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Dokumentenidentifikation DE102006029090A1 27.12.2007
Titel Anschlagmittel, insbesondere Rundschlinge
Anmelder Carl Stahl GmbH, 73079 Süßen, DE
Erfinder Bunse, Marko, 73035 Göppingen, DE
Vertreter Bartels & Partner, Patentanwälte, 70174 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 24.06.2006
DE-Aktenzeichen 102006029090
Offenlegungstag 27.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.12.2007
IPC-Hauptklasse G09F 3/02(2006.01)A, F, I, 20060624, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B65G 7/12(2006.01)A, L, I, 20060624, B, H, DE   B66C 1/12(2006.01)A, L, I, 20060624, B, H, DE   
Zusammenfassung Ein Anschlagmittel, insbesondere Rundschlinge, mit einem der Aufnahme von Lastkräften dienenden Kern, einer diesen umgebenden schlauchartigen Umhüllung (1) und einem Etikett, um eine visuell erkennbare Anzeige zumindest solcher Informationen zur Verfügung zu stellen, deren Angabe durch geltende Normvorschriften vorgeschrieben ist, ist dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil (11) des Etiketts derart lageveränderlich angeordnet ist, dass es durch Aufbringen einer Betätigungskraft aus einer geschützten Ruheposition innerhalb der Umhüllung (1) gegen eine Rückstellkraft aus der Umhüllung (1) heraus in eine Ableseposition bewegbar ist und dass ein Rückstellmittel vorhanden ist, das die Rückstellkraft in der Weise erzeugt, dass das in der Ableseposition befindliche Teil (11) bei Abwesenheit der Betätigungskraft selbsttätig in die Ruheposition zurückgeführt wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Anschlagmittel, insbesondere Rundschlinge, mit einem der Aufnahme von Lastkräften dienenden Kern, einer diesen umgebenden schlauchartigen Umhüllung und einem Etikett, um eine visuell erkennbare Anzeige zumindest solcher Informationen zur Verfügung zu stellen, deren Angabe durch geltende Normvorschriften vorgeschrieben ist.

Bei Anschlagmitteln wie Rundschlingen, die für Hebevorgänge von Lasten auch mit hohem Gewicht, beispielsweise im Größenbereich von Tonnen, benutzt werden, sind höchste Anforderungen an die Betriebssicherheit zu stellen. Demgemäß gelten für Bauweise und Ausrüstung konkrete Normvorschriften, die auch eine Kennzeichnungspflicht umfassen. So ist beispielsweise in DIN EN 1492-2 für Rundschlingen eine Etikettierung vorgeschrieben, die, unter anderem, zumindest folgende Angaben umfassen muss: Nennlänge, Tragfähigkeit (zumindest bei der einfachen Anschlagart „direkt"), Identifizierung des Herstellers, Werkstoff des Kernmaterials, rückverfolgbarer Code und Nummer der entsprechenden Normvorschrift.

Bekanntermaßen werden Rundschlingen oftmals in rauhen Umgebungen eingesetzt, so dass die Anforderungen an die Abriebfestigkeit der Etiketten, an den Schutz vor Verschmutzung, welche die Lesbarkeit des Etiketts beeinträchtigt, und an die Sicherheit gegen Abreißen besonders groß sind. Wie sich gezeigt hat, halten Etiketten üblicher Weise den diesbezüglichen, im Betrieb auftretenden Belastungen und Beeinträchtigungen nicht lange stand.

Um hier Abhilfe zu schaffen ist es Stand der Technik, das vollständige Etikett in eine transparente Schutzhülle einzuschließen. Diese Kapselung macht die Rundschlingen aber wesentlich steifer und beeinflußt somit die Haptik in ungünstiger Weise.

Im Hinblick auf diesen Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Anschlagmittel, insbesondere Rundschlinge, zur Verfügung zu stellen, das den Anforderungen, die an die Kennzeichnung durch Etikettierung zu stellen sind, besser gerecht wird.

Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe durch einen Erfindungsgegenstand gelöst, der die Merkmale des Patentanspruches 1 in seiner Gesamtheit aufweist.

