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Dokumentenidentifikation DE202007013012U1 20.12.2007
Titel Chirurgisches Instrument
Anmelder AESCULAP AG & Co. KG, 78532 Tuttlingen, DE
Vertreter HOEGER, STELLRECHT & PARTNER Patentanwälte, 70182 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 202007013012
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 20.12.2007
Registration date 15.11.2007
Application date from patent application 05.09.2007
IPC-Hauptklasse A61B 17/00(2006.01)A, F, I, 20070905, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A61B 17/3201(2006.01)A, L, I, 20070905, B, H, DE   A61B 17/30(2006.01)A, L, I, 20070905, B, H, DE   A61B 17/3211(2006.01)A, L, I, 20070905, B, H, DE   A61B 18/00(2006.01)A, L, I, 20070905, B, H, DE   A61B 18/12(2006.01)A, L, I, 20070905, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein chirurgisches Instrument mit einem proximalen und einem distalen Ende und mit mindestens einem am distalen Ende angeordneten Werkzeugelement.

Instrumente der eingangs beschriebenen Art sind in vielfältiger Weise bekannt. Einige dieser Instrumente sind mit Fluidkanälen ausgestattet, um beispielsweise ein Spülfluid von einem proximalen Ende zu einem distalen Ende des Instruments zu leiten. Ein solches Instrument ist zum Beispiel aus der US 4,049,002 bekannt.

Nachteilig bei derartigen Instrumenten ist, dass die Herstellung derselben sehr aufwändig ist. Auch ist es schwierig, die Instrumente optimal zu reinigen, da die Fluidkanäle nur einen kleinen Innendurchmesser aufweisen.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein chirurgisches Instrument der eingangs beschriebenen Art so zu verbessern, dass eine Spülflüssigkeit einfach und sicher zu einem distalen Ende des Instruments hin geleitet werden kann.

Diese Aufgabe wird bei einem chirurgischen Instrument der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass auf einer Außenfläche des Instruments mindestens ein Fluidkanal angeordnet oder ausgebildet ist, welcher sich mindestens über einen Teilabschnitt des Instruments zwischen dem proximalen und dem distalen Ende erstreckt und welcher mindestens auf einem Teil seiner Länge seitlich geöffnet.

Einen derart ausgebildeten Fluidkanal vorzusehen, hat insbesondere den Vorteil, dass er entlang des mindestens einen Teils seiner Länge, wo er seitlich geöffnet ist, besonders einfach gereinigt werden kann. Zudem reicht der seitlich geöffnete Fluidkanal ohne weiteres aus, um eine Spülflüssigkeit zu einem distalen Ende des Instruments hin fließen zu lassen. Insbesondere bei Fluiden, die eine hohe Oberflächenspannung aufweisen, bildet der Fluidkanal eine optimale Führung für das zuzuleitende Fluid. Zudem ist die Herstellung eines solchen Instruments besonders einfach, denn der Fluidkanal kann beispielsweise direkt in die Außenfläche oder eine Außenseite des Instruments eingearbeitet oder bei der Herstellung in dieser ausgebildet werden. Anders als bei einer auch üblichen Vorgehensweise, bei der beispielsweise eine Spülflüssigkeit mit einer Spritze durch eine dritte Person zum Operationssitus geleitet wird, ergibt sich durch die einfache Zuführung, beispielsweise eines leitfähigen Fluids, insbesondere bei mono- oder bipolaren Instrumenten, ein niederohmiger Übergang zwischen Gewebe und Elektrode und zudem ein Kühleffekt an der Applikationsstelle. Unter einer Außenfläche ist insbesondere jede äußere, vom Instrument weg weisende Oberfläche oder Außenseite zu verstehen.

Besonders einfach wird der Aufbau des Instruments, wenn der mindestens eine Fluidkanal entlang seiner gesamten Länge seitlich geöffnet ist. Auf diese Weise kann der Fluidkanal auch längs seiner gesamten Erstreckung ohne Schwierigkeiten gereinigt werden.

Günstigerweise ist der mindestens eine Fluidkanal in Form einer Nut ausgebildet. Eine Nut lässt sich auf einfache Weise herstellen und kann ein Reinigungs- oder Spülfluid sicher von einem proximalen Ende zu einem distalen Ende oder entlang eines Abschnitts des Instruments leiten.

Eine besonders gute Führung für ein Fluid kann auf einfache Weise dadurch erreicht werden, dass die Nut einen halbrunden oder keilförmigen Innenquerschnitt aufweist. Insbesondere ein keilförmiger Innenquerschnitt kann zudem derart ausgebildet sein, dass Übergangsbereiche zwischen aneinander angrenzenden Seitenflächen der Nut abgerundet sind. Des Weiteren kann auch ein Übergangsbereich zwischen dem Fluidkanal, also beispielsweise der Nut, und der Außenfläche oder einer Außenseite, in welcher der Fluidkanal angeordnet oder ausgebildet ist, abgerundet sein.

Besonders einfach herzustellen ist der Fluidkanal, wenn die Nut einen Nutboden und zu diesem senkrechte oder im Wesentlichen senkrechte Wände aufweist. Beispielsweise kann eine solche Nut auch noch nachträglich in eine Außenfläche eines Instruments oder eine Außenseite desselben eingefräst werden.

Vorteilhafterweise ist der mindestens eine Fluidkanal im Querschnitt U-förmig. Ein U-förmiger Querschnitt ermöglicht ebenfalls eine besonders gute Führung eines Fluids in gewünschter Weise in distaler Richtung.

