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Dokumentenidentifikation DE202006010681U1 27.12.2007
Titel Kupplungsanordnung für eine Verschleißnachstellvorrichtung für eine Scheibenbremse
Anmelder AZ Ausrüstung und Zubehör GmbH & Co. KG, 45525 Hattingen, DE
Vertreter E. Stratmann und Kollegen, 40212 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 202006010681
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 27.12.2007
Registration date 22.11.2007
Application date from patent application 11.07.2006
IPC-Hauptklasse F16D 65/52(2006.01)A, F, I, 20060711, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kupplungsanordnung für eine Verschleißnachstellvorrichtung für eine Scheibenbremse für Fahrzeuge, bei welcher Verschleißnachstellvorrichtung ein beim Bremsen betätigter Drehhebel auf wenigstens ein verschiebliches Element einwirkt, welches wenigstens eine Stellspindel betätigt, die einen Bremsbelag in Richtung einer Bremsscheibe drückt, wobei die Nachstellvorrichtung so ausgebildet ist, daß sie die Stellspindel durch Weiterdrehen nachstellt, wozu eine in Nachstellrichtung sperrende Einweg-Dreh- und Überlastkupplungsanordnung vorgesehen ist.

Eine derartige Kupplungsanordnung für eine Verschleißnachstellvorrichtung ist aus der DE 198 14 807 C2 bereits bekannt. Außerdem sei auf die DE 197 29 024 C1 verwiesen.

Aufgabe der Erfindung ist es, die Herstellung der Kupplungsanordnung, insbesondere der Nachstellvorrichtung zu vereinfachen und dadurch die Kupplungsanordnung zu verbilligen.

Gelöst wird die Aufgabe auf verschiedene Weise. Gemäß einer Ausführungsform sind bei der Einweg-Dreh- und Überlastkupplungsanordnung anstelle von metallischen Zieh- und Warmpressteilen metallische Stanzteile vorgesehen und die formgebenden Bereiche durch Kunststoffumspritzung erzeugt.

Gemäß einer anderen Ausführungsform sind bei der Einweg-Dreh- und Überlastkupplungsanordnung anstelle von metallischen Federelementen ein aus Kunststoff gespritztes einstückiges Kunststoffteil vorgesehen.

Der Vorteil ist, daß nicht nur die Herstellung vereinfacht wird, auch die Montage ist stark vereinfacht, da das einstückige Bauteil leichter zu montieren ist, als die Vielzahl von eingesetzten Metallfedern.

Bei dem bekannten Freilauf wird zu axialen Sicherung eine Passung benötigt. Außerdem ist dort die Abstützung überdimensioniert. Erfindungsgemäß werden demgegenüber bei der Einweg-Dreh- und Überlastkupplungsanordnung anstelle von metallischen bearbeiteten Mantelflächen zur Herstellung eine Passung zur axialen Sicherung einer Freilaufanordnung mit Kunststoff umspritzte Endradien vorgesehen.

Vorteilhaft ist dabei, daß der Kunststoff beim Abkühlen der mit Kunststoff umspritzten Endradien auf der Mantelfläche aufschrumpft.

Die vom aufgeschrumpften Kunststoff übertragbare Abstützung läßt sich durch eine Schaltplatte unterstützen, und/oder auch durch Nuten oder Vorsprünge in der Mantelfläche.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist eine Einweg-Dreh- und Überlastkupplungsanordnung vorhanden, bei der anstelle von Nadellagern für die Stützlagerungen der Freilaufanordnung Gleitlager verwendet werden. Auch hier ist die Vereinfachung der Herstellung und die einfache Montage von ausschlaggebender Bedeutung.

Zur Herstellung der Kupplungsanordnung dient ein kaltgepreßter Rohling als Ausgangsmaterial, der durch spanende Vorbearbeitung inklusive Bohren bearbeitet wird und dann einsatzgehärtet werden muß. Schließlich wird nach dieser Wärmebehandlung zur Erzielung der Passqualität eine neue spanenden Nachbearbeitung erforderlich.