Die wesentliche Besonderheit der Erfindung besteht demgemäß darin, dass ein Teil des Etiketts lageveränderlich und derart angeordnet ist, dass es aus einer geschützten Ruheposition innerhalb der Umhüllung aus dieser heraus in eine Ableseposition bewegt werden kann. Das Überführen in die Ableseposition erfolgt gegen eine Rückstellkraft, die von einem Rückstellmittel in der Weise erzeugt wird, dass das in der Ableseposition befindliche Teil des Etiketts selbsttätig in die Ruheposition zurückgeführt wird, wenn am bewegbaren Teil keine Betätigungskraft zum Überführen in die Ableseposition wirksam ist. Mit anderen Worten gesagt, befindet sich dadurch das bewegbare Teil des Etiketts normalerweise in geschützter Position innerhalb der Umhüllung, aus der es heraus bewegbar ist, um Daten des Etiketts abzulesen.

Vorzugsweise ist die Anordnung so getroffen, dass das bewegbare Teil des Etiketts entlang einer in der Umhüllung befindlichen Führungsbahn verschiebbar ist, die sich, in der Umhüllung längs verlaufend, bis zu einem offenen Austrittsende erstreckt, aus dem heraus das bewegbare Teil des Etiketts in die Ableseposition herausziehbar ist, indem als Betätigungskraft eine in Ausziehrichtung wirkende Zugkraft aufgebracht wird. Dadurch, dass das bewegbare Teil in der Umhüllung längs verschiebbar geführt ist, bedingt die lageveränderliche Anordnung nur eine sehr geringe, nicht ins Gewicht fallende örtliche Verdickung der Umhüllung.

Wenn entsprechend einem besonders vorteilhaften Ausführungsbeispiel zudem das bewegbare Teil durch einen bandartigen Streifen aus einem flexiblen, bedruckbaren oder beschriftbaren Kunststoff gebildet ist, dann ergibt sich, neben dem Vorteil der äußerst geringfügigen Verdickung, der besondere zusätzliche Vorteil, dass praktisch keine örtliche Versteifung der Umhüllung verursacht wird. Im Gegensatz hierzu führt, wie oben bereits angedeutet, beim Stand der Technik die Kapselung des Etiketts mit einem durchsichtigen Kunststoffgehäuse sowohl zu einer örtlichen Verdickung als auch zu einer örtlichen Versteifung einer betreffenden Rundschlinge.

Eine derartige örtliche Verdickung und/oder Versteifung ist bei Rundschlingen besonders störend, die über ihre übrige Länge schmiegsam und flexibel sind. Dies ist insbesondere bei Rundschlingen gemäß der bereits erwähnten Norm DIN EN 1492-2 der Fall, die einen Kern aus technischen Garnen besitzen, die aus hochfesten Multifilamenten wie Polyamid, Polyester oder Polypropylen bestehen. Derartige „textile" Rundschlingen, bei denen der Kern mit einer Umhüllung vorzugsweise in Form eines Polyester-Gewebes umgeben ist, zeichnen sich durch besonders gute Schmiegsamkeit aus, so dass hier örtliche Versteifungen und Verdickungen besonders störend ins Gewicht fallen würden.

Die Anordnung kann in vorteilhafter Weise so getroffen sein, dass ein Endabschnitt des bewegbaren Teiles in der Ruheposition am Austrittsende der Führungsbahn frei liegt und für das manuelle Aufbringen der in Ausziehrichtung wirkenden Zugkraft zugänglich ist, und dass das Rückstellmittel mindestens ein Zugglied aufweist, das an dem dem Endabschnitt entgegengesetzten Ende des bewegbaren Teiles angreift und an diesem eine in Einziehrichtung wirkende Zugkraft als Rückstellkraft ausübt. Die Verwendung eines Zuggliedes als Rückstellmittel begünstigt ebenfalls eine flexible und flache Bauweise, die sich auch durch einen besonders einfachen Aufbau auszeichnet, wenn in vorteilhafter Weise als Zugglied mindestens ein federelastisch oder gummielastisch dehnbarer Strang vorgesehen ist, der durch seine Längung beim Herausziehen des bewegbaren Teiles die Rückstellkraft aufbaut.

Ein besonders einfacher, platzsparender und betriebssicherer Aufbau ergibt sich, wenn ein Strang aus einem Gummiwerkstoff vorgesehen ist, der, eine dehnbare Schlaufe bildend, durch ein Ösenteil am zu dem Endabschnitt entgegengesetzten Ende des bewegbaren Teiles hindurch geführt ist und dessen Enden zusammengefaßt und an einer Verankerungsstelle mit dem Kern verbunden sind.

