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Dokumentenidentifikation DE10150513B4 27.12.2007
Titel Blendenvorrichtung für ein Objektiv einer Fernsehüberwachungskamera
Anmelder Pentax Corp., Tokyo, JP
Erfinder Hashimoto, Takaaki, Tokyo, JP
Vertreter Schaumburg, Thoenes, Thurn, Landskron, 81679 München
DE-Anmeldedatum 12.10.2001
DE-Aktenzeichen 10150513
Offenlegungstag 20.06.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.12.2007
IPC-Hauptklasse H04N 5/238(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G03B 11/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   G03B 9/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   H04N 5/225(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Blendenvorrichtung für ein Objektiv einer Fernsehkamera, insbesondere einer für nicht-öffentliches Kabelfernsehen bestimmten Kamera, die als Überwachungskamera verwendet wird und ein optisches Filter wie ein Infrarotlicht absorbierendes Filter enthält. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Blendenvorrichtung für das Objektiv einer solchen Kamera, die im Bereich sichtbaren Lichtes, also etwa von 400 bis 700 nm, bis zum nahen Infrarotbereich, also etwa 700 bis 1000 nm, einsetzbar ist.

Aus dem Stand der Technik ist eine CCTV-Überwachungskamera bekannt, bei der tagsüber ein Bild mit sichtbarem Licht auf einer in einem Kamerakörper vorgesehenen Farb-CCD und in der Nacht auf derselben Farb-CCD ein Bild mit Licht erzeugt wird, das aus dem nahen Infrarotbereich ohne sichtbares Licht stammt. Die Abkürzung "CCTV" steht hierbei für "closed-circuit television", also für nichtöffentliches Kabelfernsehen oder Betriebsfernsehen. In einer solchen CCTV-Überwachungskamera ist während der tagsüber vorgenommenen Bilderzeugung ein im nahen Infrarotbereich lichtabsorbierendes Filter vor der CCD in dem Kamerakörper oder dem Objektivtubus angeordnet, so dass eine Farbbildaufnahme nur für Licht vorgenommen wird, das im sichtbaren Bereich liegt. Während der in der Nacht vorgenommenen Bilderzeugung ist dieses Filter von der CCD zurückgezogen, so dass eine Monochrombilderzeugung sowohl für Licht im sichtbaren Bereich als auch im Infrarotbereich vorgenommen wird.

Die 9A und 9B zeigen funktionswichtige Elemente einer herkömmlichen CCTV-Überwachungskamera, die ein Infrarotlicht absorbierendes Filter enthält. Die CCTV-Überwachungskamera hat einen Kamerakörper 10' und einen Objektivtubus 18', der vorne am Kamerakörper 10' befestigt ist. Der Kamerakörper 10' enthält ein Infrarotlicht absorbierendes Filter 22'. In 9A ist das Filter 22' auf einer optischen Achse L eines Kameraobjektivs vor einer CCD 11 angeordnet, während es in 9B von der CCD 11 und der optischen Achse L zurückgezogen ist. Das in den Objektivtubus 18' eintretende Licht gelangt in den Kamerakörper 10' und durch das Filter 22' auf die CCD 11, um in dem in 9A dargestellten Zustand als Bild auf einem nicht gezeigten Überwachungsschirm dargestellt zu werden. Dagegen fällt in dem in 9B dargestellten Zustand das in den Objektivtubus 18' und den Kamerakörper 10' gelangende Licht direkt auf die CCD 11, ohne durch das Filter 22' zu treten, um auf dem Überwachungsschirm als Bild dargestellt zu werden. Ein Antriebselement 24, z.B. ein Galvanometer-Antriebselement, steuert eine in dem Objektivtubus 18' vorgesehene Blendenvorrichtung 21' so an, dass die Blendenöffnung der Blendenvorrichtung 21' eingestellt wird. Das Filter 22' wird über ein weiteres in dem Kamerakörper 10' angeordnetes Antriebselement 25', z.B. einen Motor, in den vor der CCD 11 auf der optischen Achse L liegenden Strahlengang eingeführt oder aus diesem zurückgezogen, wie die 9A und 9B zeigen.

Da der Kamerakörper der CCTV-Überwachungskamera, bei der Kamerakörper und Objektivtubus einstückig miteinander ausgebildet sind, im allgemeinen klein ist, bereitet es Schwierigkeiten, eine Antriebseinheit für das Filter, das das im nahen Infrarotbereich liegende Licht absorbiert, in dem Kamerakörper unterzubringen.

Aus dem Stand der Technik ist eine herkömmliche Blendenvorrichtung bekannt, bei der ein ND-Filter auf eine Blendenlamelle geklebt ist, um zur Ausweitung des zu steuernden Lichtmengenbereichs während der nächtlichen Bilderzeugung, d.h. in der Zeit, in der das Filter 22' von der CCD zurückgezogen ist, an der von der Blende gebildeten Blendenöffnung positioniert zu werden. Jedoch ist die Durchlässigkeit eines herkömmlichen ND-Filters für Infrarotlicht im allgemeinen hoch. 10 zeigt beispielhaft die spektrale Charakteristik eines solchen herkömmlichen ND-Filters. Während der Monochrombilderzeugung kann dieser ND-Filtertyp nicht die gesamte einfallende Lichtmenge einschließlich des sichtbaren und des infraroten Lichtes angemessen steuern, und die Durchlässigkeit für Infrarotlicht wird größer als die für sichtbares Licht. Infolgedessen erscheint ein Teil des Objektes, der ein hohes Reflexionsvermögen für Infrarotlicht hat, so hell, dass das Bild dieses Teils auf dem Überwachungsschirm nur schwer zu sehen ist.

Aus der US 5764292 A ist eine Blendenvorrichtung für ein Bildaufnahmegerät bekannt, die eine Blende, einen Blendenantrieb zum Einstellen der Größe der von der Blende gebildeten Blendenöffnung und ein ND-Filter aufweist. Die Blende umfaßt eine Blendenlamelle, auf der das ND-Filter fest montiert ist.

