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Dokumentenidentifikation DE602004005370T2 20.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001457309
Titel Radial aufweitbare Reifenaufbautrommel und Reifenaufbauverfahren
Anmelder The Goodyear Tire & Rubber Co., Akron, Ohio, US
Erfinder Girard, Jean-Claude, Copley, Ohio 44321, US;
Delgado, Andres Ignacio, Medina, Ohio 44256, US
Vertreter Kutsch, B., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., Colmar-Berg, LU
DE-Aktenzeichen 602004005370
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 04.03.2004
EP-Aktenzeichen 041008830
EP-Offenlegungsdatum 15.09.2004
EP date of grant 21.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.12.2007
IPC-Hauptklasse B29D 30/24(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B29D 30/36(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Bereich der Erfindung

Diese Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Aufbau einer Reifenkarkasse auf einem ringförmig aufgeweiteten Aufbautrommelkern gemäß der Präambel von Anspruch 1 und auf eine Reifenaufbautrommel gemäß der Präambel von Anspruch 7.

Hintergrund der Erfindung

Historisch gesehen wurde der Reifen als eine laminierte Struktur in allgemein ringförmiger Form mit Wülsten, einem Profil, einer Gürtelverstärkung und einer Karkasse hergestellt. Jeder Bestandteil wird auf einer Aufbautrommel platziert und so abgelängt, dass sich die Enden eines Bestandteils treffen oder überlappen, so dass eine Spleißung entsteht.

Im ersten Schritt des Aufbaus beinhaltet die Karkasse eine oder mehrere Lagen sowie ein Paar Seitenwände, ein Paar Kernprofile, eine Innenisolierung (bei einem schlauchlosen Reifen), ein Paar Wulststreifen und eventuell ein Paar Gummischulterstreifen. Ringförmige Wulstkerne können im ersten Schritt des Reifenaufbaus hinzugefügt werden, und die Lage oder Lagen kann/können um die Wulstkerne herum gedreht werden, um den „Lagenumschlag" zu bilden.

Typischerweise würden die Bestandteile der Karkasse (außer den Wulstkernen) entweder „durch eine Stoßnaht gespleißt" oder „überlappt gespleißt" werden. Bei einer Stoß-Spleißung sind die Enden der Bestandteile verbunden, sie überlappen sich jedoch nicht. Bei einer überlappten Spleißung überlappen sich die Enden.

Dieses Zwischenprodukt der Herstellung kann zu diesem Zeitpunkt im ersten Schritt des Aufbaus zylindrisch geformt werden. Die zylindrische Karkasse wird in eine Ringform ausgedehnt, nachdem der erste Schritt des Reifenaufbaus beendet ist. Verstärkungsgürtel und das Profil werden dem Zwischenprodukt in einem zweiten Schritt der Reifenherstellung hinzugefügt. Dies kann unter Verwendung derselben Aufbautrommel oder Arbeitsstation oder einer anderen Formgebungsstation geschehen.

Während der Aufweitung der Karkasse werden Zugspannungen auf die gespleißten und unvulkanisierten Bestandteile der Reifenkarkasse ausgeübt.

Im Falle von Automobil- oder Leicht-Lkw-Reifen wurden überlappte Spleißungen bevorzugt, da die Spleißung so intakt blieb, während die Stoß-Spleißungen dazu neigten, sich zu öffnen oder Defekte aufzuweisen. Trotz der guten Haftung der überlappten Spleißung neigten die Korde in der Nähe der Spleißung dazu, gedehnt zu werden zur Kompensierung der sich überlappenden zwei Schichten von Korden an der Spleißung. Diese lokalisierte Dehnung schafft eine Ungleichmäßigkeit, die schnell in einer Röntgenaufnahme, einer Ultraschallansicht oder durch eine Zerschneiden des Reifen und Sichtinspektion sichtbar wird.