Bei Rundschlingen ist die Umhüllung üblicherweise durch einen durchgehenden Schlauch gebildet, wobei ein Ende des Schlauches in das andere Ende des Schlauches eingesetzt und dort, vorzugsweise durch Vernähen, fixiert ist. Bei vorteilhaften Ausführungsbeispielen der Erfindung kann die Anordnung hierbei so getroffen sein, dass an der Verankerungsstelle das eine Ende der schlauchartigen Umhüllung zusammen mit den Enden der dehnbaren Schlaufe zur Bildung eines geschlossenen Schlauchabschnittes zusammengefaßt und mit der Verankerungsstelle verbunden ist, wobei sich die dehnbare Schlaufe und der sich an diese anschließende bewegbare Teil entlang der Außenseite dieses Schlauchabschnittes erstrecken, der Bestandteil der Führungsbahn für die Lageveränderung des bewegbaren Teiles bildet.

Um die Führungsbahn einschließlich des bewegbaren Teiles und der dehnbaren Schlaufe zu vervollständigen und zu umschließen, ist das andere Ende der schlauchartigen Umhüllung als äußere Ummantelung über die Verankerungsstelle und den geschlossenen Schlauchabschnitt hinweg bis zu einer Endposition geführt, in der der manuell ergreifbare Endabschnitt des bewegbaren Teiles am Ende dieser Ummantelung zugänglich ist.

Um den bereits erwähnten Normvorschriften Genüge zu leisten, ist zusätzlich zu dem bewegbaren Teil des Etiketts ein nicht bewegbares Teil des Etiketts in der Umhüllung innerhalb des Längenbereichs der Führungsbahn fest angebracht. Dabei kann es sich, wie bei dem bewegbaren Teil, um ein Blatt oder Bandstück aus einem dünnen, flexiblen, bedruckbaren oder beschriftbaren Kunststoff handeln.

In besonders vorteilhafter Weise kann das fest angebrachte Teil in Doppelfunktion ein zusätzliches Führungselement innerhalb der Führungsbahn bilden. Hierfür kann die Anordnung so getroffen sein, dass das das fest angebrachte Teil bildende Kunststoffblatt zu einem Flachschlauch gefaltet ist, in dem das bewegliche Teil längs verschiebbar geführt ist.

Das fest angebrachte Element, sei es als einlagiges Blatt oder als Flachschlauch ausgebildet, ist vorzugsweise über eine seitliche Längsnaht mit der Umhüllung vernäht.

Nachstehend ist die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen im Einzelnen erläutert. Es zeigen:

1 eine abgebrochen gezeichnete Draufsicht auf einen Längenabschnitt einer Rundschlinge gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung, wobei ein bewegbares Teil eines Etiketts in geschützter Ruheposition dargestellt ist;

2 eine der 1 ähnliche Draufsicht, wobei das bewegbare Teil manuell teilweise in eine Ableseposition ausgezogen ist;

3 eine perspektivisch und schematisch vereinfacht gezeichnete Darstellung der Rundschlinge gemäß 1 und 2, wobei die Schlauchenden der schlauchartigen Umhüllung, die im Fertigzustand der Rundschlinge normalerweise zusammengesteckt und aneinander fixiert sind, auseinandergezogen dargestellt sind, um einen im Fertigzustand innerhalb der Umhüllung befindlichen Schlauchabschnitt mit daran anliegendem, lageveränderbaren Teil eines Etiketts sichtbar zu machen, wobei ein fest angebrachter Teil des Etiketts weggelassen ist;

4 eine leicht vergrößert und abgebrochen gezeichnete Draufsicht lediglich des in 3 mit A bezeichneten Längenbereichs, wobei das fest angebrachte Teil des Etiketts gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel dargestellt ist, und

5 eine der 4 entsprechende Draufsicht, wobei das bewegliche Teil des Etiketts gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel dargestellt ist.

1 zeigt von einer Rundschlinge einen mit einer Etikettierung versehenen Längenabschnitt der als Ganzes mit 1 bezeichneten Umhüllung. Diese besteht in der bei Rundschlingen üblichen Weise aus einem durchgehenden Schlauch aus einem textilen Gewebe, beispielsweise einem Polyestergewebe. Bei dem in 1 und 2 gezeigten Fertigzustand der Rundschlinge sind beide Enden des die Umhüllung 1 bildenden Schlauches ineinander eingesetzt, so dass, wie 1 und 2 zeigen, der eine Schlauchabschnitt 3 im offenen Ende des anderen Schlauchabschnittes 5 aufgenommen ist, so dass die Umhüllung 1 die Form eines geschlossenen Ringschlauches besitzt, in dem ein lasttragender Kern 7 (3), der eine geschlossene Schlinge bildet, vollständig eingeschlossen und ummantelt ist. Zur Fixierung der Schlauchabschnitte 3 und 5 aneinander ist eine Längsnaht 9 im Bereich des Endes 10 des Schlauchabschnittes 5 vorgesehen.

