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Dokumentenidentifikation DE102006029172A1 27.12.2007
Titel Kraftfahrzeug mit einer Funkschnittstelle und Vorrichtung und Verfahren zum Steuern einer Funktion eines Kraftfahrzeugs
Anmelder Dr.Ing.h.c. F. Porsche AG, 70435 Stuttgart, DE
Erfinder Staffe, Detlef, 71665 Vaihingen, DE;
Biesinger, Peter-Michael, 73249 Wernau, DE
DE-Anmeldedatum 24.06.2006
DE-Aktenzeichen 102006029172
Offenlegungstag 27.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.12.2007
IPC-Hauptklasse B60R 16/02(2006.01)A, F, I, 20060624, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G01M 17/007(2006.01)A, L, I, 20060624, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug (1) mit einer Funkschnittstelle (14) für ein drahtloses Kommunikationssystem (2) und einer Steuereinrichtung (15) zum Steuern einer Funktion des Kraftfahrzeugs (1). Die Steuereinrichtung (15) ist mit der Funkschnittstelle (14) verbunden und so ausgestaltet, dass sie die Funktion des Kraftfahrzeugs (1) in Abhängigkeit von einem über die Funkschnittstelle (14) empfangenen Kommunikationssignal steuert. Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung (3) zum Steuern einer Funktion eines Kraftfahrzeugs (1). Die Vorrichtung (3) enthält wenigstens einen Zugangsknoten (10-12) für ein drahtloses Kommunikationssystem (2) und eine zentrale Steuerung (13), die mit dem Zugangsknoten (10-12) verbunden und so ausgestaltet ist, dass sie eine Vorgabe für das Steuern der Funktion des Kraftfahrzeugs (1) an den Zugangsknoten (10-12) übermittelt. Der Zugangsknoten (10-12) ist so ausgestaltet, dass er ein Kommunikationssignal mit dieser Vorgabe an das Kraftfahrzeug (1) sendet. Erfindungsgemäß wird des Weiteren ein Verfahren zum Steuern einer Funktion eines Kraftfahrzeugs (1) vorgeschlagen. Bei dem Verfahren wird ein Kommunikationssignal von einer in dem Kraftfahrzeug (1) angeordneten Funkschnittstelle (14) eines drahtlosen Kommunikationssystems (2) empfangen und die Funktion in Abhängigkeit von diesem empfangenen Kommunikationssignal gesteuert.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug mit einer Funkschnittstelle und eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Steuern einer Funktion eines Kraftfahrzeugs.

Insbesondere bei einem Herstellen eines Kraftfahrzeugs werden üblicherweise Einstell- und/oder Überprüfungsarbeiten an dem Kraftfahrzeug vorgenommen, um eine Funktion des Kraftfahrzeugs einzurichten oder zu testen. Dazu ist es bisher erforderlich, dass eine Person händisch eine kabelgebundene Verbindung von einer zentralen Produktionssteuereinrichtung zu dem Kraftfahrzeug herstellt, damit zwischen der Produktionssteuereinrichtung und dem Kraftfahrzeug eine Kommunikation und ein Datenaustausch zum Einstellen und Überprüfen von Funktionalitäten des Kraftfahrzeugs stattfinden kann. Dies ist umständlich und arbeitsintensiv.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein einfaches und komfortables Steuern einer Funktion eines Kraftfahrzeugs von außerhalb des Kraftfahrzeugs zu ermöglichen.

Diese Aufgabe wird durch ein Kraftfahrzeug gemäß der technischen Lehre des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung oder ein Verfahren zum Steuern einer Funktion eines Kraftfahrzeugs gemäß der technischen Lehre des Anspruchs 6 bzw. des Anspruchs 11 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung können den abhängigen Ansprüchen entnommen werden.

Das erfindungsgemäße Kraftfahrzeug enthält eine Funkschnittstelle für ein drahtloses Kommunikationssystem. Eine Steuereinrichtung zum Steuern einer Funktion des Kraftfahrzeugs ist mit der Funkschnittstelle verbunden und so ausgestaltet, dass sie die Funktion des Kraftfahrzeugs in Abhängigkeit von einem über die Funkschnittstelle empfangenen Kommunikationssignal steuert. Die erfindungsgemäße Vorrichtung enthält wenigstens einen Zugangsknoten für ein drahtloses Kommunikationssystem und eine zentrale Steuerung. Diese zentrale Steuerung ist mit dem Zugangsknoten verbunden und so ausgestaltet, dass sie eine Vorgabe für das Steuern der Funktion des Kraftfahrzeugs an den Zugangsknoten übermittelt. Der Zugangsknoten ist ferner so ausgestaltet, dass er ein Kommunikationssignal mit dieser Vorgabe an das Kraftfahrzeug sendet. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird ein Kommunikationssignal von einer in dem Kraftfahrzeug angeordneten Funkschnittstelle eines drahtlosen Kommunikationssystems empfangen und die Funktion in Abhängigkeit von diesem empfangenen Kommunikationssignal gesteuert.

