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Dokumentenidentifikation DE202007008715U1 20.12.2007
Titel Thermisch isolierende Tür
Anmelder Plattenhardt + Wirth GmbH, 88074 Meckenbeuren, DE
Vertreter Patentanwälte Eisele, Dr. Otten, Dr. Roth & Dr. Dobler, 88212 Ravensburg
DE-Aktenzeichen 202007008715
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 20.12.2007
Registration date 15.11.2007
Application date from patent application 19.06.2007
IPC-Hauptklasse E06B 3/70(2006.01)A, F, I, 20070619, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E06B 5/10(2006.01)A, L, I, 20070619, B, H, DE   F25D 23/02(2006.01)A, L, I, 20070619, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine thermisch isolierende Tür nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Bei thermisch zu isolierenden Räumen, wie z.B. Kühlräumen stellt sich stets das Problem, dass Öffnungen nur kurzzeitig geöffnet werden sollen, um die Temperatur im Inneren des Kühlraums energieeffizient zu halten. Bei befahrbaren Kühlräumen sind hierzu Schiebetüren in Gebrauch, die mit hoher Geschwindigkeit geöffnet und wieder geschlossen werden. Die Torblätter sind hierbei kälteisolierend ausgebildet, um den Kälteverlust im Kühlraum zu reduzieren.

In Benutzung sind unterschiedliche Ausführungen von solchen Schiebetoren. Eine erste Ausführungsform verwendet starre Torblätter aus einem Sandwichelement, d.h. beidseitige Deckschalen aus Blech oder dergleichen, die im Kern mit Polyuhrethandämmstoff gefüllt sind. Die rahmenseitigen Abdichtungen erfolgen über Dichtgummis, welche über den Rahmen beheizt werden, um ein Durchfrieren im Tiefkühlbereich zu verhindern.

Der Vorteil der starren Torblätter ist die dichte Anbindung an den Torrahmen mit der dazugehörigen Rahmenheizung. Nachteilig ist jedoch, dass bei zu schneller Durchfahrt, z.B. mit Staplern das Torblatt des öfteren dauerhaft beschädigt wird.

Um diesen Nachteil zu vermeiden sind in einer zweiten Ausführungsform flexible Torblätter in Gebrauch. Diese flexiblen Torblätter benötigen bedingt durch die lose Anbindung am Rahmen eine extrem starke Rahmenheizung und Belüftung, um das Anfrieren zu verhindern.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine thermisch isolierende Tür für zu isolierende Räume, insbesondere Tiefkühlräume vorzuschlagen, die einerseits eine gute, rahmenseitige Anbindung mit den damit verbundenen Vorteilen ermöglicht und zugleich die genannten Beschädigungen bei schneller Durchfahrt vermeidet oder zumindest vermindert.

Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Kühlraumschiebetür gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch dessen kennzeichnende Merkmale gelöst.

Durch die in den Unteransprüchen genannten Maßnahmen sind vorteilhafte Ausführungen und Weiterbildungen der Erfindung möglich.

Dementsprechend zeichnet sich eine erfindungsgemäße Tür dadurch aus, dass das Torblatt wenigstens einen starren Bereich und wenigstens einen flexiblen Bereich aufweist.

Auf diese Weise ist es möglich, die Nachteile der beiden nach dem Stand der Technik genannten Ausführungen zu vermeiden.

Eine gute Rahmenanbindung des Torblatts ist durch den starren Bereich des Torblatts möglich, während der flexible Bereich die Beschädigungen bei zu schneller Durchfahrt, beispielsweise durch Stapler oder dergleichen vermindert oder vermeidet.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Tür als ein- oder mehrflügelige Schiebetür ausgebildet, wobei die Torblätter im Falle einer zweiflügeligen Bauweise mittig schließen und beidseits beim Öffnen auseinandergeschoben werden. Auf diese Weise lässt sich eine ausreichend große Toröffnung mit hoher Geschwindigkeit öffnen und verschließen.

Auch bei Verwendung der erfindungsgemäß ausgebildeten Torblätter in Pendeltüren ergeben sich die oben angegebenen Vorteile.

