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Dokumentenidentifikation DE602004005232T2 20.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001680580
Titel SYSTEM ZUR UNTERSTÜTZUNG DER REGENERATION VON IN EINER ABGASLEITUNG EINES DIESELMOTORFAHRZEUGS INTEGRIERTEN ENTGIFTUNGSMITTELN
Anmelder Peugeot Citroën Automobiles S.A., Velizy Villacoublay, FR
Erfinder COLIGNON, Christophe, F-92300 LEVALLOIS PERRET, FR
Vertreter ABK Patentanwälte, 82152 Planegg
DE-Aktenzeichen 602004005232
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 05.10.2004
EP-Aktenzeichen 047914692
WO-Anmeldetag 05.10.2004
PCT-Aktenzeichen PCT/FR2004/002514
WO-Veröffentlichungsnummer 2005049985
WO-Veröffentlichungsdatum 02.06.2005
EP-Offenlegungsdatum 19.07.2006
EP date of grant 07.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.12.2007
IPC-Hauptklasse F01N 3/08(2006.01)A, F, I, 20070116, B, H, EP
IPC-Nebenklasse F01N 3/023(2006.01)A, L, I, 20070116, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein System zur Unterstützung der Regeneration von mit einen Oxidationskatalysator bildenden assoziierten und in eine Abgasleitung eines Dieselmotors eines Kraftfahrzeugs integrierten Mitteln zur Abgasreinigung.

Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf ein System, bei dem der Motor mit Common-Rail-Mitteln für die Kraftstoffzufuhr der Zylinder des Motors assoziiert ist, die geeignet sind, bei gleich bleibendem Motordrehmoment eine Strategie für die Regeneration durch Kraftstoffeinspritzung in die Zylinder entsprechend wenigstens einer Nacheinspritzung durchzuführen.

Verschiedene Systeme zur Unterstützung der periodischen Regeneration der Mittel zur Abgasreinigung sind bereits im Stand der Technik entwickelt worden. So schlägt zum Beispiel das Dokument FR 2 805 568 ein System vor, das geeignet ist, die Verbrennung der in einem Filter aufgefangenen Partikel auszulösen, indem es nach der Haupteinspritzung eine Phase mit Mehrfacheinspritzungen von Kraftstoff in die Zylinder des Motors während des Arbeitstakts startet.

Während der Regeneration der Mittel zur Abgasreinigung, wie zum Beispiel eines Partikelfilters, sind die Phase, in welcher der Fuß vom Gaspedal des Fahrzeugs genommen wird (keine Kraftstoffeinspritzung bei normalem Betrieb) und die Leerlaufphase des Motors (sehr niedrige Abgastemperatur) problematisch, weil während dieser Phasen die Abgastemperatur sinkt, das heißt die Temperatur der Abgasleitung sowie der darin integrierten Elemente.

Die Verwendung einer oder mehrerer Nacheinspritzung(en) in den Betriebsphasen des Motors ermöglicht die Einschränkung des Temperaturabfalls der Abgasleitung, wobei dies auf Grundlage der katalytischen Umsetzung der Kohlenwasserstoffe geschieht, die durch die Verbrennung der Nacheinspritzung(en) im Motor entstanden sind.

Diese Strategien basieren jedoch auf der Wärmefreisetzung, die von den den Katalysator bildenden Mitteln erzeugt wird, wobei diese Mittel, die zum Beispiel einen Oxidationskatalysator oder eine NOx-Falle mit einer CO/HC-Oxidationsfunktion umfassen, als aktiviert betrachtet werden.

Während der Phasen des Zurückkehrens in den Leerlauf des Motors in Folge eines Vom-Gaspedal-Gehens erfolgt weder eine Haupteinspritzung noch eine Voreinspritzung und die oder jede Nacheinspritzung verbrennt daher nicht im Zylinder, denn sie führt lediglich dazu, dass der Kraftstoff in Form von Kohlenwasserstoffen, die durch die den Katalysator bildenden Mittel umgewandelt werden, verdampft.

Die Eingangstemperatur der den Oxidationskatalysator bildenden Mittel ist deshalb sehr niedrig und trotz der katalytischen Wärmefreisetzung, die durch die Verbrennung der Kohlenwasserstoffe erzeugt wird, die aus der oder jeder Nacheinspritzung stammen, kühlt sich die Vorderseite der den Katalysator bildenden Mittel kontinuierlich ab und ihre Umsetzungsaktivität wird zunehmend geringer.