Damit ein Spül- oder Reinigungsfluid möglichst direkt und auf kürzestem Weg zum Operationssitus geleitet werden kann, ist es günstig, wenn das Instrument eine Längsachse aufweist oder definiert, zu welcher der mindestens eine Fluidkanal parallel oder im Wesentlichen parallel verläuft.

Damit ein Reinigungs- oder Spülfluid in ausreichender Menge zu einem Operationssitus geleitet werden kann, ist es vorteilhaft, wenn der mindestens eine Fluidkanal eine Breite in einem Bereich von etwa 0,5 mm bis etwa 2,5 mm aufweist.

Ein besonders kompakter Aufbau des Instruments ist möglich, wenn der mindestens eine Fluidkanal eine Breite in einem Bereich von etwa 0,5 mm bis etwa 1,5 mm aufweist. Zudem kann über die Breite des Fluidkanals auch eine Dosierung des Spül- oder Reinigungsfluids in gewissem Umfang vorgegeben werden, da durch den seitlich geöffneten Fluidkanal überschüssiges Spül- oder Reinigungsfluid bereits vor dem Eintreffen am Operationssitus den Fluidkanal seitlich verlassen kann.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der mindestens eine Fluidkanal an dem mindestens einen Werkzeugelement oder im Bereich des mindestens einen Werkzeugelements endet. Dies ermöglicht es, ein Spül- oder Reinigungsfluid direkt dort hinzuleiten, wo mit dem mindestens einen Werkzeugelement ein chirurgischer Eingriff an einem menschlichen oder tierischen Körper durchgeführt wird.

Um das Fluid möglichst direkt zum Werkzeugelement leiten zu können, ist es günstig, wenn der mindestens, eine Fluidkanal mindestens teilweise auf einer Außenseite oder äußeren Oberfläche des mindestens einen Werkzeugelements verläuft.

Um eine Verschmutzung des Fluidkanals zu vermeiden, ist es günstig, wenn der mindestens eine Fluidkanal eine Fluidkanaloberfläche definiert, welche selbstreinigend ausgebildet ist. Beispielsweise kann diese durch Ausbildung des Fluidkanals bereits selbstreinigend sein, wodurch ein Anhaften von Verschmutzungen jeder Art vermieden werden kann.

Ein besonders guter Selbstreinigungseffekt des mindestens einen Fluidkanals kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass die Fluidkanaloberfläche nanostrukturiert ist. Durch Vorsehen einer Nanostrukturierung wird das Anhaften von Schmutz oder Gewebeteilchen praktisch unmöglich. Denkbar ist es insbesondere, die Fluidkanaloberfläche mit einer Strukturierung zu versehen, die einen Lotus-Effekt zeigt. Eine selbstreinigende Fluidkanaloberfläche, egal wie diese ausgebildet ist, verhindert insbesondere, dass der Fluidkanal verstopfen kann, so dass ein Fluss des Fluids im mindestens einen Fluidkanal nicht behindert wird.

Besonders einfach wird die Ausgestaltung der Fluidkanaloberfläche, wenn diese durch eine Beschichtung gebildet ist. Insbesondere kann die Beschichtung eine nanostrukturierte Oberfläche definieren. Die Beschichtung kann nach Herstellung des Instruments aufgebracht oder aber auch bereits in einem Herstellungsschritt bei der Herstellung des Instruments.

Damit ein Fluid aus dem mindestens einen Fluidkanal in definierter Weise und an dem Ort austreten kann, an dem das Fluid benötigt wird, ist es vorteilhaft, wenn ein distales Ende des mindestens einen Fluidkanals eine Fluidaustrittsöffnung bildet. Insbesondere kann das distale Ende derart ausgebildet sein, dass die Fluidaustrittsöffnung in distaler Richtung weist. Vorzugsweise weist die Fluidaustrittsöffnung in eine Richtung, die linear unabhängig ist von einer bezogen auf eine Längsrichtung des mindestens einen Fluidkanals definierten Radialrichtung.

Vorzugsweise ist mindestens eine Fluidzuführeinrichtung vorgesehen, welche einen Fluidauslass aufweist, welcher derart angeordnet oder anordenbar ist, dass ein aus ihm austretendes Fluid in den mindestens einen Fluidkanal fließen kann. Die Fluidzuführeinrichtung ermöglicht es, ein Reinigungsfluid in den mindestens einen Fluidkanal einzuleiten, beispielsweise an einem proximalen Ende desselben.

Damit ein Fluid beispielsweise aus einem Reservoir oder einer Vorsorgungsleitung, die in einem Operationssaal zur Verfügung steht, zu dem mindestens einen Fluidkanal geleitet werden kann, ist es vorteilhaft, wenn die mindestens eine Fluidzuführeinrichtung eine Fluidleitung umfasst, an deren distalem Ende der Fluidauslass angeordnet ist. So kann ein Fluid direkt aus der Fluidleitung oder aus einem an deren distalem Ende angeordneten Adapter austreten und in den mindestens einen Fluidkanal strömen.

