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Dokumentenidentifikation DE202007010336U1 27.12.2007
Titel System zur Ladungssicherung für Transport- und Lagerbehälter
Anmelder Gebhardt Transport- und Lagersysteme GmbH, 93413 Cham, DE
DE-Aktenzeichen 202007010336
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 27.12.2007
Registration date 22.11.2007
Application date from patent application 23.07.2007
IPC-Hauptklasse B65D 6/20(2006.01)A, F, I, 20070723, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B65D 6/08(2006.01)A, L, I, 20070723, B, H, DE   B65D 1/22(2006.01)A, L, I, 20070723, B, H, DE   B65D 19/38(2006.01)A, L, I, 20070723, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein System zur sicheren Verwahrung von Gegenständen in einem Behälter bei Lagerung, Ein- und Auslagervorgängen und beim Transport.

Auf dem Gebiet der Lager- und Transporteinrichtungen sind verschiedenste transportable Systeme bekannt, die zur sicheren Aufnahme und Verwahrung von Gütern Verwendung finden. Ein solches System besteht typischerweise aus einem für die Auflage von Waren vorgesehenen Boden, einer mit dem Boden verbundenen Rückwand, zwei starren oder schwenkbar gelagerten Seitenwänden sowie einer vorderen Begrenzung beispielweise in Form einer Vorderwand. Für Transportaufgaben ist zudem eine Abdeckung häufiger Bestandteil eines derartigen Systems.

Die Wandbegrenzungen können in unterschiedlichster Form ausgebildet werden, wobei häufig Gitter, Bleche, Kunststoffprofile, Stangen oder Holzauskleidungen Anwendung finden, welche auch durch Klappmechanismen eine gewisse Variabilität der Wandbegrenzung erlauben.

Insbesondere für größere Behälter sind über die volle Höhe verlaufende Streben, Gitter oder Blechwände üblich, die eingeschlossene Ware vor dem Herausfallen bewahren, und in der Regel nur durch eine schwenkbare Lagerung, in Form mindestens einer Tür, das Beladen und Entnehmen von Ware ermöglichen.

Durch diese Ausführung kann jedoch immer dann keine Warensicherung gewährleistet werden, wenn die Tür geöffnet ist, was insbesondere bei hohen Behältern und ungleichmäßig geformten Gütern problematisch ist.

Aufgabe der Erfindung ist daher die Realisierung einer Wandgestaltung von Transport- und Lagerbehältern, welche das sichere Be- und Entladen, bei gleichzeitiger Abgrenzung der bereits im Behälter befindlichen Waren nach außen, ermöglicht.

Erfindungsgemäß wird ein Behältersystem vorgeschlagen, welcher durch eine von einem Behälterboden B lotrecht abstehenden Seitenwandfläche das Be- und Endladen ermöglicht, und gleichzeitig mindestens bis zu der Höhe der eingeladenen Waren immer eine ausreichende Absicherung nach außen aufweist. Diese Abgrenzung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie aus mehreren länglichen Sicherungselementen S in der Ebene dieser Seitenfläche besteht, welche beweglich ausgebildet sind und an jeweils mindestens einem Punkt am Behälterrahmen verschiebbar gelagert sind.

Die Sicherungselemente sind derart befestigt, dass sie sich vorteilhafter weise Schritt für Schritt von einem magazinierten Zustand in einen die Funktion des Warenabsicherns gewährleistenden Zustand überführen lassen. Zwei seitliche Führungen F stellen die Beweglichkeit der Sicherungselemente und deren Funktion als Wandbegrenzung sicher. Die Möglichkeit der schrittweisen Überführung in einen die Ware nach außen abgrenzenden Zustand sorgt für eine adäquate Anpassung an den vorhandenen Beladungszustand des Behälters.