Die Lagermittel zum Lagern des Torblatts bzw. der Torblätter werden bevorzugt am starren Bereich angebracht, um die Anbindung an den Torrahmen zu verbessern.

In einer besonderen Ausführungsform insbesondere als Schiebetür wird hierzu der starre Bereich des Torblatts so ausgebildet, dass er sich wenigstens an der Oberseite über die gesamte Breite des Torblatts erstreckt. Auf diese Weise können die Lagermittel über die gesamte Breite des Torblatts im starren Bereich wirksam werden.

Vorteilhafterweise wird weiterhin der flexible Bereich wenigstens teilweise auf der im geöffneten Zustand zu der vorgesehenen Durchfahrtsöffnung hinweisenden Durchfahrtsseite des Torblattes angeordnet. In diesem Bereich der Tür besteht hauptsächlich die oben angeführte Beschädigungsgefahr bei zu schneller Durchfahrt, so dass bei flexibler Ausgestaltung dieses Bereichs des Torblatts die Vorteile einer flexiblen Ausgestaltung besonders genutzt werden.

Weiterhin wird bevorzugt die Breite des flexiblen Bereichs zum Boden hin zunehmend ausgebildet. Diese Ausgestaltung trägt dem Umstand Rechnung, dass die größte Beschädigungsgefahr bei der Durchfahrt zumindest bei Gabelstaplern im Bodenbereich vorliegt, da die Höhe einer vor einem Stapler getragenen Palette in der Regel nicht die gesamte Torhöhe einnimmt. Die Kollisionsgefahr besteht damit vor allem im bodennahen Bereich. Bei Erreichen der Schiebetür durch das Fahrzeug mit seinem Fahrzeugaufbau ist diese in der Regel bereits soweit geöffnet, dass das gesamte Fahrzeug problemlos passieren kann.

Zu einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann sich der flexible Bereich über die gesamte Breite des Torblattes erstrecken. Auch in dieser Ausführung wird der flexible Bereich bevorzugt unter dem starren Bereich angeordnet. Dabei sind unterschiedlichste Konturen für die beiden Bereiche denkbar. So kommen schräge oder gekrümmte Übergänge vom starren Bereich ebenso in den flexiblen Bereich in Frage, wie ein gerader, waagerechter Übergang, bei dem z. B. beide Bereiche die Kontur eines Rechtecks aufweisen können.

Vorteilhafterweise wird weiterhin auf der Durchfahrtsseite des flexiblen Bereichs eine Abdeckung vorgesehen. Diese Abdeckung schützt zum einen das flexible Material im Falle von Kollisionen und ermöglich darüber hinaus die Anbringung von Funktionselementen, beispielsweise von Heizelementen oder dergleichen.

Eine solche Abdeckung wird vorzugsweise als starres Profil, beispielsweise als U-Profil ausgebildet, das das flexible Material des Torblatts nicht nur stirnseitig bedeckt, sondern dieses auch randseitig im Falle eines U-Profils beidseitig umgreift.

Wie bereits erwähnt, wird für den Einsatz an einem Kühlraum bevorzugt randseitig an dem Torblatt wenigstens teilweise eine Heizung vorgesehen, um ein Zufrieren der Tür zu vermeiden. Diese randseitige Heizung wird im flexiblen Bereich des Torblatts bevorzugt in der randseitigen Abdeckung untergebracht.

Weiterhin wird vorteilhafterweise randseitig am Torblatt wenigstens teilweise eine Dichtung vorgesehen. Diese Dichtung sorgt für eine gute thermische Isolation bei geschlossenem Tor.

Vorzugsweise wird zusätzlich ein Sicherheitselement vorgesehen, das dem Personenschutz dienen kann. Steht eine solche Person (oder ein Gegenstand) in der Türöffnung, während diese schließt, so wird eine solche Gefahrensituation durch das Sicherheitselement erfasst und der Türsteuerung mitgeteilt. Die Schließbewegung kann daraufhin abgebrochen und die Tür wieder geöffnet werden. Eine Verletzung durch Quetschungen oder Zerstörungen eines Gegenstandes durch Quetschungen sind damit unterbunden. Zusätzlich wird eine Überlastung des Türantriebs durch Blockieren verursacht durch eine Person oder einen Gegenstand verhindert.