Das hat den Nachteil, daß durch das mehrstufige Pressverfahren zum Zeitpunkt der Kugelprägung das Material bereits stark verfestigt ist. Bei Prägungen in weichgeglühten Bandmaterialien bildet sich der Prägestempel besser ab und hat eine längere Standzeit. Demzufolge wird erfindungsgemäß die Einweg-Dreh- und Überlastkupplungsanordnung mit einer Kupplungsbuchse ausgestattet, die durch Prägen von weichgeglühtem Bandmaterial gefertigt ist.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich, wenn bei der Einweg-Dreh- und Überlastkupplungsanordnung eine Kupplungsbuchse und ein rohrförmiges, vorzugsweise aus nahtlos gezogenem Rohr gearbeitetes Schaltteil formschlüssig ineinandergesteckt und durch Kunststoffumspritzung miteinander verbunden sind.

Das ergibt eine einfachere Herstellbarkeit und eine dadurch verbilligte Herstellung.

Schließlich ist es günstig, wenn gemäß einer noch anderen Ausführungsform der Erfindung die Einweg-Dreh- und Überlastkupplungsanordnung anstelle von metallischen bearbeiteten Anschlagkanten aus Kunststoff gespritzte Verbindungen herangezogen werden, wie die Verbindung zwischen Kupplungsbuchse und Schaltteil.

Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert, die in den Zeichnungen dargestellt sind.

Es zeigt:

1 die aus der DE 198 14 807 C2 bekannte Nachstelleinrichtung für Scheibenbremsen;

2 die zugehörige Einweg-Dreh und Überlastkupplungsanordnung gemäß dem Stand der Technik;

3A eine Explosionsdarstellung einer ersten Variante der erfindungsgemäßen Einweg-Dreh- und Überlastkupplungsanordnung;

3B vergrößert die zusammengebaute Einweg-Dreh- und Überlastkupplungsanordnung gemäß 3A;

3C eine Ansicht von links auf die in 3B dargestellte Anordnung;

3D eine isometrische Ansicht im Maßstab 1:1 der Freilaufschaltgabel;

3E vergrößert eine axiale Schnittansicht durch die Freilaufschaltgabel;

3F eine Stirnansicht;

3G eine Draufsicht;

3H, 3I, 3J, 3K, 3L, 3M, 3N, 3O und 3P verschiedene Ansichten der Schaltgabel;

3Q, 3R, 3S, 3T und 3U verschiedene Ansichten des Rohranschlages;

4A eine Explosionsdarstellung einer Ausführungsform, bei der die Schaltgabel aus Kunststoff gefertigt ist;

4B vergrößert eine axiale Schnittansicht der zusammengebauten Anordnung gemäß 4A;

4C eine Schnittansicht entlang der Linie B-B der 4B;

4D die drei Teile der Kunststoffschaltgabel in Explosionsdarstellung;

4E bis 4G in drei Ansichten die Kunststoffumspritzung der zusammengebauten Kunststoffschaltgabel;

4H und 4I die Schaltgabelplatte als Einzelteil;

4J, 4K und 4L die zusammengebaute Kunststoffschaltgabel in weiteren Ansichten;

5A eine Explosionsdarstellung einer alternativen Ausführungsform;

5B vergrößert eine axiale Darstellung der zusammengebauten Anordnung gemäß 5A;

5C eine Schnittansicht entlang der Schnittlinie B-B der 5B;

5D in perspektivischer Ansicht die Schaltgabelplatte und Kunststoffumspritzung vor dem Zusammenbau;

5E bis 5I verschiedene Ansichten der zusammengebauten Anordnung;

5J und 5K zwei Ansichten der Schaltgabelplatte;

6A eine Explosionsdarstellung einer Ausführungsform mit dreiteiliger Kupplungsbuchse;

6B vergrößert eine axiale Schnittansicht der zusammengebauten Anordnung gemäß 6A;

6C eine Ansicht von links auf die Anordnung gemäß 6B;

6D eine Explosionsdarstellung der dreiteiligen Kupplungsbuchse;

6E eine Explosionsdarstellung von der Rückseite her;

6F eine Stirnansicht,

6G eine Seitenansicht,

6H eine axiale Schnittansicht der dreiteiligen Kupplungsbuchse;

6I bis 6N verschiedene Ansichten der Kupplungsbuchsenplatte; und

6O bis 6Q verschiedene Ansichten der Kupplungsbuchsenhülse.

