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Dokumentenidentifikation DE602004005988T2 20.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001637440
Titel Trägerstruktur für das Armaturenbrett eines Kraftfahrzeugs
Anmelder Denso Thermal Systems S.p.A., Poirino, Turin/Torino, IT
Erfinder Scavino, Giovanni, 10046 Poirino (Torino), IT;
Bondon, Eloi, 10046 Poirino (Torino), IT
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 602004005988
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 20.09.2004
EP-Aktenzeichen 044257004
EP-Offenlegungsdatum 22.03.2006
EP date of grant 18.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.12.2007
IPC-Hauptklasse B62D 25/14(2006.01)A, F, I, 20060306, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B60H 1/00(2006.01)A, L, I, 20060306, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Tragkonstruktion für ein Armaturenbrett für Fahrzeuge. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Tragkonstruktion, die einen röhrenförmigen Haupt-Querträger umfasst und einen quergerichteten Luftverteilerkanal bildet sowie mit wenigstens zwei Luftauslässen und wenigstens einem mittig gelegenen Lufteinlass ausgestattet ist.

Eine Tragkonstruktion mit den in dem Oberbegriff des Hauptanspruchs enthaltenen Merkmalen ist in dem Dokument EP-A-662901, veröffentlicht als Anmeldung Nr. WO 94/07733 nach dem Patentzusammenarbeitsvertrag, erläutert.

Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist, eine Tragkonstruktion bereitzustellen, die bezogen auf Lösungen nach dem Stand der Technik bessere Festigkeitseigenschaften hat und in der Lage ist, eine bessere Verteilung der Luftströme innerhalb des Fahrgastraumes des Fahrzeugs zu ermöglichen.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird dieses Ziel mittels einer Tragkonstruktion erreicht, die die in den Patentansprüchen bezeichneten Eigenschaften hat. Die Merkmale und Vorteile der der vorliegenden Erfindung entsprechenden Konstruktion werden ohne Weiteres aus der folgenden detaillierten Beschreibung ersichtlich, wobei diese unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen lediglich als ein Beispiel ohne inhaltlich einschränkende Bedeutung bereitgestellt wird, und in der:

1 eine schematische Perspektivansicht ist, die einen Teil einer Armaturenbrett-Baugruppe für ein Fahrzeug zeigt,

2 eine schematische Frontansicht gemäß dem Pfeil II der 1 ist,

3 ein schematischer Querschnitt eines Armaturenbretts für Fahrzeuge ist, das eine Tragkonstruktion entsprechend der vorliegenden Erfindung umfasst, und in der

4 ein der 3 ähnlicher Querschnitt ist, der eine Variante des Luftverteilungssystems zeigt.

Die 1 und 2 zeigen einen Teil einer Armaturenbrett-Baugruppe 10 für ein Fahrzeug. Die Armaturenbrett-Baugruppe 10 umfasst eine zum Beispiel aus metallischem Material 12 hergestellte Tragkonstruktion, die am Aufbau des Fahrzeugs angebracht ist. Die Tragkonstruktion 12 hat eine tragende Funktion für alle Bauteile der Armaturenbrett-Baugruppe. Wie in der 1 schematisch dargestellt, trägt die Tragkonstruktion 12 eine Luftaufbereitungs- und -verteilereinheit 14, eine Lenkungseinheit 16 und ein Handschuhfach 18. Die Tragkonstruktion 12 trägt außerdem das äußere Armaturenbrettgehäuse (nicht abgebildet), das seinerseits die Anzeigevorrichtungen, den normalerweise an einem Fahrzeug-Armaturenbrett vorhandenen Satz an Bedienelementen einschließlich der Schalter der Luftheizungs- oder Klimaanlageneinheit und die an der Stirnseite des Armaturenbretts mittig und seitlich gelegenen Strahldüsen zum Zuführen von Luft in den Fahrgastraum trägt.

Unter Bezugnahme auf die 1 und 2 umfasst die Tragkonstruktion 12 einen Haupt-Querträger 20, der an seinen Enden jeweils an Metallflansche 24 befestigt ist, deren obere Enden an dem Haupt-Querträger 20 angebracht sind. Die zwei mittigen Flansche 24 sind in Querrichtung voneinander beabstandet und bilden eine Aufnahme, in der die Luftaufbereitungs- und -verteilereinheit 14 untergebracht ist.

