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Dokumentenidentifikation DE202007011697U1 27.12.2007
Titel Anschlussprofil, insbesondere Putzanschlussprofil
Anmelder E. Woerner GmbH & Co. KG, 72793 Pfullingen, DE
Vertreter Otte & Jakelski, Patentanwaltskanzlei, 71229 Leonberg
DE-Aktenzeichen 202007011697
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 27.12.2007
Registration date 22.11.2007
Application date from patent application 21.08.2007
IPC-Hauptklasse E06B 1/68(2006.01)A, F, I, 20070821, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Anschlussprofil, insbesondere ein Putzanschlussprofil nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Stand der Technik

Ein gattungsgemäßes Anschlussprofil ist aus der EP 1 627 982 A2 bekannt geworden. Bei diesem Anschlussprofil mit einer Putzleiste ist bauteilseitig an der Putzleiste mindestens ein Faltenbalg unlösbar angeordnet. Hierdurch können Relativbewegungen zwischen einem Rahmen und einem Bauteil aufgenommen werden. An der Putzleiste ist ein Befestigungssteg oder ein Befestigungsfolienstreifen mit einer Halterung für eine Abdeckfolie oder dergleichen angeordnet. Der Befestigungssteg ist über eine Verbindungsstelle mit der Putzleiste verbunden, die beispielsweise eine Sollbruchstelle aufweisen kann, um den Befestigungssteg zusammen mit der auf ihm befestigten Folie später definiert von der Putzleiste abtrennen zu können.

Die EP 0 801 189 A1 offenbart ein Laibungsanschlussprofil für Fenster- und Türöffnungen. Das Laibungsanschlussprofil umfasst Halterungsteile für eine Abdeckfolie vor Fenster- oder Türöffnungen von Gebäuden, sowie einen einem inneren Rahmenbefestigungsschenkel des Profils gegenüberliegenden Außenschenkel mit einem senkrecht abgewinkelten Einputzsteg, wobei der Rahmenbefestigungsschenkel und der Außenschenkel durch beabstandete Verbindungsstege aus elastisch verbiegbarem Material derart miteinander verbunden sind, dass die Schenkel parallel zueinander und senkrecht gegeneinander verschiebbar sind. Der Rahmenbefestigungsschenkel ist mit einer Klebeschicht, beispielsweise einem Klebeband überdeckt, der eine Klebeverbindung mit dem Rahmen ermöglicht. Dabei kann auch ein mit einer Klebeschicht versehenes Schaumstoffband auf dem Rahmenbefestigungsschenkel angeordnet sein. Das Halterungsteil ist an dem Rahmenbefestigungsschenkel befestigt und kann nach Beendigung der erforderlichen Arbeitsvorgänge beispielsweise mithilfe eines Messers von diesem abgetrennt werden.

Im Gegensatz zu dem aus der EP 1 627 982 A2 hervorgehenden Anschlussprofil, bei dem das Halterungsteil an der Putzleiste befestigt ist, ist das Halterungsteil bei dem aus der EP 0 801 189 A1 hervorgehenden Anschlussprofil an der Rahmenbefestigungsleiste angeordnet, die wiederum über ein mit einer Klebeschicht versehenes Schaumstoffband an dem Rahmen befestigt ist. Dies hat den Vorteil, dass das Halterungsteil eine gewisse Querbeweglichkeit aufweist. Allerdings ist die Querbeweglichkeit des Halterungsteils nicht durch die elastisch verbiegbaren Verbindungsstege bestimmt und limitiert, sondern durch die Schaumstoffschicht. Im Gegensatz hierzu weist ein an der Putzleiste befestigtes Halterungsteil, wie es beispielsweise aus der EP 1 627 982 A2 bekannt ist, keinerlei Elastizität auf.

