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Dokumentenidentifikation DE602004004420T2 20.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001454546
Titel Sportschuh mit hohem Schaft
Anmelder Skis Rossignol S.A., Voiron, FR
Erfinder Dal Bello, Luca, 31044 Montebelluna, IT;
Parolin, Eros, 31040 Volpago (TV), IT
Vertreter Samson & Partner, Patentanwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 602004004420
Vertragsstaaten DE, FR, IT
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 01.03.2004
EP-Aktenzeichen 040046377
EP-Offenlegungsdatum 08.09.2004
EP date of grant 24.01.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.12.2007
IPC-Hauptklasse A43B 5/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A43B 23/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A43C 1/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Sport-Schnürschuh mit hohem Schaft, mit einem halbsteifen inneren Teil, der die Ferse, das Fussgelenk und teilweise den Fuss umgibt, und mit einem relativ biegsamen äusseren Teil, der den inneren Teil umgibt.

Ein Schuh dieses Typs ist aus dem Patent US 3 807 062 bekannt. Bei diesem Schuh sind die inneren und äusseren Teile in Formen hergestellt. Der innere Teil ist dazu bestimmt, dem Schuh eine gewisse Steifigkeit zu verleihen, während der äussere Teil, der um den inneren Teil herum geformt ist, im allgemeinen flexibel ist. Um das Bein nach vorn beugen zu können, hat der innere Teil an jeder Seite in Höhe der Knöchel sich nach hinten erstreckende Ausschnitte. Damit wird zwar der gewünschte Effekt erreicht, nämlich die Biegsamkeit des Schuhschafts nach vorn; gleichzeitig ergibt sich jedoch ein unerwünschter Effekt, nämlich dass sich der Schuh in dem Bereich, wo die Biegung stattfindet, in Querrichtung ausbuchtet. Dieses Ausbuchten verringert den Halt des Fusses im Schuh.

Es wurden bereits Massnahmen getroffen, um diesen Nachteil zu beseitigen. Alle diese Massnahmen bestehen darin, den Schuh mit einer Armierung zu versehen, die das Auseinanderspreizen der beiden Schuhseiten verhindert. Diese Armierungen haben den Nachteil, den Schuh schwerer zu machen, und wenn sie auch für alpine Schischuhe akzeptabel sein können, so ist das für andere Schuhe, wie Snowboard-Schuhe, nicht der Fall.

Ein Sportschuh, der die im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale aufweist, ist aus dem Dokument US 2001/0054240 A bekannt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Anschwellen des Schuhs bei einem Beugen nach vorn ohne Zuhilfenahme einer zusätzlichen Armierung zu vermeiden.

Dieses Problem wird durch den Sportschuh nach der Erfindung, wie im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 definiert, gelöst.

Der erste Teil und der zweite Teil können aus einem Verbundwerkstoff gefertigt sein, welcher zwei Filzschichten aufweist, die durch eine Mischung aus Äthylenvinylazetat (EVA) und Polyäthylen (PE) verbunden sind.

Die Dicke der Filzschichten des ersten Teils ist grösser als die Dicke der Filzschichten des zweiten Teils.

Gemäss einer Ausführungsform der Erfindung besteht der äussere Teil im wesentlichen aus Leder, und der innere Teil ist am äusseren Teil befestigt, z. B. durch eine Naht.

Die durch das Schnüren auf den Schaft ausgeübte Kraft wird vorteilhafterweise wenigstens im wesentlichen durch den inneren Teil aufgenommen, so dass das Leder nicht beansprucht wird.

Die Zeichnungen zeigen als Beispiel eine Ausführungsform der Erfindung.

1 ist eine schräge Vorderansicht eines Snowboard-Schuhs mit nach vorn geklappter Zunge.

2 ist eine x-Rückansicht des inneren Teils des in 1 gezeigten Schuhs.

3 ist eine x-Vorderansicht dieses inneren Teils.

Der Schaft des in der Figur dargestellten Schuhs besteht aus einem im wesentlichen aus Leder gefertigten äusseren Teils 1 und einem inneren Teil 2 aus halbsteifem Kunststoff, auf welchem das Leder durch Nähte, wie die Nähte 3, befestigt ist. Vorn hat der Schaft einen breiten Ausschnitt 4, der von einer Zunge 5 eingenommen wird, welche am Schaft an einer Stelle nahe dem vorderen Fussende befestigt ist. Ausserdem ist die Zunge an beiden Seiten bis in den Knöchelbereich mit dem Schaft durch ein imprägniertes dichtes Gewebe verbunden, das einen Balg bildet und die Dichtheit des Schuhs in Höhe des Ausschnitts 4 sicherstellt. Der Schuh hat ferner eine Sohle 6 aus auf den Schaft gespritztem Kunststoff. Schliesslich ist der Schuh mit einem Schnürsenkel 7 versehen, der den Schuh zu spannen erlaubt, und zwar mittels Stoff-Schlaufen 8 in dem auf dem Fuss befindlichen Schnürungsbereich und mittels Kunststoff-Schlaufen 9 im oberen, vom Spann ausgehenden Schnürungsbereich.

