nach dem Aufschieben wird er in seiner Position durch ein automatisch einrastendes Rastelement oder durch ein einsteckbares Sicherungselement fixiert. Hierdurch lässt sich in besonders einfacher Weise eine Schnellmontage des beim Walzenwechsel zu demontierenden Spritzschutzes erreicht.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den sich an den Hauptanspruch anschließenden Unteransprüchen.

Demnach kann der Anbauzapfen einen runden Querschnitt aufweisen. Hierbei ist auch die Bohrung im Spritzschutz entsprechend rund gestaltet. Um einen Kippschutz im Spritzschutz zu realisieren, ist an der Druckmaschine beabstandet vom Anbauzapfen ein stiftförmiger Vorsprung vorgesehen, der den Spritzschutz ebenfalls durchsetzt. Hierdurch wird ein Verdrehen des Spritzschutzes um den Anbauzapfen wirksam verhindert.

Als alternative Verdrehsicherung kann der Anbauzapfen auch einen polygonen Querschnitt aufweisen, an den die Bohrung des Spritzschutzes formangepaßt ist.

Eine besonders einfache Sicherung des Spritzschutzes auf dem Anbauzapfen ist dadurch realisiert, dass der Anbauzapfen durch eine quer zu seiner Längsachse verlaufende Bohrung durchsetzt ist, durch die als Sicherungselement ein Splint einsteckbar ist. Nach entsprechendem Aufsetzen des Spritzschutzes auf den Anbauzapfen kann hier eine Sicherung durch Einstecken des Splints realisiert werden.

Alternativ kann im Anbauzapfen mindestens eine Kugel als Rastelement derart federnd gelagert sein, die in ihrer Ruhestellung über den Umfang des Anbauzapfens hinausragt. Wird nun der Spritzschutz auf den Anbauzapfen aufgeschoben, so wird das Rastelement gegen die Federkraft zunächst in das Innere des Anbauzapfens zurückbewegt. Nach Überschieben des Spritzschutzes über die Kugel wird diese durch die Feder wieder in ihre Ruhestellung gedrückt, so dass ein den Spritzschutz festlegender Schnappmechanismus realisiert ist. Vorteilhaft sind auf Umfang des Anbauzapfens mehrere federnd gelagerte Kugeln als Rastelemente vorgesehen. Um die federnd gelagerten Kugeln einzubauen, sind den Anbauzapfen durchsetzende Gewindebohrungen vorgesehen, in die die federnd gelagerten Kugeln als Baueinheit einschraubbar sind.

Vorzugsweise ist der Spritzschutz über ein abgewinkeltes Halteblech, in welchem die den Anbauzapfen aufnehmende Bohrung aufweist vorgesehen ist, angebaut.

Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:

1: ein Detail einer Druckmaschine in perspektivischer Ansicht,

2: eine perspektivische Detailansicht eines Details der 1 und

3: eine Seitenansicht auf eine der 1 entsprechende alternative Ausführungsform.

In 1 ist schematisch ein Detail einer Flexodruckmaschine gezeigt, in welcher eine Rasterwalze 10, die in hier nicht näher dargestellten Lagerböcken aufgelagert ist, mit einem Spritzschutz 12 versehen ist. Wie aus der 1 hervorgeht, ist der Spritzschutz 12 im Endbereich der Walze angeordnet und überdeckt hier nur Teile der Walzenumfangsfläche und Teile der Walzenstirnfläche. Der Spritzschutz ist über ein abgewinkeltes Halteblech 14 mit einem druckmaschinenseitigen Blech 16 verbunden.

Die Art und Weise dieser Verbindung geht aus der vergrößerten Darstellung gemäß 2 hervor. Dort ergibt sich, dass das Halteblech 14, über welches der Spritzschutz 12 in Position gehalten wird, auf einen maschinenseitigen Anbauzapfen 18 aufgeschoben ist. Entsprechend dem hier kreisrund ausgeführten Anbauzapfen 18 weist das Montageblech 14 für den Spritzschutz 12 eine kreisrunde Ausnehmung 20 auf, die in ihrem Randbereich mittels eines Verstärkungsrings 22 verstärkt ist, also hier eine dickere Blechdicke aufweist.

