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Dokumentenidentifikation DE60313204T2 20.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001559081
Titel POSITIV-IDENTIFIKATIONSEINRICHTUNG INSBESONDEREF R DIE KRANKENHAUSGESUNDHEITSTECHNOLOGIE
Anmelder Rubertelli, Michele, Trento, IT;
Rubertelli, Luca, Trento, IT;
Rubertelli, Ornella, Trento, IT;
Rubertelli, Sonia, Trento, IT;
Rubertelli, Marco, Trento, IT;
Rossi, Marco, Trento, IT
Erfinder RUBERTELLI, Michele, IT-38100 Trento, IT;
ROSSI, Marco, I-38100 Trento, IT
Vertreter Patentanwälte Zellentin & Partner GbR, 81667 München
DE-Aktenzeichen 60313204
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 24.10.2003
EP-Aktenzeichen 038104055
WO-Anmeldetag 24.10.2003
PCT-Aktenzeichen PCT/EP03/11823
WO-Veröffentlichungsnummer 2004042677
WO-Veröffentlichungsdatum 21.05.2004
EP-Offenlegungsdatum 03.08.2005
EP date of grant 11.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.12.2007
IPC-Hauptklasse G09F 3/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Positiv-Identifikationsvorrichtung, im Besonderen zum richtigen Ermitteln der Korrelation zwischen einem zu korrelierenden Krankenhausprodukt oder Patienten und mindestens einem korrelierten Krankenhausprodukt oder Patienten, wobei die Vorrichtung im Besonderen, aber nicht ausschließlich, auf dem Gebiet der Krankenhaus-Gesundheitstechnologie und im Besonderen auf dem Gebiet von Bluttransfusionen, Zubereitungen von zytostatischen Arzneimitteln und Mischungen zur parenteralen Ernährung, Untersuchung von histologischen Proben, Laboruntersuchungen im Allgemeinen und Geburtshilfe, sowie im Management von Operationssälen verwendbar ist.

ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK

In der Krankenhaustätigkeit ist es täglich notwendig, einem Patienten Blut- oder Blutfraktionen oder andere Produkte, wie beispielsweise Arzneimittel, die für diesen Patienten speziell verträglich sind, richtig zuzuweisen.

Das Verfahren für das Abnehmen, Aufbereiten, Zuweisen und Infundieren von Blut oder dessen Bestandteilen ist sehr kompliziert, und daher ist die Möglichkeit eines möglicherweise tödlichen schweren menschlichen Irrtums beträchtlich (einige Schätzungen berichten über eine unrichtige Transfusion auf je 1800 Transfusionen).

Menschlicher Irrtum ist die häufigste Ursache tödlicher hämolytischer Transfusionsreaktionen und kann in den folgenden Fällen auftreten: wenn Blut vom Patienten abgenommen wird, um die Blutgruppe des Patienten zu bestimmen, wenn vorher aufbereitetes Blut verteilt wird oder wenn dem Patienten Blut infundiert wird.

Fehler können ebenfalls beim Typisieren von gespendetem Blut oder beim Etikettieren von Blutbeuteln auftreten.

Ähnliche Probleme auf Grund von falschen Identitäten oder verwechselten Blutproben können bei anderen Krankenhaustätigkeiten, wie beispielsweise dem Verabreichen von Medikamenten, Laboruntersuchungen, Kreißsälen (verwechselte Neugeborene) und so weiter, auftreten.

Um zu versuchen, dieses Problem zu lösen, sind bereits verschiedene Verfahren eingeführt worden, die ausschließlich auf dem Transfusionsgebiet angewendet werden und mit Hilfe von Vorrichtungen durchgeführt werden können, die auf verschiedenen Konstruktionskriterien beruhen.

Unter diesen kann eine Vorrichtung erwähnt werden, welche die Annahme eines Armbandes vorsieht, das durch den Patienten getragen wird und einen dreistelligen alphanumerischen Code trägt.

Das Pflegepersonal kopiert diesen Identifikationscode vom Armband für Verträglichkeitsuntersuchungen und auf Blutanforderungen hin auf die Reagenzgläser, es ist ihm aber verboten, den Code auf die medizinische Akte des Patienten zu kopieren.

Verträgliche Bluteinheiten, die durch das Transfusionszentrum aufbereitet wurden, werden einzeln in einer Tasche angeordnet, die mit einem Kunststoffverschluss verschlossen wird, der von drei konzentrischen Rädern mit unterschiedlichen Durchmessern gebildet wird, deren jedes auf seinem Außenrand die Buchstaben des Alphabets trägt.

Nach dem Verschließen werden die drei Räder außer Ausrichtung bewegt.

Wenn die Tasche infundiert werden soll, liest der Beschäftigte des Gesundheitswesens den Code auf dem Armband des Patienten und richtet die drei Räder wieder so aus, dass die Folge des Codes wiedergegeben wird; an diesem Punkt öffnet sich der Verschluss, und die Tasche wird benutzbar.

Obwohl dieses System sehr einfach ist, stellt es keine vollkommene Sicherheit sicher, im Besonderen, wenn man die Tatsache bedenkt, dass der dreistellige Code keine Sicherheit bietet, einzigartig zu sein, da die Zahl möglicher Kombinationen, die erzielt werden kann, keine absolute Sicherheit bietet, dass es im Krankenhaus nicht zwei Patienten gibt, die mit Hilfe des gleichen Codes identifiziert werden.

Ferner kann das System in Folge einer unangemessenen Benutzung leicht unwirksam gemacht werden.

Es ist ausreichend, die Tatsache zu bedenken, dass das Pflegepersonal häufig dazu neigt, den Code nicht vom Armband, sondern von der medizinischen Akte, zu kopieren, was dementsprechend mögliche Fehler einführt.

Ein anderes bekanntes System zum Ermöglichen einer richtigen Identifikation von Patienten verwendet einen Handheld-Computer, der mit einem tragbaren Drucker verbunden ist, was es ermöglicht, auf der Station ein Etikett zu erzeugen, das einen Strichcode trägt, der den Namen und den Familiennamen des Patienten, sein Geburtsdatum und seinen Krankenhaus-Identifikationscode codiert.

Dieses Etikett wird auf ein Armband aufgebracht, das vom Patienten getragen wird.

Zum Zeitpunkt des Abnehmens zum Bestimmen der Blutgruppe und/oder für Verträglichkeitsuntersuchungen vor einer Transfusion liest die Pflegeperson, unter Verwendung einer entsprechend bereitgestellten Vorrichtung, die in dem Handheld-Computer eingeschlossen ist, den Strichcode auf dem Armband und erzeugt Etiketten, die den gleichen Strichcode tragen, um die Reagenzgläser, die an das Labor geschickt werden sollen, und die entsprechenden Anforderungsformulare zu identifizieren.

Der gleiche identifizierende Strichcode wird danach vom Transfusionszentrum verwendet, um die Blutanforderungen in das computerisierte System des Zentrums einzugeben und die Verträglichkeitsetiketten zu drucken, die auf die Beutel aufgebracht werden sollen, welche die zu transfundierenden Bluteinheiten enthalten.

Wenn die Transfusion durchgeführt wird, verwenden der Arzt und die Pflegeperson, in der Nähe des Bettes des Patienten, den Handheld-Computer zum Eingeben ihres Identifikationscodes und Lesen des Strichcodes auf dem Armband, des Strichcodes der zu transfundierenden Bluteinheit und des Strichcodes des Verträglichkeitsetiketts.

Falls die Codes zusammenpassen, beginnt die Transfusion, sonst wird eine akustische Warnung ausgelöst.

Am Ende der Transfusion zeichnet die Pflegeperson seinen oder ihren Identifikationscode, den Identifikationscode des Patienten und den Identifikationscode des Verträglichkeitsetiketts auf und druckt einen Abschlussbericht aus, der die Art der Komponente, die Transfusionszeit und jegliche Stör-Ereignisse einschließt.

Eine Kopie dieses Berichts wird in der medizinischen Akte des Patienten aufbewahrt, während eine andere Kopie zum Transfusionszentrum geschickt wird.

Abweichend von dem weiter oben beschriebenen System bietet dieses System den Vorzug, elektronisch zu sein, und ermöglicht gleichzeitig, die Transfusion zu dokumentieren.

Jedoch hat es den Nachteil, keine physische Sperre zu haben und ziemlich kompliziert zu sein; der Strichcode muss in der Tat zuerst auf das Armband des Patienten aufgebracht werden, und dies macht das System in Notsituationen kaum praktikabel.

Ein anderes Problem entsteht ferner aus der Tatsache, dass es manchmal Schwierigkeiten beim Lesen des Strichcodes gibt, sowohl, weil das Etikett, auf das er gedruckt ist, einer Beschädigung ausgesetzt ist, als auch, weil im Fall einer Operation das Etikett auf Grund der vom Handgelenk des Patienten eingenommenen Position nicht leicht zu erreichen ist.