Während der Leerlaufphasen des Motors ist die Temperatur am Eingang der den Katalysator bildenden Mittel trotz der Verwendung einer oder mehrerer Nacheinspritzung(en) relativ niedrig. Die Strategie der Nacheinspritzung im Leerlauf beruht auch auf der katalytischen Umsetzung der durch die Verbrennung der Nacheinspritzung(en) in dem Motor erzeugten Kohlenwasserstoffe. Trotz dieser katalytischen Wärmefreisetzung kühlt die Vorderseite der den Katalysator bildenden Mittel kontinuierlich ab und ihre Umsetzungsaktivität wird zunehmend geringer.

Während einer längeren Leerlaufphase kann es vorkommen, dass die den Katalysator bildenden Mittel nicht in ausreichendem Maße aktiv sind, um alle Kohlenwasserstoffe umzusetzen, was zu Höchstwerten von Kohlenwasserstoffen am Ausgang dieser den Katalysator bildenden Mittel und sogar zu blauem Rauch und/oder zu Gerüchen am Auspuff führt.

Außerdem führt die Verwendung von Nacheinspritzungen zu einer Verdünnung des Schmieröls durch den Kraftstoff, was die Schmiereigenschaften des Öls verschlechtert und insbesondere zu einer verringerten Viskosität führt und im Falle einer zu stark verringerten Viskosität zu einem Schaden des Motors führen kann.

Das Ziel der Erfindung besteht somit darin, diese Probleme zu lösen.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist der Gegenstand der Erfindung ein System zur Unterstützung der Regeneration von mit einen Oxidationskatalysator bildenden Mitteln assoziierten und in eine Abgasleitung eines Dieselmotors eines Kraftfahrzeugs integrierten Mitteln zur Abgasreinigung, wobei der Motor mit Common-Rail-Mitteln für eine Kraftstoffzufuhr zu den Zylindern des Motors assoziiert ist, die geeignet sind, bei gleich bleibendem Motordrehmoment eine Strategie für die Regeneration durch Kraftstoffeinspritzung in die Zylinder entsprechend wenigstens einer Nacheinspritzung durchzuführen, dadurch gekennzeichnet, dass es folgendes umfasst:

  • – Mittel für das Detektieren einer Regenerationsanforderung und somit einer Anforderung der Nacheinspritzung;
  • – Mittel für das Detektieren einer Leerlaufphase des Motors;
  • – Mittel für das Erfassen der Temperatur, die den den Katalysator bildenden Mitteln nachgeordnet sind;
  • – Mittel für das Festlegen einer Höchstdauer der Anwendung der Nacheinspritzungen während der Leerlaufphase, ausgehend von dieser Temperatur; und
  • – Mittel für das kontinuierliche Verringern der oder jeder Nacheinspritzung, sobald die Verwendungsdauer der Nacheinspritzungen die vorbestimmte Höchstdauer der Anwendung erreicht hat.

Gemäß weiteren Eigenschaften:

  • – Die Mittel für das Verringern sind geeignet, die oder jede Nacheinspritzung gemäß einer kalibrierbaren Einspritzleitung zu verringern;
  • – Die Mittel zur Abgasreinigung umfassen einen Partikelfilter;
  • – Die Mittel zur Abgasreinigung umfassen eine NOx Falle;
  • – Der Kraftstoff umfasst ein Additiv, das sich mit den Partikeln, mit denen es vermischt wird, auf den Mitteln zur Abgasreinigung ablagern soll, um deren Regeneration zu erleichtern;
  • – Der Kraftstoff umfasst ein Additiv, das eine NOx-Falle bildet; und
  • – Der Motor ist mit einem Turbolader assoziiert.

Die Erfindung wird anhand der folgenden Beschreibung verständlicher, die lediglich exemplarisch ist und Bezug auf die angehängten Zeichnungen nimmt. Dabei zeigt

1 ein Blockdiagramm, das die allgemeine Struktur eines Systems zur Unterstützung der Regeneration gemäß der Erfindung veranschaulicht; und

2 ein Flussdiagramm, das die Funktionsweise desselben veranschaulicht.

