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Dokumentenidentifikation DE102006027553A1 27.12.2007
Titel Verfahren zum Erreichen der Aktualisierung der Aufbaudokumentation eines vernetzten Systems
Anmelder AUDI AG, 85057 Ingolstadt, DE
Erfinder Vogt, Hermann, 85072 Eichstätt, DE
DE-Anmeldedatum 14.06.2006
DE-Aktenzeichen 102006027553
Offenlegungstag 27.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.12.2007
IPC-Hauptklasse G06F 15/177(2006.01)A, F, I, 20060614, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G06F 17/30(2006.01)A, L, I, 20060614, B, H, DE   G06Q 50/00(2006.01)A, L, I, 20060614, B, H, DE   G07C 11/00(2006.01)A, L, I, 20060614, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erreichen der Aktualisierung einer Aufbaudokumentation eines Systems vernetzter Komponenten. Das vernetzte System hat Zugriff auf eine zentrale Recheneinheit, in welcher die Aufbaudokumentationen der vernetzten Komponenten gespeichert sind. Wenn eine Komponente im vernetzten System aktualisiert wird, greift das vernetzte System auf die zentrale Recheneinheit zu, wonach Informationen bezüglich der aktualisierten Komponente von dem vernetzten System zur zentralen Recheneinheit übermittelt werden. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass die zentrale Recheneinheit eine Aufbauinformationsabfrage an das vernetzte System durchführt und die aktualisierte Komponente nur dann freigibt, wenn alle abgefragten Aufbauinformationen von dem vernetzten System übermittel worden sind. In einer bevorzugten Ausführungsform kann auch eine Auswertung des vernetzten Systems in der zentralen Recheneinheit unter Berücksichtigung der Aufbauinformation der aktualisierten Komponente und der Aufbaudokumentation, gespeichert in der zentralen Recheneinheit, durchgeführt werden, um festzustellen, ob das vernetzte System einschließlich der aktualisierten Komponente sich in einem zugelassenen Stand befinden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erreichen der Aktualisierung einer Aufbaudokumentation eines vernetzten Systems nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

In einem vernetzten System mit mehreren vernetzten Komponenten, wie beispielsweise Steuergeräte in einem Fahrzeug, ist es erforderlich, dass auch neu eingebaute Komponenten oder Ersatzteile im Gesamtsystem funktionieren. In modernen Fahrzeugen nimmt die Anzahl von Steuergeräten kontinuierlich zu. Dabei sind jeweils verschiedene Steuergeräte zu einem Fahrzeugnetzwerk zusammengefasst, die über ein Bussystem miteinander kommunizieren. Beispiele für derartige Fahrzeugnetzwerke sind CAN-, LIN- oder MOST- Bussysteme. Um den Überblick über die im System eingebauten Komponenten zu erhalten ist es erforderlich, dass die Konfiguration des Systems gespeichert wird, und dass die Konfiguration auch nach Tausch oder Reparatur einer Komponente aktualisiert wird.

In der DE 199 26 206 C2 wird die Systemkonfiguration nach einem Tausch oder einer Reparatur mittels eines fahrzeugseitigen Speichers aktualisiert. Das offenbarte System ermöglicht eine rechnergestützte automatische Rekonfigurierung einer fahrzeugelektrischen Anlage bei Tausch und Reparatur von Einzelkomponenten. Ein Ist-Konfigurationsdatenspeicher ist fahrzeugseitig angeordnet und steht in Verbindung mit allen verbauten Hardware-Komponenten, so dass die im Speicher abgelegten Daten tatsächlich auch mit der Ist-Konfiguration übereinstimmen, und die gespeicherte Konfiguration kann dann relativ einfach abgeglichen bzw. in Übereinstimmung gehalten werden. In Bezug auf die sicherheitstechnischen Aspekte ist es ungünstig, dass der Speicher fahrzeugsseitig angeordnet ist, da eine Manipulation der gespeicherten Daten nicht ausgeschlossen werden kann.

Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren der eingangs genannten Art so weiter zu gestallten, dass es insbesondere möglich ist, den aktuellen Aufbauzustand nach dem Tausch bzw. der Ergänzung einzelner Komponenten zuverlässig dokumentieren zu können.

Die Aufgabe wird durch das Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Das Verfahren erreicht eine Aktualisierung einer Aufbaudokumentation eines Systems vernetzter Komponenten, wobei das vernetzte System auf eine zentrale Recheneinheit Zugriff hat, in welcher die Aufbaudokumentation der vernetzten Komponenten und/oder des vernetzten Systems gespeichert sind, wobei das Verfahren folgende Schritte enthält:

  • – eine Komponente im vernetzten System aktualisieren,
  • – auf die zentrale Recheneinheit zugreifen,
  • – Informationen bezüglich der aktualisierten Komponente von dem vernetzten System zur zentralen Recheneinheit übermitteln.

Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass die zentrale Recheneinheit, bevor eine Freigabemeldung ggf. gegeben wird, eine Aufbauinformationsabfrage an das vernetzte System durchführt und anschließend die aktualisierte Komponente nur dann freigibt, wenn alle abgefragten Aufbauinformationen von dem vernetzten System übermittelt worden sind.

Das vernetzte System ist vorzugsweise ein elektrisches System, beispielsweise ein Bordnetz eines Fahrzeuges, und in diesem Fall schließen die Komponente des vernetzten Systems beispielsweise die Steuergeräte des Fahrzeuges ein. Die Komponenten können Hardware- und/oder Softwarekomponenten sein.

Die Aktualisierung einer Komponente schließen die Aktualisierung eines Softwarestands der Komponente, einen Austausch der Komponente, einen Neueinbau einer Komponente, eine Ergänzung einer Komponente, eine Reparatur der Komponente, u.a.m., ein.

Die Aufbaudokumentation des vernetzten Systems enthält Informationen über die Komponenten, wie beispielsweise über die Steuergeräte, wie beispielsweise Software- und Hardwarestände der Komponenten, Seriennummern und individuelle Geheimnisse der Komponenten, systemspezifische Parametrierungen der Komponenten, u. ä. Die Aufbaudokumentation in der zentralen Recheneinheit enthält vorteilhaft Informationen über jede Komponente des vernetzten Systems. Es ist auch vorgesehen, dass nur Informationen bezüglich ausgewählter Komponenten oder ausgewählter Gruppen von Komponenten in der zentralen Recheneinheit gespeichert sind, oder aber auch, dass nur ausgewählte Informationen, beispielsweise nur die Softwarestände in der zentralen Recheneinheit gespeichert sind, oder aber auch, dass nur Hardwarestände der Komponenten gespeichert sind. Welche Informationen in der zentralen Recheneinheit gespeichert werden, wird von der zentralen Recheneinheit gesteuert, indem die Aufbauinformationsabfrage dementsprechend erstellt wird.

Mit dem Verfahren nach Anspruch 1 wird gewährleistet, dass die Aktualisierung einer Komponente oder das Einfügen einer Komponente in ein vernetztes System immer in der zentralen Recheneinheit erfasst wird, so dass Anlerndaten oder andere erforderliche Daten für den Betrieb beziehungsweise die Inbetriebnahme der aktualisierten Komponente nur dann von der zentralen Recheneinheit freigegeben werden, wenn das System die abgefragten Daten an die zentrale Recheneinheit übermittelt hat. Die Ausgabe der Anlerndaten wird folglich solange verhindert, bis alle geforderten aktuellen Daten des Systems übertragen und zentral erfasst wurden. Eine Inbetriebnahme der neu eingebauten oder aktualisierten Komponente ist daher nur möglich, wenn die Daten in der zentralen Recheneinheit aktualisiert wurden. Der Vorteil dieser Methode ist, dass die tatsächliche Aufbaudokumentation über den gesamten Lebenslauf des Systems garantiert werden kann.