Gegenüber anderen denkbaren und naheliegenden Lösungen stellt sich die Erfindung vor allem hinsichtlich der Einteiligkeit des Behältersystems, und des vermiedenen Schwenkbereichs für eine konventionelle Tür- oder Klappenlösung, als vorteilhaft heraus. In vielen Fällen ist ein mehrteiliges, nicht integriert ausgestaltetes Wandsystem vor allem im Hinterblick auf begrenzte Lagerkapazität und drohenden Teileschwund unpraktikabel.

Durch die Erfindung wird eine sichere, flexible und platzsparende Möglichkeit der Ladungssicherung von Transport- und Lagerbehältern vorgeschlagen, welche insbesondere im Umfeld der internen Logistik sperriger, inhomogener Ware einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Effizienz und Arbeitssicherheit leistet.

Zusätzlich erweist sich das Behältersystem dahingehend als vorteilhaft, dass die Sicherungselemente gegenüber konventionellen, verschwenkbaren Seitenwänden leichter austauschbar sind.

Nachstehend werden drei bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Behältersystems mittels Figuren erläutert:

1 eine perspektivische Ansicht auf erfindungsgemäße Wandgestaltung

2 eine Nahansicht auf die Aufnahme der wandbildenden Elemente und Führung F1

3 perspektivische Ansicht auf Behälter mit weiterer, vorteilhafter Ausführungsform der wandbildenden Elemente und Führung F2

4 perspektivische Ansicht auf alternative Ausführungsform mit verschieb- und schwenkbaren Sicherungselementen und horizontalem Führungs- und Magazinierrelement FM

Zum Überblick wird in 1 ein erfindungsgemäßes Behältersystem bestehend aus einer Bodengruppe B, vier damit starr verbundenen Wandpfeilern P dargestellt. Die Wandpfeiler bilden zusammen zwei Seitenwänden Ws, sowie Rückwand Wr und höheneinstellbarer Vorderwandgestaltung dargestellt. In dieser Ausführungsform besteht die Vorderwand aus vier Sicherungsstreben, welche jeweils im oberen Teil der tragenden Seitenwandkonstruktion in vertikaler Richtung beweglich gelagert sind. Zwei obere, gegenüberliegende Streben So sind dabei gleichzeitig in Ihrer vertikalen Beweglichkeit derart eingeschränkt, dass lediglich das Verbringen in ein Magazin M1 beim vollständigen Abklappen nach unten ermöglicht, das vollständige Ausheben nach oben aber verhindert wird.

Die darunter liegenden Streben Su auf beiden Behälterseiten lassen sich entweder durch im Boden eingebrachte Vertiefungen V in ihrer diagonalen Lage fixieren, oder durch die vertikale Höhenverstellbarkeit am geführten Ende vollständig nach unten in das dafür vorgesehene Magazin verbringen.

Im nach unten geklappten Zustand ist eine komplette Entladung möglich, während ein diagonales Ausrichten der unteren Streben die Warensicherung in halber Höhe bewirkt. Durch das Aufklappen der oberen Streben, welche an Ihrem unteren Ende je zwei überstehende Horizontalanschläge A aufweisen, können diese auf die unteren aufgelegt werden, und sind durch die Anschläge auch nach außen fixiert.

In 2 ist eine Führungsschiene F1 als Hauptbestandteil der erfindungsgemäßen Ausführung nach 1 zu sehen, dadurch gekennzeichnet, dass ein oberer Aufnahmepunkt Ao das obere Sicherungselement So gelenkig aufnimmt, und ein unteres Sicherungselement lose durch die Führungsschiene gelagert wird. Durch die Führung werden alle Sicherungselemente in horizontaler Ebene gesichert und zudem ermöglicht eine vorzugsweise feste Aufnahme des oberen Sicherungselements ein Aushebschutz aller weiteren Sicherungselemente.

Eine weitere, besonders vorteilhafte Ausführungsform des Behältersystems ist mittels 3 dargestellt und zeigt variabel in der Höhe verstellbare Sicherungselemente S2, welche beidseitig in Führungs- und Auflageschienen F2 laufen, und in verschiedene Höhenstufen eingehängt werden können. Nicht benötigte Sicherungselemente lassen sich im Magazin M2 im Bereich der Bodengruppe B platzsparend versenken.

