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Dokumentenidentifikation DE202007006354U1 27.12.2007
Titel Schalungselement
Anmelder Hammes, Herbert, 50374 Erftstadt, DE
Vertreter BUNGARTZ - Patentanwaltskanzlei, 50933 Köln
DE-Aktenzeichen 202007006354
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 27.12.2007
Registration date 22.11.2007
Application date from patent application 02.05.2007
IPC-Hauptklasse E04F 15/14(2006.01)A, F, I, 20070502, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04B 1/68(2006.01)A, L, I, 20070502, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Schalungselement für den Fußbodenbau, insbesondere zur Abschalung sowie als Kantenschutz und/oder Verbindung benachbarter Felder eines Bodens, die aus während der Verarbeitung fließ- oder kriechfähigen und später erstarrendem Bodenmaterial gegossen sind,

  • • mit einem ersten Profilelement und einem zweiten Profilelement, wobei das erste Profilelement und das zweite Profilelement jeweils einen sich im wesentlichen vertikal zum Boden erstreckenden Vertikalschenkel aufweisen und sich in bestimmungsgemäßer Einbaulage unter Ausbildung einer sich entlang der Ränder der Felder erstreckenden Fuge gegenüberliegen, und
  • • mit einer Mehrzahl von Lastübertragungselementen, die jeweils an einem der Profilelemente angebracht sind und die derart angeordnet sind, dass sie nach Gießen des Bodens in einer Richtung S im wesentlichen senkrecht zur Fuge über die Fuge hinweg von einem Feld in das benachbarte Feld hineinragen, um vertikale Lasten von einem Feld auf das benachbarte Feld zu übertragen.

Schalungselemente dieser Art sind bekannt. Sie dienen dazu, bei dem Gießen eines größerflächigen Fußbodens diesen in einzelne Bodenfelder zu unterteilen, um beim erstarrungsbedingten Schrumpfen des Bodenmaterials schrumpfungsbedingte Beschädigungen, zum Beispiel die Ausbildung von Rissen, zu verhindern. Ein Schalungselement bzw. die durch dieses ausgebildete Fuge dient in gewisser Weise als eine Art Sollbruchstelle, entlang der der beim Erstarren auftretende Schrumpfungseffekt ausgeglichen werden kann. Bei einem nutzungsfertigen Boden ist ferner durch die Ausbildung einer solchen Fuge gewährleistet, dass zwischen den einzelnen Feldern des Bodens Relativbewegungen in horizontaler Richtung ermöglicht sind. Denn beispielsweise durch Temperaturschwankungen treten Ausdehnungen und Schrumpfungen auf, die horizontale Verschiebungen der Bodenfelder zueinander zur Folge haben. Darüber hinaus ist von Bedeutung, dass Vertikallasten, die beispielsweise beim Befahren des Fußbodens bzw. beim Überfahren einer Fuge mit schwer beladenen Fahrzeugen auftreten, sicher vom einen im Bodenfeld in das benachbarte Bodenfeld übertragen werden, um einerseits ein vertikales Verkippen der Bodenfelder zueinander zu verhindern und um andererseits die auftretenden Lasten von einem in das andere Bodenfeld einzuleiten. So können beispielsweise beim Überfahren einer Fuge Lastsprünge, die zu Beschädigungen in den Bodenfelder in deren Randbereichen führen können, verhindert werden.

Die bekannten Lastübertragungselemente sind an ausschließlich einem der beiden Profilelemente des Schalungselements fest angeordnet und ragen über die Fuge hinweg von einem Bodenfeld in das benachbarte Bodenfeld hinein. Beim durch das Erstarren eines Bodenfeldes bedingten Aufweiten der Fuge wird der Teil des Lastübertragungselementes, der über die Fuge hinweg in das benachbarte Bodenfeld hineinragt, aus diesem teilweise zurückgezogen. Der zur Übertragung der Lasten zur Verfügung stehende Teil des Lastübertragungselementes verringert sich somit um den Anteil, der aus dem benachbarten Bodenfeld zurückgezogen wird. Im Randbereich der Bodenfelder, in denen das Lastübertragungselement fest verankert ist, ändert sich hingegen der Anteil des Lastübertragungselementes, der zur Übertragung der Vertikallasten zur Verfügung steht, nicht.