Das Sicherheitselement kann verformbar ausgestaltet und mit einem Sensor versehen sein, der eine solche Verformung detektiert. In Kombination mit oder ohne verformbarem Sicherheitselement sind alle Sensoren verwendbar, die geeignet sind, die Gefahrensituation zu erfassen. Neben mechanischen Schaltern kommen hierzu beispielsweise induktive, kapazitive, elektromagnetische und/oder Ultraschallsensoren in Betracht.

Das Sicherheitselement wird, insbesondere im Fall eines verformbaren Elementes, als Leiste ausgebildet, die auf der inneren Schmalseite, dass heißt der Durchfahrtseite des Torblatts, insbesondere des flexiblen Bereichs angebracht. Die Befestigung kann dabei vorteilhafterweise auf einer auf der Durchfahrtseite vorgesehenen Abdeckung des flexiblen Bereichs wie oben angeführt vorgenommen werden.

Das Sicherheitselement kann zusätzlich die Dichtung überlappen, um die Dichtung vor Beschädigung zu schützen. Darüber hinaus erhöht ein solches Sicherheitselement nach Art einer Labyrinthdichtung zusätzlich die Isolationswirkung der Dichtung.

Bevorzugt wird der starre Bereich des Torblatts so ausgestaltet, dass er sich bis zum Boden erstreckt. Diese Ausdehnung des starren Bereichs wird bevorzugt an der Außenseite des Torblatts vorgenommen, wo die oben genannte Beschädigungsgefahr bei zu schneller Durchfahrt nicht besteht. Die Erstreckung des starren Bereichs bis zum Boden bietet den Vorteil, auch an der Außenseite des Torblatts eine gute Rahmenanbindung zu gewährleisten.

Darüber hinaus kann in diesem Fall der starre Bereich zudem ein Bodenführungselement umfassen, wodurch eine zuverlässige wandparallele Führung des Torblatts in der Schiebebewegung verwirklicht werden kann.

Der starre Bereich des Torblatts kann wie bisherige starre Kühlraumschiebetore ausgestaltet werden, z.B. als Sandwichelement mit Deckschalen beidseits eines Kerns aus Dämmstoff, beispielsweise Polyuhrethan-Dämmstoff.

Der flexible Bereich wird vorteilhafterweise ebenfalls mit einem Dämmstoff ausgebildet, z.B. in Form flexibler Dämmmatten. Vorteilhafterweise wird ein geschlossenzelliger Dämmstoff verwendet, der zum einen eine gute Kälteisolation, zum anderen jedoch auch im Vergleich zu offenzelligem Dämmstoff unempfindlicher gegenüber Feuchtigkeit und Schmutz ist.

Zur mechanischen Stabilisierung des flexiblen Torblattbereichs werden vorteilhafterweise flexible Versteifungselemente vorgesehen. Derartige Versteifungselement können als Einlagen im flexiblen Dämmstoff eingearbeitet sein. In Frage kommen beispielsweise flexible Stäbe, Bänder oder dergleichen. Besonders vorteilhaft ist in diesem Zusammenhang die Verwendung von Federstahl, der äußerst robust und formstabil ist und damit auch im flexiblen Bereich des Torblatts im Ruhezustand ohne Kraftbeaufschlagung eine ebene Ausrichtung des Torblatts gewährleisten kann.

In einer Weiterbildung der Erfindung wird wenigstens der flexible Bereich des Torblatts mit einer flexiblen Oberflächenbedeckung versehen. Dies sorgt zum einen für einen zusätzlichen Schutz des flexiblen Bereichs gegenüber Schmutz und Feuchtigkeit, zum anderen jedoch auch für eine verbesserte Ansicht. Diese flexible Abdeckung kann darüber hinaus bis in den starren Bereich des Torblatts erstreckt werden, wodurch sich insgesamt eine einheitliche Ansicht des Torblatts ergibt.

