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Dokumentenidentifikation DE102007005540A1 27.12.2007
Titel Verfahren und Injektionsanker mit fixiertem Statikmischer
Anmelder Friedr. Ischebeck GmbH, 58256 Ennepetal, DE;
Minova International Ltd., Witney, Oxfordshire, GB
Erfinder Eigemann, Ernst August, 44803 Bochum, DE;
Coerschulte, Ferdinand, 59846 Sundern, DE
Vertreter Schulte & Schulte, 45219 Essen
DE-Anmeldedatum 03.02.2007
DE-Aktenzeichen 102007005540
Offenlegungstag 27.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.12.2007
IPC-Hauptklasse E21D 21/00(2006.01)A, F, I, 20070203, B, H, DE
Zusammenfassung Für die Verwendung von Injektionsankerrohren im untertägigen Berg- und Tunnelbau ist ein Verfahren vorgesehen, mit dem der Statikmischer 10 an einer genau vorher festgelegten Position im Ankerrohr 2 festgelegt wird. Ein solches Ankerrohr 2 erhält auf kaltem Wege Profilierungen 11, 12, die sich auch auf die Innenwand 19 auswirken, sodass mit ihrer Hilfe eine endgültige und bleibende Fixierung des Statikmischers 10 vorgenommen wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Ankerrohren mit Profilierung, wobei diese Profilierung unter Wahrung einer Innenbohrung eingewalzt wird, durch die das aus mindestens zwei Komponenten bestehende und über einen Statikmischer hindurchgepresste Verfestigungsmaterial in den ringförmigen Kanal zwischen Ankerrohr und Gebirge gedrückt werden kann. Die Erfindung betrifft außerdem einen Injektionsanker, insbesondere für den Einsatz in Strecken des untertägigen Berg- und Tunnelbaus mit einem langen Ankerrohr mit bohrlochmundseitigem Pumpenanschluss und gegenüberliegendem Austritt für die über die Innenbohrung im Ankerrohr strömenden Komponenten des Verfestigungsmittels und mit einem Statikmischer zur Vermischung der Komponenten vor deren Austritt in den ringförmigen Kanal um das Ankerrohr.

Derartige Injektionsanker sind beispielsweise aus der DE 100 17 750 A1 bekannt. Diese Ankerrohre dienen hauptsächlich als Gebirgsanker zur Stabilisierung des Gebirges in der Umgebung von Stollen und Strecken sowie Tunneln. In einem ersten Arbeitsschritt wird mit einem Ankerbohrrohr ein Bohrloch ins Gebirge hineingebohrt, um dann nach Erreichen der Endlänge gegen ein solches Ankerrohr ausgetauscht zu werden. Mit Hilfe von Pumpen wird dann das Verfestigungsmaterial, meist bestehend aus zwei Komponenten, in das Ankerrohr hineingedrückt und vorher über den Statikmischer so vermischt, dass die beiden Komponenten dann sehr schnell miteinander aushärten, nachdem sie in den ringförmigen Kanal zwischen dem Ankerrohr und dem Gebirge eingedrungen sind und diesen ausfüllen und auch Schlitze und Schlechten im Gebirge ausfüllen. Das Ankerrohr verbleibt dann im Bohrloch und hilft zusätzlich mit dem Verfestigungsmaterial die Wandung der bergmännisch hergestellten Hohlräume abzusichern. Nach einem anderen Verfahren kann das Ankerrohr auch gleichzeitig als Bohrrohr verwendet werden, indem ihm ein Bohrkopf zugeordnet ist. Da auch dieses Rohr im Bohrloch verbleiben muss, darf der Bohrkopf nur wenig Kosten verursachen, weshalb dieses Verfahren und derartige Ankerrohre nur für bestimmte Einsatzfälle interessant sind. Um den richtigen Mischeffekt zu erreichen, ist es wichtig, den Statikmischer so auszubilden und so anzuordnen, dass die vermischten Komponenten dann keine großen Wege mehr zurücklegen müssen und vor allem dass sie intensiv miteinander vermischt sind. Der Statikmischer wird daher in die Ankerrohre eingeschoben und durch geeignete Maßnahmen daran gehindert, mit den beiden eingepressten Komponenten am gegenseitigen Ende auszutreten bzw. seinen vorgegebenen Platz zu verlassen, d. h. in der Innenbohrung herabzurutschen. Denkbar ist es auch, die beiden Komponenten in Folienschläuche eingebettet in das Ankerrohr einzubringen und dann die beiden Komponenten durch den Statikmischer hindurchzudrücken. Herkömmliche Statikmischer weisen eine mehrstufige Kunststoffwendel mit Zwangsumlenkung der Strömung auf, sodass schon mit entsprechendem Druck gearbeitet werden muss, um den Kunststoffmörtel oder ähnliche Materialien durch den Statikmischer gezielt hindurchzupressen. Dem Statikmischer kommt somit eine erhebliche Bedeutung zu, die er nur dann wahrnehmen und erfüllen kann, wenn der genaue Sitz des Statikmischers gewährleistet ist und wenn er diesen Sitz bei hohem Druck des Mörtels während des ganzen Arbeitsvorganges beibehalten kann.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von Injektionsankern mit bleibend genau positioniertem Statikmischer und einen entsprechenden Injektionsanker selbst zu schaffen, über die ein sicheres Mischen und umgehendes Einbringen schnell aushärtender Verfestigungsmaterialien möglich ist.