In der DE 3226807 A1 ist eine Blendenvorrichtung für ein Kameraobjektiv beschrieben, die eine aus zwei Blendenlamellen bestehende Blende und ein ND-Filter aufweist. Die beiden Blendenlamellen und das ND-Filter sind auf einer Seite einer Zwischenwand angeordnet. Dabei ist das ND-Filter an einem Träger befestigt, der mit einem Kupplungsschlitz versehen ist. In den Kupplungsschlitz greift ein Kupplungsstift mitnehmend ein, der auf einem Blendenflügel angeordnet ist, dessen freies Ende eine der Blendenlamellen bildet. Diese Blendenlamelle ist über den Kupplungsstift mit dem ND-Filter unmittelbar gekoppelt, um dieses in Abhängigkeit von der Winkelstellung des zugehörigen Blendenflügels und damit in Abhängigkeit der durch die beiden Blendenlamellen gebildeten Blendenöffnung zu verstellen.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine kleine und kompakte Blendenvorrichtung für das Objektiv einer CCTV-Überwachungskamera anzugeben. Eine weitere Aufgabe der Erfindung liegt darin, eine Blendenvorrichtung für eine solche Kamera anzugeben, mit der nicht nur die eine Bildaufnahmevorrichtung der Fernsehkamera erreichende Menge an sichtbarem Licht, sondern auch die dieselbe Bildaufnahmevorrichtung erreichende Menge an infrarotem Licht während der nächtlichen Bilderzeugung angemessen gesteuert werden kann.

Die Erfindung löst die vorstehend genannten Aufgaben durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den jeweiligen Unteransprüchen sowie der folgenden Beschreibung angegeben.

Die Erfindung wird im Folgenden an Hand der Figuren näher erläutert. Darin zeigen:

1A eine schematische Darstellung einer CCTV-Überwachungskamera, die eine Blendenvorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel enthält, mit nur den grundlegenden Elementen der Kamera bei in den Strahlengang eingeführtem Infrarotfilter,

1B eine Darstellung entsprechend der nach 1A mit den grundlegenden Elementen der Kamera bei aus dem Strahlengang herausgezogenem Infrarotfilter,

2A eine Draufsicht auf eine von zwei Lamellen der in den 1A und 1B dargestellten Blendenvorrichtung,

2B eine Draufsicht auf die andere Lamelle der in den 1A und 1B dargestellten Blendenvorrichtung,

3A eine Draufsicht auf eine Filterhalteplatte, an der ein Infrarotfilter befestigt ist,

3B eine Draufsicht auf eine Filterhalteplatte, an der ein Infrarotfilter und eine planparallele Platte befestigt sind,

4A eine Vorderansicht einer Grundplatte der in den 1A und 1B dargestellten Blendenvorrichtung,

4B eine Rückansicht der in 4A gezeigten Grundplatte,

4C eine Seitenansicht der in 4A gezeigten Grundplatte,

5 eine Vorderansicht der in 4A gezeigten Grundplatte, an der die beiden in den 2A und 2B gezeigten Lamellen sowie die in 3A gezeigte Filterhalteplatte angebracht sind,

6 eine Rückansicht der in 4A gezeigten Grundplatte, an der die beiden in den 2A und 2B gezeigten Lamellen sowie die in 3A gezeigte Filterhalteplatte angeordnet sind,

7 eine Seitenansicht der in 4A gezeigten Grundplatte, an der die beiden in den 2A und 2B gezeigten Lamellen sowie die in 3A gezeigte Filterhalteplatte angebracht sind,

8 eine Graphen beispielhafter spektraler Durchlasscharakteristiken eines Infrarotfilters und eines ND-Filters, die bei der erfindungsgemäßen Blendenvorrichtung verwendet werden,

9A eine Darstellung entsprechend der nach 1A mit den grundlegenden Elementen einer herkömmlichen CCTV-Überwachungskamera,

9B eine Darstellung entsprechend der nach 1B mit den grundlegenden Elementen der in 9A gezeigten herkömmlichen CCTV-Überwachungskamera, und

10 einen Graphen der spektralen Durchlasscharakteristik eines herkömmlichen ND-Filters.

In den 1A und 1B ist eine CCTV-Überwachungskamera 1 gezeigt, die eine erfindungsgemäße Blendenvorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel enthält. 1A zeigt dabei die Kamera 1 in einem Zustand, in dem ein optisches Infrarotlicht absorbierendes Filter 22, im Folgenden als Infrarotfilter bezeichnet, so in den Strahlengang eingeführt ist, dass es auf der optischen Achse L des Kameraobjektivs liegt. Dagegen zeigt 1B die Kamera 1 in einem Zustand, in dem das Infrarotfilter 22 so aus dem genannten Strahlengang zurückgezogen ist, dass es nicht auf der optischen Achse L liegt.

Die Kamera 1 hat einen Kamerakörper 10 und einen Objektivtubus 18, der einstückig an dem vorderen Ende des Kamerakörpers 10 befestigt ist. Der Kamerakörper 10 enthält eine CCD 11, die als Bildaufnahmevorrichtung dient. Der Objektivtubus 18 enthält nicht gezeigte Kameralinsenelemente und eine Blendeneinheit 20 als Blendenvorrichtung. Die Blendeneinheit 20 enthält eine Blende 21, das Infrarotfilter 22, eine erste Grundplatte 23, ein erstes Galvanometer-Antriebselement (Blendenantrieb) 24 zum Antreiben der Blende 21 sowie ein zweites Galvanometer-Antriebselement (Filterantrieb) zum Antreiben des Infrarotfilters 22.

In 1A fällt das an einem Objekt reflektierte Licht auf ein nicht gezeigtes Objektiv des Objektivtubus 18 und wird über die Blende 21 und das Infrarotfilter 22 als Bild auf einer lichtempfindlichen Fläche der CCD 11 erzeugt. Da in dem in 1A dargestellten Zustand das Infrarotfilter 22 den Infrarotanteil des einfallenden Lichtes nicht durchlässt, trägt nur der im sichtbaren Bereich liegende Lichtanteil zur Bilderzeugung auf der CCD 11 bei. Das so erzeugte Bild wird als Farbbild aufgenommen.

Da im Unterschied dazu in 1B das Infrarotfilter 22 durch das zweite Galvanometer-Antriebselement 25 aus dem Strahlengang L zurückgezogen ist, wird das auf das Objektiv des Objektivtubus 18 treffende Licht nur über die Blende 21 zu einem Bild auf der CCD 11 erzeugt. So fällt nicht nur im sichtbaren Bereich liegendes Licht, sondern auch im Infrarotbereich liegendes Licht auf die CCD 11, um dort das Bild zu erzeugen. Dieses Bild wird als Monochrombild aufgenommen. An der Grundplatte 23 der Blendeneinheit 20 ist eine kreisförmige, in den 4A und 4B gezeigte Öffnung (Bilderzeugungsöffnung) 51 ausgebildet, deren Durchmesser ausreichend groß ist, um das auf das Objektiv des Objektivtubus 18 fallende Licht durchzulassen. Das auf das Objektiv des Objektivtubus 18 fallende Licht erreicht also die lichtempfindliche Fläche der CCD 11 über die kreisförmige Öffnung 51.