Es besteht somit die Gefahr, dass bei zunehmender Fugenbreite eine ausreichende Lastübertragung aufgrund der immer kürzer werdenden Eindringtiefe der Lastübertragungselemente in das benachbarte Bodenfeld nicht mehr gewährleistet ist und die Bodenfelder in ihren Randbereichen beschädigt werden. Eine solche, nur einseitig auftretende Schwächung des Lastübertragungspotentials kann eine bei der Auslegung und Dimensionierung der Schalung zu berücksichtigende Größe darstellen. Dadurch, dass die Lastübertragungselemente im Stand der Technik ausschließlich an einem der beiden Profilelemente angeordnet sind, tritt diese Schwächung nur in dem vorstehend angesprochenen benachbarten Bodenfeld auf. Dies kann entweder zu einer nicht zu vernachlässigenden Verringerung der Tragfähigkeit bzw. der Höhe der übertragbaren Vertikallasten führen, oder es kann eine größere Dimensionierung der Lastübertragungselemente erforderlich machen, was aber zu erhöhtem Materialaufwand, größerem Gewicht der Schalungselemente und aufwändigerer Bearbeitung führt.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Schalungselement der eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, bei dem eine Schwächung der Verbindung zwischen zwei Bodenfeldern bzw. die Verringerung der Höhe der übertragbaren Vertikallasten durch das Zurückziehen der Lastübertragungselemente aus dem benachbarten Bodenfeld bei Aufweiten der Fuge minimiert ist. Auch bei großer Fugenbreite soll eine gleichmäßige Lastverteilung in den Randbereichen der Bodenfelder gewährleistet sein.

Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass sowohl wenigstens ein Lastübertragungselement am ersten Profilelement angebracht ist, um in das benachbarte, durch das zweite Profilelement unmittelbar begrenzte Feld hineinzuragen, als auch wenigstens ein Lastübertragungselement am zweiten Profilelement angebracht ist, um in das benachbarte, an das erste Profilelement unmittelbar begrenzte Feld hineinzuragen.

Durch diese Ausgestaltung wird erreicht, dass die am Schalungselement angeordneten Lastübertragungselemente sich bei Aufweiten der Fuge aus beiden an die Fuge angrenzenden Randbereichen der benachbarten Bodenfelder zurückziehen. Das am ersten Profilelement angeordnete Lastübertragungselement zieht sich bei einem Aufweiten der Fuge also aus dem Bodenfeld zurück, dass durch das zweite Profilelement unmittelbar begrenzt ist und umgekehrt. Die Randbereiche der Bodenfelder werden somit bei sich ausweitender Fuge nicht nur einseitig geschwächt, sondern die Schwächung tritt beidseitig der Fuge in gleicher und gegenüber einer einseitigen Schwächung in geminderter Höhe auf.

Um eine besonders gleichmäßige Lastverteilung über die Fuge hinweg zu erzielen, ist vorgesehen, dass die Lastübertragungselemente abwechselnd am ersten und am zweiten Profilelement angebracht sind.

