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Vorrichtung zur Reduzierung von Beifang beim Fangen von Fischen - Dokument DE202007010701U1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202007010701U1 20.12.2007
Titel Vorrichtung zur Reduzierung von Beifang beim Fangen von Fischen
Anmelder Soltenau, Rupert, 80802 München, DE
DE-Aktenzeichen 202007010701
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 20.12.2007
Registration date 15.11.2007
Application date from patent application 01.08.2007
IPC-Hauptklasse A01K 79/00(2006.01)A, F, I, 20070801, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A01K 73/00(2006.01)A, L, I, 20070801, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Aus den 50er und 60er Jahren, aber auch aus jüngeren Anmeldungen Zeit sind verschiedene Verfahren zur Reduzierung von Beifang vor allem beim Fang von Fischen mit pelagischen Netzen bekannt. In der Hauptsache kommen dabei die unterschiedlichsten Formen der Elektrofischerei zur Anwendung, aber auch Licht- und akustische Reize sollen helfen diejenigen Fische von den Netzen fern zu halten, die entweder untermäßig sind oder einer unerwünschten Gattung angehören. Erfolge können dabei durchaus erzielt werden. Trotzdem haben sich diese Verfahren nur in einigen wenigen Bereichen durchgesetzt, da sie für den täglichen Einsatz auf hoher See entweder ungeeignet, zu anfällig oder einfach zu kostspielig sind.

Aktuell hat sich die Forschung der Beeinflussung von Fischen mit Hilfe von Luftwänden zugewandt. Dabei experimentierte man bislang mit statischen und beweglichen Wänden aus Luftblasen und erhielt ermutigende Ergebnisse, wie sich Fischschwärme in ihrer Bewegungsrichtung und bis zu einem gewissen Grad auch in ihrem Verhalten beeinflussen lassen. Siehe dazu US 2006/0174839 A1 in den Nummern [0003-0011]. Auf diesen Erkenntnissen, vor allem auf der Tatsache, dass sich Fische sehr gut von beweglichen Wänden aus Luft beeindrucken lassen, baut die vorliegende Erfindung auf.

Der im Patentanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, den unerwünschten Beifang beim Fangen von Fischen insbesondere mit pelagischen Netzen mit Hilfe einer preisgünstigen, robusten und für die tägliche Anwendung auf hoher See geeigneten Vorrichtung zu reduzieren.