Die Tragkonstruktion 12 umfasst weiterhin einen unterhalb der Hauptträger gelegenen Sekundär-Querträger 26, dessen Enden jeweils an einem der mittigen Flansche 24 und an einem der seitlichen Flansche 22 angebracht sind. In dem dargestellten Beispiel umfasst die Tragkonstruktion 12 zwei Hilfsquerträger 26, die jeweils zwischen einem mittleren Flansch 24 und dem dazugehörigen seitlichen Flansch 22 angebracht sind.

Der röhrenförmige Hauptträger 20 kann aus einem biegeumgeformten und geschweißten Metallblech hergestellt oder mittels Leichtmetall-Strangpressung geformt sein. Der Hauptträger 20 hat im Wesentlichen die Gestalt einer Röhre, deren innerer Hohlraum einen Luftverteilerkanal bildet. Die Innenwandung des Hauptträgers 20 bildet die Oberfläche (Fläche oder Oberfläche – vereinheitlichen) zur Lenkung des Luftstroms, wobei im Inneren des Hauptträgers keine zusätzlichen Führungskanäle erforderlich sind, um den Luftstrom zu lenken. Der Hauptträger 20 ist mit wenigstens einem mittigen Lufteinlass 28 und wenigstens zwei seitlichen Luftauslässen 30 ausgestattet. In dem in den Figuren dargestellten Beispiel ist der Hauptträger 20 mit zwei mittig gelegenen Einlässen 28 ausgestattet, die mit den jeweiligen Öffnungen 32 der Luftaufbereitungs- und -verteilereinheit 14 verbunden sind. Die Auslässe 30 des Hauptträgers 20 sind mit den jeweiligen, in das äußere Armaturenbrettgehäuse integrierten, seitlichen Strahldüsen (nicht abgebildet) verbunden.

Jeder der zwei Sekundärträger 26 hat die Form eines Röhrenelements, dessen innere Wandung eine Fläche (Fläche oder Oberfläche – vereinheitlichen) zur Lenkung des Luftstroms bildet. Jeder Sekundärträger 26 ist mit einem Lufteinlass 34 und mit wenigstens einem Luftauslass 36 ausgestattet. In dem Bildbeispiel ist der Einlass 34 am vorderen Ende jedes Trägers 26 ausgebildet und an der seitlichen Wandung jedes Sekundärträgers 26 ist eine Mehrheit von Auslässen 36 (in dem dargestellten Beispiel drei) bereitgestellt. Am vorderen Ende jedes Trägers 26, dem Einlass 34 gegenüberliegend, kann auch ein zusätzlicher Luftauslass 38 bereitgestellt sein. Die Einlässe 34 sind an den mittigen Flanschen 24 angeordnet und haben Verbindung zu den jeweiligen Auslässen 40 der Luftaufbereitungs- und -verteilereinheit 14.

Unter Bezugnahme auf die 3 und 4 umfasst die Luftaufbereitungs- und -verteilereinheit 14 einen Kanal 42, um dem Fuß der Frontscheibe des Fahrzeugs einen Luftstrom zuzuleiten, einen Kanal 44, um den an der Stirnseite des Armaturenbretts mittig und seitlich gelegenen Strahldüsen einen Luftstrom zuzuführen, und einen Kanal 46, um einen Luftstrom hin zu den Füßen der Insassen der Vordersitze des Fahrzeugs zu lenken. Der Kanal 44 hat Verbindung mit den Auslässen 32, die ihrerseits mit den Lufteinlässen 28 des Hauptträgers 20 verbunden sind. Der Luftstrom, der in den Hauptträger 20 eintritt, wird zu den Auslässen 30 geführt, die mit den an der Stirnseite des Armaturenbretts mittig und seitlich gelegenen Strahldüsen verbunden sind, welche sich am äußeren Armaturenbrettgehäuse des Fahrzeugs befinden. Die in den 3 und 4 schematisch abgebildete Armaturenbrett-Baugruppe 10 umfasst auch einen Kanal 48, der den durch das Bezugszeichen 50 in den 3 und 4 gekennzeichneten, an der Stirnseite des Armaturenbretts mittig und seitlich gelegenen Strahldüsen einen Luftstrom zuführt. In dem in der 3 abgebildeten Gehäuse hat der Kanal 48 Verbindung mit dem innerhalb der Baugruppe 14 vorhandenen Luftverteilerkanal. In der in der 4 dargestellten Bauvariante hat der Kanal 48, der den an der Stirnseite des Armaturenbretts mittig und seitlich gelegenen Strahldüsen 50 den Luftstrom zuführt, Verbindung mit einem Auslass 52, der an der äußeren Wandung des Hauptträgers 20 bereitgestellt ist.

