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Dokumentenidentifikation DE60127776T2 27.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001184493
Titel Motorsteuerungssystem für Textilmaschinen mit Einzelspindelantrieb
Anmelder Murata Kikai K.K., Kyoto, JP
Erfinder Ikkai, Tomoyuki, Nagaokakyo-shi, Kyoto, JP
Vertreter Hansmann & Vogeser, 81369 München
DE-Aktenzeichen 60127776
Vertragsstaaten DE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 21.06.2001
EP-Aktenzeichen 011151107
EP-Offenlegungsdatum 06.03.2002
EP date of grant 11.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.12.2007
IPC-Hauptklasse D01H 1/244(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse D01H 1/32(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   D01H 13/32(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Motorsteuersystem gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und wie durch EP-A-0 892 096 offenbart. Die Hauptsteuergeräte dieses Motorsteuersystems sind im Hauptrechner in Reihe geschaltet.

EP-A-0 632 352 offenbart weiterhin ein Steuersystem für eine Textilmaschine wie eine Webmaschine mit einem Hauptsteuergerät, das an einer Seite an eine Steuerung der Webmaschine über zugeordnete Leitungen und/oder eine Serienleitung und auf der anderen Seite mit einem Periphergerät oder Periphergeräten über eine synchrone Serienleitung angeschlossen ist, und mit einer Gruppe Nebensteuergeräten, von denen jedes ein integraler Bestandteil des jeweiligen Periphergeräts zum Senden von Daten über die synchrone Serienleitung und zum Empfang von Daten vom Hauptsteuergerät über die gleiche Verbindungsleitung ist. Mittels eines Netzwerks kann das Hauptsteuergerät auch mit anderen ähnlichen Webmaschinen verbunden sein, die parallel gesteuert werden.

Der vorliegenden Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Schaltung mit reduzierter Komplexität bei verbesserter Datenübertragungsmöglichkeit zu realisieren.

Dieses Problem wird durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

1 ist eine schematische Vorderansicht einer Mehrfachtextilmaschine mit Einzelspindelantrieb wie einer Zwirnmaschine, die ein Motorsteuersystem gemäß der Erfindung hat.

2 ist eine schematische Seitenansicht der Zwirnmaschine längs der Linie II-II in 1.

3 ist ein Blockschaltbild eines Motorsteuersystems der Zwirnmaschine.

4 ist ein Ablaufdiagramm eines Einstellwerteübertragungsvorgangs, der durchgeführt wird, wenn das Hauptsteuergerät des Systems aktiviert wird.

5 ist ein Ablaufdiagramm eines Einstellwerteübertragungsvorgangs, der durchgeführt wird, wenn eine CPU eines Motorsteuergeräts des Systems zurückgestellt wird.

6 ist ein Ablaufdiagramm eines Fehlerinformationsvorgangs im System.

7 ist ein Ablaufdiagramm eines Einstellwerteänderungsvorgangs im System.

Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform

In 1 und 2 ist 1 der Maschinenkörper einer Zwirnmaschine, 2 ist eine Gruppe von am Maschinenkörper 1 installierten Antriebsmotoren mit veränderbarer Geschwindigkeit, und 3 ist eine von dem entsprechenden Antriebsmotor 2 koaxial angetriebene Spindel. 4 ist eine Lieferspule, die so eingesetzt ist, dass sie koaxial zur entsprechenden Spindel 3 bewegt werden kann, und die durch eine geeignete Bremseinrichtung unabhängig von der Drehung der Spindel 3 stationär gehalten wird. 5 ist eine Fadenführung zum Führen eines Fadens Y, der von der Lieferspule 4 zu einer Aufspulvorrichtung abgespult wird, und 6 ist eine Zufuhrrolle zum Zuführen des Fadens Y in die Aufspulvorrichtung, während dessen Spannung eingestellt wird. 7 ist eine Traversierführung zum schrägen Transferieren des Fadens Y, und 8 ist eine Aufspultrommel zum Drehantrieb einer Auflaufspule 9 aufgrund des Oberflächenkontakts. Jede Spulstelle besteht aus dem Antriebsmotor 2, der Spindel 3, der Lieferspule 4, der Fadenführung 5, der Zufuhrrolle 6, der Traversierführung 7, der Aufspultrommel 8 und der Auflaufspule 9 usw. Die Traversierführung 7 sitzt auf einer Traversierstange 10 für jede Spulstelle, und die Traversierstange 10 wird in axialer Richtung durch einen Antriebsmechanismus auf der Seite eines Steuergeräts 15 hin und her bewegt, der auf der linken Seite des Maschinenkörpers 1 durch eine unterbrochene Linie gezeigt ist. Für alle Spulstellen werden die Aufspultrommeln 8 gleichzeitig von der Trommelwelle 11 drehangetrieben, und die Trommelwelle 11 wird von der Antriebsquelle auf der Seite des Steuergeräts 15 angetrieben. Der Faden Y wird auf eine auf einer Gabel 12 sitzende Aufspulhülse 13 als Auflaufspule 9 aufgespult.