Damit das chirurgische Instrument optional auch ohne ein Fluid, welches durch den mindestens einen Fluidkanal geleitet werden kann, genutzt werden kann, ist es günstig, wenn eine Halteeinrichtung zum Verbinden und/oder Halten der mindestens einen Fluidzuführeinrichtung und/oder der Fluidleitung am Instrument vorgesehen ist. Die Halteeinrichtung ermöglicht es insbesondere, die Fluidzuführeinrichtung mit dem chirurgischen Instrument zu verbinden oder an diesem festzulegen. Optional ist es auch denkbar, die Halteeinrichtung so auszubilden, dass die Fluidzuführeinrichtung auch wieder vom Instrument lösbar ist. Dies gestattet es einem Operateur, das chirurgische Instrument wahlweise mit oder ohne Fluidzuführeinrichtung zu nutzen.

Damit das von der Fluidleitung in den mindestens einen Fluidkanal eingeleitete Fluid den mindestens einen Fluidkanal mindestens teilweise durchströmen kann, ist es vorteilhaft, wenn der Fluidauslass bezogen auf ein distales Ende des Fluidkanals in proximaler Richtung zurückversetzt ist. So kann das Fluid in den mindestens einen Fluidkanal eingeleitet werden, so dass es durch den mindestens einen Fluidkanal insbesondere bis zur Fluidaustrittsöffnung strömen kann. Der Fluidauslass behindert so einen chirurgischen Eingriff nicht und verdeckt insbesondere den Operationssitus nicht.

Um einen möglichst kompakten Aufbau des Instruments zu erreichen, ist es vorteilhaft, wenn die Fluidleitung mindestens abschnittsweise in dem mindestens einen Fluidkanal geführt ist. Insbesondere kann ein Außendurchmesser der Fluidleitung an einen Innendurchmesser oder einen freien Querschnitt des mindestens einen Fluidkanals ausgepasst sein, so dass die Fluidleitung vollständig oder zumindest nahezu vollständig von dem mindestens einen Fluidkanal aufnehmbar ist.

Um das Instrument auf einfache Weise mit einem Fluidreservoir oder einer anderen Fluidquelle oder Fluidversorgung verbinden zu können, ist es günstig, wenn die Fluidleitung proximalseitig über das proximale Ende des Instruments hinausragt.

Da nicht bei allen chirurgischen Eingriffen die Zufuhr einer Spül- oder Reinigungsflüssigkeit erforderlich ist, ist es günstig, wenn die mindestens eine Fluidzuführeinrichtung mit dem Instrument lösbar verbindbar ist. Sie kann dann bei Bedarf ganz oder teilweise wieder vom Instrument entfernt werden.

Vorteilhafterweise umfasst die mindestens eine Fluidzuführeinrichtung eine Fluidpumpe. Mit einer Fluidpumpe ist es möglich, eine gewünschte Fluidmenge in den mindestens einen Fluidkanal und durch diesen hindurch zu einem Operationssitus zu leiten. Die Fluidpumpe kann insbesondere zur Dosierung und Steuerung eines Fluidflusses eingesetzt werden.

Um ein Fluid möglichst direkt in die Fluidleitung einleiten zu können, ist es vorteilhaft, wenn ein proximales Ende der Fluidleitung mit der Fluidpumpe verbunden oder mit dieser verbindbar ist.

Besonders kostengünstig in der Herstellung wird das Instrument, wenn die Fluidzuführeinrichtung ganz oder teilweise aus einem Kunststoff oder im Wesentlichen aus einem Kunststoff hergestellt ist. Dies gestattet es ferner auch, die Fluidzuführeinrichtung als Einwegprodukt zu konzipieren, denn insbesondere bei kleinen Leitungsquerschnitten ist eine Reinigung einer Fluidleitung der Fluidzuführeinrichtung nur sehr schwer möglich.

Grundsätzlich wäre es denkbar, das chirurgische Instrument in Form eines Rohrschaftinstruments auszubilden. In diesem Fall ist es günstig, wenn das mindestens eine Werkzeugelement an einem distalen Ende eines Schafts angeordnet ist.

Vorzugsweise weist der Schaft eine Oberfläche auf, welche mindestens einen Teil der Außenfläche bildet. So ist es möglich, den mindestens einen Fluidkanal direkt am Schaft anzuordnen oder auszubilden, um ein Fluid längs einer vom Schaft definierten Richtung in distaler Richtung zu leiten.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann ferner vorgesehen sein, dass das mindestens eine Werkzeugelement am distalen Ende einer Branche angeordnet ist oder das distale Ende einer Branche definiert. So lässt sich insbesondere ein chirurgisches Instrument, beispielsweise in Form einer herkömmlichen Schere oder Klemme, mit zwei relativ zueinander bewegbaren, insbesondere aneinander schwenkbar gelagerten, Branchen ausbilden.

Günstig ist es, wenn die Branche eine Oberfläche aufweist, welche mindestens einen Teil der Außenfläche bildet. Dies ermöglicht es, den mindestens einen Fluidkanal direkt an oder auf der Branche anzuordnen oder an oder in dieser auszubilden. So kann das Instrument besonders kompakt aufgebaut werden, beispielsweise durch Einarbeiten des mindestens einen Fluidkanals in der Branche.

Vorteilhafterweise umfasst das chirurgische Instrument zwei Werkzeugelemente. Günstigerweise sind die zwei Werkzeugelemente relativ zueinander bewegbar angeordnet oder gelagert und ermöglichen im Zusammenwirken miteinander eine Bearbeitung beispielsweise von Gewebe.

Vorzugsweise sind die zwei Werkzeugelement an distalen Enden relativ zueinander bewegbarer Branchen angeordnet oder definieren die distalen Enden. Die zwei Werkzeugelemente können auch einstückig mit einer Branche ausgebildet sein. Diese Ausgestaltung gestattet es einem Anwender, das Werkzeugelement direkt zu bewegen, was eine Taktilität für einen Nutzer des Instruments verbessert.