Um dem Problem der Entstehung von Ungleichmäßigkeiten bei Reifen vorzubeugen, stellte der Designer des Reifens historisch gesehen sicher, dass die Spleißungen verschiedener Schichten von Bestandteilen nicht umlaufend auf einer Linie lagen. Dieses Nicht-Fluchten der Spleißungen sollte die Karkasse bezüglich ihrer Beständigkeit und Gleichmäßigkeit verbessern, was durch die Größe der Kraftschwankungen und der Wuchtung des Reifens gemessen wurde. Reifeningenieure glaubten auch, dass die Gleichmäßigkeit des Reifens verbessert werden könnte, wenn diese Diskontinuitäten bewusst um die Karkasse umlaufend beabstandet herum angeordnet würden. Dies bedeute, dass jeder Bestandteil dort auf die Lage an der Reifenaufbaustation aufgebracht und gespleißt werden musste, wo jeder Bestandteil in beabstandeter Abfolge geschnitten woden war.

Wenn die durch Korde verstärkten Lagen auf der Aufbautrommel platziert werden, ist sehr wichtig, dass die geometrischen Abstände der Wülste und der Lagenumschläge einheitlich kontrolliert werden. Schwankungen im Gesamtprozess des Reifenaufbaus können zu Schwankungen bei der Spannung der Korde führen. Diese Ungleichmäßigkeiten können die Fahr- und Handhabungseigenschaften des Reifens beeinflussen.

In US-A-6,250,356 ist eine Reifenaufbautrommel offenbart, bei der die Wülste zwei verschiedene Größen besitzen. Die beiden verschiedenen Durchmesser eines Reifens verschlimmern die Probleme des Reifenaufbaus, und die vorgestellte Aufbautrommel bietet eine Methode und eine Vorrichtung, die es erlauben, den Reifen gleichmäßiger und schneller aufzubauen. Diese Aufbautrommel wurde entwickelt, um Reifen aufzubauen, die ein vorgegebenes Paar von zwei verschiedenen Durchmessern in der ersten Stufe des Aufbaus besitzen. Eine separate Reifenformtrommel wurde verwendet, und um die Reifenkarkasse ringförmig zu formen, um die Profil- und Gürtelverstärkungen anzubringen. Diese Trommel wird in US- A-6,234,227 vorgestellt.

US-A 3,833,445 offenbart eine Methode und eine Reifenaufbautrommel gemäß der Präambel von Anspruch 1 bzw. 7. Weiter wird Bezug genommen auf US-A- 3,560,302, US- A-3,767,509, GB- A-1,524,369, WO 03/10 3935 und DE-A- 20 02 294 mit verschiedenen ähnlichen Methoden und Reifenaufbautrommeln.

Die vorliegende Erfindung hat zum Ziel, eine Aufbautrommel bereit zu stellen, die radial aufweitbar und in der Lage ist, Reifen ringförmig aufzubauen, während die Seiten fest gestützt werden. In einer Ausführungsform hat die Aufbautrommel zudem zum Ziel, axial bewegliche Enden zu besitzen, die einen ringförmigen Aufbau sowie eine ringförmige Formung der aufgebauten Karkasse erlauben, was das Entfernen der Karkasse von der Aufbautrommel für eine zweite Stufe des Reifenaufbaus vermeidet, bei der das Profil und die Verstärkungsgürtelstruktur an der Aufbautrommel aufgebracht werden können.

Zusammenfassung der Erfindung

Ein Verfahren zum Aufbau einer Reifenkarkasse auf einem ringförmig aufgeweiteten Aufbautrommelkern gemäß Anspruch 1 und eine Reifenaufbautrommel gemäß Anspruch 7 werden offenbart. Besondere Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Die Methode zum Aufbau einer Reifenkarkasse auf einem ringförmig aufgeweiteten Aufbautrommelkern beinhaltet folgende Schritte: Radiale Aufweitung der Decke um einen Betrag, der weniger als 5% größer als der erste Durchmesser D1 ist, und Anwendung einer Struktur zur Gürtelverstärkung oder einer Struktur zur Profil- und Gürtelverstärkung auf der aufgeweiteten Decke zur Bildung eines unvulkanisierten Reifenaufbaus, wobei auch der Schritt der Vulkanisierung des unvulkanisierten Reifenaufbaus in der Reifenvulkanisierungsform sowie der Entfernung des vulkanisierten Reifenaufbaus aus der Form vorgesehen sein kann; Zusammenziehen des ringförmig aufgeweiteten Aufbautrommelkerns.