Aufgrund der vorliegenden Erfindung kann vorteilhafterweise ein Einstellen und/oder Überprüfen von Funktionalitäten des Kraftfahrzeugs über die Funkschnittstelle stattfinden. Die Funktion des Kraftfahrzeugs kann automatisiert gesteuert werden. Es ist nicht notwendig, dass eine Person händisch eine Verbindung zu dem Kraftfahrzeug herstellt. Vielmehr kann das Kommunikationssystem automatisch die Anwesenheit des Kraftfahrzeugs feststellen. Dies kann vorteilhafterweise dann geschehen, wenn das Kraftfahrzeug in einen Bereich des Kommunikationssystems befördert wird. Über die Funkschnittstelle kann auf besonders einfache Weise von außen auf die Steuereinrichtung des Kraftfahrzeugs zugegriffen werden, um beispielsweise eine Diagnose des Kraftfahrzeugs, und insbesondere seiner Steuereinrichtung oder Teilen davon, zu ermöglichen.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Funktion des Kraftfahrzeugs ein Einschalten und/oder Ausschalten einer Zündung des Kraftfahrzeugs. Die Zündung des Kraftfahrzeugs kann somit automatisiert und gesteuert durch eine entsprechende Vorgabe von außen ein- und/oder ausgeschaltet werden. Nach dem Einschalten der Zündung können weitere Funktionen des Kraftfahrzeugs über die Steuereinrichtung des Kraftfahrzeugs gesteuert, ausgeführt, getestet, programmiert oder kalibriert, etc., werden.

Das Fahrzeug wird über Steuerung der Fördertechnik identifiziert, damit ist jedem Kraftfahrzeug eine eindeutige Identifikationsangabe zugeordnet. Die Steuereinrichtung des Kraftfahrzeugs ist ferner so ausgestaltet, dass sie diese eindeutige Identifikationsangabe zum Senden an die Funkschnittstelle übermittelt, wenn das Kraftfahrzeug in den Funkbereich eines Zugangsknotens des Kommunikationssystems eintritt. Die zentrale Steuerung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist so ausgestaltet, dass sie die Vorgabe für das Steuern der Funktion des Kraftfahrzeugs an den Zugangsknoten übermittelt, nachdem das Kraftfahrzeug in den Funkbereich des Zugangsknotens des Kommunikationssystems eingetreten ist. Sobald das Kraftfahrzeug in den Funkbereich des Zugangsknotens kommt, kann dies automatisiert erfasst, die Identifikationsangabe des Kraftfahrzeugs vorteilhafterweise abgefragt und dem Zugangsknoten von dem Kraftfahrzeug mitgeteilt werden. Es ist anschließend möglich, insbesondere in Abhängigkeit von der an die zentrale Steuerung weitergeleiteten Identifikationsangabe des Kraftfahrzeugs, die Vorgabe für das Steuern der Funktion von der zentralen Steuereinrichtung zu dem Kraftfahrzeug über das drahtlose Kommunikationssystem zu übermitteln.

Besonders vorteilhaft ist die erfindungsgemäße Vorrichtung eine Vorrichtung zum Steuern eines Herstellens des Kraftfahrzeugs. Das erfindungsgemäße Verfahren kann dementsprechend insbesondere beim Herstellen des Kraftfahrzeugs ausgeführt werden. Der Herstellungsprozess kann dadurch sehr komfortabel und zuverlässig gestaltet werden.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist die Steuereinrichtung wenigstens ein Unter-Steuermittel zum Steuern wenigstens einer Teilfunktion des Kraftfahrzeugs auf. Diesem wenigstens einen Unter-Steuermittel ist wenigstens eine eindeutige Identifikationsangabe zugeordnet, wobei das wenigstens eine Unter-Steuermittel so ausgestaltet ist, dass es bei seinem Einbauen in das Kraftfahrzeug die wenigstens eine eindeutige Identifikationsangabe an die Steuereinrichtung übermittelt. Die Steuereinrichtung ist wiederum so ausgestaltet, dass sie die übermittelte, wenigstens eine eindeutige Identifikationsangabe zum Senden an die Funkschnittstelle übermittelt. Dadurch kann ein Steuern, Überprüfen und/oder Diagnostizieren, etc., der Teilfunktionen auf einfache Weise ermöglicht werden.