Im vorliegenden Fall, wo die Erfindung am Beispiel einer Rundschlinge gemäß DIN-EN 1492-2 beschrieben ist, handelt es sich bei dem Kern 7 (3) um ein technisches Garn, insbesondere ein hochfestes Multifilament aus Polyamid, Polyester oder Polypropylen. Es versteht sich, dass die Erfindung gleichermaßen bei andersartigen Anschlagmitteln vorteilhaft benutzbar ist, insbesondere auch bei solchen Anschlagmitteln, bei denen Drahtseile, beispielsweise Edelstahlseile, als Kern vorgesehen sind.

In 1 ist ein bewegbares Teil 11 eines Etiketts in einer geschützten Ruheposition dargestellt, wobei lediglich ein Endabschnitt 13 des Teiles 11 freiliegend ist, während sich der übrige Bereich des Teiles 11 innerhalb der Umhüllung 1, also in geschützter Position befindet.

2 zeigt einen Zustand, bei dem das bewegbare Teil 11 aus der geschützten Ruheposition durch die Hand 15 einer Bedienperson, indem diese am Endabschnitt 13 zieht, teilweise aus der geschützten Position aus der Umhüllung 1 heraus in eine Ableseposition herausgezogen ist, wobei in 2 das nur teilweise Herausziehen dargestellt ist. Nähere Einzelheiten der lageveränderbaren Anordnung des bewegbaren Teiles 11 sind aus 3 bis 5 entnehmbar.

Wie aus den letztgenannten Figuren zu ersehen ist, hat das bewegbare Teil 11 die Form eines bandartigen Streifens, dessen Endabschnitt 13 ein Griffstück mit Abschrägungen bildet. Genauer gesagt, handelt es sich um ein dünnes, flexibles Kunststoffband, das bedruckt oder beschriftet werden kann. Den Normvorschriften entsprechend muss die Farbe des Etiketts den Werkstoff des Kernes 7 kennzeichnen, wobei blau für Polyester, braun für Polypropylen und grün für Polyamid vorgeschrieben sind. An dem dem Endabschnitt 13 entgegengesetzten Ende ist das Teil 11 zur Bildung eines Ösenteiles 17 gefaltet, das mittels einer Klebestelle oder Schweißnaht 19 geschlossen ist. Durch das Ösenteil ist ein Strang 21 aus einem Gummiwerkstoff hindurch geführt. Die Enden des Stranges 21 sind zusammengefasst und an einer Verankerungsstelle 23, siehe 3, mit dem Kern 7 fest verbunden. Wie aus 3 ebenfalls entnehmbar ist, ist auch das Ende des Schlauchabschnittes 3 mit den Enden des Stranges 21 gemeinsam zusammengefasst und mit der Außenseite des Kernes 7 verbunden, dessen Verlauf sich nach der Verankerungsstelle 23 innerhalb des Schlauchabschnittes 3 fortsetzt.

Die Verbindung der Enden des Stranges 21 und des Endes des Schlauchabschnittes 3 erfolgt an der Verankerungsstelle 23 durch Verkleben mit den Fasern des Kernes 7, wobei es sich beispielsweise um Polyesterfasern handelt. Für die Verklebung oder zusätzlich hierzu kann ein Klebeband 25 vorgesehen sein.

Um das Ausführungsbeispiel aus dem in 3 gezeigten Zustand, bei dem, um die lageveränderliche Anordnung des Teiles 11 des Etikettes sichtbar zu machen, der Schlauchabschnitt 5 vom Schlauchabschnitt 3 abgezogen und so weit zurückgezogen ist, dass die Verankerungsstelle 23 und die dehnbare Schlaufe sichtbar sind, in den Fertigzustand zu bringen, wird der Schlauchabschnitt 5 über die Verankerungsstelle 23, den Strang 21 und den bewegbaren Teil 11 hinweg geführt, bis der in 1 gezeigte Zustand erreicht ist. Hierbei ist der Schlauchabschnitt 5 so weit über den Schlauchabschnitt 3 gezogen, dass bei nicht gespannter dehnbarer Schlaufe, d. h. wenn der Gummistrang 21 nicht ausgezogen ist, sich der Großteil des bewegbaren Teiles 11 in der Ruheposition innerhalb des Schlauchabschnittes 5 befindet und nur der Endabschnitt 13, als Griffstück, am Ende 10 des Schlauchabschnittes 5 frei liegt. Wie bereits erwähnt, sind in dieser gegenseitigen Lagebeziehung von Schlauchabschnitt 5 und Schlauchabschnitt 3 diese durch eine Längsnaht 9 miteinander verbunden. Zusätzlich kann am Schlauchabschnitt 5 eine Quernaht 27 vorgesehen sein, die sich in der Nähe der Verankerungsstelle 23 oder an dieser befindet.