Außerdem ist zu berücksichtigen, dass beim erstarrungsbedingten Schrumpfen der Bodenfelder diese sich ausgehend von den Rändern zum Feldmittelpunkt hin zusammenziehen, so dass an den Rändern eine Schwindungsbewegung sowohl in einer Richtung parallel zur Fuge als auch in einer Richtung senkrecht zur Fuge auftritt. Die Lastübertragungselemente sind in einer vorteilhaften Ausgestaltung derart ausgebildet, dass sie eine horizontale Ausgleichsbewegung benachbarter Bodenfelder sowohl in einer Richtung S im wesentlichen senkrecht zur Fuge als auch in einer Richtung L im wesentlichen parallel zur Fuge zulassen. Es sind also bevorzugt keine einfachen Querkraftdorne, zum Beispiel in der Form von Stäben vorgesehen, die eine Ausgleichsbewegung in der Richtung L parallel zur Fuge unterbinden würden Die Lastübertragungselemente weisen bevorzugt im Bereich der Fuge in einer Richtung L längs der Fuge eine Breite B auf, wobei sich die Breite zumindest des Teils des Lastübertragungselements, der bestimmungsgemäß dazu ausgebildet ist, in das benachbarte Feld hineinzuragen, in der Richtung S verringert. Hierdurch wird der durchaus erwünschte Effekt erzielt, dass auch seitlich der Lastübertragungselemente ein Spiel zwischen Lastübertragungselement und Bodenmaterial entsteht, dass nicht nur eine horizontale Relativbewegung in der Richtung S, sondern auch in der Richtung L zwischen den einzelnen Bodenfeldern ermöglicht ist. Insbesondere bei einer Vielzahl von aneinander angrenzenden Bodenfeldern wird somit eine Bewegungsfreiheit eines jeden Bodenfeldes in der horizontalen Ebene erreicht.

Es kann auch vorgesehen sein, dass das Lastübertragungselement von einer Montagehülse umgeben ist, die zumindest einen Teil des Lastübertragungselements derart umgibt, dass nach Gießen des Bodens in bestimmungsgemäßer Einbaulage eine horizontale Relativbewegung der Felder zueinander ermöglicht ist, während eine vertikale Relativbewegung der Felder zueinander unterbunden ist. Hierdurch wird insbesondere auch die Verwendung von rechteckigen Lastübertragungselementen ermöglicht, die ohne Montagehülse eine relative Horizontalverschiebung der Bodenfeldes zueinander in der Richtung L nicht zulassen würden. Montagehülsen können insbesondere aus die Lastübertragungselemente allseitig umgebenden Hülsen gebildet sein. Es können Montagehülsen in Form von nur seitlich auf die Ränder der Lastübertragungselemente aufgeschobenen kompressiblen Abstandselementen vorgesehen sein, die das Bodenmaterials beim Vergießen aus dem Bereich der seitlichen der Körperkanten des Lastübertragungselementes fernhalten.

Um eine weitere Stabilitätserhöhung der Verschalung zu erreichen, ist vorgesehen, dass am unteren Bereich der Vertikalschenkel ein von der Fuge weg gerichteter Horizontalschenkel ausgebildet ist. Dieser führt nicht nur zu einer deutlich stabileren Ausführung der Profilelemente, sondern erlaubt es insbesondere auch, die in die Lastübertragungselemente eingeleiteten Vertikalkräfte auch über den Horizontalschenkel im Bodenmaterial abzustützen, was insgesamt zu einer deutlichen Stabilitätserhöhung der Schalung führt.

Hierzu können die Lastübertragungselemente am Horizontalschenkel angebracht sein. Insbesondere ist vorgesehen, dass die Lastübertragungselemente mit den Horizontalschenkeln verschweißt sind.

Prinzipiell besteht die Möglichkeit, die Lastübertragungselemente in einer beliebigen Form vorzusehen. Die von der Erfindung angestrebte Funktion, sowohl in Richtung S als auch in Richtung L eine horizontale Verschiebung zu ermöglichen, ist im Grunde durch jede an die Form der Lastübertragungselemente angepasste Montagehülsenform zu gewährleisten. Bevorzugt sind die Lastübertragungselemente plattenförmig ausgebildet und insbesondere von Stahlplatten gebildet. Um beim Zurückziehen aus dem Bodenmaterial des benachbarten Bodenfeldes das gewünschte seitliche Spiel in Richtung L längs zur Fuge zu gewährleisten, weisen die Lastübertragungselemente bevorzugt die Form eines Kreises, einer Raute, eines Trapezes, eines Sechseckes oder eines Dreiecks auf.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen.

