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Dokumentenidentifikation DE69935190T2 20.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0000988832
Titel Chirurgisches Skalpell
Anmelder Becton Dickinson and Co., Franklin Lakes, N.J., US
Erfinder Cohn, Simon, North Arlington, New Jersey, US;
DiCesare, Paul, Norwalk, Connecticut, US;
Carter, Michael J., Monmouth Junction, New Jersey, US;
Swenson, Jon D., Wayne, New Jersey, US;
Eckert, Ann C., Easton, Pennsylvania, US;
Gharibian, Noel, Glendale, California, US;
Newman, Craig D., Montvale, New Jersey, US
Vertreter Patentanwälte von Kreisler, Selting, Werner et col., 50667 Köln
DE-Aktenzeichen 69935190
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 29.03.1999
EP-Aktenzeichen 991063801
EP-Offenlegungsdatum 29.03.2000
EP date of grant 21.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.12.2007
IPC-Hauptklasse A61B 17/32(2006.01)A, F, I, 20070123, B, H, EP

Beschreibung[de]

Das Gebiet der Erfindung betrifft chirurgische Schneidinstrumente. Herkömmliche chirurgische Schneidinstrumente stellen ein erhebliches Potential für Verletzungen für Chirurgen, Schwestern und anderes Hilfspersonal dar. Im Operationsraum werden verschiedene chirurgische Instrumente schnell von Hand weitergegeben. Die schnelle Handhabung derartiger Instrumente mit freiliegenden scharfen Schneiden kann zu unbeabsichtigten Schnitten oder Punktionswunden führen. Chirurgische Handschuhe können ebenfalls unbeabsichtigt durchstochen werden, was zu einem Verlust der Unversehrtheit des Handschuhs führen kann, wodurch die Gefahr einer Infizierung des Chirurgen, der Schwester oder anderen Hilfspersonals weiter erhöht wird.

Bisherige Versuche, einen Schutz gegen unbeabsichtigte Schnitte oder Punktionen zu schaffen, haben zu der Entwicklung von zurückziehbaren Klingenschutzen geführt. Einige der frühesten Versionen waren einfach Messer mit zurückziehbarer Klinge, wie sie in verschiedenen Industriebereichen außerhalb der Medizin verwendet werden. Diese Klingenschutze erforderten im allgemeinen zwei Hände zur Betätigung, d.h. eine Hand zum Handhaben der Klinge und eine zweite Hand zum Befestigen des Klingenschutzes durch Drehen einer Gewindeschraube. Andere herkömmliche Vorrichtungen mit federbelasteten bewegbaren Teilen oder Ansätzen, die in Kerben in einer hohlen rohrförmigen Mantelvorrichtung eingreifen, sind für chirurgische Zwecke nicht geeignet, da sie keinen guten Halt oder kein gutes "Gefühl" für die Klinge vermitteln.

EP 0 769 276 A1 beschreibt ein chirurgisches Skalpell. Das Skalpell weist einen Griff, einen schwenkbar mit dem Griff verbundenen Klingenhalter und einen in Längsrichtung des Griffs bewegbaren Schutz auf. Der Griff weist Längsschlitze auf, in welche seitlich von dem Schutz abstehende Flansche eingreifen. Der Längsschlitz weist an seinem Ende nach oben weisende bereiche auf.

Befindet sich der Schutz in einer seiner Endpositionen, kann er nicht relativ zu dem Klingenhalter Bewegt werden, es sei denn, eine nach unten wirkende Kraft wird auf eine Erhebung am Schutz aufgebracht. Somit ist die Möglichkeit minimiert, dass der Benutzer die Klinge unbeabsichtigt schützt oder freilegt, bevor dies erforderlich ist.

Ein chirurgisches Skalpell des im Oberbegriff des Anspruchs 1 bezeichneten Typs ist in U5-A-5 527 329 beschrieben. Bei diesem Skalpell können der Schutz und der Klingenhalter als Einheit von dem Griff gelöst werden, wobei die Klinge durch den Schutz abgeschirmt ist, wodurch die Gefahren unbeabsichtigter Schnitte minimiert wird. Die Klinge, der Klingenhalter und der Schutz können anschließend entsorgt werden. Der Griff ist wiederverwendbar. Es ist jedoch in keiner Weise sichergestellt, dass die Klinge mit dem Klingenhalter in dem Schutz bleibt.

Überblick

Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein chirurgisches Skalpell zu schaffen, das gewährleistet, dass der Schutz nur in bezug auf einen Einsatz bewegt werden kann, wenn der Einsatz an dem Griff angebracht ist.

Das erfindungsgemäße chirurgische Skalpell ist durch Anspruch 1 definiert. Es ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Vorsprung an dem Griff und ein Ansatz an dem Schutz vorgesehen sind, welche den Griff an dem Einsatz derart befestigen, dass im wesentlichen das Bewegen des Schutzes in bezug auf den Klingenhalter verhindert wird, wenn der Einsatz nicht an dem Griff angebracht ist, wobei die Verhinderungseinrichtungen einen Ansatz an dem Schutz und einen Sitz an dem Klingenhalter umfassen, welche zusammengreifen, wenn der Vorsprung und der Ansatz voneinander gelöst sind, wodurch das Bewegen des Schutzes in bezug auf den Klingenhalter verhindert ist.

Der Einsatz weist einen Schutz auf, der gleitend verschiebbar an dem Klingenhalter angeracht ist, wobei der Schutz zwischen einer distalen Position, in welcher der Schutz im wesentlichen einen unbeabsichtigten Zugriff auf die Klinge verhindert, und einer proximalen Position gleitend verschiebbar ist, in welcher der Schutz im wesentlichen einen Bereich des Griffs umschließt und die Klinge zum Gebrauch frei liegt. Der Einsatz ist lösbar an dem Griff anbringbar. Darüber hinaus ist der Schutz im wesentlichen nicht in bezug auf den Klingenhalter bewegbar, es sei denn, der Einsatz ist an dem Halter angebracht.

Das erfindungsgemäße Skalpell vermittelt Ärzten ein Skalpell, das das Gefühl und die Gewichtung eines herkömmlichen wiederverwendbaren Skalpells aufweist, mit den Vorteilen einer frischen Klinge und eines Schutzes, der unbeabsichtigten Zugriff auf die scharfe Klinge im wesentlichen verhindert und intuitiv von der distalen Position, in der die Klinge geschützt ist, in die proximate Position bewegbar ist, um die Klinge freizulegen. Die austauschbare Klinge ermöglicht es dem mit dem Bestücken des Skalpells mit einer Klinge und Entfernen einer Klinge aus diesem befassten Personal, nur eine geschützte Klinge zu handhaben und verhindert im wesentlichen, dass im Operationssaal tätiges Personal beim Bereitstellen und bei der Übergabe von Geräten während der Abläufe der Klinge ausgesetzt ist.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

In den Zeichnungen, in denen ähnliche Bezugszeichen in den mehreren Darstellungen ähnliche Elemente bezeichnen, zeigen:

1 eine Seitenansicht in Explosionsdarstellung eines Ausführungsbeispiels das nicht das erfindungsgemäße Skalpell betrifft;

2a eine Draufsicht auf den Klingenhalter;

2b eine Seitenansicht des Klingenhalters zur Darstellung der Position des Hakens in dem Ausführungsbeispiel und zur Darstellung einer teilweise geschnittenen Ansicht des Befestigungsschlitzes;

2c eine Ansicht des hinteren Endes des Klingenhalters zur Darstellung des Hakens und des Befestigungsschlitzes;

2d eine Ansicht des vorderen Endes desselben;

3a eine Draufsicht auf den Griff von 1;

3b eine Seitenansicht des Griffs zur Darstellung der Nut und eines männlichen Endbefestigungsflanschs;

3c eine Schnittdarstellung entlang der Linie 3c-3c der 3b;

3d eine Vorderansicht des Griffs;

4a eine Draufsicht auf die Hülse;

4b eine Seitenansicht derselben;

4c eine Schnittdarstellung der Hülse entlang der Linie 4c-4c in 4b;

4d eine Vorderansicht der Hülse zur Darstellung des Bogens;