Es ist außerdem ein anderes System bekannt, bei dem die Identifikation des Patienten durch einen elektronischen Chip, bekannt als I-Button, sichergestellt wird, der in ein Armband der pädiatrischen Art eingesetzt wird.

Ein weltweit einzigartiger Code, bekannt als PID, wird zuvor in den elektronischen Chip eingegeben.

Verschiedene andere Informationspositionen, wie beispielsweise die Identifikationsdaten des Patienten, sein Krankenhaus-Identifikationscode, seine Blutgruppe und so weiter, können, selbst zu einem späteren Zeitpunkt, dem Speicher des elektronischen Chips hinzugefügt werden, durch Verwendung eines Handheld-Computers, der mit Hilfe von Kabeln schaltungsmäßig mit dem Chip verbunden werden kann.

Wenn zum Bestimmen der Blutgruppe und/oder für Verträglichkeitsuntersuchungen vor einer Transfusion Blut abgenommen wird, werden durch Verbinden des elektronischen Chips auf dem Armband mit einem Drucker und mit dem Handheld-Computer Sicherheitsetiketten erzeugt.

Diese Etiketten sind gestaltet, um die Blutproben sicher zu identifizieren, die zum Bestimmen der Blutgruppe oder für Blutverträglichkeitsuntersuchungen für das Untersuchungslabor des Transfusionszentrums vorgesehen sind, und ebenfalls, um den Namen der Person in den Anforderungsformularen richtig anzugeben.

Auf den Anforderungsformularen wird die PID des Patienten als ein Strichcode bereitgestellt, der mit Hilfe des Handheld-Computers und des mit demselben verbundenen Druckers gedruckt wird.

Die mit dem betreffenden Patienten verträglichen Blutbeutel haben einen Identifikationscode.

Der Identifikationscode der Beutel wird danach durch Eingeben desselben, zusammen mit der PID, in eine Vorbelegungsdatei mit der PID des Patienten verknüpft.

Während der Zuordnung/Ausgabe wird der Beutel, der das verträgliche Blut enthält, in einer Tasche angeordnet, die danach mit Hilfe einer elektromechanischen Verschlussvorrichtung versiegelt wird.

Eine solche Verschlussvorrichtung ist mit einer Speicherzelle versehen, in der die PID des Patienten und der Beutelidentifikationscode geladen werden, und ist so strukturiert, dass sie sich nur schließt, falls der Code des in der Hülle angeordneten Beutels zu einem der Codes passt, die in der Vorbelegungsdatei vorhanden sind.

Bei der Transfusion wird die Vorrichtung zum Verschließen der Tasche schaltungsmäßig mit dem Chip, der auf dem Armband des Patienten vorhanden ist, und mit dem Handheld-Computer verbunden.

Falls der Handheld-Computer die Übereinstimmung zwischen der PID des Patienten und der in der Speicherzelle der Verschlussvorrichtung gespeicherten PID erkennt, öffnet sich die Verschlussvorrichtung, wobei sie den Beutel freigibt und dessen Transfusion ermöglicht.

Alle mit der ausgeführten Transfusion verbundenen Informationen (zum Beispiel ihre Start- und Endzeiten oder jegliche Transfusionsreaktionen) werden auf dem Handheld-Computer gespeichert und werden auf einem Etikett, bekannt als Transfusionsbericht, bereitgestellt, das an der medizinischen Akte zu befestigen ist.

Die Speicherzelle der Verschlussvorrichtung speichert genauso ebenfalls alle mit dem von dem Beutel vollzogenen Vorgang verbundenen Ereignisse, wie beispielsweise das Datum und die Zeit des Sperrens und Entsperrens, fälschliche Entsperrungsversuche und so weiter.

Schließlich wird die Verschlussvorrichtung zum Transfusionszentrum zurückgebracht, und ihr Inhalt wird auf einen PC heruntergeladen, so dass der Dienst einen Transfusionsbericht oder ein Ereignisprotokoll, verbunden mit jeder transfundierten Einheit, zu seiner Verfügung hat.

Das oben beschriebene System ist nicht frei von Nachteilen, obwohl es den Vorzug einer mechanisch-elektronischen Sperrung der Taschen, welche die zu transfundierenden Beutel enthalten, hat, bereitgestellt mit Hilfe der Verschlussvorrichtung.

Zuallererst besteht es aus Bestandteilen, die besonders sperrig sind, und aus diesem Grund wird es von Bedienern kaum geschätzt; der Handheld-Computer zum Beispiel ist ziemlich schwer, und der Drucker ist vom Handheld-Computer getrennt.

Zweitens wird das System durch die Reihe von Kabeln, die den Handheld-Computer, den Drucker, die Verschlussvorrichtung und den elektronischen Chip auf dem Armband des Patienten verbinden, kompliziert gemacht.

Ferner ist das System häufig unregelmäßig in seinem Betrieb, da es auf Grund von Fehlern des Handheld-Computers zum Hängenbleiben neigt.

Aus diesen Gründen wird es in denjenigen Krankenhäusern, in denen es angenommen worden ist, kaum verwendet.

OFFENBARUNG DER ERFINDUNG

Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, die oben angegebenen Nachteile bei bekannten Typen zu beseitigen, durch Bereitstellen einer Positiv-Identifikationsvorrichtung, im Besonderen zum richtigen Ermitteln der Korrelation zwischen einem zu korrelierenden Krankenhausprodukt oder Patienten und mindestens einem ersten korrelierten Krankenhausprodukt oder Patienten, die es ermöglicht, einen hohen Grad an Sicherheit beim Zuordnen von Blut oder anderen Produkten zum richtigen Patienten sicherzustellen, wobei in der Praxis die Möglichkeit unbeabsichtigter Identifikationsfehler durch den gesamten Vorgang zum Abnehmen und Analysieren von Proben, Zuweisen, Ausgeben und Verabreichen des geforderten Produkts an den Patienten beseitigt wird.

Innerhalb dieses Ziels ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Positiv-Identifikationsvorrichtung bereitzustellen, die eine bessere Zuverlässigkeit im Betrieb bieten kann.

Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Positiv-Identifikationsvorrichtung bereitzustellen, die wirksam verwendet werden kann zum Abnehmen und Transfundieren von Blut, zum Verabreichen von zytostatischen Arzneimitteln, für histologische Untersuchungen und Laboruntersuchungen und zum Verhindern von Verwechslungen Neugeborener.

Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Positiv-Identifikationsvorrichtung bereitzustellen, die eine sehr einfache Struktur hat und kompakt ist.

Eine andere wichtige Aufgabe ist es, eine Positiv-Identifikationsvorrichtung bereitzustellen, die sehr dauerhaft, leicht zu verwenden und wettbewerbsfähig in Bezug auf die Fertigungskosten ist.

Eine andere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Positiv-Identifikationsvorrichtung bereitzustellen, die in der Lage ist, das in Operationssälen stark zu empfindende Problem zu lösen, zu überprüfen, ob die während einer Operation verwendeten Instrumente nicht versehentlich nach der Operation innerhalb des Patienten zurückgelassen worden sind.

Dieses Ziel sowie diese und andere Aufgaben, die im Folgenden offensichtlicher werden, werden erfüllt durch eine Positiv-Identifikationsvorrichtung, im Besonderen zum richtigen Ermitteln der Korrelation zwischen einem zu korrelierenden Krankenhausprodukt oder Patienten und mindestens einem Krankenhausprodukt oder Patienten, das/der mit dem zu korrelierenden Krankenhausprodukt oder Patienten korreliert wird, nach der Erfindung, dadurch gekennzeichnet, dass sie Folgendes umfasst:

  • – erste Speichermittel, die an dem zu korrelierenden Krankenhausprodukt oder Patienten befestigt werden können und die einen vordefinierten, einzigartigen Identifikationscode für das Krankenhausprodukt oder den Patienten, das/der zu korrelieren ist, speichern;
  • – zweite Speichermittel, die an dem mindestens einen Krankenhausprodukt oder Patienten, das/der mit dem ersten zu korrelierenden Krankenhausprodukt oder Patienten korreliert wird, befestigt werden können;
  • – Mittel zur Fernübertragung von Daten, die angepasst sind, den Inhalt der ersten Speichermittel in die zweiten Speichermittel mittels Fernübertragung herunterzuladen.

Vorteilhafterweise umfasst die Vorrichtung nach der Erfindung Komparatormittel, die angepasst sind, den Inhalt der ersten Speichermittel mit dem Inhalt der zweiten Speichermittel zu vergleichen, um deren Korrelation zu überprüfen.