Die Aufgabe wird verfahrensgemäß dadurch gelöst, dass der Statikmischer vor dem Einwalzen der Profilierung im vorgesehenen Bereich positioniert und dann mit dem Einwalzen dort fixiert wird.

Die Profilierung derartiger Ankerrohre ist wichtig, um das bleibend sichere Festlegen dieses Ankerrohres im Bohrloch zusätzlich abzusichern. Von daher werden alle Ankerrohre nach der Herstellung des eigentlichen Rohres in der Regel auf kaltem Wege mit einer derartigen Profilierung versehen, wobei sich die Erfindung zu Nutze macht, dass auch die Innenwand dieser Ankerrohre beim Einwalzen wenn auch ggf. nur gering mitverformt wird. Gemäß der Erfindung wird ein Statikmischer oder werden mehrere Statikmischer vorher in dieses Ankerrohr eingeschoben, an der vorgesehenen optimalen Stelle positioniert und dann mit dem Einwalzen dort so fixiert, dass bei allen nachfolgenden Arbeitsgängen ihre Anordnung sicher erhalten bleibt. Dies gilt sowohl für Ankerrohre, die gleichzeitig als Bohrrohre verwendet werden, wie auch bei reinen Injektionsankerrohren, d. h. solchen Rohren, die nach Herstellung des Bohrloches in dieses eingeschoben und dann dort festgelegt werden. Vorteilhaft ist wie schon erwähnt, dass mit Hilfe eines derartigen Verfahrens ein Ankerrohr zur Verfügung gestellt wird, das aufgrund der genauen Positionierung des Statikmischers sicherstellt, dass die in die Innenbohrung eingeführten Komponenten des Verfestigungsmaterials sicher und ungehindert vermischt und dann unmittelbar ausgetragen werden, um sowohl den Ringspalt zwischen der Außenwandung des Ankerrohres und der Bohrlochwandung auszufüllen wie auch eventuelle Schlechten, Ritzen und Ähnliches mehr. Besonders vorteilhaft ist, dass auf ein Hüll- oder Schutzrohr für den Statikmischer verzichtet werden kann, da er jetzt wirksam direkt in der Innenbohrung durch das Einwalzen fixiert ist. Weiter ist vorteilhaft, dass die Position des Statikmischers genau vorgegeben werden kann, wobei sie den erwarteten Bedingungen entsprechend zu wählen ist.

Nach einer zweckmäßigen Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Statikmischer nur über die Querschnittsverengung im Bereich der Innenwellen der Profilierung fixiert und nur außenseitig mitverformt wird. Durch Einstellung des Druckes beim Einwalzen der Profilierungen wird gemäß diesem Verfahren sichergestellt, dass durch die Innenwellen der Profilierung der Statikmischer erfasst und durch geringes Verformen der Außenwand festgelegt wird, während der eigentliche Statikmischer, d. h. also insbesondere sein für das Vermischen wichtiges Inneres völlig unbeeinflusst bleibt. Der Statikmischer selber ist so wie gefordert und gewünscht genau fixiert und steht dann für den Vermischungsprozess ohne jedwede Fixierungsbehinderung zur Verfügung.