Die Blende 21 ist herkömmlicher Art und besteht aus einem Lamellenpaar, nämlich einer ersten Lamelle 30a und einer zweiten Lamelle 30b. Die Lamellen 30a und 30b bestehen jeweils aus einer dünnen Metallplatte. Wie aus den 2A und 2B hervorgeht, unterscheiden sich die Lamellen 30a und 30b in ihrer Form voneinander. Die beiden Lamellen 30a und 30b sind einander überlagert und bilden so eine Öffnung, deren Größe veränderbar ist, indem die beiden Lamellen 30a und 30b relativ zueinander entlang der Grundplatte 23 bewegt werden.

Wie in den 2A und 2B gezeigt, haben die beiden Lamellen 30a und 30b jeweils einen etwa V-förmigen Abschnitt 31a bzw. 31b. Zwei ND-Filter 32a und 32b, die in den 2A und 2B gestrichelt dargestellt und jeweils im Wesentlichen sektorförmig sind, sind mittels eines Klebstoffes an der ersten Lamelle 30a bzw. der zweiten Lamelle 30b so angebracht, dass sie die V-förmigen Abschnitte 31a bzw. 31b abdecken. In dem erläuterten Ausführungsbeispiel ist an beiden Lamellen 30a und 30b jeweils das ND-Filter 32a bzw. 32b befestigt. Es ist jedoch ebenso möglich, dass nur eines der beiden ND-Filter 32a oder 32b an der zugehörigen Lamelle 30a bzw. 30b befestigt ist. Die beiden Lamellen 30a und 30b haben jeweils eine Antriebsarm 33a bzw. 33b, der sich in den 2A und 2B in Bewegungsrichtung der ersten Lamelle 30a bzw. der zweiten Lamelle 30b erstreckt. Die beiden Lamellen 30a und 30b werden von dem ersten Galvanometer-Antriebselement 24 über den jeweiligen Antriebsarm 33a bzw. 33b angetrieben. Die Antriebsarme 33a und 33b haben jeweils an ihrem Ende einen Schlitz 34a bzw. 34b, in den ein zugehöriger Eingriffsstift 24d bzw. 24e des ersten Galvanometer-Antriebselementes 24 eingreift, wie in den 6 und 7 gezeigt ist.

Die 3A und 3B zeigen eine Filterhalteplatte 40 in der Draufsicht, an der das Infrarotfilter 22 befestigt ist.

Die Filterhalteplatte 40 besteht aus einer dünnen Metallplatte und hat einen Antriebsarm 43, der sich in den 3A und 3B nach links erstreckt. Die Filterhalteplatte 40 hat in ihrer Längsrichtung, d.h. in den 3A und 3B in horizontaler Richtung, zwei kreisförmige Öffnungen gleicher Größe, nämlich eine erste Öffnung 41 und eine zweite Öffnung 42. In dem in 3A dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Öffnung 42 ein einfaches Durchgangsloch, an dem kein weiteres Element angebracht ist. Das in 3A gestrichelt dargestellte Infrarotfilter 22 ist so an der Filterhalteplatte 40 befestigt, dass es die erste kreisförmige Öffnung 41 vollständig abdeckt. Das Infrarotfilter 22 hat an jeder seiner vier Seiten einen Vorsprung 22a. Diese vier Vorsprünge 22a können über einen Klebstoff an der Filterhalteplatte 40 angebracht werden, um das Infrarotfilter 22 an der Filterhalteplatte 40 zu befestigen.

Das Ende des Antriebsrahmens 43 ist mit einem Schlitz 44 versehen, in den ein in den 6 und 7 dargestellter Eingriffsstift 25d des zweiten Galvanometer-Antriebselementes 25 eingreift. Die beiden kreisförmigen Öffnungen 41 und 42 haben jeweils einen Durchmesser, der etwa gleich dem der vorstehend unter Bezugnahme auf die 4A und 4B beschriebenen kreisförmigen Öffnungen 51 ist und der maximalen Blendenöffnung, d.h. der maximalen Bilderzeugungsöffnung, der Blendeneinheit 20 entspricht.

Das Infrarotfilter 22 hat beispielsweise eine spektrale Durchlasscharakteristik, wie sie in 8 mit der einfach gepunkteten Linie X dargestellt ist, um Lichtwellenlängen ab etwa 700 nm herauszufiltern. Genauer gesagt, hat das Infrarotfilter 22 für die Lichtwellenlängen, die in dem Bereich von etwa 700 bis 1000 nm, d.h. in dem über den sichtbaren Bereich und den nahen Infrarotbereich hinausreichenden Bereich liegen, eine Durchlässigkeit von etwa 5 % oder weniger. Das Infrarotfilter 22 besteht beispielsweise aus einem bedampften, mehrschichtigen Interferenzfilter.

Dagegen haben die ND-Filter 32a und 32b jeweils eine in 8 durch die durchgezogene Linie Y dargestellte spektrale Durchlasscharakteristik derart, dass die Durchlässigkeit des jeweiligen ND-Filters für Infrarotlicht im Wesentlichen gleich oder kleiner als die für sichtbares Licht ist. Die ND-Filter 32a und 32b bestehen jeweils z.B. aus einer Harzbasis, auf der durch Aufdampfen von Metall Mehrmetallschichten aufgebracht sind. Durch die ND-Filter 32a und 32b, die die durch die durchgezogene Linie Y in 8 angedeutete spektrale Durchlasscharakteristik haben, kann die durchgelassene Lichtmenge während der Farbbilderzeugung zur Tageszeit ohne Verschlechterung der Farbeigenschaften des Farbbildes gesteuert werden, während zugleich in der Monochrombilderzeugung zur Nachtzeit die durchgelassene Lichtmenge gesteuert werden kann, indem die F-Zahl auf eine ausreichende Größe bezogen auf den von der CCD 11 erfassten Infrarotbereich erhöht wird.

Die ND-Filter 32a und 32b können jeweils eine Durchlasscharakteristik haben, die in 8 nicht durch die durchgezogene Linie Y, sondern durch die gebrochene Linie Z dargestellt ist, um das Infrarotlicht fast vollständig herauszufiltern. Wird ein Monochrombild mit auf der optischen Achse L angeordneten ND-Filtern 32a und 32b aufgenommen, so tritt das Infrarotaufnahmephänomen nicht auf, bei dem ein Objektteil mit einem gegenüber Infrarotlicht hohem Reflexionsvermögen zu hell erscheint.

Um Phantombilder oder Blendenreflexe zu vermeiden, haben die ND-Filter 32a und 32b vorteilhaft jeweils eine Oberfläche, deren Reflexionsvermögen etwa gleich 2 % oder kleiner ist.

Die Blendeneinheit 20 wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die 4A bis 7 beschrieben.