Zweckmäßigerweise ist die Vorrichtung nach der Erfindung versehen mit einem Transponder zur Identifizierung des zu korrelierenden Krankenhausprodukts oder Patienten, der die ersten Speichermittel umfasst und mit dem ersten zu korrelierenden Krankenhausprodukt oder Patienten assoziierbar ist, und mindestens einen Korrelationstransponder, der die zweiten Speichermittel umfasst und mit dem mindestens einen korrelierten Krankenhausprodukt oder Patienten assoziierbar ist, wobei die Datenfernübertragungsmittel Hochfrequenz-Transponder-Lesemittel und Hochfrequenz-Transponder-Programmiermittel umfassen.

Nach einem anderen Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren bereitgestellt zum richtigen Ermitteln der Übereinstimmung zwischen einem zu korrelierenden Krankenhausprodukt oder Patienten und mindestens einem Krankenhausprodukt oder Patienten, das/der mit dem ersten zu korrelierenden Krankenhausprodukt oder Patienten korreliert wird, mittels einer Vorrichtung nach der Erfindung, dadurch gekennzeichnet, dass es die folgenden Schritte umfasst:

  • – Zuweisen erster Speichermittel, die einen vordefinierten, einzigartigen Code zur Identifizierung des ersten zu korrelierenden Krankenhausprodukts oder Patienten speichern, zu dem ersten zu korrelierenden Krankenhausprodukt oder Patienten,
  • – Fernübertragen und Laden des Inhalts der ersten Speichermittel in zweite Speichermittel, die mit dem mindestens einen korrelierten Krankenhausprodukt oder Patienten assoziiert sind,
  • – Ausführen eines Verfahrens zum Vergleichen des Inhalts der ersten Speichermittel mit dem Inhalt der zweiten Speichermittel.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Weitere Charakteristika und Vorzüge der Erfindung werden offensichtlicher aus der Beschreibung einer bevorzugten, aber nicht ausschließlichen Ausführungsform einer Vorrichtung zur Positiv-Identifikation eines Empfängerpatienten, im Besonderen zum richtigen Zuweisen eines Krankenhausprodukts, nach der Erfindung, als nicht begrenzendes Beispiel illustriert in den beigefügten Zeichnungen, in denen:

1 eine perspektivische Ansicht eines Identifikationsarmbandes, versehen mit einem Identifikationstransponder, ist,

2 eine Ansicht eines Blutbeutels, versehen mit einem Korrelationstransponder, ist,

3 eine Ansicht eines Reagenzglases, an dem ein Korrelationstransponder aufgebracht ist, ist,

4 eine Ansicht eines Skalpells, versehen mit einem Identifikationstransponder, ist,

5 eine perspektivische Ansicht eines Behälters für das Skalpell von 4 ist, wobei der Behälter mit einem Korrelationstransponder versehen ist,

6 eine schematische Ansicht einer Karte, versehen mit einem Identifikationstransponder, ist,

7 eine schematische Ansicht eines Anforderungsformulars, versehen mit einem Korrelationstransponder, ist,

8 eine Vorderansicht einer mit Prozessor ausgerüsteten Vorrichtung ist,

9 eine perspektivische Ansicht des Druckmittels ist,

10 eine Seitenansicht eines Computers der tragbaren Art, verbunden mit USB- und IrDA-Schnittstellen, ist,

11 eine Ansicht in vergrößertem Maßstab einer Einzelheit des Bodenabschnitts eines Reagenzglases, ähnlich dem in 3, worin ein Korrelationstransponder eingesetzt ist, ist,

12 eine Seitenansicht einer mit Prozessor ausgerüsteten Vorrichtung, versehen mit einem Sitz, der den Bodenabschnitt eines Reagenzglases, ähnlich dem in 3, in Eingriff nimmt, ist,

13 eine Ansicht von vernetzten Computern ist,

14 ein allgemeines Blockdiagramm der mit Prozessor ausgerüsteten Vorrichtung von 8 ist,

15 eine Ansicht eines Korrelationsarmbandes, versehen mit einem Korrelationstransponder, ist, Bei den folgenden Ausführungsbeispielen können einzelne Charakteristika, die im Verhältnis zu spezifischen Beispielen angegeben werden, tatsächlich mit anderen abweichenden Charakteristika, die bei anderen Ausführungsbeispielen vorhanden sind, ausgetauscht werden.

WEGE ZUR UMSETZUNG DER ERFINDUNG

Unter Bezugnahme auf die Figuren umfasst eine Positiv-Identifikationsvorrichtung, im Besonderen zum richtigen Ermitteln der Korrelation zwischen einem zu korrelierenden Krankenhausprodukt oder Patienten und mindestens einem Krankenhausprodukt oder Patienten, das/der mit dem zu korrelierenden Krankenhausprodukt oder Patienten korreliert wird, nach der Erfindung im Allgemeinen erste Speichermittel, die dafür ausgelegt sind, dem zu korrelierenden Krankenhausprodukt oder Patienten zugewiesen zu werden.

Die Positiv-Identifikationsvorrichtung nach der Erfindung verwendet ferner zweite Speichermittel, die dafür ausgelegt sind, einem oder mehreren Krankenhausprodukten oder Patienten, die mit dem zu korrelierenden Krankenhausprodukt oder Patienten korreliert werden, zugeordnet und daran befestigt zu werden.

Außerdem werden nach der Erfindung Mittel zur Fernübertragung von Daten bereitgestellt, die in der Praxis dafür ausgelegt sind, die in den ersten Speichermittel aufgezeichneten Daten fernzuübertragen und in die zweiten Speichermittel zu schreiben, um so eine Informationsverknüpfung zwischen dem zu korrelierenden Krankenhausprodukt oder Patienten und den Krankenhausprodukten oder Patienten, die damit korreliert werden, zu schaffen.

Mit Hilfe der Datenfernübertragungsmittel ist daher die Positiv-Identifikationsvorrichtung nach der Erfindung in der Lage, den korrelierten Krankenhausprodukten oder Patienten die gleichen Informationen zuzuweisen, die mit dem zu korrelierenden Krankenhausprodukt oder Patienten assoziiert sind und in den ersten Speichermitteln gespeichert sind, dadurch, dass die Informationen ebenfalls in die zweiten Speichermittel geladen werden.

Zweckmäßigerweise sind die Datenfernübertragungsmittel ebenfalls dafür geeignet, den Inhalt der zweiten Speichermittel zu den ersten Speichermitteln zu übertragen; dies ermöglicht es, die in den zweiten Speichermitteln gespeicherten Daten in die ersten Speichermittel herunterzuladen.

Vorteilhafterweise ist die Positiv-Identifikationsvorrichtung nach der Erfindung ferner mit Komparatormitteln versehen, die angepasst sind, den Inhalt der ersten Speichermittel mit dem Inhalt der zweiten Speichermittel zu vergleichen, um deren Übereinstimmung zu überprüfen.

Dies ermöglicht es, Queridentifikationsvorgänge durchzuführen, die das Vorhandensein einer Korrelation zwischen dem zu korrelierenden Krankenhausprodukt oder Patienten und den korrelierten Krankenhausprodukten oder Patienten zu ermitteln.

Allgemein gesprochen ist ein zu korrelierendes Krankenhausprodukt ein beliebiges im Krankenhaussektor verwendetes Produkt, wie beispielsweise ein Instrument, eine Vorrichtung, ein Dokument, ein Arzneimittel, das als Teil eines innerhalb einer Gesundheitseinrichtung durchgeführten Vorgangs erfordert, mit einem anderen Krankenhausprodukt oder einem Patienten, der Insasse der Gesundheitseinrichtung ist, assoziiert oder verbunden zu werden.

Ein beliebiges Krankenhausprodukt, einschließlich beispielsweise eines der oben erwähnten, das einem spezifischen im Krankenhaus befindlichen Patienten oder einem anderen Krankenhausprodukt zugewiesen oder mindestens rückverfolgbar sein muss, ist stattdessen als ein korreliertes Krankenhausprodukt zu betrachten.

Im Einzelnen kann ein Krankenhausprodukt zum Beispiel ein Reagenzglas, wie beispielsweise das in 3 durch die Bezugszahl 7 bezeichnete, das eine in einem Labor zu analysierende Flüssigkeit, wie beispielsweise das einem Patienten abgenommene Blut, enthält, ein Beutel 6 (gezeigt in 2), der zum Beispiel das einem Empfängerpatienten zu infundierende Blut enthält, eine zytostatische Zubereitung oder ein zu verabreichendes Arzneimittel, ein Anforderungsformular (in 7 durch die Bezugszahl 5 bezeichnet), zum Beispiel zum Anfordern von Zubereitungen und/oder Arzneimitteln oder Laboruntersuchungen, ein Bericht, der die Ergebnisse von Laboruntersuchungen, zum Beispiel über die Blutgruppe eines Patienten, enthält, ein chirurgisches Instrument, wie beispielsweise eine Zange, ein Skalpell 25 (gezeigt in 5), eine Schere, eine Klemmer-Zange, ein Verband, wie beispielsweise eine Binde oder Gaze, ein Kasten (wie beispielsweise der in 4gezeigten Art), der angepasst ist, ein entsprechendes chirurgisches Instrument aufzunehmen, ein beliebiger Behälter, der dafür vorgesehen ist, eines der oben erwähnten Krankenhausprodukte aufzubewahren, sein.