Um ein unbeabsichtigtes Abreißen der Abdeckfolie zu vermeiden und um eine bestmögliche Anpassung an Gebäudeöffnungen, beispielsweise Fensteröffnungen oder Türöffnungen zu ermöglichen, ist es wünschenswert, wenn auch das Halterungsteil eine weitgehende Querbeweglichkeit aufweist. Nur hierdurch sind optimale Anpassungen an Gebäudeöffnungen möglich und es wird ein unbeabsichtigtes Abreißen der beispielsweise Abdeckfolie vermieden.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Anschlussprofil der eingangs beschriebenen Art dahingehend weiterzubilden, dass auch das Halterungsteil eine bestmögliche Querbeweglichkeit aufweist. Querbeweglichkeit bedeutet im Sinne vorliegender Erfindung eine Bewegungsmöglichkeit in die Richtungen der Gebäudeöffnung, d. h. eine Bewegungsmöglichkeit in der Ebene der Gebäudeöffnung.

Offenbarung der Erfindung Vorteile der Erfindung

Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Anschlussprofil, insbesondere ein Putzanschlussprofil mit den Merkmalen des Anspruchs 1.

Dadurch, dass das Halterungsteil so in dem Faltenbalg angeordnet ist, dass ein erster Faltenbalgteil auf der der Rahmenbefestigungsleiste zugewandten Seite des Halterungsteils und ein zweiter Faltenbalgteil auf der der Putzleiste zugewandten Seite des Halterungsteils angeordnet sind, wird eine sehr hohe Beweglichkeit des Halterungsteils ermöglicht. Insbesondere ist die Beweglichkeit wesentlich größer, als wenn die Rahmenbefestigungsleiste, wie beispielsweise aus der EP 0 801 189 A1 bekannt, mittels eines Schaumstoffbands an dem Rahmen befestigt ist. Es wird durch die beiden Faltenbalgteile gewissermaßen eine Verdoppelung der Beweglichkeit und damit eine Verdoppelung der Bewegungsaufnahmemöglichkeit erzielt. So kann beispielsweise das erste Faltenbalgteil zusammengedrückt, das zweite etwas auseinandergezogen sein oder umgekehrt. Durch die beiden Faltenbalgteile wird auch eine Bewegungsmöglichkeit wenigstens in zwei Richtungen, nämlich parallel zu der abzudeckenden Fläche in Richtung der Faltenbalgteile und senkrecht zu dieser Fläche erreicht.

Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des in dem unabhängigen Anspruch angegebenen Anschlussprofils möglich.

So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass der erste Faltenbalgteil und der zweite Faltenbalgteil im Wesentlichen gleich ausgebildete Federschenkel aufweist.

Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass der erste Faltenbalgteil und der zweite Faltenbalgteil jeweils unterschiedlich ausgebildete Federschenkel aufweist. Durch die Wahl der Federschenkel des ersten Faltenbalgteils und des zweiten Faltenbalgteils können so beliebige Elastizitätseigenschaften realisiert werden und so beispielsweise durch entsprechende Wahl der Federschenkel eine größere Elastizität zwischen dem Halterungsteil und der Rahmenbefestigungsleiste oder alternativ eine größere Elastizität zwischen dem Halterungsteil und der Putzleiste realisiert werden und so das Anschlussprofil an gewisse bauliche Vorgaben angepasst werden.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass der erste Faltenbalgteil sich im Wesentlichen über die gesamte Länge der Rahmenbefestigungsleiste erstreckt. Genauso erstreckt sich bevorzugt der zweite Faltenbalgteil im Wesentlichen über die gesamte Länge der Einputzleiste. Auf diese Weise wird eine abgedichtete Befestigung einer Abdeckfolie oder eines Abdeckpapiers an einer Gebäudeöffnung, beispielsweise an einem Fenster- oder Türrahmen, erreicht.

Ebenfalls im Hinblick auf eine abgedichtete Befestigung ist ferner vorgesehen, dass sowohl der erste Faltenbalgteil als auch der zweite Faltenbalgteil jeweils als geschlossene Körper ausgebildet sind.

Bevorzugt bestehen sowohl der erste Faltenbalgteil als auch der zweite Faltenbalgteil jeweils aus mindestens einem extrudierbaren Material, insbesondere einem Weich-PVC.

Dabei kann vorgesehen sein, dass der erste Faltenbalgteil und/oder der zweite Faltenbalgteil aus den gleichen oder unterschiedlichen Materialien wie die Rahmenbefestigungsleiste und/oder die Einputzleiste extrudiert sind.