5a eine Seitenansicht des zusammengesetzten Skalpells mit in der ausgefahrenen Position befindlicher Hülse;

5b eine Seitenansicht desselben mit zurückgezogener Hülse;

5c eine Seitenansicht mit entfernter Hülse;

6 eine perspektivische Darstellung eines alternativen Ausführungsbeispiels des Klingenhalters mit angebrachter Klinge;

7 eine perspektivische Darstellung eines alternativen Ausführungsbeispiels des Griffs;

8 eine perspektivische Darstellung eines zweiten alternativen Ausführungsbeispiels des Griffs;

9 eine perspektivische Darstellung eines alternativen Ausführungsbeispiels des Klingenhalters mit einem weiblichen Endverbinder;

10 eine perspektivische Darstellung eines alternativen Ausführungsbeispiels der Hülse;

11 eine perspektivische Ansicht eines alternativen Ausführungsbeispiels mit an dem Griff unter Verwendung vertikaler Schlitze und Ansätze angebrachtem Klingenhalter;

12 eine explodierte perspektivische Teildarstellung eines alternativen Ausführungsbeispiel mit auf den Griff aufgeschraubtem Klingenhalter;

13 eine teilweise geschnittene perspektivische Darstellung eines alternativen Ausführungsbeispiels des Griffs mit einem Knopf zum Verriegeln des Schutzes über der Klinge;

14 einen vergrößerten Querschnitt des Verriegelungsknopfs von 13;

15 eine Seitenansicht des Knopfs von 14, der den Schutz in der ausgefahrenen Position verriegelt;

16 eine perspektivische Explosionsdarstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen chirurgischen Skalpells;

17 eine schematische perspektivische Darstellung des Einsatzteils des Skalpells von 16;

18 eine perspektivische Teildarstellung des zur Bildung des Skalpells an dem Griff angebrachten Einsatzes;

19 eine perspektivische Darstellung des Skalpells mit in der distalen Position befindlichem Schutz;

20 eine perspektivische Darstellung des Skalpells mit in der distalen Position befindlichem Schutz;

21 eine perspektivische Darstellung des Skalpells mit von dem Griff teilweise abgenommenem Einsatz;

22 eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Skalpells analog zu der 21, wobei der Einsatz teilweise von dem Griff abgenommen ist;

23 eine explodierte perspektivische Teildarstellung des Abnehmens des Einsatzes von dem Griff; und

24 eine perspektivische Ansicht des Klingenhalters;

25 eine perspektivische Explosionsdarstellung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Skalpells;

26 eine perspektivische Explosionsdarstellung eines Teils des Skalpells von 25;

27 eine perspektivische Darstellung des Skalpells von 25 vor dem Zusammensetzen;

28 eine perspektivische Darstellung des Skalpells von 25 im zusammengesetzten Zustand, wobei der Schutz im wesentlichen ein unbeabsichtigtes Freilegen der Klinge verhindert;

29 eine perspektivische Darstellung des Skalpells von 25, analog zu der 28, wobei die Klinge für den Gebrauch frei liegt;

30 eine schematische Seitenansicht eines Teils des Skalpells von 25;

31 eine schematische Seitenansicht eines anderen Teils des Skalpells von 25;

32 einen schematischen horizontalen Teilquerschnitt durch das Skalpell von 25, entlang der Linie 32-32 in 28;

32A eine schematische Seitenansicht eines Teils des Skalpells von 25;

33 eine schematische Seitenansicht eines Teils des Skalpells von 25;

34A eine Seitenansicht eines Teils einer Seite des distalen Teils des Griffs des Skalpells von 25;

34B eine Seitenansicht, analog der 34A, der anderen Seite des distalen Teils des Griffs des Skalpells von 25;

34C eine distale Endansicht des Griffs des Skalpells von 25;

35A eine Seitenansicht einer Seite des Klingenhalters des Skalpells von 25;

35B eine Seitenansicht, analog der 35A, der anderen Seite des Klingenhalters des Skalpells von 25;

35C eine distale Endansicht des Klingenhalters des Skalpells von 25;

36A eine Querschnittsdarstellung des Schutzes des Skalpells nach 25 entlang der Linie 36A-36A;

36B eine Querschnittsdarstellung des Schutzes des Skalpells nach 25 entlang der Linie 36B-36B; und

36C eine Endansicht des proximalen Endes des Schutzes des Skalpells von 25.

Detaillierte Beschreibung

In der detaillierten Betrachtung der 115 ist das chirurgische Skalpell 10 zuerst in der 1 mit an dem Klingenhalter 20 angebrachter Klinge 12 dargestellt. Das Skalpell 10 wird an dem Griff 50 ergriffen, der einen vorzugsweise konturierten langgestreckten Griffbereich 52 aufweist. Wie in den 2a und 2b dargestellt, befinden sich nahe dem vorderen Ende des Klingenhalters zwei Ansätze 22 und 24 zum Befestigen der Klinge 12 am Klingenhalter 20 durch das Zusammengreifen mit jeweiligen Öffnungen in der Klinge 12. Nahe dem hinteren Ende des Klingenhalters 20 befindet sich der Befestigungsschlitz 26, der als weiblicher Endverbinder dargestellt ist. Auf gegenüberliegenden Seiten des Klingenhalters 20 sind in Längsrichtung Kanäle 28 entlang einem Kanalabschnitt 30 des Klingenhalters 20 vorgesehen.

Ein Haken 32 kragt vom hinteren Ende des Klingenhalters 20 aus. Der Haken 32 ist elastisch auf und ab biegbar, um an dem Griff 50 anzugreifen. Das auskragende Ende des Hakens 32 hat eine schräge hintere Fläche 34 und einen Vorsprung 36, der ausgebildet ist, um in eine komplementär geformte Nut 60 des Griffs 50 einzugreifen, wenn der Klingenhalter 20 mit dem Griff 50 zusammengesetzt wird.

Wie in den 3a und 3b dargestellt, sind auf gegenüberliegenden Seiten des Führungskanalabschnitts 48 des Griffs 50 vor dem Griffbereich 52 zwei Führungskanäle 54 ausgebildet. Die Führungskanäle 54 enden an Klinken, an denen der Führungskanalabschnitt 48 an den Griffbereich 52 angrenzt.

Ein Befestigungsflansch 58 (der als Befestigungseinrichtung mit männlichem Ende dargestellt ist) ist mit dem vorderen Ende des Führungskanalabschnitts 48 verbunden. Wie in den 3b und 3d dargestellt, hat der Befestigungsflansch im wesentlichen einen rechteckigen Querschnitt, obwohl andere Konfigurationen möglich sind, und er ist zum Zusammengreifen mit dem Befestigungsschlitz 26 des Klingenhalters 20 ausgebildet. Eine Nut 60 am vorderen Ende des Führungskanalabschnitts 48 ist mit dem Haken 32 zusammenpassend geformt.

Wie des weiteren in den 4a bis 4d dargestellt, hat die Hülse 70 im wesentlichen einen U-förmigen Querschnitt mit einem geschlossenen unteren Bereich und einem offenen oberen Bereich. Zwei Führungsflansche 72 sind in der Hülse 70 zwischen den beiden Seiten der Hülse 70 angeordnet. Der Bogen 74 hat vorzugsweise eine gerundete Vorderfläche 76.

Die Hülse 70 weist vorzugsweise einen Fingerangreifbereich 78 nahe dem Bogen 74 mit einer Reihe von Rippen, die eine Daumenauflage bilden. Der Fingerangreifbereich 78 verbessert das "Gefühl" des Chirurgen für die Hülse 70, wenn die Hülse 70 durch Hand- oder Fingerdruck entlang den Führungskanälen 28 und 54 gleitet. 5a zeigt ein zusammengesetztes Skalpell 10 mit zum Abdecken der Klinge 12 in vorderer Position befindlicher Hülse 70. Die Vorwärtsbewegung der Hülse 70 ist durch die Führungsflansche 72 geführt, die sich entlang der Führungskanäle 28 und 54 bewegen. Bei vollständig vorbewegter Hülse 70 berührt die gerundete Fläche 76 den Haken 32, um eine zusätzliche Vorwärtsbewegung zu stoppen.