In den Zeichnungen zeigt:

1 eine Aufsicht auf die Randbereiche zweier benachbarter Bodenfelder vor und nach dem schrumpfungsbedingten Aufweiten einer von Profilelementen einer Schalung definierten Fuge,

2 bevorzugte geometrische Formen für Lastübertragungselemente,

3 die Verwendung eines rechteckigen Lastübertragungselementes im Zusammenspiel mit einer Montagehülse, die das Lastübertragungselement umgibt,

4 die Verwendung eines rechteckigen Lastübertragungselementes im Zusammenspiel mit einer Montagehülse, die durch zwei auf die Seitenränder des Lastübertragungselementes aufgeschobene Abstandselemente gebildet ist,

5 einen Querschnitt durch den Randbereich zweier benachbarter Bodenfelder samt Schalungselement gemäß dem in 1 angedeuteten Schnitt V, und

6 einen Querschnitt durch den Randbereich zweier benachbarter Bodenfelder samt Schalungselement gemäß dem in 1 angedeuteten Schnitt VI nach dem schrumpfungsbedingten Aufweiten der Arbeits- bzw. Dehnfuge.

In 1 ist eine Aufsicht auf die Randbereiche zweier benachbarter Bodenfelder vor und nach dem schrumpfungsbedingten Aufweiten einer von Profilelementen 2, 3eines Schalungselementes 1 definierten Fuge 5 gezeigt, wobei die parallel zur Fuge auftretende Schrumpfung nicht dargestellt ist. Im oberen Bereich von 1 ist, erkennbar durch das Fehlen der grob schraffierten Fläche im oberen linken Bereich, die Schalung vor dem Gießen des benachbarten Bodenfeldes gezeigt. Die beiden Profilelemente 2, 3 liegen aneinander an, die durch die Profilelemente 2, 3 definierte Fuge 5 ist geschlossen. Mit den Profilelementen 2, 3 verbunden sind hufeisenförmige bzw. U-förmige Anker 9, die in das Bodenmaterial eingegossen werden und über die die Profilelemente 2, 3 im Bodenmaterial fest verankert werden. Die Anker 9 sind in der Regel am Profilelement 2, 3 angeschweißt.

Ausgehend von der gedachten Fußbodenoberfläche erstrecken sich Vertikalschenkel 4 in den Fußboden hinein. An den Vertikalschenkeln 4 angelenkt sind Horizontalschenkel 8, an denen unterseitig Lastübertragungselemente 6 angeschweißt sind. Wird nun entsprechend dem unteren Teil von 1 das Bodenmaterial in das benachbarte Feld gegossen, erstarrt dieses und das in ihm verankerte Profilelement 2 wird der Schrumpfungsbewegung folgen, wodurch die Fuge 5 aufgeweitet wird. Dies führt weiter dazu, dass die Lastübertragungselemente 6 aus den benachbarten Bodenfeldern in dem Maße zurückgezogen werden, in dem sich die Fuge 5 aufweitet (in 1 gekennzeichnet durch den kreuzschraffierten Bereich). Die Fläche der Lastübertragungselemente 6, die der Abstützung von Vertikallasten zur Verfügung steht, wird somit um den Betrag verringert, um den sich in die Fuge 5 aufweitet.

Durch die wechselseitige Anordnung der Lastübertragungselemente 6 ist gewährleistet, dass die zur Aufnahme der Vertikallasten zur Verfügung stehende Fläche der Lastübertragungselemente 6 beidseitig der Fuge 5 abnimmt. Eine einseitige Schwächung des Randbereichs eines einzigen Bodenfeldes kann somit vermieden werden. Die Lasten werden gleichmäßiger über die Randbereiche benachbarter Bodenfelder verteilt.

