PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202007012717U1 27.12.2007
Titel Abschalelement
Anmelder FWR SOLUTIONS GMBH, 96342 Stockheim, DE
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 202007012717
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 27.12.2007
Registration date 22.11.2007
Application date from patent application 11.09.2007
IPC-Hauptklasse E04C 5/16(2006.01)A, F, I, 20070911, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04C 5/08(2006.01)A, L, I, 20070911, B, H, DE   E04C 5/12(2006.01)A, L, I, 20070911, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Schalung zur Verwendung im Spannbetonbau der im Oberbegriff von Anspruch 1 erläuterten Art.

Im Spannbetonbau, insbesondere bei der Herstellung von Brücken oder Trägern usw., werden Schalungen benötigt, die diejenige Betonoberfläche abschalen, durch die der Spannstahl in Form von Spannkabeln bzw. -stäben bzw. -drähten geführt und gespannt werden. Diese Schalung muss einerseits ausreichend stabil sein, um das Spannen des Spannstahls zu gestatten und muss andererseits die gewünschte Richtung des Spannstahls vorgeben. Bisher war man der Meinung, dass diese Schalung nur mit herkömmlichen, wieder verwendbaren Schalungsmaterialien, also insbesondere die üblichen Holzschalbrettern, zufrieden stellend und funktionstüchtig erstellt werden kann. Holzschalungen erfordem jedoch eine unverhältnismäßig hohe Arbeitszeit für eine manuelle Erstellung, da ausgeschalt, sandgestrahlt oder ausgewaschen werden muss.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schalung für den Spannbetonbau bereitzustellen, die einfach und kostengünstig montiert und trotzdem allen Anforderungen gerecht wird.

Die Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.

Mit der erfindungsgemäßen Ausgestaltung wird erstmalig eine Schalung bereitgestellt, die sich für den Stahlbetonbau eignet und trotzdem als verlorene Schalung ausgebildet ist.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1 eine erfindungsgemäße Schalung in Seitenansicht,

2 eine erfindungsgemäße Schalung in Vorderansicht, und

3 die erfindungsgemäße Schalung im Einsatz als Spanngliedführung.

Aus den 1 und 2 ist in Seitenansicht und Vorderansicht eine erfindungsgemäße Schalung 1 ersichtlich, die als verlorene Schalung für den Spannbetonbau einsetzbar ist. Die Schalung 1 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel als Spanngliedabschalung, d. h. zum gleitfähigen Einbau von Spannstahl 2 (3) im vorzuspannenden Bauteil 3 (3), beispielsweise ein Kollektor eines Hohlkastentragwerks, eingesetzt.

Die Schalung 1 ist bevorzugt kastenförmig, zumindest mit einem U-förmigen Querschnitt, mit einer vorderen Schalungswand 4 und zwei Seitenwänden 5a, 5b ausgebildet. Die vordere Schalungswand 4 besteht aus einem begrenzt Beton durchlässigen Material, wie beispielsweise Streckmetall oder Lochblech oder Schlitzblech oder dergleichen. Mit dem Begriff „begrenzt Beton durchlässig" wird eine Öffnungsgröße bezeichnet, die in der Lage ist, feinteiligere Betonbestandteile hindurch quellen zu lassen, jedoch gröbere Bestandteile zurückhält, d. h. für eine gewisse Größenentmischung sorgt. Durch die durch die Öffnungen in der Schalungswand 4 hindurch quellenden Bestandteile wird einerseits eine feste Einbindung der Schalung 1 in den zuerst vergossenen Betonierabschnitt erzielt und andererseits auf der gegenüber liegenden Außenseite der Schalungswand 4 eine raue Oberfläche erzeugt, die für eine gute Anbindung an den dort eingegossenen Beton sorgt. Bevorzugt wird die Schalungswand 4 aus einem Streifen des Materials, bevorzugt Streckmetall, gefertigt, der in die gewünschte Stufen- oder Sägezahnform gebogen wurde.

Die Seitenwände 5a, 5b bestehen bevorzugt aus einem für alle Betonbestandteile undurchlässigen Material, beispielsweise aus Blechstreifen, und sind bevorzugt durch Verschweißen mit der vorderen Schalungswandung 4 zu einem U-förmigen Querschnitt verbunden.