Die Methode zum Aufbau einer Reifenkarkasse auf einem ringförmig aufgeweiteten Aufbautrommelkern beinhaltet den Schritt des Zusammenziehens des radial aufgeweiteten Kern einschließlich der Schritte der axialen Vergrößerung des Abstandes zwischen den fest gestützten Seiten sowie der radialen Absenkung der internen Seitenstützmechanismen.

Der Schritt der Absenkung der internen Seitenstützmechanismen beinhaltet die Schritte des drehend Bewegens von klappbaren Elementen der internen Seitenstützmechanismen radial und axial nach innen.

Die oben beschriebene Methode wird am besten mittels einer um eine Drehachse drehbaren Reifenaufbautrommel durchgeführt.

Die Reifenaufbautrommel besitzt ein Paar ringförmiger axial beweglicher Endstützen; ein Paar zusammenlegbarer ringförmiger Seitenwandstützen, eine aufweitbare verstärkte ringförmige Decke, eine Vorrichtung zur Drehung der Reifenaufbautrommel und eine Vorrichtung zur axialen Bewegung der ringförmigen, axial bewegbaren Endstützen.

Das Paar der zusammenlegbaren ringförmigen Seitenwandstützen besitzt eine Stütze, die drehbar mit jeder axial bewegbaren Endstütze verbunden ist. Jede zusammenlegbare ringförmige Seitenwandstütze besitzt eine Reihe von drehbeweglichen Klappelementen. Die Reihe der klappbaren Elemente bildet, wenn radial aufgeweitet, eine zusammenziehbare ringförmige Seitenwandstütze.

Die aufweitbare verstärkte ringförmige Decke verläuft quer zu und erstreckt sich über jede zusammenziehbare Seitenwandstütze.

Definitionen

„Karkasse" bezeichnet ein unvulkanisiertes Laminat von Reifenlagenmaterial und weiteren Reifenelementen, die zum Spleißen abgelängt oder bereits gespleißt sind, mit einer zylindrischen oder ringförmigen Form. Zusätzliche Bestandteile können zu der Karkasse hinzugefügt werden, bevor sie vulkanisiert wird, um den geformten Reifen zu bilden.

„Gehäuse" bezeichnet die Reifenkarkasse und dazugehörige Reifenbestandteile, außer dem Profil.

„Umlaufend" bezeichnet Linien oder Richtungen, die sich über den Umfang der Oberfläche des ringförmigen Profils erstrecken, senkrecht zur axialen Ausrichtung.

„Lage" bezeichnet eine durchgehende Schicht von gummibeschichteten, parallelen Korden.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Die Erfindung wird anhand von Beispielen und mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, wobei:

1 eine Draufsicht des radial aufweitbaren Trommelaufbaus gemäß der vorliegenden Erfindung darstellt, die im Zusammenhang mit einem Robotermechanismus zur Anbringung von Lagenkorden gezeigt ist;

2 eine perspektivische Ansicht des radial aufweitbaren Trommelaufbaus darstellt, die den Trommelkernaufbau in einer geschlossenen Position zeigt, wobei die aufweitbare Decke entfernt wurde, um die inneren Mechanismen zu zeigen;

3 eine zweite perspektivische Ansicht des Trommelkernaufbaus darstellt, der teilweise aufgeweitet ist. Sie zeigt die anfängliche Bewegung des internen Mechanismus;

4 eine dritte perspektivische Ansicht des Trommelkernaufbaus darstellt, wobei der Aufbau der Stütze der inneren Seitenwand dem Aufbau der Stütze der äußeren Seitenwand entspricht, mit der Ausnahme des gedreht werdens und der Ausrichtung in die entgegengesetzte Richtung. In dieser Ansicht werden die zusammenziehbaren ringförmigen Seitenwandstützen in vollständig aufgeweitet geöffnet gezeigt;