7A eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform,

7B eine Ansicht von links gemäß 7A,

7C eine radiale Schnittansicht,

7D eine axiale Schnittansicht

7E eine perspektivische Ansicht und

7F eine Seitenansicht mit teilweise entferntem Kunststoff zur Erläuterung einer Verstärkung der Anordnung mittels einerseits einer perforierten Metallhülse und andererseits mittels einer Blechverblendung der Schaltgabelverzahnung.

1 ist dem Stand der Technik, nämlich der DE 198 14 807 C2 entnommen und zeigt gemäß der Formulierung dieser Druckschrift eine Bremsscheibe 1, welche von einem Bremssattel 2 übergriffen ist, von dem nur ein zu einer Seite der Bremsscheibe 1 befindlicher, die Zugspannvorrichtung aufnehmender Teil dargestellt ist. Im Bremssattel 2 ist mittels annähernd halbschalenförmiger Wälzlagerungen 3 ein Nockenhebel 4 um eine zur Ebene der Bremsscheibe 1 parallel verlaufende Drehachse schwenkbar gelagert. Der Antrieb des Nockenhebels 4 erfolgt über einen Hebel 5, dessen Ende mit dem Kolben eines am Bremssattel 2 gehaltenen Bremszylinders oder aber auch mit einem mechanischen Bremsgestänge gekoppelt sein kann. Der Nockenhebel 4 ist mittels seines Nockens mit einer Traverse 6 gekoppelt, welche sich innerhalb des Bremssattels 2 parallel zur Ebene der Bremsscheibe 1 erstreckt und senkrecht zu dieser Ebene beweglich ist. Die beiden Enden der Traverse 6 sind mit je einer Stellspindel 7 bzw. 8 justierbar verschraubt. Die beiden Stellspindeln 7 und 8 erstrecken sich innerhalb des Bremssattels 2 senkrecht zur Ebene der Bremsscheibe 1 und enden dieser zugewandt mit Druckstücken 9. An den Druckstücken 9 liegt ein gegen die Bremsscheibe 1 anpressbarer Bremsbelag 10 an. Die beiden Stellspindeln 7 und 8 weisen eine ihr Gewinde durchschneidende Axialverzahnung auf, in welcher ein die beiden Stellspindeln 7 und 8 drehfest miteinander koppelnder Zahnriemen 12 eingreift. An der Traverse 6 befinden sich Halteorgane 13 zur Führung des Zahnriemens 12. Die Stellspindel 7 ist mit einem Drehantrieb 14 versehen, der sich im wesentlichen in einer axialen, bremsscheibenabgewandt offenen Ausnehmung der Stellspindel 7 befindet. Der Drehantrieb 14 trägt einen radial auskragenden Antriebshebel 15, dessen freies Ende mit einem Anschlagstift 16 zusammenarbeitet.

2 zeigt den Drehantrieb 14 im Längsschnitt. Eine Welle 17 ist aus zwei axial hintereinander angeordneten Teilen gebildet, zwischen denen eine Drehmomentbegrenzungseinrichtung 18 angeordnet ist. Das eine Teil der Welle 17 taucht in die Stellspindel 7 ein, die mit wenigstens einer Axialnut 19 versehen ist, in die ein Vorsprung 20 der Antriebswelle 17 eingreift. Der Hebel 15 ist über einen wälzgelagerten Klemmrollenfreilauf 21 auf der Welle 17 angeordnet. Koaxial zu der Welle 17 ist eine kegelige Schraubendruckfeder 22 angeordnet, die einerseits mit ihrer letzten Windung an dem Hebel 15 und die andererseits mit ihrer letzten Windung an einem ortsfesten Teil 23 anliegt. Das erweiterte Ende der kegeligen Schraubendruckfeder 22 ist dem ortsfesten Teil 23 zugewandt. Die Anlagefläche des ortsfesten Teil 23 für die kegelige Schraubendruckfeder 22 ist als Reibfläche 24 ausgebildet.