Zur Ausbildung herkömmlicher Scheren oder Klemmen ist es günstig, wenn die Branchen verschwenkbar aneinander gelagert sind.

Wenn jeder Branche ein Werkzeugelement zugeordnet oder an ihr angeordnet ist, ist es günstig, wenn an jeder Branche mindestens ein Fluidkanal vorgesehen ist. So kann jedem Werkzeugelement gezielt ein Spül- oder Reinigungsfluid unter Nutzung des mindestens einen Fluidkanals zugeleitet werden.

Vorteilhafterweise weist die Branche mindestens zwei Fluidkanäle auf. Dies ermöglicht es, unabhängig davon, in welcher Orientierung das Instrument von einem Benutzer gehalten wird, über die Branche ein Spül- oder Reinigungsfluid zu einem distalen Ende der Branche oder einem an dieser angeordneten Werkzeugelement zu leiten.

Besonders günstig ist es, wenn die mindestens zwei Fluidkanäle in entgegengesetzte Richtungen weisend geöffnet sind. Bei Instrumenten, die eine Oberseite und eine Unterseite definieren, können so zwei Fluidkanäle jeweils auf einer Seite angeordnet sein, die jeweils von einer von den jeweiligen Seiten definierten Oberfläche weg weisen und damit in entgegengesetzte Richtungen weisend geöffnet sind.

Vorteilhaft ist es, wenn mindestens zwei Fluidkanäle auf voneinander weg weisenden Seitenflächen des Instruments vorgesehen sind. Unabhängig davon, wie ein Nutzer das Instrument hält, kann so zumindest auf einer Seitenfläche des Instruments ein Fluid durch den mindestens einen Fluidkanal geleitet werden, welcher entgegen oder im Wesentlichen entgegen der Schwerkraftrichtung weisend geöffnet ist. So kann insbesondere verhindert werden, dass in dem mindestens einen Fluidkanal eingeleitetes Spül- oder Reinigungsfluid seitlich aus dem Fluidkanal, insbesondere vor Erreichen einer Fluidaustrittsöffnung am distalen Ende des Fluidkanals, austreten kann.

Um das Reinigungs- oder Spülfluid möglichst dicht an den Ort des chirurgischen Eingriffs leiten zu können, ist es vorteilhaft, wenn das mindestens eine Werkzeugelement eine Arbeitskante aufweist und wenn der mindestens eine Fluidkanal im Bereich der Arbeitskante oder in deren Nähe endet. Beispielsweise kann die Arbeitskante in Form einer Schneidkante ausgebildet sein, so dass das Spül- oder Reinigungsfluid direkt dahin geleitet werden kann, wo mit der Schneidkante Gewebe durchtrennt wird.

Günstig ist es, wenn das Instrument mindestens einen elektrischen Anschlusskontakt am proximalen Ende oder im Bereich des proximalen Endes aufweist, welcher Anschlusskontakt elektrisch leitend mit einem elektrisch leitenden Bereich des mindestens einen Werkzeugelements verbunden ist. Auf diese Weise lassen sich Mono- oder Bipolarinstrumente ausbilden, welche es ermöglichen, beispielsweise beim Durchtrennen von Gewebe dieses gleichzeitig zu koagulieren. So lassen sich insbesondere Blutgefäße durchtrennen und durch Koagulation verschließen, um Blutungen zu stillen.

Vorteilhaft ist es, wenn zwei relativ zueinander bewegbare Werkzeugelemente am distalen Ende des Instruments angeordnet sind. Beispielsweise lässt sich so ein Rohrschaftinstrument mit einem langgestreckten Rohrschaft ausbilden, welches in Form eines endoskopischen Instruments bei minimalinvasiven chirurgischen Eingriffen zum Einsatz kommen kann.

Ein chirurgisches Instrument in Form einer Schere lässt sich auf einfache Weise dadurch ausbilden, dass das mindestens eine Werkzeugelement in Form einer Schneide ausgebildet ist und/oder eine Schneidkante umfasst. Selbstverständlich kann das Instrument auch zwei relativ zueinander verschwenkbar gelagerte Schneiden aufweisen.

Zur Ausbildung einer Klemme oder einer Pinzette ist es vorteilhaft, wenn das mindestens eine Werkzeugelement in Form eines Klemmbackens ausgebildet ist und/oder eine Klemmfläche umfasst.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann das Instrument in Form einer Klemme, einer Schere, eines Skalpells, einer Pinzette, eines Hakens oder einer Sonde ausgebildet sein. Es ist nicht zwingend erforderlich, dass das mindestens eine Werkzeugelement beweglich am Instrument gehalten oder gelagert ist.

Günstig ist es, wenn das Instrument als Monopolar- oder Bipolarinstrument ausgebildet ist. Eine solche Ausgestaltung ermöglicht es, das Instrument zum Koagulieren einzusetzen, indem beispielsweise ein hochfrequenter Strom über ein oder zwei Werkzeugelemente geleitet wird, um zwischen diesen gehaltenes oder von diesen durchtrenntes oder zu durchtrennendes Gewebe zur Stillung von Blutungen zu koagulieren.