In 1 wurde die allgemeine Struktur eines Systems zur Unterstützung der Regeneration der Mittel zur Abgasreinigung veranschaulicht, wobei diese Mittel in dieser Figur mit der allgemeinen Bezugsziffer 1 bezeichnet werden und mit mit der allgemeinen Bezugsziffer 2 bezeichneten, einen Oxidationskatalysator bildenden Mitteln assoziiert und in die Abgasleitung 3 eines Dieselmotors 4 eines Kraftfahrzeugs integriert sind.

Der Motor kann mit einem Turbolader assoziiert sein und in diesem Fall ist dessen Turbinenabschnitt 5 ebenfalls mit dieser Abgasleitung assoziiert, während der Verdichterabschnitt 6 des Turboladers dem Motor vorgeschaltet ist.

Des Weiteren ist dieser Motor auch mit Common-Rail-Mitteln 7 für die Kraftstoffzufuhr der Zylinder des Motors assoziiert, die geeignet sind, bei gleich bleibendem Motordrehmoment auf herkömmliche Weise eine Strategie für die Regeneration durch Kraftstoffeinspritzung in die Zylinder entsprechend wenigstens einer Nacheinspritzung durchzuführen.

Diese Mittel werden von einer Steuereinheit gesteuert, die mit der allgemeinen Bezugsziffer 8 bezeichnet wird und die geeignet ist, eine zum Beispiel von einer Überwachungseinheit der Mittel für die Abgasreinigung abgegebenen Regenerationsanforderung req.RG und somit eine Anforderung für die Nacheinspritzung zu empfangen, und die mit Mitteln 9 für das Detektieren einer Leerlaufphase des Fahrzeugmotors verbunden sind.

Diese Mittel können jede beliebige geeignete Struktur aufweisen.

Des Weiteren ist diese Steuereinheit 8 auch mit Mitteln für das Erfassen der Temperatur verbunden, die den den Katalysator bildenden Mitteln 2 nachgeschaltet sind, wobei diese Mittel für das Erfassen mit der allgemeinen Bezugsziffer 11 bezeichnet werden.

Diese Mittel umfassen jeden beliebigen geeigneten Temperatursensor.

Dies ermöglicht somit, dass diese Steuereinheit 8 nach der Feststellung einer Regenerationsanforderung und somit einer Anforderung der Nacheinspritzung eine Leerlaufphase des Fahrzeugmotors feststellt, wie in Schritt 12 in 2 veranschaulicht wird.

Die Einheit 8 ist somit geeignet, in Schritt 13 die Temperatur hinter den den Katalysator bildenden Mitteln zu erfassen und ausgehend von dieser Temperatur in Schritt 14 eine Höchstdauer der Anwendung der Nacheinspritzungen während der Leerlaufphase zu bestimmen.

Die Einheit 8 überwacht daraufhin in Schritt 15 und 16 die Dauer der Verwendung der Nacheinspritzungen und bestimmt den Zeitpunkt, an dem diese Verwendungsdauer die vorbestimmte Höchstdauer der Anwendung erreicht hat.

Hat die Verwendungsdauer die vorbestimmte Höchstdauer der Anwendung während der Leerlaufphase des Motors erreicht, wie in Schritt 17 veranschaulicht, ist die Steuereinheit geeignet, sofort die oder jede Nacheinspritzung gemäß einer beispielsweise kalibrierbaren Einspritzleitung zu unterbrechen, wie in Schritt 18 veranschaulicht.

Es gilt ebenfalls zu beachten, dass ein derartiges System mit Mitteln zur Abgasreinigung funktionieren kann, die von einem Partikelfilter und einer NOx-Falle gebildet werden, und dass ein Additiv, das sich mit den Partikeln, mit denen es vermischt wird, auf den Mitteln zur Abgasreinigung ablagern soll, um deren Regeneration zu ermöglichen, in herkömmlicher Weise ebenfalls mit dem Kraftstoff vermischt werden kann, um die Verbrennungstemperatur der darin aufgefangenen Rußpartikel zu senken.

In herkömmlicher Weise liegt dieses Additiv nämlich nach der Verbrennung des mit einem Additiv versehenen Kraftstoffs im Motor in den Partikeln vor.

Auch ein Additiv, das eine NOx-Falle bildet, kann in Betracht gezogen werden.

Daraus ist ersichtlich, dass aufgrund einer derartigen Struktur eine Höchstdauer der Anwendung der Nacheinspritzungen für die Leerlaufphase zugelassen wird.