Abschließend ist in 4 eine alternative Form des erfindungsgemäßen Behältersystems dargestellt. In diesem Fall wird die Absicherung genau einer offenen Behälterseite mittels horizontal verschiebbaren, vorzugsweise flügelförmig ausgeführten Sicherungselementen S3 realisiert, welche mindestens zweifach übereinander auf mindestens einer – der offenen Seite angrenzenden – Seitenwand angebracht sind.

Die Sicherungselemente S3 lassen sich von dieser Behälterseite aus zur Ebene der offenen Seite hin verschieben, und erlauben in dieser Position ein Verschwenken in die Ebene der offenen Behälterseite. Diese Ausführungsvariante ermöglicht zusätzlich eine weitestgehend vollständige Abgrenzung der Ware nach innen und außen, setzt dafür jedoch einen vorhandenen Schwenkbereich vor dem Behälter voraus. Der sichere Verschluss der ehemals offenen Behälterseite kann wie in diesem Fall durch Beschläge zum Schieben, aber auch durch Schwenken oder durch die Verwendung von Steckzylindern, Vorhängevorrichtungen und dergleichen gewährleistet werden.

In der dargestellten Ausführungsform wird die Magazinierung der Sicherungselemente durch in zwei gegenüberliegenden Seitenwänden integrierte Führungsleisten FM realisiert.


Anspruch[de]
Behältersystem bestehend aus Bodengruppe, vom Boden aufragenden Seitenwänden, wovon mindestens eine in der Höhe flexibel gestaltbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass

a. diese Wand von einem – zum Be- oder Entladen – geöffneten in einen zumindest teilweise geschlossenen Zustand überführbar ist,

b. und die Wand aus mindestens drei Sicherungselementen besteht,

dadurch gekennzeichnet, dass

c. mindestens zwei Sicherungselemente in einer Führungsschiene verschiebbar gelagert werden,

d. sie im zumindest teilweise geschlossenen Zustand das Ladegut vor dem Herausfallen sichern,

e. sie im zumindest teilweise geöffneten Zustand in mindestens ein spezielles Magazin einführbar sind,

f. und welche ohne Demontage untrennbar mit dem Behälter verbunden sind.
Behältersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine offene Seite in mindestens zwei Stufen von einem vollständig geöffneten zu einen durch Sicherungselemente geschlossenen Zustand überführbar ist, Behältersystem nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungselemente überwiegend länglich ausgebildet sind, genau einseitig und nur in vertikaler Richtung beweglich mit einer Führungsschiene des Behälters verbundenen sind, Behältersystem nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmepunkte der Sicherungselemente auf beiden Behälterseite jeweils versetzt, übereinander liegen Behältersystem nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass genau zwei Magazine jeweils gebildet werden aus zwei begrenzenden Flächen der Ecksteher und einem Fixierungsbügel, welcher in der Bodengruppe integriert ist Behältersystem nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Sicherungselement an beiden Enden mit je einer Führungsschiene des Behälters verbundenen ist, Behältersystem nach Anspruch 1, 2 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungselemente in Aussparungen der Führungsschienen durch horizontale Bewegung eingehängt werden können, Behältersystem nach Anspruch 1, 2 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungselemente in stirnseitige Aussparungen des Behälterrahmens bzw. der Führung durch Spreizung arretiert werden können, Behältersystem nach den Ansprüchen 1,2, 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Magazin integraler Bestandteil der Bodengruppe ist und alle Sicherungselemente einer Seite darin versenkt werden können. Behältersystem nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei übereinander angeordnete Sicherungselemente

a. in horizontaler Ebene einer geschlossenen Seitenwand unabhängig voneinander verschiebbar,

b. und in die Ebene einer mindestens teilweise geöffneten Seite schwenkbar sind






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