Mit dem oben beschriebenen Aufbau der Zwirnmaschine wird ein Zwirnvorgang für jede Spulstelle wie folgt durchgeführt.

Ein von der Lieferspule 4 abgespulter Faden Y wird vom oberen Ende der Spindel 3 durch das Innere der Spindel 3 nach unten geführt und unten an der Spindel 3, die mit hoher Geschwindigkeit in radialer Richtung gedreht wird, abgegeben. Da der abgegebene Faden Y gedreht wird, während er von der Lieferspule 4 abgespult wird, wird er in dieser Phase einmal verdrillt. Außerdem wird der unten an der Spindel 3 abgegebene Faden Y über die Fadenführung 5 zur Zufuhrrolle 6 geführt, während er um den Außenumfang der Lieferspule 4 aufgrund der Drehung der Spindel 3 gedreht wird. Dies bedeutet, dass in dieser Phase der Faden Y, der von der Spindel 3 abgegeben wird, wieder verdrillt wird, während er um die Lieferspule 4 schwingt, so dass der verdrillte Faden Y, der zweimal verdrillt wurde, von der Zufuhrrolle 5 zur Traversierführung 7 transferiert wird. Der verdrillte Faden Y, dessen Spannung von der Zufuhrrolle 6 auf einen bestimmten Wert eingestellt wird, wird auf die Auflaufspule 9, die von der Aufspultrommel 8 drehangetrieben wird, gespult.

Bei dieser Ausführungsform sind, wie 1 zeigt, acht Spulstellen, die sich vom Antriebsmotor 2 zur Aufspultrommel 8 erstrecken, in seitlicher Richtung des Maschinenkörpers 1 nebeneinander angeordnet, und acht weitere Spulstellen sind hinter den ersten acht Spulstellen und entgegengesetzt zu diesen angeordnet. Dies bedeutet, dass die 16 Spulstellen eine Einheit bilden. Die gleiche Anzahl dieser Spindeln sind in einer oberen Stufe des Maschinenkörpers 2 angeordnet. Dies bedeutet, dass die 32 Spulstellen insgesamt an einem einzigen Rahmen des Maschinenkörpers 1 sitzen, und bei einer tatsächlichen Zwirnmaschine ist eine große Anzahl solcher Rahmen nebeneinander in seitlicher Richtung angeordnet. Der einzige Hauptrechner 50, der im Steuergerät 15 angeordnet ist, steuert den Maschinenkörper 1, der aus mehreren Rahmen besteht.

Die Qualität des verdrillten Fadens Y, der von einer Spulstelle gespult wird, ändert sich mit der Drehgeschwindigkeit der Spindel 3. Daher muss für eine gleichmäßige Qualität des verdrillten Fadens Y in der Auflaufspule 9 die Drehgeschwindigkeit (die Drehzahl) des Antriebsmotors 2 für jede Spulstelle auf der Grundlage eines Befehlssignals vom Hauptrechner 50 genau gesteuert werden, und die Drehgeschwindigkeit des Antriebsmotors 2 für jede Spulstelle muss genau kontrolliert werden. Wenn eine Schwierigkeit wie ein Fadenbruch in irgendeiner Spulstelle auftritt, ändert sich die Belastung des entsprechenden Antriebsmotors 2, was sofort zum Hauptrechner 50 gemeldet werden muss.