Die wenigstens eine von dem Kraftfahrzeug übermittelte, eindeutige Identifikationsangabe des wenigstens einen Unter-Steuermittels kann von dem Zugangsknoten empfangen und beim Herstellen des Kraftfahrzeugs an eine zentrale Steuerung weitergeleitet werden. Die zentrale Steuerung überprüft mittels der wenigstens einen eindeutigen Identifikationsangabe, ob das wenigstens eine Unter-Steuermittel korrekt in das Kraftfahrzeug eingebaut wurde. Auf diese Weise lässt sich einfach und zuverlässig überprüfen, ob das Herstellen des Kraftfahrzeugs richtig durchgeführt wird. Falls das wenigstens eine Unter-Steuermittel falsch in das Kraftfahrzeug eingebaut wurde, kann dies festgestellt und direkt angezeigt werden. Es ist dadurch unmittelbar beim Montieren eine Korrektur des falschen Einbaus möglich. Dies gestaltet den Herstellungsprozess des Kraftfahrzeugs wesentlich effizienter.

Besonders vorteilhaft arbeitet die Funkschnittstelle nach einem sogenannten Wireless Local Area Network, WLAN, Standard. Der Zugangsknoten ist dementsprechend ein Zugangsknoten für ein WLAN. Ein solches WLAN Kommunikationssystem kann insbesondere beim Herstellen des Kraftfahrzeugs effizient eingesetzt werden. Das WLAN ist ein ausgereiftes Kommunikationssystem, das zuverlässig arbeitet.

Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von bevorzugten Beispielen und Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen. Es zeigen:

1 eine schematische Darstellung eines Blockschaltbilds eines erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs, das über ein drahtloses Kommunikationssystem mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Steuern einer Funktion des Kraftfahrzeugs verbunden ist, und

2 ein schematisches Ablaufdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Steuern einer Funktion eines Kraftfahrzeugs.

1 zeigt eine schematische Darstellung eines Blockschaltbilds eines erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs 1. Das Kraftfahrzeug 1 ist über ein drahtloses Kommunikationssystem 2 mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 3 zum Steuern einer Funktion des Kraftfahrzeugs 1 verbunden. Die gesamte Anordnung nach 1 ist in einem Produktionsbereich zum Herstellen und Montieren des Kraftfahrzeugs 1 angeordnet. Die Vorrichtung 3 ist insofern im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine Vorrichtung zum Steuern des Herstellens des Kraftfahrzeugs 1. Die vorliegende Erfindung ist allerdings nicht auf das Herstellen eines Kraftfahrzeugs begrenzt. Es ist auch möglich, die Erfindung in anderen Bereichen und für andere Funktionalitäten einzusetzen. Dies ist beispielsweise beim Überprüfen des Kraftfahrzeugs in einer Kraftfahrzeug-Werkstatt möglich oder bei einer Ferndiagnose.

