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Dokumentenidentifikation DE202007013161U1 27.12.2007
Titel Vorrichtung zur Filmverteilung via IP-Netzwerk und programmierbaren Network-Storages
Anmelder SOURCEPARK GmbH, 10587 Berlin, DE
DE-Aktenzeichen 202007013161
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 27.12.2007
Registration date 22.11.2007
Application date from patent application 13.09.2007
IPC-Hauptklasse H04L 12/54(2006.01)A, F, I, 20070913, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verteilung von digitalisierten Filmen via IP-Netzwerk und mit Hilfe von Network-Storages. Unter Filmverteilung (im folgenden werden Filme als Daten bezeichnet) wird hier verstanden, Daten automatisiert von einem Server auf Clients zu verteilen. Ziel ist es, dass die Clients regelmäßig den gleichen Datenbestand wie der Server besitzen. Für den Fall, dass der Datenbestand auf der Serverseite geändert wird, soll die Vorrichtung regelmäßig dafür sorgen, dass der Datenbestand der Clients, dem der Serverseite entspricht. Der administrative und finanzielle Aufwand sollte dabei möglichst gering gehalten werden.

Solche Vorrichtungen sind aus dem allgemeinen Stand der Technik nicht bekannt.

Es ist bekannt, dass zentral gehaltene Daten via IP-Netzwerk auf dezentrale Computer verteilt werden. Hierzu werden sowohl auf der Server- als auch auf der Clientseite vollwertige Computer eingesetzt. Ein Nachteil dabei ist, dass ein als Client eingesetzter Computer im Betrieb grundsätzlich gewisse Wartungs- und Betriebskosten auslöst. Neben einem verhältnismäßig hohen Energieverbrauch schränken regelmäßige Pflegeaufwendungen (Sicherheits-Updates, Virenschutz usw.) einen sicheren und robusten Betrieb ein. Insbesondere vor dem Hintergrund des Einsatzes einer besonders großen Menge an Clients ist ein reibungsloser und wirtschaftlicher Betrieb von besonderem Interesse.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass die vorstehenden Nachteile behoben sind.

Die Aufgabe wird gelöst durch mindestens ein Network-Storage das via IP-Netzwerk mit mindestens einem Server verbunden wird. Das Network-Storage verfügt über einen internen Flash-Speicher. Dieser Flash-Speicher ist derart vorprogrammiert, dass sich das Gerät nach dem Anschluss an das IP-Netzwerk, automatisch mit einem bestimmten Server verbindet. Weiterhin kommuniziert das Network-Storage in vorbestimmten Zeitabständen mit dem Server und prüft ob dieser über Daten verfügt, die auf der Clientseite (Network-Storage) nicht vorhanden sind. Liegen als neu definierte Daten vor, löst das Network-Storage Prozesse aus, die die fehlenden Daten dem Network-Storage zuführen. Im Ergebnis liegen sowohl auf der Server- als auch auf der Clientseite

Identische Daten vor. Im Verhältnis zum Server können die Daten auf den Clients damit als aktuell bezeichnet werden.

Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es möglich, zentrale Datenbestände automatisiert auf beliebig viele Clients zu verteilen und regelmäßig zu aktualisieren. Die Besonderheit besteht darin, dass auf der Client-Seite keine vollwertigen Computer eingesetzt werden müssen, sondern Network-Storages. Hierdurch ergeben sich eine Reihe von Vorteilen, im Vergleich zu bereits bekannten Daten-Verteilungssystemen.