Eine weitere Vorwärtsbewegung der Hülse 70 in Richtung der ausgefahrenen Position unter Führung durch die Hand des Benutzers bewirkt, dass der Bogen 74 den Haken 32 aus der Nut 60 hebt, so dass der Klingenhalter 20 aus dem Griff 50 entnehmbar ist. Dies ermöglicht das Abnehmen der Hülse 70 und des Klingenhalters 20 als Einheit von dem Griff 50, während die Klinge 12 von der Hülse 70 umgeben ist, wodurch die Gefahr unbeabsichtigter Schnitte minimiert ist. Die Klinge 12, der Klingenhalter 20 und die Hülse 70 können sodann entsorgt werden. Der Griff ist vorzugsweise wiederverwendbar.

5b zeigt die Hülse 70 in der vollständig zurückgezogenen Position, wobei das hintere Ende der Hülse 70 an den Klinken 56 anliegt, um die Klinge 12 vollständig freizulegen. Der Benutzer kann den Fingerangreifbereich 78 der Hülse 70 nutzen, um die Fingerspitzenkontrolle der vor und zurück gerichteten Längsrichtungsbewegung der Hülse 70 zu verbessern. 5c zeigt (zu Darstellungszwecken) die Hülse 70 in von dem Griff 50 abgenommenem Zustand.

6 zeigt ein Ausführungsbeispiel des Klingenhalters 20 mit sowohl einem männlichen Befestigungsteil, als auch einem weiblichen Schlitz. 7 zeigt ein Ausführungsbeispiel des Griffs 50, das mit dem Klingenhalter 20 von 6 zusammenpasst. Ein alternatives Ausführungsbeispiel des Griffs 50 ist ebenfalls in 8 mit männlichen Endverbindern dargestellt. Ein Ausführungsbeispiel des Klingenhalters 20, der mit dem Griff 50 der 8 zusammenpasst, ist in der 9 mit einem Umriss der angebrachten Klinge 12 dargestellt. Ein alternatives Ausführungsbeispiel der Hülse 70 ist in 10 gezeigt, die einen Anschlagansatz 80 zeigt, der zum Stoppen der längsgerichteten Vorwärtsgleitbewegung der Hülse 70 dienen kann. Ein schräger Fingerangreifbereich 78 ist dargestellt und kann als Daumenauflage für den operierenden Chirurgen die Benutzung erleichtern.

Bei einem in 11 dargestellten alternativen Ausführungsbeispiel weist ein Griff 92 einen Flansch 94 mit vertikalen Ansätzen oder Vorsprüngen 96 auf. Ein Klingenhalter 98 ist mit vertikalen Schlitzen 100 versehen, die zum vertikalen Abwärtsgleiten von oben über die Ansätze 96 ausgebildet sind. Eine Hülse 102 ist an dem Klingenhalter 98 wie in Zusammenhang mit den 15 beschrieben befestigt. Die Hülse 102 hat einen Schlitz 104 am hinteren Ende ihrer Unterseite. Im Gebrauch wird der Klingenhalter 98 an dem Griff 92 durch Eingreifenlassen der vertikalen Ansätze 96 in die vertikalen Schlitze 100 und durch Schieben des Klingenhalters 98 von oben nach unten auf den Griff 92 angebracht. Der Schlitz 104 im Boden der Hülse 102 bietet ausreichenden Spielraum für die vorstehenden vertikalen Ansätze 96.

Wie in 12 dargestellt, weist das chirurgische Skalpell 110 einen Griff 112 mit einem Gewindeansatz 114 an seinem vorderen Ende auf. Der Ansatz 114 ist in ein Gewindeloch 118 in hinteren Ende eines Klingenhalters 116 einschraubbar. Die Gewinde des Ansatzes 114 und des Gewindelochs 118 sind vorzugsweise derart geschnitten, dass, wenn der Klingenhalter 116 das vordere Ende des Griffs 112 erreicht, der Klingenhalter 116 korrekt vertikal ausgerichtet ist. Eine Hülse 119 liegt über dem Klingenhalter 116. Die Betätigung und die Ausgestaltungsmerkmale der in den 11 und 12 dargestellten chirurgischen Skalpelle sind denjenigen des in Zusammenhang mit den 15 beschriebenen Ausführungsbeispiels ähnlich, mit Ausnahme der vorhergehenden Beschreibung.

Wie in 13 dargestellt, weist ein alternatives Griffausführungsbeispiel 122 einen Verriegelungsknopf 124 auf. Wie in 14 dargestellt, weist der Verriegelungsknopf 124 eine Schulter 126 auf, die in eine Bohrung 130 des Griffs 122 passt. Ein Stopfen oder eine Feststellschraube 134 an der Oberseite des Griffs 122 hält eine Feder 128 in der Bohrung 130, wobei die Feder 128 den Verriegelungsknopf 124 derart vorspannt, dass dieser aus der Unterseite des Griffs 122 vorsteht. Wie in 15 dargestellt, ragt der Verriegelungsstift 124 bei vollständig zum Abdecken der Klinge 12 ausgefahrenem Schutz 70 aus der Unterseite des Griffs 122 heraus. Die Hülse 70 kann nicht zum Freilegen der Klinge zurückgezogen werden, ohne zuerst den Verriegelungsknopf 124 nach oben in die Bohrung 120 zu drücken. Sobald der Verriegelungsknopf 124 in die Bohrung 130 hinauf gedrückt ist, kann die Hülse 70 zurückgezogen werden, wobei der Verriegelungsknopf in der unteren Innenwand oder -fläche der Hülse gleitet. Der Verriegelungsknopf 124 hilft somit, das unbeabsichtigte Freilegen der Klinge 12 zu verhindern. Das Merkmal des Verriegelungsknopfs kann bei jedem der zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele von chirurgischen Skalpellen verwendet werden.

Zwar wurde in den Zeichnungen und der Beschreibung ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung dargestellt und offenbart, jedoch sind für den Fachmann auf diesem Gebiet alternative Ausführungsbeispiele ersichtlich, und diese Anmeldung soll diese Ausführungsbeispiele in dem Umfang der Ansprüche einschließen.

Zwar wird der Erfindung durch zahlreiche verschiedene Ausführungsbeispiele Genüge getan, jedoch sind in den Zeichnungen und in der Beschreibung Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung detailliert gezeigt und beschrieben, wobei vorausgesetzt wird, dass die vorliegende Offenbarung als exemplarisch für die Prinzipien der vorliegenden Erfindung anzusehen ist und nicht den Rahmen der Erfindung auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränken soll. Der Rahmen der Erfindung ist durch die zugehörigen Ansprüche und deren Äquivalente bestimmt. In dieser Offenbarung bezeichnet der Begriff "proximal" die Bereiche der Vorrichtung, die dem Arzt am nächsten sind, und der Begriff "distal" bezeichnet den dem Arzt abgewandten Bereich der Vorrichtung.