Die Grundplatte 23 hat einen planen Abschnitt 50. Die beiden einander überlagerten Lamellen 30a und 30b liegen so an der Vorderfläche (erste Fläche) des planen Abschnittes 50, dass sie in engem Kontakt mit diesem stehen. Das erste und das zweite Galvanometer-Antriebselement 24 und 25 sind an der Vorderfläche des planen Abschnittes 50 befestigt. Dagegen ist die Filterhalteplatte 40 so an der Rückfläche (zweite Fläche) des planen Abschnittes 50 befestigt, dass sie in engem Kontakt mit diesem steht. Der plane Abschnitt 50 hat nahe seiner Mitte, in der die optische Achse L liegt, die oben genannte kreisförmige Öffnung 51. Der plane Abschnitt 50 hat längs seines Außenrandes einen Rahmenabschnitt 54, der dicker als der übrige Teil des planen Abschnittes 50 ist. Der Rahmenabschnitt 54 hat an seinen gegenüberstehenden Seiten, nämlich in den 4A und 4B der oberen und der unteren Seite, zwei Vorsprünge 55, über welche die Grundplatte 23 an einem nicht gezeigten Halteelement befestigt ist, das in dem Objektivtubus 18 vorgesehen ist. Die Vorsprünge 55 haben jeweils ein Durchgangsloch 55a, in die eine Setzschraube eingesetzt ist, um die Grundplatte 23 an dem Halteelement zu befestigen. Der plane Abschnitt 50 hat an der Vorderfläche des Rahmenabschnittes 54 vier in den 4A und 5 gezeigte Haltevorsprünge 56 und an der Rückfläche des Rahmenabschnittes 54 drei in den 4B und 6 gezeigte Haltevorsprünge 56. Die an der Vorderfläche das planen Abschnittes 50 ausgebildeten Haltevorsprünge 56 halten die beiden Lamellen 30a und 30b in Längsrichtung der Grundplatte 23, d.h. in 4A in horizontaler Richtung, relativ zu dieser verschiebbar und verhindern zugleich, dass sich die beiden Lamellen 30a und 30b von der Vorderfläche des planen Abschnittes 50 lösen. Entsprechend führen die an der Rückfläche des planen Abschnittes 50 ausgebildeten Haltevorsprünge 56 die Filterhalteplatte 40 in derselben Längsrichtung verschiebbar, während sie ein sich Lösen der Filterhalteplatte 40 von der Rückfläche des planen Abschnittes 50 verhindern.

Die Grundplatte 23 hat an ihren entgegengesetzten Enden, nämlich in 4A dem linken und dem rechten Ende, einen ersten Befestigungsabschnitt 52 bzw. einen zweiten Befestigungsabschnitt 53. Das erste Galvanometer-Antriebselement 24 ist an dem ersten Befestigungsabschnitt 52 befestigt. In 4A bezeichnet der gestrichelt dargestellte Kreis auf dem ersten Befestigungsabschnitt 52 die auf diesem festgelegte Befestigungsposition des ersten Galvanometer-Antriebselementes 24. Das zweite Galvanometer-Antriebselement 25 ist an dem zweiten Befestigungsabschnitt 53 befestigt. In 4A bezeichnet der mit der gestrichelten Linie dargestellte Kreis auf dem zweiten Befestigungsabschnitt 53 die auf diesem festgelegte Befestigungsposition für das zweite Galvanometer-Antriebselement 25. Der erste Befestigungsabschnitt 52 hat in der Mitte des in 4A gezeigten Kreises ein Durchgangsloch 52a, in das eine in 6 gezeigte Drehwelle 24c des ersten Galvanometer-Antriebselementes 24 eingesetzt ist. Der zweite Befestigungsabschnitt 53 hat in der Mitte des in 4A dargestellten Kreises ein Durchgangsloch 53a, in das eine in 6 gezeigte Drehwelle 25c des zweiten Galvanometer-Antriebselementes 25 eingesetzt ist.

4C zeigt die Grundplatte 23 in einer Seitenansicht. In 4C entsprechen die obere und die untere Fläche der Grundplatte 23 deren Rück- bzw. Vorderfläche. Wie aus 4C ersichtlich, stehen die beiden Befestigungsabschnitte 52 und 53 jeweils nach vorne über (in 4C nach unten). Die Befestigungsabschnitte 52 und 53 haben jeweils an ihrer Rückfläche, d.h. in 4C der oberen Fläche, eine Vertiefung 52b bzw. 53b, die längs der Form des jeweiligen Befestigungsabschnittes 52 bzw. 53 ausgebildet ist. Das Ende der Drehwelle 24c des ersten Galvanometer-Antriebselementes 24 ist so in das Durchgangsloch 52a eingesetzt, dass es sich in dem von der Vertiefung 52b gebildeten Raum befindet. Entsprechend ist das Ende der Drehwelle 25c des zweiten Galvanometer-Antriebselementes 25 so in das Durchgangsloch 53a eingesetzt, dass es sich in dem von der Vertiefung 53b gebildeten Raum befindet. Wie in den 6 und 7 gezeigt, sind zwei Antriebshebel 24a und 24b, die mit der Drehwelle 24c verbunden sind und jeweils in einen der beiden Antriebsarme 33a, 33b der ersten bzw. der zweiten Lamelle 30a bzw. 30b eingreifen, in der Vertiefung 52b angeordnet. Wie in den 6 und 7 gezeigt, ist ein Antriebshebel 25a, mit der Drehwelle 25c verbunden ist und in den Antriebsarm 43 der Filterhalteplatte 40 eingreift, in der Vertiefung 53b angeordnet.

Wie in den 4C und 7 gezeigt, hat die Grundplatte 23 an einer Seitenwand des ersten Befestigungsabschnittes 52 auf der Seite des planen Abschnittes 50 eine Öffnung 52c. Der plane Abschnitt 50 der Grundplatte 23 hat an seinem einen Ende, nämlich in 4B dem rechten Ende, eine an den ersten Befestigungsabschnitt 52 angrenzende Endfläche 50a. Der in der Vertiefung 52b gebildete Raum steht so mit dem Außenraum vor dem planen Abschnitt 50 über die Öffnung 52c in Verbindung. Die Antriebsarme 33a und 33b der ersten bzw. der zweiten Lamelle 30a, 30b sind so in die Öffnung 52c eingesetzt, dass sie über die Schlitze 34a bzw. 34b der Antriebsarme 33a bzw. 33b mit den Eingriffsstiften 24d bzw. 24e der Antriebshebel 24a bzw. 24b, die in der Vertiefung 52b angeordnet sind, in Eingriff stehen. Dagegen steht der Antriebsarm 34 der Filterhalteplatte 40 über den Schlitz 44 des Antriebsarms 43 mit dem Eingriffsstift 25d des Antriebshebels 25a, der in der Vertiefung 53b angeordnet ist, in Eingriff.