4 und 5 zeigen nähere Einzelheiten der Führungsbahn für das bewegbare Teil 11. Wie ersichtlich, erstreckt sich das Teil 11 entlang der Außenseite des Schlauchabschnittes 3. An dieser Außenseite befindet sich, einen Bestandteil der Führungsbahn bildend, ein fest angebrachtes Teil 29 des Etiketts das, den Normvorschriften entsprechend, innerhalb der Umhüllung 1 gelegen und daher in 1 und 2 nicht sichtbar ist. Bei dem Ausführungsbeispiel von 4 ist das fest angebrachte Teil 29 ein einlagiges, dünnes, flexibles Kunststoffblatt, das in Stärke und Material dem bewegbaren Teil 11 entspricht und über eine seitliche Längsnaht 31 mit dem Schlauchabschnitt 3 verbunden ist. Bei dem Beispiel von 5 ist anstelle eines einlagigen Blattes ein Flachschlauch 33 als fest angebrachter Teil des Etiketts vorgesehen, wobei ein Kunststoffblatt über sich umgelegt gefaltet und mit der Längsnaht 31 zur Schlauchform vereinigt und mit dem Schlauchabschnitt 3 vernäht ist. Der Flachschlauch 33 bildet eine Verschiebeführung für den ihn durchgreifenden bewegbaren Teil 11.

Bei der erfindungsgemäßen Lösung befindet sich das bewegbare Teil 11 des Etiketts normalerweise in der in 1 gezeigten, geschützten Ruheposition, bei der es sich bis auf ein durch den Endabschnitt 13 gebildetes Griffstück innerhalb der Umhüllung 1 befindet. 2 zeigt den Vorgang des manuellen Herausziehens des Teiles 11 in die Ableseposition, wobei die durch den Gummistrang 21 gebildete dehnbare Schlaufe gespannt wird und dabei eine Rückstellkraft aufbaut, die, wenn der Endabschnitt 13 losgelassen wird, den bewegbaren Teil 11 selbsttätig in die geschützte Ruheposition zurückzieht. 2 zeigt einen Betriebszustand des teilweisen Ausziehens des Teiles 11.

Bei den gezeigten Beispielen ist an der Verankerungsstelle 23 eine Klebeverbindung mit den Fasern des Kernes 7 vorgesehen. Alternativ könnte eine unmittelbare Vernähung mit dem äußeren Schlauchabschnitt 5 vorgesehen sein. Anstelle einer dehnbaren Schlaufe könnte ein einteiliger, dehnbarer Strang durch Verkleben mit dem Teil 11 verbunden sein. Bei der Wahl des Werkstoffes für das fest angebrachte Teil 29 des Etikettes, beispielsweise in Form des Flachschlauches 33, kann ein Kunststoffwerkstoff mit besonders guten Gleiteigenschaften vorgesehen sein. Anstelle einer einzigen Längsnaht 9, wie sie bei den gezeigten Beispielen zur Fixierung der Schlauchabschnitte 5 und 3 aneinander vorgesehen ist, könnte beidseits eine Längsnaht vorgesehen sein, um dem bewegbaren Teil 11 eine zusätzliche seitliche Führung zu bieten.

Um zu verhindern, dass der Teil 11, wenn der Endabschnitt 13 bei der Ableseposition losgelassen wird, zu weit in die Umhüllung 1 hinein zurückgezogen wird, können, wie in 1 und 2 gezeigt ist, zwei kurze seitliche Quernähte 35 vorgesehen sein, die in der Umhüllung 1 einen Anschlag als Rückzugsbegrenzung bilden.