Die Antriebsmotoren 2 werden von mehreren Motorsteuergeräten 30 gesteuert. Mehrere Motorsteuergeräte 30 (8 Motorsteuergeräte 30) für eine Einheit (16 Spulstellen) werden von einem Hauptsteuergerät 40 kontrolliert und gesteuert, und mehrere Hauptsteuergeräte 40 für jede Einheit (für jeweils 8 Motorsteuergeräte 30) werden zusammen von dem einzigen Hauptrechner 50 gesteuert. Bei der Zwirnmaschine dieser Ausführungsform, wie sie in 1 und 2 gezeigt ist, erstreckt sich ein Kanal 20 für die eine Einheit in Längsrichtung des Maschinenkörpers 1, und in der Mitte zwischen der vorderen und hinteren Reihe von Spulstellen, die in Längsrichtung des Maschinenkörpers 1 nebeneinander angeordnet sind. Die acht Motorsteuergeräte 30 und das einzige Hauptsteuergerät 40 sind im Kanal 20 angeordnet. Die obere und die untere Einheit haben den gleichen Aufbau.

Es wird nun der Aufbau des Motorsteuersystems gemäß dieser Ausführungsform beschrieben.

In 3 steuert das Hauptsteuergerät jedes Motorsteuergerät 30 aufgrund des Befehls des Hauptrechners 50 und besteht aus einem Mikrocomputer 41 mit einer CPU 42, einem Speicher 43, Verbindungsschnittstellen (I/F) 44, 45, einem Multiplexer (MPX) 46, einer Eingangs/Ausgangsschnittstelle (I/F) 47 und dergleichen. Der Mikrocomputer 41 ist an den Hauptrechner 50 über eine Serienübertragungsleitung La und die Verbindungsschnittstelle (I/F) 44 und mit jedem Motorsteuergerät 30 über eine Serienverbindungsleitung Lb über die Verbindungsschnittstelle (I/F) 45 und an den MPX 46 angeschlossen. Ein Start-, Notstopp-, Sofortstoppschalter und weitere Schalter (nicht gezeigt), die am Steuergerät 15 vorgesehen sind, sind mit dem Mikrocomputer 41 über die Eingangs-/Ausgangsschnittstelle (I/F) 47 verbunden.

Jedes Steuergerät 30 ist ein Invertermodul zur Steuerung der entsprechenden Antriebsmotoren 2 und besteht aus einem Mikrocomputer 31 mit einer CPU 32, einem Speicher 33, einer Verbindungsschnittstelle (I/F) 34 und Inverterschaltungen 35. Der Mikrocomputer 31 ist mit dem Hauptsteuergerät 40 über die Serienverbindungsleitung Lb und die Verbindungsschnittstelle (I/F) 34 verbunden. Der Mikrocomputer 31 steuert die Inverterschaltungen 35, um wiederum die Drehung der Antriebsmotoren 2 zu steuern, während die Drehgeschwindigkeit der Antriebsmotoren 2 auf der Grundlage der Daten kontrolliert wird, die von einem Drehsensor (nicht gezeigt) erfasst werden. Bei dieser Ausführungsform steuert ein Motorsteuergerät 30 individuell die beiden Antriebsmotoren 2 entsprechend dem Paar vorderer und hinterer Spulstellen, jedoch kann das Motorsteuergerät 30 für eine einzige Spulstelle oder drei bis vier Spulstellen vorgesehen sein, solange es die Antriebsmotoren 2 individuell steuert.

Bei diesem Motorsteuergerät sind Einstellwerte wie eine Solldrehgeschwindigkeit (-drehzahl) und eine Steuerverstärkung, die erforderlich sind, um jeden Antriebsmotor 2 zu steuern, stets im Speicher 43 des Mikrocomputers 41 auf der Seite des Hauptsteuergeräts 40 festgehalten. Wenn das Hauptsteuergerät 40 aktiviert wird, und wenn ein bestimmtes Signal von einem der Motorsteuergeräte empfangen wird, werden die Einstellwerte vom Hauptsteuergerät 40 zu diesem Motorsteuergerät 30 übertragen, wo sie im Speicher 33 des Mikrocomputers 31 gespeichert werden. Wenn ein Fehler in irgendeinem Motorsteuergerät 30 auftritt, wird eine relevante Fehlerinformation vom Hauptsteuergerät 40 empfangen, die dann die Information im Speicher 43 des Mikrocomputers 41 speichert. Daher hat der Speicher 43 auf der Seite des Hauptsteuergeräts 40 einen EEPROM als Einstellwerte-Halteeinrichtung und eine Fehlerinformations-Halteeinrichtung zusätzlich zu einem typischen RAM oder ROM oder dergleichen, und hat eine Speichersicherungsfunktion für die Einstellwerte und die Fehlerinformation, die aktiviert wird, wenn eine Wartungsunterbrechung, ein Open Loop-Schaltkreis oder dergleichen auftritt. Andererseits besteht der Speicher 33 auf der Seite jedes Motorsteuergeräts aus einem typischen RAM oder ROM oder dergleichen und muss nicht mit der Speichersicherungsfunktion ausgestattet sein. Folglich kann das Motorsteuergerät 30 vereinfacht werden.