Die Aufbauinformationsabfrage der zentralen Recheneinheit an das vernetzte System, ist vorzugsweise eine Abfrage nach Seriennummern einer oder mehrerer Komponenten, individuellen Signaturdaten oder Geheimnissen einer oder mehrerer Komponenten, Softwarestände einer oder mehrerer Komponenten und/oder Programmierdaten für eine oder mehrere Komponenten, usw. Bei einem Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Verfahren kann die Aufbauinformationsabfrage eine Abfrage ausschließlich nach Informationen der aktualisierten Komponente sein. Es wird in diesem Beispiel davon ausgegangen, dass das System darüber hinaus aktualisiert ist.

Bevorzugt beinhaltet die Informationen, welche von dem vernetzten System in der zentralen Recheneinheit übermittelt werden, ein individuelles Erkennungszeichen der aktualisierten Komponente. Hierdurch kann die aktualisierte Komponente von der zentralen Recheneinheit erkannt und genau einer Komponente eindeutig zugeordnet werden. Das Erkennungszeichen kann beispielsweise eine Seriennummer oder ein Geheimnis der Komponente sein. Auch die von der zentralen Recheneinheit abgefragten Daten werden vorzugsweise die individuellen Erkennungszeichen der vernetzten Komponenten beinhalten. Die Aufbaudokumentation in der zentralen Recheneinheit beinhaltet daher vorzugsweise die Kennungszeichen aller Komponenten in dem vernetzten System.

Je nachdem, welche Informationen in der zentralen Recheneinheit gespeichert sind, kann diese unterschiedlich verwendet werden.

Es soll hervorgehoben werden, dass die zentrale Recheneinheit eine vielzahl von Recheneinheiten und/oder Datenbanken einschließen kann, so dass die Softwarestände beispielsweise in einer Datenbank gespeichert sind, die Erkennungszeichen der Komponenten in einer anderen Datenbank, systemspezifische Parametrierdaten in einer dritten Datenbank, u.s.w. Die zentrale Recheneinheit kann dann als Interface für das vernetzte System dienen und alle Anfragen zwischen den Datenbanken übermitteln und eine Antwort an das vernetzte System schicken.

Durch Abfragen spezifischer Komponentendaten kann auch gewährleistet werden, dass keine gestohlene Komponente oder Teile verwendet werden. Es ist beispielsweise voergesehen, dass wenn ein Auto als gestohlen gemeldet wird, werden alle Komponenten des Fahrzeuges in der zentralen Recheneinheit als gestohlen gemeldet. Wenn eine Informationsabfrage an einem vernetzten System zu einem späteren Zeitpunkt dann feststellt, dass ein Teil als gestohlen gemeldet ist, wird dieses Teil nicht freigegeben. Wahlweise könnte man auch mehrere Komponenten oder das Gesamtfahrzeug sperren. Informationen über das aufgetauchte Teil könnten einer zuständigen Stelle Weitergeleiten werden.

Ferner ist es vorgesehen, dass man mittels einer zentralen Recheneinheit beispielsweise gezielte Rückrufaktionen durchführen kann. Es ist vorteilhaft, dass dann nur die betroffenen Systeme oder Fahrzeuge bzw. deren Besitzer zum Werkstattbesuch aufgefordert werden.

Andere unzulässige Komponenten und Teile können auch am Einsatz gehindert werden, indem nur wiedererkennbare Komponenten von der zentralen Recheneinheit freigegeben werden. Hierdurch kann man auch den Einsatz von unzulässigen oder aber auch verfälschten Komponenten und Teilen verhindern.