An der vorderen Schalungswandung 4 sind, bevorzugt bereits werkseitig, wenigstens eine, bevorzugt jedoch mehrere Abstützeinrichtungen 6 für den Spannstahl 2 vorgesehen. Die Abstützeinrichtung 6 enthält eine der üblichen Ankerplatten 7 aus massivem Stahl, durch die sich eine Öffnung 8 zum Hindurchführen des Spannstahls 2 erstreckt. Die Öffnung 8 in der Ankerplatte 7 fluchtet mit einer Öffnung 9 in der vorderen Schalungswandung 4.

Die vordere Schalungswandung 4 ist weiterhin so ausgebildet, dass sich die Mittellinien der Öffnungen 8, 9 unter dem gewünschten Winkel erstrecken, unter dem der Spannstahl 2 eingebaut werden soll. Zu diesem Zweck ist die vordere Schalungswandung 4 stufen- bzw. sägezahnförmig ausgebildet, wobei die Stufe im Bereich der Ankerplatte 7 einen ebenen Bereich 10a, 10b, 10c und 10d aufweist, der sich rechtwinkelig zur gewünschten Erstreckungsrichtung des Spannstahls 2 im Hinblick auf die Einbaurichtung der Schalung 1 erstreckt und auf dem die Ankerplatte 7 befestigt ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind drei Stufen mit jeweils einem ebenen Bereich 10a, 10b und 10c gezeigt, die im Hinblick auf die Vertikale unter unterschiedlichen Winkeln nach unten geneigt sind. Im unteren Bereich der Schalung 1 (im Einbauzustand) befindet sich ein weiterer ebene Bereich 10d, der eine im Wesentlichen horizontale Erstreckung des Spannstahls 2 gestattet.

An den Stellen der Abstützeinrichtung 6, d. h. insbesondere an der Ankerplatte 7, werden weiterhin die üblichen Bestandteile zur Befestigung von Spannstahl 2 angeordnet, d. h. beispielsweise Hüllrohre oder dergleichen.

Damit die Schalung 1 die beim Spannen der Spannstähle 2 auftretenden Kräfte aufnehmen kann, sind Versteifungen 11 vorgesehen. Die Versteifungen 11 enthalten längs verlaufende Versteifungselemente 12 und quer verlaufenden Versteifungselemente 13. Die längs verlaufenden Versteifungselemente 12 sind in Form von Streifen ähnlich der Seitenwände 5a, 5b an der den Ankerplatten 7 gegenüberliegenden Rückseite der vorderen Schalungswand 4 angeordnet und verlaufen parallel zu den Seitenwänden 5a, 5b. Bevorzugt sind die längs verlaufenden Versteifungselemente 12 Blechstreifen, deren zur Schalungswandung 4 weisenden Kanten die gleiche Stufen- bzw. Sägezahnform aufweisen, wie die Schalungswandung 4, so dass die Form der Schalungswandung 4 ausgesteift wird. Die Anordnung und die Abstände zueinander der längs verlaufenden Versteifungselemente 12 wird nach Festigkeitsgesichtspunkten ausgewählt, bevorzugt sind jedoch beidseitig der Quererstreckung der Ankerplatten 7 jeweils eines der längs verlaufenden Versteifungselemente 12 angeordnet. Jeweils ein weiteres längs verlaufendes Versteifungselement 12 befindet sich im Bereich zwischen der Angkerplatte 7 und der jeweiligen Seitenwand 5a bzw. 5b.

Die quer verlaufenden Versteifungselemente 13 sind ebenfalls streifenförmig ausgebildet und bevorzugt Blechstreifen. Die Querversteifungselemente 13 sichern die kleinere Seite der Stufe bzw. des Sägenzahns und dort insbesondere die Biegekanten, die beim Biegen der Stufen- bzw. Sägezahnform aus einem Streifen eines begrenzt Beton durchlässigen Materials entstehen. Zweckmäßigerweise ist ein weiteres Querversteifungselement 13 zwischen dem im Wesentlichen ungebogenen, vertikalen ebenen Bereich 10d und dem ebenen Bereich 10c der untersten Stufe vorgesehen.

Die Schalung 1 enthält weiterhin eine Positioniereinrichtung 14, mit der die korrekte Position der Abstützeinrichtung 6, und insbesondere der Ankerplatte 7 festgelegt werden kann. Die Positioniereinrichtung 14 enthält pro Abstützeinrichtung 6 wenigstens ein quer verlaufendes Anschlagelement 15 das die obere oder untere Position der Ankerplatte 7 festlegt und bevorzugt als Stab, Leiste oder Streifen ausgebildet ist. Bevorzugt sind die oberen und unteren (in Einbaurichtung) Begrenzungen der Ankerplatte 7 durch jeweils ein Anschlagelement 15 vorgegeben.