Der innere Teil 2 ist in den 2 und 3 dargestellt. Er hat die Form eines halbsteifen Stiefels, der im wesentlichen aus einem ersten Material 21, das die Ferse, teilweise den Fuss und den Unterschenkel umgibt, und aus einem zweiten Material 22 besteht. Vorn ist dieser innere Teil geschlossen und durch ein verhältnismässig steifes Teil 23 in Form einer Kappe verstärkt. Die Materialien 21 und 22 haben zwei Filzschichten, die durch eine Mischung aus Äthylenvinylazetat (EVA) und Polyäthylen (PE) verbunden sind.

Der erste Verbundwerkstoff 21 hat Filzschichten mit einer Dicke von 1,8 mm. Der Zweite Verbundwerkstoff hat Filzschichten mit einer Dicke von 1,3 mm und ist infolgedessen weniger steif als der erste Verbundwerkstoff. Die Vorderseite und/oder die Rückseite der Verbundwerkstoffe kann mit der Mischung überzogen sein, welche die Filterschichten verbindet.

Diese Verbundwerkstoffe haben den Vorteil, dass sie keine Feuchtigkeit absorbieren.

Der aus dem ersten Material 21 gebildete erste Teil besteht aus geformten Platten, die durch Nähte 24 und 25 verbunden sind. Die beiden Materialien 21 und 22 werden ebenfalls durch Nähte 26 miteinander befestigt.

Der aus dem Material 21 geformte Teil hat beiderseits des Fusses im Bereich der Knöchel Ausschnitte 27, die sich nach hinten erstrecken und dazu bestimmt sind, dem Stiefel beim Beugen nach eine Flexibilität zu verleihen. In Richtung auf das vordere Stiefelende schliesst sich an die Ausschnitte 27 in dem über dem Fuss liegenden Bereich eine sehr breite Aussparung an. Man sieht auf der Zeichnung, dass die Ausschnitte 27 und die sich anschliessende breite Aussparung vom Material 22 besetzt sind. Dieses Material 22 ist wenigstens im Bereich des Spanns vorgeformt, das heisst im Bereich der Ausschnitte 27, so dass immer dann, wenn der Stiefel nach vorn gebogen wird, diese Bereiche 27 die Tendenz haben, sich einander zu nähern anstatt sich zu spreizen, wie das gewöhnlich bei einem Schuh der Fall ist. Dadurch wird der Halt des Fusses beim Beugen verbessert anstatt verringert.

Die Schlaufen 8 sind ausschliesslich am Material 22 mit Nieten 10 befestigt. Die Schlaufen 9 sind durch das Leder hindurch mit Nieten 11 am Material 21 befestigt. Daher wird beim Zusammenziehen des Schnürsenkels das Leder nicht beansprucht.


Anspruch[de]
Sport-Schnürschuh mit hohem Schaft, mit einem halbsteifen inneren Teil (2), der die Ferse, das Fussgelenk und teilweise den Fuss umgibt, sowie einem relativ biegsamen äusseren Teil (1), welcher den inneren Teil umgibt, wobei der innere Teil (2) einen halbsteifen Stiefel aus zwei halbsteifen Verbundwerkstoffen bildet, die zwei Teile (21, 22) bilden, von denen ein erster Teil (21) die Ferse und das Fussgelenk umgibt und in dem sich auf dem Fuss erstreckenden Schnürungsbereich einen Ausschnitt, dessen Breite merklich grösser ist als die Breite des Schnürungsbereichs, und in Höhe des Spanns beiderseits dieses Bereichs zwei abgerundete Ausschnitte (27) hat, die sich in Richtung auf die rückwärtige Schaftseite erstrecken, um die Biegung dieses ersten Teils nach vorn zu erlauben, und von denen ein zweiter Teil (22) die erwähnten Ausschnitte ausfüllt, den Schnürungsbereich begrenzt und wenigstens in den die erwähnten Ausschnitte des ersten Teils ausfüllenden Bereichen vorgeformt ist, derart, dass beim Beugen des Beins nach vorn ein Zusammenziehen des zweiten Teils in den vorgeformten Bereichen bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Filzschichten des ersten Teils (21) grösser ist als die Dicke der Filzschichten des zweiten Teils (22), so dass der zweite Teil weniger steif als der erste Teil ist. Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Teil (21) und der zweite Teil (22) aus einem Verbundwerkstoff bestehen, der zwei Filzschichten aufweist, die durch eine Mischung aus Äthylenvinylazetat (ÄVA) und Polyäthylen (PÄ) verbunden sind. Schuh nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der äussere Teil (1) im wesentlichen aus Leder besteht und dass der innere Teil (2) am äusseren Teil befestigt ist. Schuh nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der äussere Teil am inneren Teil angenäht ist. Schuh nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die durch das Schnüren auf den Schaft ausgeübte Kraft wenigstens im wesentlichen durch den inneren Teil aufgenommen wird.






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