In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird der flexible Bereich des Torblatts mit einem flexiblen Dämmstoff versehen, der mittels einer flexiblen Abdeckplatte als Oberflächenbedeckung verkleidet ist. Eine solche Abdeckplatte bietet neben der verbesserten Außenansicht zugleich die Möglichkeit das Torblatt konstruktiv zu verbessern, beispielsweise dem diese Platte mit Eckelementen verbunden z.B. verschweißt wird, um insbesondere in den Ecken eine stabile und gegebenenfalls geschlossene Außenstruktur zu bilden. Eine solche flexible Platte kann beispielsweise eine PVC-Platte in der Wandstärke von einigen Millimetern, beispielsweise von 4 mm sein. Auch andere Kunststoffe kommen hierfür jedoch in Frage.

Wie bereits erwähnt, wird der flexible Bereich bevorzugt mit Versteifungselementen versteift. Eine weitere Verbesserung des Torblatts ergibt sich dabei dann, wenn derartige Versteifungselemente im starren Bereich des Torblatts verankert sind. Hierdurch kann eine zuverlässige Formstabilität nicht nur im Übergangsbereich, sondern des gesamten flexiblen Bereichs gewährleistet werden.

Erstrecken sich die Versteifungselemente weit in den flexiblen Bereich hinein, was im Extremfall bis zur gegenüberliegenden Wand der Fall sein kann, so wird hier durch die Formstabilität des flexiblen Bereich deutlich verbessert.

Auch eine schräge Anordnung der Versteifungselemente kann Vorteile bieten, um der Gravitation, die auf die flexiblen Materialien des flexiblen Bereichs wirkt, entgegenzuwirken. Dadurch kann beispielsweise das „Fließen" eines Kunststoffs oder dergleichen verhindert oder reduziert werden, so dass der flexible Bereich nicht oder nur wenig nach unten deformieren kann.

Die Flexibilität des Torblatts im flexiblen Bereich kann durch unterschiedliche Maßnahmen eingestellt werden. Neben der entsprechenden Materialauswahl kann auch ein Schichtaufbau vorgesehen werden, wobei entsprechende Schichten oder Lagen gegebenenfalls gegeneinander verschiebbar sind.

In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung sind zwei Lagen eines solchen flexiblen Bereichs gegeneinander verschiebbar, so dass sich die gewünschte Flexibilität auch bei einer entsprechenden Dicke des Torblatts ergeben kann.

Darüber hinaus besteht bei Verwendung flexibler Materialien die Gefahr, dass sich im Laufe der Zeit beim Betrieb eine permanente Aufwölbung in die eine oder andere Richtung ergibt. Um diesem entgegenzuwirken, können beispielsweise Zugelemente in flexiblen Bereich vorgesehen werden, die in bestimmten Bereichen, beispielsweise im unteren inneren Eckbereich und im starren Bereich befestigt sind. Durch Aufbringung eines Zugs auf diese Zugelemente kann gewissermaßen der flexible Bereich in die gewünschte Form gebracht werden. Bevorzugt werden derartige Zugelemente verstellbar ausgebildet, so das auch nachträglich ohne weiteres ein erfindungsgemäßes Torblatt im flexiblen Bereich wieder ausgerichtet werden kann.

Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass der flexible Bereich lösbar am starren Bereich des Torblatts befestigt ist. Eine solche lösbare Ausführung, beispielsweise mit Hilfe Bandschlössern oder dergleichen als Befestigungsmittel bietet zum einen Vorteile bei Beschädigungen, da in diesem Fall lediglich der flexible Bereich ausgetauscht werden muss. Auch bei besonderen Anforderungen an die Hygiene ergeben sich hierdurch Vorteile, da nach einer entsprechenden Betriebsdauer der flexible Bereich gegen einen neuen Bereich ausgetauscht werden kann.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform wird auf wenigstens einer Seite des Torblatts ein Sensor zur Objekterfassung vorgesehen. Eine solche Sensorvorrichtung kann dazu dienen, beim Auslösen des Sensors das Tor zu öffnen, um eine Kollision zu vermeiden. In Verbindung mit einem flexiblen Torblattbereich gemäß der Erfindung genügt dabei nur eine solche Sensoranordnung auf einer Seite des Tores. Erfolgt eine Kollision von der gegenüberliegenden Seite, so kann der flexible Torblattbereich soweit verbogen werden, bis er den Sensor auslöst. Da es sich bei Kühlvorrichtungen in der Regel um sehr schnell öffnende Tore handelt, kann auch bei einer Kollision von der dem Sensor gegenüberliegenden Seite das Tor durch Sensorauslösung so schnell geöffnet werden, dass beim Auffahren keine Zerstörung eintreten kann.