  • • Sowohl im Betrieb, als auch beim Versand der Clients stellen die kompakten Abmaße und das geringe Gewicht des Network-Storages einen Vorteil dar. (B × H × T 7 × 12 × 3 cm, Gewicht 112 g).
  • • Im dauerhaften Betrieb ist der Energieverbrauch (ca. 10 Watt) im Vergleich zu einem Standard Computer deutlich geringer. Einen weiteren Vorteil stellt die geringe Wärmeabstrahlung des Clients dar.
  • • Geringer administrativer Aufwand. Die für Computer üblichen Konfigurations- und Pflegeaufwendungen sind nicht erforderlich. Hierzu zählen u.a. Betriebsystem-Installation, Service-Packs, Betriebssystem-Updates, Sicherheits-Updates. Der administrative Aufwand wird weiterhin dadurch gesenkt, dass an das Network-Storage angeschlossene Datenträger lediglich zur reinen Datenhaltung genutzt werden.
  • • Die Wahrscheinlichkeit ein Network-Storage versehentlich zu beschädigen (z.B. versehentliches Löschen von Daten) ist dadurch reduziert, das keine direkten Schnittstellen wie z.B. Maus und Tastatur existieren.
  • • Die Wahrscheinlichkeit für Virenangriffe ist deutlich geringer, da das Network-Storage lediglich einen Flash-Speicher besitzt.
  • • Ein Network-Storage ist im Vergleich zu einem Standard Computer besonders ausfallsicher, da keine mechanisch bewegten (z.B. rotierende) Teile genutzt werden.
  • • Ein Network-Storage verursacht keine Betriebsgeräusche.
  • • Die Anschaffungskosten eines Network-Storages sind im Vergleich zu Standard Computern geringer.
  • • Die Datenverteilung ist Unabhängig von der Nutzung der Daten. Beispielsweise ist es nicht erforderlich, dass ein Außendienstmitarbeiter sein Notebook im Büro lassen muss, um neue Daten seiner Zentrale zu erhalten. Auch während seiner Abwesenheit können relevante Daten empfangen werden.
  • • Da der Client regelmäßig eine Anfrage an den Server richtet, ist es nicht erforderlich, dass auf der Client-Seite eine feste IP-Nummer existiert.

Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist in der 1 dargestellt.

Die 1 zeigt die Beispielanwendung einer Vorrichtung zur Datenverteilung mittels Network-Storage, Speichermedium und Server.

Zu der Beispielanwendung gehören drei Network-Storages (1, 2 und 3) die jeweils mit einem Speichermedium (4, 5 und 6) verbunden sind. Jedes Network-Storage ist über eine IP-Verbindung (8) mit dem Server (7) verbunden. Die gepunktete Linie (9) symbolisiert, dass beliebig viele Network-Storages im Netzwerk genutzt werden können. Jedes Network-Storage prüft in bestimmten Zeitabständen, ob als neu definierte Daten auf dem Server (7) vorliegen.

Liegen z.B. für das Network-Storage (1) neue Daten vor, löst es einen Datenabgleich aus, der die Daten an das angeschlossene Speichermedium (4) weitergibt.

Bergriffsdefinition: Unter Network-Storage wird hier ein programmierbarer Adapter für IP-Netzwerke verstanden, mit dem man je nach Bedarf, Massenspeichereinheiten hinzufügen oder entfernen kann. Im diesem Dokument wird dieses Gerät auch als Client bezeichnet.

Begriffsbestimmung: Der Begriff Server (engl.: to serve = bedienen) bezeichnet entweder eine Software im Rahmen des Client-Server-Konzepts; oder eine Hardware (Computer), auf der diese Software im Rahmen dieses Konzepts abläuft.

Begriffsbestimmung: Digitalisierte Filme liegen in unterschiedlichen Dateibasierten Videoformaten vor. Beispiele gängiger Videoformate:

(Verlustfrei) HuffYUV, Lagarith, FFv1, MSU Lossless, AZW (Verlustbehaftet) MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4, Windows Media Video, RealMedia

1, 2 und 3
Programmierbare Network-Storages
4, 5, 6
Speichermedien
7
Server
8
IP-Netzwerk


Anspruch[de]
Vorrichtung zur Verteilung von digitalisierten Filmen via IP-Netzwerk und mit Hilfe von programmierbaren Network-Storages, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Computer der als zentraler Server arbeitet und wenigstens ein Network-Storage via IP-Netzwerk miteinender verbunden sind. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein an das IP-Netzwerk angeschlossenes Network-Storage sich selbsttätig mit dem Server verbindet. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein an das IP-Netzwerk angeschlossenes Network-Storage sich zu vorbestimmten Zeiten mit dem Server verbindet und dessen Datenbestand mit den lokalen Daten (Ort des Network-Storages) vergleicht. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass für den Fall, dass der zentrale Server Daten besitzt, die lokal (Ort des Network-Storages) nicht vorliegen, diese Daten dem Client zugeführt werden.






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