Im bevorzugten Ausführungsbeispiel bestehen die wesentlichsten Teile der Schalung 1 aus einem schweißbaren Material, insbesondere Stahl. Die Herstellung der Schalung 1 erfolgt demzufolge durch Verschweißen. So sind beispielsweise die Schalungswandung 4, die Seitenwände 5a, 5b, die Versteifungen 12, 13, die Positioniereinrichtung 14 und die Ankerplatten 7 miteinander verschweißt.

3 zeigt die Verwendung der erfindungsgemäßen Schalung zur Herstellung eines Kollektors eines Hohlkastentragwerks für einen Brückenbau, ausgebildet als Spanngliedführung zum gleitfähigen Einbau des Spannstahls. Die erfindungsgemäße Schalung 1 kann jedoch auch für andere Zwecke im Stahlbetonbau eingesetzt und dementsprechend abgewandelt werden.

In Abwandlung des beschriebenen und gezeichneten Ausführungsbeispiels können beispielsweise die Versteifungen je nach Festigkeitsanforderungen in Anzahl und Form verändert bzw. an anderen Stellen angebracht werden. Weiterhin kann die Querversteifung auch Wandbereiche am oberen und unteren Ende (Einbaurichtung) in Form eines Bodens und einer oberen Abdeckung enthalten. Die Abstützeinrichtung kann je nach Verwendungszweck verändert werden.


Anspruch[de]
Schalung zur Verwendung im Spannbetonbau, gekennzeichnet durch ihre Ausbildung als verlorene Schalung (1) mit einer begrenzt betondurchlässigen Schalungswandung (4), insbesondere aus Streckmetall, und einer Abstützeinrichtung (6) für Spannstahl (2). Schalung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalungswandung (4) eine Mehrzahl Abstützeinrichtungen (6) enthält. Schalung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalungswandung (4) um die Abstützeinrichtung (6) herum einen im Wesentlichen ebenen Bereich (10a10d) aufweist. Schalung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalungswandung (4) mit einer Versteifung (11) versehen ist. Schalung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifung () quer und/oder längs verlaufende Versteifungselemente (12, 13) enthält. Schalung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Positioniereinrichtung (14) für die Abstützeinrichtung (6) vorgesehen ist. Schalung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Positioniereinrichtung (14) wenigstens einen Stab (15) enthält, der mit der Schalungswandung (4) fest verbunden ist. Schalung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützeinrichtung (6) eine fest mit der Schalungswandung (4) verbundene Ankerplatte (7) aufweist. Schalung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerplatte (7) aus einem schweißbaren Material besteht, und an der Schalungswandung (4) aus Streckmetall angeschweißt ist. Schalung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Positioniereinrichtung (14) für die Ankerplatte (7) vorgesehen ist, die jeweils einen fest mit der Schalungswandung (4) verbundenen Stab (15) an zwei gegenüberliegenden Seiten der Ankerplatte () aufweist. Schalung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützeinrichtung (6) eine Öffnung (9) durch die Schalungswandung (4) umfasst. Schalung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützeinrichtung (6) eine Öffnung (9) durch die Schalungswandung (4) und eine dazu ausgerichtete Öffnung (8) durch die Ankerplatte (7) umfasst. Schalung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalungswandung (4) stufenförmig ausgebildet ist, wobei jede Stufe jeweils eine Abstützeinrichtung (6) enthält, die auf einem ebenen Bereich (10a bis 10d) der Schalungswandung (4) unter einem vorbestimmten Winkel zur Vertikalen angeordnet ist. Schalung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalungswandung (4) einen Streifen eines begrenzt betondurchlässigen Streckmetallblechs aufweist. Schalung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, gekennzeichnet durch eine kastenförmige Ausgestaltung mit einer vorderen Schalungswand (4) aus begrenzt betondurchlässigem Material und zwei Seitenwänden (5a, 5b). Schalung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (5a, 5b) aus einem betonundurchlässigen Material bestehen. Schalung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass Bestandteile (4, 5a, 5b, 7, 12, 13, 15) der Schalung (1) aus einem schweißbaren Material, insbesondere Stahl, bestehen und verschweißt sind.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com