5 eine perspektivische Ansicht des vollständig erweiterten Trommelkernaufbaus darstellt, wobei die aufweitbare verstärkte ringförmige Decke in voll ausgedehnter Position gezeigt wird;

6 eine perspektivische Ansicht des radial aufweitbaren Trommelkerns gemäß der vorliegenden Erfindung darstellt, wobei die aufweitbare verstärkte ringförmige Decke gedehnt ist und sich in vollständig zusammengezogener Position befindet.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Mit Bezug auf 1 wird eine Draufsicht der Reifenbauvorrichtung 100 der vorliegenden Erfindung illustriert. Wie bereits gezeigt besitzt die Vorrichtung 100 ein Führungsmittel, das, zusätzlich zum Lagenmechanismus 70, ein robotisches computergesteuertes System 110 besitzt zur Platzierung des Kordes 2 in der ringförmig aufgeweiteten Oberfläche einer Aufbautrommel 50. Ein Mittel zur Aufbringung einer elastomerischen Schicht 4 auf die aufgeweitete Decke 52 ist vorgesehen, was einen Servermechanismus zur Einspeisung von Streifen der Schicht 4 zur aufgeweiteten Decke 52 beinhalten kann.

Das robotische computergesteuerte System 110 weist einen Computer 120 und eine vorprogrammierte Software auf, die den Lagenpfad 10 vorgibt, der für eine bestimmte Reifengröße verwendet wird. Jede Bewegung des Systems 110 kann mit sehr präzisen Bewegungen artikuliert werden.

Der Roboter 150, der auf einem Ständer 151 montiert ist, besitzt einen Roboterarm 152, der vorzugsweise in sechs Achsen bewegt werden kann. Der arbeitende Arm 152 hat den Lagenmechanismus 70 daran befestigt, wie gezeigt.

Mechanismen 60 zur Bildung von Endschleifen befinden sich auf jeder Seite 56 der ringförmig aufgeweiteten Decke 52. Der Roboterarm 152 sorgt für die Einspeisung des Lagenkords 2 in vorbestimmte Pfade 10, und der Mechanismus 60 zur Bildung von Endschleifen hält den Kord 2 fest, während das Schleifende gebildet ist. Wann immer ein Ende gebildet wird, wird die ringförmig aufgeweitete Decke 52 gedreht, um den nächsten Schritt P und den angrenzenden Lagenpfad 10 um die ringförmig aufgeweitete Decke 52 einzuteilen.

Die Bewegung des Lagenmechanismus 70 erlaubt eine Ankopplung der Konvexwölbungen an die Konkavwölbungen in der Nähe der Wulstbereiche und dadurch die Nachbildung der wie geformten Form des Reifens. Mittel 63 zur Drehung der Spindel 52 um ihre Achse 64 sind alle in einen starren Rahmen 65 wie gezeigt eingebaut.

Mit Bezug auf 5 wird eine perspektivische Ansicht der ringförmig aufweitbaren verstärkten Decke 52 der vorliegenden Erfindung gezeigt. Wie in der Figur gezeigt, besitzen die radialen inneren Teile auf jeder Seite 56 der ringförmig aufweitbaren Decke 52 eine Konkavwölbung, die sich radial ausdehnt in Richtung des Zenitbereichs der ringförmigen Spindel 52. Wie der konkave Reifenquerschnitt sich radial nach außen in Richtung des oberen Teiles der Seitenwand ausdehnt, geht die Wölbung in eine Konvexwölbung über, was auch als der Zenitbereich der ringförmig aufweitbaren Decke 52 bekannt ist. Dieser Querschnitt dupliziert sehr genau den wie geformten Querschnitt eines Reifen.