Wie in den 1624 dargestellt, weist ein chirurgisches Skalpell 310, das nicht Gegenstand der Erfindung ist, einen langgestreckten Griff 312 auf, der eine Längsachse "A" bildet und ein proximales Ende 314 sowie ein distales Ende 316 aufweist. Das Skalpell 310 umfasst einen Einsatz 318, der lösbar an dem Griff 312 angebracht ist und einen Klingenhalter 320 aufweist. Der Griff 320 weist einen ersten Bereich 322 mit einer ersten Querschnittsfläche "X" mit einer ersten Seite 324 und einer entgegengesetzten zweiten Seite 326, einen zweiten Bereich 328 mit einer größeren Querschnittsfläche "Y" als der erste Bereich 322, und einen dritten Bereich 329 auf, dessen Querschnittsfläche "Z" größer als der zweite Bereich 328 ist. Der Klingenhalter 320 hat ein proximales Ende 330 und ein distales Ende 332. Wie in 18 dargestellt, weist das proximale Ende 330 einen langgestreckten Hohlraum 334 auf, welcher den ersten Bereich 322 des Griffs 312 lösbar aufnimmt, wodurch der Einsatz 318 lösbar an dem Griff 312 angebracht ist. Der Einsatz 318 umfasst eine Klinge 336, die fest an dem Klingenhalter 320 angebracht ist, so dass, wenn ein Einsatz 318 an dem Griff 312 angebracht ist, die Klinge 336 distal nach außen ragt. Der Einsatz 318 umfasst ferner einen Schutz 338, der an dem Klingenhalter 320 angebracht ist. Der Schutz 338 ist gleitend zwischen einer am besten in 19 zu erkennenden Position, in welcher der Schutz 338 derart positioniert ist, dass er einen unbeabsichtigten Zugriff auf die Klinge 336 im wesentlichen verhindert, und einer am besten in 20 zu erkennenden Position bewegbar ist, in welcher der Schutz 338 im wesentlichen den zweiten Bereich 328 und den dritten Bereich 329 des Griffs 312 umschließt und die Klinge 336 für den Gebrauch frei liegt. Der Schutz 338 weist einen lösbaren Riegel 340 zum Halten des Schutzes 338 in der distalen Position und der proximalen Position auf.

Wie in der 18 dargestellt, weisen die erste Seite 324 und die zweite Seite 326 des ersten Bereichs 322 des Griffs 312 jeweils wenigstens einen nach außen gerichteten Vorsprung 342 auf. Der Hohlraum 334 weist ferner gegenüberliegende Seitenwände 344 und 346 mit Ausnehmungen 348 auf, welche zum Angreifen an den jeweiligen auswärts gerichteten Vorsprüngen 342 an dem ersten Bereich 322 des Griffs angeordnet sind, wenn der Griff 312 in dem Hohlraum 334 in dem Klingenhalter von einer Richtung her aufgenommen wird, die im wesentlichen orthogonal zu der Längsachse "A" und dem Schutz 338 in der distalen Position verläuft. Wie in den 21, 22 und 23 dargestellt, ist der Einsatz 318 von dem Griff 312 lösbar, indem die Ausnehmungen 348 von den Vorsprüngen 342 durch Entfernen des Einsatzes 318 von dem Griff in axialer Richtung durch ein nach außen gerichtetes Auslenken der Seitenwände 344 und 346 des Hohlraums 334 getrennt werden, wenn sich der Schutz 338 in der distalen Position befindet. Befindet sich der Schutz 338 in der proximalen Position, sind die Seitenwände 344 und 346 im wesentlichen an einer Auslenkung nach außen durch das Vorhandensein des Schutzes 338 gehindert, wodurch der Einsatz an dem Griff gehalten ist.

Darüber hinaus sind nach außen gerichtete Vorsprünge 342 vorzugsweise derart angeordnet und geformt, dass sie das Anordnen des Einsatzes 318 in dem Hohlraum 334 aus einer zu der Achse "A" orthogonalen Richtung ermöglichen, und derart geformt, dass sie der zu der Achse "A" entgegengesetzten orthogonalen Bewegung, die dem Entfernen des Einsatzes aus dem Hohlraum dient, im wesentlichen entgegenwirken. Somit ist die zum Entfernen des Einsatzes 318 aus dem Hohlraum 334 in einer zur Achse "A" aufzubringende Kraft größer als die zum Einsetzen des Einsatzes in den Griff erforderliche Kraft.

Der Schutz 338 wird durch einen Riegel selektiv in der proximalen und distalen Position gehalten, der mindestens eine, vorzugsweise zwei Rillen 350 aufweist, die sich vom distalen Ende 332 zum proximalen Ende 330 des Klingenhalters 320 auf gegenüberliegenden Seiten des Klingenhalters erstrecken. Die Rillen 350 setzen sich in den zweiten Bereich 328 des Griffs 312 fort. Die Rillen 350 weisen jeweils einen distalen Anschlag 352 in dem Klingenhalter 320 und einen proximalen Anschlag 354 im zweiten Bereich 328 auf. Der Schutz 338 umfasst einen freitragenden Bereich 356, der zumindest einen, vorzugsweise zwei einwärts gerichtete Vorsprünge 358 aufweist, die derart bemessen und angeordnet sind, dass sie in die Rillen 350 passen und an den distalen Anschlägen 352 angreifen, wenn der Schutz 338 sich in der distalen Position befindet, und welche an den proximalen Anschlägen 354 angreifen, wenn sich der Schutz 338 in der proximalen Position befindet. Der freitragende Bereich 356 weist eine nach oben ragende Fingerdruckfläche 360 auf, so dass ein zum Auslenken des freitragenden Bereichs 356 nach unten ausreichender Fingerdruck des Arztes die Vorsprünge 358 von einer Gruppe von Anschlägen löst, um es dem Arzt zu ermöglichen, den Schutz 338 selektiv zwischen der proximalen Position und der distalen Position zu bewegen. Wie in den 16 und 18 dargestellt, welche zeigen, wie der erste Bereich 322 in den Hohlraum 334 eingesetzt wird, um den Einsatz 318 an dem Griff 312 und dem Riegel 340 anzubringen, welcher den Schutz 338 in der proximalen Position zu halten, bis der freitragende Bereich 356 ausgelenkt wird, ist ein unbeabsichtigtes Bewegen des Schutzes 338 in die proximale Position im wesentlichen unwahrscheinlich. Ein Bewegen des Schutzes aus der proximalen Position erfordert sowohl ein Auslenken des freitragenden Bereichs 356, um die Vorsprünge 358 von den proximalen Anschlägen 354 zu lösen, als auch ein nachfolgendes proximales Bewegen des Schutzes. Wenn der Griff 312 nicht vorhanden ist, ist selbst wenn der freitragende Bereich 356 ausreichend ausgelenkt wird, um die Vo0rsprünge 358 von den proximalen Anschlägen 354 zu lösen, nichts vorhanden, gegen das gedrückt werden könnte, um den Schutz proximal in bezug auf den Klingenhalter 320 zu bewegen und so den Schutz proximal zu bewegen und die Klinge 336 unbeabsichtigt freizulegen.

Die Rillen 350 haben eine erste Tiefe "a" zwischen dem distalen Ende 332 des Klingenhalters 320 und den distalen Anschlägen 352 und eine zweite Tiefe "b" zwischen den distalen Anschlägen 352 und den proximalen Anschlägen 354, wobei die zweite Tiefe "b" tiefer als die erste Tiefe "a" ist, so dass beim Anbringen des Einsatzes 318 durch Anordnen des proximalen Endes 337 des Schutzes 338 an dem Klingenhalter 320, wobei die einwärts gerichteten Vorsprünge 358 des distalen Endes 332 in den Nuten 350 angeordnet sind, ein proximales axiales Bewegen des Schutzes 338 die einwärts gerichteten Vorsprünge 358 nach innen auslenkt, bis die Vorsprünge den distalen Anschlag 352 erreichen, woraufhin die Vorsprünge 358 die zweite Tiefe "b" erreichen und nicht länger ausgelenkt werden, wodurch sie den Schutz 338 an dem Klingenhalter 320 halten. Wenn der Einsatz 318 nicht an dem Griff 312 angebracht ist, kann ein Auslenken des freitragenden Bereichs 356 nur die Vorsprünge 358 von den distalen Anschlägen 354 lösen, wobei das Bewegen der Vorsprünge zurück in den Bereich der Rillen mit der Tiefe "a" die Verwendung einer Art von Werkzeug erfordern würde, so dass eine unbeabsichtigte distale Bewegung des Schutzes, ein Lösen des Schutzes von dem Klingenhalter und ein unbeabsichtigtes Freilegen der Klinge im wesentlichen verhindert ist.

Der Klingenhalter 320 weist ferner zumindest einen, vorzugsweise zwei Kanäle 362 auf, die sich von dem distalen Ende 332 des Klingenhalters 320 zum zweiten Bereich 328 des Griffs 312 erstrecken, wenn der Einsatz 318 an dem Griff 312 angebracht ist. Der Schutz 338 weist mindestens eine, vorzugsweise zwei Schienen 364 auf, die derart bemessen und positioniert sind, dass sie zusammenwirkend in Kanälen 362 gleiten, um so das Bewegen des Schutzes 338 zwischen der proximalen und der distalen Position zu erleichtern.