Darüber hinaus ist vorgesehen, dass die aktualisierte Komponente erst über einen übergeordneten Prozess für die Aktualisierung im Fahrzeug freigegeben wird. Der übergeordnete Prozess kann beispielsweise eine gänzliche oder teilweise Freischaltung kostenpflichtiger Zusatzfunktionen, Softwarekomponenten und/oder Personalisierungen sein. Vorzugsweise wird eine Funktion oder eine Komponente dann nur freigegeben, wenn auch nachgewiesen werden kann, dass die entsprechenden Lizenz- oder Freischaltungsgebühren bezahlt sind. Die kostenpflichtigen Zusatzfunktionen können beispielsweise Navigationsdaten oder die Nutzung fahrzeugexternen Dienstleistungen sein. Durch Freischaltung können z.B. Navigationsdaten für spezifische Länder oder Regionen oder Zusatzfunktionen in den Navigationsdaten freigegeben werden. Ferner kann der Zugriff vom Fahrzeug auf ein Netzwerk, so wie das Internet, ein Intranet oder ein Extranet, sowie ein Fahrzeugherstellerextranet, ein zahlungspflichtiges Navigationsextranet, ein Dienstleitungsnetzwerk, uwm. freigeschaltet werden.

Vorteilhafterweise wird durch den übergeordneten Prozess ein Zertifikat ausgestellt, welches die Einreichung oder Bezahlung der kostenpflichtigen Funktionen oder Komponten bestätigt. Bevorzugt wird das Zertifikat elektronisch ausgestellt, und Zweckmäßig ist das elektronische Zertifikat dann auch unmittelbar von der zentralen Recheneinheit lesbar, so dass die Freischaltung durch die zentrale Recheneinheit erfolgen kann.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung werden die in der zentralen Recheneinheit gespeicherten Aufbauinformationen des vernetzten Systems unter Berücksichtigung der Aufbauinformation der aktualisierten Komponente ausgewertet, und es wird festgestellt, ob das vernetzte System einschließlich der aktualisierten Komponente sich in einem zugelassenen Stand befindet. Nur wenn das gesamte vernetzte System einschließlich der aktualisierten Komponente sich in einem zugelassenen Stand befindet, wird das System freigegeben.

Die Auswertung kann beispielsweise feststellen, dass mindestens eine andere Komponente einer neueren Softwarestand benötigt, um das Gesamtsystem freigeben zu können, und/oder dass einige Funktionen der aktualisierten Komponente nicht freigegeben werden kann, wenn nicht noch eine Komponente ausgetauscht oder aktualisiert wird.

Es ist vorgesehen, dass die zentrale Recheneinheit bei Freigabe des Systems entweder nach einer Prüfung des gesamten vernetzten Systems oder nach erhalt aller abgefragten Informationen eine Freigabemeldung, welche erforderliche Daten für den Betrieb bzw. die Inbetriebnahme einer oder mehrerer Komponenten enthält, an das vernetzte System sendet. Die Freigabemeldung kann erforderliche Daten für die aktualisierte Komponente und/oder für andere Komponenten, für eine Masterkomponente, wie ein Mastersteuergerät, usw., enthalten. Diese erforderlichen Daten schließen Anlerndaten, wie zum Beispiel Parametrierdaten, Autorisationen, usw. für die Komponente oder Komponenten ein.

In einer weitere Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Komponenten in ein Mastersteuergerät und beliebig viele Slavesteuergeräte aufgeteilt werden. Die Kommunikation mit der zentralen Recheneinheit wird dann überwiegend über das Mastersteuergerät vorgenommen. Vorteilhafterweise kann das Mastersteuergerät auch Autorisationen für die Slavesteuergeräte von der zentralen Recheneinheit entnehmen und an die Slavesteuergeräte weiterleiten. Eine Autorisation kann erforderlich sein zur Inbetriebnahme eines Steuergerätes oder es kann eine zyklische Autorisation zum laufenden Betrieb der Slavesteuergeräte angefordert werden. Jedes Slavesteuergerät erhält dann zyklisch während des laufenden Betriebs vom Mastersteuergerät eine Autorisation zum weiteren Betrieb.