Der gesamte Trommelkernaufbau 50 wird detailliert in den 2 bis 6 gezeigt. In jeder dieser Abbildungen wird die Abfolge der Schritte von der perspektivischen Sicht des Trommelkernaufbaus 50 gezeigt.

Mit besonderem Bezug auf 2 besitzt der Trommelkernaufbau 50 ein Paar Endplatten 22. Diese Endplatten bieten Anschlusspunkte für den ganzen Trommelkernaufbau an die Reifenaufbaumaschine. Die Endplatten 22 besitzen vier Achsen, die mit jeder Platte verbunden sind. Diese Achsen 25 erstrecken sich über den ganzen Trommelkernaufbau, und, wie gezeigt, sind verschiedene Bestandteile verschiebbar mit diesen Achsen 25 verbunden. Z.B. wird eine Scheibe 23 an einem Ende des Trommelaufbaus gezeigt. Diese Scheibe hat Lager 24, die mit jeder Achse verbunden sind. Die Scheibe ist entlang der Achse verschiebbar.

Der Trommelkernaufbau 50 beinhaltet ein Paar ringförmiger, axial beweglicher Endstützen 26. Mit den Endstützen 26 ist ein Paar zusammenklappbarer ringförmiger Seitenwandstützen 30 verbunden. Ein Ring 28 wird in der Abbildung gezeigt, der über der Achse 64 eingebaut ist. Der Ring hat eine Öffnung 27A für einen Stößel 28A, der in einem Spalt 27B auf der Achse 64 läuft. Diese Bewegung des Ringes 28 ermöglicht eine axiale Bewegung nach innen und außen. Die Bewegung des Ringes 28 ist mit den axial beweglichen Endstützen 26 auf jeder Seite des Trommelaufbaus wie gezeigt verbunden. In 2 wird der Trommelaufbau für ein besseres Verständnis der tatsächlichen Funktionsweise der damit verbundenen Mechanismen ohne die verstärkte ringförmige Decke 52 gezeigt. Wie in 2 gezeigt, werden die zusammenklappbaren ringförmigen Seitenstützen 30 in vollständig eingefahrener oder nach innerer Position gezeigt. In dieser Position sind die Endstützen 26 axial am weitesten beabstandet.

Mit Bezug auf 3 und 4 wird nun der Betrieb des Mechanismus beschrieben. Sobalt sich die Enden 26 axial enger zusammen bewegen, beginnen die ringförmigen Seitenstützen 30 sich im gleichen Maße wie die axiale Bewegung die Endstützen 26 enger zusammengeführt, radial nach außen zu bewegen. Wie gezeigt beinhalten die Seitenwandstützen 20 mehrere klappbare Bestandteile 30A, 30B, 30C, die durch Bolzen 31 befestigt sind. Jeder dieser klappbaren Bestandteile 30A, 30B und 30C kann sich relativ zu dem angrenzenden klappbaren Bestandteil drehen. Wie in der Abbildung gezeigt hat jeder der klappbaren Bestandteile 30A, 30B und 30C eine in etwa dreieckige Form und eine bogenförmige Wölbung, welche die Seitenwand des zu formenden Reifens simuliert, wenn sie sich in einer vollständig geöffneten oder radial ausgefahrenen Position befindet.

Wie in 3 gezeigt beginnen die Seitenwandstützmechanismen 30 sich von der vollständig zusammengeklappten Position aus 2 in die vollständig ausgedehnte Position von 4 zu erheben. Wie in 4 gezeigt, wird, wenn die Bewegung des Seitenwandstützmechanismus 30 abgeschlossen ist, der Wulstabstand für den zu produzierenden Reifen festgelegt und es wird gezeigt, dass die zusammenklappbaren, ringförmigen Seitenwandstützen 30 einen vollständigen Ring bilden, wie er in 4 gezeigt wird. Dieser Ring bietet eine feste Stütze an den gesamten Seiten der Aufbautrommel entlang. All diese Bewegung findet zeitgleich mit der Bewegung der Endstützen 26 axial nach innen statt.