Wie in 24 dargestellt, weist der Klingenhalter 320 einen nach außen gerichteten Vorsprung 366 auf, der in eine Öffnung 367 der Klinge 336 passend bemessen und geformt ist, um so die Klinge 336 and dem Klingenhalter zu befestigen. Die Klinge 336 kann sodann fest an dem Klingenhalter 320 durch Heissverprägen oder Klebeverbonden oder eine andere Art der Befestigung angebracht werden, die bekanntermaßen zur Bildung einer derartigen Befestigung ausreicht. Die Erfindung beabsichtigt, dass die Klinge 336 nicht von dem Klingenhalter lösbar ist, ohne den Klingenhalter im wesentlichen unbrauchbar zu machen. Die Klinge 336 ist vorzugsweise durch Heissverprägen fest mit dem Klingenhalter 320 verbunden, um die von Ärzten geforderte feste und im wesentlichen starre Befestigung der Klinge zu erreichen. Bei der Klinge 336 kann es sich um eine Klinge von jeder Größe oder Form handeln, die üblicherweise in chirurgischen Vorgängen verwendet wird, und sie kann aus einem beliebigen für solche Klingen üblicherweise verwendeten Material bestehen. Vorzugsweise besteht die Klinge 336 aus Edelstahl und ist zu einer Feinschnittklinge geschliffen.

Der Klingenhalter 320 kann aus thermoplastischen Materialien wie Polypropylen, Polyethylen, Polycarbonat, Polysulfon, Polyacetal, Polyamid und dergleichen bestehen. Der Schutz 338 kann aus thermoplastischen Materialien wie Polypropylen, Polyethylen, Polycarbonat, Polyacetal, Polyamid und dergleichen bestehen. Für besondere Anwendungszwecke kann der Schutz 338 aus einem im wesentlichen transparenten Material bestehen. Der Griff 312 kann aus einem Material wie maschinell bearbeitetem Metall, geformtem Metallpulver und thermoplastischen oder wärmehärtenden Materialien bestehen. Bei der bevorzugten Anwendung bestehen der Schutz 338 und der Klingenhalter 320 aus thermoplastischen Materialien, wie Polypropylen und Polycarbonat mit einer Edelstahlklinge zur Bildung des Einweg-Einsatzes 318. Der Griff 312 ist vorzugsweise aus maschinell bearbeitetem Metall oder geformtem Metallpulver gebildet, um eine haltbare, wiederverwendbare Vorrichtung zu schaffen, die Ärzten das gleiche "Gefühl" und das gleiche "Gewicht" vermittelt, die sie von den gegenwärtigen wiederverwendbaren Griffen und abnehmbaren Einwegklingen gewohnt sind. Vorzugsweise weist der Griff 312 eine Oberflächenbehandlung auf, die hier als Rändelung 313 dargestellt ist, um den sicheren Halt des Skalpells durch den Arzt zu verbessern. Andere Oberflächenbearbeitungen einschließlich Aufrauhen, Rillen, Riffeln und dergleichen, können für bestimmte Anwendungen bevorzugt werden, und gelten als in den Rahmen der Erfindung fallend.

Vorzugsweise wird der Einsatz 318 mit dem Schutz 338 in der distalen Position, in der die Klinge 336 geschützt ist, in eine in Phantomlinien in 17 gezeigte Verpackung 370 platziert, die aus Materialien gebildet ist, die im wesentlichen für Mikroorganismen undurchlässig sind, und die Verpackung 370 wird versiegelt. Vorzugsweise wird die versiegelte Verpackung 370 sodann Bedingungen ausgesetzt, die jegliche Mikroorganismen in der Packung im wesentlichen unschädlich machen. Die verpackten Einsätze können sodann als "steril" gelten, bis sie Verpackung zum Bestücken des wiederverwendbaren Griffs geöffnet wird. Vorzugsweise werden die Griffe einem Reinigungs- und Sterilisationsvorgang durch den Arzt unterzogen, bevor sie mit dem Einsatz bestückt werden. Geeignete Materialien zur Herstellung der Verpackung 370 umfassen, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein, Papier, Vliesmaterialien, wie spunbonded Polyolefin und dergleichen, Polymerfolien, Metallfolien und Verbundstoffe aus diesen Materialein. Geeignete Verfahren zum Abtöten von Mikroorganismen in der Verpackung 370 umfassen, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein, das Einwirkenlassen chemischer Mittel wie Ethylenoxid, gasförmiges Wasserstoffperoxid und dergleichen, ionisierende Strahlung, wie Gammastrahlung aus Co60, Elektronenstrahlstrahlung, trockene Hitze und Dampfsterilisation. Bei der Auswahl der Materialien zur Herstellung des Skalpells 310 und der Verpackung 370 sollte die Verträglichkeit des Sterilisationsverfahrens für das jeweilige Material beachtet werden.

Ein Verfahren zur Benutzung des Skalpells 310 umfasst das Öffnen der Verpackung 370, um das proximale Ende 319 des Einsatzes 318 freizulegen. Der Griff 312 wird sodann an den Einsatz angesetzt und anschließend aus der Verpackung entfernt. Je nach der Wahl des individuellen Arztes oder den Gebrauchsvorschriften des Instituts kann das Skalpell 310 dem Arzt mit dem in distaler Position befindlichen Schutz 338 gereicht werden, wenn es aus der Verpackung 370 entnommen wird. Wenn der Arzt das Skalpell 310 entgegennimmt, bringt er Fingerdruck auf die Druckfläche 360 auf, um die Ansätze 358 von den distalen Anschlägen 352 zu lösen und den Schutz 338 in die proximale Position zurückzuziehen, so dass die Klinge 336 für den gewünschten Vorgang freigelegt ist. Nachdem der Arzt den Vorgang abgeschlossen hat, bringt der Arzt Fingerdruck auf die Druckfläche 360 auf, um die Ansätze 358 von den proximalen Anschlägen 354 zu lösen und den Schutz 338 in die distale Position zurückzustellen und das Skalpell 310 an das Hilfspersonal weiterzugeben, wobei die Klinge 336 vor unbeabsichtigtem Freiliegen geschützt ist. Mit dem Schutz 338 in der distalen Position kann das Hilfspersonal anschließend den Einsatz 318 aus dem Griff 312 entnehmen und nach den Vorschriften der Einrichtung entsorgen. Der Griff 312 kann anschließend nach den Vorschriften der Einrichtung gereinigt und sterilisiert werden und zur weiteren Verwendung zurückgegeben werden.

Eine Alternative für besondere Anwendungen ist das Bilden eines Griffs 312 aus ähnlichen Materialien wie der Klingenhalter 320, das Befestigen des Einsatzes 318 an dem Griff 312, das Abschließen des gewünschten Vorgangs, und das anschließende Entsorgen des gesamten Skalpells 310 nach dem Abschluss des Vorgangs.

Die 2536C zeigen ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Skalpells 410, das einen langgestreckten Griff 412 aufweist, der eine Längsachse "A" bildet und ein proximales Ende 414 und ein distales Ende 416 aufweist. Das Skalpell 410 weist ferner einen Einsatz 418 auf, der abnehmbar an dem Griff 412 angebracht ist. Der Einsatz 418 weist einen Klingenhalter 420 mit einem proximalen Ende 422 und einem distalen Ende 424 mit einer fest angebrachten Klinge 426 auf, die derart angeordnet ist, dass die Klinge 426 distal nach außen ragt, wenn der Einsatz 418 an dem Griff 412 angebracht ist. Der Einsatz 418 weist ferner einen Schutz 430 auf, der lösbar gleitend verschiebbar an dem Klingenhalter 420 zwischen einer am besten in 28 zu erkennenden distalen Position, in welcher der Schutz 430 einen unbeabsichtigten Zugriff auf die Klinge 426 im wesentlichen verhindert, und einer am besten in 29 dargestellten proximalen Position, in welcher der Schutz 430 im wesentlichen einen Teil des Griffs 412 umgibt und die Klinge 426 für den Gebrauch frei liegt. Der Einsatz 418 ist lösbar an dem Griff 412 anbringbar. Darüber hinaus ist der Schutz 430 im wesentlichen nicht in bezug auf den Klingenhalter 420 bewegbar, es sei denn, der Einsatz 418 ist an dem Griff 412 angebracht.