Besonders einfach und zudem kostengünstig herstellen lässt sich das Instrument, wenn es aus einem Kunststoff oder im Wesentlichen aus einem Kunststoff hergestellt ist. Es kann so insbesondere durch Spritzgießen oder andere zur Bearbeitung von Kunststoffen eingesetzte Thermoformungsverfahren hergestellt werden. Derartige Instrumente eignen sich insbesondere auch als Einweginstrumente, so dass eine Aufbereitung, das heißt eine Reinigung und/oder eine Sterilisierung, des Instruments überflüssig werden. Dadurch können Materialen verwendet werden, die zwar auf einfache Weise bearbeitet werden können, jedoch nicht die für eine mehrfache Verwendung erforderliche Stabilitätseigenschaften aufweisen. Insbesondere eignet sich ein im Wesentlichen aus Kunststoff hergestelltes Instrument hervorragend, um beispielsweise elektrische Leitungen in Teile desselben zu integrieren, beispielsweise durch Umspritzen oder durch Ummanteln mit einem oder mehreren Teilen und Verkleben derselben.

Die nachfolgende Beschreibung dient im Zusammenhang mit den Zeichnungen der näheren Erläuterungen. Es zeigen:

1: eine perspektivische Ansicht eines chirurgischen Instruments in Form einer Bipolarschere;

2: eine vergrößerte Ansicht eines distalen Endes des in 1 dargestellten Instruments;

3: eine Schnittansicht längs Linie 3-3 in 2; und

4: eine vergrößerte Ansicht des Bereichs A in 3.

In den 1 bis 4 ist ein chirurgisches Instrument in Form einer Bipolarschere dargestellt und insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 versehen. Die Bipolarschere 10 umfasst zwei in einer geschlossenen Stellung parallel zueinander verlaufende und um eine gemeinsame Schwenkachse 12 verschwenkbar gelagerte Branchen 14 und 16, die im Wesentlichen durch stabförmige Holme 18 und 20 definiert werden, deren distale Enden in Form von Werkzeugelementen 22 und 24 ausgebildet sind, die wiederum ein distales Ende 26 der Bipolarschere 10 definieren. Die Werkzeugelemente 22 und 24 sind in Form von Schneiden ausgebildet, welche jeweils eine Schneidkante 28 aufweisen, die beim Verschwenken der Branchen 14 und 16 relativ zueinander in einem beim Schließen der Bipolarschere in distaler Richtung wandernden Berührpunkt aneinander abgleiten.

Ein proximales Ende 30 der Bipolarschere 10 wird definiert durch proximale Enden der Holme 18, von denen sich seitlich weg und in entgegengesetzte Richtungen weisende Fingerringe 32 weg erstrecken, welche spiegelsymmetrisch zu einer eine von den Holmen 18 und 20 definierte Längsachse 34 enthaltenden Spiegelebene ausgebildet sind.

Im Inneren der Holme 18 und 20 erstreckt sich jeweils ein im Wesentlichen rundstabförmig ausgebildeter Metallkern 36, welcher an den Enden 31 und 33 durch entsprechende Formgebung Teil einer nicht näher dargestellten Anschlussbuchse 38 ist. Distalseitig ist der Metallkern 36 jeweils mit einem leitfähigen Plättchen 40 der Werkzeugelemente 22 und 24 elektrisch leitend verbunden. Die Schneidkanten 28 sind vorzugsweise jeweils an einem der Plättchen 40 ausgebildet, die jedoch gegeneinander elektrisch isoliert sind.

Die Anschlussbuchsen 38 können mittels eines Anschlusskabels 42 mit einem Hochfrequenzgenerator 44 verbunden werden, welcher geeignet ist, hochfrequente Ströme zu erzeugen, um von den Werkzeugelementen 22 und 24 durchtrenntes oder zu durchtrennendes Gewebe bereits beim Durchtrennen zu koagulieren. Vorzugsweise wird ein Hochfrequenzstrom erst dann zu den Werkzeugelementen 22 und 24 geleitet, wenn sich zwischen diesen Gewebe befindet, so dass ein Kurzschluss zwischen den elektrische Pole bildenden Plättchen 40 der Werkzeugelemente 22 und 24 vermieden werden kann.

Bei der Koagulation von Gewebe wird durch das dazwischen liegende Gewebe beim Durchtrennen ein hochohmiger Übergang zwischen den Pole oder Elektroden bildenden Plättchen 40 erreicht. Folge hiervon ist, dass teilweise sehr hohe Ströme fließen und der Operationssitus stark aufgeheizt werden kann. Dies führt im schlimmsten Fall zu einer Karbonisation des Gewebes. Mit einer solchen Karbonisation geht stets die Gefahr von Gewebeanhaftungen einher, was zum einen eine Reinigung des Instruments deutlich erschwert und zudem eine Standzeit desselben, insbesondere dessen Schneidhaltigkeit, deutlich herabsetzen kann.