Ferner ist es möglich, dass mehrere Aufbaumöglichkeiten für das vernetzte System zu Verfügung stehen. Die Aufbaumöglichkeiten können dann entsprechende neue Softwarestände, neu eingebaute Komponenten usw. widerspiegeln. Zum Beispiel können neu eingebaute Komponenten oder aktualisierte Komponenten mehrere Möglichkeiten, mehrere Funktionen, bieten, die jedoch nur in Verbindung mit weiteren neuen oder aktualisierten Komponenten funktionieren können. Um zu vermeiden, dass Austausch oder Aktualisierung einer Komponente, den Austausch oder die Aktualisierung von mehreren Komponenten erfordert um das Gesamtsystem überhaupt wieder in Betrieb nehmen zu können, sind mehrere Aufbaumöglichkeiten für das vernetzte System vorgesehen. Der Benutzer kann dann entscheiden, ob nur eine Komponente aktualisiert oder getauscht werden soll, oder ob man zugleich mehrere Komponenten aktualisieren möchte, um weitere Funktionsmöglichkeiten für das vernetzte System zu bekommen. Diese Vorgehensweise ist insbesondere bei vorhandener optionaler Ausstattung eines Fahrzeuges vorteilhaft. Ein Steuergerät wird dann vorteilhaft mit allen Steuerungsfunktionen für alle Ausstattungsmöglichkeiten gebaut, und je nach dem, welche Ausstattung in dem vernetzten System vorhanden ist, wird der Aufbau des Systems und folglich das Steuergerät entsprechend programmiert.

Es gibt aber auch Fälle, wo das Einfügen oder die Aktualisierung der aktualisierten Komponente dazu führt, dass andere Komponenten mindestens teilweise aktualisiert werden müssen, um das Gesamtsystem in einen zugelassenen Stand zu bringen. Zweckmäßig wird das Gesamtsystem in solchen Fällen nur dann freigegeben, wenn auch die andere Komponente oder Komponenten aktualisiert oder ausgetauscht werden.

In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass individuelle Parametrierdaten, die in eine Komponente geschrieben werden müssen, auch erst dann in der Komponente geändert werden können, wenn eine korrekte Autorisation mit dem Autorisationsmaster erfolgt ist.

Somit wird gewährleistet, dass die individuelle Parametrierung einer Komponente erst dann durchgeführt werden kann, wenn der vorhandene Systemaufbau bekannt ist. Damit kann eine Falschparametrierung verhindert werden.

Ebenfalls ist es möglich, dass die in einer Komponente vorhandenen Parametrierdaten oder Normierdaten automatisch verlernt werden, wenn diese Komponente eine falsche Autorisation erkannt hat. Damit wird erreicht, dass eine Parametrierung oder Normierung einer Komponente in einem anderen System keine falschen oder sogar sicherheitskritischen Reaktionen auslöst. Beispielsweise kann ein in einer Komponente abgespeicherten Endanschläge eines mechanischen Stellglieds, das zur relativen Positionserfassung verwendet werden, gelöscht werden, wenn eine falsche Autorisation erkannt wurde. Ferner ist vorgesehen, dass ein Fahrzeugindividuelles Auslöseparameter eines Airbags beim Tausch des Steuergeräts in ein anderes Fahrzeug zurückgesetz werden kann.

Es wird bevorzugt, dass die Aufbauinformationsabfrage der zentralen Recheneinheit kontinuierlich geändert werden kann, um dem neuesten Stand der Aufbaumöglichkeiten des vernetzten Systems zu entsprechen.

Wenn die Informationsabfrage generiert wird, ist bevorzugt, dass die zentrale Recheneinheit das vernetzte System nach solchen Aufbauinformationen abfragt, so dass sichergestellt ist, dass die zentrale Recheneinheit eine lückenlose Aufbauinformation hat. Beispielsweise kann die zentrale Recheneinheit eine Masterkomponente nach allen Slavekomponenten und deren Kennzeichen fragen, um sicherzustellen, dass alle Komponenten, welche an der Bordnetz angeschlossen sind, auch in der zentralen Recheneinheit registriert werden.