Zum Ausgleichen des verschleißbedingten Spiels wird der Hebel 15 in eine Zustellrichtung gedreht, wobei diese Drehbewegung über den eingekuppelten Klemmrollenfreilauf 21 auf die Welle 17 übertragen und von dort in die Stellspindel 7 eingeleitet wird. Die Stellspindel 7 dreht gegenüber der Traverse 6, wobei eine axiale Verlagerung der Stellspindel 7 eintritt, unter der der Bremsbelag in Richtung auf die Bremsscheibe 1 nachgeführt wird. Ein ungewolltes Verschwenken des Hebels 15 wird durch die kegelige Schraubendruckfeder 22 verhindert. Das an dem Hebel 15 anliegende Ende der kegeligen Schraubendruckfeder 22 kann formschlüssig mit dem Hebel 15 verbunden sein.

3A zeigt in einer Explosionsdarstellung im Maßstab annähernd von 1:1 und in 38 in zweifach vergrößertem Maßstab im zusammengebauten Zustand eine erfindungsgemäß ausgestaltete Verschleißnachstellvorrichtung 300 für eine hier nicht näher dargestellte aber ähnlich wie in den 1 und 2 aufgebaute Scheibenbremse für Fahrzeuge wiedergegeben, bei welcher Verschließnachstellvorrichtung 300 ein beim Bremsen betätigter Drehhebel 315 auf wenigstens ein verschiebliches Element einwirkt, welches wenigstens eine Stellspindel betätigt, die in einem Bremsbelag auf eine Bremsscheibe drückt, wobei die Verschleißnachstellvorrichtung so ausgebildet ist, daß sie die Stellspindel, siehe Bezugszahl 7 in 1 und 2, durch Weiterdrehen nachstellt, wozu eine in Nachstellrichtung sperrende Einweg-Dreh- und Überlastkupplungsanordnung 318 vorgesehen ist. Die Überlastkupplungsanordnung 318 umfaßt Kupplungsteile 330, die einerseits eine Kupplungshülse 326, andererseits eine Kupplungsbuchse 327 lagert, wobei sie unter dem Axialdruck einer Druckfeder 328 stehen. Wie die 3A erkennen läßt, weist die Kupplungshülse 326 an eine Kugelform angepaßte Vertiefungen 329 auf, die auch beim Stand der Technik, siehe 2, vorhanden sind, ebenso weist die Kupplungsbuchse entsprechende Einsenkungen 329 auf.

Die Kraft der Feder 328 drückt die Kugeln 325 in diese Vertiefungen und es muß ein bestimmtes Drehmoment überschritten werden, um die beiden Kupplungsteile 326 bzw. 327 zueinander zu verdrehen, weil dadurch es notwendig ist, daß die Kugeln aus den Einsenkungen gegen die Kraft der Druckfeder 328 heraus wandern müssen. Die Genauigkeit der Drehmomentkraft, bei der die Kupplung durch Überlast auslöst, hängt von der Genauigkeit der Bearbeitung der Einsenkungen 329 bzw. die entsprechende Fläche der Kupplungsbuchse 327 ab.