Verschiedene Daten werden zwischen dem Hauptrechner 50 und dem Hauptsteuergerät 40 und zwischen dem Hauptsteuergerät 40 und jedem Motorsteuergerät 30 durch Abfrageverbindungen übertragen und empfangen. Z. B. fragt das Hauptsteuergerät 40 jedes Nebensteuergerät 30 während jedes bestimmten Zyklus ab. Bei Empfang einer normalen Abfragenachricht schickt das Motorsteuergerät 30 eine Abfrageantwortnachricht zum Hauptsteuergerät 40, die einen Status wie eine CPU-Rückstellung oder einen Fehler enthält. Dadurch wird die Fehlerinformation vom Motorsteuergerät 30 zum Hauptsteuergerät 40 ohne Unterbrechung des normalen Abfragevorgangs zwischen dem einen Hauptsteuergerät 40 und mehreren Motorsteuergeräten 30 durchgeführt.

Es wird nun ein Vorgang wie ein Einstellwerteübertragungsvorgang im Motorsteuersystem anhand der 4 bis 7 zusätzlich zur 3 beschrieben.

Die 4 bis 7 sind Ablaufdiagramme, die den Ablauf eines von der CPU 42 des Mikrocomputers 41 des Hauptsteuergeräts 40 durchgeführten Vorgangs zeigen.

Zuerst überträgt, wenn das Hauptsteuergerät 40 aktiviert wird, d. h., wenn ein Unterbrecher eingeschaltet wird, um den Betrieb aller Spulstellen zu beginnen, das Hauptsteuergerät 40 eine Anfrage für eine Parameterversion an jedes Hauptsteuergerät 30 bei einem Schritt S1, wie 4 zeigt. Als Antwort schickt jedes Motorsteuergerät 30 eine Abfrageantwortnachricht mit ihrer eigenen Parameterversion zum Hauptsteuergerät 40 zurück. Das Hauptsteuergerät 40 empfängt eine Parameterversion beim Schritt S2 und prüft dann beim Schritt S3, ob seine eigene Parameterversion zu der des Motorsteuergeräts 30 passt. Wenn die Parameterversionen zueinander passen, um die Einstellwerteübertragung für gültig zu erklären, fügt das Hauptsteuergerät 40 die entsprechenden Einstellwerte, die im Speicher 43 des Mikrocomputers 40 gehalten werden, eine Abfragenachricht hinzu und überträgt die Nachricht zum Motorsteuergerät 30. Nach Übertragung aller Einstellwerte beim Schritt S5 überträgt das Hauptsteuergerät 40 die Betriebserlaubnis zum Motorsteuergerät 30 beim Schritt S6 und startet dann die normale Abfrage. Dadurch wird der Motorantrieb vom Motorsteuergerät 30 gestartet, nachdem jedes Motorsteuergerät 30 alle Einstellwerte normal empfangen hat. Die Einstellwerte, die zum Motorsteuergerät 30 übertragen werden, werden im Speicher 33 des Mikrocomputers 31 gespeichert, so dass die entsprechenden Antriebsmotoren 2 aufgrund dieser Einstellwerte gesteuert werden. Wenn andererseits die Parameterversionen beim Schritt S3 nicht zueinander passen, wird ein Fehlerprozess beim Schritt S7 durchgeführt. Bei diesem Fehlerprozess überträgt z. B. das Motorsteuergerät 40 einen Parameterversionsfehler zum Hauptrechner 50 während der Abfrage mit diesem, um den Betriebsschalter zwangsläufig abzuschalten, während eine Spulenbremse zwangsläufig eingeschaltet wird.