Dieses Problem wird durch die im Patentanspruch 1 aufgeführten Merkmale gelöst

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass die vorgeschlagene Wand aus Luftblasen auf die denkbar einfachste Weise mit Hilfe von robusten und leicht zu handhabenden verschieden perforierten Schläuchen aufgestellt werden kann. Als zweiten Teil der Ausrüstung bedarf es zudem nichts weiter als eines leistungsfähigen, justierbaren Kompressors, welcher mit einem Ende der Schläuche verbunden ist. Weder Wind noch Wellen noch der tägliche Aufwickelvorgang noch irgend eine komplizierte Auslegevorrichtung noch eine anfällige und mitunter auch gefährliche Hochspannung machen die Vorrichtung zu einem Problem. Der bzw. die Luftschläuche werden lediglich an den vorderen Enden des Fangnetzes befestigt, z.B. wo letzteres an die Zugleinen grenzt, so dass die von ihr aufsteigenden Luftblasen eine Sperre aus Luft vor dem Eingang des Fangnetzes bildet Dabei werden sie ggf. durch Gewichte beschwert und zusammen mit dem Netz zu Wasser gelassen. Sobald sich das Fangnetz einem Fischschwarm nähert, aktiviert der Fischer die Wand aus Luftblasen und die Fische, welche in Richtung auf die Luftblasen schwimmen, werden in entsprechender Weise beeinflusst. Dabei müssen zuvor die sicherlich noch zu gewinnenden Erfahrungswerte für die optimale Einstellung sowohl in Bezug auf die Dichte der Luftblasen, ihre Größe, die Dicke der Luftblasenwand sowie die optimale Stellung der Luftblasenwand zum Fangnetz gewählt sein. Tatsache ist jedenfalls, dass die Fische auf die bewegte Luftblasenwand reagieren, weshalb aufgrund der oben genannten Forschungsergebnisse anzunehmen ist, dass nicht eine einzige Stellung, Form und Stärke der Luftblasenwand optimale Ergebnisse erzielen wird, sondern dass die eine Fischart eher von mehreren, hintereinander gestaffelten, nicht allzu heftig sprudelnden Luftblasenwänden, die andere wiederum von einer U-förmig ausgestellten Luftblasenwand in der gewünschten Weise beeinflusst wird. Außerdem wirken sich die bewegten Luftblasenwände auch unterschiedlich auf die Größe der Fische innerhalb einer Spezies aus. Damit aber wird das eine kostbare Ziel erreichbar, mit Hilfe der Luftblasen die Trennung der kleineren Exemplare einer Fischart aus dem Schwarm zu bewirken. Dies geschieht entweder dadurch, dass sie durch die Zwischenräume der von groben Luftblasen erzeugten Wand hindurch schwimmen, wohingegen sich ihre größeren Artgenossen veranlasst sehen nach oben auszuweichen, wo sie dann von einem höher gestellten Fangnetz abgefangen werden, dessen oberer Bereich in Zugrichtung weiter nach vorne reicht als der untere, so dass die Fische auf ihrem Weg mit den Luftblasen nach oben in diesem überlappenden Netzbereich hängen bleiben. Oder aber die Luftblasen sind so fein, dicht und zahlreich, dass sie die großen Exemplare nicht vom Weiterschwimmen abhalten, die kleinen aber schon. Auf diese Weise landen vor allem die maßigen Fische im Fangnetz, wenn dieses entsprechend hinter der Luftblasenwand geschleppt wird. Sollten die Fische der ein oder anderen Gattung die Tendenz haben auch nach den Seiten auszuweichen, so ist es vorteilhaft, eine U-förmige oder V-förmige Luftblasenwand einzusetzen. Auch an einen ganzen Teppich sprudelnder ggf. in Schüben ausströmender Luftblasen ist zu denken (mehrere Luftblasenwände hintereinander), der an Intensität gewinnt, je näher die Fische dem Fangnetz kommen. Außerdem, um auch dies zu erwähnen, besteht natürlich die Möglichkeit die Luftblasenwand mit Lichtreizen und/oder akustischen Reizen zu verstärken. Gewiss ist hier noch eine Menge Forschungsarbeit zu leisten und ein gehöriges Maß an Erfahrung zu gewinnen, ehe sich der Beifang in der gewünschten und mittlerweile dringend erforderlichen Menge reduzieren lässt. Allein der Blick auf den bedrohlichen Zustand unserer Fischgründe wird jeden Fischer, Forscher, Politiker und Verbraucher motivieren.

Zeichnungen:

Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben

Es zeigen

1 das ausgestellte Fangnetz (2) aus der Sicht von oben, welchem eine U-förmige Wand (3) aus Luftblasen (4) vorgestellt ist

2 das ausgestellte Fangnetz (2) von der Seite, welchem eine Wand (3) aus Luftblasen (4) vorgestellt ist, die unmittelbar am unteren Rand des Fangnetzes (2) erzeugt wird.

In der 1 ist dem Fangnetz (2) eine Wand (3) aus Luftblasen (4) vorgestellt, welche zwei unmittelbar hintereinander befindlichen Schläuchen (5) entströmen. Diese teilen sich aus einem einzigen Schlauch (5) auf, der beide Abzweigungen mit Luft versorgt. Obwohl nur ein Schlauch (5) zur Versorgung der perforierten U-förmigen Schlauchabschnitte nötig ist, reichen zwei Schläuche (5) bis an das Fischerboot heran. Dies ist der Fall, weil der Schlauch (5) zugleich als Ersatz für die Zugleinen (6) des Netzes (2) dient. Der Vorteil einer solchen Ausführung besteht darin, dass das Netzt (2) beim Einholen nicht von zwei Trossen unterschiedlicher Geschwindigkeit herangezogen werden muss, da sich beide Schläuche (5) symmetrisch aufwickeln. Wie zu sehen ist, reduziert sich somit das Zugseil (6) auf jenen kurzen Verbindungsabschnitt zwischen Netz (2) und Schlauch (5), was die Konstruktion leichter macht, als wenn der Schlauch (5) zusätzlich parallel zu den Zugseilen (6) liefe. Dargestellt ist der Fall, dass die Luftblasenwand (3) den größeren Fischen (1) ein Durchschwimmen erlaubt, die kleineren hingegen von ihr abgelenkt werden. Damit die kleineren Fische (1) nicht zur Seite ausbrechen, sondern nach oben entweichen, ist eine U-förmige Luftblasenwand (3) gewählt. Dies ist wünschenswert, weil der Schwarmeffekt auf diese Weise womöglich ausgeschaltet oder zumindest reduziert werden kann, da die Luftblasen (4) die neue, zu ihnen gleichgerichtete Bewegungsrichtung der kleineren Fische (1) überdeckt. Der eingezeichnete Pfeil gibt die Richtung an, in welcher das Netz (2) durch das Wasser geschleppt wird.