Eine vorteilhafte Ausführungsform eines solchen Sensors besteht in der Verwendung eines Lichtvorhangs, bei dessen Unterbrechung ein Signal ausgelöst wird. Auf diese Weise ist das Torblatt flächig überwacht. Bei entsprechend großem Lichtvorhang kann so beispielsweise die gesamte Torfläche überwacht werden.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird anhand der Figuren nachfolgend näher erläutert.

Im Einzelnen zeigen

1 eine Frontansicht auf eine erfindungsgemäße Kühlraumschiebetür in geschlossenem Zustand,

2 eine Draufsicht auf eine Flügeltür gemäß 1,

3 eine Detailvergrößerung der Bodenführung einer Tür gemäß 1,

4 eine Detailvergrößerung eines Querschnitts durch eine Tür gemäß 1,

5 zeigt eine Schnittdarstellung durch ein Torblatt gemäß 6,

7 eine Schnittdarstellung durch den flexiblen Bereich eines Torblatts und

8 eine Draufsicht auf eine öffnungsgemäße Schiebetür mit Sensorvorrichtung.

Die Kühlraumschiebetür 1 gemäß 1 besteht aus zwei Torblättern 2, 3, die in der dargestellten Stellung geschlossen sind und in Richtung der Pfeile P geöffnet werden können. Die geöffnete Position der Torblätter 2', 3' ist gestrichelt dargestellt. Beide Torblätter 2, 3 sind erfindungsgemäß mit einem starren Bereich 4 sowie einem flexiblen Bereich 5 versehen. Im flexiblen Bereich 5 sind Versteifungselemente 6, beispielsweise Federstahlstäbe gestrichelt angedeutet.

Der starre Bereich 4 erstreckt sich an der Längsseite 7 über die gesamte Höhe des Torblatts sowie an der Querseite 8 über dessen gesamte Breite. Die Verbindungslinie 9 zwischen dem starren Bereich 4 und dem flexiblen Bereich 5 lässt erkennen, dass die Breite des flexiblen Bereichs von oben nach unten zum Boden 10 hin zunimmt.

An der Oberseite befindet sich ein Querholm 11, der Antriebselemente zum Öffnen der Tür umfasst. Weiterhin sind Schleppkabel 12 für die in 1 nicht näher erkennbaren Heizungen dargestellt.

2 zeigt wiederum die Torblätter 2, 3 in geschlossener Position sowie in geöffneter Stellung 2', 3'. Erkennbar ist hier, dass die Schmalseite 13 des flexiblen Bereichs 5 durch ein U-Profil 14 abgedeckt ist.

In 3 ist der bodenseitige Anschluss erkennbar. Am Boden 10 ist ein Führungsprofil 15 befestigt, im konkreten Fall verschraubt. Dieses Führungsprofil 15 umfasst eine Führungsnut 16, in die ein Führungsfinger 17 eingreift, der seinerseits am Torblatt 2 verschraubt ist. Erkennbar ist in 3 weiterhin ein bodenseitiges Dichtprofil 18 mit innenliegender Heizung 19.

In 4 ist der Abschluss zwischen den Torblättern 2, 3 im flexiblen Bereich 5 vergrößert dargestellt. Beide Torblätter 2, 3 werden durch U-Profile 14, 20 abgedeckt. Am Torblatt 3 sind Sicherheitsleisten 21, 22 mit dem U-Profil 14 verbunden, die in der vorliegenden Ausführungsform verformbar und mit einer nicht näher dargestellten Sensorik zur Erfassung solcher Verformungen versehen ist. Über eine solche Sensorik kann die Verformung der Steuerung des Torantriebs mitgeteilt werden, so dass der Schließvorgang abgebrochen und, sofern dies in solchen Fällen erwünscht ist, das Tor wieder geöffnet wird. Beliebige Sicherheitsroutinen können in diesem Fall im Bereich der Antriebssteuerung vorgesehen werden.

Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Sicherheitsleisten so ausgestaltet, dass sie ein Dichtprofil 23 umgreifen, das an dem U-Profil 20 des Torblatts 2 befestigt ist. Auch das Dichtprofil 23 umschließt eine Heizung 24. Die Sicherheitsleisten 21, 22 ergeben in Verbindung mit dem Dichtprofil 23 eine zusätzliche Labyrinthdichtung im Bereich der Schließstelle zwischen den Torblättern 2, 3. Darüber hinaus schützen sie die Dichtung 23.

Durch den starren Bereich 4 jedes Torblatts 2, 3 ist eine gute Anbindung an der oberen Querseite 8 sowie an der Längsseite 7 zum Torrahmen 25, 26 gewährleistet. Die nicht näher dargestellte verschiebbare Lagerung der einzelnen Torblätter 2, 3 kann an der oberen Querseite 8 starr und solide befestigt werden. Es ergibt sich somit eine zuverlässige Führung bei der Verschieberichtung. Diese wird bodenseitig noch verbessert, indem die Führungselemente, z.B. in Form des Führungsfingers 17 und im Führungsprofil 15 ebenfalls am starren Bereich 4 angebracht werden.

Die flexiblen Bereiche 5 der Torblätter 2, 3 hingegen vermindern die Gefahr der Beschädigung bei schneller Durchfahrt eines Fahrzeugs, beispielsweise eine Staplers bei noch nicht ausreichend geöffnetem Tor. Die Versteifungselemente 6, beispielsweise in Form von Federstahl bewirken einerseits ein Nachgeben der Torblätter 2, 3 im flexiblen Bereich 5 und sorgen zugleich für eine zuverlässige Rückstellung in die Ausgangsposition, sobald die Kraftbeaufschlagung beendet ist.

Die zusätzlichen Merkmale wie Abdeckungen, Dichtungen und Heizungen sorgen für weitere Schutz- und Dichtfunktionen und verhindern zuverlässig das Zufrieren einer derartigen Kühlraumschiebetür.

Das Torblatt 27 gemäß den 5 und 6 entspricht im Wesentlichen den vorbeschriebenen Torblättern 2, 3. In der Darstellung gemäß 6 und insbesondere gemäß 5 sind die Befestigungselemente 8 von Versteifungselementen aus Federbandstahl 29 veranschaulicht. In einem Ankerblock 30 ist eine Ausnehmung 31 angebracht, in die der Federbandstahl 29 hineinragt. Er ist dort mit einer Schraubenmutter 32 verstellbar an einem Schraubbolzen 33 fixiert. Die Befestigungsvorrichtung 28 ist im starren Torblattbereich 34 fest verankert.

Der Federbandstahl 29 ragt in den flexiblen Torblattbereich 35 hinein, wo er endseitig mit einem Ankerelement 36 über querstehende Ankerstäbe im flexiblen Dämmmaterial 38 verankert ist. Je weiter der Federbandstahl 29 in den flexiblen Torblattbereich 35 hineinragt, um so stärker kann er dort tragende Funktionen erfüllen, sofern er am gegenüberliegenden Ende im starren Torblattbereich 34 verankert ist. Durch Drehen am Schraubbolzen 33 lässt sich die Position der Schraubenmutter 32 und somit das eine Ende des Federbandstahls 29 in Bezug zur Ebene des Torblatts variieren. Dadurch lässt sich die Ausrichtung des flexiblen Torblattbereichs 35 in Bezug zur Torebene justieren. Sollte beispielsweise eine dauerhafte Verformung des flexiblen Torblattsbereichs 35 durch wiederholtes Auffahren erfolgt sein, so kann durch diese Justiermöglichkeit die Form des flexiblen Vortrittbereichs 35 nachgestellt werden.