Nach einer weiteren Optimierung des Verfahrens ist vorgesehen, dass das Einwalzen so vorgenommen wird, dass vorzugsweise durch abschnittsweise Druckerhöhung der Statikmischer über seine Länge gesehen an mehreren Stellen fixiert wird. Hiermit wird zum Ausdruck gebracht, dass nicht jede der Innenwellen der Profilierung den Statikmischer beeinflusst und festhält, sondern dass an mehreren vorgesehenen Stellen diese Fixierung erfolgt, was für das Festlegen des Statikmischers in der Innenbohrung ausreichend ist. Außerdem ist so verbessert sichergestellt, dass der Statikmischer als solcher in seiner Funktion durch das Fixieren durch die Profilierung nicht beschädigt oder beeinträchtigt wird.

Das genaue Festlegen und Fixieren des Statikmischers in der Innenbohrung wird dadurch erleichtert, dass der Statikmischer gemäß einer Weiterbildung der Erfindung mit Haftringen ausgerüstet wird, die so bemessen sind, dass sie ein selbsttätiges Herausrutschen aus der Innenbohrung verhindern. Der Statikmischer als solcher kann also mit dem Einschieben beispielsweise durch eine Stange genau dort festgesetzt werden, wo er seine spätere optimale Position haben soll. Die Haftringe verhindern dann, dass er bei einer weiteren Handhabung des Ankerrohres diese Position wieder verlässt, bevor er durch das Aufbringen der Profilierung endgültig festgesetzt ist. Die Position des Statikmischers kann darüber hinaus im Bedarfsfall vor der Profilierung korrigiert werden.

Eine andere Möglichkeit dieses zeitweisen Festlegens des Statikmischers in der Innenbohrung ist die, bei der der Mantel des Statikmischers beim Einschieben in die Innenbohrung mit einem Haftmittel zumindest punktuell beschichtet wird. Dieses Haftmittel sorgt dann dafür, dass der Statikmischer von der einmal vorgesehenen Position nicht mehr sich entfernen kann, bis die Profilierungen aufgebracht sind. Nachteilig dabei ist eventuell, dass eine Nachpositionierung nicht mehr möglich ist, weil dies durch das Wirksamwerden des Haftmittels unterbunden wird.

Sollen mehrere Statikmischer in einem derartigen Ankerrohr untergebracht werden, ist es von Vorteil, wenn mehrere Statikmischer gleichzeitig hergestellt und dabei über einen Steg auf Abstand miteinander verbunden werden, um in dieser Konfiguration in das Ankerrohr eingeführt und mit dem Einwalzen der Profilierung darin fixiert werden. Auf diese Art und Weise können beliebig viele Statikmischer hintereinander in einem Ankerrohr untergebracht und dann endgültig durch das Aufbringen der Profilierung festgelegt werden. Der Vorteil dabei ist, dass weitere Messungen und Ähnliches nicht notwendig sind, sondern dass diese beim Herstellungsverfahren, also beim Herstellen des Statikmischers bereits abschließend festgelegt sind, sodass die miteinander verbundenen Statikmischer dann im vorgesehenen Abstand in die Innenbohrung eingebracht werden können.

Ein Injektionsanker, der die weiter vorn erwähnte Aufgabe lösen soll und kann ist der, bei dem der Statikmischer in die Innenbohrung eingewalzt ist. Bei einem derartigen Injektionsanker oder Ankerrohr ist das Anbringen von Profilierungen so oder so notwendig, sodass dieser Arbeitsvorgang zweckmäßig und vorteilhaft ausgenutzt werden soll, um die wichtige genaue Positionierung des Statikmischers bzw. der Statikmischer zu erreichen. Vorteilhaft hierbei ist weiter, dass diese einmal vorgenommene Positionierung dann durch die aufgebrachten Profilierungen auch gesichert ist. Ein solcher Statikmischer braucht nicht mehr gesäubert oder entsorgt zu werden, sondern er bleibt im Injektionsanker bzw. im Ankerrohr, hat aber vorher dafür gesorgt, dass die beiden Komponenten des Verfestigungsmaterials sicher vermischt in ihr Zielgebiet eingebracht worden sind.