Mit Bezug auf 5 wird über oder als Abdeckung der vollständig aufgeweiteten zusammenklappbaren ringförmigen Seitenwandstützen 30, die in 4 gezeigt werden, die flexible verstärkte ringförmige Decke 52 gezeigt. Anders gesagt: Die Aufbautrommel 50, wie in 5 gezeigt, zeigt die Position des flexiblen Teils oder der Decke 50, wenn die zusammenziehbaren ringförmigen Seitenstützen 30 vollständig ausgefahren sind. Das ist der Reifenaufbaumodus. Um die Reifenkarkasse von dem Trommelaufbau 50 zu entfernen, müssen einfach die beiden Endstützen 26 axial nach außen gedehnt werden. Wenn sich die Enden 26 bewegen, werden die Reifenaufbautrommel 50 und die Decke 52 radial nach innen gezogen, während die Endstützen 26 sich axial nach außen bewegen. In dieser Position befinden sich die zusammenklappbaren Seitenwandstützen 30, die von der Decke 52 abgedeckt werden, in der in 3 gezeigten Position. Dies wird von der Zeichnung in 6 dargestellt, wo die Decke 52 die zusammengezogenen ringförmigen Seitenwandstützen 30 verdeckt.

Der obige Reifenaufbaukern ermöglicht den Aufbau der Reifenkarkasse auf einem ringförmig aufgeweiteten Aufbautrommelaufbau 50 durch Aufbringen der Karkassenbestandteile auf einer Decke 52 eines ringförmig aufgeweiteten Aufbautrommelkerns mit einem ersten Durchmesser D1, wobei die Seiten 56 der Decke 52 mit einem Paar interner zusammenziehbarer Seitenwandstützmechanismen 30 fest gestützt werden, um die ringförmig geformte unvulkanisierte Karkasse zu bilden. Die verstärkte aufgeweitete Decke 52 kann dann weiter aufgeweitet werden um einen Betrag, der weniger als 5% größer als der Durchmesser D1 ist, durch Anwendung eines internen Drucks auf die aufgeweitete Decke 52. Diese aufgeweitete Decke 52 kann dann leicht im Durchmesser zunehmen, bei einem Wert, der weniger als 5% größer als der Durchmesser D1 ist. Nachdem dieses zusätzliche Anwachsen der Decke erreicht ist, kann einfach eine Struktur zur Gürtelverstärkung oder eine Struktur zur Profilgürtelverstärkung auf der aufgeweiteten Decke hinzugefügt werden, um einen unvulkanisierten Reifenaufbau zu bilden, was weiter den Schritt umfassen kann des Nehmens des gesamten unvulkanisierten Reifens während des Befindens auf der Aufbautrommel und des Platzierens des gesamten Aufbaus in einer Reifenvulkanisierungsform und des Herausnehmens des vulkanisierten Reifenaufbaus aus der Form, des Kontrahierens des ringförmig ausgedehnten Aufbautrommelkerns, und des Entfernens des vulkanisierten Reifens von dem kontrahierten Kern. Es wird als wichtig angesehen, dass der unvulkanisierte Reifen auf eine Art und Weise aufgebaut wird, die den Vulkanisierungsdimensionen sehr nahe kommt. Ist dies getan, können die Bewegungen der Korde 2 und die ihnen unterliegenden Verstärkungsstrukturen, die in Reifen üblich sind, zum größten Teil minimiert werden. Ist ein Reifen vulkanisiert, sind seine Korde im vulkanisierten Gummi so eingebettet, dass sie sich nicht bewegen. Die aktuelle Reifenproduktion erfordert eine große Expansion des unvulkanisierten Gummis entlang der eingebetteten Verstärkungskorde während der verschiedenen Schritte des Reifenaufbaus.

