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Dokumentenidentifikation DE602004008219T2 20.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001587718
Titel Ausrüstungsteil mit einem starren Stützrahmen und einer flexiblen Auskleidung sowie solch ein Ausrüstungsteil umfassendes Fahrzeug
Anmelder Faurecia Interieur Industrie, Nanterre, FR
Erfinder PEGORIER, Nicolas, 93400 Saint Ouen, FR;
STOOF, Freddy, F-92000 NANTERRE, FR
Vertreter Manitz, Finsterwald & Partner GbR, 80336 München
DE-Aktenzeichen 602004008219
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 22.01.2004
EP-Aktenzeichen 047042585
WO-Anmeldetag 22.01.2004
PCT-Aktenzeichen PCT/FR2004/000146
WO-Veröffentlichungsnummer 2004067331
WO-Veröffentlichungsdatum 12.08.2004
EP-Offenlegungsdatum 26.10.2005
EP date of grant 15.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.12.2007
IPC-Hauptklasse B60R 21/045(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Ausrüstungsteil für ein Kraftfahrzeug, umfassend einen starren Tragrahmen und eine flexible Garnitur, die die Außenseite des Tragrahmens bedeckt, wobei die Garnitur eine Verkleidungsaußenhaut umfasst.

Die Erfindung ist insbesondere auf Armaturenbretter anwendbar.

US-3 871 636 beschreibt ein Kraftfahrzeug-Armaturenbrett, das einen starren Tragrahmen und eine Stoßdämpfungsgarnitur umfasst.

Die Schrift FR-2 729 913 beschreibt ein Armaturenbrett gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Die flexible Garnitur umfasst hierbei eine Schaumschicht, die zwischen die Verkleidungsaußenhaut und den starren Tragrahmen eingesetzt ist. Diese Schaumschicht verleiht der Garnitur die Flexibilität und die Dicke, was zum Komfort im Inneren des Kraftfahrzeugs beträgt.

Die Gesamtherstellungskosten des Armaturenbretts sind jedoch relativ hoch, und zwar vor allem da die Herstellung der Schaumschicht komplex ist.

Ein Ziel der Erfindung ist es, dieses Problem durch Schaffung eines Ausrüstungsteils vom oben genannten Typ zu lösen, das einen befriedigenden Komfort gewährleistet und gleichzeitig niedrigere Herstellungskosten hat.

Zu diesem Zweck ist Gegenstand der Erfindung ein Ausrüstungsteil gemäß Anspruch 1.

Gemäß besonderen Ausführungsformen kann das Ausrüstungsteil eines oder mehrere der Merkmale der Ansprüche 2 bis 10, einzeln oder in allen technischen Kombinationen, umfassen.

Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Kraftfahrzeug, das ein Ausrüstungsteil umfasst, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Ausrüstungsteil ein Teil ist, wie es oben definiert ist.

Zum besseren Verständnis der Erfindung folgt eine lediglich als Beispiel dienende Beschreibung, in der auf die beiliegende Zeichnung Bezug genommen wird. In dieser zeigen:

1 eine schematische perspektivische Teilansicht des Karosseriegehäuses des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs,

2 eine schematische perspektivische und vergrößerte Teilansicht, die einen Armaturenbrettabschnitt des Fahrzeugs von 1 zeigt,

3 eine schematische vergrößerte Schnittansicht nach der Ebene III-III von 2,

4 eine schematische vergrößerte Ansicht des Details IV von 3, das eine Verformung der Garnitur des Armaturenbretts veranschaulicht, und

5 eine 4 entsprechende Ansicht, die eine Abwandlung des Armaturenbretts bei Fehlen einer Verformung veranschaulicht.

1 zeigt das Karosseriegehäuse eines Kraftfahrzeugs. Man sieht insbesondere ein Armaturenbrett 1, ein Steuerrad 2 und eine Windschutzscheibe 3.

Im Nachstehenden beziehen sich die Begriffe "vorne", "hinten", "rechts", "links", "unten" und "oben" auf den Standort eines Fahrers und auf die Fahrtrichtung des Kraftfahrzeugs. Die Begriffe "innen" und "außen" verstehen sich ihrerseits in Bezug auf das Armaturenbrett 1.

Wie insbesondere in den 2 und 3 dargestellt ist, umfasst das Armaturenbrett 1 einen starren Tragrahmen 5 und eine flexible Garnitur 7, die die Außenseite 9 des Tragrahmens 5 bedeckt.

Der Tragrahmen 5, manchmal Einsatz genannt, ist auf herkömmliche Weise an der Karosserie des Kraftfahrzeugs befestigt. Er ist beispielsweise aus thermoplastischem Polyolefin-Homo- oder -Copolymer, gegebenenfalls mit mineralischen Füllstoffen oder einer Verstärkung durch Glasfasern, oder beispielsweise aus ABS-PC (Acrylonitril-Butadien-Styrol und Polycarbonat), gegebenenfalls durch Glasfasern verstärkt, hergestellt. Diese Werkstoffe haben eine Starrheit, die es gestatten, die Tragfunktion zu erfüllen.