In der Ausführung gemäß den 5 und 6 ist der flexible Torblattbereich 35 zudem lösbar vom starren Torblattbereich, indem die Schraubbolzen 33 gelöst werden. Der Austausch des flexiblen Torblattbereichs ist somit leicht möglich.

7 zeigt eine Ausführungsvariante für den inneren Aufbau eines flexiblen Torblattbereichs 35 zwischen zwei äußeren Wandplatten 39, 40, die stirnseitig mit einem Abschlussblock 41 verbunden, beispielsweise verklebt sind. Der Abschlussblock 41 ist in dieser Ausführungsform als Laminat mehrschichtig ausgeführt.

Das Dämmmaterial 42 ist in mehreren aus Dämmmatten 43 gebildeten Lagen aufgebaut. Dabei sind die meisten dieser Dämmmatten 43 über eine Klebeschicht 44 miteinander verbunden. Somit ergibt sich wiederum ein Laminat aus Dämmmatten 43.

Um die Flexibilität des flexiblen Torblattbereichs 35 aufgrund der Dicke D dieses Torblattbereiches 35 nicht zu sehr zu beeinträchtigen, kann in vorteilhaften Ausführungsformen eine Verschiebbarkeit von solchen Dämmmatten 43 vorgesehen werden. Vorliegend ist beispielsweise die Grenzfläche 45 zwischen der oberen Schicht 46, die aus zwei verklebten Dämmmatten 43 gebildet ist, und der unteren Schicht 47, die vorliegend aus drei solchen verklebten Dämmplatten 43 gebildet wird, nicht verklebt. Die obere Schicht 46 sowie die untere Schicht 47 sind somit gegeneinander beweglich, wodurch sich die Flexibilität des flexiblen Torblattbereichs 35 im Vergleich zu einer vollverklebten Version erhöht.

Diese Möglichkeit, die Flexibilität einer Schichtstruktur zu erhöhen oder zu verringern, je nachdem wie viele Schichten miteinander verbunden, beispielsweise verklebt werden bzw. wie viele Schichten gegeneinander verschiebbar angeordnet sind, kann zur beliebigen Einstellung der Flexibilität genutzt werden. Dabei können unterschiedliche Materialien sowie unterschiedliche Dicken D des Torblatts verwendet werden, wobei durch zwei oder mehrere gegeneinander verschiebliche Schichten eine Erhöhung der Flexibilität sowie bei voll miteinander verbundenen, bzw. verklebten Schichten eine Versteifung des Torblatts bewirkt wird.

8 zeigt eine Türanordnung gemäß 2, wobei nunmehr eine Sensorvorrichtung 48 vorgesehen ist. Die Sensorvorrichtung 48 beinhaltet vorliegenden einen Sender 49 sowie einen Empfänger 50, die einen Lichtvorhang 51 ausbilden. Bei Annäherung an das Tor von der Rückseite in Richtung des Pfeils R, beispielsweise beim Auffahren eines Fahrzeugs wird der Lichtvorhang 51 unmittelbar unterbrochen, so dass über eine entsprechende Steuerung das Tor geöffnet wird. Bei Annäherung in Richtung V auf die Vorderseite der Kühlraumschiebetür 1 werden flexiblen Bereiche 5 zunächst eingedrückt, was durch die Position 5' angedeutet ist. Somit gelangen die flexiblen Bereiche 5 in den Wirkungsbereich des Lichtvorhangs 51, so dass die Sensorvorrichtung 48 das Öffnen der Türe auslöst. Die erfindungsgemäßen flexiblen Bereiche 5 ermöglichen es daher zusätzlich, mit nur einer Sensorvorrichtung auf nur einer Seite der Kühlraumschiebetür 1 eine automatische Steuerung des Öffnungsvorgangs zu realisieren.

Die beschriebene Torblattgestaltung ist nicht nur bei Schiebetüren wie in den Ausführungsbeispielen von Vorteil, sondern kann auch bei anderen Türen, z.B. Pendeltüren oder Kipptüren eingesetzt werden. Weiterhin erstreckt sich die Erfindung nicht nur auf zweiflügelige, sondern auch auf einflügelige oder mehrflügelige Türen.