Es wird nun der Rückstellvorgang der CPU 32, der zentralen Verarbeitungseinheit des Mikrocomputers 31 des Motorsteuergeräts 30 beschrieben. Z. B. wenn das Motorsteuergerät 30 aus dem Zustand eines Open Loop-Schaltkreises- wieder anläuft, oder wenn ein Kontrollzeitsteuergerät für einen unkontrollierbaren Programmablauf überläuft, wird die CPU 32 zurückgestellt. Das Kontrollzeitsteuergerät für einen unkontrollierbaren Programmablauf wird als „Watchdog-Zeitsteuergerät" bezeichnet und wird so programmiert, dass es während jedes bestimmten Zyklus zurückgestellt wird. Wenn das Programm unkontrollierbar läuft, kann dieses Zeitsteuergerät nicht zurückgestellt werden, läuft jedoch über, um die CPU 32 zurückzustellen. Wenn das Hauptsteuergerät 40 eine Abfrageantwortnachricht vom Motorsteuergerät 30 empfängt, und wenn die Statusdaten in der Abfrageantwortnachricht anzeigen, dass die CPU 32 zurückgestellt wurde, wie beim Schritt S8 gezeigt, überträgt das Hauptsteuergerät 40 eine Anforderung für die Parameterversion zum Motorsteuergerät 30, indem die CPU 32 zurückgestellt wurde. Dann wird vom Schritt S2' aus zum Schritt S7' ein Prozess ähnlich den oben beschriebenen Schritten S2 bis S7 zwischen dem Hauptsteuergerät 40 und dem Motorsteuergerät 30 durchgeführt, indem die CPU 32 zurückgestellt wurde. Dadurch wird der richtige Einstellwert sofort zum Motorsteuergerät 30 übertragen und selbst dann geschrieben, wenn die Rückstellung im Motorsteuergerät 30 aufgetreten ist.

Auf diese Weise hält der Speicher 43 auf der Seite des Hauptsteuergeräts 40 stets die Einstellwerte, die zum Motorsteuergerät 30 übertragen und im Speicher 33 gespeichert werden, so dass die Notwendigkeit beseitigt wird, jedes Motorsteuergerät 30 mit einer Speichersicherungsfunktion für die Einstellwerte zu versehen. Außerdem kann die Funktion der Prüfung der Parameterversion zwischen dem Hauptsteuergerät 40 und jedem Motorsteuergerät 30 eine ungeeignete Motorsteuerung verhindern, die durch eine Fehlanpassung zwischen den Parametern verursacht wird.

Es wird nun ein Fehlerinformationsprozess beschrieben. Dieser Prozess wird durchgeführt, wenn z. B. ein unregelmäßiger Lauf, ein Fadenbruch oder dergleichen in irgendeiner Spulstelle auftritt, und wenn das Steuerziel nicht erreicht werden kann, oder in anderen Fällen. Wenn das Hauptsteuergerät 40 von irgendeinem der Motorsteuergeräte 30 eine Abfrageantwortnachricht empfängt, und wenn der Status darin anzeigt, dass ein Fehler auftritt, wie beim Schritt S9 in 6 gezeigt ist, überträgt das Hauptsteuergerät 40 eine Anforderung für eine Fehlerinformation zu diesem Hauptsteuergerät 30 beim Schritt S10. Daraufhin schickt das Motorsteuergerät 30 eine Abfrageantwortnachricht mit einer relevanten Fehlerinformation zum Hauptsteuergerät 40. Beim Empfang der Fehlerinformation beim Schritt S11 speichert es die Information im Speicher 43 zum kontinuierlichen Halten beim Schritt S12.

Wenn die Fehlerinformation vom Motorsteuergerät 30 somit stets vom Hauptsteuergerät 40 gehalten wird, kann das Hauptsteuergerät 40 die Fehlerhistorien aller Motorsteuergeräte 30 ohne die Notwendigkeit handhaben, jedes Motorsteuergerät 30 mit einer Speichersicherungsfunktion für eine Fehlerinformation zu versehen.

Es wird nun ein Einstellwerteänderungsprozess beschrieben. Wenn das Hauptsteuergerät 40 einen Einstellwerteänderungsbefehl vom Hauptrechner 50 beim Schritt S13 empfängt, wie 7 zeigt, überträgt das Hauptsteuergerät 40 den Inhalt dieser Änderung zum Motorsteuergerät 30 als eine Schreibnachricht während eines Abfragezyklus beim Schritt S14. Dann schreibt beim Schritt S15 das Hauptsteuergerät 40 die geänderten Einstellwerte in seinen eigenen Speicher 43 zum kontinuierlichen Halten. Daher wird der entsprechende Antriebsmotor 2 aufgrund der geänderten Werte gesteuert. Wenn die Einstellwerte zum Motorsteuergerät 30 übertragen werden müssen, wie oben beschrieben, diese geänderten Einstellwerte übertragen werden.