Um den genannten Problemen entgegenzuwirken, sind bei der in den Figuren dargestellten Bipolarschere 10 sowohl auf Oberseiten 46 als auch auf Unterseiten 48 der Branchen 14 und 16 jeweils Fluidkanäle 50 ausgebildet. Sie erstrecken sich mindestens über einen Teilabschnitt der Bipolarschere 10 zwischen deren proximalem Ende 30 und deren distalem Ende 26 und sind mindestens auf einem Teil ihrer Länge seitlich geöffnet. Bei dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel sind die insgesamt vier Fluidkanäle 50 entlang ihrer gesamten Länge seitlich geöffnet. Die Fluidkanäle 50 sind in Form von Nuten 52 ausgebildet, die einen im Wesentlichen keilförmigen oder auch V-förmigen Innenquerschnitt aufweisen, wobei Seitenwände 54 der Nuten 52, die aufeinander treffen oder in Außenflächen 56 der Branchen 14 und 16 übergehen, im jeweiligen Übergangsbereich abgerundet sind. Alternativ zu den in den Figuren dargestellten V-förmigen Nuten 52 sind auch halbrunde oder U-förmige oder im Wesentlichen U-förmige Querschnitte aufweisende Fluidkanäle denkbar. Selbstverständlich wäre es auch möglich, an einem erfindungsgemäßen chirurgischen Instrument nur einen Fluidkanal 50 vorzusehen, oder aber auch 2, 3, 5 oder mehr.

Die Fluidkanäle 50 verlaufen parallel zur Längsachse 34 der Bipolarschere 10. Eine mittlere Breite 58 der V-förmigen Nuten 52 liegt in einem Bereich von etwa 0,5 mm bis etwa 2,5 mm.

Ein distales Ende 60 der Fluidkanäle 50 endet an einem der Werkzeugelemente 22 oder 24 beziehungsweise im Bereich derselben, und zwar etwas distalseitig der Schwenkachse 12. Das distale Ende 60 wird definiert durch eine Fluidaustrittsöffnung 62, welche im Wesentlichen in distaler Richtung weisend geöffnet ist.

Alle vier Fluidkanäle 50 verlaufen entweder auf einer der Oberseiten 46 oder auf einer der Unterseiten 48 und sind auf einer Außenfläche 46 der Branchen 14 beziehungsweise 16 angeordnet beziehungsweise ausgebildet. Zur Vermeidung einer Verschmutzung der Fluidkanäle 50 sind Fluidkanaloberflächen 64derselben nanostrukturiert oder mit einer Beschichtung 66 versehen, welche ebenfalls eine nanostrukturierte Oberfläche aufweisen kann. Durch die Nanostrukturierung wird ein Selbstreinigungseffekt der Fluidkanäle 50 erreicht und eine Verschmutzung derselben nahezu vollständig vermieden. Proximalseitig erstrecken sich die Fluidkanäle 50 bis in etwa in den Bereich der Fingerringe 32.

Um ein Fluid, beispielsweise Wasser oder eine physiologische Kochsalzlösung, in einen der Fluidkanäle 50 einzuleiten, ist eine Fluidzuführeinrichtung 68 vorgesehen. Sie umfasst eine Halteklammer 70, die mit jeweils einer der beiden Branchen 14 oder 16 lösbar verbindbar ist. Die im Querschnitt im Wesentlichen C-förmige Halteklammer 70 weist an freien Enden aufeinander zu weisende, im Wesentlichen keilförmige Vorsprünge 72 auf, deren Kontur an die Nuten 52 angepasst ist, so dass sie in diese eingreifen können. In einem der beiden freien Enden ist eine Bohrung 74 ausgebildet, die sich in proximaler Richtung in einen Anschlussstutzen 76 hinein erstreckt, welcher in proximaler Richtung von dem einen freien Ende weg weisend absteht.

Die Fluidzuführeinrichtung 68 umfasst ferner eine Fluidleitung 78, welche schlauch- beziehungsweise rohrförmig ausgebildet und deren distales Ende 80 auf den Anschlussstutzen 76 an der Halteklammer 70 aufgesteckt ist. Die Fluidleitung 78 erstreckt sich parallel zur Längsachse 34 bis über das Ende 30 hinaus. Sie kann einstückig ausgebildet oder unter Verwendung eines an ihr angekoppelten Schlauchs mit einer Fluidpumpe 84 verbunden sein, welche ein in einem Fluidreservoir 86 gespeichertes Fluid nach Bedarf und entsprechender Betätigung in distaler Richtung zur Halteklammer 70 pumpen kann, so dass es aus der einen Fluidauslass 88 definierenden Bohrung 74 an der Halteklammer 70 austreten und in den Fluidkanal 50 strömen kann. Statt eines Fluidreservoirs 86 kann die Fluidpumpe 84 auch mit einer Fluidversorgung, beispielsweise in Form einer Wasserzufuhr, verbunden sein.

Vorzugsweise sind alle Teile der Fluidzuführeinrichtung 68 aus einem Kunststoff hergestellt. Die Fluidleitung 78 kann aus einem im Wesentlichen steifen, jedoch aber aus einem elastischen Kunststoff gefertigt sein. Die Halteklammer 70 ist vorzugsweise aus einem Hartplastik gefertigt, um einen sicheren Halt an der Bipolarschere 10 zu gewährleisten. Durch entsprechende Ausgestaltung kann die Halteklammer 70 etwas aufgespreizt sein, wenn sie mit den Vorsprüngen 72 in die Nuten 52 eingreift, so dass zusätzlich eine Klemmverbindung definiert wird, die Halteklammer 70 also form- und/oder kraftschlüssig an der Bipolarschere 10 festlegbar ist.

Die beiden Werkzeugelemente 22 und 24 sind gegeneinander isoliert, insbesondere auch im Bereich einer die Schwenkachse 12 definierenden Schlussschraube 13.