Wie im unteren Bereich von 1 erkennbar, bildet sich, wenn das Lastübertragungselement 6 aus dem Bodenfeld zurückgezogen wird, auch seitlich der Lastübertragungselements 6 ein Abstand zwischen Bodenmaterial und Lastübertragungselement 6, der eine relative Verschiebung der Bodenfelder zueinander auch in Richtung L längs der Fuge 5 zulässt. Dies wird dadurch erreicht, dass sich die Lastübertragungselemente 6 in Richtung des Bodenfeldes, in das sie hineinragen, verjüngen. Die Breite B, die die Lastübertragungselemente 6 im Bereiche der Fuge 5aufweisen, nimmt in Richtung S quer zur Fuge 5 ab. Je stärker sich die Lastübertragungselemente 6 in der Richtung S verjüngen, desto größer wird das seitliche Spiel, das durch eine bestimmte Fugenaufweitung erzielbar ist.

In 2 sind skizzenartig einige geeignete Formen für Lastübertragungselemente 6 dargestellt, die vorstehend beschriebenen Effekt erzielen. Bei Lastübertragungselemente 6, die relativ zur Fuge 5 symmetrisch ausgestaltet sind, ist deren Orientierung selbstverständlich nicht mehr entscheidend, es kommt vielmehr nur darauf an, dass sie wechselseitig am ersten und am zweiten Profilelement 2, 3 angebracht sind. In 2 ist ferner beispielhaft dargestellt, dass die Lastübertragungselemente 6 an Stellen, an denen sie nicht relativ zum Bodenmaterial verschieblich sein müssen, mit Verankerungsbohrungen 10 versehen sein können, welche deren feste Verankerung im Bodenmaterial zusätzlich unterstützt. Alternativ zu solchen Bohrungen können selbstverständlich auch andere Maßnahmen ergriffen werden, die das Verankern der Lastübertragungselemente im Bodenmaterial fördern.

In der 3 und der 4 sind Beispiele dafür dargestellt, dass auch rechteckige Lastübertragungselemente 6 zur Anwendung kommen können. Ein rechteckiges Lastübertragungselement 6 ist in 3 von einer Montagehülse 7 umgeben. Diese liegt an der Ober- bzw. Unterseite des Lastübertragungselementes 6 unmittelbar an diesem an. Hierdurch ist eine unerwünschte vertikale Verschiebung zwischen den beiden benachbarten Bodenfeldern ausgeschlossen, wenn die Montagehülse 7 von außen mit erstarrtem Bodenmaterial umgeben ist. In 3 stellt die kreuzschraffierte Fläche wie auch in 1 den Bereich dar, um den sich das Lastübertragungselement 6 schrumpfungsbedingt bei Aufweiten der Fuge 5 zurückgezogen hat. Im rechten Teil von 3 ist erkennbar, dass das rechteckige Lastübertragungselement 6 mit seinen Seitenkanten nicht an der seitlichen inneren Wandung der Montagehülse 7 anliegt. Vielmehr sind nachgiebige Mittel zum Zentrieren des Lastübertragungselementes 6 relativ zur Montagehülse 7 vorgesehen, die das gewünschte seitliche Spiel zwischen Montagehülse 7 und Lastübertragungselement 6 gewährleisten und die Montagehülse 7 während des Gießen des Bodenmaterials in entsprechender Position auf dem Lastübertragungselement 6 fixieren. Trotz einer Verwendung eines rechteckigen Lastübertragungselementes ist eine Beweglichkeit des Bodenfeldes in einer Richtung S und einer Richtung L gewährleistet.

In 4 ist die Montagehülse 7 von zwei auf den Längsseiten des Lastübertragungselements angeordneten Abstandselementen aus kompressiblen Schaumstoffmaterial gebildet. Ähnlich der Ausgestaltung in 3 gewährleistet auch diese Ausführungsform horizontale Relativbewegungen zwischen einzelnen Bodenfeldern sowohl in einer Richtung L längs der Fuge als auch in einer Richtung S quer zum Fugenverlauf nach Vergießen und Erstarren des Bodenmaterials. Darüber hinaus führt das Aufsetzen dieser Abstandselemente auf die Seitenränder der Lastübertragungselemente 6 dazu, dass im vergossenen Bodenmaterial Aushöhlungen mit Radien entstehen, die die Wahrscheinlichkeit einer Rissbildung in diesem Bereich bei hohen Belastungen vermindern.