Eine besonders zweckmäßige Ausführung der Erfindung sieht vor, dass der Statikmischer aus Kunststoff besteht und am Anschlussende des Ankerrohrs über die beim Kaltwalzen eingebrachte Profilierung im Ankerrohr festgelegt ist. Das Festlegen des Statikmischers erfolgt gleichzeitig mit dem Aufbringen der Profilierung auf „kaltem Wege", also ohne einen zusätzlichen Arbeitsgang. Es bedarf keines Hüllrohres um den Statikmischer und keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen, weil der Druck auf den Statikmischer durch die Dicke der Rohrwandung nicht zu Verformungen des Mischergerüstes führen kann. Schließlich kann der Statikmischer genau in der Position festgelegt werden, in der er den besten Mischerfolg erbringen kann.

Nach einer weiteren zweckmäßigen Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Statikmischer durch gezielte Verformung des Ankerrohres und damit auch der Innenwand punktuell darin fixiert ist. Durch geeignete Verformung bzw. Variationen der Verformungsarbeit wird der Statikmischer gezielt an bestimmten Stellen fixiert und nicht über die gesamte Länge, sodass damit zusätzlich sichergestellt ist, dass die Wirkungsweise des fixierten Statikmischers auf jeden Fall garantiert ist. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, den Statikmischer über seine gesamte Länge wirksam über die Profilierung im Ankerrohr zu fixieren.

Das genaue Positionieren des Statikmischers in der Innenbohrung und die Sicherung der einmal eingenommenen Position ist insbesondere dann möglich, wenn der Statikmischer auf der Außenwandung oder in diese integrierte Haftringe aufweist. Der Statikmischer wird also durch Überwindung einer gewissen Reibkraft in die Innenbohrung eingeschoben, sodass er sich nach Einnahme seiner vorgesehenen Position aus dieser nicht selbsttätig herausbewegen kann. Durch das anschließende Aufbringen der Profilierung wird dann die endgültige Fixierung des Stabmischers vollzogen bzw. ist vollzogen.

Zur Reduzierung der Kosten derartiger Statikmischer ist vorgesehen, dass die Haftringe über die Länge des Statikmischers verteilt, vorzugsweise an beiden Endbereichen angeordnet sind. Eine solche Reduzierung der Zahl der Haftringe ist ohne weiteres vertretbar, weil hiermit das Herausrutschen des Statikmischers sicher unterbunden ist. Unter Umständen reicht es auch, wenn an nur einer Stelle und dann wahrscheinlich zweckmäßigerweise mittig ein solcher Haftring vorgesehen ist.

Bei besonders kritischen Situationen kann es zweckmäßig sein, in den Haftringen, die punktuell oder durchgehend dünnwandig ausgebildet sind, Kammern mit einem Haftmittel auszubilden. Unter Umständen brauchen die Haftringe dann auch ihre Funktion gar nicht mehr auszufüllen, sondern erfüllen diese durch die aus den Kammern herausgeführten oder -gedrückten Haftmittel.

Sollen mehrere Statikmischer innerhalb eines Injektionsankers zum Einsatz kommen, ist es von Vorteil, wenn mehrere Statikmischer über einen Steg, vorzugsweise Spritzsteg miteinander verbunden in der Innenbohrung des Ankerrohres angeordnet sind. Hierdurch kann durch entsprechende Wahl der Länge der vorzugsweise Spritzstege die genaue Position oder besser gesagt die genaue spätere Position der Statikmischer von vorn herein festgelegt und dann beim Einbringen in den Injektionsanker auch genau eingehalten werden.

Eine andere Möglichkeit der zweckmäßigen Festlegung der Statikmischer innerhalb der Innenbohrung bis zur Aufbringung der Profilierung ist die, bei der die Außenwandung des Statikmischers aufgeraut ausgebildet ist. Insbesondere dann, wenn im Durchmesser annähernd mit der Innenwandung der Innenbohrung identische Statikmischer zum Einsatz kommen, kann eine solche aufgeraute Oberfläche ausreichen, um die zeitweise Festlegung in der Innenbohrung abzusichern.