Der Ausdruck „zu korrelierender Patient" bezeichnet einen beliebigen Gast einer Gesundheitseinrichtung, der mit einem oder mehreren Krankenhausprodukten oder anderen Patienten assoziierbar sein muss, wie beispielsweise einen Patienten, der Anwärter auf eine Transfusion oder auf die Verabreichung eines spezifischen Arzneimittels oder Blutspender oder eine in einer Geburtshilfestation hospitalisierte Mutter ist; ein korrelierter Patient dagegen kann zum Beispiel ein Neugeborenes sein, das mit vollkommener Sicherheit mit der entsprechenden Mutter zusammengebracht werden muss.

Die ersten Speichermittel haben die Besonderheit, einen vordefinierten einzigartigen Code zum Identifizieren des zu korrelierenden Krankenhausprodukts oder Patienten, mit dem sie assoziiert sind, zu speichern; ein solcher Code kann nicht modifiziert werden und wird vorzugsweise zuvor während der Fertigung eingegeben.

Im Einzelnen können die ersten Speichermittel durch ein Identifikationsarmband 3a oder eine Karte 4 getragen werden, die einem zu korrelierenden Patienten gegeben werden sollen, oder können mit Hilfe geeigneter Kopplungsmittel an einem zu korrelierenden Krankenhausprodukt befestigt sein.

Auf gleiche Weise können die zweiten Speichermittel durch ein Identifikationsarmband 3b getragen werden, das zum Beispiel von einem Band (wie in 15 gezeigt) dargestellt wird, das von einem korrelierten Patienten getragen werden kann, oder können unmittelbar an einem korrelierten Krankenhausprodukt befestigt sein.

Die wichtige Besonderheit der Fernübertragungsmittel beruht darauf, dass sie keinerlei physische oder unmittelbare Berührung zwischen den Mitteln und den ersten bzw. den zweiten Speichermitteln oder unmittelbar zwischen den ersten und den zweiten Speichermitteln mit sich bringen.

Im Einzelnen arbeiten die Fernübertragungsmittel mit Hochfrequenz.

In der Praxis können sie Informationen mit Hilfe von Funkwellen übertragen, zum Beispiel in dem Bereich, der im Wesentlichen zwischen 125 kHz und 134 kHz enthalten ist („Niederfrequenz") oder bei Frequenzen im Wesentlichen um 13,56 MHz („Hochfrequenz") oder ebenfalls in dem Frequenzbereich, der im Wesentlichen zwischen 868 und 2450 MHz enthalten ist (Hochfrequenz-UHF/Mikrowellen).

Vorteilhafterweise speichern die ersten Speichermittel nicht nur den vordefinierten einzigartigen Identifikationscode des zu korrelierenden Krankenhauserzeugnisses oder Patienten, sondern sind ebenfalls angepasst, zusätzliche Daten, die mit dem zu korrelierenden Krankenhauserzeugnis oder Patienten verbunden sind, zu speichern.

Solche Mittel können ebenfalls Daten, die mit dem korrelierten Krankenhauserzeugnis oder -erzeugnissen oder Patienten verbunden sind, speichern.

Ein besonderer Aspekt der Positiv-Identifikationsvorrichtung nach der Erfindung beruht darauf, dass sie spezifische Sende-/Empfangseinrichtungen, bekannt als Transponder, verwendet, die an sich bekannt und im Handel erhältlich sind und aus passiven elektronischen Schaltkreisen bestehen, die mit mindestens einer Speichereinheit versehen sind.

Ein wichtiger Vorteil dieser konstruktiven Wahl wird durch die Tatsache dargestellt, dass die im Folgenden ausführlicher beschriebenen Sende-/Empfangseinrichtungen durch die Hersteller markiert und eindeutig identifizierbar gemacht werden, mit Hilfe eines vorgegebenen nicht modifizierbaren einzigartigen Codes, der in ihrer Speichereinheit gespeichert ist.

Im Einzelnen werden ein Identifikationstransponder 1 für das/den zu korrelierende(n) Krankenhauserzeugnis oder Patienten, dafür ausgelegt, dem zu korrelierenden Krankenhauserzeugnis oder Patienten zugewiesen zu werden, und mindestens ein Korrelationstransponder 2, dafür ausgelegt, einem jeweiligen korrelierten Krankenhauserzeugnis oder Patienten zugewiesen zu werden, verwendet.

Im Einzelnen werden die oben erwähnten ersten Speichermittel und zweiten Speichermittel jeweils durch die Speichereinheit des Identifikationstransponders 1 und des oder der Korrelationstransponder 2 dargestellt.

Im Besonderen und wie oben erwähnt, wird ein vorgegebener nicht modifizierbarer einzigartiger Code durch den Hersteller des Transponders auf herkömmliche Weise zuvor eingegeben und stellt den vordefinierten einzigartigen Identifikationscode für das/den zu korrelierende(n) Krankenhauserzeugnis oder Patienten dar.

Vorteilhafterweise ist es, wie oben in Bezug auf die ersten Speichermittel erwähnt, möglich, in die Speichereinheit des Identifikationstransponders 1 zusätzliche Daten, die mit dem zu korrelierenden Krankenhauserzeugnis oder Patienten verbunden sind, zu laden.

Falls der Identifikationstransponder 1 einem zu korrelierenden Patienten zugewiesen wird, bestehen solche zusätzlichen Daten aus spezifischen Informationen für eine genauere Identifikation des zu korrelierenden Patienten, wie beispielsweise dessen persönlichen Daten oder anderen Daten, wie beispielsweise seinem klinischen Zustand, dem Ergebnis bestimmter Laboruntersuchungen, der Art der Anforderung oder der abgenommenen Probe, dem Datum, dem Namen oder Code des Probennehmers und so weiter.

Zweckmäßigerweise kann der Identifikationstransponder 1, wie in 1 und 6 gezeigt, an einem Identifikationsarmband 3a, zum Beispiel vom pädiatrischen Einwegtyp, oder an einer Karte 4 befestigt sein, falls er dafür ausgelegt ist, einem zu korrelierenden Patienten zugewiesen zu werden, oder kann unmittelbar auf eine beliebige Weise an einem zu korrelierenden Krankenhausprodukt befestigt sein.

Entsprechend kann der oder können die Korrelationstransponder 2 monolithisch mit einem Korrelationsarmband 3b, das einem entsprechenden korrelierten Patienten zugewiesen werden soll, assoziiert sein oder kann oder können unmittelbar an ein entsprechendes korreliertes Krankenhausprodukt gekoppelt sein.

Vorteilhafterweise ist es möglich, Befestigungsmittel für den Identifikationstransponder 1 und für die Korrelationstransponder 2 bereitzustellen, die zum Beispiel von Klebeetiketten oder Smart Labels dargestellt werden, die eine zweckmäßige und sichere Verankerung des Identifikationstransponder 1 und der Korrelationstransponder 2 an einem zu korrelierenden Krankenhausprodukt bzw. an den korrelierten Krankenhausprodukten ermöglichen.

Im Einzelnen ermöglichen es diese Klebeetiketten mit absoluter Einfachheit, den Identifikationstransponder 1 und im Besonderen, wie durch 2, 3 und 4 gezeigt, die Korrelationstransponder 2 auf Dokumente, wie beispielsweise die Anforderungsformulare 5, oder auf Behälter, wie beispielsweise die Beutel 6, zum Beispiel für Blut oder Arzneimittel, die Reagenzgläser 7, die Kästen 8 für chirurgische Instrumente, aufzubringen.

Vorzugsweise werden der Identifikationstransponder 1 und die Korrelationstransponder 2 durch Schaltkreise dargestellt, die mit ISO 15693, ISO 14443 und/oder ISO 18000 kompatibel sind, worin in der Fabrik oder durch den Vertrieb ein vordefinierter einzigartiger Identifikationscode eingeführt worden ist.

Im Besonderen können sie durch Markenchips dargestellt werden, die von I-Code, TagIt, Gemwave Folio und so weiter gefertigt werden.

Es ist ebenfalls möglich, Behälter bereitzustellen, die bereits den Identifikationstransponder 1 oder die Korrelationstransponder 2 einschließen, wie im Fall der aus Glas oder einem anderen Material hergestellten Reagenzgläser 7, bei denen es, wie in 11 gezeigt, möglich ist, in deren Boden während der Fertigung einen der Chips einzusetzen.