Dies trifft insbesondere zu, wenn die Reifen auf der flachen, zylindrischen Aufbautrommel aufgebaut und zu einer ringförmigen Form aufgepumpt werden. Ist dies der Fall, müssen sich die verstärkenden Korde dehnen und sich ausbreiten, entsprechend wie die Bewegung radial nach außen anwächst. Die Aufweitungsbewegung der Korde verändert den Abstand und schafft Möglichkeiten für Ungleichmäßigkeiten am Reifen. Durch einen Aufbau des Reifens unter Verwendung der Aufbautrommel 50 der vorliegenden Erfindung wird die Dehnung oder die Veränderung während des Reifenaufbaus zu großen Teilen minimiert. Somit wird sichergestellt, dass die Korde, wenn sie auf der Aufbautrommel platziert sind, nach der Vulkanisierung in dieser Position oder so nah wie möglich an dem Aufbau wie aufgebaut verbleiben nachdem der Reifen vulkanisiert worden ist. Ein Ziel der vorliegenden Erfindung ist es sicherzustellen, dass die Korde grundsätzlich nach der vollständigen Vulkanisierung in fast derselben Position sind, in der sie waren, bevor sie vulkanisiert wurden. Man geht davon aus, dass die vorliegende Erfindung eine sehr effiziente Möglichkeit bietet, den Reifen in derselben Position wie nach dem Aufbau zu formen, ohne dass die Korde verzerrt werden. Wie bereits gesagt wird das gesamte Reifenaufbausystem in einer zugehörigen Patentanmeldung Seriennr. 10/365,374, eingereicht am 11. Februar 2003, beschrieben, mit dem Titel „Eine verbesserte Methode und Vorrichtung zur Herstellung von Karkassenlagen für Reifen". Dieses Patent beinhaltet die Möglichkeit, Korde in verschiedenen Winkeln zu legen, auch radial, zum Aufbau von Reifen des radialen Typs, auf einer Diagonalen zum Aufbau von radialen Reifen oder Diagonalreifen, oder alternativ zum Aufbau mit jedem Kordwinkel, der nicht in der allgemeinen Art des radialen oder diagonalen Aufbaus inbegriffen ist, inklusive, aber nicht beschränkt auf, den geodätischen Typ von Lagenkordwinkeln. Die vorliegende Aufbautrommel 50 bietet ein Maximum an Effizienz, um den Reifen auf eine bessere Art und Weise zu bauen, als dies zuvor der Fall war. Es ist wichtig, dass die Seitenwände über die notwendigen Wölbungen verfügen, um den Reifen wie im fertiggestellten Zustand zu duplizieren. Man geht davon aus, dass dies eine deutlich bessere Art und Weise des Reifenbaus darstellt. Es wird weiterhin als wichtig angesehen, dass die Seitenwände während des Reifenaufbauprozesses fest gestützt werden. Dies erleichtert deutlich die sehr präzise Platzierung der Bestandteile. Im gesamten Zenitbereich des Reifens ist sehr wichtig, dass die aufweitbare Decke 52 auch fest gestützt wird. Deshalb wird empfohlen, dass die aufweitbare Decke 52 aus einem Material hergestellt wird, das eine begrenzte Aufweitung unter Druck, aber auch eine feste Stütze bis zum Abschlussbestandteil garantiert. In Folge dessen wird empfohlen, dass die Decke mit Stützteilen 53 verstärkt wird, die entweder aus Blechen, Stäben oder anderen Mechanismen bestehen, und die einen festen Zenitbereich bilden, so dass die Lagenbestandteile ohne Bewegungen in diesem Bereich hinzugefügt werden können. Mit Bezug auf 6 sieht man, dass die Seitenwandstützmechanismen 30 innerhalb der Decke 50 eine ausreichende Unterstützung der Seitenwände bieten, während die Stützteile 53 eine radiale Unterstützung bieten, wenn die Decke 52 vollständig aufgeweitet ist. Die Stützteile 53 werden gezeigt, wie sie sich quer durch die Decke 52 ausdehnen und dort eingebettet werden. Alternativ können die Stützteile 53 auf einer Diagonalen positioniert werden. Dies führt jedoch vermehrt zu Problemen, wenn man versucht, die Seitenstützen 30 in eine voll zusammengezogene Position zu bringen, um den aufgebauten und fertiggestellten Reifen zu entfernen.