Die Antriebshebel 24a und 24b, die an der Drehwelle 24c des ersten Galvanometer-Antriebselementes 24 befestigt sind, sind in 6 durch eine Torsionsschraubenfeder 57 jeweils im Gegenuhrzeigersinn vorgespannt. Die 5 und 6 zeigen einen Zustand, in dem das erste Galvanometer-Antriebselement 24 nicht betätigt ist. In diesem Zustand wirkt auf die Antriebshebel 24a und 24b nur die von der Torsionsschraubenfeder 57 ausgeübte Federkraft, so dass die Antriebshebel 24a und 24b in 6 vollständig im Gegenuhrzeigersinn und in 5 im Uhrzeigersinn gedreht sind. In diesem Zustand ist die erste Lamelle 30a so angeordnet, dass die erste Lamelle 30a um eine längere Strecke und die zweite Lamelle 30b um eine kürzere Strecke in den ersten Befestigungsabschnitt 52 eingeführt ist. Die V-förmigen Abschnitte 31a und 31b der beiden Lamellen 30a bzw. 30b bilden so etwa in der Mitte der kreisförmigen Öffnung 51 eine Öffnung (Strahlengang). In diesem Zustand sind die ND-Filter 32a und 32b einander so überlagert, wie dies die gestrichelten Linien in 5 zeigen, um die Lichtmenge, die durch die von den V-förmigen Abschnitten 31a und 31b gebildete Öffnung tritt, zu verringern. Haben die ND-Filter 32a und 32b jeweils eine spektrale Durchlasscharakteristik, wie sie in 8 durch die durchgezogene Linie Y oder die gestrichelte Linie Z dargestellt ist, so werden die Infrarotlichtstrahlen ausgefiltert.

Eine Betätigung des ersten Galvanometer-Antriebselementes 24 lässt die Antriebshebel 24a und 24b in 6 im Uhrzeigersinn und in 5 im Gegenuhrzeigersinn schwenken. Durch das Schwenken der Antriebshebel 24a und 24b wird die erste Lamelle 30a über den Antriebsarm 33a von dem ersten Befestigungsabschnitt 52 weg und die zweite Lamelle 30b über den Antriebsarm 33b auf den ersten Befestigungsabschnitt 52 zu bewegt, so dass die Größe der von den V-förmigen Abschnitten 31a und 31b gebildeten Öffnung zunimmt. Sind die Antriebshebel 24a und 24b in 6 vollständig im Uhrzeigersinn geschwenkt, so ist die kreisförmige Öffnung 51 von der von den V-förmigen Abschnitten 31a und 31b gebildeten Öffnung umgeben. Zu diesem Zeitpunkt sind beide ND-Filter 33a und 33b außerhalb der kreisförmigen Öffnung 51 angeordnet, während die Blendenöffnung der Blendeneinheit 20 durch die kreisförmige Öffnung 51 und nicht durch die von den V-förmigen Abschnitten 31a und 31b erzeugte Öffnung gebildet wird. Folglich sind beide ND-Filter 33a und 33b vollständig aus dem Strahlengang (kreisförmige Öffnung 51) des Kameraobjektivs zurückgezogen.

Zusätzlich zu dem Antriebshebel 25a ist ein Befestigungsende eines Feststellhebels 58 an der Drehwelle 25c befestigt. Der Feststellhebel 58 besteht aus einem Kunstharz, z.B. dem unter dem Markennamen "Delrin" vertriebenen Kunstharz, und hat eine bogenförmigen Arm 58b, der in 6 gezeigt ist. Der Arm 58b hat an seinem freien Ende einen Vorsprung 58a, der sich bezüglich der Drehwelle 25c radial nach außen erstreckt, und ist federnd biegbar, um so eine Kraft auszuüben.

Der Arm 58b und zwei Feststellvertiefungen, nämlich eine erste Feststellvertiefung 59a und eine zweite Feststellvertiefung 59b, die an dem Befestigungsabschnitt 53 in der Vertiefung 53b ausgebildet sind, bilden gemeinsam einen Feststell- oder Verriegelungsmechanismus. Der Vorsprung 58a des Arms 58b kann entweder in die erste Feststellvertiefung 59a oder in die zweite Feststellvertiefung 59b eingreifen. In dem in 6 dargestellten Zustand greift der Vorsprung 58a in die erste Feststellvertiefung 59a ein, während der Antriebshebel 25a des zweiten Galvanometer-Antriebselementes 25 gemäß 6 vollständig im Gegenuhrzeigersinn gedreht ist. In dem in 6 gezeigten Zustand ist deshalb die Filterhalteplatte 40 auf der Seite des zweiten Befestigungsabschnittes 53 in einer Position gehalten, in der die Mitte der kreisförmigen Öffnung 42 mit der optischen Achse L zusammenfällt. In dem in 6 gezeigten Zustand gelangt deshalb das auf das Objektiv des Objektivtubus 18 fallende Licht über die kreisförmige Öffnung 42 in den Kamerakörper 10.

Durch Betätigen des zweiten Galvanometer-Antriebselementes 25 wird der Antriebshebel 25a in 6 im Uhrzeigersinn geschwenkt. Durch das Schwenken des Antriebshebels 25a im Uhrzeigersinn wird der Vorsprung 58a des Feststellhebels 58 zunächst aus der ersten Feststellvertiefung 59a gelöst und greift anschließend in die zweite Feststellvertiefung 59b ein. Die Stellung, in der der Vorsprung 58a in die zweite Feststellvertiefung 59b eingreift, entspricht der Position des Antriebshebels 25a, in der dieser in 6 vollständig im Uhrzeigersinn gedreht ist. Durch das Schwenken des Antriebshebels 25a im Uhrzeigersinn wird die Filterhalteplatte 40 auf den ersten Befestigungsabschnitt 52 zu bewegt und auf der Seite des ersten Befestigungsabschnittes 52 in einer Position gehalten, in der die Mitte der kreisförmigen Öffnung 41 mit der optischen Achse L zusammenfällt. In diesem Zustand gelangt das auf das Objektiv des Objektivtubus 18 fallende Licht über das Infrarotfilter 22, das die kreisförmige Öffnung 41 bedeckt, in den Kamerakörper 10.

Wie aus obiger Beschreibung hervorgeht, wird also das Infrarotfilter 22 in den Objektivstrahlengang in dem Objektivtubus 18 eingeführt und aus diesem zurückgezogen, indem das zweite Galvanometer-Antriebselement 25 im Uhrzeigersinn bzw. im Gegenuhrzeigersinn dreht.