Anspruch[de]
Motorsteuersystem für eine Textilmaschine mit Einzelspindelantrieb, bestehend aus

– einem Hauptrechner (50), dem mehrere Bearbeitungseinheiten der Textilmaschine zugeordnet sind,

– wenigstens einem Spindelantriebsmotor (M) für jede Bearbeitungseinheit,

– Motorsteuergeräten (30), von denen jedes wenigstens einen Spindelantriebsmotor (M) wenigstens einer Bearbeitungseinheit steuert,

– Hauptsteuergeräten (40), die mit dem Hauptrechner (50) zur Steuerung und Verwaltung der Motorsteuergeräte (30) einschließlich der Übertragung von Einstellwerten verbunden sind, die von jedem zugehörigen Motorsteuergerät (30) verwendet werden,

– wobei jedes Hauptsteuergerät (40) eine Einstellwerte-Halteeinrichtung (43) mit einer Speichersicherungsfunktion hat, um stets die Einstellwerte zu halten, die von jedem zugehörigen Motorsteuergerät (30) verwendet werden, und

– wenn ein Hauptsteuergerät (40) aktiviert wird und/oder ein bestimmtes Signal von einem der zugehörigen Motorsteuergeräte (30) empfängt, dieses Hauptsteuergerät die entsprechenden Einstellwerte, die in der Einstellwerte-Halteeinrichtung (43) gehalten sind, zu dem jeweiligen Motorsteuergerät (30) überträgt,

dadurch gekennzeichnet, dass

– alle Hauptsteuergeräte (40) parallel an den Hauptrechner (50) angeschlossen sind, und

– jedes Hauptsteuergerät (40) parallel an mehrere Motorsteuergeräte (30) mehrerer Bearbeitungseinheiten angeschlossen ist.
Motorsteuersystem für eine Textilmaschine mit Einzelspindelantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Hauptsteuergerät (40), bevor es die Einstellwerte überträgt, prüft, ob eine Parameterversion davon zu dem Motorsteuergerät (30) passt oder nicht, und nach dieser Prüfung die Einstellwerte überträgt. Motorsteuersystem für eine Textilmaschine mit Einzelspindelantrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass, wenn ein Fehler in einem der Motorsteuergeräte (30) auftritt, eine Information über diesen Fehler zum Hauptsteuergerät (40) übertragen wird, und das Hauptsteuergerät (40) eine Fehlerinformations-Halteeinrichtung aufweist, um die Fehlerinformation, die vom Motorsteuergerät empfangen wurde, stets zu halten. Motorsteuersystem für eine Textilmaschine mit Einzelspindelantrieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Hauptsteuergerät (40) die Motorsteuergeräte (30) während eines bestimmten Zyklus abfragt, und das Motorsteuergerät die Information zum Hauptsteuergerät als eine Abfrageantwortnachricht zurücksendet. Motorsteuersystem für eine Textilmaschine mit Einzeispindelantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass nach Übertragung aller Einstellwerte zu jedem Motorsteuergerät (30) das Hauptsteuergerät (40) ein Betriebserlaubnissignal zum Motorsteuergerät überträgt. Motorsteuersystem für eine Textilmaschine mit Einzelspindelantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das bestimmte Signal ein Rückstellsignal ist, das anzeigt, dass eine Zentralverarbeitungseinheit (32) des Motorsteuergeräts (30) zurückgestellt wurde, und bei Empfang des Rückstellsignals vom Motorsteuergerät das Hauptsteuergerät die entsprechenden Einstellwerte, die in der Einstellwerte-Halteeinrichtung gehalten werden, zum Motorsteuergerät überträgt, in dem der Rückstellvorgang aufgetreten ist. Motorsteuersystem für eine Textilmaschine mit Einzelspindelantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellwerte eine Solldrehgeschwindigkeit umfassen. Motorsteuersystem für eine Textilmaschine mit Einzelspindelantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Spindelantriebsmotor eine Zwirnspindel antreibt, und dass das Motorsteuergerät ein Invertermodul zur Steuerung des Spindelantriebsmotors ist.






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