Anspruch[de]
Verfahren zum Bau einer Reifenkarkasse auf einem ringförmig ausgedehnten Aufbautrommelkern (50), wobei das Verfahren ein Aufbringen von Karkassenbestandteilen auf einer Decke (52) des ringförmig aufgeweiteten Aufbautrommelkerns (50) mit einem ersten Durchmesser beinhaltet, während die Seiten der Decke (52) durch ein Paar interne Seitenstützmechanismen (30) fest gestützt werden, um eine ringförmig geformte unvulkanisierte Karkasse zu bilden, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren weiter eine radiale Aufweitung der Decke (52) um einen Betrag, der weniger als 5% größer als der erste Durchmesser ist, beinhaltet sowie das Aufbringen einer Struktur zur Verstärkung des Gürtels oder des Profils und des Gürtels auf der aufgeweiteten Decke (52), um einen unvulkanisierten Reifenaufbau zu bilden. Das Verfahren von Anspruch 1, wobei die Decke (52) radial um einen Betrag, der weniger als 5% größer als der erste Durchmesser ist, durch das Ausüben eines internen Drucks auf die Decke (52) aufgeweitet wird. Das Verfahren von Anspruch 1, das zudem die Schritte der Vulkanisierung des unvulkanisierten Reifenaufbaus in einer Reifenvulkanisierungsform; der Entfernung des vulkanisierten Reifenaufbaus aus der Form; des Zusammenziehens des ringförmig aufgeweiteten Aufbautrommelkerns (50) und der Entfernung des Reifens von dem zusammengezogenen Kern (50) beinhaltet. Das Verfahren von Anspruch 1, das zudem die Schritte des Zusammenziehens des radial ausgedehnten Aufbautrommelkerns (50) und der Entfernung der geformten unvulkanisierten Karkasse von dem zusammengezogenen Aufbaukern (50) beinhaltet. Das Verfahren von Anspruch 4, wobei der Schritt des Zusammenziehens des radial aufgeweiteten Kerns (50) die Schritte der axialen Vergrößerung der Abstände zwischen den fest gestützten Seiten und der radialen Absenkung der internen Seitenstützmechanismen beinhaltet. Das Verfahren von Anspruch 5, wobei die Schritte der Absenkung der internen Seitenstützmechanismen die Schritte des drehend Bewegens von klappbaren Elementen der internen Seitenstützmechanismen beinhalten. Eine Reifenaufbautrommel (50), die sich um eine Rotationsachse (64) drehen lässt, aufweisend:

ein Paar axial beweglicher Endstützen (26);

ein Paar zusammenklappbarer Seitenstützen (30), eine zusammenklappbare Seitenwandstütze (30), die drehbar an jeder axial beweglichen Endstütze (26) befestigt ist, wobei jede Seitenwand eine Mehrzahl von drehbar beweglichen klappbaren Elementen (30A, 30B, 30C) besitzt, wobei diese Mehrzahl klappbarer Elemente (30A, 30B, 30C) eine ringförmige Seitenwandstütze bildet, wenn sie radial aufgeweitet werden;

eine verstärkte ringförmige Decke (52), wobei die Decke sich quer zu und über jede zusammenklappbare Seitenstütze (30) erstreckt;

ein Mittel zur Drehung der Aufbautrommel (50); und

ein Mittel zur axialen Bewegung der ringförmigen axial beweglichen Endstützen (26);

dadurch gekennzeichnet, dass besagte verstärkte ringförmige Decke (52) auf einen ersten Durchmesser aufweitbar ist, und dass die verstärkte ringförmige Decke (52) in ihrem aufgeweiteten Zustand durch die Anwendung eines internen Druckes auf die ausgedehnte Decke (52) um einen Betrag unter 5% weiter aufweitbar ist.
Die Reifenaufbautrommel (50) nach Anspruch 7, wobei die drehbar beweglichen klappbaren Elemente (30A, 30B, 30C) eine in etwa dreieckige Form aufweisen.






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