Schließlich sollte zu bemerken sein, dass es vorzuziehen ist, dass der Identifikationstransponder 1 und die Korrelationstransponder 2 wegwerfbar, d.h., leicht zu entsorgen, sind, zum Beispiel zusammen mit den Identifikationsbehältern oder -armbändern 3a oder den Korrelationsbehältern oder -armbändern 3b, an denen sie befestigt sind, nachdem der Vorgang zum Zuweisen korrelierter Krankenhausprodukte oder Patienten zu dem zu korrelierenden Krankenhausprodukt oder Patient durchgeführt ist.

Vorzugsweise verwenden die Datenfernübertragungsmittel mindestens eine mit Prozessor ausgerüstete Vorrichtung 9, die in einer kastenartigen Umhüllungsstruktur 9a mit Prozessor ausgerüstete Steuerungsmittel 10, die im Allgemeinen deren Betrieb überwachen sollen, und mindestens einen Speicher 11 umfasst.

Vorteilhafterweise ist die mit Prozessor ausgerüstete Vorrichtung 9 ebenfalls mit Hochfrequenz-Transponder-Lesemitteln 12 und mit Hochfrequenz-Transponder-Programmiermitteln 13 versehen, die funktionsgerecht mit den mit Prozessor ausgerüsteten Steuerungsmitteln 10 verbunden sind.

Die Hochfrequenz-Transponder-Lesemittel 12 und die Hochfrequenz-Transponder-Programmiermittel 13 ermöglichen es, dass die mit Prozessor ausgerüstete Vorrichtung 9 jeweils auf die in der Speichereinheit des Identifikationstransponders 1 und in der Speichereinheit des Korrelationstransponders 2 (mit anderen Worten, in den ersten und zweiten Speichermitteln) gespeicherten Daten zugreift und in die Speichereinheiten die zum Speichern darin vorgesehenen Daten lädt, während der verschiedenen Schritte der Krankenhausvorgänge, in denen die Verwendung der Positiv-Identifikationsvorrichtung nach der Erfindung naheliegt.

Vorteilhafterweise hat die mit Prozessor ausgerüstete Vorrichtung 9 ebenfalls Dateneingabemittel 14, dargestellt zum Beispiel von einer Tastatur 15, mit deren Hilfe das Krankenhauspersonal die Daten eingeben kann, die zum Identifikationstransponder 1 oder zu den Korrelationstranspondern 2 übertragen werden müssen und in den ersten und/oder den zweiten Speichermitteln gespeichert werden müssen.

Zweckmäßigerweise sind die mit Prozessor ausgerüsteten Steuerungsmittel 10 ferner funktionsgerecht mit Anzeigemitteln 16 verbunden, dargestellt zum Beispiel von einem Monitor 17 einer beliebigen geeigneten Art, und sind dafür geeignet, den Inhalt der ersten Speichermittel und der zweiten Speichermittel, ausgelesen durch die Hochfrequenz-Transponder-Lesemittel 11, anzuzeigen.

Nach einem wichtigen Aspekt der Erfindung sind die Komparatormittel mit der mit Prozessor ausgerüsteten Vorrichtung 9 assoziiert.

In dieser Hinsicht kann die mit Prozessor ausgerüstete Vorrichtung 9 so programmiert sein, dass die mit Prozessor ausgerüsteten Steuerungsmittel 10 in der Lage sind, einen Vergleich zwischen dem Inhalt der ersten Speichermittel und dem Inhalt der zweiten Speichermittel und im Besonderen zwischen den in den zweiten Speichermitteln gespeicherten Daten und dem in den ersten Speichermitteln gespeicherten vordefinierten einzigartigen Identifikationscode durchzuführen.

Vorteilhafterweise ist die mit Prozessor ausgerüstete Vorrichtung 9 ferner mit Signalisierungsmitteln 18 versehen, die angepasst sind, die, wie oben beschrieben, durch die Steuerungs- und Verarbeitungsmittel 10 überprüfte Übereinstimmung zwischen den in den zweiten Speichermitteln enthaltenen Daten und dem vordefinierten einzigartigen Identifikationscode zu melden, um eine Positiv-Ermittlung der Korrelation zwischen dem zu korrelierenden Krankenhausprodukt oder Patienten und den jeweiligen korrelierten Krankenhausprodukten oder Patienten zu ermöglichen, während der Arbeitsgänge zum Zuweisen/Zuteilen der Letzteren an das/den zu korrelierende(n) Krankenhausprodukt oder Patienten.

Im Einzelnen können die Signalisierungsmittel 18 akustische und/oder leuchtende Signalisierungsvorrichtungen, die nicht gezeigt werden, verwenden.

Die mit Prozessor ausgerüstete Vorrichtung 9 kann zweckmäßigerweise mit Druckmitteln 19 verbunden sein, die zum Beispiel von einem Drucker 20, vorzugsweise des thermischen Typs auf Rollen, vorzugsweise Kleberollen, dargestellt werden, um so zu ermöglichen, dass Klebeetiketten produziert werden, welche die in den ersten und/oder den zweiten Speichermitteln gespeicherten Daten tragen, die zum Beispiel auf Behälter, wie beispielsweise die Beutel 6 oder die Reagenzgläser 7, oder auf die Anforderungsformulare 5 aufzubringen sind.

Die Druckmittel 19 oder wahlweise die mit Prozessor ausgerüstete Vorrichtung 9 können zweckmäßigerweise mit einem Sitz 21 versehen sein, der die Hochfrequenz-Transponder-Lesemittel 11 aufnimmt und bei dem es möglich ist, in denselben ein Reagenzglas, zum Beispiel der in 3 durch die Referenzzahl 7 bezeichneten Art, einzusetzen, das mit einem Korrelationstransponder 2 versehen ist, so dass in Folge des Einsetzens des Reagenzglases 7 das Druckmittel 19 selbsttätig eine vorgegebene Zahl von Klebeetiketten produziert, welche die im Korrelationstransponder 2 gespeicherten Daten tragen.

Es ist vollkommen offensichtlich, dass, falls ein Identifikationstransponder 1 anstelle eines Korrelationstransponders 2 auf das Reagenzglas 7 aufgebracht ist, die beim Einsetzen des Reagenzglases 7 in den Sitz 21 durch die Druckmittel 19 gedruckten Daten die im Speicher des Identifikationstransponders 1 gespeicherten Daten sind.

Vorteilhafterweise kann oder können die mit Prozessor ausgerüstete Vorrichtung oder Vorrichtungen 9 mit Mitteln 22 zur Verbindungsherstellung mit mindestens einem Computer 23, wie beispielsweise einem herkömmlichen Arbeitsplatzrechner, selbst einem tragbaren, wie in 10 gezeigt, versehen sein, um zu ermöglichen, dass sie, zum Beispiel mit den Computern 23, kommunizieren und Informationen austauschen, die häufig in einem Netzwerk verbunden sind, wie die von 13, mit denen zum Beispiel eine Station des Krankenhauses, ein Transfusionszentrum oder ein Untersuchungslabor zum Beispiel ausgerüstet sein kann.

Nur als Beispiel können die Verbindungsherstellungsmittel 22 mit Infrarotstrahlen oder mit Hilfe einer USB-Schnittstelle arbeiten, so dass die Computer 23, wie in 10 gezeigt, mit USB- und IrDA-Schnittstellen 23a versehen oder damit assoziiert sind.

Ferner können die Computer 23 mit Software zum Verwalten der mit Prozessor ausgerüsteten Vorrichtung oder Vorrichtungen 9 und mit Software zum Verwalten der von denselben heruntergeladenen Daten ausgerüstet sein, die auf diese Weise für interne Statistiken und Berichte verwendet werden können.

Falls sie in einem lokalen Netzwerk verbunden sind und falls sie mit einer Datenbank von hospitalisierten Patienten verbunden sind, die innerhalb des Krankenhauses verwendet wird, können die Computer 23 für eine präventive Übertragung der mit den zu korrelierenden Patienten oder mit den korrelierten Patienten verbundenen Informationen auf die mit Prozessor ausgerüstete(n) Vorrichtung oder Vorrichtungen 9 verwendet werden, wobei die Informationen folglich einfach aus der Datenbank abgerufen werden statt von Hand eingegeben zu werden, wenn die verschiedenen Vorgänge beginnen.

Vorzugsweise sind die mit Prozessor ausgerüsteten Vorrichtungen 9 mit einer unabhängigen Energieversorgung versehen und haben ein begrenztes Gewicht, so dass sie leicht transportiert werden können.

Zum Beispiel hat es sich gezeigt, dass mit Prozessor ausgerüstete Vorrichtungen 9, dargestellt von herkömmlichen Computern des Handheld-Typs (PDT) und vorzugsweise von Handheld-Computern, die auf der Plattform PalmOS, PocketPC oder Windows CE arbeiten, versehen mit einer HF-Schnittstelle, welche die Hochfrequenz-Transponder-Lesemittel 12 und die Hochfrequenz-Transponder-Programmiermittel 13 unterstützt, und versehen mit einem Speicher 11 des Flash-Typs mit einer Kapazität von mindestens 2 Mb, besonders geeignet sind für die eventuelle Anwendung zum Speichern all der Datentransaktionen, die mit dem Identifikationstransponder 1 oder mit dem Korrelationstransponder 2 und/oder mit den Computern 23 durchgeführt werden.