Die Vorrichtung 3 enthält mehrere Montage- oder Diagnosestationen, von denen in der 1 stellvertretend Stationen 4, 5 und 6 dargestellt sind. An jeder dieser Stationen 4-6 werden bestimmte vorgegebene Arbeitsschritte zum Montieren, Diagnostizieren und/oder Überprüfen des Kraftfahrzeugs 1 durchgeführt. Beispielsweise ist es möglich, an den Stationen 4-6 in das Kraftfahrzeug 1 Bauteile, wie z. B. bestimmte Steuergeräte, einzusetzen, in dem Kraftfahrzeug 1 vorhandene Steuergeräte zu programmieren, Fehler festzustellen und gegebenenfalls zu beheben, etc. Zum Herstellen und Montieren des Kraftfahrzeugs 1 wird dieses nacheinander in die einzelnen Stationen 4-6 befördert, damit dort die zugeordneten Arbeiten erledigt werden können. In der 1 ist dies durch einen Pfeil A angedeutet, der die Beförderungsrichtung des Kraftfahrzeugs 1 in die Stationen 4-6 des Produktionsbereichs anzeigt. Im Ausführungsbeispiel nach 1 befindet sich das Kraftfahrzeug 1 beispielhaft in der Station 4. An den Stationen 4-6 sind drahtlose Zellenbereiche 7, 8 und 9 des Kommunikationssystems 2 aufgebaut, die zum drahtlosen Austausch von Kommunikationssignalen zwischen den Stationen 4-6 und dem in einem Funkbereich des jeweiligen Zellenbereichs 7-9 befindlichen Kraftfahrzeug 1 dienen. Die Zellenbereiche 7-9 sind hier sogenannte Wireless Local Area Networks, WLANs. Solche WLANs sind insbesondere in den IEEE Standards 802.11 definiert. Die den Stationen 4-6 zugeordneten Zellenbereiche 7-9 weisen Zugangsknoten 10, 11 und 12 zu den Zellenbereichen 7-9 auf, sogenannte Wireless Access Points. Die Vorrichtung 3 weist ferner eine zentrale Produktionssteuerung 13 auf, die mit den Zellenbereichen 7-9, hier insbesondere deren Zugangsknoten 10-12, verbunden ist. Die zentrale Produktionssteuerung 13 steuert die Abläufe beim Herstellen des Kraftfahrzeugs 1.

Das Kraftfahrzeug 1 weist eine Funkschnittstelle auf, die hier ein WLAN Modul 14 ist, über das das Kraftfahrzeug 1 über die Zugangsknoten 10-12 mit den einzelnen Stationen 4-6 und der zentralen Produktionssteuerung 13 kommunizieren kann. Das Kraftfahrzeug weist eine Steuereinrichtung 15 zum Steuern von Funktionen des Kraftfahrzeugs 1 auf. Die Steuereinrichtung 15 enthält mehrere Steuergeräte 16, 17, 18, 19, die Teilfunktionen in dem Kraftfahrzeug 1 ausführen. Das Steuergerät 16 steuert im vorliegenden Ausführungsbeispiel beispielsweise ein Ein- und Ausschalten einer Zündung des Kraftfahrzeugs 1 und ein Fahrererkennungssystem zum Erkennen eines berechtigten Fahrers des Kraftfahrzeugs 1. Das Steuergerät 19 steuert eine Klimaanlage des Kraftfahrzeugs 1. Die Steuergeräte 16-19 sind über ein Netzwerk 20 im Innern des Kraftfahrzeugs 1 mit dem WLAN Modul 14 verbunden. Zum Steuern des Netzwerks 20 ist ein zentrales Netzwerksteuermittel, ein sogenanntes Gateway 21, vorhanden, das mit den Steuergeräten 16-19 verbunden ist. Das Gateway 21 und die Steuergeräte 16-19 sind deaktivier- und aktivierbar, d. h. sie können in einen Schlafzustand versetzt bzw. aus diesem wieder aufgeweckt werden. An die Steuergeräte 16-19 können verschiedene weitere Komponenten angeschlossen sein, die von den Steuergeräten 16-19 zum Ausführen der Teilfunktionen benutzt werden. Solche Komponenten können beispielsweise Sensoren, Aktoren, Motoren, etc. sein. In der 1 ist stellvertretend eine solche Komponente dargestellt; an das Steuergerät 19 ist ein Stellmotor 22 angeschlossen, der zum Betreiben der Klimaanlage benutzt wird. Das Gateway 21 hat über ein Diagnosemodul 23 eine Verbindung zu dem WLAN Modul 14. Das Diagnosemodul 23 verarbeitet von dem Gateway 21 kommende und an das WLAN Modul 14 gerichtete Kommunikationssignale, und umgekehrt. Das Diagnosemodul 23 führt insbesondere eine Art Übersetzung von einem in dem Netzwerk 20 verwendeten Kommunikationsprotokoll in das WLAN Protokoll durch, und umgekehrt. Das Diagnosemodul 23 verarbeitet ferner bestimmte Daten, die beim Überwachen des Herstellens des Kraftfahrzeugs 1 und/oder beim Durchführen einer Diagnose anfallen.