Zur leichten Befestigung des Faltenbalgs an dem angrenzenden Bauteil ist vorgesehen, dass der erste Faltenbalgteil Befestigungsmittel, insbesondere eine oder mehrere Klebeschichten oder Klebestreifen, zur Befestigung an dem angrenzenden Bauteil aufweist.

Die Ausbildung des Halterungsteils und die Anordnung in dem Faltenbalgteil kann auf die unterschiedlichste Art und Weise realisiert sein. Eine sehr vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass das Halterungsteil ein im Wesentlichen senkrecht von den Federschenkeln des ersten und des zweiten Faltenbalgteils wegstehender Befestigungssteg oder ein Befestigungsfolienstreifen mit einer Halterung für eine Abdeckfolie oder dergleichen ist. Auf diese Weise kann eine Abdeckfolie oder ein Abdeckpapier oder dergleichen auf einfache Weise befestigt werden.

Zur leichten Befestigung der Abdeckfolie, des Abdeckpapiers oder einer anderen Abdeckung ist vorgesehen, dass die Halterung als ein mit einer Schutzfolie abgedeckter Klebestreifen oder als eine mit einer Schutzfolie abgedeckte Klebeschicht ausgebildet ist.

Zur leichten Entfernung der Abdeckfolie bzw. des Abdeckpapiers ist vorgesehen, dass das Halterungsteil abtrennbar an einem Zwischenelement befestigt ist, das zwischen dem ersten Faltenbalgelement und dem zweiten Faltenbalgelement angeordnet ist. Auf diese Weise muss die Abdeckung, beispielsweise die Abdeckfolie oder das Abdeckpapier nicht, von dem Halterungsteil entfernt werden, sondern das Halterungsteil wird zusammen mit der Abdeckung entfernt.

Dieses Zwischenelement ist vorteilhafterweise sowohl mit dem ersten als auch mit dem zweiten Faltenbalgelement verbunden. Das Zwischenelement kann aus dem gleichen Material wie der Faltenbalg bestehen, es kann aber auch aus einem unterschiedlichen Material, insbesondere Hart-PVC bestehen, das zusammen mit den beiden Faltenbalgteilen koextrudiert ist.

Hinsichtlich des wenigstens einen im Wesentlichen senkrecht abstehenden Stegs sind unterschiedlichste Ausführungsformen denkbar. Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass der senkrecht abgewinkelte Steg ein gelochter oder ein ungelochter Steg ist. Ein gelochter Steg weist den Vorteil auf, dass Putz durch die Lochung hindurchtreten kann und so eine besonders gute Befestigung des Stegs und damit der Putzleiste an dem Putz realisiert werden kann.

Eine sehr vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass an dem Steg Gewebe, Gewirke oder dergleichen befestigt ist. Dieses Gewirke oder Gewebe erstreckt sich über die einzuputzende Fläche und wird durch das Einputzen an der Wand befestigt.

Neben diesem Steg kann ein weiterer sogenannter Anschlagsteg vorgesehen sein, der zusammen mit der Einputzleiste und dem Einputzsteg einen im Querschnitt im Wesentlichen U-förmigen Profilkörper bildet.

Dieser U-förmige Profilkörper kann zumindest abschnittweise strukturiert sein, um dadurch gewissermaßen eine Verzahnung mit dem Putz auszubilden und so eine besonders gute Anhaftung des Putzes an dem Anschlussprofil zu realisieren.

Neben dem U-förmigen Profil können der erste und zweite Faltenbalgteil zusammen mit dem Halterungsteil auch an einem L-förmigen oder T-förmigen Profilkörper befestigt sein.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.

In der Zeichnung zeigen:

1 eine isometrische Darstellung einer von der Erfindung Gebrauch machenden Anschlussleiste und

2 eine Schnittdarstellung der in 1 dargestellten Anschlussleiste.

Beschreibung eines Ausführungsbeispiels

Das auch als Laibungsprofil bezeichnete Anschlussprofil, dargestellt in 1 und 2, weist eine Rahmenbefestigungsleiste 100 auf, die über ein an ihr befestigtes Klebeband oder eine Klebeschicht 130 beispielsweise an einem Fenster- oder Türrahmen befestigbar ist.