Zweckmäßigerweise sind die mit Prozessor ausgerüsteten Vorrichtungen 9 mit Software ausgerüstet, entwickelt, um die Verwaltung der verschiedenen Schritte der Vorgänge zu ermöglichen, wobei es notwendig ist, die in den ersten und/oder den zweiten Speichermitteln enthaltenen Daten zu lesen, zu schreiben und zu vergleichen.

Die mit Prozessor ausgerüsteten Vorrichtungen 9 können ferner mit Verschlüsselungs-/Entschlüsselungsmitteln 24 versehen sein, die angepasst sind, eine oder mehrere Datenpositionen, die in den ersten und/oder den zweiten Speichermitteln vorhanden sind, zu verschlüsseln und zu entschlüsseln, so dass die zweiten Speichermittel, in Übereinstimmung mit den Gesetzen über die Privatsphäre und Gesetzen, die sensible Daten betreffen, keine Daten im Klartext, d.h., unverschlüsselt und daher unmittelbar lesbar, enthalten. Die Datenverschlüsselung sichert darüber hinaus die Zuverlässigkeit und Konsistenz der im Transponder gespeicherten Datenposition, da sie deren Ursprung bestätigt und überprüft, dass sie während der verschiedenen Vorgänge nicht versehentlich verändert worden ist.

Einige mögliche Anwendungen der Vorrichtung nach der Erfindung werden im Folgenden beschrieben, im Besonderen ihre Anwendung bei Vorgängen zum Abnehmen von gespendetem Blut, Vorgängen zum Transfundieren von Blut, Vorgängen zum Verabreichen von zytostatischen Arzneimitteln, histologischen Untersuchungen und Laboruntersuchungen und der Neugeborenenidentifizierung.

Im Fall von Vorgängen zum Abnehmen von gespendetem Blut ist ein zu korrelierender Patient, der in diesem Fall ein Blutspender ist, mit einer Karte 4 versehen, die einen Identifikationstransponder 1 trägt, versehen mit den ersten Speichermitteln, die Folgendes enthalten: den vordefinierten einzigartigen Identifikationscode des ersten Patienten, der in diesem Fall von einem vorgegebenen sequentiellen Code zum Identifizieren des Spenders dargestellt wird, die Identifikationsdaten des ersten Patienten und seine Blutgruppe.

Nach der Aufnahme, während des Abnehmens lädt das Pflegepersonal, mit Hilfe einer mit Prozessor ausgerüsteten Vorrichtung 9 die im Identifikationstransponder 1 enthaltenen Informationen in einen Korrelationstransponder 2, der an einem korrelierten Krankenhausprodukt angeordnet ist, das von einem Beutel 6 dargestellt wird, der mit dem durch den zu korrelierenden Patienten gespendeten Blut gefüllt wird.

Der Beutel 6, der das gespendete Blut enthält, wird folglich mit absoluter Sicherheit mit dem Spender verknüpft, ohne die Notwendigkeit, andere Identifizierungskennzeichen im Klartext bereitzustellen.

Danach wird das im Beutel 6 enthaltene Blut den normalen Arbeitsgängen zur Fraktionsabtrennung unterworfen, und die sich ergebenden Blutfraktionen werden danach in jeweiligen beutelartigen Behältern, die nicht gezeigt werden, untergebracht.

Zumindest der zum Aufnehmen der roten Blutkörperchen vorgesehene beutelartige Behälter ist mit einem zweiten Korrelationstransponder 2 versehen, in den, wieder mit Hilfe einer mit Prozessor ausgerüsteten Vorrichtung 9, die Informationen geladen werden, die auf dem an Spenderblutbeutel 6 aufgebrachten Korrelationstransponder 2 gespeichert sind.

Sobald die vom Gesetz vorgeschriebenen Laboruntersuchungen standardmäßig durchgeführt worden sind, werden die Ergebnisse der Laboruntersuchungen (Gruppe, RH, serologische Untersuchungen) in den Korrelationstransponder 2 übertragen, der auf dem Spenderblutbeutel 6 angeordnet ist, mit Hilfe der Dateneingabemittel 14 und des Hochfrequenz-Transponder-Programmiermittels 13 einer mit Prozessor ausgerüstete Vorrichtung 9.

Der Arzt ist, nachdem er die Laboruntersuchungen zur Bestätigung unterzeichnet hat, in der Lage, ihre Ergebnisse, die in den Korrelationstransponder 2 auf dem Spenderblutbeutel 6 geladen sind, mit Hilfe des Hochfrequenz-Transponder-Lesemittels 11 einer mit Prozessor ausgerüstete Vorrichtung 9 zu lesen.

Durch die Druckmittel 19 ist es möglich, ein Etikett zu produzieren, das die Informationen bezüglich des Spenders und der Labordaten genau wiedergibt, ohne die Gefahr eines Vertauschens oder von Fehlern bei der Transkription.

Danach ist es möglich, in die Speichereinheit des auf dem Spenderblutbeutel 6 angeordneten Korrelationstransponders 2 die mit dem Empfängerpatienten, dem der Beutel 6 zugewiesen wird, verbundenen Daten einzugeben.

Im Fall eines Bluttransfusionsvorgangs ist der zu korrelierende Patient stattdessen ein Anwärter auf eine Transfusion, dem ein Identifikationsarmband 3a gegeben wird; das Armband ist vom pädiatrischen Einwegtyp und ist mit einem Identifikationstransponder 1 versehen, in den zuvor der vordefinierte einzigartige Identifikationscode eingegeben worden ist.

Auf diese Weise kann der Empfänger der Transfusion mit absoluter Sicherheit identifiziert werden, selbst wenn seine persönlichen Identifikationsdaten nicht bekannt sind.

Zu jedem Zeitpunkt des Vorgangs ist es, durch die Verwendung einer mit Prozessor ausgerüsteten Vorrichtung 9, möglich, auf den Identifikationstransponder die zusätzlichen Daten zu laden, die mit dem zu korrelierenden Patienten verbunden sind, wie beispielsweise seinen Familienennamen, Vornamen, Geburtsdatum, Geschlecht, Krankenhausidentifikationscode und so weiter.

Falls die mit Prozessor ausgerüstete Vorrichtung 9 mit den Verbindungsherstellungsmitteln 22 versehen ist und die Gesundheitseinrichtung ein lokales Netzwerk (LAN) für den Datenaustausch hat, können die zusätzlichen mit dem zu korrelierenden Patienten verbundenen Daten ebenfalls mit Hilfe eines innerhalb der Station angeordneten Computers 23 in den Identifikationstransponder 1 eingegeben werden.

Mit Hilfe der mit Prozessor ausgerüsteten Vorrichtung 9 werden, wenn für Vortransfusionsverträglichkeitsuntersuchungen Blut abgenommen wird, die Identifikationsinformationen des zu korrelierenden Patienten vom Identifikationstransponder 1 zum Korrelationstransponder 2 übertragen, der mit einem Reagenzglas 7 verbunden ist, das dafür ausgelegt ist, die Blutprobe aufzunehmen.

Da diese Übertragung zur Abnahmezeit erfolgt, vermeidet man die Gefahr, Fehler beim Identifizieren der Probe zu machen, selbst wenn es auf dem Reagenzglas 7 keine schriftlichen Kennzeichen gibt.

Die Blutprobe wird, zusammen mit der assoziierten Untersuchungsanforderung, zum Transfusionszentrum geschickt.

Das Reagenzglas 7 wird hier in den entsprechend bereitgestellten Sitz 21 der Druckmittel 19 eingesetzt, um ein oder mehrere Identifikationsetiketten zu erzeugen, die verwendet werden, um das Reagenzglas 7, jegliche weitere Reagenzgläser, die vom ersten abgeleitet werden und ein Anforderungsformular 5 für die durchzuführende Analyse zu markieren.

Nach der Durchführung der üblichen Vortransfusionsverträglichkeitsuntersuchungen mit dem Blut im Reagenzglas 7 werden Beutel 6, die verträgliches gespendetes Blut enthalten, ausgewählt, und ein entsprechender Korrelationstransponder 2 wird auf jeden der Beutel aufgebracht.

Unter Verwendung einer mit Prozessor ausgerüsteten Vorrichtung 9 werden die Informationen vom Identifikationstransponder 1 des Reagenzglases 7 zu den jeweiligen zweiten Korrelationstranspondern 2 der Beutel 6 mit verträglichem Blut fernübertragen.