Um auch für Einweg-Injektionsanker, die also gleichzeitig auch zum Herstellen der Bohrungen eingesetzt werden, die Verwendung von fixierten Statikmischern zu optimieren, ist vorgesehen, dass der Wasserdurchlauf des Statikmischers oder der Statikmischer insgesamt durch das Einwalzen nicht beeinflussbar ausgebildet ist. Dieses Wasser wird benötigt, um das beim Einbringen der Bohrung freigesetzte Bohrgut durch den Ringspalt um die Ankerstange aus dem Bohrloch abzutransportieren. Auch bei einer derartigen Verwendung der Injektionsanker bleiben die Statikmischer anschließend in der Ankerstange, werden aber doppelt eingesetzt, d. h. einmal zum Durchleiten des Wassers beim Bohren und zum anderen beim Einbringen der beiden Verfestigungsmaterialkomponenten.

Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass ein Verfahren und ein Injektionsanker geschaffen sind, mit denen jedwede Verfestigungsmaterialien eingesetzt werden können. Dadurch, dass der Statikmischer nun im Injektionsanker genau festgelegt ist, kann auch bei komplizierten Verfestigungsmaterialien, also Kunststoffmörteln sichergestellt werden, dass diese Komponenten gezielt am optimalen Punkt vermischt und dann „ins Gebirge" abgegeben werden. Es kann also nicht dazu kommen, dass die Komponenten unvollkommen untereinander vermischt werden, zu früh oder zu spät zur Vermischung gelangen, sondern es ist immer sichergestellt, dass genau der optimale Zeitpunkt und der genaue Wegpunkt eingehalten werden können. Die beschriebene Lösung kann sowohl bei Einweg- wie bei Zweiwegankern Verwendung finden, weil die Statikmischer durch die Profilierung so fixiert sind, dass sie Spülwasser wie Kunststoffkomponenten passieren lassen.

Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:

1 einen ins Gebirge eingebrachten Injektionsanker,

2 einen Schnitt durch einen ins Gebirge eingebrachten Injektionsanker,

3 einen Schnitt durch einen ins Gebirge eingebrachten Injektionsanker mit Profilierung und Statikmischer,

4 einen Längsschnitt durch einen profilierten Anker mit eingebrachten und fixierten Statikmischer,

5 eine Seitenansicht eines Statikmischers mit Haftringen,

6 einen Schnitt durch einen Injektionsanker im Bereich des fixierten Statikmischers,

7 einen hüllrohrfreien Statikmischer,

8 den in ein Ankerrohr eingeschobenen Statikmischer nach 7 und

9 einen im Gebirge festgelegten Injektionsanker im Schnitt.

1 zeigt einen ins Gebirge und das darin hergestellte Bohrloch eingeschobenen Injektionsanker 1. Das Ankerrohr 2 dieses Injektionsankers 1 weist am Bohrlochmund einen Pumpenanschluss 3 und am gegenüberliegenden Ende einen Austritt 4 auf. Dadurch ist es möglich, durch die Innenbohrung 5 hindurch bis ins Bohrlochtiefste 6 Verfestigungsmaterial ins Bohrloch und ins Gebirge 9 hineinzupressen. Am Austrittsankerende 7 des Ankerrohres 2 ist ein Hilfs-Statikmischer 10', am Anschlussende 8 ist der eigentliche Statikmischer 10 angeordnet, dessen Einzelheiten weiter hinten noch gezeigt und erläutert sind. Über ihn werden die beiden in die Innenbohrung 5 eingepressten Komponenten des Verfestigungsmaterials gleichmäßig und sicher vermischt. Erkennbar ist, dass dieser Statikmischer 10 über Profilierungen 11, 12 des Ankerrohres 2 fixiert ist. Diese Profilierungen 11, 12 werden auf kaltem Wege eingewalzt und dienen insbesondere dazu, die Festlegung des Injektionsankers 1 im Bohrloch und damit im Gebirge 9 zu verbessern und abzusichern. In den Ringraum 13 zwischen Gebirge 9 und Ankerrohr 2 wird durch die vermischten Komponenten des Verfestigungsmaterials ausgefüllt, sodass das Ankerrohr 2, d. h. also der gesamte Injektionsanker 1 dann nicht mehr aus dem Bohrloch herausgezogen werden kann oder nur unter Zerstörung des Ankerrohres 2. Das Anschlussende 8 kann mit einer hier gezeigten Kalotte ausgerüstet werden oder auf andere Art und Weise gegenüber dem Bohrloch abgedichtet werden. 2 zeigt einen im Bohrloch eingeschobenen Injektionsanker 1 im Schnitt ohne Statikmischer 10 und Profilierung 11, 12.