Anspruch[de]
Anschlagmittel, insbesondere Rundschlinge, mit einem der Aufnahme von Lastkräften dienenden Kern (7), einer diesen umgebenden schlauchartigen Umhüllung (1) und einem Etikett, um eine visuell erkennbare Anzeige zumindest solcher Informationen zur Verfügung zu stellen, deren Angabe durch geltende Normvorschriften vorgeschrieben ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil (11) des Etiketts derart lageveränderlich angeordnet ist, dass es durch Aufbringen einer Betätigungskraft aus einer geschützten Ruheposition innerhalb der Umhüllung (1) gegen eine Rückstellkraft aus der Umhüllung (1) heraus in eine Ableseposition bewegbar ist, und dass ein Rückstellmittel (21) vorhanden ist, das die Rückstellkraft in der Weise erzeugt, dass das in der Ableseposition befindliche Teil (11) bei Abwesenheit der Betätigungskraft selbsttätig in die Ruheposition zurückgeführt wird. Anschlagmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegbare Teil (11) des Etiketts entlang einer in der Umhüllung (1) befindlichen Führungsbahn verschiebbar ist, die sich, in der Umhüllung (1) längs verlaufend, bis zu einem offenen Austrittsende (10) erstreckt, aus dem heraus das bewegbare Teil (11) des Etiketts in die Ableseposition herausziehbar ist, indem als Betätigungskraft eine in Ausziehrichtung wirkende Zugkraft aufgebracht wird. Anschlagmittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegbare Teil (11) durch einen bandartigen Streifen aus einem flexiblen, bedruckbaren oder beschriftbaren Kunststoff gebildet ist. Anschlagmittel nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Endabschnitt (13) des bewegbaren Teiles (11) in der Ruheposition am Austrittsende (10) der Führungsbahn frei liegt und für das manuelle Aufbringen der in Ausziehrichtung wirkenden Zugkraft zugänglich ist, und dass das Rückstellmittel mindestens ein Zugglied (21) aufweist, das an dem dem Endabschnitt (13) entgegengesetzten Ende des bewegbaren Teiles (11) angreift und an diesem eine in Einziehrichtung wirkende Zugkraft als Rückstellkraft ausübt. Anschlagmittel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, das als Zugglied (21) mindestens ein federelastisch oder gummielastisch dehnbarer Strang vorgesehen ist, der durch seine Längung beim Herausziehen des bewegbaren Teiles (11) die Rückstellkraft aufbaut. Anschlagmittel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Strang (21) aus einem Gummiwerkstoff vorgesehen ist, der, eine dehnbare Schlaufe bildend, durch ein Ösenteil (17) am zu dem Endabschnitt (13) entgegengesetzten Ende des bewegbaren Teiles (11) hindurch geführt ist und dessen Enden zusammengefasst und an einer Verankerungsstelle (23) mit dem Kern (7) verbunden sind. Anschlagmittel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an der Verankerungsstelle (23) das eine Ende der schlauchartigen Umhüllung (1) zusammen mit den Enden des Gummistranges (21) zur Bildung eines geschlossenen Schlauchabschnittes (3) zusammengefasst und mit der Verankerungsstelle (23) verbunden ist und dass sich die aus dem Strang (21) gebildete dehnbare Schlaufe und der sich an diese anschließende bewegbare Teil (11) entlang der Außenseite dieses Schlauchabschnittes (3) erstrecken, der Bestandteil der Führungsbahn für die Lageveränderung des bewegbaren Teiles (11) bildet. Anschlagmittel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauchabschnitt (5) am anderen Ende der schlauchartigen Umhüllung (1) als äußere Ummantelung über die Verankerungsstelle (23) und den geschlossenen Schlauchabschnitt (3) hinweg bis zu einer Endposition geführt ist, in der der manuell ergreifbare Endabschnitt (13) des bewegbaren Teiles (11) am Ende (10) dieser Ummantelung zugänglich ist. Anschlagmittel nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein nicht bewegbares Teil (29; 33) des Etiketts in der Umhüllung (1) innerhalb des Längenbereiches der Führungsbahn fest angebracht ist. Anschlagmittel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das fest angebrachte Teil des Etiketts durch ein als Führungselement in der Führungsbahn dienendes Schlauchelement (33), in dem das bewegbare Teil (11) längs verschiebbar geführt ist, gebildet ist. Anschlagmittel nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das fest angebrachte Teil (29; 33) des Etiketts über eine seitliche Längsnaht (31) mit dem Schlauchabschnitt (3) der Umhüllung (1) vernäht ist. Anschlagmittel nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der die äußere Ummantelung bildende Schlauchabschnitt (5) unter Freilassung der Öffnung für den Austritt des bewegbaren Teiles (11) endseits mit dem ein Teil der Führungsbahn bildenden geschlossenen Schlauchabschnitt (3) durch zumindest eine seitliche Längsnaht (9) verbunden ist.






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