Im Anbauzapfen 18 sind drei Gewindebohrungen 24, 26 und 28 vorgesehen, in welche Rastelementeinheiten 30 eingeschraubt sind. Eine jeweilige Rastelementeinheit besteht aus einer federbelasteten Kugel, die in einem mit Außengewinde versehenen Zylinder gehalten ist. Dieser Zylinder kann über einen an seiner Unterseite vorgesehenen Schlitz mittels eines Schraubendrehers in die Gewindebohrung 24, 26 oder 28 eingeschraubt werden. Das Rastelement ist dabei so aufgebaut, dass die federbelastete Kugel in Form einer Rastkugel über den Außenumfang des Anbauzapfens 18 hinausragt und gegen die Federkraft in den Zylinder 30 hineingedrückt werden kann. Hierdurch ist es möglich, dass der Spritzschutz 12 mittels des Halteblechs 14 auf den Anbauzapfen 18 aufgeschoben wird, so dass das Rastelement gegen die Federkraft zunächst in das Innere des Anbauzapfens 18 zurückbewegt wird und nach Überschieben des Spritzschutzes über die Kugel diese wieder durch die Feder in ihre Ruhestellung zurückgedrückt wird, so dass ein den Spritzschutz 12 festlegender Schnappmechanismus realisiert ist.

Um ein Verdrehen des Spritzschutzes 12 um den kreisrunden Anbauzapfen 18 zu verhindern, ist zusätzlich ein stiftförmiger Vorsprung 32 am druckmaschinenseitigen Blech 16 vorgesehen, der eine entsprechende Bohrung im Halteblech 14 durchsetzt.

In 3 ist eine alternative Ausgestaltung einer Spritzschutzbefestigung in Seitenansicht schematisch gezeigt. Hier sind gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Es ist hier also wiederum ein Halteblech 14 zum Halten des Spritzschutzes 12 in der gewünschten Position im Endbereich der Walze 10 gezeigt, wobei das Halteblech 14 wieder über einen am maschinenseitigen Blech 16 angeformten Anbauzapfen 18 aufgeschoben ist. Der Anbauzapfen 18 in der Ausführungsform gemäß 3 weist lediglich eine – hier nicht näher dargestellte – quer zur Achse verlaufende Durchtrittsöffnung auf, durch die ein Splint 34 geschoben werden kann, um das Halteteil 14 in der montierten Position zu fixieren. Auch in dieser Ausführungsform ist ein Verdrehschutz durch den Anbauzapfen 32, der eine entsprechende Bohrung im Halteteil 14 durchsetzt, realisiert.


Anspruch[de]
Druckmaschine, vorzugsweise Rotationsdruckmaschine, mit einem Spritzschutz, der im Endbereich einer farbführenden Walze an der Druckmaschine befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass druckmaschinenseitig ein Anbauzapfen angeordnet ist, der eine im Spritzschutz angeordnete formangepaßte Bohrung durchsetzt und ein Rast- oder Sicherungselement zur Fixierung des Spritzschutzes aufweist. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anbauzapfen einen runden Querschnitt aufweist und dass beabstandet vom Anbauzapfen ein stiftförmiger Vorsprung an der Druckmaschine vorgesehen ist, der zur Realisierung eines Kippschutzes eine entsprechende weitere Bohrung im Spritzschutz durchsetzt. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anbauzapfen eine polygonen Querschnitt aufweist. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Anbauzapfen durch eine quer zu seiner Längsachse verlaufenden Bohrung durchsetzt ist, durch die als Sicherungselement ein Splint steckbar ist. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Anbauzapfen mindestens eine Kugel als Rastelement derart federnd gelagert ist, dass sie in ihrer Ruhestellung über den Umfang des Anbauzapfens hinausragt. Druckmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass über den Umfang des Anbauzapfens verteilt mehrere federnd gelagerte Kugeln als Rastelemente vorgesehen sind. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Anbauzapfen dieses durchsetzende Gewindebohrungen angeordnet sind, in die die aus der federbelasteten Kugel bestehenden Rastelemente einschraubbar sind. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Spritzschutz über ein abgewinkeltes Halteblech, in dem die das Anbauzapfen aufnehmende Bohrung angeordnet ist, an der Druckmaschine angebaut ist.






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