Der Tragrahmen 5 ist gewölbt, um dem Armaturenbrett 1 seine Form zu verleihen.

Eine im Wesentlichen kreisförmige Öffnung 11 (3) ist in dem Tragrahmen 5 vorgesehen. Der Tragrahmen 5 ist an der Stelle der Öffnung 11 nach innen durch eine Buchse 13 verlängert, die mit der Öffnung 11 einen Durchgang 15 bildet.

In dem Durchgang 15 ist ein Druckknopf 16 aufgenommen, um zwischen einer ersten, in 3 dargestellten Stellung, in der er im Wesentlichen mit der Außenseite 9 des Tragrahmens 5 bündig ist, und einer zweiten eingedrückten Stellung (nicht dargestellt) zur Betätigung eines oder mehrerer Zubehörteile des Kraftfahrzeugs, beispielsweise der Warnleuchten, gleiten zu können.

Die flexible Garnitur 7 umfasst eine Verkleidungsaußenhaut 17, die auf das Innere des Armaturenbretts 1 zu durch ein Netz von Rippen 19 verlängert ist, die miteinander Zellen 21 begrenzen.

Die Garnitur 7, und damit die Haut 17 und die Rippen 19, sind aus einem einzigen Kunststoffteil gebildet, und zwar beispielsweise aus thermoplastischem Elastomer wie thermoplastischem Polyurethan (TPU), thermoplastischem Polyolefin (TPO). Man kann auch flexibles Polyvinylchlorid (PVC) oder Kautschuk wie Silikon verwenden. Die Garnitur 7 ist also beträchtlich flexibler als der Tragrahmen 5.

Der zur Bildung der Garnitur 7 der 1 bis 3 verwendete Werkstoff ist durchscheinend, wie dies in 2 und im linken Bereich des Armaturenbretts 1 in 1 dargestellt ist.

Auf diese Weise kann ein Beobachter die Rippen 19 von außerhalb des Armaturenbretts 1 durch die Haut 17 hindurch erkennen. Zur Erleichterung der Darstellung wurde die Garnitur 7 dagegen in 3 opak gestellt.

Die Rippen 19 erstrecken sich von der Innenseite 23 der Haut 17 bis zur Außenseite 9 des Rahmens 5, auf der sie aufliegen. Man bemerkt, dass die meisten Rippen 19 nicht zu den Leitflächen des Rahmens 5 und der Haut 17 rechtwinklig sind.

Der gegenüber dem Knopf 16 angeordnete Bereich 25 der Haut 17 ist nach innen durch eine im Wesentlichen ringförmige Rippe 27 verlängert.

Die Rippe 27 liegt auf der Außenseite des Knopfs 16 auf.

Eine im Wesentlichen ringförmige äußere Nut 29 begrenzt den Bereich 25 bezüglich des Restes der Haut 17 und die Rippe 27 ist von dem Rest des Rippennetzes 19 isoliert. Auf diese Weise kann der Bereich 25 sich unter der Einwirkung eines Fingers eines Insassen des Kraftfahrzeugs verformen, um es zu gestatten, den Druckknopf 16 aus seiner ersten Stellung in seine zweite Stellung zu bewegen.

Manche der von den Rändern der Haut 17 entfernten Rippen 19 sind mit Einklinkhaken 31 versehen, die in dem Rahmen 5 vorgesehene Öffnungen 33 durchqueren (3).

Die an den Rändern der Haut 17 gelegenen Rippen 19 sind mit vorstehenden Einklinkrändern 35 versehen, die in ergänzenden Nuten 37, die in den Rändern des Rahmens 5 vorgesehen sind, aufgenommen sind.

Dank der Haken 31 und der Ränder 35 wird die Garnitur 7 bezüglich des Tragrahmens 5 zurückgehalten und werden die Rippen 19 an den Tragrahmen 5 angedrückt gehalten. Die Garnitur 7 ist somit auf dem Tragrahmen 5 befestigt.

Da die Garnitur 7 aus einem flexiblen Material hergestellt ist und zwischen den Rippen 19 Zellen 21 abgegrenzt sind, kann die Garnitur 7 sich bei Berührung verformen.

Wie in 4 dargestellt, kann diese Verformung sich aus einem Knicken der Rippen 19, die sich in Nähe des Punktes der Einwirkung einer Druckkraft P befinden, und einem Durchbiegen des oder der zwischen diesen Rippen gelegenen Bereiche der Haut 17 ergeben. Allgemeiner kann sich diese Verformung auch aus einem Verschwenken der Rippen 19, die nicht zu den Leitflächen des Tragrahmens 5 und der Haut 17 senkrecht sind, bezüglich der Haut 17 oder aus einer oder mehreren der drei oben genannten Erscheinungen ergeben.

Die Rippen 19 und die Verformungszellen 21 verleihen auf diese Wiese der Garnitur 7 Flexibilität und Dicke, so dass ein befriedigender Komfort erhalten wird.

Außerdem erfordert dieser Komfort nicht die Verwendung einer Schaumschicht. Die Kosten des Armaturenbretts 1 werden also gesenkt, da die Herstellung der Garnitur 7 einfacher ist und weniger Material erfordert, als wenn eine Schaumschicht vorhanden wäre.