Der Schutz 430 weist einen freitragenden Bereich 432 mit einem Fingerbetätigungsbereich 434 auf, der von einer Oberseite 435 des Schutzes nach oben ragt. Wenn der Einsatz 418 an dem Griff 412 angebracht ist, kann der Arzt Fingerdruck auf den Fingerbetätigungsbereich 434 in einem Maße aufbringen, das ausreicht, um den freitragenden Bereich 432 nach unten auszulenken und den Schutz 430 zur Bewegung zwischen der proximalen Position und der distalen Position freizugeben. Das Skalpell 410 weist eine Nut 435 auf, die sich von dem distalen Ende 438 des Klingenhalters 420 zu dem proximalen Ende 440 des Griffs 412 auf einer Seite des Skalpells erstreckt. Vorzugsweise weist das Skalpell 410 eine Nut 436 sowohl auf einer ersten Seite 437, als auch auf einer zweiten Seite 439 auf, wobei deren jeweilige distale Enden 438 am Klingenhalter 420 und deren jeweilige proximale Enden 440 am Griff 412 angeordnet sind. Der freitragende Bereich 432 weist ferner mindestens einen Vorsprung 442, vorzugsweise zwei Vorsprünge 442, auf, die zum Eingreifen in jede der Nuten 436 angeordnet sind. Jedes Ende der Nut 436 ist eine aufwärts gerichtete Erweiterung, die zum Angreifen an den Vorsprüngen 442 angeordnet ist, wenn der Schutz 430 in der proximalen oder der distalen Position angeordnet ist. Wenn die Vorsprünge 442 in den Enden eingreifen, ist der Schutz 430 im wesentlichen an einer Bewegung gehindert. Wenn der Arzt ausreichend nach unten gerichtete Kraft auf den Fingerdruckbereich 434 aufbringt, um den freitragenden Bereich 432 auszulenken, greifen die Vorsprünge 442 nicht länger in die nach oben gerichteten Erweiterungen der Enden ein, wodurch der Arzt den Schutz 430 selektiv nach Wunsch zwischen der proximalen und der distalen Position bewegen kann. Die Vorsprünge 442 laufen in den Nuten 436, um den Schutz 430 während der Bewegung zwischen den Positionen zu stabilisieren, und wenn ein Ende erreicht ist, dienen die Vorsprünge 442 vorzugsweise dazu, dem Arzt ein fühlbares "Einschnappen" zu vermitteln, wenn die Vorsprünge in die Erweiterungen eingreifen, und es dem freitragenden Bereich 432 zu ermöglichen, in die Ruheposition zurückzukehren, um den Arzt bei der Erkennung des Abschlusses der gewünschten Bewegung des Schutzes zu unterstützen.

Der Einsatz 418 wird vorzugsweise in einer Verpackung 446 versiegelt geliefert, welche in 27 in Phantomlinien dargestellt ist und aus Materialien besteht, die im wesentlichen für Mikroorganismen undurchdringlich sind, und Bedingungen ausgesetzt, die jegliche Mikroorganismen in der Verpackung 446 im wesentlichen abtöten. Geeignete Materialien zur Bildung der Verpackung 446 umfassen, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein, Papier, Polymerfolien, Vlies, Metallfolien und Kombinationen aus diesen Materialien. Geeignete Bedingungen, um Mikroorganismen abzutöten, umfassen, ohne darauf beschränkt zu sein, chemische Mittel wie Ethylenoxid und gasförmiges Wasserstoffperoxid, ionisierende Strahlung wie Gamma-, Elektronenstrahl-, Ultraviolettstrahlung und dergleichen.

Der Einsatz 418 wird separat geliefert und umfasst die Klinge 426, die vorzugsweise aus einem Material wie Edelstahl, Karbonstahl oder einem Keramikmaterial besteht, das für die Bildung einer scharfen Schneidklinge geeignet ist. Der Schutz 430 ist im wesentlichen nicht in bezug auf den Klingenhalter 420 bewegbar, es sei denn, der Einsatz 418 ist in korrekter Weise vollständig an dem Griff 412 angebracht und der das Skalpell handhabende Arzt bewegt den Schutz absichtlich. Der Arzt und das Servicepersonal sind auf diese Weise im wesentlichen vor einem unbeabsichtigten Freilegen der Klinge während des Anbringens des Einsatzes an dem Griff, während der Handhabung zur Vorbereitung vor oder im Anschluss an einen Vorgang, oder während des Säuberns und Entsorgens eines Einsatzes nach dem Entfernen von dem Griff geschützt.

Der Schutz 430 weist vorzugsweise einen auslenkbaren Ansatz 450 auf, der am besten in den 27, 28, 32 und 32A zu erkennen ist, mit einem einwärts vorstehenden Vorsprung 452, der zum Angreifen an einem Sitz 454 im Klingenhalter 420 angeordnet ist. Der Sitz 454 ist am besten in den 26, 33 und 35B zu erkennen. Während der anfänglichen Montage des Einsatzes 418 wird die bevorzugte Klinge 426 mit der Öffnung 456 fest an einem nach außen gerichteten Vorsprung 458 an dem Klingenhalter 420 angebracht, indem die Öffnung 456 über den Vorsprung 458 gesetzt wird, so dass die Klinge 426 in bezug auf den Klingenhalter 420 im wesentlichen starr ist. In geeigneter Weise an dem Klingenhalter 420 befestigte Ansätze der Klinge 426 werden durch Wärmekontaktnieten des Vorsprungs in die Öffnung, Verkleben oder dergleichen gebildet. Der Schutz 430 weist ein proximales Ende 460 und ein distales Ende 462 auf. Die Montage umfasst sodann das im wesentlichen axiale Ausrichten des proximalen Endes 460 des Schutzes auf das distale Ende 424 des Klingenhalters und das proximale Vorschieben des Schutzes auf den Klingenhalter zur Bildung des Edinsatzes, wie in 25 dargestellt. Wie am besten in den 35A, 35B, 35C und 35D dargestellt, haben die Nuten 436 eine erste Tiefe "a" zwischen den distalen Enden 438 an dem Klingenhalter und eine zweite Tiefe "b" zwischen den distalen Enden 438 und dem distalen Ende 424 des Klingenhalters. Die zweite Tiefe "b" ist geringer als die erste Tiefe "a", so dass an der Schnittstelle der Tiefen "a" und "b" eine Schulter 464 gebildet ist. Während der Schutz 430 proximal auf den Klingenhalter 420 geschoben wird, greifen die Ansätze 442 in die Nuten 436 bei der zweiten Tiefe "b" ein und lenken aus. Beim weiteren proximalen Aufschieben des Schutzes 430 auf den Klingenhalter greifen die Vorsprünge 442 in die tiefere erste Tiefe "a" an den distalen Enden 438 ein und werden durch die Schulter 464 im wesentlichen an der Rückkehr in den Bereich der zweiten Tiefe "b" gehindert, wodurch eine distale Bewegung des Schutzes 430 in bezug auf den Klingenhalter 420 im wesentlichen verhindert ist. Der Ansatz 450 mit dem einwärts ragenden Vorsprung 452 ist derart angeordnet, dass er an dem Sitz 454 in dem Klingenhalter 420 angreift, wenn die Vorsprünge 442 sich in den distalen Enden 438 befinden, wodurch eine weitere Bewegung des Schutzes 430 in bezug auf den Klingenhalter 420 im wesentlichen verhindert ist, bis der Einsatz 418 an dem Griff 412 angebracht ist.