Bei der in 3A dargestellten Ausführungsform besteht das Bauteil 326, die Kupplungshülse, und 327, die Kupplungsbuchse jeweils aus metallischen Zieh- und Warmpressteilen. Diese beiden Bauteile werden bei der hier dargestellten Ausführungsform durch Kaltpressen geformt, wonach anschließend ein spanendes Vorbearbeiten erfolgt, einschließlich Herstellen der Bohrung zur Aufnahme des Bolzens 330, anschließend wird das Material einer Einsatzhärtung unterworfen und anschließend nochmals eine spanende Nachbearbeitung zur Erzielung der Passungsqualität nach dieser Wärmebehandlung durchgeführt. Durch das mehrstufige Pressverfahren ist zum Zeitpunkt der Kugelprägung, also der Herstellung der Vertiefungen 329 in den Bauteilen 326 bzw. 327 das Material bereits stark verfestigt, was die Prägegenauigkeit beeinträchtigen kann, weil sich der Prägestempel nicht optimal abbildet und auch eine kürzere Standzeit aufweist. Eine Verbesserung wird gemäß 6A bis 6Q erreicht, indem anstelle von metallischen Zieh- und Warmpressteilen metallische Stanzteile vorgesehen und die formgebenden Bereiche durch Kunststoffumspritzung erzeugt sind. So zeigt die Ausführungsform gemäß 6A eine dreiteilige Kupplungsbuchse 627, bestehend aus eine Kupplungsbuchsenplatte 632 und eine Kunststoffumspritzung 633, siehe 6A sowie auch die 6B im zusammengebauten Zustand, während die 6D und 6E die drei Teile getrennt darstellen, einmal von der einen Seite und einmal von der anderen Seite betrachtet, in perspektivische Darstellung. 6F, 6G und 6H zeigen in drei verschiedenen Ansichten, nämlich in einer Frontalansicht, einer Seitenansicht und einer axialen Schnittansicht die zusammengefügten drei Bauteile 631 (Metallhülse) 632 (Kupplungsbuchsenplatte) und 633 (Kunststoffumspritzung). Weitere Einzelheiten der Kupplungsbuchsenplatte 632 zeigen die 6I und 6J, die dreifach vergrößert sind.

Weitere Details zeigen in vierfacher Vergrößerung die 6K bis 6N.

Details der Metallhülse 631 zeigen die 6B bis 6O in zweifache bzw. dreifacher Vergrößerung.

6B läßt erkennen, daß die Hülse 631 auch Teil der Einweg-Dreh-Anordnung 318 ist. Dieses Einweg-Dreh-Kupplungsteil 318 aus den 3D und 3E bewirkt, daß auch das Freilaufbauteil 318, das nur in die eine Richtung eine Drehkupplung erzeugt, in die andere einen Freilauf bildet, aus mehreren Teilen besteht, so gemäß 3D aus einem als Schaltteil wirkendem Metallteil 334, das in 3M und 3N in zwei Ansichten nochmals herausgestellt ist und eine Klemmkontur 335 bildet, um Zylinderrollen 336 zwischen der Klemmkontur des Metallteils 334 und der Hülse 327 einzuklemmen und dadurch während des Klemmvorganges die Hülse 327 mit dem Metallteil drehstarr zu verbinden.

Bei umgekehrter Richtung der Drehung löst sich die Walze 336 aus der Klemmkontur und erzeugt einen Freilauf zwischen den beiden Drehteilen.

Geführt wird die Walze 336, von der mehrere vorhanden sind, im vorliegenden Falle fünf Stück, durch einen Käfig, der aus Kunststoff gebildet ist, wie in den 3K und 3L sowie 3H, 3O, 3P und 3I erkennbar wird. Dieses das Metallteil 334 umschließende Kunststoffteil 337 trägt Rasthaken 339 für ein weiteres Kunststoffteil 340, das als Rohranschlag dient. Von dem Rohranschlag 340 gehen Federelemente 338 aus, die sich gegen die Walze mittels Federelement 338 drückt und die Zylinderrolle 336 in ihre entriegelte Stellung bringt, wenn sich die Schaltgabel in diese Richtung bewegt. Die Zylinderrollen 336 werden jeweils von einem Kunststoffteil 337 bzw. 338 axial gehalten, siehe die Bezugszahlen 341, 342.

Ein Warmpressteil mit spanender Nachbearbeitung sowie ein Ziehteil wird somit ersetzt durch eine Schaltgabelplatte mit Freilauf-Innenkontur, die durch Feinstanzen herstellbar ist.

Formgebende Bereiche werden durch die Kunststoffumspritzung erzeugt.

Die in der Konstruktion des Stands der Technik einzeln eingesetzten Metallfedern werden einstückig durch ein Federbauteil ersetzt, welches leicht zu montieren ist.

Die 4A bis 4L zeigen eine weitere Variante, bei der die Schaltgabel 434 Bohrungen 443 aufweist, die warm umspritzt mit Kunststoff gefüllt werden und eine axiale und radiale Sicherung durch umspritzten Kunststoff bilden. Zusätzliche Sicherung ergeben Nuten 444 in der Mantelfläche des Bauteils 440.