Das aus dem Fluidauslass 88 austretende Fluid wird im Fluidkanal 50 sicher bis zur Fluidaustrittsöffnung 62 geleitet. Insbesondere bei einer Verwendung von Wasser oder einer wasserhaltigen Lösung ist die Oberflächenspannung des Fluids ausreichend groß, dass dieses nicht seitlich aus dem seitlich offenen Fluidkanal 50 austreten kann, sondern in diesem den ganzen Abschnitt vom Fluidauslass 88 bis zur Fluidaustrittsöffnung 62 entlang strömt.

Die Funktionsfähigkeit der Bipolarschere 10 ist auch dann gewährleistet, wenn diese bezogen auf eine Schwerkraftrichtung etwas geneigt wird. Soll die Bipolarschere 10 umgedreht werden, das heißt die Unterseite 48 nach oben zeigen und die Oberseite 46 nach unten, dann kann durch Entfernen der Halteklammer 70 und umgekehrtes Anklipsen derselben an einer der beiden Branchen 14 oder 16 das Fluid jeweils in den auf der anderen Seite der Branchen 14 beziehungsweise 16 ausgebildeten Fluidkanal 50 eingeleitet und zu einem der Werkzeugelemente 22 beziehungsweise 24 geleitet werden.

Statt einer Bipolarschere 10 wäre es auch möglich ein Monopolarinstrument auszubilden oder aber die Bipolarschere 10 als Monopolarschere einzusetzen, zum Beispiel wenn nur eine der beiden Anschlussbuchsen 38 mit dem Hochfrequenzgenerator 44 verbunden wird.

Die Erfindung ist nicht beschränkt auf Scheren, denn alternativ können auch andere Instrumente mit Fluidkanälen ausgebildet werden, die zum Beispiel als Klemmen, Skalpelle, Pinzetten, Haken oder Sonden ausgestaltet sind. Eine relative Beweglichkeit von zwei Werkzeugelementen 22 und 24 zueinander ist nicht zwingend erforderlich. Ferner können die Werkzeugelemente 22 beziehungsweise 24 auch in Form von Klemmbacken ausgebildet sein, die insbesondere Klemmflächen aufweisen können, zwischen denen Gewebe oder chirurgische Werkzeuge wie beispielsweise Nadeln gehalten werden können.

Statt zwei relativ zueinander verschwenkbaren Branchen 14 und 16 kann ein chirurgisches Instrument gemäß der vorliegenden Erfindung auch in Form eines Rohrschaftinstruments ausgebildet sein, bei welchem ein Fluidkanal 50 auf einer Außenfläche eines langgestreckten rohrförmigen Schafts ausgebildet ist. Typischerweise weisen derartige Rohrschaftinstrumente zum Einsatz in der minimalinvasiven Chirurgie mindestens ein an einem distalen Ende desselben angeordnetes und relativ zu diesem bewegliches Werkzeugelement auf. Je nachdem, in welcher Form ein solches Werkzeugelement ausgebildet ist, beispielsweise in Form einer Schneide oder in Form eines Klemmbackens, können entsprechend endoskopische Scheren oder Klemmen oder dergleichen ausgebildet werden.

Die Bipolarschere ist vorzugsweise durch Umspritzen der Metallkerne 36 ausgebildet. Optional können die Werkzeugelemente 22 und 24 teilweise aus einer Keramik hergestellt sein, die insbesondere eine Isolierung bilden und zudem eine erhöhte Standfestigkeit der Bipolarschere 10 sicherstellen kann.