3 zeigt einen Schnitt durch einen Injektionsanker 2 im Bereich des Statikmischers 10, wobei hier nur zum Teil angedeutet ist, dass durch die aufgebrachte Profilierung 11, 12 die gewünschte Fixierung gegeben ist. Fälschlicherweise sind hier andere Profilierungen vorgesehen, als in Wirklichkeit verwendet werden, um zu verdeutlichen, dass in dem in das Bohrloch eingebrachten Injektionsanker 1 der Statikmischer 10 gezielt festgelegt sein kann. Statt der in 3 gezeigten Längsprofilierung wird in Wirklichkeit gemäß 4 eine Querprofilierung bzw. eine gewindeförmige Profilierung vorgesehen, wobei 4 zeigt, dass der Innendurchmesser 24 des Ankerrohres 2 im Ursprungszustand größer ist, als der Innendurchmesser nach Herstellung der Profilierung 11, 12. Andererseits ist der Innendurchmesser 25 größer als der Innendurchmesser 24, d. h. der maximale Innendurchmesser 25 nach Aufbringen der Profilierung 11, 12 ist entsprechend bemessen. Selbstverständlich ist der Innendurchmesser 26, der für die Fixierung des Statikmischers 10 wirksam wird, kleiner als der Innendurchmesser 25. Nur im Bereich dieser Innendurchmesserpunkte erfolgt die Fixierung des Statikmischers 10. Dies verdeutlicht 4.

Auf der Außenwandung 14 des Statikmischers 10, der hier mit einem Hüllrohr 30 versehen ist, sind gemäß 5 Haftringe 15, 16 aufgebracht, die sicherstellen, dass nach dem Einschieben und genauen Positionieren des Statikmischers 10 in der Innenbohrung 5 dieser seine Position nicht mehr verlassen kann, bis er über die aufgebrachten Profilierungen 11, 12 endgültig festgelegt ist. Diese Haftringe 15, 16 können auch nur im Endbereich 17 oder 18 angeordnet sein bzw. in beiden Endbereichen 17, 18. Dabei reiben die Haftringe 15, 16 an der Innenwand 19, sodass der Statikmischer 10 nur mit entsprechender Kraftaufwendung eingeschoben werden kann, mit dem Vorteil, dass er sich aber nicht selbsttätig auch bei senkrecht stehenden Rohren wieder aus der Innenbohrung 5 bzw. seiner genauen Position entfernen kann. Diese Haftringe 15, 16 können auch bei Statikmischern 10 ohne Hüllrohr 30 zum Einsatz kommen. Solche hüllrohrfreien Statikmischer zeigt 7.

Eine andere Möglichkeit der zeitweisen Fixierung ist die, in den Haftringen 15, 16 Kammern 20 auszubilden, die mit Haftmittel ausgefüllt sind. Denkbar ist es auch, nur punktuell solche Kammern auf der Außenwandung 14 anzuordnen, um so beim Einschieben und Zerstören der Kammerwände ein Festkleben an vorgegebener Position zu erreichen.

1 zeigt, dass auch mehrere Statikmischer 10, 10' zum Einsatz kommen können, wobei hier nur beispielsweise Statikmischer 10, 10' an dem Austrittsankerende 7 und am Anschlussende 8 vorgesehen sind. Sie werden z. B. über einen Spritzsteg 21 beim Herstellen der Statikmischer 10, 10' miteinander verbunden und in dieser Verbindung auch eingebracht, um so die vorgegebene Position zu gewährleisten.

7 zeigt einen Statikmischer 10 ohne ein Hüllrohr. Die zu vermischenden Komponenten werden durch die wendelförmigen Hindernisse gedrückt und dabei intensiv gemischt. Weil der Statikmischer 10 im Ankerrohr 2 durch die Profilierungen 11, 12 festgelegt ist, dient nun das eigentliche Ankerrohr 2 gleichzeitig als Hüllrohr für den Statikmischer 10. Dies verdeutlicht 8, wobei die in 7 gezeigten Haftringe 15, 16 nicht mehr erkennbar sind oder auch gar nicht vorhanden waren.