Bei der Ausführungsform gemäß den 5A bis 5K besteht die Schaltgabel aus einer Metallplatte 534 mit einer Kunststoffumspritzung 533. Sowohl bei Kunststoffumspritzung gemäß 4A und folgende wie auch einer Kunststoffumspritzung gemäß 5A und folgende ergibt sich eine axiale Haftung der Umspritzung der Endradien der metallischen Schaltgabel 434 bzw. 534. Hinzukommt, daß der Kunststoff bei Abkühlung auf die Metallwandfläche 445 aufschrumpft und ausreichende Drehmomentübertragungseigenschaften hat, um eine Anfangsüberdrehung zu erlauben.

Sollte ausnahmsweise die Abstützung durch Kunststoff nicht ausreichen, kann sie durch die Schaltplatte unterstützt werden, beispielsweise durch Rücksprünge 543 oder Durchbrüche 443, oder durch Nuten 444, wie bereits erwähnt.

Bei der vorliegenden Ausführungsform, 5A und folgende, wie auch bei der Ausführungsform gemäß 4A und folgende sind als Stützlagerung des Freilaufs anstelle von Nadellagern Gleitlager vorgesehen. Der Vorteil gemäß der Ausführungsform gemäß 4A bzw. 5A liegt auch darin, daß das Metallteil 434 bzw. 534 einen stanzbaren Mitteldurchbruch aufweisen kann, der nicht passgenau sein muß, da er durch Kunststoff geschlossen wird. Bei den anderen Ausführungsformen muß diese Mittelbohrung noch bearbeitet werden, z. B. durch Reiben.

7A zeigt in einer Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform den Klemmrollenfreilauf 721 einer Einwegdreh- und Überlastkupplungsanordnung, die als Besonderheit eine perforierte Metallhülse 744 aufweist, die den Radialdruck der Klemmrollen auffangen und den umhüllenden Kunststoff 745 entlasten und eine sichere Klemmung gewährleisten, siehe auch die 7B, eine Ansicht von links gemäß 7A, 7C, eine radiale Schnittansicht, 7D, eine axiale Schnittansicht, 7E, eine perspektivische Ansicht, und 7F, eine Seitenansicht mit teilweise entferntem Kunststoff zur Erläuterung einer Verstärkung der Anordnung mittels der perforierten Metallhülse 744. Des weiteren zeigen die Figuren eine Blechverblendung 747 der Schaltgabelverzahnung, die einen vorzeitigen Verschließ einer aus Kunststoff gefertigten Schaltgabel verhindert.

1
Bremsscheibe
2
Bremssattel
3
Wälzlagerungen
4
Nockenhebel
5
Hebel
6
Traverse
7
Stellspindel
8
Stellspindel
9
Druckstück
10
Bremsbelag
11
Halterung
12
Zahnriemen
13
Halteorgan
14
Drehantrieb
15
Antriebshebel
16
Anschlagstift
17
Welle
18
Drehmomentbegrenzungseinrichtung
19
Axialnut
20
Vorsprung
21
Klemmrollenfreilauf
22
Schraubendruckfeder
23
ortsfester Teil
24
Reibfläche
300
Verschleißnachstellvorrichtung
315
Drehhebel
318, 321; 618, 621,721
Einweg-Dreh- und Überlastkupplungsanordnung
325
Kugeln
326
Kupplungshülse
327, 627
Kupplungsbuchse
328
Druckfeder
329
Einsenkungen
330
Bolzen
631
Metallhülse
632
Kupplungsbuchsenplatte
433, 533, 633
Kunststoffumspritzung
334, 434, 534
Schaltgabel, Metallteil
335
Klemmkontur
336
Zylinderrollen
337
Kunststoffumspritzung
338
Federelemente
339
Rasthaken
340, 440
Rohranschlag
341
Führung
342
Führung
443, 543
Durchbruch, Rücksprung
444
Nuten
445
Mantelfläche
446
Schweißpunkt, Schweißnaht
744
perforierte Metallhülse
745
Kunststoffumspritzung
746
Klemmrollen
747
Blechverblendung