Der Rahmenbefestigungsleiste 100 gegenüberliegend ist eine Putzleiste 200 angeordnet und mit der Rahmenbefestigungsleiste 100 über einen Faltenbalg, der zwei Faltenbalgteile, ein erstes Faltenbalgteil 110, welches der Rahmenbefestigungsleiste 100 zugewandt ist, und ein zweites Faltenbalgteil 210, welches der Putzleiste 200 zugewandt ist, umfasst.

Von der Putzleiste im Wesentlichen senkrecht abgewinkelt ist ein Steg 220, welcher beispielsweise eine Lochung 219 aufweisen kann. An dem Steg 220 ist auf an sich bekannte Weise ein Gewebe 400 oder ein Gewirke oder dergleichen befestigt, beispielsweise durch einen oder mehrere Befestigungsstreifen 214, die beispielsweise aus einem aushärtbaren Material bestehen. Der Steg 220 zusammen mit dem Gewebe 400 wird im fertig montierten Zustand von einem Putz, der an eine Gehäusewand aufgetragen wird, überdeckt (nicht dargestellt). Dabei dringt der Putz durch das Gewebe und durch die Lochung 219 des Stegs 220, wodurch eine gute Verbindung mit der Gehäusewand realisierbar ist.

Wie in 1 und 2 ferner dargestellt, ist an der Putzleiste 200 ein weiterer im Wesentlichen senkrecht abgewinkelter Steg 230 angeordnet, der einen Abschlusssteg bildet. In dem Zwischenraum zwischen dem Steg 230 und dem Steg 240 ist im verputzten Zustand der Gebäudeputz angeordnet. Die Putzleiste 200 weist ein im Wesentlichen U-förmiges Profil auf, welches an seiner inneren Seite bevorzugt konturiert ausgebildet ist, wobei eine beispielsweise wellenförmige oder zickzackförmige Kontur 240 oder dergleichen eine Verkrallung mit dem Putz vermittelt. Es versteht sich, dass die Erfindung nicht auf eine im Wesentlichen U-förmige Putzleiste beschränkt ist, sondern rein prinzipiell auch eine T-förmige oder eine L-förmige Putzleiste vorgesehen sein können.

Wie bereits vorstehend erwähnt, weist der Faltenbalg zwei Faltenbalgteile auf, einen ersten Faltenbalgteil 110, welcher der Rahmenbefestigungsleiste 100 zugewandt und zugeordnet ist, und einen zweiten Faltenbalgteil 210, welcher der Putzleiste zugewandt und zugeordnet ist. Der erste Faltenbalgteil 110 weist Federschenkel 111 und 112 auf. Der zweite Faltenbalgteil 210 weist Federschenkel 211 und 212 auf. Die Federschenkel 111, 112 können gleich ausgebildet sein, wie die Federschenkel 211, 212, wie es schematisch in 1 und 2 dargestellt ist. Es versteht sich aber, dass die Erfindung nicht hierauf beschränkt ist, sondern dass auch vorgesehen sein kann, dass die Federschenkel 111, 112 anders ausgebildet sind als die Federschenkel 211, 212. Anders ausgebildet bedeutet dabei: andere elastische Eigenschaften, andere Federeigenschaften und dergleichen. Anders ausgebildet bedeutet auch, dass die Federschenkel aus anderem Material gefertigt sein können.

Die Federschenkel 111, 112; 211, 212 sind bevorzugt aus einem extrudierbaren Material, insbesondere aus einem Weich-PVC gefertigt, wohingegen die Rahmenbefestigungsleiste 100 und die Einputzleiste 200 aus einem bevorzugt Hart-PVC gefertigt sind. Dabei kann vorgesehen sein, dass die Rahmenbefestigungsleiste 100, die Einputzleiste 200 und die Federschenkelteile 110, 210 durch Koextrusion hergestellt werden.