Wie in 5 gezeigt, hat das erste Galvanometer-Antriebselement 24 zwei Paare Elektrodenanschlüsse 61a und 61b und das zweite Galvanometer-Antriebselement 25 zwei Paare Elektrodenanschlüsse 62a und 62b. Das eine Paar Elektrodenanschlüsse 61a des ersten Galvanometer-Antriebselementes 24 dient dazu, letzteres mit Energie zu versorgen. Entsprechend dient das Paar Elektrodenanschlüsse 62a des zweiten Galvanometer-Antriebselementes 25, dieses mit Energie zu versorgen. Das andere Paar Elektrodenanschlüsse 61b des ersten Galvanometer-Antriebselementes 24 ist beispielsweise an einen nicht gezeigten Generator elektrisch angeschlossen, der in dem ersten Galvanometer-Antriebselement 24 angeordnet ist, um die Drehgeschwindigkeit der Drehwelle 24c zu erfassen. Entsprechend ist das andere Paar Elektrodenanschlüsse 62b des zweiten Galvanometer-Antriebselementes 25 z.B. an einen nicht gezeigten Generator elektrisch angeschlossen, der in dem zweiten Galvanometer-Antriebselement 25 angeordnet ist, um die Drehgeschwindigkeit der Drehwelle 25c zu erfassen. Zwei Drahtgruppen 61 und 62, die jeweils mit ihrem einen Ende an die Elektrodenanschlüsse 61a bzw. 61b angeschlossen sind, sind mit ihrem anderen Ende mit einer nicht gezeigten Steuerschaltung oder dergleichen verbunden.

Wie das oben erläuterte Ausführungsbeispiel der Blendenvorrichtung zeigt, können die dem Infrarotfilter 22 zugeordneten Teile und Mechanismen miniaturisiert werden, da der Mechanismus, mit dem das Infrarotfilter 22 in den Strahlengang des Kameraobjektivs eingeführt und aus diesem zurückgezogen wird, und der Blendenmechanismus, der die beiden Lamellen 30a und 30b enthält, eine Einheit bilden. Folglich kann der zum Antreiben des Infrarotfilters 22 bestimmte Mechanismus in dem Objektivtubus 18 angeordnet werden. Er muss also nicht in dem Kamerakörper 10 untergebracht werden, so dass der Raum innerhalb der CCTV-Überwachungskamera 1 wirkungsvoll genutzt werden kann, um die Kamera 1 zu miniaturisieren.

Es ist zwar möglich, dass die Grundplatte 23 an ihrer Vorderfläche eine Deckplatte zum Halten der beiden Lamellen 30a und 30b zwischen der Deckplatte und ihrer Vorderfläche sowie an ihrer Rückfläche eine andere Deckplatte zum Halten der Filterhalteplatte 40 zwischen dieser Deckplatte und ihrer Rückfläche hat. Vorteilhaft hat jedoch die Grundplatte 23 an der Vorderfläche des planen Abschnittes 50 die vier Haltevorsprünge 56 und an der Rückfläche des planen Abschnittes 50 die drei Haltevorsprünge 56, wie dies oben erläutert wurde, um so die Dicke der Blendenvorrichtung zu verringern und zugleich die Fertigungskosten zu verringern.

In dem erläuterten Ausführungsbeispiel der CCTV-Überwachungskamera 1 ist an der Filterhalteplatte 40 das Infrarotfilter 22 befestigt. Je nach Verwendung der Kamera 1 kann jedoch auch ein anderer Filtertyp an der Filterhalteplatte 40 befestigt werden. In dem erläuterten Ausführungsbeispiel der Kamera 1 sind an den beiden Lamellen 30a und 30b die ND-Filter 32a bzw. 32b befestigt, welche die in 9 durch die Linien Y und Z angegebenen spektralen Durchlasscharakteristiken haben. Je nach Verwendung der Kamera 1 kann jedoch auch ein anderer Filtertyp oder überhaupt kein Filter an den beiden Lamellen 30a und 30b befestigt sein.

Indem bei der CCTV-Überwachungskamera 1 die Filterhalteplatte 40 mit dem Infrarotfilter 22, das die durch die in 8 dargestellte Linie X angegebene spektrale Durchlasscharakteristik hat, und die beiden Lamellen 30a und 30b mit den ND-Filtern 32a und 32b, welche die durch die in 9 gezeigten Linien Y bzw. Z angegebenen spektralen Durchlasscharakteristiken haben, in vorstehend erläuterter Weise versehen werden, können in vorteilhafter Weise zur Tageszeit Farbbilder und zur Nachtzeit Monochrombilder aufgenommen werden.

Die Anordnung der Kameralinsenelemente in dem Objektivtubus 18 ist nicht auf die oben beschriebene beschränkt. Früher wurde ein Linsensystem, dessen Aberrationen hauptsächlich für den sichtbaren Bereich korrigiert waren, als Objektivoptik einer CCTV-Überwachungskamera eingesetzt, während zur Korrektur des Bild- oder Scharfstellpunktes während einer zur Nachtzeit vorgenommenen Bilderzeugung für den nahen Infrarotbereich eine planparallele Platte vorbestimmter Dicke in den Objektivstrahlengang (an Stelle eines Infrarotfilters) eingeführt wurde. In den vergangenen Jahren wurde jedoch ein Linsensystem vorgeschlagen, dessen verschiedene Aberrationen innerhalb eines auf die wechselnde Bilderzeugung zwischen Tag- und Nachtzeit bezogenen Toleranzbereichs der Bildpunktverschiebung korrigiert sind.

Die Erfindung ist auf den Linsensystemtyp anwendbar, der eine planparallele Platte erfordert. Bei Verwendung einer in 3B mit 22X bezeichneten planparallelen Platte kann diese an der Öffnung 42 der Filterhalteplatte 40 befestigt werden. Bei Verwendung der planparallelen Platte in einem Linsensystem, dessen verschiedene Aberrationen innerhalb eines Toleranzbereichs für die Bildpunktverschiebung in der zwischen Tag- und Nachtzeit wechselnden Bilderzeugung korrigiert sind, ist die optische Dicke (= Brechungsindex x tatsächliche Dicke) der planparallelen Platte 22X vorzugsweise gleich der des Infrarotfilters 22, das an der Öffnung 41 der Filterhalteplatte 40 befestigt ist.