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • - DE 19814807 C2 [0002, 0018, 0058]
  • - DE 19729024 C1 [0002]


Anspruch[de]
Kupplungsanordnung für eine Verschleißnachstellvorrichtung für eine Scheibenbremse für Fahrzeuge, bei welcher Verschleißnachstellvorrichtung ein beim Bremsen betätigter Drehhebel auf wenigstens ein verschiebliches Element einwirkt, welches wenigstens eine Stellspindel (7) betätigt, die einen Bremsbelag (40) in Richtung einer Bremsscheibe (1) drückt, wobei die Nachstellvorrichtung so ausgebildet ist, daß sie die Stellspindel (7) durch Weiterdrehen nachstellt, wozu eine in Nachstellrichtung sperrende Einweg-Dreh- und Überlastkupplungsanordnung (18) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Einweg-Dreh- und Überlastkupplungsanordnung (18) anstelle von metallischen Zieh- und Warmpressteilen metallische Stanzteile aufweist und die formgebenden Bereiche durch Kunststoffumspritzung erzeugt sind. Kupplungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den metallischen Stanzteilen und Kunststoffumspritzung (433, 533, 633; 337) Formschlüssigkeit vorgesehen ist, gegebenenfalls auch zwischen den metallischen Stanzteilen untereinander. Kupplungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stanzteile eine Schaltgabelplatte und eine Freilaufhülse umfassen, die mit der Kunststoffumspritzung versehen sind. Kupplungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltgabelplatte und/oder die Freilaufhülse Vor- oder Rücksprünge auf der Platte und/oder vorspringende Leisten oder Nuten auf der Hülsenmantelfläche aufweist. Kupplungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Schweißpunkte oder Schweißnähte (446) zusätzliche Abstützung liefern. Kupplungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Einweg-Dreh- und Überlastkupplungsanordnung anstelle von metallischen bearbeiteten Mantelflächen zur Herstellung einer Passung, zur axialen Sicherung einer Freilaufanordnung mit Kunststoff umspritzte Endradien vorgesehen sind. Kupplungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoff der mit Kunststoff umspritzten Endradien beim Abkühlen auf der Mantelfläche (445) aufschrumpft. Kupplungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die vom aufgeschrumpften Kunststoff übertragbare Abstützung durch eine Schaltplatte unterstützt wird. Kupplungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Einweg-Dreh- und Überlastkupplungsanordnung anstelle von metallischen Federelementen ein aus Kunststoff gespritztes ein- oder zweistückiges Kunststoffteil (433, 533, 633) vorgesehen ist. Kupplungsanordnung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Einweg-Dreh- und Überlastkupplungsanordnung anstelle von Nadellagern für die Stützlagerungen der Freilaufanordnung Gleitlager vorgesehen sind. Kupplungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Einweg-Dreh- und Überlastkupplungsanordnung eine Kupplungsbuchse umfaßt, die durch Prägen von weichgeglühtem Bandmaterial gefertigt ist. Kupplungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Einweg-Dreh- und Überlastkupplungsanordnung ein Schaltteil umfaßt, das aus nahtlos gezogenem Rohr gearbeitet ist. Kupplungsanordnung nach Anspruch 1, 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Einweg-Dreh- und Überlastkupplungsanordnung eine Kupplungsbuchse und rohrförmiges Schaltteil formschlüssig ineinandergesteckt und durch Kunststoffumspritzung miteinander verbunden sind. Kupplungsanordnung nach Anspruch 1 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Einweg-Dreh- und Überlastkupplungsanordnung anstelle von metallischen bearbeiteten Anschlagkanten aus Kunststoff gespritzte Verbindungen herangezogen werden, wie die Verbindung zwischen Kupplungsbuchse und Schaltteil. Kupplungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Kunststoffumspritzung aufweisende Freilaufhülse (721) mit einer perforierten Hülse (744) zur Verstärkung der Kunststoffumspritzung (745) ausgestattet ist. Kupplungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die aus Kunststoff bestehende Schaltgabel (715) im Verzahnungsbereich eine Metall-Blechverstärkung (747) aufweist.






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