Diese Höchstdauer liegt in Form eines Zeitzählers vor, der nach unten gezählt wird, das heißt, der im Laufe der Regenerationsphase während der Leerlaufphase abnimmt/abläuft. Dieser Zähler wird am Ende dieser Phasen erneut initialisiert.

Dieses System ermöglicht es, die Mengen an in der Nacheinspritzung eingespritztem Kraftstoff während der Leerlaufphase einzuschränken, wenn die Temperaturhöhen in der Abgasleitung am nachteiligsten sind.

Durch ein derartiges Einschränken der Gesamtmenge des während dieser Phase in der Nacheinspritzung eingespritzten Kraftstoffs, die im Hinblick auf die Regeneration der Mittel zur Abgasreinigung nicht die wirksamste ist, wird das Zeitverhältnis der wirksamen Nacheinspritzung optimiert und die Verdünnung des Schmieröls des Motors durch den Kraftstoff eingeschränkt.

Dies ermöglicht schlussendlich auch, die Gefahr einzuschränken, dass die Oxidationsfunktion plötzlich abgeschwächt wird, was zu einem Defizit in der Umsetzung der Kohlenwasserstoffe und somit zu einer Kohlenwasserstoffwolke am Auspuff, die Rauch und/oder Gerüche erzeugen kann, führen könnte.

Selbstverständlich sind auch andere Ausführungsformen denkbar.

Somit können zum Beispiel die Mittel zur Abgasreinigung und die den Oxidationskatalysator bildenden Mitteln in einem einzigen Element, insbesondere auf einem einzigen Substrat, integriert sein.

Zum Beispiel kann ein Partikelfilter mit der integrierten Oxidationsfunktion verwendet werden.

Ebenso kann auch eine entweder mit einem Additiv versetzte oder nicht mit einem Additiv versetzte NOx-Falle mit einer integrierten derartigen Oxidationsfunktion verwendet werden.

Diese Oxidationsfunktion und/oder NOx Falle kann zum Beispiel von einem mit dem Kraftstoff vermischten Additiv erfüllt werden.


Anspruch[de]
System zur Unterstützung der Regeneration von mit einen Oxidationskatalysator (2) bildenden assoziierten und in eine Abgasleitung (3) eines Dieselmotors (4) eines Kraftfahrzeugs integrierten Mitteln zur Abgasreinigung (1), in dem der Motor (4) mit Common-Rail-Mitteln (7) für eine Kraftstoffzufuhr zu den Zylindern des Motors assoziiert ist, die geeignet sind, bei gleich bleibendem Motordrehmoment eine Strategie für die Regeneration durch Kraftstoffeinspritzung in die Zylinder entsprechend wenigstens einer Nacheinspritzung durchzuführen, das folgendes umfasst:

– Mittel (8) für das Detektieren einer Regenerationsanforderung (req.RG) und somit der Nacheinspritzung;

– Mittel (9) für das Detektieren einer Leerlaufphase des Motors;

– Mittel (11) für das Erfassen der Temperatur, die den den Katalysator bildenden Mitteln (2) nachgeordnet sind;

dadurch gekennzeichnet, dass es folgendes enthält:

– Mittel (8) für das Bestimmen einer maximalen Dauer der Anwendung der Nacheinspritzungen während der Leerlaufphase, ausgehend von dieser Temperatur; und

– Mittel (7, 8) für das kontinuierliche Verringern der oder jeder Nacheinspritzung, sobald die Verwendungsdauer der Nacheinspritzungen die vorbestimmte Höchstdauer der Anwendung erreicht hat.
System gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel für das Verringern (7, 8) geeignet sind, die oder jede Nacheinspritzung gemäß einer kalibrierbaren Einspritzleitung zu verringern. System gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Abgasreinigung (1) einen Partikelfilter umfassen. System gemäß Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Abgasreinigung (1) eine Nox-Falle umfassen. System gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftstoff ein Additiv beinhaltet, das sich mit den Partikeln, mit denen es vermischt wird, auf den Mitteln zur Abgasreinigung (1) ablagern soll, um deren Regeneration zu ermöglichen. System gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftstoff ein Additiv beinhaltet, das eine NOx-Falle bildet. System gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass der Motor mit einem Turbolader (5, 6) assoziiert ist.






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