Dies erzeugt eine Informationsverknüpfung zwischen einem oder mehreren Krankenhausprodukten, d.h., dem Beutel oder den Beuteln 6 mit verträglichem Blut, und dem zu korrelierenden Patienten, für den sie vorgesehen sind (um die Privatsphäre und die Datenzuverlässigkeit zu schützen, können diese Informationen mit Hilfe der Verschlüsselungs-/Entschlüsselungsmittel 24 verschlüsselt werden).

Jeder für eine Transfusion vorgesehene Beutel 6 wird dem entsprechenden Empfänger dadurch zugewiesen, dass der Beutel zusammen mit dem bereitgestellten Begleitformular in einer Kunststofftasche angeordnet wird.

Diese Tasche wird angemessen versiegelt, so dass sie nicht verwendet werden kann, wenn man nicht zuerst die Übereinstimmung zwischen den in der Speichereinheit des Identifikationstransponders 1, der dem zu korrelierenden Patienten zugewiesen ist, gespeicherten Daten und den Daten in der Speichereinheit des Korrelationstransponders 2, der starr an den Beutel 6 gekoppelt ist, der das zu transfundierende verträgliche Blut enthält, überprüft.

Zum Transfusionszeitpunkt liest das zugewiesene Pflegepersonal, unter Verwendung einer mit Prozessor ausgerüsteten Vorrichtung 9, die wahlweise durch Eingeben eines Bedieneridentifikationscodes zur Verwendung bereit gemacht wird, die Daten des Identifikationstransponders 1 und vergleicht sie mit den im Korrelationstransponder 2 des Beutels 6 enthaltenen Daten.

Falls die Daten übereinstimmen, geben die Signalisierungsmittel 18 der mit Prozessor ausgerüsteten Vorrichtung 9 eine akustische und/oder optische Meldung aus, und die mit Prozessor ausgerüstete Vorrichtung 9 zeichnet die Datenposition, die eine erfolgreiche Erkennung anzeigt, im Speicher auf.

An diesem Punkt kann die Hülle geöffnet werden, und das im Beutel enthaltene Blut kann transfundiert werden.

Das den Transfusionen zugewiesene Pflegepersonal gibt, unter Verwendung der Dateneingabemittel 14, in den Speicher 11 der mit Prozessor ausgerüsteten Vorrichtung 9 mit der durchgeführten Transfusion verbundene Informationen ein, wie beispielsweise die Transfusionsstart- und -endzeiten, Parameter zum Überwachen des zu korrelierenden Patienten und jegliche durch die Transfusion verursachten ungewollten Wirkungen.

Mit Hilfe der Verbindungsherstellungsmittel 22 können die mit der durchgeführten Transfusion verbundenen Daten in die Computer 23 der Station heruntergeladen werden, mit deren Hilfe es möglich ist, Dokumente zu erzeugen, die in die medizinische Akte des zu korrelierenden Patienten einzubringen sind und/oder an das Transfusionszentrum zu schicken sind, wie beispielsweise den Transfusionsbericht.

Der Vorgang zum Verabreichen von Arzneimitteln, zum Beispiel zytostatischen Arzneimitteln (oder auch anderen Arzneimitteln), durchgeführt unter Verwendung der Positiv-Identifikationsvorrichtung nach der Erfindung, bringt mit sich, einem zu korrelierenden Patienten, der das zu verabreichende Arzneimittel erhalten soll, ein Identifikationsarmband 3a, ausgerüstet mit einem Identifikationstransponder 1, oder, falls der Patient in einem chirurgischen/Tageskrankenhaus behandelt wird, eine Karte 4, wieder versehen mit einem Identifikationstransponder 1, zuzuweisen.

Das Pflegepersonal lädt die vollständigen Identifikationsdaten des zu korrelierenden Patienten, unter Verwendung einer mit Prozessor ausgerüsteten Vorrichtung 9, in den Identifikationstransponder 1.

Wieder unter Verwendung der mit Prozessor ausgerüsteten Vorrichtung 9 werden die in die Speichereinheit des Identifikationstransponders 1 geladenen Informationen zur Speichereinheit eines Korrelationstransponders 2 fernübertragen, der an einem Anforderungsformular 5 befestigt ist, das normalerweise erzeugt wird, um die Zubereitung des Arzneimittels anzufordern.

Wenn das Anforderungsformular 5 die Apotheke erreicht, wird eine mit Prozessor ausgerüstete Vorrichtung 9 verwendet, um den Inhalt der Speichereinheit des Korrelationstransponders 2 zu lesen, und ein Sicherheitsetikett (Kontrollpunkt) wird mit Hilfe von mit derselben verbundenen Druckmitteln 19 erzeugt.

Sobald das Arzneimittel zubereitet worden ist, wird es in einem Behälter aufbewahrt, der mit einem anderen Korrelationstransponder 2 versehen ist, zu dem eine mit Prozessor ausgerüstete Vorrichtung 9 die Informationen fernüberträgt, die in dem auf dem Anforderungsformular 5 angeordneten Korrelationstransponder 2 gespeichert sind.

Dies erzeugt eine Informationsverknüpfung zwischen dem korrelierten Krankenhausprodukt, das in diesem Fall ein Arzneimittel ist, und dem zu korrelierenden Patienten, für des das Arzneimittel vorgesehen ist (um die Privatsphäre und die Datenzuverlässigkeit zu schützen, können diese Informationen mit Hilfe der Verschlüsselungs-/Entschlüsselungsmittel verschlüsselt werden).

Sobald die Arbeitsgänge zur Fernübertragung der Informationen in dem mit dem Arzneimittel assoziierten Korrelationstransponder 2 durchgeführt worden sind, wird das Arzneimittel in einen durchsichtigen Kunststoffbeutel eingeführt, der mit einem Band versiegelt wird.

Wenn das Arzneimittel verabreicht werden soll, wird die Übereinstimmung der Identifikation mit Hilfe der mit Prozessor ausgerüsteten Vorrichtung 9 kontrolliert.

Falls die Signalisierungsmittel 18 eine akustische oder optische Meldung ausgeben, welche die Übereinstimmung zwischen dem Arzneimittel und dem zu korrelierenden Patienten bestätigt, wird der Beutel geöffnet, und das Arzneimittel wird infundiert.

Danach zeichnet das Pflegepersonal im Speicher 11 einer mit Prozessor ausgerüsteten Vorrichtung 9 die Start- und Endzeiten der Infusion und jegliche ungewollte Wirkungen auf.

Es ist wahlweise möglich, diese Informationen von der mit Prozessor ausgerüsteten Vorrichtung 9 zu einem Stationscomputer 23 herunterzuladen, um eine vollständige Ereignisprotokollierung zu ermöglichen.

Was die Möglichkeit betrifft, die Positiv-Identifikationsvorrichtung nach der Erfindung während der Schritte zum Durchführen von Laboruntersuchungen, zum Beispiel an Blutproben oder histologischen Mustern, zu verwenden, wird einem zu korrelierenden Patienten, der untersucht wird, eine Karte 4 oder ein Armband 3a gegeben, versehen mit einem Identifikationstransponder 1, und die darin gespeicherten Daten werden mit Hilfe einer mit Prozessor ausgerüsteten Vorrichtung 9 in einen Korrelationstransponder 2 fernübertragen, der, im Fall von Blutuntersuchungen, an einem Reagenzglas 7 oder, im Fall histologischer Untersuchungen, an einem Behälter für histologische Muster bereitgestellt wird.

Sobald die Untersuchungen durchgeführt worden sind, wird üblicherweise ein Bericht erzeugt und wird dem entsprechenden zu korrelierenden Patienten zugewiesen durch Lesen seiner in dem Identifikationstransponder 1, der mit der Probe oder dem Muster assoziiert ist, gespeicherten Identifikationsdaten.

Danach wird der Bericht zur Station geschickt oder dem Patienten gegeben und in die medizinische Akte eingeschlossen.

Unter Verwendung einer mit Prozessor ausgerüsteten Vorrichtung 9 können bedeutsame Daten der durchgeführten Untersuchungen, wie zum Beispiel die Blutgruppe, zum Identifikationstransponder 1 fernübertragen werden.

Die Positiv-Identifikationsvorrichtung nach der Erfindung kann vorteilhafterweise ebenfalls in der Geburtshilfe verwendet werden; in diesem Fall ist sie besonders nützlich, um eine richtige Zuweisung von Neugeborenen zu ihren jeweiligen Müttern zu ermöglichen.

Es ist in der Tat zum Beispiel möglich, ein mit einem Identifikationstransponder 1 versehenes Identifikationsarmband 3a der Mutter (welche die zu korrelierende Patientin ist) zuzuweisen und zur gleichen Zeit ihrem oder ihren Neugeborenen (das oder die stattdessen den oder die korrelierte(n) Patienten darstellt oder darstellen) ein jeweiliges Korrelationsarmband 3b der pädiatrischen Art, versehen mit einem Korrelationstransponder 2, zuzuweisen.