Die Verbindung zwischen dem vernetzten System und der zentralen Recheneinheit kann auf herkömmliche Weise erfolgen. In einem Fahrzeug kann die Verbindung beispielsweise über eine Diagnoseeinheit, die das vernetzte System mit der zentralen Recheneinheit vernetzt, hergestellt werden. Darüber hinaus kann die Verbindung auch zwischen dem System und der zentralen Recheneinheit hergestellt werden, über Kabel oder drahtlos, beispielsweise über Funk, Infrarot, Bluetooth u.ä.m, entweder direkt, über einen lokalen Rechner mit Verbindung an die zentrale Recheneinheit, oder über eine andere Anschlussstelle.

Das erfindungsgemäße Verfahren wird im Folgenden anhand der beiliegenden Figur unter Bezugnahme auf Ausführungsbeispiele genauer erläutert.

1 zeigt ein Blockdiagramm enthaltend wesentliche Merkmale eines Systems zum Erreichen der Aktualisierung einer Aufbauinformationsdatenbank.

In einem Fahrzeug 1 ist ein vernetztes System, in diesem Ausführungsbeispiel ein Bordnetz, 2, welches mehrere Komponenten 3a, 3b, 3c, 3d, 3e und 4 enthält, dargestellt. Über das System 2 kann eine Verbindung mit einer zentralen Recheneinheit 5 hergestellt werden. Wenn eine Komponente 4 im vernetzten System 2 aktualisiert wird, muss das vernetzte System 2 auf die zentrale Recheneinheit 5 zugreifen und Informationen bezüglich der aktualisierten Komponente 4 zur zentralen Recheneinheit 5 übermitteln. Die zentrale Recheneinheit 5 empfängt vom vernetzten System 2 übermittelte Daten 6 und schickt als Antwort eine Abfrage 7 an das vernetzte System 2. Die zentrale Recheneinheit 5 fragt nach Aufbauinformationen des vernetzten Systems. Die abgefragten Informationen sind beispielsweise Softwarestände der einzelnen Komponenten, Produktionsnummern, Identifikationscodes, Kennzeichnungen der Komponenten u.ä.m. Von diesen Informationen ausgehend, bekommt die zentrale Recheneinheit 5 Auskunft über den aktuellen Aufbau des vernetzten Systems.

Vorteilhafterweise ist der Aufbau des vernetzten Systems schon vom Hersteller des vernetzten Systems in der zentralen Recheneinheit 5 gespeichert, beziehungsweise wird den Aufbau beim ersten Verbinden mit dem vernetzten System 2 gespeichert. Der Aufbau beim letzten Kontakt zwischen dem vernetzten System 2 und der zentralen Recheneinheit 5 ist dann immer in der Recheneinheit 5 gespeichert. Des Weiteren kann man auch den historischen Aufbau des vernetzten Systems in der zentralen Recheneinheit 5 speichern.

Nach Erhalt der abgefragten aktuellen Aufbauinformationen des vernetzten Systems vergleicht die zentralen Recheneinheit 5 die zuletzt gespeicherten Aufbauinformationen mit den aktuellen Aufbauinformationen. Erst nach Erhalt aller abgefragte Aufbauinformationen werden erforderlichen Daten von der Recheneinheit 5 an das vernetzte System 2 weitergeleitet. Die aktuellen Aufbauinformationen werden in der zentralen Recheneinheit 5 gespeichert.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform werden die erforderlichen Daten erst dann an das vernetzte System 2 weitergeleitet, wenn eine Überprüfung in der zentralen Recheneinheit 5 feststellt, dass ein vernetztes System mit einem Aufbau entsprechend der aktuellen Aufbauinformationen der zentralen Recheneinheit 5 in einem zugelassenen Stand ist. Die zentrale Recheneinheit 5 überprüft und verifiziert die Aufbauinformationen mittels festgelegten möglichen Aufbauten des spezifischen vernetzten Systems. Beispielsweise werden die Softwarestände auf Konsistenz überprüft und auch andere vorher festgelegte Kriterien werden überprüft.