Die Möglichkeit, Montagehülsen 7 zu verwenden, ist selbstverständlich nicht auf die Verwendung von rechteckigen Lastübertragungselementen beschränkt.

5 zeigt einen Querschnitt durch den Randbereich zweier benachbarter Bodenfelder samt Schalungselement 1 gemäß dem in 1 angedeuteten Schnitt V. Das Schalungselement 1 umfasst ein erstes Profilelement 2 und ein zweites Profilelement 3 mit jeweils einem Vertikalschenkel 4. An dem Vertikalschenkel 4 angebracht, vorzugsweise angeschweißt, sind horizontal ausgerichtete Anker 9, über die die Profilelemente 2, 3 im erstarrten Bodenmaterial fest verankert werden. Diese können selbstverständlich, alternativ zu der 5 dargestellten Ausführung, auch anders, insbesondere vertikal, ausgerichtet sein. Im unteren Bereich sind die Vertikalschenkel 4 der Profilelemente gekantet, um einen von der Fuge 5 weg gerichteten Horizontalschenkel 8 zu bilden. Ein Lastübertragungselement 6 ist an dem Horizontalschenkel 8 des in 5 links dargestellten Profilelementes 2 über Schweißnähte angeschweißt.

Unterhalb der Profilelemente 2, 3 und in regelmäßigen Abständen zwischen den Lastübertragungselementen 6 an den Profilelementen 2, 3 angebracht sind Haltewinkel 11, zwischen denen eine Fließbarriere 12 angeordnet ist, die vorzugsweise von einem dünnen Stahlblech gebildet wird. An den Haltewinkeln 11 selbst ist wiederum ein Höhenverstellmechanismus 13 vorgesehen, der es erlaubt, das Schalungselement 1 im Ganzen sowie die Profilelemente 2, 3 gegeneinander auszurichten. Der Höhenverstellmechanismus 13 ist über Gewindestangen 14 mit Fußplatten 15 verbunden, mittels denen das Schalungselement 1 auf dem Untergrund 17 steht.

Auf den Fußplatten 15 selbst sind Haltestifte 16 angeordnet, die die Fließbarriere 12 gegen den Druck des noch nicht erstarrten Bodenmaterials in Position halten.

Während in 5 eine Situation dargestellt ist, bei der erst eines der beiden Bodenfelder gegossen worden und die Fuge 5 somit noch nicht aufgeweitet ist, zeigt 6 eine Situation nach Gießen des benachbarten Bodenfeldes gemäß dem in Figur eines angedeuteten Schnitt VI. Das Erstarren des Bodenmaterials und die damit einhergehende Schrumpfung haben zu einer Aufweitung der Fuge 5 geführt. Der Teil des Lastübertragungselementes 6, der nicht fest mit einem Profilelement 2, 3 verbunden ist, wird in Richtung S um den Betrag, in dem sich die Fuge 5 aufweitet, herausgezogen.

Fließbarriere 12 und Haltestifte 16 sind in 6 nicht mehr dargestellt. Die Fließbarriere wird beim Aufweiten der Fuge verformt, die Haltestifte werden abgebrochen oder verbogen. Nach Gießen des benachbarten Bodenfeldes und nach Aufweiten der Fuge 5 spielen diese Bauteile für die weitere Funktion des Schalungselements 1 keine Rolle mehr.

Wie in 5 und 6 erkennbar, liegt die Oberfläche der Lastübertragungselemente 6 unmittelbar an der Unterseite der Horizontalschenkel 8 der Profilelemente 2, 3 an. Vertikale Lasten, die über das Bodenmaterial in die Lastübertragungselemente 6 eingeleitet werden, können sich somit nicht nur unmittelbar im Bodenmaterial selbst, sondern auch über die Schenkel der Profilelemente 2, 3 abstützen. Ebenso können Lasten, die unmittelbar von außen in die Vertikalschenkel 4 die Profilelemente 2, 3 eingeleitet werden, beispielsweise beim Überfahren einer Fuge mit einer schweren Last, nicht nur über die Vertikalschenkel 4 sondern zusätzlich über die Lastübertragungselemente 6 und die Horizontalschenkel 8 im Bodenmaterial abgestützt werden. Beides führt zu einer deutlichen Erhöhung der Schalungsstabilität.