1
Kühlraumschiebetür
2
Torblatt
3
Torblatt
4
Steuerbereich
5
flexibler Bereich
6
Versteifungselement
7
Längsseite
8
Querseite
9
Verbindungslinie
10
Boden
11
Querholm
12
Schleppkabel
13
Schmalseite
14
U-Profil
15
Führungsprofil
16
Führungsnut
17
Führungsfinger
18
Dichtprofil
19
Heizung
20
U-Profil
21
Sicherheitsleiste
22
Sicherheitsleiste
23
Dichtprofil
24
Heizung
25
Torrahmen
26
Torrahmen
27
Torblatt
28
Befestigungsvorrichtung
29
Federbandstahl
30
Ankerblock
31
Ausnehmung
32
Schraubenmutter
33
Schraubbolzen
34
starrer Torblattbereich
35
flexiblen Torblattbereich
36
Ankerelement
37
Ankerstäbe
38
Dämmmaterial
39
Wandplatte
40
Wandplatte
41
Abschlussblock
42
Dämmmaterial
43
Dämmmatten
44
Klebeschicht
45
Grenzfläche
46
obere Schicht
47
untere Schicht
48
Sensorvorrichtung
49
Sender
50
Empfänger
51
Lichtvorhang


Anspruch[de]
Thermisch isolierende Tür mit wenigstens einem Torblatt, das in eingebautem Zustand verschiebbar vor einer Kühlraumöffnung gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Torblatt (2, 3) wenigstens einen starren (4) und wenigstens einen flexiblen (5) Bereich aufweist. Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Torblätter (2, 3) vorgesehen sind. Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Lagermittel zum verschiebbaren Lagern der Tür am starren Bereich (4) des Torblatts (3) angeordnet sind. Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der starre Bereich (4) an der Oberseite (8) über die gesamte Breite des Torblatts (3) erstreckt. Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der flexible Bereich (5) auf der im geöffneten Zustand zur vorgesehenen Durchfahrt hinweisenden Durchfahrtsseite des Torblatts (3) liegt. Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite des flexiblen Bereichs von der Durchfahrtsseite aus zum Boden (10) hin zunehmend ausgebildet ist. Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Durchfahrtsseite des flexiblen Bereichs (5) eine Abdeckung (14) vorgesehen ist. Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (14) des flexiblen Bereichs (5) als starres Profil ausgebildet ist. Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass randseitig am Torblatt wenigstens teilweise eine Heizung (19, 24) vorgesehen ist. Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Torblatt randseitig wenigstens teilweise eine Dichtung (18, 23) vorgesehen ist. Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sicherheitselement (21, 22) zur Sicherung von im Schließbereich der Tür befindlichen Person oder Gegenständen vorgesehen ist. Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der starre Bereich (4) des Torblatts (3) bis zum Boden (10) erstreckt. Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der starre Bereich (4) des Torblatts (3) ein Bodenführungselement (17) umfasst. Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der flexible (5) und/oder der starre (4) Bereich des Torblatts (2, 3) einen Dämmstoff umfasst. Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der flexible Bereich einen flexiblen Dämmstoff (43) aufweist, der mittels einer oder mehrerer flexiblen Abdeckplatten (39, 40) abgedeckt ist. Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der flexible Bereich (5) des Torblatts (2, 3) Versteifungselemente (6) umfasst. Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungselemente (29) im starren Bereich (34) des Torblatts verankert sind. Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungselemente (29) wenigstens teilweise aus Edelstahl bestehen. Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Torblatt im flexiblen Bereich (35) wenigstens zwei gegeneinander verschiebbare Lagen (46, 47) aufweist. Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Zugelemente im flexiblen Bereich vorgesehen sind, um einer permanenten Aufwölbung des Torblatts entgegen zu wirken. Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der flexible Bereich (35) lösbar am starren Bereich (34) des Torblatts befestigt ist. Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf wenigstens einer Seite des Torblatts eine Sensorvorrichtung (48) zur Objekterfassung vorgesehen ist. Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorvorrichtung (48) einen Lichtvorhang (51) umfasst. Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie als ein- oder mehrflügelige Schiebetür und/oder Pendeltür und/oder Kipptür ausgebildet ist.






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