Zwischen dem ersten Faltenbagteil 110 und dem zweiten Faltenbalgteil 210 ist ein Halterungsteil 300 angeordnet, das im Wesentlichen senkrecht von den Federschenkeln 112 und 212 nach vorne, d. h. von dem Steg 220 und damit von einer Gebäudewand weg zeigend absteht. Das Halterungsteil 300 weist an seiner Oberfläche eine Klebeschicht oder einen Klebestreifen 320 auf, der bevorzugt mit einer Schutzfolie überdeckt ist. Zum Befestigen einer Abdeckfolie oder eines Abdeckpapiers wird die Schutzfolie abgezogen, sodass dann die Abdeckfolie oder das Abdeckpapier durch Kleben befestigt werden können (nicht dargestellt).

Das Halterungsteil 300 ist an einem Zwischenteil 310, welches zwischen dem ersten Faltenbalgteil 110 und dem zweiten Faltenbalgteil 210 angeordnet ist, über eine Sollbruchstelle 305 befestigt. Diese Sollbruchstelle 305 dient dazu, die Abdeckfolie oder das Abdeckpapier zusammen mit dem Halterungsteil 300 von dem Faltenbalgteil 110, 210 zu entfernen, nachdem die Verputzarbeiten an der Wand fertiggestellt sind.

Das Zwischenteil 310 zwischen dem ersten Faltenbalgteil 110 und dem zweiten Faltenbalgteil 210 kann zusammen mit dem ersten Faltenbalgteil 110 und/oder mit dem zweiten Faltenbalgteil 210 hergestellt sein, beispielsweise wiederum durch Koextrusion. Dabei kann vorgesehen sein, dass das Zwischenteil 310, wie beispielsweise auch die Putzleiste 200, aus einem Hart-PVC besteht, um so eine gute Stabilität des Zwischenteils 310 und damit auch des Halterungsteils 300 zu gewährleisten.

Die Anordnung des Halterungsteils 300 zwischen dem ersten Faltenbalgteil 110 und dem zweiten Faltenbalgteil 210 hat den großen Vorteil, dass eine Querbeweglichkeit, d. h. eine Beweglichkeit in die beiden mit einem Doppelpfeil R1 dargestellten Richtungen, wie auch in die beiden mit einem Doppelpfeil R2 dargestellten Richtungen möglich ist. Durch die beiden Faltenbalgteile wird so gewissermaßen eine Verdoppelung der Querbeweglichkeit und der Bewegungsaufnahmemöglichkeit erreicht. So kann beispielsweise der erste Faltenbalgteil 110 zusammengedrückt, der zweite Faltenbalgteil 210 etwas auseinandergezogen sein oder umgekehrt. Der erste Faltenbalgteil zusammen mit der Rahmenbefestigungsleiste 100 kann beispielsweise etwa in 1 in Richtung des nach rechts weisenden Pfeiles R1 nach rechts verschoben sein, wohingegen die Putzleiste 200 in 1 in Richtung des nach links weisenden Pfeils R1 nach links versetzt sein kann.

Diese Querbeweglichkeit ermöglicht ein sehr gutes Anpassen an unterschiedliche Ausführungen von Gebäudeöffnungen. Die Beweglichkeit verhindert auch ein unerwünschtes Abreißen des Halterungsteils 300 von dem Faltenbalg und damit von der Rahmenbefestigungsleiste 100 und der Putzleiste 200 im Falle beispielsweise einer auf die Abdeckfolie oder das Abdeckpapier ausgeübten unbeabsichtigten Zugkraft. Die Beweglichkeit ermöglicht schließlich auch einen Toleranzausgleich. Durch die beiden Faltenbalgteile 110 und 210 wird die Beweglichkeit des Halterungsteils 300 in dem beschriebenen Sinne wesentlich erhöht im Vergleich zur aus dem Stand der Technik bekannten Anordnungen des Halterungsteils an der Putzleiste 200 oder an der Rahmenbefestigungsleiste 100. Sowohl der erste Faltenbalgteil 110 als auch der zweite Faltenbalgteil 210 erstrecken sich im Wesentlichen über die gesamte Länge der Rahmenbefestigungsleiste 100 bzw. der Einputzleiste 200 und stellen geschlossene Körper dar, welche neben einer guten Elastizität auch eine gute Abdichtung gewährleisten.