Die Erfindung ermöglicht es schließlich, das stark empfundene Problem der Kontrolle von chirurgischen Instrumenten oder Verbänden im Operationssaal zu lösen.

In diesem Fall wird ein zu korrelierendes Krankenhausprodukt, dargestellt von einem chirurgischen Instrument, wie beispielsweise einem Skalpell 25 (aber ebenfalls einer Zange, einer Schere oder einer Klemmer-Zange), oder von Mull, Tupfern oder dergleichen, mit einem Identifikationstransponder 1 versehen, und einem korrelierten Produkt, dargestellt vom Behälter des zu korrelierenden Produkts, wie beispielsweise dem Kasten 8 von 4, wird ein Korrelationstransponder 2 zugewiesen, in den die im Identifikationstransponder 1 enthaltenen Daten mit Hilfe einer Prozessor-Vorrichtung 9 fernübertragen werden.

Auf diese Weise ist es möglich, leicht zu kontrollieren, dass die chirurgischen Instrumente und Abfallmaterialien, wie beispielsweise Gazen und Tupfer, sich alle in ihren jeweiligen Behältern befinden und sich nicht innerhalb des die Operation durchlaufenden Patienten befinden.

In der Praxis hat es sich gezeigt, dass die Erfindung das beabsichtigte Ziel und die Aufgaben in allen ihren Ausführungsformen erfüllt hat.

Die so konzipierte Erfindung ist offen für zahlreiche Modifikationen und Variationen, die alle innerhalb des Rahmens der angefügten Ansprüche liegen.

In der Praxis können die verwendeten Materialien, ebenso wie die eventuellen Formen und Abmessungen, den Anforderungen entsprechend sein.

Alle Einzelheiten können ferner durch andere, technisch gleichwertige, Elemente ersetzt werden.


Anspruch[de]
Eine Positiv-Identifikationsvorrichtung, im Besonderen zum richtigen Ermitteln einer Korrelation zwischen einem ersten Krankenhausprodukt oder einem zu korrelierenden Patienten und mindestens einem Krankenhausprodukt oder Patienten, das/der mit dem ersten Krankenhausprodukt oder dem zu korrelierenden Patienten korreliert wird, dadurch gekennzeichnet, dass sie folgendes umfasst:

– erste Speichermittel (1), die an dem ersten Krankenhausprodukt oder an dem zu korrelierenden Patienten befestigt werden können und die einen vordefinierten, einzigartigen Identifikationscode für das Krankenhausprodukt oder den zu korrelierenden Patienten speichern;

– zweite Speichermittel (2), die an dem mindestens einen Krankenhausprodukt beziehungsweise Patienten, das/der mit dem ersten Krankenhausprodukt oder dem zu korrelierenden Patienten korreliert wird, angebracht werden können;

– Mittel zur Fernübertragung von Daten, die angepasst sind, den Inhalt der ersten Speichermittel (1) in die zweiten Speichermittel (2) mittels Fernübertragung herunterzuladen.
Die Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie Komparatormittel umfasst, die angepasst sind, den Inhalt der ersten Speichermittel (1) mit dem Inhalt der zweiten Speichermittel (2) zu vergleichen, um deren Korrelation zu überprüfen. Die Vorrichtung gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Datenfernübertragung angepasst sind, den Inhalt der zweiten Speichermittel (2) in die ersten Speichermittel (1) mittels Fernübertragung herunterzuladen. Die Vorrichtung gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Speichermittel (1) angepasst sind, zusätzliche Daten, die mit dem Krankenhausprodukt oder dem zu korrelierenden Patienten verwandt sind, zu speichern. Die Vorrichtung gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Speichermittel (1) angepasst sind, Daten, die mit dem mindestens einen korrelierten Krankenhausprodukt oder Patienten verwandt sind, zu speichern. Die Vorrichtung gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenfernübertragungsmittel mit Hochfrequenz arbeiten. Die Vorrichtung gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Transponder zur Identifizierung des Krankenhausprodukts oder des zu korrelierenden Patienten umfasst, der die ersten Speichermittel (1) umfasst und mit dem ersten Krankenhausprodukt oder dem zu korrelierenden Patienten assoziierbar ist, und mindestens einen Korrelationstransponder, der die zweiten Speichermittel (2) umfasst und mit dem mindestens einen korrelierten Krankenhausprodukt beziehungsweise Patienten assoziierbar ist, wobei die Datenfernübertragungsmittel Hochfrequenz-Transponder-Lesemittel und Hochfrequenz-Transponder-Programmiermittel umfassen. Die Vorrichtung gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens eine Prozessor-ausgerüstete Vorrichtung (9) umfasst, wobei die mindestens eine Prozessor-ausgerüstete Vorrichtung die Hochfrequenz-Transponder-Lesemittel (12) und die Hochfrequenz-Transponder-Programmiermittel (13) umfasst. Die Vorrichtung gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Prozessor-ausgerüstete Vorrichtung (9) die Mittel und Signalisierungsmittel (18) umfasst, die mit den Komparatormitteln funktionsgerecht verbunden sind und angepasst sind, die Übereinstimmung zwischem dem Inhalt der ersten Speichermittel und dem Inhalt der zweiten Speichermittel zu melden. Die Vorrichtung gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Prozessor-ausgerüstete Vorrichtung Dateneingabemittel umfasst. Die Vorrichtung gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dateneingabemittel eine Tastatur umfassen. Die Vorrichtung gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Prozessor-ausgerüstete Vorrichtung Druckmittel (19) umfasst. Die Vorrichtung gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Prozessor-ausgerüstete Vorrichtung Anzeigemittel umfasst, die angepasst sind, den Inhalt der ersten Speichermittel und der zweiten Speichermittel anzuzeigen. Die Vorrichtung gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Prozessor-ausgerüstete Vorrichtung Mittel (22) zur Verbindungsherstellung mit mindestens einem Computer (23) umfasst. Die Vorrichtung gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Prozessor-ausgerüstete Vorrichtung Verschlüsselungs-/Entschlüsselungsmittel (24) umfasst, die angepasst sind, den Inhalt der ersten Speichermittel (1) und der zweiten Speichermittel (2) zu verschlüsseln/entschlüsseln. Die Vorrichtung gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Identifikationstransponder von einem Identifikationsarmband (3a) oder von einer Karte gestützt wird. Die Vorrichtung gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Korrelationstransponder mit Mitteln zur Befestigung an einen Behälter des mindestens einen korrelierten Krankenhausprodukts bereitgestellt ist. Die Vorrichtung gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel ein Klebeetikett umfasst. Die Vorrichtung gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine zweite Transponder in dem Behälter integriert ist. Die Vorrichtung gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Transponder und der mindestens eine zweite Transponder wegwerfbar sind. Ein Verfahren zum richtigen Ermitteln einer Übereinstimmung zwischen einem Krankenhausprodukt oder einem zu korrelierenden Patienten und mindestens einem Krankenhausprodukt oder Patienten, das/der, mittels einer Vorrichtung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1–20, mit dem ersten Krankenhausprodukt oder dem zu korrelierenden Patienten korreliert wird, dadurch gekennzeichnet, dass es die folgenden Schritte umfasst:

– Zuweisen erster Speichermittel, die einen vordefinierten, einzigartigen Code zur Identifizierung des ersten Krankenhausprodukts oder des zu korrelierenden Patienten speichern, zu dem ersten Krankenhausprodukt oder dem zu korrelierenden Patienten,

– Fernübertragen und Laden des Inhalts der ersten Speichermittel in zweite Speichermittel, die mit dem mindestens einen korrelierten Krankenhausprodukt beziehungsweise Patienten assoziiert sind,

– Ausführen eines Verfahrens zum Vergleichen des Inhalts der ersten Speichermittel mit dem Inhalt der zweiten Speichermittel.
Verfahren gemäß Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass es zwischen dem Zuweisungsschritt und dem Fernübertragungsschritt einen Schritt zum Fernladen von zusätzlichen Daten, die mit dem Krankenhausprodukt oder dem zu korrelierenden Patienten verwandt sind, in die ersten Speichermittel (1) bereitstellt. Das Verfahren gemäß Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Fernübertragungsschritt und der Fernladeschritt über Hochfrequenz ausgeführt werden. Das Verfahren gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 21 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass es einen Schritt zur Verschlüsselung der in den ersten Speichermitteln (1) und in den zweiten Speichermitteln (2) enthaltenen Daten, und einen Schritt zur Entschlüsselung der im Verschlüsselungsschritt verschlüsselten Daten, umfasst. Das Verfahren gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 21 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass es einen Schritt zum Herunterladen des Inhalts der ersten Speichermittel (1) oder der zweiten Speichermittel (2) in mindestens einen Computer (23), der über ein Netzwerk mit einer Datenbank der im Krankenhaus eingewiesenen Patienten verbunden ist, umfasst.






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