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Dokumentenidentifikation DE102006028488A1 27.12.2007
Titel Verstellstange
Anmelder DEUTZ AG, 51149 Köln, DE
Erfinder Fuchs, Heinz Wolfgang, 42897 Remscheid, DE;
Lintermann, Wilfried, 50169 Kerpen, DE
DE-Anmeldedatum 21.06.2006
DE-Aktenzeichen 102006028488
Offenlegungstag 27.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.12.2007
IPC-Hauptklasse F02M 25/06(2006.01)A, F, I, 20060621, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Koppelstange für die Betätigung einer Regelklappe einer Abgasrückführung einer Brennkraftmaschine, wobei die Koppelstange mit einer ersten Seite mit einer Betätigungseinrichtung und einer zweiten Seite mit einer Abgasregelklappe über Anlenkpunkte verbunden ist.
Erfindungsgemäß wird eine gattungsgemäße Koppelstange 1 derart weitergebildet, dass sie die Koppelung einer Betätigungseinrichtung mit einer Abgasregelklappe bildet, wobei die Koppelstange 1 Anbautoleranzen sowie mögliche Achsversätzte und Schrägstellungen ausgleicht. Dies wird dadurch erreicht, dass die Koppelstange auf der Seite der als elektrischer Steller ausgeführten Betätigungseinrichtung ein Elastomerlager 2 und auf der Seite der Abgasregelklappe ein Gelenklager 3 aufweist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Koppelstange für die Betätigung einer Regelklappe einer Abgasrückführung einer Brennkraftmaschine, wobei die Koppelstange mit einer ersten Seite mit einer Betätigungseinrichtung und einer zweiten Seite mit einer Abgasregelklappe über Anlenkpunkte verbunden ist.

Eine derartige Koppelstange ist aus der DE 32 44 441 A1 bekannt. Über diese Koppelstange wird die externe Abgasrückführung einer Brennkraftmaschine geregelt. Die Koppelstange ist einerseits mit einem Steuerventil in der Abgasrückführleitung und andererseits über ein Gestänge mit einem Reglerhebel verbunden. Dieser Reglerhebel ist mit einer der Brennkraftmaschine zugeordneten Kraftstoffregeleinrichtung verbunden. Im Leerlaufbetrieb und z. B. bei kaltem Motor wird durch eine vollständige Öffnung des Steuerventils die größtmögliche Menge Abgas zurückgeführt, während bei betriebswarmem Motor dieses Ventil weniger geöffnet bzw. sogar vollständig geschlossen wird. Die Regelung des Steuerventils in Abhängigkeit der Motortemperatur wird mit Hilfe eines Regelgliedes bewerkstelligt. Die Koppelstange an sich ist nicht näher beschrieben.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Koppelstange für die Koppelung einer Betätigungseinrichtung mit einer Abgasregelklappe zu schaffen, wobei die Koppelstange Anbautoleranzen sowie mögliche Achsversätze und Schrägstellungen ausgleichen soll.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Koppelstange auf der Seite der als elektrischer Steller ausgeführten Betätigungseinrichtung ein Elastomerlager und auf der Seite der Abgasregelklappe ein Gelenklager aufweist. Durch das Elastomerlager werden mögliche Achsversätze und Schrägstellungen der Anlenkhebel ausgeglichen, sowie Schwingungen der Koppelstange um ihre Längsachse gedämpft. Das Gelenklager lässt durch die Verstellung hervorgerufene Drehbewegungen zu und gleicht Anbautoleranzen aus.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Gelenklager als temperaturbeständiges Lager ausgeführt. Da sich der Anlenkpunkt der Abgasregelklappe in der Nähe einer heißen Abgasleitung befindet, ist die Verwendung eines wärmeresistenten Lagers bezüglich der Lebensdauer der Lagerstelle von Vorteil.

In Weiterbildung der Erfindung ist das Gelenklager als Kugelgelenklager ausgebildet und aus einer Molybdänlegierung gefertigt. Durch das Kugelgelenk werden eine reibungsarme Drehbewegung ermöglicht und zugleich Anbautoleranzen problemlos ausgeglichen. Durch die Molybdänlegierung wird eine hohe Härte und Temperaturbeständigkeit des Gelenklagers garantiert.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind das Gelenk- und das Elastomerlager mit der Koppelstange verpresst. Hierdurch wird eine sichere Verbindung zwischen den Lagern und der Koppelstange gewährleistet.

In Weiterbildung der Erfindung sind die Durchmesser des Gelenk- und des Elastomerlagers unterschiedlich ausgebildet. Dadurch wird eine korrekte Zuordnung des jeweiligen Lagers zu dem richtigen Anlenkpunkt sichergestellt und somit eine Falschmontage verhindert.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung liegt der Schwerpunkt der Koppelstange auf der direkten Verbindungslinie der Anlenkpunkte.

Somit treten keine zusätzlichen dynamischen Kräfte auf und die Belastung der Lagerstellen kann niedriger gehalten werden.

In Weiterbildung der Erfindung ist die Koppelstange aus Aluminium gefertigt. Hierdurch wird die Masse der Koppelstange reduziert, wodurch sich die durch die Motoranregung erzeugten Lagerkräfte verringern und somit die Lebensdauer erhöht wird.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der Zeichnungsbeschreibung zu entnehmen, in der ein in den Figuren dargestelltes Ausführungsbeispiel der Erfindung näher beschrieben ist.

Es zeigen:

1 eine Draufsicht der Koppelstange

2 eine Seitenansicht der Koppelstange im Schnitt.

Die Koppelstange 1 gemäß 1 ist für die Regelung der Abgasrückführung einer selbstzündenden Brennkraftmaschine durch eine Koppelung einer beispielsweise als elektrischer Steller ausgeführte Betätigungseinrichtung und einer Abgasregelklappe geeignet. Für diesen Einsatzfall weist die Koppelstange 1 an dem Anschraubpunkt der Seite der Betätigungseinrichtung ein Elastomerlager 2 und an dem Anschraubpunkt auf der Seite der Abgasregelklappe ein Gelenklager 3 auf, um Achsversätze und Schrägstellungen der Anlenkhebel sowie Anbautoleranzen auszugleichen. Da im Bereich der Abgasleitung ca. 600°C herrschen, ist das Gelenklager 3 als temperaturbeständiges Kugelgelenklager ausgeführt.

1
Koppelstange
2
Elastomerlager
3
Gelenklager


Anspruch[de]
Koppelstange für die Betätigung einer Regelklappe einer Abgasrückführung einer Brennkraftmaschine, wobei die Koppelstange mit einer ersten Seite mit einer Betätigungseinrichtung und einer zweiten Seite mit einer Abgasregelklappe über Anlenkpunkte verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Koppelstange (1) auf der Seite der als elektrischer Steller ausgebildeten Betätigungseinrichtung ein Elastomerlager (2) und auf der Seite der Abgasregelklappe ein Gelenklager (3) aufweist. Koppelstange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenklager (3) als temperaturbeständiges Lager ausgeführt ist. Koppelstange nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenklager (3) als Kugelgelenklager ausgebildet ist und aus einer Molybdänlegierung gefertigt ist. Koppelstange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenklager (3) und das Elastomerlager (2) mit der Koppelstange verpresst sind. Koppelstange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchmesser des Gelenklagers (3) und des Elastomerlagers (2) unterschiedlich sind. Koppelstange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwerpunkt der Koppelstange (1) auf der direkten Verbindungslinie der Anlenkpunkte liegt. Koppelstange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Koppelstange (1) aus Aluminium gefertigt ist.






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