Anspruch[de]
Anschlussprofil, insbesondere Putzanschlussprofil, umfassend:

– eine Rahmenbefestigungsleiste (100),

– eine mit dieser durch einen Faltenbalg (110, 210) verbundene Putzleiste (200) mit wenigstens einem im Wesentlichen senkrecht abgewinkelten Steg (220, 230) und

– ein Halterungsteil (300) für Abdeckfolien, Abdeckpapiere und dergleichen für Gebäudeöffnungen, insbesondere Fenster- und Türöffnungen,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Halterungsteil (300) so in dem Faltenbalg (110, 210) angeordnet ist, dass ein erster Faitenbalgteil (110) auf der der Rahmenbefestigungsleiste (100) zugewandten Seite des Halterungsteils (300) und ein zweiter Faltenbalgteil (210) auf der der Putzleiste (200) zugewandten Seite des Halterungsteils (300) angeordnet sind.
Anschlussprofil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Faltenbalgteil (110) und der zweite Faltenbalgteil (210) im Wesentlichen gleich ausgebildete Federschenkel (111, 112; 211, 212) aufweisen. Anschlussprofil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Faltenbalgteil (110) und der zweite Faltenbalgteil (210) jeweils unterschiedlich ausgebildete Federschenkel (111, 112; 121, 122) aufweisen. Anschlussprofil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Faltenbalgteil (110) sich im Wesentlichen über die gesamte Länge der Rahmenbefestigungsleiste (100) erstreckt. Anschlussprofil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Faltenbalgteil (210) sich im Wesentlichen über die gesamte Länge der Einputzleiste (200) erstreckt. Anschlussprofil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der erste Faltenbalgteil (110) als auch der zweite Faltenbalgteil (210) jeweils als geschlossene Körper ausgebildet sind. Anschlussprofil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der erste Faltenbalgteil (110) als auch der zweite Faltenbalgteil (210) jeweils aus mindestens einem extrudierbaren Material, insbesondere einem Weich-PVC, ausgebildet sind. Anschlussprofil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Faltenbalgteil (110) und/oder der zweite Faltenbalgteil (210) aus den gleichen oder unterschiedlichen Materialien wie die Rahmenbefestigungsleiste (100) und/oder die Einputzleiste (200) extrudiert sind. Anschlussprofil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Faltenbalgteil (110) Befestigungsmittel, insbesondere eine oder mehrere Klebeschichten oder Klebestreifen (130) zur Befestigung an einem angrenzenden Bauteil aufweist. Anschlussprofil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Halterungsteil ein im Wesentlichen senkrecht von den Federschenkeln (111, 112; 211, 212) des ersten und des zweiten Faltenbalgteils (110; 210) weg stehender Befestigungssteg (300) oder ein Befestigungsfolienstreifen mit einer Halterung (300) für die Abdeckfolie, das Abdeckpapier oder dergleichen ist. Anschlussprofil nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung als mit einer Schutzfolie abgedeckter Klebestreifen (320) oder als mit einer Schutzfolie abgedeckte Klebeschicht ausgebildet ist. Anschlussprofil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Halterungsteil (300) abtrennbar an einem Zwischenelement (310) befestigt ist, das zwischen dem ersten Faltenbalgelement (110) und dem zweiten Faltenbalgelement (210) angeordnet ist. Anschlussprofil nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenelement (310) sowohl mit dem ersten als auch mit dem zweiten Faltenbalgelement (110; 210) verbunden ist. Anschlussprofil nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenelement (310) und der erste Faltenbalgteil (110) sowie der zweite Faltenbalgteil (210) aus mindestens einem extrudierbaren Material, insbesondere aus PVC, ausgebildet sind. Anschlussprofil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine im Wesentlichen senkrecht abgewinkelte Steg ein gelochter oder ein ungelochter Einputzsteg (220) ist. Anschlussprofil nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Einputzsteg (220) Gewebe (400), Gewirke oder dergleichen befestigt sind. Anschlussprofil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anschlagsteg (230) vorgesehen ist, der zusammen mit der Einputzleiste (200) und dem Einputzsteg (220) einen im Querschnitt im Wesentlichen U-förmigen Profilkörper bildet. Anschlussprofil nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenseite des U-förmigen Profilkörpers zumindest abschnittsweise strukturiert (240), insbesondere wellenförmig oder zickzackförmig ausgebildet ist.






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