2 zeigt ein Ablaufdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Steuern einer Funktion des Kraftfahrzeugs 1. In einem Schritt 30 beginnt das Verfahren. Dazu findet in dem Kraftfahrzeug 1 zwischen dem Diagnosemodul 23 und dem Gateway 21 eine regelmäßige Hintergrundkommunikation statt, um das Gateway 21 aktiv zu halten. Diese Hintergrundkommunikation kann beispielsweise eine Übertragung von Leerblöcken umfassen. In einem Schritt 31 tritt das Kraftfahrzeug 1 mit seinem WLAN Modul 14 in den Funkbereich eines der Zellenbereiche 7-9 ein und wird von diesem erfasst. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel tritt das Kraftfahrzeug 1 in den Funkbereich des der Station 4 zugeordneten Zellenbereichs 7 ein. In einem Schritt 32 schließt sich eine Identifizierungsprozedur an, in der die Steuereinrichung 15 eine eindeutige Identifikationsangabe, die dem Kraftfahrzeug 1 zugeordnet ist, an das WLAN Modul 14 und dieses wiederum über den Zellenbereich 7 an die zentrale Produktionssteuerung 13 übermittelt. Dies kann nach Aufforderung durch die zentrale Produktionssteuerung 13 oder automatisch nach dem Eintritt in den Funkbereich des Zellenbereichs 7 geschehen. Die dem Kraftfahrzeug 1 zugeordnete eindeutige Identifikationsangabe kann beispielsweise eine bestimmte IP-Adresse des Kommunikationssystems 2, eine Fahrgestellnummer und/oder eine Produktionsnummer sein. In einem nachfolgenden Schritt 33 wird von der zentralen Produktionssteuerung 13 ein Befehl „Zündung ein" zum Einschalten der Zündung des Kraftfahrzeugs 1 mittels einem Kommunikationssignal über das Kommunikationssystem 2 an das WLAN Modul 14 und von diesem über das Diagnosemodul 23 an das Gateway 21 gesendet. Das Gateway 21 leitet den Befehl anschließend über das Netzwerk 20 an das für den Befehl vorgesehene Steuergerät 16 weiter. Dieser Befehl der Produktionssteuerung 13 stellt hier eine Vorgabe für das Steuern einer Funktion des Kraftfahrzeugs 1 dar. In einem Schritt 34 führt das Steuergerät 16 den Befehl „Zündung ein" aus und schaltet die Zündung des Kraftfahrzeugs 1 ein. Daraufhin sendet es eine Mitteilung „Zündung eingeschaltet" als Bestätigung, dass es die Zündung eingeschaltet hat, auf dem umgekehrten Weg über das Gateway 21, das Diagnosemodul 23, das WLAN Modul 14 und das Kommunikationssystem 2 an die zentrale Produktionssteuerung 13. In einem Schritt 35 sendet das Gateway 21 über verschiedene Segmente des Netzwerks 20 an die verschiedenen Steuergeräte 16-19 Signale als Botschaften, dass sie sich insbesondere für Diagnose- oder Überprüfungsbefehle oder -botschaften bereit halten sollen. Dadurch werden eventuell deaktivierte Steuergeräte 16-19 aktiviert. In einem Schritt 36 wird von der zentralen Produktionssteuerung 13 über das Kommunikationssystem 2, das WLAN Modul 14, das Diagnosemodul 23 und das Gateway 21 an das Steuergerät 19 ein Befehl „Kalibrierung Stellklappen durchführen" zum Kalibrieren der Stellklappenbetätigung der Klimaanlage gesendet. Dieser Befehl der Produktionssteuerung 13 stellt hier ebenfalls eine Vorgabe für das Steuern einer Funktion des Kraftfahrzeugs 1 dar. In einem Schritt 37 führt das Steuergerät 19 diese Kalibrierung mittels des an sie angeschlossenen Stellmotor 22 aus. Dabei werden insbesondere Anschläge des Stellmotors 22 überprüft, um zu verhindern, dass dieser beim Betätigen der Klimaanlage im regulären Betrieb des Kraftfahrzeugs 1 gegen diese Anschläge fährt. In einem Schritt 38 wird das Ergebnis des Kalibrierens von dem Steuergerät 19 auf umgekehrtem Weg über das Gateway 21, das Diagnosemodul 23, das WLAN Modul 14 und das Kommunikationssystem 2 an die zentrale Produktionssteuerung 13 gesendet. In einem Schritt 39 wird nach abgeschlossenem Kalibrieren und/oder abgeschlossener Montage, Diagnose, Überprüfung, etc., des Kraftfahrzeugs 1 in der Station 4 von der zentralen Produktionssteuerung 13 auf dem bereits angegebenen Kommunikationsweg ein Befehl „Zündung aus" zum Ausschalten der Zündung an das Steuergerät 16 gesendet. Dieser Befehl der Produktionssteuerung 13 stellt hier erneut eine Vorgabe für das Steuern einer Funktion des Kraftfahrzeugs 1 dar. In einem Schritt 40 wird dann von dem Steuergerät 16 die Zündung ausgeschaltet und in einem Schritt 41 eine entsprechende Bestätigungsmeldung an die Produktionssteuerung 13 übermittelt. In einem Schritt 42 wird das Verfahren beendet.