In dem erläuterten Ausführungsbeispiel werden die beiden Lamellen 30a, 30b und die Filterhalteplatte 40 durch das erste bzw. das zweite Galvanometer-Antriebselement 24, 25 angetrieben. Die beiden Lamellen 30a und 30b sowie die Filterhalteplatte 40 können jedoch auch durch einen Antrieb anderer Art angetrieben werden. Hinsichtlich der Systemminiaturisierung sind jedoch Galvanometer-Antriebselemente die am besten geeigneten Antriebe. Außerdem sind Galvanometer-Antriebselemente haltbarer als Motoren und vereinfachen den Schaltungsaufbau des Systems, wodurch wiederum die Fertigungskosten gesenkt werden.

In dem erläuterten Ausführungsbeispiel sind die beiden Galvanometer-Antriebselemente 24 und 25 jeweils mit einem Generator versehen, um die Drehgeschwindigkeit der Drehwelle 24c bzw. 25c zu erfassen. Jedoch muss das zweite Galvanometer-Antriebselement 25, das dem Antrieb des Infrarotfilters 22 dient, nicht mit einem solchen Generator ausgestattet sein.

In dem erläuterten Ausführungsbeispiel sind der Objektivtubus 18 und der Kamerakörper 10 der CCTV-Überwachungskamera 1 einstückig aneinander befestigt. Jedoch kann die CCTV-Überwachungskamera 1 auch ein Kameratyp sein, bei dem der Objektivtubus 18 von dem Kamerakörper 10 lösbar ist.

Wie aus obiger Beschreibung hervorgeht, wird durch die Erfindung eine kompakte Blendenvorrichtung eines für eine CCTV-Überwachungskamera bestimmten Kameraobjektivs angegeben, bei der die Antriebsmechanismen für eine Blende und ein optisches Filter in dem Objektivtubus der Kamera angeordnet sind.

Da die Blendenvorrichtung eine Filterhalteplatte (40) mit zwei Öffnungen (41 und 42) hat, wobei die Blende zwei einander überlagerte, an einer ersten Fläche der Grundplatte liegende Lamellen (30a und 30b) hat, die Filterhalteplatte an einer zweiten Fläche der Grundplatte liegt und der Filterantrieb die Filterhalteplatte so bewegt, dass die beiden Öffnungen wahlweise in dem Strahlengang angeordnet werden, kann die Blendenvorrichtung dünner und kompakter als bisher ausgebildet sein.

Da der Filterantrieb einen Feststellmechanismus (58b, 59a und 59b) enthält, der das optische Filter bzw. die Filterhalteplatte in einer vorgeschobenen Stellung und in einer zurückgezogenen Stellung verriegelt, wenn der Filterantrieb das optische Filter in den Strahlengang einführt bzw. aus diesem zurückzieht, kann der Energieverbrauch des Filterantriebs verringert werden, indem die Stellung des optischen Filters durch den Feststellmechanismus fortwährend gehalten wird, mit Ausnahme der Zeitpunkte, zu denen der Filterantrieb in Betrieb ist, um das optische Filter in den Strahlengang der Objektivoptik einzuführen oder aus diesem zurückzuziehen.

Da das ND-Filter eine spektrale Durchlasscharakteristik derart hat, dass seine Durchlässigkeit für im Infrarotbereich liegendes Licht im Wesentlichen gleich oder geringer als seine Durchlässigkeit für sichtbares Licht ist, kann die Menge des durchgelassenen Lichtes während der zur Tagzeit vorgenommenen Farbbildaufnahme ohne Verschlechterung der Farbeigenschaften des Farbbildes gesteuert werden, während in der Monochrombilderzeugung zur Nachtzeit die gesamte, das sichtbare Licht und das Infrarotlicht enthaltende, durchgelassene Lichtmenge auf eine ausreichende Größe eingestellt werden kann. Dadurch wird das Phänomen vermieden, dass ein Objektteil mit einem gegenüber Infrarotlicht hohen Reflexionsvermögen zu hell erscheint.


Anspruch[de]
Blendenvorrichtung (20) für ein Objektiv einer Fernsehüberwachungskamera (1), mit einem Objektivtubus (18), einer Blende (30a, 30b), einer Grundplatte (23) zum Halten der Blende (30a, 30b), einem Blendenantrieb (24) zum Einstellen der Größe einer von der Blende (30a, 30b) gebildeten Blendenöffnung, einem optischen Filter (22) und einem Filterantrieb (25) zum Bewegen des Filters (22) in den Strahlengang des Objektivs und aus diesem heraus, dadurch gekennzeichnet, dass die Blende (30a, 30b) an einer Fläche der Grundplatte (23) und das optische Filter (22) an der anderen, dieser Fläche abgewandten Fläche der Grundplatte (23) anliegt und dass die Blende (30a, 30b), die Grundplatte (23), der Blendenantrieb (24), das optische Filter (22) und der Filterantrieb (25) in dem Objektivtubus (18) angeordnet sind. Blendenvorrichtung (20) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Filterhalteplatte (40) mit zwei Öffnungen (41, 42) vorgesehen ist, an der das optische Filter (22) so befestigt ist, dass es mindestens eine der beiden Öffnungen (41, 42) bedeckt, dass die Blende ein Paar übereinander liegender Lamellen (30a, 30b) hat, die an einer ersten Fläche der Grundplatte (23) anliegen, dass die Filterhalteplatte (40) an der einen Fläche der Grundplatte (23) anliegt und dass der Filterantrieb (25) die Filterhalteplatte (40) so bewegt, dass wahlweise eine der beiden Öffnungen (41, 42) in dem Strahlengang angeordnet wird. Blendenvorrichtung (20) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Filterantrieb (25) einen Feststellmechanismus (58b, 59a, 59b) hat, der das optische Filter (22) in einer ausgefahrenen Stellung und einer zurückgezogenen Stellung verriegelt, wenn der Filterantrieb (25) das optische Filter (22) in den Strahlengang hinein bzw. aus diesem heraus bewegt hat. Blendenvorrichtung (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das optische Filter (22) ein Infrarotfilter enthält, das Infrarotlicht absorbiert. Blendenvorrichtung (20) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, gekennzeichnet durch mindestens ein weiteres zweites optisches Filter (31a, 31b), das so an mindestens einer der beiden Lamellen (30a, 30b) befestigt ist, dass es die durch die beiden Lamellen (30a, 30b) gebildete Öffnung bedeckt. Blendenvorrichtung (20) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine weitere zweite optische Filter (31a, 31b) ein ND-Filter enthält. Blendenvorrichtung (20) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das ND-Filter eine spektrale Durchlasscharakteristik derart hat, dass seine Durchlässigkeit für Infrarotlicht im Wesentlichen gleich oder geringer als seine Durchlässigkeit für sichtbares Licht ist. Blendenvorrichtung (20) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das ND-Filter eine spektrale Durchlasscharakteristik derart hat, dass Infrarotlicht herausgefiltert wird. Blendenvorrichtung (20) nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Wellenlängenbereich des Infrarotlichtes etwa von 700 nm bis 1000 nm reicht. Blendenvorrichtung (20) nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Fläche des ND-Filters ein Reflexionsvermögen hat, das etwa gleich 2 % oder kleiner ist. Blendenvorrichtung (20) nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das ND-Filter aus einer Harzbasis gebildet ist, auf die durch Aufdampfen eines Metalls Mehrmetallschichten aufgebracht sind. Blendenvorrichtung (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Objektivtubus (18) einstückig an einem Kamerakörper der Fernsehüberwachungskamera (1) befestigt ist. Blendenvorrichtung (20) nach einem der Ansprüche 2 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (23) mehrere Haltevorsprünge (56) hat, die an der Vorderfläche und der Rückfläche der Grundplatte (23) angeordnet und ausgebildet sind, die Blende (30a, 30b) und die Filterhalteplatte (40) zu halten und in Längsrichtung der Grundplatte (23) zu führen. Blendenvorrichtung (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Blendenantrieb (24) ein Galvanometer-Antriebselement enthält. Blendenvorrichtung (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Filterantrieb (25) ein Galvanometer-Antriebselement enthält. Blendenvorrichtung (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie für das Objektiv einer CCTV-Überwachungskamera vorgesehen ist. Blendenvorrichtung (20), die in einem Objektivtubus (18) einer Fernsehüberwachungskamera angeordnet ist (1), mit