In der 2 ist der Fall zu sehen, dass die kleineren Fische (1) den aufsteigenden Luftblasen (4) nach oben folgen und so dem Fangnetz (2) entkommen. Die größeren Fische, welche die Luftblasenwand (3) durchschwommen haben, landen in dem unmittelbar dahinter befindlichen Netz (2). Die Luftblasenwand (3) wird von drei hintereinander gestaffelten, perforierten Schläuchen (5) abgegeben, was dafür sorgen soll, dass sie den kleineren Fischen (1) undurchdringbarer erscheint, weil sie kein Ende sehen, während sie in sie hinein schwimmen. Dabei kann eine tiefere Luftblasenwand (3) zudem bewirken, dass sich die kleineren Fische (1) vereinzelt, quasi jeder für sich aus dem Schwarm lösen, sobald die sie umgebenden Luftblasen (4) beginnen, sich als zu bedrohlich auszunehmen. Außerdem sind zwischen den Schläuchen (5) auch noch Lichtquellen (7) angebracht, die den Abweiseffekt verstärken sollen. Die dargestellte Gesamtkonstruktion verzichtet auf den Umbau des Netzgeschirrs und zeigt ein herkömmliches Fangnetz (2) samt Zugseilen (6), dem lediglich die benötigten Schläuche (5) hinzugefügt sind. Der eingezeichnete Pfeil gibt die Richtung an, in welcher das Netz (2) durch das Wasser geschleppt wird.


Anspruch[de]
Vorrichtung zur Reduzierung von Beifang beim Fangen von Fischen insbesondere mit pelagischen Netzen bestehend aus mindestens einem perforierten Schlauch (5) oder Röhre (5), welche/welcher an einem Fangnetz (2) und/oder an dessen Zugseilen (6) befestigt ist dadurch gekennzeichnet, dass die Fische (1) auf dem Weg ins Fangnetz (2) mindestens eine Wand (3) aus Luftblasen (4) durchschwimmen müssen, welche von dem Schlauch (5) oder Röhre (6) erzeugt wird. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke und Dichte dieser Wand (3) aus Luftblasen (4) veränderbar ist. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Größe der Luftblasen (4) veränderbar ist. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1, 2 oder 3 dadurch gekennzeichnet, dass bei Anwendung mehrerer Wände (3) aus Luftblasen (4) diese in Abstimmung zueinander ihre Luftblasen (4) ggf. in unterschiedlicher Intensität abgeben und die Luftblasen (4) dabei ggf. in Schüben aufströmen oder pausieren. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1, 2, 3 oder 4 dadurch gekennzeichnet, dass die Wand (3) aus Luftblasen (4) in einen schrägen Winkel zum Fangnetz (2) gestellt werden kann oder aber selbst mindestens einen Winkel oder den Bruchteil eines Kreises bildet. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1, 2, 3, 4 oder 5 dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Zugseil (6) des Fangnetzes (2) durch einen Schlauch (5) ersetzt wird. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1, 2, 3, 4, 5 oder 6 dadurch gekennzeichnet, dass an dem perforierten Schlauch oder Röhre (5) zusätzlich Licht- und/oder Schallquellen (7) befestigt sind. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1, 2, 3, 4, 5, 6 oder 7 dadurch gekennzeichnet, dass das Fangnetz (2) im oberen Bereich in Zugrichtung weiter nach vorne reicht als im unteren.






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