Es ist möglich, zwischen der Vorgabe des Einschaltens der Zündung in dem Schritt 33 und der Vorgabe des Ausschaltens der Zündung in dem Schritt 39 weitere Verfahrensschritte durchzuführen mit denen das Montieren oder Einbauen von Bauteilen in das Kraftfahrzeug 1 überwacht und überprüft werden kann. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel kann insbesondere das Montieren von Steuergeräten, wie beispielsweise der Steuergeräte 16-19, oder anderen elektrischen oder elektronischen Bauteilen, die an ein solches Steuergerät angeschlossen werden, durchgeführt werden. Beim Einbau eines solchen Bauteils kann eine eindeutige Identifikationsangabe für das Bauteil, wie z. B. eine bestimmte Teilenummer, ausgelesen und von der Steuereinrichtung 15 des Kraftfahrzeugs 1 über das Diagnosemodul 23, das WLAN Modul 14 und das Kommunikationssystem 2 an die zentrale Produktionssteuerung 13 übermittelt werden. Die zentrale Produktionssteuerung 13 überprüft mittels der wenigstens einen eindeutigen Identifikationsangabe für das Bauteil, ob dieses korrekterweise in das Kraftfahrzeug 1 eingebaut wurde. Die Produktionssteuerung 13 gibt hier ein optisches und/oder akustisches Fehlersignal aus, falls das Bauteil nicht korrekt verbaut wurde. Anschließend kann vorteilhafterweise sofort eine Korrektur des Einbaus vorgenommen werden.

Die vorliegende Erfindung kann besonders vorteilhaft in einem Produktionsbereich eingesetzt werden. In diesem Fall kann das WLAN Modul 14 und/oder das Diagnosemodul 23 nach Abschluss des Herstellens des Kraftfahrzeugs 1 in dem Produktionsbereich aus dem Kraftfahrzeug 1 entfernt werden. Es ist allerdings ebenso möglich, das WLAN Modul 14 und/oder das Diagnosemodul 23 im Kraftfahrzeug 1 zu belassen.