einer Grundplatte (23) mit einem planen Abschnitt (50), an dem eine Bilderzeugungsöffnung (51) ausgebildet ist,

einer Filterhalteplatte (40), die an der Vorder- oder der Rückfläche der Grundplatte (23) so gehalten ist, dass sie entlang dieser Fläche bewegbar geführt ist, und zwei Öffnungen (41, 42) hat, die wahlweise an der Bilderzeugungsöffnung (51) ausgerichtet positionierbar sind,

einem Infrarotfilter (22), das so an der Filterhalteplatte (40) befestigt ist, dass es eine der beiden Öffnungen (41, 42) bedeckt,

einem Paar Blendenlamellen (30a, 30b), die relativ zueinander verschiebbar übereinander liegen und an der anderen Fläche der Grundplatte (23) gehalten sind und eine Öffnung bilden, deren Größe durch die Relativbewegung der beiden Blendenlamellen (30a, 30b) veränderbar ist,

mindestens einem ND-Filter (32a, 32b), das so an mindestens einer der beiden Blendenlamellen (30a, 30b) befestigt ist, dass es die Bilderzeugungsöffnung (51) bedeckt, und

einem ersten und einem zweiten Antrieb (24, 25), die auf entgegengesetzten Seiten des planen Abschnittes (50) der Grundplatte (23) befestigt sind,

wobei der erste Antrieb (24) zum Einstellen der Größe der von den beiden Blendenlamellen (30a, 30b) gebildeten, größenveränderlichen Öffnung die Blendenlamellen (30a, 30b) relativ zueinander in entgegengesetzte Richtungen bewegt und

der zweite Antrieb (25) die Filterhalteplatte (40) so bewegt, dass wahlweise eine der beiden Öffnungen (41, 42) an der Bilderzeugungsöffnung (51) ausgerichtet positioniert wird.
Blendenvorrichtung (20) nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das ND-Filter (32a, 32b) eine spektrale Durchlasscharakteristik derart hat, dass seine Durchlässigkeit für Infrarotlicht etwa gleich oder kleiner als seine Durchlässigkeit für sichtbares Licht ist. Blendenvorrichtung (20) nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das ND-Filter (32a, 32b) eine spektrale Durchlasscharakteristik derart hat, dass Infrarotlicht herausgefiltert wird. Blendenvorrichtung (20) nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass eine planparallele Platte (22x) so an der Filterhalteplatte (40) befestigt ist, dass sie die andere der beiden Öffnungen (41, 42) bedeckt, und dass der zweite Antrieb (25) die Filterhalteplatte (40) derart bewegt, dass während einer Bilderzeugung zur Tageszeit das Infrarotfilter (22) vor einer Farbbild-Aufnahmevorrichtung (11) der Fernsehüberwachungskamera (1) und während einer Bilderzeugung zur Nachtzeit die planparallele Platte (22x) vor der Farbbild-Aufnahmevorrichtung (11) angeordnet wird. Blendenvorrichtung (20) nach einem der Ansprüche 17 bis 20, gekennzeichnet durch einen Feststellmechanismus (58b, 59a, 59b) zum Positionieren der Filterhalteplatte (40) in einer ersten und einer zweiten Stellung, wobei bei Positionierung der Filterhalteplatte (40) in der ersten Stellung eine der beiden Öffnungen (41, 42) und bei Positionierung der Filterhalteplatte (40) in der zweiten Stellung die andere der beiden Öffnungen (41, 42) an der Bilderzeugungsöffnung (51) ausgerichtet ist. Blendenvorrichtung (20) nach einem der Ansprüche 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Wellenlängenbereich des Infrarotlichtes etwa von 700 nm bis 1000 nm reicht. Blendenvorrichtung (20) nach einem der Ansprüche 17 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass eine Fläche des ND-Filters (32a, 32b) ein Reflexionsvermögen hat, das gleich oder kleiner als etwa 2 % ist. Blendenvorrichtung (20) nach einem der Ansprüche 17 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass das ND-Filter (32a, 32b) aus einer Harzbasis gebildet ist, auf die durch Aufdampfen eines Metalls Mehrmetallschichten aufgebracht sind. Blendenvorrichtung (20) mit

mehreren Blendenlamellen (30a, 30b), die relativ zueinander verschiebbar übereinander liegen und eine Öffnung veränderbarer Größe bilden,

einer Filterhalteplatte (40) mit einem Infrarotfilter (22),

einer Grundplatte (23), die an ihrer einen Fläche die Blendenlamellen (30a, 30b) und an ihrer anderen, dieser Fläche abgewandten Fläche die Filterhalteplatte (40) hält,

einem ersten Antrieb (24), der die Blendenlamellen (30a, 30b) zum Einstellen der Größe der Öffnung auf der Grundplatte (23) bewegt, und

einem zweiten Antrieb (25), der die Filterhalteplatte (40) auf der Grundplatte (23) so bewegt, dass das Infrarotfilter (22) wahlweise in einen in dem Objektivtubus (18) ausgebildeten Strahlengang eingeführt und aus diesem zurückgezogen wird,

wobei der erste Antrieb (24) und der zweite Antrieb (25) auf entgegengesetzten Seiten der Grundplatte angeordnet sind.






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