Der Kanal 46 der Luftaufbereitungs- und -verteilereinheit 14 hat Verbindung mit den Lufteinlässen 34 der Sekundärträger 26. Der durch die Sekundärträger 26 geführte Luftstrom entweicht aus den Öffnungen 36, die so angeordnet sind, dass der Luftstrom auf die Füße der die Vordersitze des Fahrzeugs einnehmenden Personen gerichtet ist. Sofern vorhanden, können die Öffnungen 38 der Sekundärträger etwaigen Kanälen einen Luftstrom zuführen, die diesen in Richtung auf die Füße der die Rücksitze des Fahrzeugs einnehmenden Personen führen.

Über die Verteilung der Luftströme zu den Füßen und zu den an der Stirnseite des Armaturenbretts seitlich gelegenen Strahldüsen hinaus dienen der Hauptträger 20 und die Sekundärträger 26 dazu, sämtliche Bauteile der Armaturenbrett-Baugruppe 10 zu tragen. Insbesondere ist die Luftaufbereitungs- und -verteilereinheit 14 zwischen den mittig gelegenen Flanschen 24 angeordnet, die ihrerseits an dem Hauptträger 20 und an den Sekundärträgern 26 angebracht sind. Die Lenkungseinheit 16 ist mittels Klammern, diese in der 2 schematisch durch Bezugszeichen 54 gekennzeichnet, mit dem Hauptträger 20 und einem der Sekundärträger 26 verbunden. Das Handschuhfach 18 ist, dem Fahrgastraum zugewandt, in dem zwischen dem Hauptträger 20 und dem Sekundärträger 26 vorhandenen Freiraum angebracht.

Die der vorliegenden Erfindung entsprechende Tragkonstruktion 12 ist dank des Vorhandenseins der Sekundärträger 26, die mittels der seitlichen Flansche 22 und der mittleren Flansche 24 mit dem Hauptträger verbunden sind, besonders fest und leicht. Ohne dass zusätzliche Führungskanäle vorgesehen werden müssten, erlaubt es diese Konstruktion, die Verteilung der Luftströme zu bewerkstelligen, indem die mit tragender Funktion versehenen Träger 20 und 26 als Luftverteilerkanäle genutzt werden.


Anspruch[de]
Tragstruktur (12) für eine Armaturenbretteinheit (10) für Fahrzeuge, wobei die Tragstruktur umfasst:

einen Hauptquerträger (20) mit einer röhrenförmigen Form, der einen querlaufenden Luftverteilungskanal bildet und mit wenigstens zwei Luftauslässen (30) und mit wenigstens einem zentralen Lufteinlass (28) versehen ist,

dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens einen sekundären Querträger (26) mit röhrenförmiger Form umfasst, der unter dem Hauptträger (20) angeordnet ist und einen Kanal zum Verteilen von Luft in Richtung auf die Füße von wenigstens einem der Insassen der Vordersitze des Fahrzeugs definiert.
Tragstruktur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei an Enden des Hauptträgers (20) befestigte seitliche Flansche (22) und zwei an einem zentralen Bereich des Hauptträgers (20) befestigte zentrale Flansche (24) umfasst und dass wenigstens ein Sekundärträger (26) zwischen einem zentralen Flansch (24) und einem entsprechenden seitlichen Flansch (22) befestigt ist. Tragstruktur nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei Sekundärträger (26) umfasst, von denen jeder zwischen einem zentralen Flansch (24) und einem entsprechenden seitlichen Flansch (22) befestigt ist. Tragstruktur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sekundärträger (26) mit einer Vielzahl von Auslässen (36), die in seiner Seitenwand ausgebildet sind, bereitgestellt ist. Tragstruktur nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sekundärträger (26) mit einem Endeinlass (34) versehen ist, der sich an dem zentralen Flansch (24) befindet. Tragstruktur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hauptträger (20) mit einem zusätzlichen Auslass (52) versehen ist, der mit einem Kanal (48) zum Verteilen von Luft in Richtung auf zentrale vordere Düsen in Verbindung steht. Tragstruktur nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Sekundärträger (26) mit einer Endöffnung (38) bereitgestellt ist, die an einen Kanal zum Zuführen eines Luftstroms zu den Rücksitzen des Fahrzeugs angeschlossen ist.






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