Vorzugsweise ist der Schutz 430 an einer Bewegung hinsichtlich des Klingenhalters 420 während des Anbringens des Einsatzes 418 an dem Griff 412 gehindert, selbst wenn der Arzt unbeabsichtigt ausreichend Druck auf die Fingerbetätigungsfläche 434 aufbringt, um den freitragenden Bereich 432 auszulenken. Das proximale Ende 414 des Griffs 412 ist vorzugsweise so angeordnet, dass es mindestens an einem der Vorsprünge 442 angreift, während der Einsatz 418 proximal auf den Griff 412 bewegt wird, wenn der freitragende Bereich 432 nach unten ausgelenkt wird. Wenn der Arzt unbeabsichtigt Druck auf die Fingerbetätigungsfläche 434 aufbringt, nachdem der Einsatz 418 teilweise korrekt auf den Griff 412 aufgeschoben ist, weist der vorzugsweise Griff 412 zusätzlich eine Ausnehmung 466 auf, die auf der Oberseite 467 des Griffs 412 angeordnet ist, um an wenigstens einem der Vorsprünge 442 anzugreifen, um als falscher Anschlag zu wirken, und im wesentlichen ein weiteres Aufschieben des Einsatzes 418 auf den Griff 412 zu verhindern.

Wenn der Einsatz 418 voll auf dem Griff 412 aufgesetzt ist, ist vorzugsweise ein distaler Vorsprung 478 an dem Griff 412 mit einer abgeschrägten Fläche 470 derart angeordnet, dass er an dem Ansatz 450 angreift und den nach innen ragenden Vorsprung 452 von dem Sitz 454 am Klingenhalter 420 löst, wodurch der Schutz 430 in bezug auf den Klingenhalter 420 bewegbar ist, wenn der Arzt absichtlich ausreichend Druck auf die Fingerbetätigungsfläche 434 aufbringt, um den freitragenden Bereich 432 nach unten zu bewegen. Vorzugsweise ist der distale Vorsprung 478 durch eine Rippe 479 auf einer Seite versteift.

Der Einsatz 418 wird lösbar an dem Griff 412 angebracht, indem er an einem nach unten weisenden Vorsprung 480 an dem Griff 412 mit einer Tasche 482 an einem flexiblen Trägerbereich 484 angreift, der proximal von dem Klingenhalter 420 absteht, wie am besten in den 25, 26, 30, 31 und 32A zu erkennen. Um den Einsatz 418 von dem Griff 412 zu entfernen, wird der Einsatz 418 distal von dem Griff 412 bewegt. Vorzugsweise umgibt der Schutz 430 im wesentlichen den Klingenhalter 420 und verhindert im wesentlichen einen unbeabsichtigten Zugriff auf die Klinge 426, wenn sich der Schutz 430 in der distalen Position befindet, wie am besten in 28 zu erkennen. Befindet sich der Schutz 430 in der proximalen Position, wie am besten in 29 zu erkennen, ist die Klinge 426 zum Gebrauch freigelegt, die Vorsprünge 442 sind in den proximalen Enden 440 angeordnet, und der Schutz 430 umgibt zumindest einen Teil des Griffs 412. Da der Schutz 430 im wesentlichen zumindest einen Teil des Griffs umgibt, wenn er sich in der proximalen Position befindet, wird der Träger 484 durch den Schutz im wesentlichen an einem Biegen nach unten gehindert, welches den Vorsprung 480 aus der Tasche 482 lösen würde, wodurch das Abnehmen des Einsatzes 418 von dem Griff 412 im wesentlichen verhindert ist, wenn die Klinge frei liegt. Wenn darüber hinaus ein Arzt unbeabsichtigterweise distale Kraft in dem Versuch aufbringt, den Schutz in die distale Position zu bewegen, verhindert das Vorhandensein der Vorsprünge 442 in den proximalen Enden 440 im wesentlichen die Bewegung des Schutzes 430 in die distale Position. Um den Schutz 430 in die distale Position zu bewegen, muss der Arzt ausreichend Kraft auf die Fingerbetätigungsfläche 434 aufbringen, um den freitragenden Bereich 432 auszulenken und die Vorsprüngen 442 von den proximalen Enden 440 zu trennen. Wenn ein Arzt den Schutz 430 greift und versucht, den Einsatz 418 von dem Griff 412 zu entfernen, nachdem der Schutz 430 aus der proximalen Position gelöst ist, jedoch bevor der Schutz 430 vollständig in der distalen Position sitzt und die Klinge 426 im wesentlichen vor einem unbeabsichtigter. Zugriff geschützt ist, verhindert der Schutz 430 im wesentlichen das Lösen der Tasche 482 von dem Vorsprung 480, bis der Schutz distal vorgeschoben wird, um im wesentlichen die Klinge 426 vor unbeabsichtigtem Zugriff zu schützen. Wenn der Griff 412 von dem Einsatz 418 getrennt wird, wird der Vorsprung 478 von dem Ansatz 450 gelöst, wodurch der Vorsprung 452 an dem Sitz 454 angreifen kann und im wesentlichen die Bewegung des Schutzes 430 in bezug auf den Klingenhalter 420 verhindert.

Vorzugsweise weist der Schutz 430 nach innen ragende Schienen 486 auf, die zum gleitenden Eingriff in entsprechend geformte Schlitze 488 auf beiden Seiten des Klingenhalters 420 und des Griffs 412 vorgesehen sind, um dem Schutz 430 während der Bewegung zwischen der proximalen und der distalen Position Stabilität zu vermitteln und die gesamte Steifigkeit und das Gefühl des Skalpells 410 in der Hand des Arztes zu verbessern.

Der Klingenhalter 420 kann aus Materialien wie Polymerharzen oder aus Metallmaterialien bestehen. Vorzugsweise ist der Klingenhalter 420 aus thermoplastischen Materialien wie Polypropylen, Polyethylen, Polycarbonat, Polysulfon, Polyacetal, Polyamid und dergleichen gebildet. Der Schutz 430 kann aus thermoplastischen Materialien wie Polypropylen, Polyethylen, Polycarbonat, Polyacetal, Polyamid und dergleichen bestehen. Für spezielle Anwendungen kann das zur Bildung des Schutzes 430 verwendete Material im wesentlichen transparent sein. Der Griff 412 kann aus thermoplastischen Materialien wie Polyethylen, Polycarbonat, Polysulfon, Polypropylen, Polyacetal, Polyamid und dergleichen bestehen. Vorzugsweise ist der Griff 412 aus Metallmaterial gebildet, wie beispielsweise geformtes Metallpulver oder maschinell bearbeitetes Metall. Vorzugsweise werden die Materialien so gewählt, dass dem Skalpell 410 eine im wesentlichen starre Struktur vermittelt wird, die Materialien mit den meisten Sterilisierungsverfahren kompatibel sind, und Ärzten ein Skalpell zur Verfügung stellen, dass ein ähnliches "Gefühl" und eine ähnliche "Balance" hat wie gegenwärtig verwendete Einwegvorrichtungen oder Vorrichtungen mit wiederverwendbarem Griff, an welchen ungeschützte Einwegklingen angebracht und von diesen abgenommen werden sollen.

Im normalen Gebrauch erhalten Ärzte den Einsatz 418 in der Packung 445 versiegelt. Ein Verfahren zum Zusammensetzen des Skalpells 410 umfasst das Öffnen der Verpackung 446 zum Freilegen des Einsatzes 418 und das Positionieren des Einsatzes derart, dass das proximale Ende 422 des Klingenhalters im wesentlichen axial mit dem distalen Ende des Griffs 412 ausgerichtet ist. Der Arzt schiebt sodann den Einsatz proximal auf den Griff, bis er vollständig auf diesem sitzt. Zu diesem Zeitpunkt kann der Arzt Fingerdruck auf die Fingerbetätigungsfläche aufbringen, um den freitragenden Bereich auszulenken und den Schutz zur Bewegung von der distalen Position in die proximate Position zu lösen, so dass die Klinge zum Gebrauch frei liegt. Nach Abschluss der Verwendung der Klinge löst der Arzt den Schutz aus der proximalen Position durch Fingerdruck und bewegt des Schutz 430 in die distale Position, Der Arzt ergreift sodann den Schutz, bringt distale Kraft auf und entfernt den Einsatz von dem Griff zur Entsorgung gemäß den Entsorgungsvorschriften des Instituts.