Diese Kosten verringern sich noch durch die Verwendung einer Befestigung durch Einklinken. Es können jedoch auch andere Mittel als Mittel zur Befestigung durch Einklinken verwendet werden.

So kann die Garnitur 7 an dem Tragrahmen 5 angeklebt oder angeschweißt sein.

Bei einer solchen in 5 dargestellten Abwandlung, und um die Probleme der Wärmeausdehnung der in den Zellen 21 vorhandenen Luft, die unästhetische Verformungen erzeugen könnte, zu vermeiden, besitzen die Rippen 19 und 27 Öffnungen 39, die die Zellen 21 miteinander in Verbindung setzten können. Die am Rand der Haut 17 gelegenen Rippen 19 besitzen ebenfalls Öffnungen 39, um das auf diese Weise gebildete Zellennetz 21 mit der Atmosphäre des Karosseriegehäuses des Fahrzeugs in Verbindung zu setzten. Auf diese Weise ist die Druckdifferenz zwischen der in irgendeiner der Zellen 21 enthaltenen Luft und der Atmosphäre des Karosseriegehäuses im Wesentlichen null.

Allgemein gestattet es die schaumfreie Struktur des Armaturenbretts 1, in diesem leicht Steuerorgane, wie den Druckknopf 16, zu integrieren.

Das Armaturenbrett 1 ist auch leichter recyclierbar, da die Trennung der Garnitur 7 von dem Tragrahmen 5 einfacher und vollständiger als im Fall einer Schaumgarnitur vorgenommen werden kann.

Es sei bemerkt, dass die Rippen 19 und 27 durch Stifte ersetzt werden können, die miteinander Räume zur Verformung der Garnitur 7 begrenzen.

Ferner sei bemerkt, dass die Verwendung eines durchscheinenden oder transparenten Materials zur Bildung der Garnitur 7 dem Armaturenbrett ein originelles ästhetisches Aussehen, beispielsweise geschuppt oder mosaikartig, verleihen kann, und zwar zu niedrigen Kosten. Bei anderen Abwandlungen ist das verwendete Material jedoch opak.

Man versteht, dass die Flexibilität der erfindungsgemäßen Garnitur 7 an die Bedürfnisse angepasst werden kann, indem man auf eine Kombination von Parametern dieser Garnitur 7 einwirkt, die hauptsächlich die Höhe und die Dicke der Rippen 19, die mechanischen Eigenschaften des die Garnitur 7 bildenden Werkstoffs und die mittlere Größe der Zellen 21 umfassen.

Ganz allgemein können die oben beschriebenen Prinzipien auch auf die Herstellung von anderen Einrichtungsteilen als Armaturenbrettern beispielsweise auf Türblätter, angewandt werden.


Anspruch[de]
Ausrüstungsteil (1) für Kraftfahrzeug, umfassend einen starren Tragrahmen (5) und eine flexible Garnitur (7), die die Außenseite (9) des Tragrahmens bedeckt, wobei die Garnitur eine Verkleidungsaußenhaut (17) umfasst und durch Berühren verformbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Garnitur Vorsprünge (19, 27) umfasst, die mit der Außenhaut (17) aus einem Material bestehen und die auf der Außenseite (9) des Tragrahmens (5) aufliegen, und dass die Vorsprünge (19, 27) zwischen sich Räume (21) zur Verformung der Garnitur begrenzen, um ihr ihre Flexibilität zu verleihen. Ausrüstungsteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragrahmen (5) gewölbt ist, um dem Ausrüstungsteil (1) seine Form zu verleihen. Ausrüstungsteil nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es Mittel (31, 33, 35, 37) zur Befestigung der Garnitur (7) an dem Tragrahmen (5) umfasst. Ausrüstungsteil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel Einklinkorgane (31, 33, 35, 37) umfassen. Ausrüstungsteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Tragrahmen (5) eine Aussparung (15) zur Aufnahme eines beweglichen Organs (17) vorgesehen ist. Ausrüstungsteil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der Aussparung (15) ein bewegliches Organ (17) zur Steuerung eines Zubehörteils des Kraftfahrzeugs aufgenommen ist. Ausrüstungsteil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Vorsprung (27) der Garnitur (7) auf dem Steuerorgan (17) aufliegt und dass dieser Vorsprung (27) von den Vorsprüngen (19) der Garnitur (7) getrennt ist, die um die Aussparung (15) herum auf dem Tragrahmen (5) aufliegen. Ausrüstungsteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge Rippen (19, 27) sind und dass die Verformungsräume zwischen den Rippen (19, 27) abgegrenzte Zellen (21) sind. Ausrüstungsteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es Mittel (39) zum Verbinden der Räume (21) miteinander und/oder mit der äußeren Atmosphäre umfasst. Ausrüstungsteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem Armaturenbrett eines Kraftfahrzeugs besteht. Kraftfahrzeug, umfassend ein Ausrüstungsteil (1), dadurch gekennzeichnet, dass das Ausrüstungsteil ein Teil nach einem der vorhergehenden Ansprüche ist.






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