Sollte erkannt werden, dass beispielsweise zwei oder mehrere Softwarestände nicht miteinander kompatibel sind, wird es bevorzugt, dass eine entsprechende Meldung gegeben wird, beispielsweise über ein Diagnosesystem, und dass die erforderlichen Daten für den Betrieb beziehungsweise die Inbetriebnahme der aktualisierten Komponente erst dann freigegeben werden, wenn die Mängel behoben sind.


Anspruch[de]
Verfahren zum Erreichen der Aktualisierung einer Aufbaudokumentation eines Systems vernetzter Komponenten (3a, 3b, 3c, 3d, 3e, 4), wobei das vernetzte System (2) auf eine zentrale Recheneinheit (5) Zugriff hat, in welcher die Aufbaudokumentation der vernetzten Komponenten und/oder des vernetzten Systems gespeichert sind, wobei das Verfahren folgende Schritte enthält:

– eine Komponente (4) im vernetzten System (2) aktualisieren,

– auf die zentrale Recheneinheit (5) zugreifen,

– Informationen bezüglich der aktualisierten Komponente (4) von dem vernetzten System (2) zur zentralen Recheneinheit (5) übermitteln,

dadurch gekennzeichnet, dass

die zentrale Recheneinheit (5) eine Aufbauinformationsabfrage an das vernetzte System (2) durchführt und die aktualisierte Komponente (4) nur dann freigibt, wenn alle abgefragten Aufbauinformationen von dem vernetzten System (2) übermittelt worden sind.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zentrale Recheneinheit (5) bei Freigabe der aktualisierten Komponente (4) eine Freigabemeldung, welche erforderliche Daten für den Betrieb beziehungsweise die Inbetriebnahme der aktualisierten Komponente enthält, an das vernetzte System (2) sendet. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es ferner folgende Schritte enthält:

– Auswertung des vernetzten Systems in der zentralen Recheneinheit unter Berücksichtigung der Aufbauinformation der aktualisierten Komponente und der Aufbaudokumentation, gespeichert in der zentralen Recheneinheit (5),

– Feststellen, ob das vernetzte System (2) einschließlich der aktualisierten Komponente (4) sich in einem zugelassenen Stand befinden.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gesamtsystem (2) nur dann freigegeben wird, wenn das vernetzte System (2) einschließlich der aktualisierten Komponente (4) sich in einem zugelassenen Stand befindet. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktualisierung einer Komponente die Aktualisierung eines Softwareständes der Komponente, ein Austausch der Komponente, und einen Neueinbau einer anderen Komponente einschließen Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponente (3a, 3b, 3c, 3d, 3e, 4) eine Hardware- und/oder eine Softwarekomponente ist. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das vernetzte System (2) ein vernetztes System eines Fahrzeuges ist. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erforderlichen Daten für den Betrieb beziehungsweise die Inbetriebnahme der aktualisierten Komponente Anlerndaten, wie zum Beispiel Parametrierdaten, für die aktualisierte Komponente (4) enthalten. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufbauinformationsabfrage (7) abfragen nach Seriennummern einer oder mehrerer Komponenten, individuelle Signaturdaten einer oder mehrerer Komponenten, Softwarestände einer oder mehrerer Komponenten und/oder Programmierdaten für eine Masterkomponente, beinhaltet. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Aufbaumöglichkeiten für das vernetzte System zu Verfügung stehen, wobei die Aufbaumöglichkeiten neue Softwarestände, und/oder neu eingebaute Komponenten umfassen. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufbauinformationsabfrage der zentralen Recheneinheit geändert werden kann, um dem neuesten Stand der Aufbaumöglichkeiten des vernetzten Systems zu entsprechen. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zentrale Recheneinheit (5) das vernetzten System (2) gezielt nach solchen Aufbauinformationen fragt, durch die gewährleistet wird, dass die zentrale Recheneinheit (5) eine lückenlose Aufbauinformation aufweist. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktualisierung der aktualisierten Komponente dazu führt, dass andere Komponenten mindestens teilweise aktualisiert werden müssen, um das Gesamtsystem in einen zugelassenen Stand zu bringen.






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