Anspruch[de]
Chirurgisches Instrument (10) mit einem proximalen und einem distalen Ende (30, 26) und mit mindestens einem am distalen Ende (26) angeordneten Werkzeugelement (22, 24), dadurch gekennzeichnet, dass auf einer Außenfläche (56) des Instruments (10) mindestens ein Fluidkanal (50) angeordnet oder ausgebildet ist, welcher sich mindestens über einen Teilabschnitt des Instruments (10) zwischen dem proximalen und dem distalen Ende (30, 26) erstreckt und welcher mindestens auf einem Teil seiner Länge seitlich geöffnet ist. Chirurgisches Instrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Fluidkanal (50) entlang seiner gesamten Länge seitlich geöffnet ist. Chirurgisches Instrument nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Fluidkanal (50) in Form einer Nut (52) ausgebildet ist. Chirurgisches Instrument nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (52) einen halbrunden oder keilförmigen Innenquerschnitt aufweist. Chirurgisches Instrument nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (52) einen Nutboden und zu diesem senkrechte oder im Wesentlichen senkrechte Wände aufweist. Chirurgisches Instrument nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Fluidkanal (52) im Querschnitt U-förmig ist. Chirurgisches Instrument nach einem der voranstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Längsachse (34), zu welcher der mindestens eine Fluidkanal (50) parallel oder im Wesentlichen parallel verläuft. Chirurgisches Instrument nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Fluidkanal (50) eine Breite (58) in einem Bereich von etwa 0,5 mm bis etwa 2,5 mm aufweist. Chirurgisches Instrument nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Fluidkanal (50) eine Breite (58) in einem Bereich von etwa 0,5 mm bis etwa 1,5 mm aufweist. Chirurgisches Instrument nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Fluidkanal (50) an dem mindestens einen Werkzeugelement (22, 24) oder im Bereich des mindestens einen Werkzeugelements (22, 24) endet. Chirurgisches Instrument nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Fluidkanal (50) mindestens teilweise auf einer Außenseite des mindestens einen Werkzeugelements (22, 24) verläuft. Chirurgisches Instrument nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Fluidkanal (50) eine Fluidkanaloberfläche (64) definiert, welche selbstreinigend ausgebildet ist. Chirurgisches Instrument nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidkanaloberfläche (64) nanostrukturiert ist. Chirurgisches Instrument nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidkanaloberfläche (64) durch eine Beschichtung (66) gebildet ist. Chirurgisches Instrument nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein distales Ende (60) des mindestens einen Fluidkanals eine Fluidaustrittsöffnung (62) bildet. Chirurgisches Instrument nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Fluidzuführeinrichtung (68) vorgesehen ist, welche einen Fluidauslass (88) aufweist, welcher derart angeordnet oder anordenbar ist, dass ein aus ihm austretendes Fluid in den mindestens einen Fluidkanal (50) fließen kann. Chirurgisches Instrument nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Fluidzuführeinrichtung (68) eine Fluidleitung (78) umfasst, an deren distalem Ende der Fluidauslass (88) angeordnet ist. Chirurgisches Instrument nach Anspruch 16 oder 17, gekennzeichnet durch eine Halteeinrichtung (70) zum Verbinden und/oder Halten der mindestens einen Fluidzuführeinrichtung (68) und/oder der Fluidleitung (78) am Instrument (10). Chirurgisches Instrument nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Fluidauslass (88) bezogen auf ein distales Ende (60) des Fluidkanals (50) in proximaler Richtung zurückversetzt ist. Chirurgisches Instrument nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidleitung (78) mindestens abschnittsweise in dem mindestens einen Fluidkanal (50) geführt ist. Chirurgisches Instrument nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidleitung (50) proximalseitig über das proximale Ende (30) des Instruments (10) hinausragt. Chirurgisches Instrument nach einem der Ansprüche 17 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Fluidzuführeinrichtung (68) mit dem Instrument (10) lösbar verbindbar ist. Chirurgisches Instrument nach einem der Ansprüche 16 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Fluidzuführeinrichtung (68) eine Fluidpumpe (84) umfasst. Chirurgisches Instrument nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass ein proximales Ende der Fluidleitung (78) mit der Fluidpumpe (84) verbunden oder mit dieser verbindbar ist. Chirurgisches Instrument nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidzuführeinrichtung (68) ganz oder teilweise aus einem Kunststoff oder im Wesentlichen aus einem Kunststoff hergestellt ist. Chirurgisches Instrument nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Werkzeugelement (22, 24) an einem distalen Ende eines Schafts angeordnet ist. Chirurgisches Instrument nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft eine Oberfläche aufweist, welche mindestens einen Teil der Außenfläche (56) bildet. Chirurgisches Instrument nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Werkzeugelement (22, 24) am distalen Ende einer Branche (14, 16) angeordnet ist oder das distale Ende einer Branche (14, 16) definiert. Chirurgisches Instrument nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass die Branche (14, 16) eine Oberfläche aufweist, welche mindestens einen Teil der Außenfläche (56) bildet. Chirurgisches Instrument nach einem der voranstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zwei Werkzeugelemente (22, 24). Chirurgisches Instrument nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Werkzeugelemente (22, 24) an distalen Enden relativ zueinander bewegbarer Branchen (14, 16) angeordnet sind oder die distalen Enden definieren. Chirurgisches Instrument nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, dass die Branchen (14, 16) verschwenkbar aneinander gelagert sind. Chirurgisches Instrument nach einem der Ansprüche 30 bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass an jeder Branche (14, 16) mindestens ein Fluidkanal (50) vorgesehen ist. Chirurgisches Instrument nach einem der Ansprüche 28 bis 33, dadurch gekennzeichnet, dass die Branche (14, 16) mindestens zwei Fluidkanäle (50) aufweist. Chirurgisches Instrument nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Fluidkanäle (50) in entgegengesetzte Richtungen weisend geöffnet sind. Chirurgisches Instrument nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Fluidkanäle (50) auf voneinander weg weisenden Seitenflächen (46, 48) des Instruments (10) vorgesehen sind. Chirurgisches Instrument nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens einen Werkzeugelement (22, 24) eine Arbeitskante (28) aufweist und dass der mindestens eine Fluidkanal (50) im Bereich der Arbeitskante (28) oder in deren Nähe endet. Chirurgisches Instrument nach einem der voranstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens einen elektrischen Anschlusskontakt (38) am proximalen Ende (30) oder im Bereich des proximalen Endes (30), welcher Anschlusskontakt (38) elektrisch leitend mit einem elektrisch leitenden Bereich (40) des mindestens einen Werkzeugelements (22, 24) verbunden ist. Chirurgisches Instrument nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, dass zwei relativ zueinander bewegbare Werkzeugelemente (22, 24) am distalen Ende (26) des Instruments (10) angeordnet sind. Chirurgisches Instrument nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Werkzeugelement (22, 24) in Form einer Schneide ausgebildet ist und/oder eine Schneidkante (28) umfasst. Chirurgisches Instrument nach einem der Ansprüche 1 bis 39, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Werkzeugelement (22, 24) in Form eines Klemmbackens ausgebildet ist und/oder eine Klemmfläche umfasst. Chirurgisches Instrument nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Instrument (10) in Form einer Klemme, einer Schere (10), eines Skalpells, einer Pinzette, eines Hakens oder einer Sonde ausgebildet ist. Chirurgisches Instrument nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Instrument (10) als Monopolar- oder Bipolarinstrument (10) ausgebildet ist. Chirurgisches Instrument nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Instrument (10) aus einem Kunststoff oder im Wesentlichen aus einem Kunststoff hergestellt ist.






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