Das erfindungsgemäße Skalpell bietet Ärzten ein Skalpell, welches das "Gefühl" und die "Lage in der Hand" von herkömmlichen wiederverwendbaren Skalpellen vermittelt, während es gleichzeitig sowohl dem Arzt, als auch dem Hilfspersonal eine geschützte Klinge bietet, deren unbeabsichtigtes Freilegen unwahrscheinlich ist. Der entfernbare Einsatz ermöglicht die Verwendung einer sterilen scharfen Klinge für den Vorgang und ermöglicht im wesentlichen das Schützen der Klinge vor unbeabsichtigtem Freilegen, sowohl während der Vorbereitung des Vorgangs, als auch nach dem Vorgang.


Anspruch[de]
Chirurgisches Skalpell mit:

einem länglichen Griff (412), der eine Längsachse (A) bildet und ein proximales Ende (414) und ein distales Ende (416) aufweist;

einem lösbar an dem Griff (412) angebrachten Einsatz (418), wobei der Einsatz einen Klingenhalter (420) mit einem proximalen Ende und einem distalen Ende aufweist;

einer Klinge (426), die fest an dem Klingenhalter (420) angebracht und so angeordnet ist, dass die Klinge distal nach außen vorsteht, wenn der Einsatz (418) an dem Griff (412) angebracht ist;

wobei der Einsatz (418) einen Schutz (430) aufweist, der gleitend verschiebbar an dem Klingenhalter (420) angeracht ist, wobei der Schutz zwischen einer distalen Position, in welcher der Schutz im wesentlichen einen unbeabsichtigten Zugriff auf die Klinge verhindert, und einer proximalen Position gleitend verschiebbar ist, in welcher der Schutz im wesentlichen einen Bereich des Griffs umschließt und die Klinge zum Gebrauch frei liegt, wobei der Einsatz (418) ferner Einrichtungen (452, 454) zum lösbaren Befestigen des Einsatzes an dem Griff (412) aufweist,

dadurch gekennzeichnet, dass

ein Vorsprung (478) an dem Griff (412) und ein Ansatz (450) an dem Schutz (430) vorgesehen sind, welche den Griff (412) an dem Einsatz (418) derart befestigen, dass im wesentlichen das Bewegen des Schutzes in bezug auf den Klingenhalter verhindert wird, wenn der Einsatz (418) nicht an dem Griff angebracht ist, wobei die Verhinderungseinrichtungen einen Ansatz (452) an dem Schutz (430) und einen Sitz (454) an dem Klingenhalter (420) umfassen, welche zusammengreifen, wenn der Vorsprung und der Ansatz voneinander gelöst sind, wodurch das Bewegen des Schutzes (430) in bezug auf den Klingenhalter (420) verhindert ist.
Chirurgisches Skalpell nach Anspruch 1, bei dem die Einrichtungen zum Verhindern des Bewegens des Schutzes von der distalen Position in die proximale Position einen freitragenden Bereich (432) an dem Schutz (430) umfassen, wobei der freitragende Bereich einen von der Oberseite (435) des Schutzes (430) aufragenden Fingerbetätigungsabschnitt (434) aufweist. Chirurgisches Skalpell nach Anspruch 2, bei dem die Einrichtungen zum Verhindern des Bewegens des Schutzes in bezug auf den Klingenhalter Einrichtungen (438, 440, 442) zum Verhindern des Bewegens des Schutzes aus der distalen Position in die proximate Position umfassen, wobei der Klingenhalter (420) und der Griff (412) mindestens eine Nut (436) mit einem distalen Ende (438) an dem Klingenhalter (420) und einem proximalen Ende (440) an dem Griff (412) aufweist, wobei sich die Nut (436) proximal von dem Klingenhalter in zumindest einen distalen Bereich des Griffs erstreckt, wobei die mindestens eine Nut (436) an dem distalen Ende (438) und an dem proximalen Ende (440) nach oben erweitert ist. Chirurgisches Skalpell nach Anspruch 3, bei dem die Einrichtungen zum Verhindern des Bewegens des Schutzes zwischen der distalen Position und der proximalen Position ferner mindestens einen nach innen vorstehenden Ansatz (442) umfassen, der an dem freitragenden Bereich (432) zum Eingreifen in die Nut (436) vorgesehen ist, wobei der Ansatz (442) in das distale Ende ragt, wenn sich der Schutz in der distalen Position befindet, wobei der Ansatz in das proximale Ende (438) ragt, wenn sich der Schutz (430) in der proximalen Position befindet, wodurch der Schutz normalerweise verriegelt ist, bis der freitragende Bereich (432) des Schutzes niedergedrückt ist, so dass das gleitende Bewegen des Schutzes zwischen der proximalen Position und der distalen Position im wesentlichen verhindert ist. Chirurgisches Skalpell nach Anspruch 4, bei dem der von einem Arzt auf den Fingerbetätigungsabschnitt aufgebrachte nach unten wirkende Fingerdruck, der zum Niederdrücken des freitragenden Bereichs (432) ausreicht, den Ansatz (442) aus einer der Verbreiterungen an den Enden (438, 440) der Nut (436) in die Nut zu verschieben, wodurch das Bewegen des Schutzes (430) zwischen der proximalen und der distalen Position möglich ist. Skalpell nach Anspruch 4, bei dem die Einrichtungen zum Verhindern des Bewegens des Schutzes zwischen der distalen Position und der proximalen Position ferner eine erste Nut (436) auf einer ersten Seite des Klingenhalters (420) und des Griffs (412) und eine zweite Nut auf einer zweiten Seite des Klingenhalters und des Griffs umfassen, und wobei der freitragende Bereich (432) ferner einen ersten Ansatz (442) zum Zusammenwirken mit der ersten Nut und einen zweiten Ansatz (442) zum Zusammenwirken mit der zweiten Nut aufweist. Skalpell nach Anspruch 4, ferner mit Einrichtungen (416, 442), welche im wesentlichen das Anbringen des Einsatzes (418) an dem Griff (412) verhindern, wenn der freitragende Bereich (432) niedergedrückt ist, wodurch im wesentlichen ein unbeabsichtigtes Freilegen der Klinge (426) während des Anbringens des Einsatzes an dem Griff verhindert ist. Skalpell nach Anspruch 7, bei dem die Einrichtungen (416, 442), welche im wesentlichen das Anbringen des Einsatzes an dem Griff bei nach unten ausgelenktem freitragendem Bereich des Schutzes verhindern, das distale Ende (416) des Griffs (412) umfassen, welches zum Angreifen an dem mindestens einen Ansatz (442) des freitragenden Bereichs angeordnet ist, wenn der freitragende Bereich (432) des Schutzes niedergedrückt und der Einsatz (418) an dem Griff (412) angebracht ist, wodurch das Anbringen des Einsatzes an dem Griff im wesentlichen verhindert ist. Skalpell nach Anspruch 4, ferner mit Einrichtungen (442, 466), welche das Bewegen des Schutzes (430) in bezug auf den Klingenhalter (420) während des Anbringen des Einsatzes (418) and dem Griff (412) im wesentlichen verhindern, wenn der Einsatz teilweise korrekt an dem Griff angebracht und der freitragende Bereich (432) niedergedrückt ist. Skalpell nach Anspruch 9, bei dem die Einrichtungen, welche bei teilweise korrekt angebrachtem Einsatz (418) und niedergedrücktem freitragendem Bereich (432) das Bewegen des Schutzes im wesentlichen verhindern, eine distal der Nut in dem Griff ausgebildete Ausnehmung (466) umfassen, welche als falscher Anschlag dient und an dem Ansatz (442) des freitragenden Bereichs (432) angreift, wenn der freitragende Bereich niedergedrückt ist, um im wesentlichen das proximate Bewegen des Schutzes (430) zu verhindern, bevor der Einsatz (418) vollständig an dem Griff (412) angebracht ist, und um so das vollständige Anbringen des Einsatzes an dem Griff und das Bewegen des Schutzes aus der distalen Position in die proximale Position zu verhindern, bis das Niederdrücken des freitragenden Bereichs (432) endet.






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