Anspruch[de]
Kraftfahrzeug (1) mit einer Funkschnittstelle (14) für ein drahtloses Kommunikationssystem (2) und einer Steuereinrichtung (15) zum Steuern einer Funktion des Kraftfahrzeugs (1), wobei die Steuereinrichtung (15) mit der Funkschnittstelle (14) verbunden und so ausgestaltet ist, dass sie die Funktion des Kraftfahrzeugs (1) in Abhängigkeit von einem über die Funkschnittstelle (14) empfangenen Kommunikationssignal steuert. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktion des Kraftfahrzeugs (1) ein Einschalten und/oder Ausschalten einer Zündung des Kraftfahrzeugs (1) umfasst. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Kraftfahrzeug (1) eine eindeutige Identifikationsangabe zugeordnet ist und die Steuereinrichtung (15) so ausgestaltet ist, dass sie diese eindeutige Identifikationsangabe zum Senden an die Funkschnittstelle (14) übermittelt, wenn das Kraftfahrzeug (1) in einen Funkbereich (7-9) eines Zugangsknotens (10-12) des Kommunikationssystems (2) eintritt. Kraftfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (15) wenigstens ein Unter-Steuermittel (16-19) zum Steuern wenigstens einer Teilfunktion des Kraftfahrzeugs (1) aufweist und diesem wenigstens einen Unter-Steuermittel (16-19) wenigstens eine eindeutige Identifikationsangabe zugeordnet ist, wobei das wenigstens eine Unter-Steuermittel (16-19) so ausgestaltet ist, dass es bei seinem Einbauen in das Kraftfahrzeug (1) die wenigstens eine eindeutige Identifikationsangabe an die Steuereinrichtung (15) übermittelt, und diese wiederum so ausgestaltet ist, dass sie die übermittelte, wenigstens eine eindeutige Identifikationsangabe zum Senden an die Funkschnittstelle (14) übermittelt. Kraftfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Funkschnittstelle (14) eine Funkschnittstelle für ein sogenannte Wireless Local Area Network, WLAN, ist. Vorrichtung (3) zum Steuern einer Funktion eines Kraftfahrzeugs (1) mit wenigstens einem Zugangsknoten (10-12) für ein drahtloses Kommunikationssystem (2) und einer zentralen Steuerung (13), die mit dem Zugangsknoten (10-12) verbunden und so ausgestaltet ist, dass sie eine Vorgabe für das Steuern der Funktion des Kraftfahrzeugs (1) an den Zugangsknoten (10-12) übermittelt, und der Zugangsknoten (10-12) so ausgestaltet ist, dass er ein Kommunikationssignal mit dieser Vorgabe an das Kraftfahrzeug (1) sendet. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorgabe für das Steuern der Funktion des Kraftfahrzeugs (1) ein Einschalten und/oder Ausschalten einer Zündung des Kraftfahrzeugs (1) umfasst. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zentrale Steuerung (13) so ausgestaltet ist, dass sie die Vorgabe für das Steuern der Funktion des Kraftfahrzeugs (1) an den Zugangsknoten (10-12) übermittelt, nachdem das Kraftfahrzeug (1) in den Funkbereich (7-9) des Zugangsknotens (10-12) des Kommunikationssystems (2) eingetreten ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6-8, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Vorrichtung zum Steuern eines Herstellens des Kraftfahrzeugs (1) ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6-9, dadurch gekennzeichnet, dass der Zugangsknoten (10-12) ein Zugangsknoten für ein sogenannte Wireless Local Area Network, WLAN, ist. Verfahren zum Steuern einer Funktion eines Kraftfahrzeugs (1), bei dem ein Kommunikationssignal von einer in dem Kraftfahrzeug (1) angeordneten Funkschnittstelle (14) eines drahtlosen Kommunikationssystems (2) empfangen und die Funktion in Abhängigkeit von diesem empfangenen Kommunikationssignal gesteuert wird. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass beim Steuern der Funktion des Kraftfahrzeugs (1) eine Zündung des Kraftfahrzeugs (1) ein- und/oder ausgeschaltet wird. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass dem Kraftfahrzeug (1) eine eindeutige Identifikationsangabe zugeordnet ist und diese eindeutige Identifikationsangabe an die Funkschnittstelle (14) übermittelt und von dieser an einen Zugangsknoten (10-12) des Kommunikationssystems (2) gesendet wird, wenn das Kraftfahrzeug (1) in den Funkbereich (7-9) des Zugangsknotens (10-12) des drahtlosen Kommunikationssystems (2) eintritt. Verfahren nach einem der Ansprüche 11-13, dadurch gekennzeichnet, dass es bei einem Herstellen des Kraftfahrzeugs (1) ausgeführt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 11-14, dadurch gekennzeichnet, dass das Kraftfahrzeug (1) wenigstens ein Unter-Steuermittel (16-19) zum Steuern wenigstens einer Teilfunktion des Kraftfahrzeugs (1) aufweist und diesem wenigstens einen Unter-Steuermitteln (16-19) wenigstens eine eindeutige Identifikationsangabe zugeordnet ist, wobei bei einem Einbauen des wenigstens einen Unter-Steuermittels (16-19) in das Kraftfahrzeug (1) die wenigstens eine eindeutige Identifikationsangabe an die Funkschnittstelle (14) übermittelt und von dieser an den Zugangsknoten (10-12) des drahtlosen Kommunikationssystems (2) gesendet wird. Verfahren nach Anspruch 14 und 15, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine eindeutige Identifikationsangabe des wenigstens einen Unter-Steuermittels (16-19) von dem Zugangsknoten (10-12) an eine zentrale Steuerung (13) weitergeleitet wird und die zentrale Steuerung (13) mittels der wenigstens einen eindeutigen Identifikationsangabe überprüft, ob das wenigstens eine Unter-Steuermittel (16-19) korrekt in das Kraftfahrzeug (1) eingebaut wurde. Verfahren nach einem der Ansprüche 11-16, dadurch gekennzeichnet, dass die Funkschnittstelle (14) nach einem sogenannten Wireless Local Area Network, WLAN, Standard arbeitet.






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