1
Schalungselement
2
erstes Profilelement
3
zweites Profilelement
4
Vertikalschenkel
5
Fuge
6
Lastübertragungselement
7
Montagehülse
8
Horizontalschenkel
9
Anker
10
Verankerungsbohrung
11
Haltewinkel
12
Fließbarriere
13
Höhenverstellmechanismus
14
Gewindestange
15
Fußplatte
16
Haltestift
17
Untergrund


Anspruch[de]
Schalungselement (1) für den Fußbodenbau, insbesondere zur Abschalung sowie als Kantenschutz und/oder Verbindung benachbarter Felder eines Bodens, die aus während der Verarbeitung fließ- oder kriechfähigen und später erstarrendem Bodenmaterial gegossen sind,

• mit einem ersten Profilelement (2) und einem zweiten Profilelement (3), wobei das erste Profilelement (2) und das zweite Profilelement (3) jeweils einen sich im wesentlichen vertikal zum Boden erstreckenden Vertikalschenkel (4) aufweisen und sich in bestimmungsgemäßer Einbaulage unter Ausbildung einer sich entlang der Ränder der Felder erstreckenden Fuge (5) gegenüberliegen, und

• mit einer Mehrzahl von Lastübertragungselementen (6), die jeweils an einem der Profilelemente (2, 3) angebracht sind und die derart angeordnet sind, dass sie nach Gießen des Bodens in einer Richtung S im wesentlichen senkrecht zur Fuge (5) über die Fuge (5) hinweg von einem Feld in das benachbarte Feld hineinragen, um vertikale Lasten von einem Feld auf das benachbarte Feld zu übertragen,

dadurch gekennzeichnet, dass

sowohl wenigstens ein Lastübertragungselement (6) am ersten Profilelement (2) angebracht ist, um in das benachbarte, durch das zweite Profilelement (3) unmittelbar begrenzte Feld hineinzuragen, als auch wenigstens ein Lastübertragungselement (6) am zweiten Profilelement (3) angebracht ist, um in das benachbarte, an das erste Profilelement (2) unmittelbar begrenzte Feld hineinzuragen.
Schalungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lastübertragungselemente (6) abwechselnd am ersten und am zweiten Profilelement (2, 3) angebracht sind. Schalungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lastübertragungselemente (6) im Bereich der Fuge (5) in einer Richtung L längs der Fuge (5) eine Breite B aufweisen und sich die Breite zumindest des Teils des Lastübertragungselements (6), der bestimmungsgemäß dazu ausgebildet ist, in das benachbarte Feld hineinzuragen, in der Richtung S verringert. Schalungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lastübertragungselement (6) von einer Montagehülse (7) umgeben ist, die zumindest einen Teil des Lastübertragungselements (6) derart umgibt, dass nach Gießen des Bodens in bestimmungsgemäßer Einbaulage eine horizontale Relativbewegung der Felder zueinander ermöglicht ist, während eine vertikale Relativbewegung der Felder zueinander unterbunden ist. Schalungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am unteren Bereich der Vertikalschenkel (4) ein von der Fuge (5) weg gerichteter Horizontalschenkel (8) ausgebildet ist. Schalungselement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lastübertragungselemente (6) am Horizontalschenkel (8) angebracht sind. Schalungselemente nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lastübertragungselemente (5) mit den Horizontalschenkeln (8) verschweißt sind. Schalungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lastübertragungselemente (6) von plattenförmig ausgebildet sind, insbesondere von Stahlplatten gebildet sind, die die Form eines Kreises oder einer Raute oder eines Trapezes oder eines Sechseckes aufweisen.






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