9 schließlich zeigt einen im Gebirge 9 festgelegten Injektionsanker nach Abschluss der Injektionsarbeiten. Das ins Gebirge 9 eingebrachte Bohrloch ist vom Bohrlochtiefsten 6 bis zum Bohrlochmund vollständig mit Verfestigungsmaterial 34 ausgefüllt, wobei dies sowohl für den ringförmigen Kanal 33 zwischen Ankerrohr 2 und Bohrlochwandung 35 wie auch für die Innenbohrung 5 gilt. Erkennbar ist, dass dieses Verfestigungsmaterial 34 bis in den Bereich der Kalottenplatte 36 reicht, die über eine hier nicht dargestellte und auf dem Gewinde bzw. der Profilierung 11, 12 des Ankerrohres 2 verschiebbare Ankermutter gegen das Gebirge anpressbar ist. Erkennbar ist hier auch der Statikmischer 10, der natürlich ebenfalls von dem Verfestigungsmaterial 34 ausgefüllt ist.

Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden, werden allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen.


Anspruch[de]
Verfahren zum Herstellen von Injektionsankerrohren mit Profilierung, wobei diese Profilierung unter Wahrung einer Innenbohrung eingewalzt wird, durch die das aus mindestens zwei Komponenten bestehende und über einen Statikmischer hindurchgepresste Verfestigungsmaterial in den ringförmigen Kanal zwischen Injektionsankerrohr und Gebirge gedrückt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass der Statikmischer vor dem Einwalzen der Profilierung im vorgesehenen Bereich positioniert und dann mit dem Einwalzen dort fixiert wird. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Statikmischer nur über die Querschnittsverengung im Bereich der Innenwellen der Profilierung fixiert und nur außenseitig mitverformt wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Einwalzen so vorgenommen wird, dass vorzugsweise durch abschnittsweise Druckerhöhung der Statikmischer über seine Länge gesehen an mehreren Stellen fixiert wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Statikmischer mit Haftringen ausgerüstet wird, die so bemessen sind, dass sie ein selbsttätiges Herausrutschen aus der Innenbohrung verhindern. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel des Statikmischers beim Einschieben in die Innenbohrung mit einem Haftmittel zumindest punktuell beschichtet wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Statikmischer gleichzeitig hergestellt und dabei über einen Steg auf Abstand miteinander verbunden werden, um in dieser Konfiguration in das Ankerrohr eingeführt und mit dem Einwalzen der Profilierung darin fixiert werden. Injektionsanker, insbesondere für den Einsatz in Strecken des untertägigen Berg- und Tunnelbaus mit einem langen Ankerrohr (2) mit Innenbohrung (5) und bohrlochmundseitigem Pumpenanschluss (3) und gegenüberliegendem Austritt (4) für die über die Innenbohrung (5) im Ankerrohr (2) strömenden Komponenten des Verfestigungsmittels und mit einem Statikmischer (10) zur Vermischung der Komponenten vor deren Austritt in den ringförmigen Kanal (33) um das Ankerrohr (2), dadurch gekennzeichnet, dass der Statikmischer (10) in die Innenbohrung (5) eingewalzt ist. Injektionsanker nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Statikmischer (10) aus Kunststoff besteht und am Anschlussende (8) des Ankerrohrs (2) über die beim Kaltwalzen eingebrachte Profilierung (11, 12) im Ankerrohr (8) festgelegt ist. Injektionsanker nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Statikmischer (10) durch gezielte Verformung des Ankerrohres (2) und damit auch der Innenwand (19) punktuell darin fixiert ist. Injektionsanker nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Statikmischer (10) auf der Außenwandung (14) oder in diese integrierte Haftringe (15, 16) aufweist. Injektionsanker nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Haftringe (15, 16) über die Länge des Statikmischers (10) verteilt, vorzugsweise an beiden Endbereichen (17, 18) angeordnet sind. Injektionsanker nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den Haftringen (15, 16), die punktuell oder durchgehend dünnwandig ausgebildet sind, Kammern (20) mit einem Haftmittel ausgebildet sind. Injektionsanker nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Statikmischer (10, 10') über einen Steg, vorzugsweise Spritzsteg (21) miteinander verbunden in der Innenbohrung (5) des Ankerrohres (2) angeordnet und so eingewalzt sind. Injektionsanker nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenwandung (14) des Statikmischers (10) aufgeraut ausgebildet ist. Injektionsanker nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wasserdurchlass des Statikmischers (10) oder der Statikmischer (10) insgesamt durch das Einwalzen nicht beeinflussbar ausgebildet ist.






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